Rain on your skin

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Echizen Ryoma Fuji Syusuke
15.10.2006
14.01.2007
20
44061
2
Alle Kapitel
48 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Titel: Rain on your Skin

Genre: Drama
Warning: Darkfic/Angst, FutureFic  

Rating: PG-16
Pairing: Thrill Pair

Inhalt: Ryoma kommt nach Japan zurück, welches er kurz nach seinem Schulabschluss verlassen hatte. Er will dort an einem Turnier teilnehmen und es ist unvermeidlich dabei auf alte Bekannte zu stoßen. Am meisten schmerzt jedoch das Wiedersehen mit seinen alten Freunden.

Kommentar: Diese Fanfiction spielt einige Jahre in der Zukunft. Es sind etwa 10 Jahre seit dem Beginn der Animeserie vergangen. Zuatzinformation: Diese Fanfiction nimmt einem Wettbewerb teil.

mangacrack

xxx

:: Kapitel 1 – Rückkehr nach Japan::

Das Brummen des Flugzeugs dröhnte Ryoma gleichmäßig in den Ohren. Selbst mit den Kopfhörern nahm er das Geräusch immer noch wahr. Auch wenn er jetzt langsam daran gewöhnt sein müsste, so störte es ihn immer noch. Sogar nach so vielen Jahren.

„Bitte stellen sie ihre Sitze gerade und schnallen sie sich an. Wir befinden uns jetzt im direkten Landeanflug auf den Tokioer Flughafen. Wir hoffen sie hatten eine gute Reise und können sie bald wieder an Board der Pazifik Airline begrüßen.“

Ryoma nahm die Ansage wahr und setzte seiner Kopfhörer ab. Er sah aus dem Fenster und stellte fest, dass seine Vermutung stimmte. Sie würden wirklich um zwei Uhr Mittags landen. Er versuchte das mit der Zeitverschiebung gar nicht erst nachzuvollziehen, er verstand es sowieso nicht. Er hatte im Flugzeug genug geschlafen um jetzt den Tag überstehen zu können.
Um ehrlich zu sein, er konnte es irgendwie gar nicht erwarten seine Familie wieder zu sehen. Er hatte die letzten Monate in den USA gelebt und sich dort auf das kommende Turnier vorbereitet, dass hier in Tokio stattfinden würde. Er sah diesem Turnier mit gemischten Gefühlen entgegen. Sicherlich würden viele Spieler daran teilnehmen, die er kannte und sicherlich würde bekannt werden, dass Echizen Ryoma wieder in Japan war. Dabei wollte er aber so lange wie möglich vermeiden, dass die Öffentlichkeit davon erfuhr. Er war wohl einer der bekanntesten japanischen Spieler, vor allem in den Staaten. Diese waren ja seine zweite Heimat und so war es ihm nicht schwer gefallen sich dort einen Namen zu machen. Ein so junger japanischer Tennisspieler viel eben auf.

Ryoma krallte sich plötzlich an den Sitzlehnen fest, als er spürte, dass der Vogel in den Sinkflug ging. Er mochte das Fliegen nicht sonderlich. Es war ihm lieber, wenn er festen Boden unter den Füßen hatte. Das Fliegen selbst machte ihm gar nichts aus, nur der Start und der Landeanflug trieben ihn in den Wahnsinn. Deswegen war er auch heilfroh, als er das Rumpeln spürte, als das Flugzeug den Boden berührte. Schon bald brach der übliche Tumult aus. Ryoma griff sich schnell sein Handgepäck und machte sich daran die BusinessClass zu verlassen. Er war froh, dass er nicht in der EconomyClass reisen musste, denn dann wäre vermutlich wirklich wahnsinnig geworden. Ryoma dankte sich und seinen Fähigkeiten, dass er als Tennisspieler genug Geld verdiente um sich das leisten zu können. Hinten im Flugzeug bei schlechtem Essen reisen zu müssen, war so als wenn man Inuis Penal Tea Deluxe trinken musste während man unter Taka und Momo gleichzeitig begraben lag. Beides wollte er nicht noch einmal erleben.

Schnell verließ er die Luxusklasse und strebte dem Ausgang entgehen. Ryoma reckte sich und hörte wie einige seiner Knochen knackten. Dabei gähnte er ausgiebig. Es war doch recht ermüdend gewesen, dieser lange Flug. Vor allem, wenn man alleine fliegen musste. Bei Turnierreisen kam immer sein Manager mit, doch diesmal fand das Tennisturnier in seiner Heimat stand, zudem war es noch eine ganze Weile hin, so dass sein Manager in den USA geblieben war.

So in den Gedanken versunken stand Ryoma am Fließband und wartete auf seine sein Gepäck. Viel hatte er nicht genommen, doch es war einiges zusammengekommen. Er plante zwar etwas länger in Japan zu bleiben um sich auszuruhen, doch einen Großteil seiner Kleidung hatte er in den Staaten gelassen. Einfach aus dem Grund, weil er hier zu Hause noch so viel besaß. Als er damals in die USA geflüchtet war, hatte er beinahe alles zurückgelassen und sich alles neu gekauft. Ryoma schob die störenden Gedanken beiseite. Lieber nicht von der Vergangenheit denken, das störte nur. Besonders da er in der nächsten Zeit seine alten Senpais alle wieder sehen würde. Der Echizen wusste nicht so recht, ob er darüber erfreut ein sollte. Was sich wohl geändert hatte?

Ehe er den Gedanken weiterverfolgen konnte, kam auch schon sein Gepäck. Er griff sich seinen Koffer mit seinen persönlichen Sachen, seine Tasche mit den Tennisschlägern und schlenderte zum Ausgang. Er seufzte, als er bei der Passkontrolle warten musste. Er betete, dass man ihn nicht erkennen würde. In den Staaten wurde er ständig erkannt, aber wie viele grünhaarige Japaner mit goldnen Augen liefen da schon herum? Nun gut, seine Haare waren ursprünglich schwarz, nur leicht grün gefärbt und seine Augen eigentlich braun, aber wen kümmerte es? Er viel auf wie ein bunter Hund, besonders in dem Ort, wo er wohnte, wussten alle wer er war.

Doch zu seinem Glück war der Mann am Schalter unaufmerksam und erkannte ihn nicht. Bei der stumpfsinnigen Arbeit aber auch kein Wunder. Froh das jetzt überstanden zu haben, setzte er sich sein Cap auf und zog es sich tief ins Gesicht. Endlich, ohne das fühlte er sich immer so nackt und entblößt. Doch noch nicht ganz waren seine Bedürfnisse gestillt, mal abgesehen von den vielen Stunden Tennis, die durch den Flug verloren hatte. Ryoma kramte in seiner Tasche nach ein paar Yen und stürzte dann in die Richtung des nächsten Getränkeautomaten, den er erblicken konnte, die umstehenden Leute ignorierend. Es fiel ihm gar nicht auf, dass er dabei eine Person zu Boden stieß, die vor dem Ausgang gewartet hatte. Ryoma interessierte sich nur für diesen Automaten und kam erst wieder zur Ruhe, als er die eiskalte Dose Ponta in der Hand hielt. Die Dose wurde mit einem Zischen geöffnet und Ryoma nahm einen großen Schluck. Das hatte ihm gefehlt. In den USA gab es nun mal keine Ponta in entsprechender Qualität und so war dies der erste wohltuende Schluck seit vielen Monaten.

Leise meinte er zu sich selbst:
„Jetzt bin ich wieder Zuhause!“

„Schön das du wieder ‚Zuhause’ bist, aber deswegen musst du mich noch lange nicht umrempeln!“, ertönte es plötzlich von unten.

Ryoma folgte der Stimme und entdeckte Ryoga, seinen Bruder. Ups, hatte er den etwa umgestoßen? Scheinbar. Eigentlich müsste er sich jetzt natürlich entschuldigen, doch er streckte nur grinsend die Hand aus und half seinem großen Bruder auf, der sich den nicht vorhandenen Staub von der Hose abklopfte. Ryoma blickte hinter ihn und entdeckte, das sein Bruder nicht allein gekommen war. Seine Mutter, sein Vater und seine Cousine waren auch da und warteten etwas weiter abseits. Der erste der das Wort ergriff, bevor die große Begrüßungszeremonie losging, war sein Vater.

„Kaum zu glauben. Da wartet man stundenlang, um seine Sohn nach Monaten wieder in die Arme zu schließen und das Einzige, was der tut ist wie ein Wahnsinniger vollkommen herzlos an seiner Familie vorbei zu stürzen und sich eine Dose Ponta zu genehmigen, als wäre dies das Einzigste, was er vermisst hat!“

„Sorry, Oyaji. Aber es war NÖTIG!“

Ryoma betonte das letzte Wort und nahm dann cool einen weiteren Schluck. Zu mehr kam er auch gar nicht, weil seine Mutter auf ihn zu rannte und ihren Sohn in ihre Arme schloss. Ryoma war inzwischen größer und kräftiger als sie, sodass sie ein wenig in seinen Armen versank, doch trotz seines normalerweise so kühlen Verhaltens begrüßte er sie herzlich. Ähnlich geschah es auch mit seinem Vater und Nanako, sein Bruder jedoch umarmte IHN und nicht umkehrt. Sprich, Ryoga knuddelte ihn fast zu Tode, weil er wusste, dass Ryoma das nicht mochte. Als kleine Rache dafür, das den Boden hatte küssen dürfen.  

Lachend folgte er ihnen dann zum Auto. Ryoma war froh, dass sie ihn abgeholt hatten. Auch wenn er sonst gerne sich mit Nähe zurückhielt, so bedeutete ihm seine Familie doch viel. Der 22jährige fuhr sich durch das Haar als der Wind es verstrubbelte. Es hatte sich in den letzten drei Jahren wirklich viel verändert, seit er Japan mehr oder weniger verlassen hatte. Nur ab und zu war er zu Besuch hier gewesen und hatte seinen Freunden auch meist nichts davon gesagt. Nicht das er sie nicht mochte, aber es hatte natürlich seine Gründe, warum er sie nicht informiert hatte. Kurz zog sich Ryomas Herz schmerzlich zusammen. Nein, er sollte wohl besser nicht daran denken. Er würde sich dem noch früh genug stellen müssen.

Also dachte Ryoma in den folgenden Stunden nicht mehr daran, was ihn kurzzeitig so beschäftigt hatte. Seine Mutter ließ ihm aber auch gar keine Zeit dazu. Viel zu sehr nahm sie ihren jüngsten Sohn in Beschlag und quetschte ihn über alles aus, was er erlebt hatte. Sie wollte alles wissen. Also begann Ryoma zu erzählen. Nur den Grund, warum er vor sechs Monaten so schnell verschwunden, den ließ er aus. Stattdessen spielte er den lieben Mustersohn, dem es gut ging, sich freute seine Familie wieder zu sehen und auch sonst keinerlei Sorgen hatte.

Nur Ryoga warf seinem Bruder ab und zu einen ernsten Blick zu, den aber keiner bemerkte. Er war sich nicht sicher, ob er sich mit Ryomas Erklärung zufrieden geben würde. Für ihn wirkte Ryoma zu glücklich und zu sorglos, als das alles in Ordnung sein könnte. Am Anfang des Jahres – jetzt hatten sie Oktober – war Ryoma zu Weihnachten nach Hause gekommen, nachdem er fast ganze zwei Jahre drüben in den USA gewesen war. Ihre Mutter hatte ihn überzeugen wollen doch wenigstens bis zum Frühling zu bleiben, doch sein kleiner Bruder hatte es nicht mal bis Mitte Februar geschafft. An die Begründung konnte Ryoga sich gar nicht mehr erinnern, doch ihm war der Aufbruch etwas sehr plötzlich vorgekommen. Wenn Ryoma sich jetzt wirklich entschieden hatte auf längere Zeit zu bleiben, dann würde er ganz einfach ein Auge af ihn haben. Er arbeitete hier schließlich in der Nähe, sodass sie sich gewiss öfters über den Weg laufen würden. Er würde schon noch herausfinden, warum Ryoma fast allen Kontakt zu seinen alten Teamkameraden abgebrochen hatte.
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