Quifanu Dunkles Herz

GeschichteDrama / P16 Slash
05.09.2006
14.10.2009
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So endlich *ächz*
Wie ich Viren liebe *grmml* erst bringen sie den PC zum Absturz, übernehmen die Herrschaft so dass sich jener nicht mehr hochfahren lässt und wenn man dann endlich irgendwann wen findet der versucht den PC, samt Dateien zu retten, muss natürlich alles was man geschrieben hat weg sein.
Eigentlich wollte ich alles hinwerfen, weil noch mal schreiben, naja
Aber das habe ich dann doch nicht über mich gebracht, auch wenn es mir schwer viel gerade das Anfangskapitel hier noch mal zu schreiben.

Ein herzliches Dank für alle Reviews.
Und wie schon erkant, war der Prolog ein Blick in die Zukunft, also lasst uns mal sehen was die Vergangenheit bringt

Gruß Eldaeion















Einige Tage zuvor




Jeden Tag erwache ich. Mal im Glanz des Mondes, mal im Schein der Sonne. Tag, Nacht keine Bedeutung. Denn jedes Mal ist es das gleiche. Suche die Schatten, die Dunkelheit um mich zu verbergen, vor des Mondesglanz oder der Sonnen Schein.
Es kommt mir unwirklich vor. Fast wie ein Traum, dunkel und düster. Ist es mein Alptraum der mich begleitet auf steinigem Pfade, egal ob des Nachts oder des Tages, denn schon lange, ist er wahr geworden. Schreie, von meinen Lippen, die schon lange niemand mehr hört. Schreie, die stumm geworden sind. Denn all an den vergangenen Tagen war niemand da. Bin ich einsam, wenn auch unter Menschen.
Doch ich werde nicht nachgeben. Keine Tränen vergießen. Tränen, so sagt man, erleichtern, doch was wenn all die Tränen nie vergossen werden, schon längst versiegt sind, auf immer?









Man konnte sicher nicht sagen, dass Cauldron eine kleine Stadt war. Natürlich im Vergleich zu solchen Städten wie Tiefwasser oder Luskan, war sie nichts besonderes, doch hier fern von jenen Orten, gab es nicht viel Größeres. Und doch, aus der Ferne war Cauldron kaum zu erblicken. Der Sonnenelf wäre sicher an dieser Stadt vorbeigelaufen, wäre da nicht die eine Straße, welche zielgerecht den steilen Hang nach oben führte. Hindurch durch den dichten Wald, bis die Bäume immer spärlicher wurden und der Weg, durch eine unwirkliche Felsenlandschaft wanderte.
Nun da Loririon die zerklüfteten Felsen ebenfalls hinter sich ließ und endlich den Hang erklommen hatte, da konnte er auch jene Stadt sehen. Ja Cauldron, kein anderer Name hätte wohl besser zu dieser Stadt gepasst und wie einige Male zuvor fragte sich der goldhaarige Sonnenelf, wie man nur eine Stadt in dem Krater eines einst ausgebrochenen Vulkanes bauen konnte.
Nicht dass noch irgendwas darauf hindeutete, dass es jemals wieder einen neuen Ausbruch an diesem Ort geben würde. Viel mehr, hatte sich im Laufe der Jahre, sogar ein See ganz unten im Krater gebildet. Und genau von diesem See stieg an jenem Abend, an dem sich die Sonne schon anfing hinter dem Horizont zu verbergen, Nebelschwaden auf. Nebel, der langsam hinauf wanderte und Loririon den Eintrug gab, er würde nicht hinab auf eine Stadt sehen, viel mehr in einen rauchenden Magierkessel. Wäre er abergläubig wie viele der Menschen, hätte er es wohl als Böses Omen angesehen, ein Hexenkessel. Als wäre diese Stadt im Bösen versunken. Doch über solche Gedanken konnte der hochgewachsene Sonnenelf nur Lächeln.

Die Straße, auf welcher er schritt schlängelte sich anscheinend quer durch die Häuserreihen, bis hinab ans Seeufer. Doch soweit nach unten wollte der Sonnenelf gar nicht gelangen, viel mehr stand es ihm danach ein nicht zu herunter gekommenes Gasthaus zu finden, um über Nacht eine Bleibe zu finden. Eine einzige Nacht, nicht mehr Zeit würde er an diesem Ort verbringen, denn nichts an Cauldron schien auch nur entfernt dem zu entsprechen was er suchte.

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Das Kinn auf eine der schlanken, aber recht großen Hände gestützt, dabei den Kopf ein wenig nach unten geneigt, so dass ihm die blauschwarzen Haare wie ein Vorhang hinabfielen, jene Gesichtszüge verbargen, die man vielleicht noch hätte sehen können unter dem dunklen Stoff seiner Kapuze. Jeder flüchtige Beobachter hätte ihn wohl für ihn Gedanken versunken gehalten und seine linke Hand, mit deren Finger, er immer wieder gegen den halbvollen Weinkelch stieß, unterstrich genau diesen Eindruck.
Doch weit zurückgezogen, in das hinterste und eindeutig dunkelste Eck beachtete niemand, die große hagere Gestalt, welche sich auf dem schlichten Holzstuhl zusammenkauerte. Es schien als wolle er noch mehr eins werden mit den Schatten und dank des schwarzen Mantels, gelang es ihm auch beinahe.
Eigentlich hatte er diesen Ort schon vor geraumer Zeit verlassen wollen, doch nun saß er noch immer hier. Der gleiche Grund der Kelsey davon abgehalten hatte zu gehen, war auch der gleiche warum ihn niemand beachtete, keiner bemerkte, dass er gar nicht so in Gedanken versunken war wie er vorgab. Viel mehr sah er alles aus den Augenwinkeln, hatte jeden der Anwesenden prüfend studiert, bis er sich sicher sein konnte, nicht auf Böse Überraschungen oder gar ungeahnte Gefahren zu treffen.
Nicht sehr oft hatte er es einfach und dennoch seit dem die morsche Holztür gerade in dem Moment aufgestoßen worden war, an dem er gehen wollte, hatte Kelsey von keinem mehr Beachtung geschenkt bekommen. Augen und mittlerweile auch Ohren waren völlig auf den fremden Elfen gerichtet.
Zu Fragen, wer dieser Fremde goldhaarige Elf nun war und warum er das Gasthaus zum "blubbernden Kessel" aufsuchte, war es noch nicht gekommen. Nein es war einer jener Augenblicke, wo die sonst so redseligen und vor allem neugierigen Bewohner Cauldrons in Schweigen gehüllt waren und es vorzogen dem Gesang des Sonnenelfen zu lauschen.
Viel konnte Kelsey von seinem Sitzpunkt nicht von jenem Fremden erkennen, viel zu viel Menschen drängten sich vor ihn. Auch wenn keiner es wagte ihm zu nahe zu kommen, denn so einladend die Lieder des Sonnenelfen auch sein mochten, sein Blick, seine Ausstrahlung von unnahbarer Schönheit und Kühle, ließen die Menschen respektvollen Abstand halten.
Das was er von jenem Barden nun für Kelsey zu sehen war, es könnte sich nicht mehr von ihm unterscheiden.
Kelsey hatte schon von der Schönheit und der unirdischen Anmut der Sonnenelfen gehört und meist jene als Spinnerei abgetan. Nur noch wenige Sonnenelfen gab es in den Reichen und noch weniger verirrten sich nach Cauldron, so dass jener Barde der erste war den er erblickte. Und er musste eingestehen, dass doch mehr an den Gerüchten dran war, als er bis jetzt gedacht hatte.
Der Fremde war etwas mehr als 6 Fuß groß und somit doch ein Stück kleiner als Kelsey, soweit er es eben einschätzen konnte. Der Schein des Feuers ließ bronzene Haut noch exotischer wirken, fast wie ein See aus flüssigen Gold, voller Facetten und Schattierungen und doch waren die Gesichtszüge scharf, ungewöhnlich feingeschnitten, zum größten Teil unter den langen golden blonde Haare verborgen. Wundervoll, enganliegende Kleidung im kühlem Blau und Silber, betonten die Figur des Elfen und die reiche Verzierung dieser Kleidung, die aus Goldfäden bestehen zu schien, ließ Kelsey sich wundern, dass keine der Diebesbanden außerhalb der Straße, über den Barden her gefallen war.
Stirn kräuselnd blieb Kelsey genau an diesem Gedanken hängen, es war nicht typisch vielleicht setze der Krieg zwischen den Gilden, doch mehr der Wachsamkeit der Diebe zu, so dass der Elf einfach zwischen den verschiedenen Posten hindurch geschlüpft war. Nun denn er konnte sich auch später seinen Kopf darüber zerbrechen, wenn er überhaupt Interesse daran fand. Momentan zog er es vor seinen Wein zu genießen und den Klängen des Barden lauschen, über den er sich eigentlich Gedanken zu machen hatte.
Die Zeit zog sich dahin, erfüllt von Gesang, der überging zu Geschichten, sich wieder zu Gesang wandelte. Es waren die ersten Stunden seid langem, die so an ihm vorbeizogen, dass Kelsey sie nicht mehr einschätzen konnte.

" Auf dass jeder den Mut finde und seine Stimme erhebt,
Lieder vertreiben Sorgen, Kummer und Schmerz.
Von feinen Noten traurige Gemüter zu Freude belebt.
Um all dies zu finden öffnet euer Herz."


Doch irgendwann verstummt auch ein Barde. Der Oberkörper des Sonnenelfen kippte regelrecht vor, nach den letzten Zeilen des Liedes, so als würde dieser mehr als nur erschöpft sein, doch es war nicht mehr als ein Schauspiel, den in einer anmutenden Bewegung fing er sich wieder ab, um eine gekonnte Verbeugung zu vollführen. Eine Bewegung, welche so präzise war, dass er sie wohl schon oft vollführt hatte. Und erst dann als er sich wieder aufgerichtet hatte, den Kopf leicht geneigt, kam Leben in das Publikum und so manche überschlugen sich in ihren Lobpreisungen über die Kunst des Elfen.
Laute Gemurmel, Kelseys Meinung viel zu laut und wohl auch die Meinung des Elfen, denn im Gegensatz zu den menschlichen Barden die er kannte, zog sich jener recht schnell zurück, ohne an den Gerüchten und Geschichten der Einwohner Cauldrons teilzunehmen. Vielleicht waren sie ihm schlicht auch zu bizarr, denn im Hexenkessel gab es eins zu Haufe, Gerüchte. Und sie schienen mit jenem Tag fantastischer zu werden.
Nicht lange lauschte Kelsey jenen Geschichten, auch wenn sie immer mehr ausgeschmückt worden, so blieben sie im Grunde doch die Gleichen. Eben erst hatten sie über das angebliche Monster im See gesprochen, nur um wie so oft darauf auf den Dämonen der durch Cauldrons Straßen geistern sollte zu diskutieren.
Früher hatte Kelsey die Geschichte des Dämonen amüsiert, mittlerweile konnte er sie nicht mehr hören. So erhob er sich ruckartig, nicht in der Stimmung, dem Geschwätz weiter acht zu geben. Viel zu sehr hatten ihn die Lieder des Barden eingehüllt, in einen dichten Mantel aus Zufriedenheit und einer ihm recht fremden Ruhe. Ein paar Münzen landeten klimpernd auf dem kleinen, alten Tisch und mit einer gewohnten Geste zog er seinen Umhang enger um sich, um völlig die schwarze Gestalt zu werden, welche er schon vor so langer Zeit geworden war.
Bei seiner Größe war es eigentlich ein Wunder, dass kaum jemand von ihm Notiz nahm. Doch er hatte gelernt, förmlich mit den Schatten zu verschmelzen auch in solcher Menschenmasse kaum gesehen zu werden. Und es war besser so, bei zu genauem hinsehen hätte ein Anderer sonst, doch noch die Eigenschaften an Kelsey entdecken können, welcher dieser zu verbergen versuchte.
Das Gemurmel der Menschen, das Knistern des Feuers und sonstige Laute verfolgten ihn nach draußen und in den paar Schritten, welche er getan hatte, musste Kelsey feststellen, dass eines der Weingläser wohl zuviel gewesen waren. Der Raum, durch den er Schritt neigte sich unnatürlich und ihm war es schwerer als sonst gefallen, seine Schritte lautlos zu setzen. Doch kaum schloss sich die Tür hinter ihn, war es die abendliche Kälte, die seine leichte Benommenheit durchbrach.
Auch wenn es erst Herbst war und den ganzen Tag man die Sonne hatte sehen können, so war es überraschend kühl geworden und dank des Sees war der Nebel, welcher Cauldron umgab noch dichter geworden. Sein Atem wurde sichtbar, jedes Mal wenn er tief ausatmete, um der Kühle mehr Platz zu machen, auf dass sie jenes Warme Gefühl, welches sich wie ein Schleier um ihn gelegt hatte vertrieb.
Noch war die Nacht nicht einmal zur Hälfte vorbei und das war auch gut so, er hatte Pflichten zu erledigen und auch wenn er sie nicht als schwer ansah, erforderten sie ein gewisses Maß an Zeitaufwand. So dass seine Schritte ihn fortführten vom Hexenkessel, fort von den unnützen Gedanken, welche er sich immer noch um diesen Elfen machte. Wieso konnte er ihn nicht schlicht vergessen?

Doch um sich wirklich den Kopf darüber zu zerbrechen, dazu sollte Kelsey keine Gelegenheit mehr haben. Ohne ihm Zeit zu lassen schoss eine Hand aus dem dunkeln in seinen weg und auch wenn er versuchte noch auszuweichen, blieb ihm kaum mehr als die dunklen Augen verblüfft aufzureißen und den Ansatz einer Ausweichbewegung zu zeigen, die nicht reichen sollte. Unsanft packte ihn eine Hand am Kragen, zerrte am schwarzen Stoff um ihn so in die düstere Gasse zu ziehen, welche er eh als seinen Weg gewählt hatte.
Stechender Schmerz, als ihm die Luft aus den Lungen gedrückt wurde und er hart mit seinem Rücken gegen die Wand stieß, jeden einzelnen spitzen Stein zu glauben fühlte. Und dann konnte er aus den Augenwinkeln, in welche sich rote Punkte gestohlen hatten, etwas helles Aufblitzen sehen. So als würde Metall, in dem wenigen Mondlicht, das durch den Nebel drang, funkeln. Egal was es war, es bewegte sich auf ihn zu, eindeutig mit tödlicher Genauigkeit auf sein Herz gerichtet.


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Leise summend sah sich der Sonnenelf in dem Zimmer zu, das der Wirt ihm zugewiesen hatte. Es befand sich im obersten Stockwerk des Gasthauses und wahrscheinlich bot es ihm dennoch kaum Ausblick, nur das lange flache Dach würde er bewundern können, da einige umstehende Häuser schlicht höher waren. Die Stirn leicht in Falten gelegt, glitt sein Blick über das spärliche Mobiliar, bestehend aus einer Truhe, wo er Platz für seine Habseeligkeiten fand, einem Regal und eben dem Bett. Nun was sollte es, er war auf seinen Reisen schon in schlimmeren untergekommen und zu bezahlen hatte er für dieses Zimmer auch nicht. Eine kleine Dankbarkeit für den Gesang, welchen er geliefert hatte. Auch nichts was ihn überraschte, es war meist so, dass er umsonst sang und dafür kostenlose Unterkunft erhielt.
Weiter glitt sein Blick bis zum dem einfachen Spiegel und mit leisen, federnden Schritten trat er an diesen heran. Das milchige Glas, konnte im Schein der kleinen Kerze welche er entzündet hatte kaum sein Spiegelbild wiedergeben. Viel mehr schien es eine verzerrte Gestalt zu sein, bestehend aus Gold und Kupfer welcher er dort erblickte und missmutig verzogen sich seine Gesichtszüge, während er leicht prüfend den Kopf zur Seite neigte, nachdenklich die farblichen Spiele des Lichtes betrachtete. Im Gegensatz zu seiner Angewohnheit, hatte er an dem Abend die Ruhe gesucht. Nun ja die Reise war lang gewesen. Noch dazu lauerte ihm nicht jeden tag eine Diebesbande auf und ein noch missmutigeres Flackern ging durch seine hellen Augen. Doch schnell erlosch es wieder, trug er all seine Habseeligkeiten schließlich noch bei sich. Und noch mehr als er vor dieser Begegnung noch besessen hatte.
Langsam, mit einer anmutenden Bewegung hob er die Hand an um mit den Fingerspitzen das kühle Glas des Spiegels zu berühren. Gedankenverloren zog er die Züge nach, die er glaubte in den Reflektionen zu erkennen und fast hätte er sich wohl darin verloren, wenn nicht eine dunkle Reflektion, die nicht in diesen Spiegel gehörte ihn aufmerksam werden ließ.
Recht schnell war das Licht der Kerze gelöscht, er brauchte es nicht um dank des spärlichen Mondlichts genug zu sehen.
Leise schlich der Sonnenelf in Richtung des Fensters, leicht geduckt. Was bei Corellon ging da draußen vor? Oder war der Schatten den er geglaubt hatte zu sehen, nur eine Täuschung seiner Sinne gewesen? Nein daran glaubte er sicher nicht und ein Knarren, das er hören konnte bestätigte es zudem. An die Wand gepresst wagte er es schließlich den Kopf leicht zu bewegen, so dass er durch das Glas des Fenster spähen konnte, doch nichts war zu erkennen und seine Lippen formten einen lautlosen Fluch. An sich konnte er das alles ignorieren, er glaubte nicht, dass irgendwer ihn ausrauben wollte und wenn doch, er hatte genügend Zauber um diesen Raum zu schützen.
Doch um einfach auf den nächsten Morgen abzuwarten war der Barde zu neugierig. Vielleicht hatte er sich geirrt und am Ende würde er doch noch Inspiration zu einem neuen Lied finden. Allein der Gedanke, ließ ihn handeln und so leise wie eben dieses alte Fenster es zuließ öffnete er es nach innen, genauso weit, wie er Platz benötigte um sich nach draußen zu schlängeln. Zusammengekauert auf dem Sims des Fensters, so klein wie möglich, dass ihm die Schatten und der Nebel noch mehr Tarnung gaben.
Und ob er sich nicht geirrt hatte, einige Fuß vor ihm, am Rande des Daches befand sich eine Gestalt in einen Halbumhang gekleidet, wie der Sonnenelf zusammengekauert und den Blick auf die Straße gerichtet. Dem Schein nach war Loririon also nicht bemerkt worden und ein wenig streckte sich der schlanke Sonnenelf, um vielleicht auch einen Blick auf die Straße zu werfen, doch recht schnell zog er sich wieder zurück, da jene Gestalt anfing eine Armbrust zu spannen.


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Umringt von vier Personen, alle in den selben schwarzen Halbumhängen gekleidet, erkannte Kelsey in jenem Moment, in den unausweichlich der Dolch sich in Richtung seines Herzens bewegte, dass er wie ein Narr in die Falle der Schattengilde gelaufen war. Ein Atemzug blieb ihn, der so unheimlich schwer war, aufgrund des Armes der sich auf seine Kehle drückte, ihn so gegen die Wand presste: ´ Oh Kelsey was für ein dummer Narr du doch bist, dich so vom Gesang eines Barden einhüllen zu lassen, dass du nun sterben wirst! `
Immer näher kam der Dolch und eigentlich müsste er wohl treffen, doch es war nicht seine Art sich solchen Dingen zu fügen. Schicksal, um daran zu sterben, müsste er an es glauben. Und woher er die Reflexe, die Kraft dazu hatte wusste er selbst nicht. Es gelang ihm die Hand abzufangen, nur knapp bevor sich der Dolch in seine Haut fraß und sein Blut schmeckte. Ein kurzer Ruck ein ungläubiges Keuchen des Fremden, reichten Kelsey um zu reagieren. Denken leitete ihn nicht, allein die Reflexe eines Kriegers und eine unglaubliche Wut auf sich selbst, die er in Hass schürte, Hass der Verlangte jene Fremde zu töten, für ihren lächerlichen Versuch.
Ein Herzschlag, der unübertonbar laut zwischen seinen Ohren pochte, so laut, dass er glaubte jeder der umstehenden müsste ihn gehört haben. Doch alles was diese hörten war das hässliche Knacken eines Knochens, der Schrei des Mannes der dieses Knacken schließlich übertönte und noch bevor sie wirklich ihre Waffen gezogen hatten, um dort weiter zu machen, wo ihr Kamerad versagt hatte, schien Kelsey zu explodieren. Er nahm kaum noch zur Kenntnis, dass jener laut der ihm entwichen war, sich nach einem Knurren angehört hatte. Denn schon hatte er sich schwungvoll von der Mauer abgestoßen und den unglückseligen Menschen einfach mit sich gerissen, nur um diesen dann schwungvoll von sich zu stoßen.
Dann erst kam Leben in die anderen Gegner und fast zeitgleich mit ihm hatten sie ihre Waffen gezogen. Der Zorn ließ ihn weitertoben und wie ein Sturm ging er auf den ersten Menschen los. Zweifelsohne der Assasine hatte sein Geschick um Schlägen und anderen Angriffen zu entgehen, doch für den rasenden Rausch kelseys war auch er nicht schnell genug. Das Kurzschwert wurde schlicht zur Seite gefegt und der Mensch gegen die Wand geschleudert, so dass ihm die Luft aus den Lungen gepresst wurde. Während er noch zu Boden sank, fühlte er wie ein stechender Scherz seinen hals durchzuckte und dann entkam ihn nicht mehr als ein Gurgeln, während seine Hände ungläubig den Griff des Wurfdolches umfassten.
Die anderen beiden, schluckten, doch weichen wollten sie nicht, noch nicht schließlich waren da oben auf dem Dach Armbrustschützen positioniert und der tobende Tiefling hatte sie sicherlich noch nicht bemerkt. So wichen sie zurück, darauf bedacht einzig und allein auszuweichen.
Ein schmerzvolles Aufkeuchen unterbrach das weitere Knurren Kelsey und kurz darauf herrschte Stille, bis ein dumpfer Aufschlag erfolgte, da ein Körper plump zu Boden fiel. Aber es war nicht wie erhofft Kelsey, durchbohrt von einigen Bolzen, viel mehr war da ein menschlicher Körper vom Dach hinab in die Tiefe gestürzt und ein zweiter sollte folgen.


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Anmutig einer Katze gleich landete Loririon neben dem toten Körper. Was wirklich vor sich ging hatte der Sonnenelf nicht verstanden, hatte er nur gesehen dass dies irgendwelche gesetzlose waren, die sich anscheinend nicht einmal getrauten einen einzelnen Mann anzugreifen und viel mehr in einer Gruppe angriffen. Nun wo er einige Momente das toben des Fremden, dessen Gesichtszüge genau wie die der anderen unter einer Kapuze verborgen waren, beobachten konnte, verstand er diesen Grund.
Die beiden übrig gebliebenen Hieben und stachen nach Kelsey und es schien unausweichlich, dass früher oder später wenigstens einer dessen Deckung durchbrechen würde. Doch dieser Schien geschickt genug, um sich durch drehen und wenden, einigen Sprüngen immer wieder aus den Reichweiten der Kurzschwerter zu bringen und selbst während dessen mit seinem eigenem Langschwert Treffer zu erlangen.
Eine Drehung zu knapp, der Oberkörper nicht schnell genug zurückgezogen und helles Blut benetzte eines der Kurzschwerter, doch dies schien Kelsey nur noch mehr in Rage zu versetzen und mehr Kraft lag im nächsten Schlag der das Schwert welches ihn eben och verletzt hatte zur Seite fegte, mit der anderen Hand hatte er mittlerweile einen Dolch gezogen, welcher nun den Weg an die kehle des Mannes fand und sie feinsäuberlich durchtrennte, eine Bewegung die so geübt aussah, dass er sie sicherlich schon oft vollführt hatte.
Ein ganz großes Nachteil hatte Kelseys wüten, der auf diese Kunst sicherlich nicht stolz war, er vergaß zu oft das was um ihn herum geschah, so dass er auch nicht den Sonnenelfen wahrnahm, dessen Augenbraue recht weit nach oben wanderte, so als wolle sie mit den goldenen Haaren verschmelzen. Es war nicht die Brutalität welche Loririon so reagieren ließ, viel mehr eine Kleinigkeit die er an Kelsey erspäht hatte. Zwischen Umhang und Gestalt des Kämpfers bewegte sich etwas. Verrutscht vom Kampf hatte der Umhang nun Sicht auf jenes gegeben was er eigentlich verbergen sollte und Loririon war sich gar nicht mehr so sicher dem richtigen geholfen zu haben, während sein Blick sich auf den sich rekelnden Teufelsschwanz heftete.
Der übrig gebliebene Schattendieb sprang nach hinten, schwang sein Schwert in einem hohen tödlichen Hieb. Doch Kelsey tauchte schlicht hinab, in dem er sich auf die Knie schmiss, in einer Schnelligkeit, welcher man einer solch großen Kreatur nicht zutraute, kam er wieder auf die Beine und war dichter an seinem Gegner, als dieser ihn lassen wollte und ein weiteres mal fand ein tödlicher Schlag seinen Weg.
Kaum nach Atem ringend, wurden seine Gedanken ein wenig klarer, machten ihn darauf aufmerksam, dass da immer noch der erste Feind war, der dem er die Hand gebrochen hatte und eilig wirbelte Kelsey herum. Doch der, hatte sich schon längst aus dem Staub gemacht, als er das Schicksal seiner Kameraden gesehen hatte und der erste Armbrustschütze tot vom Dach fiel.
So war das was er erblickte, blausilberne Augen die ihn kritisch musterten, deren goldene Sprenkel sich kurz verengten als der Blick des Sonnenelf ihn durchbohrte.
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