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Tears I've cried for you

von rohppie
GeschichteDrama / P18 Slash
Hiead Zero
12.09.2006
12.09.2006
1
885
 
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8 Reviews
Dieses Kapitel
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12.09.2006 885
 
Titel: Tears I’ve cried for you
Autorin: LadyQuaki
Warnung: Slash, AU, depri, death
Disclaimer: CfG gehört ich-hab-vergessen-wem und ich verdiene keine Kohle... immer der selbe Mist hier, ist ja schrecklich!

Ich hoffe es gefällt euch, viel Spaß beim lesen!

Tears I’ve cried for you

Ich laufe, laufe einfach weg, durch die Kälte des Winterabends. Tränen laufen über meine Wangen und verlieren sich in meinem Schal. Ich habe keine Ahnung, wo ich bin, aber das ist mir eigentlich auch total egal. Hauptsache weg. Weg von dir, weg von dem Bild, dass sich mir eben in deiner Wohnung bot. Du mit dieser... dieser, ach ich weiß auch nicht mit wem, sie halb auf deinem Schoß, dich küssend. Ich bin einfach weggerannt, ich glaube, ihr habt mich gehört, als ich die Tür zugeschmissen habe.
Eigentlich wollte wir uns heute Abend treffen, zusammen uns diesen neuen Film im Kino ansehen. Wir waren jetzt seit heute genau zwei Jahre zusammen und wollten das ein bisschen feiern.
Ich schlucke schwer, wieder schleicht sich dieses Bild in meinen Kopf. Immer mehr Tränen finden ihren Weg über meine geröteten Wangen.

Ich schaue auf, bin in einem Park angekommen. Hier war ich noch nie... Es ist wirklich schön hier, auf den Wiesenflächen neben dem Weg stehen vereinzelt Statuen von Engeln, weiter geradeaus liegt ein See. Ich gehe dort hin und setze mich einfach ins Gras, mir ist ganz egal, wie kalt es ist. Ich ziehe die Beine an meinen Oberkörper und schlinge meine Arme um sie.
Warum tust du mir so etwas an?
Wieso...?
Bin ich dir zu langweilig geworden?
Oder bin ich dir einfach egal?
Ich weiß es nicht, werde die Antwort hier auch nicht finden.  
Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch, als mein Handy klingelt.
Du bist es.
Ich drücke dich weg und schalte das Teil aus. Nein, ich will jetzt nicht mit dir reden, das kann ich nicht.
Was soll ich jetzt nur machen?
Verdammt!
Ich hab mir den Abend heute so schön vorgestellt. Und jetzt? Jetzt sitz ich in irgendeinem Park und heule. Sehr toll.
Es schmerzt, an diesen Anblick zu denken, aber ich bekomme dieses Bild einfach nicht aus meinem Kopf. Es ist, als hätte ich auf eine Repeat-Taste gedrückt, sodass es sich immer und immer wieder in meinem Kopf wiederholt.

Vielleicht sollte ich nach Hause gehen, mir wird immer kälter und heulend rumsitzen kann ich da genauso gut. Also stehe ich auf und gehe los.
Als ich vor ein paar Monaten 18 geworden bin, hab ich meine Sachen gepackt und bin in meine erste eigene Wohnung gezogen. Ich hab es bei meinen Eltern einfach nicht mehr ausgehalten, weil sie unsere Beziehung nicht akzeptierten, wollten mich ständig von dir wegbringen. Aber ich war zu stur und wollte nicht auf sie hören. Wer weiß, vielleicht hatten sie ja Recht und ich war nur zu blind um es zu sehen. Aber es heißt doch auch, Liebe macht blind.
Ich muss erneut aufschluchzen. Ja, ich liebe dich. Ich liebe dich, mehr als alles andere und nun scheint es, ich habe dich verloren. Nur ich verstehe nicht, wieso. Es lief doch alles so gut, das kann ich mir doch nicht eingebildet haben, so blind kann selbst ich nicht gewesen sein. Natürlich lief nicht immer alles super, natürlich hatten wir uns schon öfter gestritten. Aber jedes Mal haben wir uns auch zusammengesetzt, haben über unsere Probleme geredet, Lösungen gesucht und Kompromisse geschlossen. Doch das hier ist anders, es steht in einem ganz anderen Licht, wirft dunkle Schatten über alles, was wir bisher erreicht hatten.

Ich habe meine Wohnung erreicht und schließe die Tür auf, trete in die gemütlich warme Stube. Ich schäle mich aus meiner Jacke und meinen Schuhen, laufe ins Schlafzimmer und lasse mich träge auf mein Doppelbett fallen. Hier haben wir schon öfter zusammen gelegen und uns gegenseitig ‚verführt’. Der Gedanke daran schmerzt, als würde man tausend kleine Messer in mein Herz rammen. Mein Herz weint, es verblutet, innerlich, doch äußerlich hört es nicht auf zu schlagen, mich von meinen Qualen zu erlösen.
Ich will keine Schmerzen mehr spüren, keine Qualen mehr leiden.
In diesem Moment habe ich einen Entschluss gefasst, rapple mich etwas schwerfällig vom Bett auf und schlurfe ins Bad, während mir dieser eine Gedanke immer wieder durch den Kopf schwirrt.
Ich öffne die Tür, schalte das Licht an und trete in den kleinen Raum, sehe schon von hier mein Objekt der Begierde.
Gehe weiter darauf zu, greife mit meiner rechten Hand nach dem kleinen, scharfen Gegenstand, drehe und wende ihn in dieser, als wäre er das wertvollste, was ich je gesehen habe.
Irgendwann höre ich auf, es einfach nur zu betrachten, streife mit der Klinge über meinen Daumen, spüre nichts und trotzdem kommt ein wenig Blut aus der Wunde. Ich fahre tiefer, immer weiter, bis ich an meiner Pulsader halte.
Ich atme noch einmal tief durch, sehe schöne Erinnerungen an unsere Gemeinsame Zeit, wie fröhlich wir beide waren. Doch dann drängt sich wieder die Szene von eben in den Vordergrund, lässt mich erneut aufschluchzen.
Dann drücke ich die Klinge in mein Fleisch, ziehe einen tiefen, geraden Schnitt.
Ich schreie einmal schmerzvoll auf, sacke zu Boden, Nebel und Kälte umringt mich.
Höre ein Hämmern an der Tür, merke, wie sie aufgebrochen wird, hauche ein „Ich liebe dich Hiead.“ und dann wird alles schwarz.
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