Gentility

von Jagura
GeschichteRomanze / P12 Slash
29.09.2006
29.09.2006
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Gentility

Disclaimer: Nix meins. Nicht mal die Story...

Warnung: Mildes Shonen-ai
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Sein Arm ist um meine Taille gehüllt und seine kalten Finger berühren meine Hüfte. Es ist nicht unangenehm; eigentlich schickt das Gefühl Schauer meine Wirbelsäule entlang. Sein Kiefer ruht auf meinem Schlüsselbein, so dass sein schlafendes Gesicht schräg vor meinem eigenen liegt.

Er ist immer ein Mann gewesen, dessen Gefühle sich auf seinem Gesicht wiederspiegelten. Für gewöhnlich war es wutverzerrt, grinste hämisch während er tötete, oder war von Essen, das aus seinem Mund ragte, entstellt. Er zeigt zu viele Gefühle, denke ich, um ein erfolgreicher Samurai zu werden. Er lässt den Feind zu nah an sich heran; lässt sich durch Beleidigungen verletzen.

Ich zeichne seinen Wangenknochen mit meiner Fingerspitze nach und er lächelt leicht im Schlaf, presst sich enger an mich.

Ich lächle auf ihn herab. Dieses neue Gefühl, das sein Gesicht erhellt, dieses Glück ist erfrischend.

Er erzählte mir letzte Nacht nachdem er seine Augen geschlossen hatte: „Du bist der Einzige, der mir wirklich weh tun kann.“

Und bevor ich wusste, was ich tat, zog ich ihn in meine Arme und ließ meine Lippen sanft gegen seinen heißen Mund fallen.

Er spannte sich an und dann schmolz wie Eis in mich hinein, als wäre ich ein Platz für ihn, um wieder warm zu werden.

Er murmelte etwas gegen meine Wange, das sich vertraut nach „Ich töte dich“ anhörte, aber auch wundervoll nach „Ich liebe dich“.  

Die Sonne geht nun über dem Fenstersims auf. Er bewegt sich im Schlaf und ergreift meine Hand, die noch auf seinem Gesicht ruht. Seine Augen blinzeln, schwerfällig und dann plötzlich hellwach und verschiedene Empfindungen erfüllen sie: Schrecken, Aufregung und dann Zufriedenheit und Zuneigung, begleitet von einem Lächeln, als er mich erkennt.
„Wie lange bist du schon wach?“, murmelt er und sein Atem streicht sanft über meine blasse Haut.

„Ich bin nie eingeschlafen“, antworte ich leise, lasse meine Finger seine Seite hinaufrinnen.

Er erschaudert und legt seine Hand auf meine Brust, stemmt sich hoch und platziert einen Kuss auf meinen Kiefer.

Ich schließe meine Augen bei seiner Berührung und fühle seine Lippen an meinen eigenen. Er ist so zärtlich, wie er meine Seiten entlang streichelt und seine Brust meine berührt – ich wundere mich, wie er fähig ist, zu töten. „Ist das, wie du zu allen diesen Frauen warst?“, flüstere ich gegen seinen Mund.

Er küsst die Kurve meines Nackens und dann höre ich seinen Atem an meinem Ohr. „Nein. Ich habe niemals irgendeine dieser Frauen geliebt.“

Meine Finger ziehen seine Wirbelsäule nach. „Liebst du mich?“

Er lächelt und drückt mich an ihn. „Mehr als mein Schwert.“
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