Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

There's just a thin line...

von Rikachan
GeschichteLiebesgeschichte / P18
26.10.2006
27.10.2006
2
2.120
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
26.10.2006 1.271
 
There’s just a thin line…


Die Welt der Fantasie, die nur wenigen Leuten Zugang erlaubt, hat viele Türen und viele dazugehörige Schlüssel. Wir fanden den Schlüssel zu einer Tür und traten ein in ein Reich voller Magie und Glamour – Das Quarzreich. Das Quarzreich ist eines der mächtigsten Teile der Fantasiewelt. Woraus sie seine Macht schöpft? Nun, das Quarzreich, ist das Reich, in dem die meisten Wesen in ihrer ganz eigenen Fantasie eintauchen. Hier ist alles möglich. Die unsichtbare Kraft der Fantasie lässt die Kreaturen, die es schaffen hier her einzutauchen, noch viel mehr erleben als in der Realität. Doch was ist Realität? Ist die Realität auch ein Reich, dass fast unendlich viele Unterreiche besitzt, oder ist es ein Zustand, der jeden einzelnen von uns Tag und Nacht quält? Dieses Geheimnis wird wohl niemals gelöst werden.

Das Reich von dem ich euch erzähle trägt den Namen „Quarzreich“. Das Quarzreich ist  in vier Teile unterteilt, die alle ihren eigenen Herrscher besitzen: Der Himmel, dessen Herrscher Gott ist, die Erde, dessen Herrscher ein Wesen ist, dass niemand kennt oder je gesehen hat, das Schattenreich, das von einem Schatten regiert wird, der nur als „Herrscher“ bezeichnet werden will, und die Hölle, in der der Teufel die Fäden in der Hand hält. Wir schreiben das Jahr des zweiten großen Krieges. Die Zeitrechnung im Reich der Fantasie ist anders, als die, die man in der Schule lernt. Hier zählt man nicht die einzelnen Jahre vor oder nach der Geburt einer wichtigen Person, sondern man unterteilt die Zeit in verschiedene Abschnitte. Bricht Krieg heran, so spricht man von dem Jahre des Krieges. Scheint wieder Friede eingekehrt, so findet man eine andere Bezeichnung für die Zeit, wie zum Beispiel „Das Jahr des flammenden Bandes“, um den Zusammenhalt der vier Reiche zu unterstreichen.

Ein schwarzer Schatten thronte auf der Spitze eines hohen Berges. Blitze zerrissen das fast nächtliche Dunkel und erhellten das Gesicht des Schattens. Am Fuße des unerreichbar hohen Berges wimmelte es von schaurigen Gestalten, welche einen solchen Krach machten, dass man kaum sein eigenes Wort verstand. Wilde Bestien rammten sich gegenseitig die Hörner in die Eingeweide um den jeweiligen anderen zum Schweigen zu bringen. Hier gab es nur eine Regel: Gewalt. Eine Ebene, deren Mittelpunkt ein riesiger Berg war, zerrissen von Zwielicht und Elektrizität. Die Bewohner dieser Ebene nannten sich Dämonen. Es gab verschiedene Arten von Dämonen: Teufel, Bestien, Vampire, Schatten, Geister, Untote, Nichtse, und Drachen. Unweit der riesigen Masse wilder Dämonen stand eine Gruppe, verschiedenster Wesen. Die Arme verschränkt und mit einem kühlen und doch unbändigen Ausdruck in den Augen.
„Ruhe!“, donnerte der Schatten auf dem Berg und stand von seinem mächtigen Thron auf. Er hob die Hände, während er begann mit lauter, dröhnender Stimme zu seinem Volk zu sprechen.
„Dämonen des Schattenreiches,
Ich habe hier her geholt um euch zu verkünden, dass ich bald nicht mehr existieren werde. Die obige Welt verstreut soviel Glück, Spaß und Zufriedenheit, dass es meinen Körper zerreist“, der muskulöse Schatten wurde von lauten – fast schreienden – Stimmen unterbrochen. Für einen Moment sah man ihn grinsen. Einer seiner  dämonischen Eckzähne [ungefähr ½ cm länger als ein menschlicher Eckzahn] wurde sichtbar und lies ihn unvorstellbar gefährlich aussehen. „Ruhe!“, rief er erneut. Die Erde bebte unter ihm.
„Um meinem Leben ein befriedigendes Ende zu bescheren, wünsche ich, dass ihr mir etwas bringt. Ach was, ich wünsche es nicht – Ich will es“, er riss einen Arm in die Richtung des mit dunklen Wolken überzogenen Himmels und riss die Wolken mit einer Handbewegung auseinander, die leichter aussah als sie war. Ein klarer Nachthimmel blendete das wilde Auge eines jeden Dämonen. Die Wesen, die um den Berg versammelt waren zucken zusammen und schüttelten sich vor aufkommenden Unbehagen. Das Glitzern der Sterne brannte höllisch auf dem Gesicht. Schmerzensschreie erfüllten die Luft. Wieder erkannte man dieses gefährliche Grinsen auf den Lippen des Herrschers, während er ein flimmerndes Bild am Horizont erscheinen lies. Zu sehen war ein kleines Mädchen nicht älter als 17. Ihre Haare waren kurz, aber sehr schön und lilafarben. Ihren Kopf schmücken zwei Hundeohren und sie besaß riesige weiße, flauschige Schwingen. Das Mädchen, das der Horizont den Dämonen zeigte, war ein Engel – Ein Engel von solcher Schönheit, dass es noch stärker in den Augen brannte, als das blanke Firmament. Die Gruppe an Wesen, die unweit des eigentlichen Dämonenvolkes standen lächelten sich drohend zu und sahen zu dem dunklen Herrscher hinauf.
Dieser grinste und erwiderte kurz den Blick und sah dann zurück auf die Horde Dämonen hinab.
„Bringt sie mir. Aber lebend! Ich möchte das Blut von ihrem Körper lecken. Ich möchte ihre Haut spüren. Bevor ihr sie allerdings zu mir bringen könnt, müsst ihr euch erst um den Auftrag kümmern, den sie auf der Erde auszuführen hat. Findet heraus was sie tun soll, durchkreuzt Gottes Plan und bringt sie mir!“,
den letzten Teil des Satzes donnerte er so laut das die Erde bebte. Einige Drachen beantworteten das Nachhallen seiner mächtigen Stimme mit lautem Gebrüll.
Plötzlich wurde das Getöse von einer fremden Stimme zerrissen:
“Hey, „Herrscher“, was haben wir davon, das wir diesen Plan ausführen? Warum setzt du nicht selbst deinen mickrigen Ar*** in Bewegung und fängst dieses Engelsweib?“ Der Urheber dieser Stimme war ein noch relativ junger Mann, mit blutroten Augen und schwarzem Haar. Auf den ersten Blick sah er aus wie ein gewöhnlicher Dämon. Doch er hatte etwas, das nicht ins Schattenreich gehörte: Er besaß Flügel – Pechschwarze Schwingen.
Blutrote Augen, schwarzes Haar und pechfarbene Schwingen waren eindeutige Kennzeichen dafür, dass er einer der Gesandten war. Die Gesandten waren eine Gruppe von Engeln, die keineswegs ein gutes Herz hatten. Sie waren zwar ursprünglich Engel Gottes, doch sie wurden vom Teufel in die Hölle gerissen. Dort verbrannte das Fegefeuer ihre weißen Flügel und der Anblick der ewig lodernden Glut, brachte ihre Pupillen zum glühen.  Vollkommen schwarz gekleidet sandten sie Nachrichten durch die vier Welten. Wo sie auftauchten, gab es bald ein großes Unglück. Den Dämonen wurde schon früh beigebracht ihnen ja nicht zu trauen.
Der Herrscher reckte den Hals und fixierte den Fremdling mit dämonischen Augen.
„Siehe da, ein Gesandter! Nun, als Belohnung winkt mein Thron und die Macht über das gesamte Dämonenreich“
„Hm“, machte der schwarz gekleidete Schönling abschätzend, „Wer will schon die Herrschaft über eine solche schwächliche Horde besitzen? Aber na gut. Da ich gerade nichts anderes vor habe… Wo ist das kleine Stück Dreck denn anzutreffen, auf das du so scharf bist“, während er sprach verschränkte er die Arme und warf einen arroganten Blick über die Dämonen, die ihn alle wutentbrannt anstarrten. Wie konnte dieser Zwerg sich anmerken über ihren Herrscher zu spotten und gleichzeitig die Stärke ihres Volkes anzuzweifeln?
„Du wirst gleich erfahren, wer hier der Schwächling ist, Kleiner“, knurrte einer des Pantherdämonenstammes, der zur Familie der Bestien gehörte.
„Reiß das Maul nicht so weit auf, Quadratfresse“, erwiderte der schwarze Engel kühl und blicke herausfordernd nach oben.
„Ruhe“, bellte der mächtige Schatten und verzog das Gesicht. Seine Nase kräuselte sich fast schon angewidert und drückte sein innerliches Unwohlsein aus.
„Sie wurde mit Gottes Segen zu einer Highschool in Nordjapan geschickt. Findet sie. Bringt sie mir“, er wandte sein bleiches Gesicht zum Himmel und vertiefte sich in den Anblick des Mädchens, der den Himmel schmückte. Er musste sie haben.
Schon seit er vor 100 Jahren eine junge Engelin getroffen hatte, die ihn in ihren Bann gezogen hatte, hatte er eine Schwäche für die schönen Wesen des Himmels. Und jetzt hatte er auch noch das Engelskind gefunden, dass er schon immer gesucht hatte.
Mit einem abfälligen Laut löste sich der Gesandte in Rauch auf und wurde hinfort geweht. Er würde sich auf die Suche begeben. Auf eine Suche die alles Verändern würde.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast