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A trace of love...

von Zarela
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
26.09.2006
22.04.2007
5
12.173
19
Alle Kapitel
72 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
 
26.09.2006 1.680
 
Titel: A trace of love…
Chapter: 1/5
Autor: Zarela
Rating: PG-12
Warnings: Slash; bissel OOC vielleicht ^^°

A/N: Tja, mein erster Beitrag in dem Bereich „Liebesromanzen“; also habt ein wenig Nachsicht mit mir ;0) Aber mich hat auf einmal ein unglaubliches Fieber gepackt, der in meinem Kopf herumschwirrenden Idee eine Gestalt zu geben, und so musste ich dies alles einfach niederschreiben. *smile*
Ich hoffe somit, dass die Geschichte dem ein oder anderen von euch gefällt und würde mich daher wirklich sehr über jegliche Art von Meinung freuen. Vielen Dank und liebe Grüße Zarela^^



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A trace of love...



Kapitel 1: A...

Ich stöhnte entnervt auf. Alles, aber nicht das! Bitte nicht das! Ich meine, es war ja nicht so, dass ich ein verklemmter Spießer war, aber schon allein die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der versammelten Leute bereits schon betrunken und folglich nicht mehr ganz Herr des eigenen Verstandes war, ließ die vollkommen kindische Idee in Form des Spiels ‚Flaschendrehen’ mehr als absurd und folglich fast schon lächerlich erscheinen...

„Los, Flo! Sei nich so’n verdammter Spießer!“, hörte ich Annette, welche neben mir saß, lallend sagen und bedachte sie sogleich mit einem bösen Blick. Ich war nicht spießig, ja?! Das sicherlich schon gleich dreimal nicht! Ich hatte einfach nur keine Lust, dieses verfluchte Spiel mitzuspielen! Am Schluss wäre sicherlich nämlich wieder ich derjenige, der die peinlichen Sachen ausführen musste! Und dazu stand mir momentan einfach nicht der Sinn! Nein, danke auch...

Mir hatte es schon das letzte Mal gereicht...

„Flo, hat Schiss!“, kreischte Tine herum, klatschte einmal laut in die Hände, um keinen Augenblick später auch schon mit schwankendem Finger auf mich deuten zu können, während sich ihr verzerrtes Grinsen in ihrem Gesicht deutlich verstärkte. Blöde Tussi! Trug gefälschte Fingernägel, hatte eine Haarverlängerung hinter sich, wirkte als wäre sie kopfüber in einen Schminkkasten gefallen und eine Brustoperation war sicherlich auch schon geplant! Zum Würgen, wenn man mich fragte... Elendes Modepüppchen! Hatte ich bereits schon erwähnt, dass ich sie nicht ausstehen konnte?! Naja, aber mich fragte ja sowieso keiner...

Blicke der Neugier sowie der irreführenden Belustigung schienen sich im darauffolgenden Augenblick – dank Tines unachtsamer These - schon auf mich zu richten, sich durch mich hindurchzubohren und mich geradezu zu durchlöchern. Wie ich solche Situationen doch verfluchte! Vor allem dann, wenn sich unter dieser glotzenden Menge auch noch eben die Person befand, vor welche ich mich eigentlich partout nicht blamieren oder mich gar als Spießer darstellen lassen wollte und deren braun-grüne Augen meinem nervösen Blick gerade begegneten. Wahnsinn, diese Augen...
Ein wohliger Schauer lief meinen Rücken hinunter, verflüchtigte sich und kehrte wieder. Mein Herz stolperte, verfing sich in einem Netz der rasenden Gedanken und pochte schmerzhaft wild in meinem Brustkorb weiter, während ich mir wütend und dennoch peinlich berührt auf meine Unterlippe biss...

Nein, gerade vor ihm wollte ich mich nicht blamieren! Niemals...
Ich wollte nicht, dass er dachte, ich sei ein elender Spielverderber, der es im Sinne hatte, die gesamte Partylaune zu trüben. Ach, verfluchte Scheiße! Was würde ich denn noch alles tun, um endlich ein kleines bisschen Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen?! Ich war verrückt! Schlichtweg verrückt...

... nach diesen braun-grünen Augen und diesem animalischen Grinsen...

Gott, dafür würde ich sogar sterben...

„Mann, dann spiele ich halt mit...“, presste ich durch meine Lippen hindurch und bemerkte das unergründbare Funkeln in den Augen desjenigen, der meine Welt vollkommen auf den Kopf gestellt hatte und der mich sogar unbewusst dazu trieb, mit einem angetrunkenen bis betrunkenen Haufen von Schulkameraden Flaschendrehen – ich hasste es! - zu spielen. Tiefer konnte man wohl wirklich nicht mehr sinken...

Und dabei wollte ich doch nur, dass er mir ein klein wenig seiner Aufmerksamkeit schenkte... mehr doch nicht...

Eine Hand, die mir kameradschaftlich auf die Schulter klopfte, ließ mich meinen Kopf wieder dem Geschehen zuwenden und erkennen, dass diese freundschaftliche Geste von Marvin, meinem besten Freund, ausging, welcher mich nun breit sowie wissend angrinste. Ja, er wusste von meinen tiefen Gefühlen, die ich für seinen kleinen Bruder Leon hegte, und ich war dankbar darum. Dankbar für sein Verständnis, dankbar für seine aufbauenden Worte und dankbar, dass er mein bester Freund geblieben war - trotz meines ‚Coming Out’ in kleinstem Kreise vor ungefähr einem Monat. ‚Kleinster Kreis’ bedeutete hier nämlich nichts weiter, als dass es bisher nur Marvin und meine Eltern wussten. An den Rest hatte ich mich noch nicht herangewagt...

„Willst wohl jemand Bestimmten beeindrucken, hm?“, flüsterte er mir mit demselben wissenden Grinsen zu, was mich nun ebenfalls zu einem leichten Grinsen bewog und meinen Blick abermals zu Leon schweifen ließ. Wenn ich ihn doch nur ein einziges Mal küssen dürfte... aber ich wusste ja noch nicht einmal, ob er mit seinen 16 Jahren überhaupt schon mit dem Gedanken gespielt hatte, sich zum selben Geschlecht hingezogen zu fühlen. Wahrscheinlich weniger...

Nicht einmal Marvin konnte mir sagen, ob ich eine Chance bei seinem Bruder besaß oder ob ich meine Hoffnungen und Sehnsüchte lieber gleich fallen lassen und besser vergessen sollte. Diese Ungewissheit war grauenhaft...

„Guuuut!“, rief Torben aus, der mittlerweile eine leere Colaflasche besorgt hatte und diese nun in dem sich gebildeten Kreis positionierte, die Spitze der Flasche auf ihn selbst gerichtet. Na, da war ich ja jetzt wirklich einmal gespannt... Hoffentlich würde ich weitestgehend verschont bleiben und müsste mich nicht auf irgendeine unangenehme Art und Weise vor all den anderen – aber vor allem vor Leon – blamieren! Und Alkohol würde ich schon einmal auf gar keinen Fall trinken! Immerhin musste ich heute Abend noch den Fahrer mimen und um ehrlich zu sein, mochte ich den Geschmack von alkoholischen Getränken eh nicht besonders...

„Okay, man darf nur einmal aufschieben! Dann ist’s aber auch schon genug!“, meinte Torben und schaute vielsagend in die Runde, bestehend aus ungefähr acht Leuten. „Klar soweit?“
Wir nickten und ich fühlte mich unweigerlich in den Film ‚Fluch der Karibik’ versetzt, als auch noch Annette und Lukas anfingen ‚Ay, Captain!’ zu rufen. Wie konnte man sich auch nur so dermaßen betrinken?! Mir sollte es wohl auf ewig ein Rätsel bleiben, denn ich begriff es für meinen Teil wirklich nicht...

„Dann lasst uns mal loslegen! Tine, mach deinen Fuß da weg, der stört!“, murrte der sich selbsterkorene Captain Torben, bevor er der Flasche auch schon einen Stoß gab, diese sich fleißig zu drehen begann, und er unterdessen anfing, seine Forderung zu stellen und ich hoffte wahrlich inständig, nicht derjenige zu sein, der diesem Vorhaben nachkommen musste.
„Also, der bei dem die Flasche stehen bleibt, muss einen Striptease vor versammelter Mannschaft präsentieren! Die Unterwäsche darf aber angelassen werden... wollen ja net zu weit gehen...“

Allgemeines Gelächter, während die Flasche unbeirrt ihren Weg ging, sich unentwegt weiterdrehte, immer langsamer in ihren Bewegungen werdend, während ich weiterhin still und in aller Verschwiegenheit betete, verschont zu werden. Letztlich konnte ich wirklich aufatmen, ließ die aufgekeimte Anspannung aus mir entweichen. Ich war glücklicherweise nicht der Unglücksrabe... noch nicht...

„Andyyyyyy!“, riefen die Mädchen und besahen sich das von der Flasche auserkorene Opfer. Dieser grinste natürlich nur und tat dies als unser ‚Kurs-Sunnyboy’ natürlich gerne... Ich schluckte den harten Klos in meinem Hals hinunter, als ich realisierte, dass auch Leons Augen auf dem sich ausziehenden Andy hafteten und konnte folglich auch nichts gegen meine aufkeimende Wut sowie Eifersucht machen, konnte ihr keinerlei Gegenwehr entgegensetzen... Verdammt! Wie ich Andy in diesem Moment doch hasste!

Nach einer mir erschienen Endlosigkeit setzte Besagter sich auch wieder hin, erntete berauschenden Applaus und strahlte voller Euphorie in die Runde. Idiot! „Gut, also wen es als nächsten trifft, muss einen 0,4 Liter Becher mit Wodka und Orangensaft gefüllt auf Ex trinken!“ Mich schauderte es. Allein schon bei dem Gedanken wurde mir schlecht... und wie es nicht anders kommen konnte, traf es natürlich auch niemand Geringeren als mich. Na, danke auch... Beschissenes Schicksal!

„Also, Flo... Dann zeig uns mal, was du drauf hast!“, sagte Andy und bedachte mich mit einem argwöhnischen Blick. Er wusste nur zu genau, wie sehr ich den Geschmack von Alkohol verabscheute. Ja, ich mochte diesen Typen wirklich nicht... „Tut mir schrecklich Leid, dich enttäuschen zu müssen, Andy, aber ich muss heute Abend noch fahren. Ich kann deiner Forderung leider nicht nachkommen und deswegen, schieb ich auf...“
Einstimmiges Kopfnicken, verständnisvolle Blicke und ein aufrichtiges Lächeln von Leon ließen mich all die anderen murrenden sowie empörten Ausrufe vergessen, machten mich stark und gaben mir die Gewissheit, richtig gehandelt zu haben. Gleichgültig, was die anderen von mir dachten...

„Der, auf den die Flasche zunächst zeigt, muss mit Annette die Kleidung tauschen...“ Ein lautes Lachen von Annette erhellte die Nacht und ich war wahrlich dankbar, dass unsere Kurssprecherin mittlerweile schon so angetrunken war, dass sie letztlich sogar freiwillig mit Daniel ihre Kleidung austauschte. So erschien Annette in einem viel zu großen T-Shirt sowie viel zu weit geschnittenen Baggys wieder, während Daniel sich uns in ihrem Sommerkleid präsentieren musste... Tja, der Gute hatte wahrlich nichts zu lachen, doch bei mir viel zumindest ein großer Stein der Anspannung...

Leons Lächeln wirkte beruhigend...

„Also, gut... tja, da mir gerade nichts Gescheiteres einfällt und ich auch nicht sonderlich kreativ bin, drehe ich jetzt erst einmal die Flasche und denke mir währenddessen etwas aus...“, meinte Marvin, grinste in die Runde und begann die Flasche abermals und bestimmt zum zwanzigsten Mal zu drehen. Ich gähnte und strich mir genervt durch mein Haar... Noch diese Runde, dann würde ich mir erst einmal etwas zu trinken holen. Immerhin spielten wir dieses Spielchen schon eine geschlagene halbe Stunde lang!

Ich beobachtete die fließende Bewegung der Flasche und riss überrascht die Augen auf, als ich realisierte, dass eben diese auf mich zeigte. Na, wunderbar... und das ausgerechnet auch noch bei Marvin! Ich hoffte inständig, dass er sich eine zu bewältigende Aufgabe für mich ausgedacht hatte und nichts, was mich in irgendeine schreckliche Bredouille bringen könnte.
„Mein liebster Freund, Florian!“, säuselte er mir zu und grinste verschworen. Wunderbar, da konnte nichts gescheites dabei herauskommen! So viel stand bereit schon fest. Verdammt! „Okay, dich hat die Flasche auserwählt und du musst meiner Forderung nachkommen, denn schieben darfst du nicht mehr!“

Diese Anspielung gefiel mir überhaupt nicht... Scheiße, was wurde das hier?! Auf was sollte das hinauslaufen?!



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TBC(?)
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