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Quifanu Dunkles Herz

GeschichteDrama / P16 Slash
05.09.2006
14.10.2009
36
192.727
 
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05.09.2006 5.487
 
Die Luft wurde aus seiner Lunge gepresst und das Wasser drang in seine Nase und seinen Mund ein. Er musste Husten und Würgen, wobei nur noch mehr Wasser seine Atemwege belagerte. Fester und fester wurde der Druck um sein Bein, während sein Körper durch das tiefe klare Wasser glitt. Nirgendwo fand er halt um sich gegen diesen Zug zu stemmen. Verzweifelt wand sich der schlanke Sonnenelf, versuchte sich aus dem Griff zu befreien. Loririon trat sogar mit dem freien Bein zu, aber keine Reaktion, wie denn auch, denn seine Kraft wurde durch das Wasser abgebremst, so dass sein tritt, eher einem Streicheln nahe kam. Düstere Wolken der Ohnmacht fingen an sich um ihn zu legen, ihn einzuhüllen, auf dass sie ihn in die Tiefe stürzen würden. Und zu dem kam immer wieder diese hämmernde Stimme in seinem Kopf, die ihm befahl sich nicht weiter zu wehren, die ihm einflüsterte, dass er doch sicher war und dass alles so geschah, wie es eben musste. Gerne hätte er dieser Stimme nachgegeben, sich fallen gelassen, doch der Wille des Sonnenelf siegte schließlich doch.
Wie er in diesem ganzen Chaos, in dem seine eigenen langen Haare ihm die meiste Sicht im klaren Wasser versperrten, wirbelten sie doch wie ein goldener Schleier um seine Augen, an seinen Dolch, der im Stiefelschaft des freien Beines steckte, gelangte, war ihm unbegreiflich. Doch fragte er nicht nach dem Wie, sondern stieß einzig in Gedanken ein Stoßgebet an Corellon aus. Jede Bewegung war eine Qual, denn unbarmherzig schrie seine Lunge nach Luft, riss die Ohnmacht an ihm und wie Feuer wütete der Schmerz in seinem Rücken. Sein Glück, das er die rote Wolke aus Blut, um sich herum, nicht wirklich wahrnahm. Und selbst wenn er es getan hätte, es wäre ihm wohl egal gewesen, denn was machte schon solch ein Kratzer aus, ihm Gegensatz zu dem Gedanken von einem Wesen mit Tentakeln verspeist zu werden?
So holte er schwungvoll mit dem Dolch aus, ignorierte, dass ihn das Wasser abbremste, denn die Kraft sollte diesmal genügen um die Tentakel mit dem Dolch zu treffen, jenen tief in das weiche, schleimige Gewebe zu bohren. Dort wo er ihn stecken ließ, die Klinge in der Wunde drehte. Der erfolg raubte ihn fast den Verstand, denn die Stimme in seinen Gedanken brüllte protestierend und von Pein geplagt auf. Versuchte seinen Willen wütend zu zerschmettern, so dass der Sonnenelf sich unter Wasser krümmte, doch kaum merkte er, wie sich der Griff um ihn lockerte, war es an ihm sich frei zu winden und sich in Richtung der Wasseroberfläche zu kämpfen.

Fassungslos blickte Kelsey auf jene klare Wasseroberfläche, um einige Male zu blinzeln. Nur noch kleine Wellen, als Zeichen der Unruhe, waren an jener Stelle zu sehen, an dem der Sonnenelf im Wasser verschwunden war. Also gab es doch ein Monster in diesem See? Fast wäre dem Tiefling der Mund aufgeklappt während er lauernd am Ufer des Wassers entlang schlich. Zaghaft setzte er einen Fuß in das kühle Nass, welches das Leder seines Stiefels umspülte, nur um dann wieder einen Satz zurück zu machen. Vielleicht sollte er ebenfalls in das Wasser springen, sehen ob er dem Elfen zur Hilfe eilen konnte.
Doch da gab es zwei Gründe, die ihn hinderten . Der erste Grund war die Frage nach dem Warum, denn wieso sollte er sein Leben riskieren um dem Barden zu helfen. Nun gut er war es so gesehen schuldig, schließlich hatte dieser auch versucht ihn, Kelsey Dämmerlied, zu retten. Aber da gab es immer noch das zweite Hindernis, das sich nicht so einfach aus dem Weg räumen ließ, Kelsey konnte nicht schwimmen. Noch nie in seinem Leben war er in einem See gewesen, er war sich nicht einmal sicher, ob er je ein Bad genommen hatte. Vielleicht irgendwo in seiner Kindheit bei Hasuvar, aber dies war lang vergangen und in der Gnomenstadt gab es nicht genügend Wasser, als das er sich irgendwann die Fähigkeit des Schwimmens aneignen hätte können.
So blieb ihm nur der Rückzug, ein wenig weg vom Wasser, denn was immer dort unten auch lauerte, wer wusste ob ihm der Elf allein als Mahlzeit genügte und Kelsey fand die Vorstellung im Magen irgendeiner Kreatur zu landen, recht unangenehm. Ein lautes Seufzen strich über seine Lippen, in dieser Nacht würde er Hasuvar nicht sehen und er konnte nur hoffen, dass Rash`net keinen anderen zu dem Mondelf schickte, um an dessen Hab und Gut zu kommen, denn er zweifelte daran, dass es für Hasuvars Gesundheit dienlich war.
Die Gedanken kamen und vergingen, lautes Knacken unter seinen Füßen, ließ ihn sich wieder der momentanen Lage widmen und seine Gesichtszüge verzogen sich vor Ekel, als er sich der Knochen zu seinen Füßen bewusst wurde. Leicht trat er gegen einige der Knochen, auf dass sie über den Boden schlitterten mit einem leisen Platschen einige von ihnen ins Wasser fielen. Und mehr als entsetzt musste er feststellen, dass die Überreste der Kleidungen, die er erkannte, fast alle einschließlich die Abzeichen der Gilde des letzten Lachers trugen. Das war also der Grund für die verschwundenen Gildenmitglieder. Kelsey wollte nicht wissen, wie sie hier her geraten waren und schluckend tastete er zu dem Beutel in dem er selbst die Münzen mit der eingeprägten Fratze trug, bevor er wieder auf das Wasser starrte und stumm hoffte, der Elf möge wieder auftauchen.
Hoffnung ist ein schwacher Trost, ein kleiner Halm, an den man sich klammert, wenn alles andere schon versagt und Hoffnung ist nicht nur schwach, sondern auch hinterhältig, denn sie betrügt, lässt uns hoffen, wo man schon besser aufgibt. Doch manchmal ist Hoffnung nicht umsonst und Kelseys stummes Bitten war Ausnahmsweise erhört worden. Luftblasen, wo er schon längst den Tod vermutet hatte, ließ die klare Wasseroberfläche unruhig werden und schließlich tauchte prustend der Sonnenelf auf, um mit den Armen zu rudern, erneut unterzugehen, bevor er sich wieder nach Oben an die Luft kämpfte.

Als er endlich das Wasser hinter sich ließ, seinen Kopf über es brachte, da konnte Loririon es kaum glauben. Gierig schnappte er nach Luft, füllte seinen Lungen, um danach wieder abzutauchen, als im die Kräfte schwanden. Falsch! Es war falsch wieder unter Wasser zu geraten und aus Protest wollte er Schreien, vergas, dass er unter Wasser war und jenes geriet in seine Atemwege ließ ihn würgen. Raus aus dem Wasser. Nur dies trieb ihn an, raus bevor er ertrank, oder bevor ihn das Tentakelding erneut angriff.
Er hörte die Rufe des Tieflings nur verzerrt und dennoch wiesen sie in den Weg, holten ihn zurück in das Hier und Jetzt und endlich fing er an zu schwimmen. Woher nahm er nur die Kraft? Er wusste es nicht und schaffte er es sogar schneller zu schwimmen, als etwas seinen Fuß streifte, sich fast um seinen Knöchel schlang.
Die Geräusche der Wasser, das Platschen, während der Elf in Richtung des Ufers schwamm, verschluckte jeden laut aus seinen Lippen. Und es war besser so, denn freundlich waren sie nicht. Noch dazu waren sie alle gegen Kelsey gerichtet, der aufgeregt am Ufer auf den Steinen umher lief, aber keinen einzigen Schritt sich in das Nass wagte. Und der Zorn auf den Tiefling verlieh ihm wohl Flügel, hoffte er doch auf Hilfe und bekam sie einfach nicht. Immerhin schaffte er es bis in das seichte Wasser, bevor er erneut unterging, da ihn die Kraft verließ.

Gebannt hatte Kelsey die Flucht des Sonnenelfen beobachtet. Wie dieser immer wieder untertauchte und es doch noch schaffte sich weiterzukämpfen. Ob sich der Barde der Blutspur bewusst war, oder der Tentakel, die immer wieder durch die Seeoberfläche brach, war er sich nicht sicher. Und es wäre wohl besser, wenn er es nicht wäre. Nun wo der Elf im seichten Wasser war, wohl Boden unter die Füße bekam, denn jener richtete sich schon halb auf, packte Kelsey eine Ambition, die er nicht verstand. Wie sollte er auch verstehen, dass er sich sorgte, wo er solange keinerlei Gefühle zugelassen hatte?
Mit einem lauten Platschen befand er sich im feindlichen Gewässer um durch dieses zu waten, wobei ihm der Teufelsschwanz, auf der Oberfläche schwimmend, wie eine Seeschlange, folgte. So weit war er also schon gesunken, dass er für einen Fremden riskierte zu ertrinken. Sollte Rash`net je erfahren, was in dieser Nacht geschehen war, war sich Kelsey nicht sicher die Konsequenzen zu überleben.

Loririon schrie, als sich eine Hand unsanft um seinen schlanken Arm legte und fast wäre er zurück geruckt, nur auf dass er sich aus dem schmerzenden Griff befreien konnte. Doch statt sich zu lockern, schloss sich die Hand noch fester um seinen Arm, drückte zu um ihm klar zu machen, dass es kein Entkommen geben würde. Denn solches würde der Tiefling nicht zu lassen und ihm Eiltempo zerrte er den Sonnenelf durch das seichte Wasser, riss ihn mit einem Ruck am Arm nach oben um den Arm um dessen Hüfte zu schlingen, als das Wasser immer flacher wurde und er fürchten musste, der Körper des Elfen würde sich zwischen den Felsen verkeilen.
Die Tentakel, die ihn kurz gestriffen hat trieb Kelsey an, wie ein Peitschenknall es einen willigen Sklaven tat. Zwei, drei Schritte auf festem Untergrund, dann ließ er von dem Elf ab stieß ihn vorwärts um selbst herumzuwirbeln, sein Schwert gezogen. Das Geräusch der Tentakel, als sie von seinem Schwert zerschnitten wurde, war mehr als widerlich. Der Schleim der zu Boden tropfte, seinen Stiefel traf. Erneut schoss die Tentakel in die Luft, eine zweite gleich hinterher und Kelsey stolperte rückwärts, drängte so den wankenden Elfen hinweg. Immer wieder hörte er die schmatzenden Laute während sich Stahl durch weiches Gewebe bahnte und immer mehr grünlicher Schleim tropfte auf den harten Steinboden. Solange bis endlich sich beide Tentakeln zurückzogen und im Wasser verschwanden.
Hatte das Wesen aufgeben? War er vielleicht, samt Elf weit genug zurück an das Ufer gelangt, so dass die Reichweite der Tentakeln nicht mehr lang genug war? Oder waren die Schläge mit dem Schwert effektiver gewesen, als er zu hoffen wagte?

Der Atem glitt zittrig über die schmalen Lippen und schließlich konnte er nicht anders als sich zusammen zu krümmen, laut zu Husten und all das Wasser ausspucken, welches er unfreiwillig geschluckt hatte. Kraftlos gegen die Felsen gelehnt, blieb ihm nur zu hoffen, dass der Tiefling einen neuen Angriff abwehren würde und es war dem Sonnenelf mehr als unangenehm in solch einem Moment der Schwäche gesehen zu werden.
Mit einer Hand strich er sich die nassen Haare aus dem Gesicht, während er in der anderen immer noch den Dolch fest umklammert hielt. Sollte dieses Wesen, doch noch einmal kommen, er würde sich nur für einen hohen Preis nochmals in solch eine einnehmende Umarmung begeben. Natürlich wusste der hochgewachsene Elf, dass er in diesem Augenblick einen erbärmlichen Eindruck hinterlassen mochte und vor allem, dass er tief in sich wusste, dass er nur ungern ein zweites Mal so etwas erleben wollte.
Doch der Schein war ein Großteil seines Lebens, so dass er sich aufrichtete und neben den Tiefling trat. Kein Wort des Dankes verließ seine Lippen, denn noch war die vorangegangene Behandlung in Loririons Sichtweise zu brutal gewesen. Wenn er sich beruhigen würde, könnte er sie sicher nachvollziehen, doch nicht nun. Viel mehr Kniff er die blauen Augen zusammen, in denen die goldenen Sprenkel längst roten Punkten gewichen waren, war der Zauber der Dunkelsicht noch immer aktiv und sah sich skeptisch um.
Die ganze Höhle war zum größten Teil von Wasser überschwemmt, nur hin und wieder ragten große, scharfkantige Felsen auf. Fast alle klein und spitz, wenige davon breiter, kleinen Gebirgen ähnelnd. Und doch, etwas war an dieser Höhle, die sie höchst unnatürlich wirken ließ. Nur war Loririon ein Barde und kein Druide, so dass er die Frage nach dem Was ihn störte nicht beantworten konnte. „Hier musste es doch einen Weg nach draußen geben. Schließlich ist dieses Wesen,“ der Sonnenelf deutet angewidert auf den See, „auch hier irgendwie hinein gelangt. Und bei allem schließe ich aus , dass es den gleichen Weg wie wir, nämlich durch ein dunkles Loch hinunterfallend  genommen hat.“
Kelsey knirschte mit den Zähnen, kaum hatte dieses Geschöpf das Wasser ausgespuckt, dass wohl seine Stimmbänder kurzzeitig gelähmt hatte, da redete er schon wieder. Und schon weiter ging der Wortschwall, der zwar Informationen enthielt, die man aber sicher auch kürzer hätte fassen können: „Außerdem glaube ich kaum, dass dieser See genug Nahrung liefert um dieses Monster, oder was es auch immer ist am Leben zu erhalten.“
Ein fast schon finsteres Lächeln huschte über die Lippen des Tieflings und langsam deutete er nach unten, das Gesicht voller Gleichmut, als er erneut auf die Knochen der gefallenen Gildenmitglieder starrte. Was machten, denn schon ein paar Tode mehr oder weniger, ihm sicher nichts. Der Elf schien es wohl anders zu sehen, war er bleich geworden, soweit man dies wohl bei bronzenfarbener Haut konnte. „Oh, nett.“ Die Stimme tonlos, doch immer noch war sie ihm nicht versagt und seufzend trat Kelsey einen Schädelknochen beiseite, um danach wieder lauernd das Wasser zu beobachten. Immer noch fragte er sich auf Was das Wesen nun wartete.
Doch auch den Tiefling konnte man Erschrecken und Loririon sprach dessen größte Ängste aus: „Was wenn es durch einen unterirdischen Tunnel, gefüllt mit Wasser hier hinein gelangt ist.“ Und leicht nickte der Sonnenelf sich selbst zu, ja es würde erklären, dass er schon am Seeufer, die Stimme des Wesens vernommen hatte.
Und nun schauderten sie beide. Kelsey weil er nicht daran denken wollte, wie er denn bitte durch einen unterirdischen Wassertunnel kommen sollte, ohne dabei zu ertrinken. Und Loririon weil er entgeistert fest stellte, dass ihr Gegner intelligent war und noch dazu über irgendwelche magischen Fähigkeiten verfügen musste.




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Lange hatte der Mondelf auf die beiden Leichen gestarrt,die seinen Boden verunstalteten, deren Blut mittlerweile nicht mehr floss. Doch er schafft es es nicht sich zu erheben, viel mehr lag eine Hand fest um die Lehne des Sessels und hielt sich dort fest, ohne aber dass das Zittern ihn verließ. Die andere hatte er vor die Lippen gehalten, um das neue Husten zu dämpfen. Er musste aufstehen und bis zum Morgen die Leichen beseitigen, dies war ihm Fürst Mondflüstern klar und es waren nicht die ersten Toten, die er sah und sie würden sicher nicht die letzten sein. Dennoch konnte er nichts Anderes als kraftlos in den Sessel zu sinken und die Augen zu schließen.
Leise Schritte von samtenen Pranken kamen näher, setzten einfach über die beiden Getöteten hinweg und schließlich stieß ein schwerer Kopf sanft gegen das eine Knie, um sich dort zu reiben. Weiches Fell, das über den weißen Stoff strich und ein beruhigendes Schnurren, ganz im Gegensatz zu dem lauten Brüllen und Fauchen. Ein leichtes Lächeln huschte über die Lippen des Fürsten der die Hand aus der Lehne löste, sie in dem Fell vergrub und dort viel mehr halt fand. „Ich weiß du hast ja recht.“ Leise geflüsterte Worte, zitternd und von Krankheit unterstrichen und doch war die kleine Neue Stärke, die er an diesem Tag gefunden hat nicht verloren gegangen und die Mission der beiden Schattendiebe so gescheitert.
Unendlich langsam erhob sich der Fürst um die türkis leuchtenden Augen wieder zu öffnen und hinab auf das Blut zu starren. So viele Schlachten hatte er als Krieger aus Ascalhorn hinter sich und nun sollte ihn ein wenig Blut abschrecken?
„Er hat mich nicht brechen können.“
Die Augen weit aufgerissen, die Sprenkel aus Silber geweitet, als würde er einen Peitschenhieb, eine Strafe für diese Worte erwarten, doch nichts geschah und es mochte sein, dass Fürst Mondflüstern endlich begriff. Dass er Verstand, diese Dunkelheit, die ihn umhüllte endlich vertrieb. Körperlich war sein Kampf schon lange beendet, sein feind erschlagen, doch der Elf hatte es tief in sich nicht verstanden, sah er nur den Scherbenhaufen und den Fluch, welcher auf ihm lastete, der ihn nach und nach das Leben nahm. Und doch er lebte noch, ganz im Gegensatz zu dem dunklen Schatten.

Wieder hatte die Stärke des Anderen ihn auf die Knie gezwängt, tropfte rotes Blut auf die Erde und diesmal war es wohl so weit, er sah sein Ende in den kalten Augen, die ihn schon immer ohne Mitgefühl betrachtet hatten. Doch die Gier nach Besitz und nach Zufügen von Schmerz war verschwunden und mit seinem letzten Aufstemmen seines Willens war der Mondelf zu weit gegangen. Scherben, nichts als Scherben, zerbrochen die Träume und Hoffnungen. Tobte sein Körper vor Schmerz und Pein und doch jetzt wo er freiwillig kniete war es so falsch. Das Ende nah und nicht umsonst sagt man, das ganze Leben zöge an einem vorbei und es war abgeschlossen. Nichts als grauer Nebel des Vergessens und doch konnte er sich an einen Namen erinnern.
Kelsey!
Jener kleiner Junge für den er sterben würde, er hatte es geschworen und nun hier auf dem dreckigen Boden zu sterben, würde heißen einen Schwur zu brechen. Er konnte es hinnehmen zu sterben, den sein Leben in Staub war schon lange kein Leben mehr. Keine Existenz ohne Freude, er ein Elf, der vergessen hatte was es heißt Freude am Leben zu haben. Wie sollte da nicht jeder Atemzug zur Qual werden. Und das Röcheln aus seiner Kehle stammte nicht nur vom Schmerz, weil sich der Hals mit Blut fühlte, nein auch von der Erkenntnis versagt zu haben. All die Jahre in denen er am Leben geblieben war, war er nicht zurückgekehrt.
Ich bin bald zurück!
Was für ein Lügner er doch war. Zeit war verstrichen und auch wenn er sich immer wieder sagte, er suche nach einem Fluchtweg, so hatte er doch aufgegeben. Es war einfacher als noch mehr Schmerz zu ertragen. Er hatte seinen Stolz, seine Würde vergessen und gequält senkten sich die Lider vor jene einzigartigen Augen. Die Dunkelheit seiner geschlossenen Lider war nicht so finster wie die Finsternis in seiner Seele.
All die Jahre war er wie ein kleiner Vogel im Käfig, der hinaus schaute ins Freie, davon träumte dort zu sein. Seine Flügel auszustrecken und davon zu fliegen. Doch Gitter, kaltes Eisen hielten hin. Brach man ihm die Flügel, den Willen zu fliegen. Nur des Nachts, wenn er den Schein der Sterne sah, seinen einen Stern, der nur für ihn zu strahlen Schien, rückte er näher an die Gitter,badete im Sternenlicht um die Finsternis zu verdrängen, das Feuer des Lebens zu schüren. Gebrochene Flügel, farblose Federn, Augen ohne Glanz. Tag um Tag, Nacht und Nacht und dann eines Tages sollte es vorbei sein.
Die Klinge ihm den Tod bringen sollte fuhr hinab und so hatte er es eben willenlos hingenommen so kam doch im letzten Moment Leben in seinen geschundenen Körper. Ein Schrei fuhr über die Lippen und er warf sich zurück, so dass jene Klinge zwar über sein Gesicht glitt eine tiefe Wunde hinterließ, doch sie würde ihn nicht töten. Und diesmal war es der Mondelf der den nächsten Streich führte und den Tod brachte.
Die Käfigtür stand offen, doch der Vogel mit gebrochenen Flügeln sah es nicht. Wie sollte er auch noch fliegen?

Zitternd sank Fürst Mondflüstern fast auf die Knie, doch da war wieder das Gefühl des sanften Felles, der starke Körper der sich an seine Beine schmiegte, ihm Kraft gab und so fand er den Stand um leise zu murmeln: „Oh Cairlyn, solange laufe ich davon. Solange schon.“ Langsam glitt der Blick hinab zu seinem Begleiter. „Und seid dem ich fliehe bist du an meiner Seite. Doch ich kann dich nicht länger meine Kämpfe austragen lassen. Niemals hättest du diese Männer töten dürfen, nein ich hätte es tun sollen.“
Der in weiß gekleidete Elf ließ sich nun doch in die Knie fallen, aber tat er es freiwillig um die Arme um den starken Körper der Bergkatze an seiner Seite zu schlingen, sein Gesicht in dem sandfarbenen Gesicht zu vergraben. Und seine Stimme so leise, dass ein heimlicher Beobachter ihn nicht einmal verstanden hätte, doch Cairlyn tat es und die viel zu intelligenten Augen für ein Tier blitzten mit einem grünen Funkeln auf, den verstand die Bergkatze.
Es mag nie werden wie einst, doch es wird sich das Jetzt nie ändern, wenn ich nur träume, es wird Zeit, dass ich wieder kämpfe. Es ist Zeit, dass ich verstehe endlich wieder zu Hause zu sein und dass ich meinen Jungen nach Hause hole.“




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Während Kelsey wie gebannt auf das Wasser starrte und Loririon immer noch versuchte zu verstehen, welche Kräfte dieses Ding da unten auf dem Grund des Sees einsetzte, war es nun an dem Wesen im Verborgenen einen neuen Angriff vorzubereiten. Aus dem Nichts tauchten vor den beiden unfreiwilligen Gefährten flimmernde Muster in der Luft aus und blinzelnd starrte Loririon auf jene, spürte die Magie pulsieren und erneut erklang verführerisch der Lockruf des Wesens in seinen Gedanken.
„Hörst du das?“ „Außer deiner Stimme,“ murrte Kelsey der nur einen Moment die Muster anstarrte und desinteressiert den Blick abwendete. Illusionen, wie er sie kannte und vor allem erkannte. Sie waren zu weit entfernt, als dass er sie berühren konnte, um sie verschwinden zu lassen und so ignorierte er sie einfach, bewegte seine Hand kurz vor den Augen des Elfen. „Die sind falsch.“ Andere Worte besaß er nicht um die Illusion zu beschreiben, denn Magie konnte er nicht wirklich fassen und deuten.
„Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen. Oh was würde ich nur ohne solch Hinweise tun.“ Ein Schmunzeln huschte über Loririons Lippen und endlich löste sich sein Blick, während der Lockruf verging, sich auflöste und noch bevor Kelsey es schaffte seinen Unmut zu zeigen, sank die Hand des Sonnenelf auf seien Schulter, um ihn zu beschwichtigen, verstand der Barde, dass der Tiefling ihn davor bewahrt hatte auf dieses hypnotische Muster einzugehen.
Dank konnte er allerdings nicht aussprechen den das zornige Fauchen des Wesens ließ ihn taumeln, glaubte er doch seine Trommelfelle würden platzen und diesmal erging es auch dem Tiefling so, denn das Fauchen war nicht in den Gedanken des Elfen erklungen, sondern kam aus den Tiefen des Gewässers. Sie hatten es geschafft die Kreatur zu provozieren.

Das kühle, klare Wasser vor ihnen explodierte in einem Ansturm aus zuckenden, greifenden Tentakeln. Jede einzelne schien selbstständig zu handeln, griff völlig unterschiedlich an und nur mit vereinten Kräften gelang es Elf und Tiefling sich diesem Sturm entgegen zu stemmen, die Tentakeln abzuwehren. Und schon im nächsten Moment sollten sie ihren Erfolg bereuen, als sich das Wasser förmlich teilte und eine abstoßende, fischartige Amphibie ihren Kopf aus diesem streckte. Drei übereinander sitzende und  schlitzförmige, geschützt von starken, plattenartigen Knochenwulsten, Augen fixierten die Beiden und aus dem langen Maul mit langen spitzen Zähnen erklang ein neues Fauchen, das Kelsey dazu verleitete ein drohendes Knurren auszustoßen.

Dieser Anblick ließ die infernalische Seite des Tieflings kochen, trieb ihn sich ohne weiter nachzudenken auf seinen Feind zu werfen. Denn konnte er in dessen Augen die grausame Intelligenz entdecken, den Wunsch zu vernichten und bevor man ihn Kelsey Dämmerlied vernichtete, würde er angreifen. Vergessen waren die Furcht vor dem Wasser, die kleine Tatsache, dass er ertrinken würde, bevor er diesen Fisch da schadete und fester legte sich die Hand um den Schwertgriff.
„Wenn ich so hässlich wäre, würde ich wohl auch so fauchen.“
Eine kleine Aussage, von solcher Trockenheit vorgetragen, dass sie Kelsey blinzeln ließ und verwundert wendete er den Kopf hin zu Loririon, um diesen ungläubig anzustarren. Sah er das leichte Lächeln auf den Lippen des Barden. Verdammt dieser musste wirklich durchgedreht sein und so war es diesmal Loririon der den Tiefling vor einer Dummheit bewahrte, denn vergessen war der Wunsch nach dem Toben, verdrängt von Unglauben.
Was für ein eigenartiges Gespann sie wohl für einen Betrachter abgaben, auch ihr Feind schien einige Momente irritiert, hielt er doch inne, während die roten Augen sie beide mehr als ein einziges Mal musterten. Leicht kniffen sich die Wulsten über den Augen zusammen bevor die Tentakeln wieder vor zuckten. Und ihm fast gleichen Moment durchschnitt summend die Klinge eines Wurfdolches die Luft, zielsicher auf eines der Augen zu und ohne den magischen Schutz der fischartigen Kreatur hätte Kelsey sein Ziel auch sicher getroffen, doch so blieb ihm nur ein lautes Fluchen.

Seine Bemühungen waren sinnlos. Zuerst war ihm nur schwindlig und schlecht, aber dann verging dies. Vielleicht konnte er jetzt noch mal versuchen sich zu bewegen, einen Zauber zu sprechen. Aber nun verabschiedeten sich seine Sinne. Der Schmerz  in seinem Rücken er war verschwunden, er fühlte nichts mehr. Ein Rauschen in seinen Ohren, verzehrte den Kampfschrei des Tieflinges der erneut auf die Tentakeln einhakte, in seinem Eifer auch ihn mit schützte, es nicht bemerkte, dass er neben ihn wie zu Stein erstarrt schien.
Tiefe Finsternis zerrte an ihm und er kämpfte dagegen an um nicht die Kontrolle zu verlieren. Warum eigentlich nicht? Er würde nicht spüren wie er starb. Und die Starre löste sich, machte er einen Schritt vor auf das Wesen zu, hin zum Wasser, das ihn rief. Stark bohrte sich der telepathische Befehl in seine Gedanken. Bei Kelsey hatte es das Wesen nicht versucht diese Taktik einzusetzen, war ihm bewusst, dass der Tiefling als Externar auf solche Zauber keinerlei Reaktion zeigen würde. So beschäftigte es diesen weiter mit seinen Tentakeln und drückte seinen Geist allein gegen den des Elfen um diesen völlig zu brechen.
Die Welt verlor an Farben und alles um den Barden herum war nur noch ein verschwommenes etwas, ein Schleier der ihn die Gefahr nicht sehen ließ. Er musste zu dem, der ihn rief. Musste dem Befehl folge leisten.
Und doch etwas tief in Loririon rührte sich. Es war nicht einfach den Geist eines Elfen zu beherrschen, seinen Willen zu biegen. Um Loririons Gedanken zu verändern brauchte es schon einen mächtigen magischen Gegenstand, ein Artefakt, wie der Ring der ihn trug. Und dieser konnte ihn nur ein wenig beeinflussen, gewisse Erinnerungen verbergen. Loririon hatte es schon einmal fast geschafft den Bann auf ihn zu brechen. Und nun versuchte dieses Wesen seinen Geist, seien Gedanken völlig zu zerschmettern. Es sollte noch merken, dass dies keine gute Idee war. Glaubte es die Versklavung schon abgeschlossen, stieß es diesmal auf eine Barriere aus wirbelnder Energie, völlig fremd zu allem, was ihm bekannt war. Und dieses Wesen war alt, besaß viel Wissen, denn assimilierte es jede Erinnerung eines Wesen, das es verzehrt hatte. Und doch blieb ihm nur ein lauter Aufschrei voller Schmerz, als es aus den Gedanken des Elfen geworfen wurde. Der goldene Schleier ihm folgte und es fast blind werden ließ.
Von all dem bekam der Barde selbst nichts mit. Er wusste nur dass er kämpfen musste. Und als das tiefe, finstere Nichts immer näher kam, glaubte er kurz etwas Helles aufblitzen zu sehen, so als würde etwas im fernen im Mondlicht aufleuchten. Doch verging es viel zu schnell und einzig die Erinnerung an den Willen zu kämpfen blieb.

Endlich konnte Kelsey Atem fassen, hörten die Tentakeln auf nach ihm zu schlagen und er musste sich auch keine weiteren Gedanken machen, warum der Elf reglos dastand. Viel mehr sollte er sich über den Schrei, hell und klangvoll wohl Gedanken machen. Woher der Elf die Kraft nahm plötzlich einen Satz nach vorne zu machen, sein Rapier hoch erhoben und dann mit einem lauten Platschen im Knie hohen Wasser stand und mit Prinzip anfing die zuckenden Tentakeln zu durchtrennen.
Immerhin der Angriff schien den Fisch zu beeindrucken, zog sich dieser ein kleines Stück tiefer ins Wasser zurück. Und mochte Kelsey den Sonnenelf wohl für ein wenig verrückt halten, sah er einen Hoffnungsschimmer in dem geschehen. Der Schrei hatte ihn sogar motiviert, ließ ihn selbst ins Wasser waten und es dauerte nicht lange, da fand seine Klinge den Weg um die Spitze einer Tentakel abzutrennen.




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Wohin mit zwei Leichen, wenn man über kaum körperliche Kraft verfügt, über das Bedenken, bei der Beseitigung die Besinnung vor Anstrengung zu verlieren? Liegen lassen konnte er sie schlecht auf dem Boden. Denn irgendwann würden sie anfangen zu stinken und vor allem jagte das Blut ihm immer noch einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Früher hatte er sich nie über solche Dinge Gedanken gemacht. Er begegnete seinen Feinden im offenen Feld, denn die Kriege die er geschlagen hatte, fanden nie in seinen Gemächern statt. Vielleicht in denen seiner Feinde, doch dort musste er sich keine Gedanken um die Beseitigung machen. Unter anderen Umständen schwebte ihm sogar der ein oder andere Zauber vor, doch rauchte er seine ganze Kraft für sein Vorhaben und ein langes Seufzen entwich seinen Lippen. Der Kater konnte ihm auch schlecht helfen, so dass diese anstrengende Arbeit doch an ihm hängen blieb und er konnte nur hoffen, dass ihn keiner bei dieser beobachten würde.
Seine Befürchtungen sollten sich nicht bestätigen und wirklich kam es ihn so vor, als würde kein einziges Wesen in der nähe seines Hauses sich aufhalten. Zwar kam er nicht weiter als in den garten, wo er die beiden Toten mehr als recht zu verstecken wusste, er musste sich erst erholen, bevor er weiterkam, doch in jeder Nacht gab es Wachen, die auch diese Straße bewachten. Nur konnte er warten und warten, niemand kam auf seinem Rundgang über die breite Straße gelaufen und leicht kniff Fürst Mondflüstern die Augen zusammen, strich sich mit einer Hand über sein Kinn, ohne dem narbigen Gewebe Beachtung zu schenken.
Der Nachtfalke würde bald wieder einen kleinen Einbruch begehen müssen und dieser würde sicher einfacher werden, zweifelte er daran, dass Acharn Zephyr über soviel Schutzmagie verfügte, wie Rothillion. Doch an einem zweifelte er nicht, dass er wohl sehr interessante Informationen über den strebsamen Hauptmann finden würde und diese waren sicher nicht für Acharn sprechend.




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Das Blatt in der kleinen, dunklen Höhle hatte sich schon wieder gewendet. Erst hatte Kelsey ja Lachen wollen, als die Amphibie anfing ohne Vorwarnung Schleim zu spucken und einige Kommentare des Sonnenelfen waren dazu einfach zu amüsant gewesen. Es war der erste Kampf, der ihn amüsierte, ohne dass ihn das Toben einholte. Fing er sogar an die ungewöhnliche Gesellschaft des flinkzüngigen Elfen zu schätzen und gemeinsam hatten sie dem Wesen einige solide Treffer verpasst. Bis eben zu diesem Zeitpunkt an dem der Schleim ins Spiel kam. Kelseys Gesicht brannte und seine Sicht war verschlechtert, doch ging es ihm noch besser als Loririon, der sich zurück ans Ufer gezogen hatte. Ganz zu schweigen von Kelsey, der ihm Spurt bis an den hintersten Rand geflohen war, weit weg von dem Wasser.
Beide lehnten sie nun nach Atem ringend nebeneinander. Wussten sie sich in diesem Moment gezwungener Maße zu vertrauen und sich gegenseitig zu schützen. Und das Brennen in seinem Gesicht verging schließlich auch, ganz anders  sah es mit dem Arm des Sonnenelfen aus, der seit einigen Momenten sich anfing zu verwandeln. Eine andere Beschreibung gab es einfach nicht, denn die Haut hellte sich auf und wurde nach und nach durchsichtig und Kelsey war nicht sicher, aber wirkte es auf ihn als würde anfangen ein Schleimfilm aus dieser durchsichtigen Haut zu treten.
„Wir müssen hier endlich raus!“ Kelsey konnte ihm nur recht geben und so nickte er, wobei der Gedanke an einen Ausgang unter Wasser ihn immer noch nicht behagte und seine Befürchtungen aussprechen, seine Schwäche nicht schwimmen zu können, die konnte er einfach nichts aussprechen, so dass er schwieg und wie die ganze Zeit den Elfen reden ließ.
Dieser stieß sich aufgeregt von der Wand ab und bohrte einen Finger in die Brust des Tieflings, unberührt von dem Schleim der von seinem Arm zu Boden tropfte. Natürlich fürchtete er sich am Ende in einen Haufen aus Schleim zu verwandeln, oder gar noch etwas schlimmeres zu werden, doch gab er sich nicht die Blöße, solch Furcht zu zeigen. Viel mehr wanderte eine der goldenen Augenbrauen nach oben. „Soll ich denn hier alles alleine machen? Nicht das ich neben wohl der wortkargsten Kreatur sterben könnte, nein wenn das weiter so geht werde ich zu etwas Unansehnlichem das aus Schleim besteht und sollte ich solch einen Appetit entwickeln, wie mein Erschaffer, dann glaub mir Kelsey, euch werde ich als erstes fressen. Und das mit Freuden“
„Bevor es soweit kommt, findest du den Tod durch meine Klinge.“ Ein leises Schnauben verließ Kelseys Lippen und konnte er das erleichterte Ausatmen des Elfen gar nicht wahrnehmen, wusste er nicht, dass der Sonnenelf genau dies hoffte. Lieber würde er den Tod durch ein Schwert finden wollen, als zu Schleim zu werden. Und langsam zog er seinen Finger wieder zurück, den Tiefling dabei musternd. „Ich sehe es so, dieses Wesen sitzt dort im See, blockiert den Ausgang, wenn es dort einen gibt und wir Beide trauen uns nicht ins Wasser, geschweige denn dass wir angreifen können.“
Die Pause nach seinen Sätzen war kunstvoll, das Schweigen theatralisch wie der überlegen Blick, die gekräuselte Stirn und nun war es der Barde, der zurück in sein Element fand. Schließlich ein charmantes Lächeln aufsetzte. „Es wird Zeit unserem nassen Freund mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, wenn er meint in meinen Gedanken umher zu wühlen, dann kann ich dies auch und wir locken ihn zu uns und werden ihn schlicht erlegen.“
Ein sehr interessanter Plan und der Elf glich einem strahlenden Mond, voller Zufriedenheit auf das Seeufer zu spazierend, während Kelsey sich fragte, ob er nicht doch seinen Kopf gegen die harte Wand schmettern sollte, er könnte sich auch gleich in seine eigene Klinge stürzen.
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