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Quifanu Dunkles Herz

GeschichteDrama / P16 Slash
05.09.2006
14.10.2009
36
192.727
 
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05.09.2006 5.293
 
Es dauerte, wohl einiger Ewigkeit gleich, lang und doch keine wahre Ewigkeit, sondern wohl nur Minuten, Momente in denen die Zeit still stand, sich die Welt kaum weiter zu drehen vermochte, bis Kelsey Dämmerlied und Loririon Drachenatem sich zusammengerissen hatten. Momente waren verstrichen, in denen sie einfach aneinander geklammert dagestanden hatten, nicht fähig sich in die Augen zu sehen, nicht in der Lage zu reden. Selbst nun, nach dem sie sich gelöst hatten, war es allein das Schweigen, welches die leere Halle aus schwarzem Stein erfüllte. Immer noch nicht suchten die schwarzen Augen, den Blick in die sonst so klaren, hellen Blauen und umgekehrt geschah es auch nicht.
Ein Mantel aus Entsetzen gewebt, mit Kummer bestickt und in Qual vollendet. Schweigen zwischen ihnen beiden, so dicht so nah, dass man es fast in der Luft greifen konnte. Schweigen für den Barden nicht gewöhnlich und doch hatte sich eine kalte Hand um seine Kehle geschlungen, lähmte die Stimmbänder, würde ihn zerquetschen, sollte er es nur wagen ein Wort zu sprechen. Ein Schleier, der die Hoffnung verbarg, sie in einen tiefen Abgrund stürzen ließ, sogar der treibende Zorn des Tieflings war vergangen, davon getrieben. Sie wollten Hasuvar finden und doch schienen sie in diesem Moment unfähig. Wohin sollten sie sich auch wenden, in dieser Finsternis, durch das Tor hinaus aus der Halle? Oder dort hinten den gewundenen Gang entlang, der noch tiefer in das Vergessen, in die Schwärze führte?

Nicht aufgeben. Hasuvar tat es doch auch nicht. Er hat sich gefunden, er hat immer für die gekämpft, die er liebte. Und er hat mich in sein Herz gelassen, für einen Augenblick waren er und ich Eins.

Tief atmete der schlanke Sonnenelf ein, spürte wie sein bebendes Herz, flatternd wie die Flügel eines aufgescheuchten Vogels, gegen seinen Brustkorb trommelte, sich nicht gleich fangen wollte und es schließlich doch tat. Besann er, Loririon Drachenatem, sich seiner Herkunft. Er war ein Sonnenelf und er hatte mit dem Hause Dlardrageth keine Verbindung, sagte sich frei von deren Taten und entsann sich, dass er geschworen hatte, nicht wie diese zu werden. Aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und sie nicht einfach zu vergessen. Doch genauso hatte er einen sterbenden Freund geschworen nicht zu fallen, nicht zu stürzen und zu leben und nun verstand er, dass zum Leben mehr als die bloße Existenz gehörte.
Die Arme des Tieflings hatten sich gelöst, hielten ihn nicht mehr und oh welch Wunder er sank nicht wie erwartete, einem Stein gleich, zu Boden sondern blieb stehen. Aufrecht und voller Entschlossenheit. Wand er sich, mit geschmeidigen Bewegungen, einigen sanften Drehungen um auch den Teufelsschwanz Kelseys von seiner Hüfte lösen. Denn es war genug dieser Nähe gegeben worden, auch wenn der schlanke Sonnenelf derer nicht mehr scheute, sie als gegeben hinnahm und ihr keine böse Absicht mehr unterstellte. Es würde andere Zeiten geben um sich Trost zu spenden, die Freundschaft zwischen ihnen zu festigen, in denen sie Worte wechselten, über diese Begebenheit sprachen.
Immerhin hatten sie beide denselben Wunsch, ein und dasselbe Verlangen, nach denen ihre Seele rief. Den Mondelfen, Fürst Mondflüstern zu finden. Fürst Hasuvar Mondflüstern, fast hätte Loririon gelacht, denn sollte er jenen nicht eher diesen als Hasuvar zu Eaerlann bezeichnen? Ein Eaerlann, aus alter Zeit, aus altem Hause und Loririon war nicht wirklich bereit diese Erkenntnis zu verkraften, nicht völlig bereit sie als Wahrheit zu verstehen, auch wenn er von den Schlachten einst gehört hatte, dass der letzte Erbe Eaerlanns in einem der damaligen letzten Schlachten verschwunden war.
Verschwunden und nun wieder gefunden, in so einer unbedeutenden Stadt wie Cauldron, verborgen als unbedeutender Elf.
Es mochte ihm, auch wenn er ein Barde war und der Wunder vieler aus seinen Liedern kannte vergeben werden, dass ihn dies alles überfahren hatte. Lieder zu singen war das Eine, immer nur von Abenteuer und Schmerz zu berichten, sie nie selbst zu erfahren und nun in einer Geschichte zu sein, deren Maße immer fataler wurden, in der er sich wie eine Marionette fühlte, das Andere. Viel zu verkraften für seine Gedanken, ein Chaos welches sie umher wirbelte, so dass er sie nicht zu fassen bekam, sie nicht zu ordnen vermochte.
Und so nach dieser Denkweise, vergab er sich selbst, das Chaos, die Hoffnungslosigkeit, welche ihn heimgesucht hatte. Und noch viel mehr verfluchte er sein gutes Gedächtnis, welches wohl nie wieder die Bilder verdrängen würde, nie zu lassen würde, dass er sie nicht ganz so grausam in Erinnerung haben würde. Er wollte ja nicht vergessen, immerhin kam er sich mittlerweile dazu berufen vor, Geheimnisse zu erkunden, sie zu bewahren und altes Wissen ins wahre Licht zu rücken, dafür zu sorgen, dass auch andere sie zu ermessener Zeit erfahren würde. Wahrheit eine Saat der Hoffnung.
So tippte er mit einer sanften Geste, der schlanken Finger gegen die noch bebende Schulter des Tieflings, lockte Kelseys Blick aus schwarzen Augen in den seinen, um ihn zu binden, ihn zurück in das Hier und Jetzt zu holen. Noch fragte er nicht, wie es dem Tiefling möglich war mächtige Magie einfach zu bannen, nur mit dem Wunsch sie möge verschwinden, denn er ahnte, dass Kelsey selbst die Antwort nicht kannte.
So erhob er seine Stimme, kräftig wie eh und je, sprach zu dem Tiefling: „Mein großer, anhänglicher Geselle, so höre mich, vertreibe deine tristen Gedanken, denn sie sind jetzt nicht wert uns zu trüben, unsere Aufgabe zu verschleiern. Denn es ist Zeit den Elfen zu finden, weiter seinem Pfade zu folgen unsere Schritte länger als seine werden zu lassen, um zu ihm aufzuschließen. Oder willst du deinen einst geliebten Ersatzvater alleine weiter ziehen lassen? Ich fände es unter diesen Umständen nicht gerade eine Weise Entscheidung, denn jenen Mondelfen beherrscht verständlicher Weise Wut und Zorn. Doch ich glaube du weißt selbst wie es ist sich von diesen leiten zu lasen, Kontrolle zu verlieren und am Ende Dummheiten, oder sagen wir nicht das Richtige zu tun. Und nun mag ich auch noch anfügen, so sehr ich mittlerweile glaube, dass er in der Vergangenheit ein Krieger etwas Besonderes war, so scheinen die Dinge hier für einen Einzelnen nicht zu bewältigen sein. Also sollten wir unseren Mondelfen finden, ihn zur Vernunft bringen, bevor er stürzt und uns entgleitet. Auf, auf mein lieber Tiefling, munter wie zu vor, denn Schrecken liegen noch genug vor uns und mit Schrecken im Herzen, kann man uns leicht besiegen, zerschmettern.“
Ja der Elf war Barde und er war stolz darauf und er würde dies nicht verleugnen, würde sich beständig zeigen, wie Wasser welches Stein nach und nach verformte, immer wieder gegen diesen brandete. Da halfen auch keine schwarzen Augen, welche verwirrt blinzelten, änderten sie sein Verhalten nicht. Und so kräuselte Kelsey seine weiße Stirn, überrascht mal wieder von den vielen Worten, die ihn doch berührten. Er verstand und dies war wohl für Kelsey ein besonderer Moment, stahl sich ein Lächeln auf die blassen Gesichtszüge. „Wir müssen Hasuvar beistehen.“
Ein leises Lachen, welches über bronzefarbene Lippen kam, als die Melodie wieder in seine Gedanken zurückkehrte, in die Richtung wies, den Gang in die Finsternis zu folgen. Ein Lachen, welches so klar war, das es vermochte das Grauen in Kelsey zu dämmen, ihn zu beruhigen und ihn innerlich mit Lächeln ließ, als der Barde sich in gewohnter Anmut umwandte und los schritt. Stolz und Anmutig und die Worte welche in die Finsternis klangen, gaben auch Kelsey antrieb, ließen ihn seinen Kopf etwas anheben.
„Genau dies habe ich gemeint Tiefling, genau dies. Ich sehe wir fangen an uns zu verstehen mein Freund.“




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Er ahnte Nichts von der Hilfe, die ihm folgte. Er konnte sich nicht einmal vorstellen, dass sie in solch chaotischer Form und Gestalt ihm nacheilte, dank des Kampfes mit den geflügelten Echsen schon dabei war ein wenig aufzuholen. Es war wohl auch besser so, denn Hasuvar hätte nicht gewusst ob er weinen oder lachen sollte. So blieb es ihm erspart darüber nachzudenken. Konnte er sich völlig auf seine Zauber, die erlernten Taktiken besinnen, die ihn schon seid seiner frühsten Jugend begleiteten. Er hatte schon so manchen Kampf bestritten, manchen Feind erschlagen, aber ein Lich, nun es war eine neue Erfahrung.
Fast hätte Fürst Mondflüstern gelacht, wäre diese Lage nicht ganz so ernst gewesen, nicht ganz so nun hoffnungslos. Er hatte schon gegen mehr Feinde bestanden, von denen Niemand geglaubt hätte, er hätte sie besiegen können. Er Hasuvar Mondflüstern, hatte den Bruder von Fürstin Dlardrageth getötet. Und dies war, wenn man es genau betrachtete, bisher wohl seine größte Leistung gewesen. Sicher gab es Feinde so viele, dass er sich gar nicht an alle erinnern wollte, auch kaum über sie nachdachte. Doch jener Tiefling war sein persönlicher Untergang gewesen.
Schließlich war der Sieg bitter erkauft gewesen. Seit diesem Tage konnte er nur flehen ein wenig stand zu halten, solange bis er für Kelsey alles zum Guten kehrte. Denn für ihn würde es nicht mehr Gut enden. Er war verflucht, ein Fluch, der nach und nach seinen Tribut forderte, ihn von Innen zerstörte. Unendlich langsam wie es schien und doch genug um ihn zu quälen. Jeden Tag ein wenig mehr. Seine Strafe; die er gelernt hatte zu akzeptieren, die er hinnahm. Es war ihm Jahre lang unter Schmerz gelehrt worden und dieses Denken konnte er nicht einfach so abstellen.

In Arvandor endet es alles.

Als wüsste der Kater um seine dunklen Gedanken, drückte sich das sandfarbene Fell ein wenig enger an sein Bein, gab das Gefühl von Wärme und Geborgenheit, die der Mondelf so sehr brauchte. Er wusste ja, dass er nicht daran denken sollte, sich zu konzentrieren hatte und so nickte er leicht, zupfte mit einer schlanken Hand, an dem Ohr Cairlyns. „Ich, weiß mein Freund, dieser Weg liegt noch vor mir. Weit vor mir und an dem Tag, an dem ich ihn betreten werde, hoffe ich nicht, dass du an meiner Seite bist, denn so sehr ich dich auch schätze, verdienst du so viel mehr, als das Ende mit mir zu teilen.“
Mehr gab es nicht zu sagen, wie denn auch? Er hieß schließlich nicht Loririon Drachenatem. Sonst hätte er wohl Cairlyn bestürmt sein Geheimnis preis zu geben, sich endlich zu offenbaren. Aber dies war nicht Hasuvars Art und er akzeptierte seinen Freund wie er war.

Freund, Vertrauen, womit habe ich sie nur verdient? Ich weiß es nicht, aber ich danke dir cairlyn, ich danke Labelas für dein erscheinen und ich bete für dein Wohl.

Der Gang, lang und unendlich schien er zu sein. So Finster, dass er so manches Herz in Verzweiflung gestürzt hätte. Aber nicht die beiden Wesen, welche diesen Gang nun beschritten. Leise Pfoten auf kalten, schwarzen Stein, begleitet von weichen Stiefeln und endlich, endlich wurde der Weg breiter. Oder sollte man sagen, leider? Immerhin, war der schwarze Stein ein recht Tristen, aber nun auf seine Weise neutraler Anblick gewesen. Doch nun als die Decke höher wurde, die Wände rechts und links immer weiter auseinander lagen, veränderte sich auch wieder die Umgebung. Sicher war da immer noch der Schwarze Stein, aber er war nicht mehr das Einzige, was man zu Gesicht bekam, Statuetten erstreckten links und rechts des Pfades.
Ihrer Art gleich, der kleinen Schlangenfigur, die der Nachtfalke in Rothillions Gemächern kennen gelernt hatte. Nur waren diese Statuen nicht so klein, nein waren ihre Ausmaße doppelt, bis dreifach so hoch wie der zierliche Mondelf, der zwischen ihnen einfach noch zerbrechlicher wirkte. Mächtige, breite Schlangenleiber, bei deren Anblick Cairlyn ein kleines Grollen von sich gab. Doch es waren keine reinen, gigantischen Schlangen, denn dort wo der Schlangenkopf hätte sitzen müssen, befand sich der hässliche Schädel einer frauenartigen Fratze, geöffnete Münder, die fangartige Zähne besaßen. Als würden sie darauf lauern, sich in jedem nächsten Augenblick, einfach auf die Eindringlinge zu stürzen.
Da blieb nur zu hoffen, dass es hier keine versteckte Falle gab, keinen verborgenen Mechanismus, der diese Schlangenbrut zum Leben erweckte. Und noch mehr als zuvor achtete der Fürst auf seine Schritte. Er hatte sich lange als Dieb betätigt, war der Nachtfalke ein Teil von ihm geworden. Doch waren es genug Erfahrungen, reichten sie, um wirklich jede Falle zu finden? Es würde sich heraus stellen und während seiner Schritte, machte er sich daran wieder die Gesichtszüge, mit Hilfe des schwarzen Stoffes zu verbergen, legte die Hand um den Griff seines Schwertes, an denen immer noch jene drei Bluttropfen hafteten, nach mehr ihrer Art schrieen.


Noch ahnte Rothillion das Unheil nicht, welches bald über ihn kommen würde. Wenn es sich denn überhaupt als Unheil für den untoten Dämonenpaktierer herausstellen sollte, vielleicht wäre es ja auch nur eine lästige Störung, einer kleinen aufmüpfigen Fliege.

Der lange Pfad endete in jener Kammer, in der sich der Lich aufhielt, hier wo sein wahres Labor sich befand. Stand der Lich in diesen Momenten vor einer beträchtlichen Sammlung an Glasflaschen und Phiolen, in denen eine Art von schwarzen Nebelschwaden waberte. Dunkler Nebel, in denen hier und dort gelbe Augen auffunkelten, lauerten sie dort, beobachteten. Doch dieser Sammlung galt Rothillions Aufmerksamkeit überhaupt nicht, stand die Gestalt des Magiers gebeugt, an einem der schweren, steinernen Tische, auf dem ein Kolben frei in der Luft schwebte. Eine grüne Flamme umspielte jene Phiole, erhitzte dieses Gemisch, welches aus dem Schleim des Abolethen und dem Blut des Sonnenelfen bestand.

Es gab etwas in Hasuvar, das nannte sich Ehre. Ein schlichtes kleines Gefühl, das seine Tage begleitete, immer wieder zum Vorschein, wenn auch in den letzten Jahren recht selten. Er hatte sie erst wieder entdeckt und nun keimte jenes Gefühl auf, meldete sich, auch wenn nicht lang. Denn jeder Ehre zum Trotz, den ersten Angriff aus dem Verborgenen, aus dem Hinterhalt zu führen, hatte seinen eigenen Reiz. Nun gut dazu musste er erst einmal aus seinem Versteck hin bis zu diesem Magier gelangen. Seinen Bogen hatte er nicht bei sich und wenn er ehrlich war, er befürchtete, dass ein schlichter Pfeil im Rücken Rothillions, diesen nur zum Lachen gebracht hätte.
Bisher war der zierliche Leib an den schwarzen Felsen gedrückt, der so perfekt zu seiner dunklen Kleidung passte, so dass er förmlich mit seiner Umgebung verschmolz. Der Kater war nicht mehr an seiner Seite, kauerte einige Schritt weiter im Gang und wartete wohl auf ein Zeichen, bis er sich nähern würde. Und ginge es nach hasuvar, der Kater würde sich raushalten, denn es mochte zwar sein, dass dieser den Schatten so eindrucksvoll erlegt hatte. Aber wie groß war die verborgene Macht in dieser Bergkatze? Er wusste es nicht und so würde er ihn auch nicht gefährden, hob er die schlanke Hand an, die ein kurzes Zittern zeigte und deutete seinem Gefährten, zurück zu bleiben, während er sich selbst aus seiner Haltung löste.
Sich lautlos zu bewegen, er hatte es früh gelernt. Und so stellte es auch nun kein Problem da, sich geschmeidig über den Boden zu bewegen, in geduckter Haltung. Von der Ecke bis zu einem der steinernen Tische waren es nur zwei große Schritte, nun gut drei, denn auf direkten Weg lauerte eine Falle. So dass er an dieser vorbei glitt. Würde er hinter dem Tisch wieder Schutz finden, den nächsten kleinen Vorstoß wagen können, oder vielleicht auch schon einen Zauber sprechen, dies würde der Moment entscheiden.
Der Falle war er entkommen, auch wenn er dabei recht dicht an einer der Statuen vorbei musste. Einen Blick warf er nicht auf diese, es wäre vielleicht besser gewesen. Denn so sah er nur aus den Augenwinkeln, dass es sich nicht länger um jene schlangenhaften Kreaturen handelte, sondern um Humanoide, die stark an Menschen erinnerten, aber er nahm sich keine Zeit, sie genau zu betrachten. Viel mehr lag sein Blick auf dem noch nichts wissenden Dämonenpaktierer, suchte er doch nach einem Anzeichen, dass ihn jener bemerkt hatte.
Noch ein kleines Stück vor, nur ein wenig, dichter an den Statuen und seine Nase kräuselte sich, lag ein modriger, fauler Gestank in der Luft, ließ ihn fast würgen. Doch er konnte sich beherrschen, schluckte jenen Reflex hinab, schaffte es auch das Husten zu unterdrücken. Ein kleiner Triumph, der doch nicht lange wehrte. Sirren, Metall, welches die Luft zerschnitt, es war seine einzige Warnung und mit einem gewaltigen Satz nach vorne, schaffte er es gerade so, der Axt zu entgehen, die nach ihm geschlagen hatte.
Ein Sprung voller Kraft, hechtete er in einer Rolle über den Boden. Genau in die nächste Falle hinein und ein lauter Gongschlag kündigte nun überdeutlich sein eindringen an, vibrierte der schwarze Boden leicht unter ihm, während ein schriller Ton in seinen Ohren hallte, ihn fast benommen zu Boden schickte, es kostete wohl fast seine völlige Willenskraft sich gegen diesen Ton zu wehren, wieder aufzuspringen.
Augen die sich gehetzt umsahen, denn Rothillions Gestalt wirbelte herum, flatterte der Stoff der schwarzen Robe dabei, wo schon Finger sich zu einer Klauenhaften Geste bewegten, bereit jeden Eindringling mit Magie nieder zu strecken. Und hinter ihm, hinter dem Mondelf bewegte sich jene Gestalt, die ihn angegriffen hatte. Hatte der Mondelf eindeutig falsch gedacht, als er in den Figuren, welche dort aufgereiht waren, nur Statuen gesehen hatte.
Wankende Schritte auf ihn zu, der Geruch von Fäulnis und Verderben. So süß, so bitter und er musste Würgen, allein der Anblick der verzehrten Fratzen, des nun sichtbar herabhängendem Fleisch war genug, um dieses Würgen zu Licht zu bringen. Und während sich die Untoten auf ihn zu bewegten, fing die Welt um Hasuvar Mondflüstern an zu brennen in den schwarzen Flammen der Hölle.

„Elendiger Narr, nun ist die Zeit der Buße gekommen!“ Eine laute Stimme hallte durch den Gang, ließ den Kater zusammenzucken und ein Fauchen entkam dessen Kehle. Zähne die gebleckt wurden, sicher hatte Cairlyn die Anwesung erhalten, zu warten, Stellung zu halten. Aber das Klirren von stahl auf Stahl erklang, das Prasseln von Feuer, der Geruch von Untotem Fleisch, welches sich regte, jedem Gesetz der Natur spottete.
Und so blieb die Anweisung vergessen, wurde einfach ignoriert. Schmiegten sich die Ohren dicht an das sandfarbene Fell des Kopfes, als Cairlyn diese eng anlegte, der mächtige Körper sich spannte und das Fauchen des Katers, einem Angriffsgebrüll gleich durch den langen schwarzen gang hallte. Er hatte sicher nicht solange auf Fürst Mondflüstern geachtet, um diesen nun allein seinem Tod gegenüber stehen zu lassen.

Es brauchte nur eine arkane Silbe, gemurmelt von dem Magier, dessen schwarze Robe, bei jeder Bewegung der Hände und Arme zu knistern schien und die Statuen, oder wohl eher Zombies bewegten sich in einer Geschwindigkeit, die Hasuvar als empörend schnell empfand. Die ihm so bestätigte, dass er hier keinen Spaziergang vor sich hatte und dass diese Kreaturen, wohl mehr Herausforderung waren als er gehofft hatte.
Hoffnung so vergebens. Und doch gab er so einfach nicht auf, selbst als die Körper, es waren sieben an der Zahl ihn einhüllten, sich verwestes Fleisch nach ihm ausstreckte, scharfe Waffen nach ihm schlugen. Viel Platz zum weichen hatte er nicht, brannte um ihn herum ein schwarzes Feuer, lodernde Flammen, die eigen Leben bewiesen, sich förmlich nach ihm Bogen. So heiß, so verzehrend, streckte sich die Glut nach ihm aus, verbrannte Stoff und auch Fleisch, als der Mondelf nicht schnell genug war, seinen Arm nicht sofort zurück zog, weil er einem erneuten Hieb mit der Axt ausweichen musste.
Und hinter all diesem thronte Rothillion, genoss er doch dieses Schauspiel, bewegte die untoten nach seinem Willen, nutzte deren Leiber um den Nachtfalken immer mehr in Richtung des Feuers zu drängen, ihn so in seinen Untergang zu zwingen. Sicher war diese kleine schmächtige Gestalt dort ein geschickter Kämpfer, man hätte es nicht erwartete auf den ersten Blick hin. Aber diese Untoten, ließen sich nicht einfach so zerstören, glitt die Klinge in die Leiber, schmatzend und knirschend, doch sie hielt den Ansturm nicht auf, verlangsamte ihn nicht einmal, als würde sie keinen Schaden anrichten können.
Selbst der eine abgetrennte Arm, bewegte sich wieder über den Boden, griff mit kalter Hand, nach dem Sprunggelenk des Fremden, brachte ihn so zum Stolpern. Noch ein Schlag, noch ein Hieb. Ein finsteres Lächeln umspielte die bleichen Gesichtszüge des Lich. Finger die sich zu einer Geste verformten, wie eine Klaue durch die Luft fuhren und während der Nachtfalke versuchte sein Gleichgewicht wieder zu finden, mit Hilfe des Zweihänders den arm von seinem Sprunggelenk löste, vollführte eine der untoten Kreaturen einen schwungvollen Hieb, der eindeutig tödlich treffen würde.
Tödlich treffen hätte können, wäre es wohl besser formuliert, denn so weit sollte die Kreatur nicht kommen, löste sich aus dem Schwarz der Steine ein heller Schemen, sandfarben und lang. Eine gewaltige Masse die durch den Raum schoss, nicht stoppte und den Zombie unter dem Leib begrub. Klauen und Zähne, die sich durch totes Gewebe schnitten, immer und immer wieder, bis der letzte Widerstand erstarb und nicht mehr als eine gallertartige Masse auf dem Boden übrig geblieben war. Unerwartet dieses Eingreifen, brachte es den untoten Magier zum Zögern, bis die Verblüffung von seinem Gesichtszügen verschwand, sein Lachen durch den Raum erklang, kalt und voller Freude. „Du? Oh welch freudige Fügung, der ehrenvolle Fürst Mondflüstern, nicht mehr als ein Dieb.“ Ja, er hatte den Elf erkannt, denn seit der Wiederkehr Hasuvars nach Cauldron, hatte schon manch einer einen Blick auf die gewaltige Bergkatze werfen können.

Keine Zeit zu leugnen, keine Worte, die es taten. Nur zitternde Finger, die in einer Bewegung das Tuch vor dem Gesicht lösten, das Kinn leicht angehoben, sprach seine Haltung von stolz, trotz der Bedrängnis, der lauernden Gefahr durch den Lich und durch dessen Kreaturen. Tadelte er nicht den Kater an seiner Seite, nein viel mehr zuckten seine Mundwinkel kurz nach oben.

Ich hätte ahnen sollen, dass ich dich nicht zurückhalten kann. Du bist ein Freund.

Vertrauen, es tat gut, beschwichtigte ihn ein wenig. Linderte den Schmerz, die Wut über den Verrat Rothillions. Die Schar um ihn, stand still, sogar die Flammen schienen kleiner zu sein, nur Rothillion bewegte sich, ragte auf, überwältigend und von einer Aura umgeben, die Furcht verbreitete, Angst schürte.
„Ich bin gekommen, ja, doch nicht um zu sterben. Nein es wird Zeit, dass du Reue lernst, Magier.“ Zeit zu bereuen, niemals zu vergeben, es zu vollenden und endlich Ruhe zu finden. Aber ein Lich kannte keine Reue, bat nicht um Vergebung und so auf einen Handwink hin, bewegten sich die übrigen Gestalten um Hasuvar wieder, nahm der Elf seinen Tanz gegen jene Wesen wieder auf, doch nicht mehr allen, denn der Kater blieb an seiner Seite.
Das Schauspiel, welches sich ihm da bot, es war auf bizarre Weise faszinierend. Ein Wirbel aus kalten Stahl und Magie, der schlanke Elf, der sich in perfekter Harmonie bewegte, jeder Stich, jeder Hieb, genau und keiner ging fehl. Das Raunen von Magie, Knistern der Macht in der Luft und bald erkannte Rothillion, auf welche Art und Weise der Elf kämpfte, auf welche besondere Weise Zauber um Zauber hervortrat. Er kannte die Zauber, welche seine Untoten mit Feuer versenkten, die seine Geschöpfe dezimierten. Doch ihre Art sie zu sprechen war selbst dem Lich fremd. Noch nie hatte er jemanden die Kunst über eine Klinge führen sehen, noch nie jemand gesehen der es so verstand, seine Sprüche, die Gesten in seinen Kampfstil mit einfließen zu lassen. Eine tragische Melodie des Todes für seine Wesen.
Genug davon und aufgebracht griff er nach einer der Flaschen, in denen sich der Nebel kräuselte, in der gelbe Augen verlangend aufblitzten. „Hol dir die Katze, mein Diener, hol sie dir.“ Flog die Flasche in hohen Bogen durch die Luft, bis dicht vor den Kater wo sie klirrend auf dem Boden aufkam, das Glas in hunderte von Scherben zersprang.

Schwarzer Nebel, der sich formte, sich auszubreiten schien und in Richtung der Flammen wanderte. Konnte hier auch eine andere Farbe herrschen, etwas anderes als Schwarz, dieses alles verschlingende und verzehrende Etwas? Die Dunkelheit und die Finsternis, sie waren hier, an diesem Ort, ruhten mit lauernden Krallen und jede andere Farbe, sie wäre wohl nur Hohn gewesen. Soviel war sich hasuvar bewusst.
Spannte sich sein schmaler Leib noch etwas mehr, während die Klinge in seiner Hand sich tief in den Brustkorb des Zombies bohrte. Sie würde ein klaffendes Loch hinterlassen, aber er wusste es war nicht genug. Diese Untoten machten ihren Namen alle Ehre und so stieß der Mondelf eine leise Silbe aus, raunte sie, während seine Finger sich ein wenig anders um den Griff der Hofklinge legten. Runen die aufblitzten, im blauen, hellen Schein, vibrierende Luft, stockender Atem und schließlich der Gestank von faulem Fleisch, das brannte. Wand sich der untote Körper, zuckte, während das faulige Fleisch durch den Blitz, der durch das Schwert floss, zu Asche zerfiel.
Fast wäre ihm der Moment, den er benötigt hatte, zum Verhängnis geworden, wich er nur knapp den klauenartigen Fingern aus, welche nach ihm griffen, den Stoff seines Umhanges streiften und widerwärtigen Schleim auf diesem hinterließen. Gestank, der in seinen Lungen brannte und er wich einen Schritt zurück, riss das Schwert hoch, als schon Stahl auf Stahl traf, der Laut durch die Kammer klirrte. Eine kleine Drehung seiner Handgelenke, sie war genüge um den nächsten Zauber zu weben und an sich wäre hasuvar wohl spielend mit den Zombies fertig geworden, jetzt wo er eine Taktik entwickelt hatte. Aber da lauerte noch so viel mehr.
Mittlerweile nahm der schwarze Nebel Form an, schien zu einem Klumpen zu wachsen, Tentakelartige Fänge, die umher zischten, die nach cairlyn schlugen. Hier und dort nur wie Schatten gleich, ohne in der Lage zu sein berühren zu können, oder berührt zu werden. Doch ging von diesen Schatten eisige Kälte aus und als eine der Tentakeln, den Kater strich, gab dieser einen gequälten laut von sich, ein lautes Fiepen, welches sich tief in Hasuvars Herz bohrte, dort unerbittlich zuschlug, als wolle es ihm das Herz zerfetzen.

Cairlyn, nein!

Doch helfen konnte er nicht, auch wenn er angespornt durch diesen Klagelaut, seinen Weg bahnte, schlicht die hacken aneinander schlug, als die übrigen Untoten, ihm den weg versperrten, so dass sein Körper verschwand, hinter der Mauer aus Feinden erst wieder auftauchte, so konnte er dem Kater nicht zur Hilfe eilen, musste beobachten, wie der entstellte Klumpen immer größer wurde, sich von dem Flammen des Feuers weiter nährte und unaufhaltsam auf den Kater zu rollte, denn er Hasuvar Mondflüstern, hatte ein ganz anderes Problem.
Zitternde Glieder, stockender Atem, perlten feine Schweißtropfen, das bleiche Gesicht hinab, während der Mondelf versuchte einen Krampf zu bekämpfen. Jeder Atemzug brannte, jede Bewegung schien unmöglich geworden. Gleich der Zombies und deren Waffen, die sich wieder auf ihn zu bewegten, sank der Elf fast auf die Knie, ließ mit einer Hand den Zweihänder los, dessen Blatt zu Boden sank, dort ruhte. Brauchte er doch die Hand um sie gegen seinen Bauch zu drücken und schließlich war der Schmerz so gewaltig, dass er schrie. Vermischte sich sein Schrei mit dem lauten Lachen des Lichs.

Schmerzen. Die Welt bestand aus ihnen, aus jenen Gefühlen, die einem den Atem raubten, die einen zwangen sich ihnen zu ergeben und zu leiden. Unrein. Hinweggeschwemmt von der Flut des Nichts, ertrank er in der dunklen Masse, als sich zusätzlich eine Tentakel um ihn schlang, auf das seine Seele erfror. Verklärte Atemzüge in der Stille. Aufgebrochene Wunden, aus denen rotes Blut hervor tritt, dunklen Stoff färbt und doch ungesehen bleibt. Und die Zeit bleibt stehen, einen Moment in dem sogar die Welt ihren Atem anhält und doch rieseln die Sandkörner weiter hinab, denn die Welt wird sich immer drehen, egal der Verluste, die geschehen. Zeit schwindet dahin. Zitternde Körper, Hände greifen nach ihm.
Verhallende Schreie.

Man sollte meinen, Jemand wie er, der den Schmerz Jahre lang gekostet hatte, solle ihn besser vertragen. Und doch hatte ihn der magische Schmerz beherrscht, war es nur dem Kater zu verdanken, der sich wieder gefangen hatte, dass er noch am leben war. Prallte der schwere, sandfarbene Leib gegen den Untoten, der schon gierig seine Hände nach Hasuvar ausgestreckt hatte, balgte sich auf dem Boden verwestes Fleisch, mit der Kraft der Bergkatze, die doch schwächer schien.
Fauchen und Zischen, schlang sich die Tentakel enger um ihn, brachte ihn fast zum Wimmern, hörte er immer noch das kalte lachen an sein Ohr dringen und die Augen des Mondelfen schlossen sich. sanken die Lider schwer herab.

Warum bist du nicht zurückgekommen, warum hast du mich verlassen?

Ich wollte es Kelsey, es war Rothillions Schuld. Er hat mich verraten.

Verräter.

Heißer Zorn, flammende Wut die durch ihn ging, ihn dazu brachte seinen Willen nicht einfach fort zu werfen, nicht einfach aufzugeben. Er hatte versprochen zurück zukehren, wollte noch zeit mit seinem Jungen verbringen. Wehren er musste sich wehren, gegen diese Rune der Macht, die Ursache der Schmerzen. Und ein heißeres Knurren erklang, nicht von Cairlyn, der immer noch Zähen und Klauen nutzte um ihn zu schützen, nein von ihm selbst und endlich, endlich konnte er sich wieder regen, festigte sich der Griff seiner hand um die Parierstange des Schweres, funkelnde Runen, Blutstropfen die nach mehr gierten.
Ein Hunger, der seinen Geist erfasste, ließ er es zu ließ sich lenken. Mehr, mehr, räche dich, hole dir wonach es mir verlangt. Und schließlich glitt funkelndes Metall schlicht durch die Tentakel, perlte einer der Blutstropfen hinab, während der Klumpen zuckte, landete jene rote Flüssigkeit auf dem Boden, direkt neben der abgetrennten Tentakel.
Gelächter das verstummte, denn helles Licht breitete sich aus der Wunde des Klumpen artigen Wesens aus und kurz darauf durch den ganzen Raum. So hell, so rein, blendete es jedes Auge, zwang sie, diese zu schließen, egal ob Elf, ob Kater oder Lich.

Und schließlich als das Licht wieder verblasste, das fahle Leuchten alles war was übrig blieb, öffnete Hasuvar vorsichtig seine Augen, nur um zurück zu zucken. Er hatte viel erwartet, so viel. Ja dass dieses Ding da tot war, dass die übrigen Zombies ihr Dasein beendet hatten, aber nicht mit Rothillion, der einem schrecklichen Alptraum gleich, nun direkt vor ihm  ihm aufragte. Sah der Mondelf mit geweiteten Augen auf, hinein in den Blick der so düster und schwarz war, wie es nur ein tiefer Abgrund der Hölle sein konnte.
„Du wirst büßen!“ Kalte geraunte Worte, zischelnd an sein Ohr dringend und ein eisiger Schauer rann seinen Rücken hinab, griff Furcht nach seinem Herz, als er die unnatürliche Aura des Lichs spürte, die Panik, die dieser verbreitete, ihn immer umgab. Ein Schlucken, konnte den Kloß in seinem Hals nicht lösen und die Angst wollte, dass er zurückwich, wollte dass er floh. Allein das Verlangen des Schwertes hielt ihn aufrecht.
Die silbernen Sprenkel in den türkisen Augen waren geweitet, beanspruchten fast die ganze Fläche der Regenbogenhaut. Silbernes Funkeln, auf dem sich die Hände des Magiers spiegelten, die jede noch so kleine Bewegung reflektierten. Spielerisch glitten die Finger durch die Luft, jene Finger die schon kurz zuvor die Rune des Schmerzes über Hasuvar gebracht hatte, doch nun war es eine andere Macht, todbringend, keinen Zweifel hegte der Mondelf, der zurück zuckte, als die Hand schon einer Schlange gleich vorschoss.
„Tod!“
Sich verkrampfende Muskeln, ein heißeres Ächzen. „Sterben kleiner Elf kann ich schon lange nicht mehr, doch nun wirst du es tun.“ Zog sich die Hand zurück und die bisher weit aufgerissenen Augen fingen an sich zu trüben, verlosch ihr Glanz.

Sterben, sterben kann ich nicht, denn ich bin herzlos.

Blut, das nach mehr dürstete, Blut das schrie, in seinem Geist wieder hallte. Immer lauter, bis er glaubte er müsse unter diesem Schrei zerbrechen. Doch diesmal konnte er sich nicht wehren, konnte nicht bestehen und der Elf stolperte einen einzelnen Schritt nach vorne, genau in die wartenden Arme Rothillions.



Stillschweigend, Stille in der Dunkelheit

Balanciere ich am Rande des Abgrunds

Ein Schritt fehl und ich falle


Eisiger Hauch, lässt mich taumeln

Zu meiner Rechten eine Wand aus Flammen,

zu meiner Linken klaffende Tiefe


Das Schwert in meiner Hand

Ein Schritt fehl und ich falle

Schmerz zerrt an mir


Dunkelheit bricht ein, Verharre, halte Stand

Gefangen in dem einen Augenblick

der alles zum Stillstand brachte


Schwärze, als das Feuer brennt

So nah und doch wähle ich die Flammen

Gewagter Akt verzweifelt


Will mich in jene Stürzen

Doch als ich falle

Ist es der Abgrund, der mich erwartet
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