Ein Streit, der alles verändert

von SGC
GeschichteRomanze / P12
Dr. Olga Vukavitch Frank Parker
10.10.2006
10.10.2006
1
2526
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Drei Wochen hatte Frank Parker nun diese verdammte Sprache gelernt und seine russisch Kenntnisse haben sich deutlich verbessert, doch Olga schien das wenig zu interessieren. Er fragte langsam wirklich ob es sich wirklich lohnt um diese Frau zu kämpfen. Klar, Olga war eine Frau die es Wert ist um sie zu kämpfen, hübsch, intelligent und einfach atemberaubend. Doch nichts, absolut nichts was er tat schien sie zu beeindrucken. Er fragte sich ob er es nicht einfach aufgeben sollte. Eine Chance hätte er eh nicht. Dr. Olga Vukavitch ist es nicht weiter Wert, dass er um sie kämpfte. Er hattees endgültig satt. >Also werde ich mich in Zukunft nicht weiter um sie scheren und ihr soweit es mir möglich ist aus dem Weg gehen. Ich muss mir wohl ein neues Hobby zulegen, dann laufe ich ihr nicht hinterher wie ein Liebeskranker Affe. Die ganze Basis macht sich schon über mich lustig<, dachte er. Mitten in seinen Gedanken versunken, merke er gar nicht wie Olga um die Ecke kam. Prompt liefen sie gegeneinander. Dabei fielen ihr einige Akten aus der Hand. „Entschuldigung“, sagte Frank neutral und gelassen, hob die Akten auf, gab sie ihr wieder und ging. Olga schaute ihm verwirrt hinterher. >War doch gar nicht so schwer<, dachte er.

Ein paar Stunden später beschloss Frank zu Dr. Ballard zu gehen. >Vielleicht kann ich mich ja nützlich machen<, dachte er. Also betrat er den Hanger und sah Ballard zusammen mit Olga an einem Computer sitzen. Er trat langsam hinter die beiden. „Na, gibt’s was interessantes zu sehen?“, frage er. Erschrocken drehten sich beide um. „Mr. Parker. Was tun Sie hier?“, fragte Ballard. „Och wissen Sie Doc. Ich suche mir grad ein neues Hobby. Ich dachte Sie könnten vielleicht etwas Hilfe gebrauchen“, meinte er und zuckte mit den Schultern. „Sie?“, Olga fing an zu lachen. „Was bitte ist daran so komisch?“, frage Frank gereizt. „Nun ja, es scheint mir schon ein wenig komisch, wie Sie sagen, dass ausgerechnet Sie, die absolut kein Interesse für dieses Gebiet haben, hier arbeiten wollen“, meint sie. „Schön, bitte“, sagte er sauer, „dann such ich mir eben ein anderes Hobby, eins wo ich Interesse für habe. Dr. Ballard, wir sehen uns“. Wütend schaute er Olga an und verließ stock sauer den Hanger. „Olga, ich glaube Sie sind zu weit gegangen“, meinte Ballard und schaut Frank nach. „Ein bisschen Hilfe hätte ich schon gebrauchen können“, fügte er leise hinzu. Olga schien ein schlechtes Gewissen bekommen zu haben, denn hinter ihm hörte er ihre Rufe. „Mr. Parker“. Er achtete gar nicht drauf und ging einfach weiter. „Mr. Parker, bitte warten Sie“. Auch dieses Mal reagierte Frank nicht. Schnell holte sie ihn ein und hielt ihn an der Schulter fest. „Es tut mir Leid. Ich bin zu weit gegangen“, sagte sie außer Atem. „Was haben Sie eigentlich gegen mich?“, fragte er noch immer sauer. „Ich weiß nicht was ich alles für Sie getan habe. Anfangs vielleicht habe ich wirklich versucht sie rumzukriegen. Jedes Mal haben Sie mich zurück gewiesen, klar, OK, stehe ich drüber. Ich habe Ihre beschissene Sprache gelernt. Und? Es interessiert Sie nicht mal. Aber das ist OK. Ich habe es satt ständig von Ihnen so runter gemacht zu werden. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon Ihren Arsch gerettet habe und wofür? Damit ich mir ständig Ihre Beleidigungen anhören muss. Aber diesmal sind Sie eindeutig zu weit gegangen. Auf Wiedersehen, Dr. Vukavitch“. Er schaute sie mit funkelnden Augen an, dann drehte er sich um und ging in Richtig seines Quartieres und ließ eine völlig schockierte Olga zurück.

Ein Paar Tage später wurde Frank von Donovan zu Feier eingeladen. >Mal was anderes, als ständig in dieser scheiß Basis Festzuhängen<,überlegte er und sagte zu.
Am Abend trafen sie sich in einer kleinen Bar, nicht weit von der Basis entfernt. Neben Ballard, Talmadge, Ramsey, Mentnor und Donovan war natürlich auch Olga dabei. Ihm entwich ein langer Seufzer als er sie kommen sah. Auch Olga sah ihn und lächelte ihm zu. Er ignorierte sie und bestellte sich ein Bier. Er sah wie eine dunkelhaarige Frau die Bar betrat. Sie setzte sich neben ihn an die Bar und wollte gerade was bestellen. „Darf ich Ihnen einen ausgeben?“, fragte er sie. „Sehr gerne“, antwortete sie mit leicht russischem Akzent.
„Was darf es denn sein?“, fragte er sie auf Russisch. Sie schaut ihn kurz an, dann lächelte sie und bestellte sich ebenfalls ein Bier. „Ich bin Natasha Neveskij“, sagte sie und streckte ihm ihre Hand entgegen. „Frank Parker, aber nennen Sie mich Parker, das tut jeder“, sagte er und schüttelte ihre Hand. Frank lächelte sie an. Plötzlich stand Craig Donovan neben ihm. „Hey Parker, kann ich dich kurz sprechen?“. „Bin gleich wieder da, nicht weglaufen“, sagte er auf Russisch zu Alex. „Wird ich schon nicht“, antwortete sie ebenfalls auf Russisch.
„Seit wann kannst du eigentlich Russisch?“, fragte er verwirrt. „Seit ich es wegen Olga gelernt habe“, meinte er gelassen. „Apropos Olga. Was ist eigentlich los zwischen euch?“. „Was soll los sein?“. „Olga scheint in den letzten Tagen irgendwie abwesend zu sein. Ist da was zwischen euch vorgefallen?“. „Wir hatten Streit. Das ist alles“. „Ich dachte du liebst sie?“. „Tja mein guter Donovan, Dinge ändern sich“, meinte er und schaute in Olgas Richtung, welche die beiden anschaute. „Und wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, Natasha wartet auf mich“, meinte er, sodass Olga es mitbekam. Dann ging er zurück zu Natasha und setzte sich wieder. „Alles in Ordnung?“, fragte sie. „Klar, alles bestens“. „Ich sehe doch, dass Sie etwas bedrückt. Sie können gerne mit mir darüber reden“, bot sie an. „Ich kenne Sie doch gerade mal 10 Minuten“. „Manchmal ist es besser mit Außenstehenden über Probleme zu reden“. „Also schön, aber nur wenn ich DIR noch ein Bier ausgeben darf“. Sie lächelte. „Aber immer doch“.
Er erzählte ihr von seinen Problemen mit Olga, ließ aber jede Einzelheit zum Projekt "Backstep" aus. „Tja und seit dem gehe ich ihr aus dem Weg“, beendete er seinen Vortrag. „Du scheinst sie ja echt zu lieben“, schlussfolgerte sie. Er zuckte mit den Schultern. „Kann schon sein. Aber das alles interessiert sie ja nicht. Ich hab wirklich alles versucht und sogar Russisch gelernt“. „Ja, das sagtest du. Aber vielleicht musst du dich einfach damit abfinden, dass du keine Chance bei ihr hast“. Er seufzte. Natasha legte ihm ihre Hand auf seine Schulter, was von Olga nicht unbemerkt blieb. „Das wird schon, auch du wirst schon deine große Liebe finden“. Olga erhob sich von ihrem Platz und kam auf die beiden zu. „Ich weiß gar nicht wie ich dir danken soll“, sagte er und lächelte sie dankbar an. „Wie wär’s wenn du mir noch ein Bier ausgibst“. Ehe Frank antworten konnte stand Olga neben ihm. „Haben Sie Spaß, Mr. Parker?“. „Ich wüsste nicht was Sie das angeht“, sagte er und schaute an ihr vorbei. „Ich habe mich doch schon entschuldigt, was soll ich denn noch tun?“, fragte sie. „Da gibt es nichts was Sie tun könnten“. „Verstehe, Sie müssen Olga sein“, fiel Natasha wissend ins Wort. „Und Sie sind?“, fragte Olga. „Natascha Neveskij“. „Ich denke ich gehe dann besser mal, ist schon spät“, meinte Natasha nach einigen Minuten des schweigens. Sie nahm sich ihre Jacke und stand auf. Auch Parker stand auf und sie umarmten sich. „Ach Natasha?“, rief er, als sie schon fast bei der Tür war. „Danke noch mal, du hast mir sehr geholfen“, sagte er auf Russisch. „Keine Ursache, ich rufe dich dann an“, sagte sie und ging. Olga die immer noch neben ihm stand setzte sich. „Ihre Aussprache ist noch nicht perfekt, aber sie sprechen wirklich gut Russisch“, meinte sie nach einigen Minuten. Frank schaute sie an. „Hätte ich mir echt schenken können. War all die Mühe nicht Wert“, meinte er abfällig. Nach weiteren Minuten des Schweigens fragte sie mich auf Russisch: „Möchten Sie tanzen?“. Mit großen Augen schaute er sie an. „Mit Ihnen?“, fragte er. Sie nickte. „Ich weiß nicht. Ich halte das für keine gute Idee“. „Ich bitte Sie, nur einen Tanz. Das bin ich Ihnen für all Ihre Bemühungen schuldig“. „Sie sind mir gar nichts schuldig“. „Also schön, dann eben nicht“, sagte sie und drehte sich um und ging. Parker drehte sich auch um. „Einen Tanz“, sagte er auf Russisch, woraufhin Olga sich umdrehte und ihn leicht anlächelte.

Nach dem Tanz saßen sie zusammen an einem der Tische und unterhielten sich. „Was läuft da eigentlich zwischen Ihnen und dieser Natasha?“, fragte sie. „Gar nichts“. „Dafür, dass da nichts ist, sind Sie aber nach zwei Stunden ziemlich vertraut gewesen“. „Sind Sie etwa eifersüchtig?“. „So ein Blödsinn. Es ist mir einfach aufgefallen“. „Aha. Also ich kann Sie beruhigen, sie ist verheiratet und hat ein Kind. Da läuft absolut gar nichts, wir haben uns nur angefreundet“. „Ich freue mich, dass wir wieder miteinander reden“. „Ich… vielleicht habe ich ein wenig überreagiert“, sagte er. „Es hat mich schon getroffen, dass Sie so sauer auf mich waren“, gab sie zu. „Ernsthaft?“, fragte Parker. „Ja, schon“. „Aber Sie müssen mich auch verstehen, wenn man jemanden liebt, und alles versucht um bei dem jenigen ich sage mal zu landen, man aber immer und immer wieder zurückgewiesen wird, tut das sehr weh“. Olga schaute ihn an. „Liebt?“. Er nickte stumm. „Sie lieben mich?“, fragte sie noch mal. „Ja. Anfangs fand ich sie einfach nur attraktiv und wollte sie ehrlich gesagt nur ins Bett kriegen. Aber im Laufe der Zeit haben sich tiefe Gefühle entwickelt. Ich kam mir richtig bescheuert vor sie einfach nur ins Bett kriegen zu wollen. Im laufe der Zeit wollte ich mehr, mehr als einfach nur Sex. Dafür sind Sie einfach zu Schade. Ich habe eingesehen, dass Sie jemanden verdient haben, der Ihnen all das geben kann, was Sie meines Erachtens nach Verdient haben. Und das kann ich Ihnen beim besten Willen nicht bieten. Und da Sie mich sowieso jedes Mal abgewiesen haben, hab ich’s einfach aufgegeben“. Olga schien sprachlos zu sein. „Sie müssen nichts sagen“, meinte er und schaute auf seine Uhr. „Wird langsam Zeit zurück zu gehen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend“, sagte er und stand auf. Er verabschiedete sich von Donovan und den anderen und bedankte sich für die Einladung. Er schaute noch einmal zu Olga, die starr gerade aus schaute und in Gedanken versunken zu schien. Dann nahm er mir seine Jacke und ging. Die kühle Nachtluft tat ihm gut. Gedanken verloren ging Frank zu einer Bank und setzte sich. Er legte seinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Er bemerkte nicht wie jemand sich neben ihn setzte. Erst als dieser jemand anfing zu sprechen schreckte er mit einem Mal hoch. „Wer sagt, dass nicht Sie dieser jemand ist den ich brauche“. „Olga, was…?“. „Sie hatten Recht. Ich war eifersüchtig auf diese Natasha. Es tat schon irgendwie weh, Sie mit ihr so vertraut zu sehen, und dass, obwohl sie sich gerade erst kennen gelernt hatten“. „Ich verstehe nicht worauf Sie hinaus wollen Olga“. „Als Sie nicht mit mir gesprochen haben und mir immer aus dem Weg gegangen sind, habe ich bemerkt, dass mir Ihre Nähe irgendwie fehlt. Es hat mit gefehlt Sie nicht ständig um mich zu haben. Es tat mir weh, dass Sie mich ignoriert haben“, sagte sie leise. „Aber…“, setzte er an, doch er wurde erneut unterbrochen. „Erst da habe ich mir eingestanden, dass ich mehr für Sie empfinde, als ich es sollte. Immer und immer wieder habe ich dieses Gefühl verdrängt“. „Olga ich… wieso haben Sie nie etwas gesagt? Und was heißt das Sie haben Ihre Gefühle verdrängt? Wie lange haben Sie schon Gefühle für mich?“. „Seit ich Sie zum ersten Mal gesehen habe“, gestand sie. „Aber ich verstehe nicht, wieso Sie mich dann immer abgewiesen haben“. „Vielleicht weil ich es mir nicht eingestehen wollte“. „Das… das ist alles so, so… ach ich weiß auch nicht“. Parker stand auf. „Wohin gehen Sie?“. „Nachdenken, ich brauche erst einmal Zeit um das alles zu verdauen“, sagte er, schaute sie kurz an und ging dann in Richtung Basis zurück.

Auf halbem Weg blieb Parker abrupt stehen. >Wieso laufe ich eigentlich weg? Das ist doch genau das was ich mir immer gewünscht habe. Verdammt, ich muss sofort zurück<, dachte er und machte auf dem Absatz kehrt. Olga saß noch immer genauso da, wie vorhin. Der Blick, leer und gerade aus starrend. „Olga?“, fragte er vorsichtig. „Mr. Parker? Ich dachte Sie wollten nachdenken“, meinte sie. „Das habe ich. Es tut mir Leid, dass ich einfach so gegangen bin. Aber, obwohl es genau das war, was ich mir schon so lange gewünscht habe, kam das irgendwie plötzlich und völlig unerwartet“. „Ich verstehe“. „Ich bin zu einem Entschluss gekommen“, meinte er nach kurzem zögern. Olga schaute ihn mit einer Mischung aus Erwartung und Angst an. „Also, auch wenn ich Ihnen nicht das bieten kann was Sie verdient haben, so möchte ich dennoch der jenige sein, der alles dafür tut, dass Sie das bekommen was Sie verdient haben. Ich hab nicht viel was ich Ihnen bieten kann, aber das was ich habe, möchte ich Ihnen gerne schenken“. „Wirklich? Was?“. „Bedingungslose Liebe und absolute Treue. Olga, ich liebe Sie mehr als irgendjemanden sonst. Sie sind für mich wichtiger als alles andere“, gestand er ihr. In ihren Augen glitzerten Tränen. „Mehr will ich gar nicht. Alles was ich will sind Sie, Sie und nichts anderes“, flüsterte sie. Langsam setzte Parker sich neben sie. Vorsichtig nahm er sie in den Arm. Sofort legte sie ihren Kopf auf seine Schulter und erwiderte die Umarmung. „Irgendwie ist das schon ein wenig kitschig, oder?“, fragte er grinsend. „Was?“. „Naja, überall Sterne, klarer Himmel, Vollmond…“. „Ich wusste schon immer, dass du absolut seinen Sinn für Romantik hast“, lachte sie. Er löste die Umarmung und schaute sie gespielt Beleidigt an. „So? Findest du?“. „Beweis mir das Gegenteil“, neckte sie. Er schaute in ihre funkelnden Augen und lächelte. „Nö“, sagte er. Sie schaute ihn verwirrt an. Parker musste grinsen. „Na, du hast jetzt alle Zeit der Welt um raus zu finden wie romantisch ich wirklich bin“. Auch sie lächelte. „Das klingt ja wie eine Drohung“. „Findest du? Also ich könnte mir nichts schöneres Vorstellen, als mein Leben gemeinsam mit dir zu verbringen“, sagte er. „Wenn ich ehrlich bin, ich auch nicht“, meinte sie und schaute ihm tief in die Augen. Langsam näherten sich ihre Lippen um in einen zögernden und schüchternen Kuss zu verschmelzen. In dem Augenblick als sich ihre Lippen trafen, war es, als Millionen von Blitzen in Frank Parkers Körper einschlugen. Hunderte von Schmetterlingen machten sich in seinem Körper bemerkbar. Nach schier endlosen Minuten lösten sie sich voneinander. Er legte seinen Arm um ihre Hüfte und sie legte den Kopf auf seine Schulter. Nach einiger Zeit schaute er sie an. „Weißt du was jetzt kommen müsste?“, fragte er sarkastisch. Sie seufzte. „Ich kann mir schon denken was du meinst“. „Ich hoffe sehr, dass in der nächsten Woche kein Zeitsprung angesetzt wird. Weil, alles danach, daran würdest du dich erinnern können. Ich glaube es würde mir das Herz brechen, wenn du das alles hier vergessen würdest“. „Es wird schon nicht geschehen“, meinte sie und kuschelte sich an ihn. „Ich liebe dich Olga Vukavitch“, flüsterte er. „Und ich liebe dich Frank Parker“
Review schreiben