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Quifanu Dunkles Herz

GeschichteDrama / P16 Slash
05.09.2006
14.10.2009
36
192.727
 
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05.09.2006 5.486
 
Oft sagen Menschen, es war Schicksal uns vorbestimmt. Meist wird das Wort Schicksal, dann verwendet wenn etwas Schreckliches passiert. Grausame Geschehnisse, Ereignisse die man so nicht wollte, aber die eintrafen, unweigerlich, genau dies ist Schicksal. Es ist das Schicksal, welches die Götter für einen bestimmt haben. Man könnte meinen, solche Aussagen zu treffen, erleichtere die Geschehnisse zu ertragen. Aber ist dem wirklich so? Ist es nicht eher so, dass es nur noch schwerer wird? Denn was muss man getan haben, um die Götter so erzürnt zu haben, dass sie diesen Weg vorbestimmten und wie kann man sie milde Stimmen? Ist es nicht grausam, zu wissen, dass man der Willkür eines Gottes bis aufs Verderben ausgeliefert ist. Auch wenn es kein leichter Weg ist, sein Leben selbst zu bestimmen, Konsequenzen zu tragen, selbst Schuld zu sein, so scheint es der Weg zu sein, den ein ehrenhafter Krieger einschlagen sollte.
Ehrenhaft. Welch Bestreben. Ein Wort, das oft für verzweifelte Taten steht. So verzweifelt wie der Kampf eines einzelnen Mondelfen gegen einen Lich. So verzweifelt wie das Klammern an den letzten Atemzug, während die Macht des Todes durch den Leib fegt.


Sterben, es würde Erlösung heißen. Mit dem Tod würde der Schmerz völlig vergehen, er endlich die Ruhe finden, die er solange ersehnte. Wieso also konnte er nicht einfach loslassen?
Seine Hand um den Griff des Schwertes lockerte sich, spürte er doch noch die Magie jener Klinge, die danach schrie endlich zu ihrer Vollendung zu kommen. Denn er hatte angefangen sie zu wecken, mit dem Blut seiner feinde. Und selbst als mit einem lauten klirren die Hofklinge zu Boden fiel, funkelten an ihrem Stichblatt unverändert die drei Blutstropfen.

Kelsey.

Ein einziges Wort, ein Name, der in seinem Leben schon so viel bedeutet hatte, für den er so manches Leid ertragen hatte. Vielleicht war es ja an der Zeit loszulassen, denn die Liebe zu dem Tiefling war mit Schmerz verbunden, mit Enttäuschungen und war seit seiner Rückkehr ein unerwidertes Gefühl gewesen.
Doch er war der Onkel Kelseys, noch viel mehr, für kurze Zeit war er dessen Vater gewesen. Vater. Mehr als jedes andere Lebewesen hatte er die Verantwortung. Er war sein Vater, er sollte ihn an die Hand nehmen und durch diese Welt geleiten. Er sollte sein Beschützer sein, sein Lehrmeister. Sein Fels in der Brandung. Er hatte schon einmal versagt.
Und während er nach vorne taumelte, spürte wie sich die kalten Arme des Untoten um ihn schlangen, erinnerte er sich.

Feuer, Schreie. Er hatte Nichts tun Können, war von dem Grauen gelähmt gewesen. Hatte nur jenen Zauber gesehen, der alles zerstörend gewirkt worden war. Der die Umgebung in Brand steckt. Flammen die Alles verschlangen, egal ob nun Pflanze, Tier oder gar Elf. Noch eben schien die Schlacht vorbei, noch eben war das Gefühl von Freude durch ihn geflossen und dann verwandelte sich all dies.
Ein letzter Anblick, der ihm gewehrt wurde, der sich für immer in seine Erinnerungen brennen würde. Denn nie würde man den Tod des eigenen Kindes vergessen, würde nie vergessen können, wie hilflos er sich gefühlt hatte. Es war der letzte Tag seines Daseins als Krieger gewesen und Niemals hatte er damals noch gedacht nochmals kämpfen zu können. Und doch so oft war er wieder in die Schlacht gezogen. Um Amberle zu retten, für Kelsey um den Auftrag der Triade zu erfüllen und nun aus Rache. Allein für die Rache, die er hatte verüben wollen, würde sein Herz nicht weiter schlagen, allein für die Rache, konnte er nicht leben.

Ein weiterer Atemzug floh über seine Lippen, dort wo schon längst kein Atem mehr sein sollte. Noch Einmal, egal wie oft dies, wieder seinen Tod hinaus zögern würde, die ersehnte Erlösung. Es hieß erneut Willen zu zeigen. Hände, die sich zu Fäusten ballten. Egal ob er nun den Tod bezwang oder nicht, es wäre zu spät. Der Lich war viel zu nah. Es war hoffnungslos.

Du wirst sterben. Heute oder bald, wir beide wissen es Hasuvar und bin ich ehrlich wählst du nun den Tod, wird es ein schnelles, einfaches Vergehen. Du musst es nur wollen, ob es beim nächsten Mal so leicht wird, kann ich dir nicht sagen. Nur das eine kann ich dir sagen, also höre mir zu und dann wähle. Einmal werde ich dir helfen können, Einmal werde ich dir beistehen.

Arme die sich um ihn legten, so kalt, so finster. Dunkle, leblose Augen, welche seinen Blick suchten und flatternd schlossen seine Lider sich. Es waren nicht seine eigenen Gedanken, die er da tief in sich vernahm. Es war auch nichts Rothillions Stimme, die ihm solche süßen Worte der Hoffnung zuflüsterte. Aber wer wollte ihm hier Hoffnung schenken?
Angestrengt öffnete er seine Augen wieder, während sich Hände, wie Krallen um seine schmalen Oberarme legten, zudrückten und davon sprachen, dass sie ihn nie wieder loslassen würden. Verschwommen der Blick, bekam er die kalten, gezischten Worte kaum mit, obwohl sie so dicht an seinem Ohr gesprochen wurden. „Du bist wirklich ein Phänomen, zu stur zu sterben, muss ich dir doch erst eine Klinge durch das noch schlagende Herz treiben, soll ich es dir heraustrennen?“
Die Welt um ihn herum drehte sich, während seine Beine nachgaben, ihm die Knie wegbrachen und wären dort nicht die Hände gewesen, er wäre schlicht zu Boden gestürzt, aber es blieb ihm verwehrt. Allein sein Kopf sank nach vorne. So schwer die Augen aufzuhalten, die Reste des Todeszauber zu bezwingen. Und doch sah er sich suchend um, blieb sein Blick aus verschleierten Augen auf dem mächtigen Bergkater hängen, der zwischen den Überresten der Untoten kauerte, abzuwarten schien.
Cairlyn? Er wusste, dass der Kater mehr war, als der Schein es vielleicht offenbarte, doch sollte er es gewesen sein, der ihn vor die Wahl stellte? Zähe erinnerte er sich, an ihre erste Begegnung, das Gefühl immer einen Beschützer zu haben, solange nur jenes Wesen an seiner Seite weilte.
Freund. Ja dieses Wort passte so perfekt und seine Augen weiteten sich ein wenig mehr. Blut besudelte das Fell des sandfarbenen Tieres und was sollte Rothillion davon abhalten, auch den Bergkater zu töten, wenn er erst einmal mit ihm fertig war? Doch was lauerte dort, was versprach ihn den Lich töten zu können?
In all seinen Gedanken versunken, nahm er es kaum noch wahr, wie Rothillion ihn durch die dunkle Kammer zerrte, hindurch durch einen weiteren Türbogen, der in einen angrenzenden Raum führte. Gestank von Tod und Verwesung ließen ihn würgen, eine Hand die durch sein langes Haar strich, kalte Worte. „Gleich, gleich, du wirst die Krönung meiner Schöpfungen, was sollen wir aus dir machen? Welche Art von Diener wirst du?“

Beeile dich. Wähle.

Die Stimme in seinem Inneren wurde drängend, fast schon flehend und es schien als würden die Gefühle des Katers auf ihn einschlagen. Der Ekel, die Abscheu gegen den Lich, der so jeder natürlichen Ordnung widersprach, einfach nicht sein durfte. Aber wie sollte ein Kater den Lich töten? Gut Cairlyn hatte den Schatten getötet, schon dies hätte er nicht können sollen, aber sie sprachen hier von einem Lich.

Wie hättest du ihn getötet?

Wie aus einem zersplitterten Gefäß drangen die Erinnerungen aus ihm. Sein Schwert, die Magie und der Gedanke daran, dass auch jener Lich ein Seelengefäß haben musste. Ein Magier musste bei der Verwandlung in einen Lich einen Teil seiner astralen Kräfte in ein „Seelengefäß“ speichern, wodurch der Körper unsterblich wurde. Und dieses zu zerstören, war die einzige Möglichkeit einen Lich wirklich zu töten, denn sollte der Körper eines solchen zerstört werden, setzte er sich nach einiger Zeit langsam wieder zusammen. Erst wenn das Seelengefäß zerstört wurde, war auch der Lich endgültig vernichtet. Die Zerstörung des Seelengefäßes würde Rothillion mitreisen und wenn sie ihn nicht gleich umbrachte, wäre er so geschwächt, das man gegen ihn ankam.
Genau diese Überlegungen hatte Hasuvar Mondflüstern angestrebt, hatte auch geahnt, welch magische Schutzzauber auf dem Gefäß liegen mussten, das die einzige Möglichkeit sein Schwert war, das nun auf dem schwarzen Boden ruhte. Unerreichbar, nicht einmal mehr in seiner Nähe, einen Raum entfernt.
Harter Stein drückte gegen seine Beine, stieß er an eine Art Altar und keinerlei Kraft war vorhanden, dass er sich wehren konnte, so dass er hinab gedrückt wurde, auf den Altar sank. Das Atmen so schwer, schmerzte jeder Zug und doch kehrte langsam das Gefühl von stärke zurück. Spürte er ein warmes, einhüllendes Pulsieren, ausgehen von dem Drachenamulette, welches er trug, schaffte es so länger die Augen aufzuhalten, wurde sein Blick schärfer. Und angeekelt blieb jener in der Mitte des Raumes hängen, dort wo auf einem Podest aufgebahrt ein schwarzes Herz schlug.
Das Seelengefäß Rothillions, es war so nah. Traten Tränen in die türkisnen Augen des Elfen, so weit war er gekommen um jetzt zu scheitern. Zeit, er brauchte nur ein wenig Zeit um wieder zu Kräften zu kommen, aber diese war ihm nicht vergönnt. Seine Arme wurden ihm über den Kopf gerissen, schloss sich schwarzer Stein haltend, ihn fesselnd, um die schmalen Handgelenke.
Sterben. Es würde schnell gehen, ein letztes Mal atmen und sich endlich ergeben. Aber er konnte nicht. Noch nicht. Er wollte leben, sein Blick suchte erneut unruhig nach Cairlyn, aber der Kater war ihnen nicht in diesen Raum gefolgt. Kam seine Entscheidung zu spät. „Leben,…“ Leise gehauchte Worte, die Rothillion dunkel auflachen ließen.
„Nein, es ist gleich vorbei.“ Und unter diesem kalten Lachen, hörten weder Elf noch Lich das Schaben von Mithral, welches über den Boden kratzte, die leisen Schritte als weiche Stiefel über den harten Boden bewegt wurden.
Doch es war Hasuvar vergönnt jene entschlossene Stimme in seinem Innersten zu hören, die einem Gewittersturm glich, die mehr fauchte als sprach.

Mit der Dunkelheit, kommt die Verzweiflung.

Mit dem Ende der Hoffnung, kommt der Tod.

Mit dem Vergehen des Lichts, endet es.

Dort wo Verrat gesät wird, wird Rache geerntet.

Dort wo Rache herrscht, kann kein Licht herrschen.

Aber mit der Erinnerung an Liebe, mit dem Willen, geschieht das Wunder.

Und dort wo Hoffnung ruht, dort warte ich.


Erneut schlossen sich die Lider des Fürsten, als kalter Stahl aufblitzte, das Lachen des Lichs lauter wurde, als von dessen Hand geführt ein Dolch hinab stieß und dann tränkte Blut den steinernen Boden, wurde auf dem harten Schwarz, kaum gesehen.




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Loririon Drachenatem fluchte. Das goldene Haar folgte jeder seiner wirbelnden Bewegungen, wie ein Schleier, der einen anmutenden Tänzer umspielte. Ihm blieben kaum mehr als sein Geschick, um sich seiner zu erwehren.
An sich waren Kelsey und er eine Weile sogar sehr gut voran gekommen. Motivierten Schrittes, ein ungleiches Paar, das sich ergänzte. Und sie hatten ihre Schritte zwar schnell und weit gesetzt, aber eine gewisse Vorsicht gezeigt, die von Nöten war um Fallen zu finden und zu umgehen. Kelsey hatte sich in dieser Hinsicht, ein weiteres Mal, als nützlich erwiesen und sie Beide um die Fallen gelotst, die diesen Ort und die langen schwarzen Gänge schützten. Natürlich hatte sich der Tiefling schweigsam gegeben, sich nicht die Mühe gemacht Loririon die Fallen zu erklären, aber diesmal hatte er es akzeptiert und keine bohrenden Fragen gestellt, sondern war anmutig über die gezeigten Stellen gehüpft oder hatte sie umtänzelt. Das Ganze war gut gelaufen, bis zu dem jetzigen Zeitpunkt.
Zu Kelseys Verteidigung musste Loririon aus dem Hause Immershofer wohl aufführen, dass der junge Tiefling zwar schurkische Kenntnisse besaß, aber keiner war. Er hatte ihn nicht gefragt, woher er wusste, was er eben tat, ahnte so nichts von den diebischen Halblingen, von denen Kelsey gelernt hatte, aber für Loririon schien es nicht so, dass der Tiefling seien Zeit damit verbrachte einen Diebstahl nach dem anderen zu begehen.
Das Sinken des Bodens, hatte eine schwarze Platte offenbart, die selbst unter dem geringen Gewichtes des Barden hinab gesunken war und nun, ja nun befanden sie sich Mitten in ihrem Kreuzzug gegen den Abgrund und der Barde war deutlich schlecht gerüstet. Skelette, deren Knochen gräulich, silbern schimmerten, waren wie aus dem Nichts erschienen, hatten nicht gezögert sie zu umzingeln. Bewaffnet mit Schwertern und Äxten waren sie in den Angriff übergegangen und Loririon allein mit einem Kurzschwert bewaffnet, dem Bogen auf seinem Rücken, musste einsehen, dass jene Waffen zwecklos gegen die gehärteten Knochen waren, die sich  nicht einmal zerschlagen ließen, wenn er mit aller Kraft die er aufbringen konnte zuschlug.
Kelsey schien es kaum besser zu gehen, mit jenem Langschwert, das er mittlerweile mit beiden Händen führte, mehr wie mit einen Knüppel ausholte. Aber immerhin waren dort die Flammen, welche spielerisch an der Klinge leckten und geschwärzte Spuren auf den Knochen hinterließen. Diese Skelette waren nicht normal, sie bewegten sich präzise, agierten miteinander als würden sie sich auf unheimliche, geisterhafte und vor allem lautlose Weise miteinander absprechen.

Nun gut Loririon, was erwartest du, wenn du gegen einen Lich vorgehst, in dessen Reich umherwanderst?

Wieder musste er zur Seite wirbeln, als eine Axt neben ihm durch den schmalen Flur glitt, goldenes Haar, das durchtrennt wurde, als eine einzelne Strähne zu Boden glitt. Was zu viel war, war wirklich Zuviel. Manchmal beneidete er Magier um ihre Magie. Nicht dass er keine eigene besaß, aber die meiste beeinflusste das Bewusstsein von menschenähnlichen Kreaturen oder anderen Wesen, die lebten. Diese Skelette lebten nicht, sie hatten kein Bewusstsein und er konnte keine Feuerbälle werfen und sie schlicht zu Asche verwandeln.

Asche. Loririon Drachenatem, du bist genial.

Seine Gedanken überschlugen sich, gratulierte er sich mit einem breiten Grinsen auf den Lippen zu seiner neusten Idee. „Kelsey, komm zu mir.“ Sie waren durch den Angriff getrennt worden, zwischen ihnen befand sich eine handvoll von Angreifern, aber immerhin zuckte der Teufelsschwanz des Tieflings kurz, auch wenn dieser nicht zu ihm sah, sich weiterhin auf seine Feinde konzentrierte. Was Loririon auch als löblich empfand, immerhin wollte er hier unverletzt aus der Sache kommen und er wollte auch Hasuvar nicht erklären, wieso Kelsey verletzt worden war.
Vielleicht konnte er diese Skelette nicht beeinflussen, aber sein Gesang hatte etwas magisches, er hatte ihn schon immer beruhigt, sich selbst motiviert und so erklang seine Stimme auch wieder in der Dunkelheit jenes Tunnels. Trieb er sich selbst an. Und er hätte sich schon wieder gratuliert, hätte er in diesem Moment erfahren, dass auch der Tiefling dieses Lied als tröstend empfand, die helle Stimme, ihn dazu brachte noch mehr zu kämpfen, ihn sicherer werden ließ, als würde eine unsichtbare Hand seine Klinge mitführen.

So kamen sie sich näher, Stück für Stück. Der Tiefling erlebte sogar den Triumph endlich eines der Knochengerüste mit einem lauten Krachen zu zerschlagen, so dass es brach ein Stück Gerippe zu Boden fiel. Eine Klinge, welche nach ihm stach, so dass Kelsey sein Schwert hochreißen musste, von der Wucht zurückgeworfen wurde, lenkte ihn ab, konnte er nicht dem Sturz jenes Rippenbogens verfolgen, der hinab stürzte.
Grauer Knochen auf schwarzen Stein, silbernes Funkeln welches zunahm und dort mitten im Kampfgetümmel, wuchs nach und nach jener Knochen, verformte sich. Mächtige Magie, denn wie Loririon es schon erkannt hatte, diese Skelette waren nicht wie die üblichen. Doch weder der Sonnenelf, noch der Tiefling sahen das Wachstum jenes Knochen und in dem Gewirr der Angreifer, deren soviel schienen, dass sie nicht zählen konnten, entging ihnen das aus jenem Rippenbogen ein weiterer Feind entstanden war, zwar unbewaffnet, aber bereit sie mit knöchernen Fingern zu zerreißen.

Der infernalische Trieb, zerrte an Kelsey, der am Liebsten schlicht durch seine Feinde gewütet wäre. Er hatte sich schon öfters gegen mehrere gewehrt, aber eine solche Menge war ihm auch noch nicht untergekommen. Wie viele mochten es sein? Zwei Dutzend? Er wusste es nicht und es war nur der Enge des langen Tunnels zu verdanken, dass sie sich nicht alle auf einmal auf ihn stürzten, denn dann wäre er untergegangen zwischen ihnen. So wie er wusste, dass er sich zwar Wut genehmigen konnte, aber keinen unvorsichtigen Rausch, seine Kraft reichte nicht aus um sie niederzuringen und so Vorteilhaft er auch für eine Weile war, auf lange Sicht würde er ihn erschöpfen. Noch dazu fürchtete er, denn Elfen in diesem Rausch zu verletzen, dann wenn Blut nur noch Blut war, wenn es allein darum ging alles Lebende zu vernichten.
Sein Rücken stieß gegen den schlanken Rücken des hochgewachsenen Elfen. Niemals hatte Kelsey in all den Kämpfen vertraut, doch diesmal schien es anders, er traute Loririon. Der Barde mochte viel reden, sehr viel sogar, ihn dadurch zur Weißglut treiben, aber die Worte waren nie verletzend. Nicht dass er alles verstand, was aus dem Elf heraussprudelte, aber er verstand, dass jener ihn zwar auf gewisse Weise aufzog, es genoss ihn förmlich in diesen Worten zu ertränken, aber in ihnen lag keine Böswilligkeit. Und so traute er jenem auch in dem Bezug auf seine Deckung.
Dem Tiefling war es nicht entgangen, wie nutzlos das Kurzschwert des Barden war und er würde für sie kämpfen, nicht nur für sich. Eine Aufgabe stand nicht zur Diskussion, zum einem würde sie den Tod bedeuten, zum anderen würde er dann nie Hasuvar erreichen. Und genau dies war doch sein Ziel, da würden ihn diese verfluchten Skelette nicht davon abhalten, ein lautes Knurren entrann seiner Kehle.
Ein Grollen, das in einem lauten Krachen unterging. Explosionsartig breitete sich Feuer in der hinteren Reihe der Skelette aus und verblüfft weiteten sich die schwarzen Augen des Tieflings. Was beim Abyss geschah nun. Hörte er das triumphierende Lachen, welches neben ihm erklang und kurz darauf schnellte ein weiteres Fläschchen durch die Luft, traf präzise die hinteren Skelette und ließ diese in Flammen aufgehen.

Deswegen wollte er, dass ich zu ihm komme.

Es waren die Phiolen aus Fürst Mondflüsterns Privatbesitz, die nun zum Einsatz kamen. Sicher es waren nicht viele, welche er hatte und an die näheren Skelette wagte er sich nicht, da er Angst hatte, sich schlicht mit zu verbrennen, aber das magische Feuer sorgte wenigstens dafür, dass die hinteren reihen sich lichteten, für die anderen, nun ja er würde sich für diese auch noch Etwas einfallen lassen.
Eine seitliche Drehung, riss er das Kurzschwert nach oben, um eine Klinge beiseite zu lenken, die sonst Kelseys Schulter getroffen hätte, während er mit geschickten Fingern nach einer weiteren Phiole tastete. Der Inhalt jener war grünlich, der Geruch ätzend und ihren Sinn hatte er nicht verstanden, aber er würde ja sehen was geschah, wenn er diese warf. Streckte er sich, machte sogar einen leichten Satz nach oben um seine neuste Waffe durch die Luft gleiten zu lassen.
Auch jene Phiole traf, barst mit einem Klirren und schien im ersten Moment nichts zu geschehen, während die Flüssigkeit über die Knochen floss, so zeigte sich die Wirkung schließlich doch, als das Gerüst des Skelettes anfing Blasen zu schlagen, wurden die Bewegungen träge, unkontrolliert und noch einen Herzschlag später tropfte zähe Flüssigkeit zu Boden, schmolz das Skelett wie ein Eiskristall in der Sommersonne.
Was auch immer in dieser Phiole gewesen war, es war mehr als faszinierend und vielleicht wurde es Zeit, sich nach diesem Abenteuer intensiv mit der Alchemie zu befassen. Sie beherbergte mehr als Heiltränke und Gegengifte, die sich für Loririon zwar nützlich erwiesen, aber deren Wirkung er mit Zaubern erzielen konnte.
Ein lautes Krachen erklang an seiner Seite, schwarz gefärbte Knochen, die zu Boden prasselten, da eines der Skelette endlich unter der Wucht von Kelseys Schlägen zusammen brach und ein triumphierendes Lächeln umspielte Loririons Lippen. Ja sie würden überleben, sie würden gegen diese Überzahl ankommen. Vielleicht war es doch kein selbstmörderischer Akt, sich am Ende einem Lich zu stellen. Immerhin sie hatten auch einen Abolethen bezwungen.
Dieses Gefühl bestehend aus Angst, aus Anspannung und einer gewissen Genugtuung, es ließ ihn sich lebendig fühlen, sein Herz schneller schlagen. Es war das Abenteuer, welches er suchte. Oh er würde Lieder schreiben, er würde,…
Loririons innerer Höhenflug endete doch recht nun unsanft, als er bemerken musste, wie die graue Flüssigkeit des einen Skelettes zielsicher über den Boden floss, die Knochen der mit Feuer zerstörten Skelette bebten. All diese Einzelteile sie krochen über den Boden und dies nicht sinnlos, nein sie sammelten. Blaue Augen von Gold umrahmt weiteten sich, als jene Masse sich formte, all die Knochen sich zusammensetzten und Etwas bildeten, dass er zwar nur als Klumpen bezeichnen konnte, aber welches Gefährlich aufragte. Er hatte einst ein Bild von einer vielarmigen Kreatur gesehen, in jeder Hand ein Schwert, nun dieses Konstrukt kam dem Nahe. Nur das hier Schwerter und Äxte sich in knochigen Händen befanden, mehrere Totenschädel ihn aus leeren Augenhöhlen anstarrten. Instinktiv wichen er und Kelsey zurück, als dieses Wesen sich in Bewegung setzte, die übrigen Skelette, welche ihm im Weg war schlicht unter sich zermalmte.
„Wir sind im Reich eines Lich, wie hatte ich das nur vergessen können?“ Sie würden als Skelette enden, oder als Zombies. Auf jeden Fall sah sich Loririon in diesen Momenten sterben und da sie, wie er so schön festgestellt hatte, sich im Reich eines Lichs befanden, konnte aus ihnen nur weitere Gestalten der Untotenhorde werden. Irgendwo in seinen Gedanken formte sich das Bild vom verwesten Fleisch. Ein blutiger, matschiger Klumpen, dem die Haut in Fetzen hinab hing, zerschlissene Kleidung, die einstigen goldenen haare nur noch wenige Strähnen und völlig verdreckt.
Dieser Gedanke war alles andere als ansprechend, dieser Gedanke war abstoßend. Erst wollte man in dieser Stadt einen widerlichen Abolethen aus ihm machen und jetzt das? Er wusste gar nicht was widerwärtiger war und die anmutigen Gesichtszüge verzogen sich vor Ekel, jagte ein kalter Schauer seinen Rücken hinab. Fast hätte er sich an den Tiefling geklammert und darum gebeten, dass sollte jener dieses Abenteuer überleben und er nicht, er seine Leiche verbrennen sollte, immerhin hatte Kelsey das passende Schwert dazu.

In diesem Moment war es gut, dass Kelsey nicht wusste, nicht einmal ahnte, was genau in Loririons Kopf vor sich ging, er hätte den Sonnenelf eindeutig am Kragen geschnappt und durchgeschüttelt, ihn angebrüllt ob er noch zu retten wäre. Ein Skelett, welches im Weg des Konstruktes aus Knochen war, zischte im hohen Bogen durch die Luft, fiel scheppernd zu Boden, nicht mehr als ein loser Haufen aus Knochen. Doch diesmal hatten Elf und Tiefling gelernt und Beide fürchteten, dass auch jener Haufen Knochen sich nur wieder zusammenfügen würde, um ein weiteres abscheuliches Monstrum zu formen. So waren ihre Reaktionen doch recht unterschiedlich. Der Sonnenelf wich vor den Knochen zurück, die bis zu seine Füße gerollt waren, während Kelsey mit voller Kraft auf diese Sprang und einen der Knochen zu vielen kleinen Splittern zertrat.
Irgendwie musste man doch auch diese Knochen zerstören können, aber ihm blieb keine Zeit um zu beobachten, ob er Erfolg hatte, war das knöcherne Konstrukt bei ihnen angelangt und die Luft wurde von Äxten durchschnitten. Immer wieder war da das Klappern der Knochen, das Geräusch von Metall welches auf Stein traf. Der gang war viel zu klein, als dass das Ungetüm die Äxte hätte perfekt führen können, stießen sie oben an die Decke, oder auch an die Seiten, aber es machte den Wirbel aus Stahl nicht minder tödlich, blieb den Beiden nur der Weg zurück. Und wie waren doch umringt von den kleineren Skeletten.
Wie ein in die Ecke gedrängtes Raubtier, so kam sich Kelsey vor. Und so sehr er sich auch noch hatte wehren können, gegen den infernalischen Trieb, gegen die lodernden Flammen in seinem herzen, so ging er nun unter. Entrann seiner Kehle ein kaltes Grollen. Denn wenn er diesen Feind nicht bezwang, würde er nie zu Hasuvar kommen und ihnen lief die Zeit davon. Der Satz nach vorne war gewagt, brachte ihn an einer Axt dicht vorbei, ließ ihn gegen den breiten Brustkorb prallen. Ein kurzes Schwanken, Knochen knirschten und dann war da wieder eine Axt die herabstieß, aber Kelsey stand schon längst nicht mehr an der stelle, an welcher er sich befunden hatte, war zur Seite gewirbelt und Schlug mit aller Kraft die sein Körper hatte wieder gegen die Knochen. Immer und immer wieder, ausweichen, eine neue an Angriffsposition finden und gegen die Knochen schmettern. Eine Keule wäre wohl mehr geeignet für dieses Vorgehen oder ein Streithammer, aber nicht die Klinge des Langschwertes, das unter der Wucht erbebte. Schien es einem Wunder gleich, dass das Stichblatt nicht einfach zerbrach, ja nicht einmal eine Kerbe von dieser groben Behandlung davon trug.

Kelseys Wüten lenkte das Ungetüm ab, verschaffte dem Sonnenelf etwas mehr Freiraum, wenigstens vor diesem Ding, denn die übrigen Skelette waren wohl schlau genug, sich allein auf ihn zu konzentrieren. Viel zu intelligent, sie waren viel zu intelligent. Verflucht war die Magie, welche sie erschaffen hatte. Tänzelnd nahm er seine eigene Verteidigung wieder auf. Loririon wurde nachgesagt, dass er manchmal dazu neigte selbst das Schlachtfeld zu seiner eigenen Bühne zu machen, dass dank seiner Ausstrahlung, seiner Magie und seinem Tanz mit dem Schwert so manche Feinde ihren Angriff vergessen hatten, ihn einfach nur angestarrt hatten um sich dann in einem Hagel tödlicher Schläge wieder zu finden und an jedem Gerücht konnte man mindestens eine Spur Wahrheit finden.
Doch auch wenn die Wahrheit in diesen Worten groß war, auch wenn Kelseys Zorn diesem in Nichts nachstand, ewig würden die beiden Gefährten nicht stand halten, denn auch ihre Kräfte würden früher oder später versagen.




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Verrat.
Verrat, ein oft gebrauchtes Wort, jeder Mann kennt es und ein jeder ist schnell dabei einen Anderen al Verräter zu bezeichnen. Verräter, Lügner, so schimpft man sie, entehren sie doch sich, durch Taten und Worte. Doch genau diese Personen sind es, die sich weigern, die niemals solch eine Bezeichnung für sich in betracht ziehen. Wenigstens die Feigen unter ihnen, jene die ohne Unterlass nach Ausreden suchen, die immer wieder versuchen ihre tat zu rechtfertigen, sie mit großen Gehabe ausschmücken und in ein edleres Licht stellen, als es sie je treffen wird.
Sie sind nichts als Feiglinge, nichts als Getier, genauso würde sie ein gewisser Sonnenelf bezeichnen.

Und genau zu dieser Gattung Mensch gehörte auch Acharn Zephyr. Rechtschaffen und ehrbar, dies war wie er wirken wollte, wie er sein sollte, aber wie Loririon Drachenatem schon bemerkt hatte, er war vieles, aber nicht dieses. Der Verräter an der Stadtwache, ja sogar an der ganzen Stadt, die er zu schützen geschworen hatte, war kurz davor seine nächste Missetat zu begehen. Ein Fehltritt nach dem anderen, brachte ihn immer tiefer in das Netz aus Intrigen und Verrat. Und wie wunderbar, dass er schon die erste Rechtfertigung immer wieder in seinen eigenen Gedanken wiederholte. Denn seiner Meinung nach, war es genau der richtige Weg, war es eh nur Diebespack, welches er fallen ließ. Nur Gesindel, keinen Hehler in seinen Augen Wert, nur genug um sie zu opfern, um sein eigenes, höchst wichtiges Leben, zu schützen. Genau, die Aussicht auf noch höheren Profit, auf neue Schätze, war dabei doch nur eine angenehme Begleiterscheinung.
Verzwickt, gefangen in dem Netz aus Ausreden, in den Fäden aus verworrenen Wahrheiten, die er da spann, um das eigene doch sehr finstre Herz zu beruhigen, bemerkte er nicht sofort das Auftauchen des Mannes hinter sich. Trat dieser auch einfach aus den dunklen Schatten, ohne Geräusch, ohne Lärm und amüsierte sich gar köstlich. War es ja so einfach den angeblichen Hüter von Recht und Ordnung zu ermorden. Ja ein amüsiertes, gar raubtierhaftes Lächeln spiegelte sich Auf Rash`nets Gesichtszügen wieder, erlag er fast der Versuchung. Aber nein, er würde warten, erst sich anhören was dieses Insekt, von ihm wollte. So räusperte sich der kahle Taymagier, dessen Augen wie dunkle Kohlen in der Finsternis wirkten, dort unheil verkündend glühten. Kälter und mit mehr hasserfüllt, als es die Augen des Tieflings, seines entlaufenen Tieflings, je sein konnten.
Wusste dieser Narr von Hauptmann überhaupt, dass er Rash`nets ibn Hazzat kurz davor war die Schattengilde erfolgreich zu vernichten? Dass er sich sein Eigentum wieder holen würde, das Rothillion ihm einfach so entwendet hatte? Er würde Kelsey bestrafen, für seine Dummheit sich gefangen nehmen zu lassen, für diesen Ungehorsam, so dass er sich wünschen würde mit Rothillion und dessen Lakaien den Tod zu finden.
Rache, welch süße Verlockung, welch süßer Gedanke sich dem hinzugeben, doch zuerst galt es herauszufinden, was dieser Mensch wusste, was dieser Hauptmann Zephyr von ihm wollte und als der erschrockene Mann herumfuhr, zeigte Rash`nets Gesicht nicht einmal mehr den Hauch einer Emotion, war seine Stimme schneidend wie Glas. „Nun Hauptmann Acharn Zephyr, ihr habt nach mir gesucht und ich habe euch gefunden, also sprecht was euer Belang ist!“ Noch verächtlicher hätte er diesen Titel nicht aussprechen können. Der Taymagier wagte es, weil er genau wusste, wer von ihnen beiden die Fäden in der Hand hatte und es war sicher nicht dieser Wurm mit der Hakennase, die ihm den Anblick eines Geiers verlieh, nicht der Mann, der nun nach Luft schnappte, auf dessen Stirn Schweißperlen standen.
„Nach euch suchte ich, nach euch und einem Handel.“ Na immerhin geriet er der Mann nicht ins Stottern, brachte seine Worte anbiedernd hervor, so dass man nicht gleich jede Achtung verlor, nun nicht Achtung, aber er wirkte nicht ganz wie ein rückhaltloser Feigling. Eine Tatsache die Rash`net nicht wirklich besänftigte, wurde der Blick des Magiers nicht milder, viel mehr noch eisiger, als könne er alleine mit diesem den Tod bringen. „Rothillion sandte euch? Wagt dieser untote Kadaver sich nicht mehr vor mich? Oder wieso seid ihr hier, Hauptmann?“
An sich war es für einen Magier gefährlich einem potentiellen Feind nahe zu kommen. Für wohl für jeden Magier, auch für die aus Tay, aber Rash`net war so von sich, seiner Macht überzeugt, dass er sich nicht fürchtete. Trat er noch etwas dichter an den Hauptmann, konnte dieser seinen Atem im Gesicht spüren. Und dieses Auftreten, diese Demonstration von Macht, war ein großer Trumpf im Spiel gegen Acharn Zephyr, der sich nicht wagte eine Waffe gegen den Taymagier zu ziehen, der dem Sklaventreiber und Verderben Cauldrons keinen Einhalt gebot. Viel mehr katzbuckelte dieser, heuchelte Demut, die durch seine Angst, sogar echt geworden war. „Nicht Rothillion sucht einen Handel, es betrifft mich völlig alleine, nur mich und nicht den Untoten.“ Seine Stimme war schon fast schrill, als er noch hinzufügte: „Ich bin es der erkennt, wer hier der Mächtigere, ja sogar der Intelligentere ist. Und es ist nicht mein Verlangen, auf der schwachen Seite eines Verlierers zu stehen, versteht ihr nun wieso ich hier bin?“
„Ach so ist das, Zephyr ihr seid vielleicht nicht so dumm wie ich dachte, oder einfach nur ein noch größerer Feigling, ich weiß es nicht. Aber nun reden wir über einen Handel, ihr werdet diesen sofort beginnen, in dem ihr mir verratet wo mein Eigentum ist. Wo ist der Tiefling, wo hat dieser Kadaver ihn versteckt, ich werde es eh herausfinden und es ist einfacher für euch wenn ihr es mir jetzt verratet, als dass ich es aus eurem Geist herausreiße.“ Diese Worte, diese Drohungen und Forderungen, spuckte der Taymagier gerade so hervor, gelüstete es ihm doch danach den kläglichen Mann einfach zu töten. So würde er persönlich das erste Blut des Gildenkrieges vergießen in dieser Nacht und nur Eines hielt ihn zurück, ließ ihn zögern. Der verwirrte Ausdruck auf Acharns Gesicht, wirkte ehrlichen Ursprungs, schrie dessen gestammelte Behauptung nicht nach Lüge. „Aber, aber Rothillion hat ihn nicht. Er will ihn sicher, er jagt ihn, wobei ich nicht verstehe wieso ihr Beide nach diesem Abschaum trachtet. Er hat den Angriff auf den Sonnenelfen gestört und seit dem sind sie wie vom Erdboden verschluckt.“
Sonnenelf? Hat ihn nicht?
Aber wer außer dem untoten Dämonenpaktierer hatte denn noch die macht Kelsey so einfach vor ihm zu verbergen, das Halsband unschädlich zu machen? Nun hieß es doch in ganz andere Bahnen zu denken und interessiert glommen die dunklen Augen auf, verwoben sich schlanke Finger kurz ineinander, geisterte da ein Wort durch Rothillions Kopf. Es brauchte Macht, hohe arkane Magie um solch eine Tat zu vollbringen und die hirnlosen Bewohner Cauldrons konnten sich derer nicht rühmen.

Sonnenelf. Der goldene Krieger, war die Zeit der Prophezeiung hereingebrochen?

Eine Hand, legte sich bestimmend, sogar Besitz ergreifend auf Zephyrs Schultern, während die andere eine herrische Geste vollführte. „Kommt Hauptmann erzählt mir von diesem gescheiterten Angriff, in dem sich mein Tiefling angeblich eingemischt hat. Und danach habe ich eine Aufgabe für euch, eine Sache, die euren Wert unter beweis stellen kann.“

Ich weiß nicht, was du mit diesem Sonnenelfen zu tun hast, aber ich ahne jener steckt tiefer in der Sache als es scheint. Kelsey, du elendiger Hund. Ohne zu wissen, hast du dich für mich als unentbehrlich gestaltet. Es gibt kein Entrinnen, ich werde dich immer finden, auch wenn dir ein Sonnenelf zur Seite steht.
Elfen, ihr Blut fließt in deinen Adern, dafür sorgte ich. Denn jenes brauchte ich gekreuzt mit dem der Hölle. Licht und Dunkelheit, sie strömen in dir und sie werden der Schlüssel zur Macht Cauldrons sein. Ich finde dich, nicht einmal der Tod kann dich vor mir bewahren Kelsey und wenn du wieder an deinen Platz gekehrt bist, werde ich dafür sorgen, dass du nie wieder wagst diesen zu verlassen.
Und was den Sonnenelf angeht, die Prophezeiung sagt ihm den Tod voraus und dieser wird schmerzhaft werden. So schmerzhaft. Der Krieg hat begonnen und in dieser Nacht wird Blut fließen, viel Blut und die Straßen Cauldrons fluten und am Ende ist die Macht der Schatten meine, das große Vergessen und sein Geheimnis wird sich mir offenbaren, allein nur mir, solange schon warte ich darauf.
Es beginnt und es endet in dieser Nacht!
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