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Anne im Traumhaus

von Steffi A
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Anne Shirley/Blythe Gilbert Blythe Marilla Cuthbert Rachel Lynde
27.08.2006
13.09.2008
71
83.590
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27.08.2006 660
 
Kapitel 65 Ein Hund und ein süßes Baby

Am nächsten Morgen waren die Kinder beim Frühstück bereits ganz aufgeregt.

„Wann dürfen wir über den Namen abstimmen, Mami ?“ fragte Di und sah ihre Mutter flehend an.

„Nach dem Frühstück, in Ordnung?“ Anne reichte Gilbert seinen Kaffee.
Nach dem Frühstück versammelten sie sich im Wohnzimmer. Gilbert hatte Rilla auf dem Schoß und gemeinsam mit Anne lauschte er den Vorschlägen der Kinder.

Mehrere Namen standen zur Auswahl. Unter anderem Sammy, Mickey, Bello oder Spot. Der kleine Hund sah sie alle nur staunend an und schien sich zu fragen, was hier vor sich ging. Es dauerte eine Weile, aber nach längerem hin und her hatte man sich geeinigt. Jem hatte den Vorschlag gemacht, ihn „Max“ zu nennen.

Er rief dem Hund zu: „Max, Max komm zu mir.“ Schwanzwedelnd rannte er zu Jem. Natürlich, rannte er zu Jem, weil er ihn sowieso besonders mochte. Doch Jem rief begeistert : „ Seht ihr, er hört bereits auf diesen Namen.“ Also war es eine beschlossene Sache. Das neue, vierbeinige Familienmitglied hieß von nun an Max.

Max wurde der ständige Begleiter von Jem. Überall wo Jem war, da war auch Max. Außer natürlich in der Schule, da durfte Max nicht mit. Am Anfang jaulte und jammerte er, wenn Jem das Haus ohne ihn verließ. Doch bald merkte er, dass Jem ja mittags immer wieder kam. Dann war die Freude riesig. Er begrüßte ihn jeden Tag mit einem regelrechten Freudentanz. Es schien dann immer, als wenn Jem Wochen lang fortgewesen wäre. So sehr freute sich Max über das Wiedersehen. Natürlich mochte Max alle Familienmitglieder. Er spielte mit Walter, Nan und Di. Schleckte Shirley die Hand ab. Klebte an Anne, wenn sie in der Küche war und ließ sich mit Freude von Gilbert hinter dem Ohr kraulen.

Aber an Jem hing er am meisten. Als Jem eines mittags nicht von der Schule nach Hause kam, er war zum Geburtstag von Ken Baker eingeladen, lag Max wimmernd in seinem Körbchen. Keiner der Familie konnte ihn zum spielen bewegen. Nicht einmal einen angebotenen Leckerbissen rührte er an. Erst als Jem nachhause kam, war er ganz der Alte.

Rilla war inzwischen ein süßes, knuddeliges Baby geworden. Sie war wirklich außergewöhnlich hübsch. Ihr Haar war rot-braun und ihre Augen so grau-grün wie die ihrer Mutter. Außerdem hatte sie wunderschöne lange Wimpern, die einen regelrecht verzaubern konnten, wenn sie blinzelte. Alles deutete darauf hin, dass Rilla ziemlich verwöhnt werden würde.

Anne nannte sie „Süße und ihren Sonnenschein“ und Gilbert tat das gleiche. Auch alle anderen waren immer wieder hin und weg von der süßen Rilla. Nan trug sie mit Begeisterung durch die Gegend und Di gab sogar vor ihren Freundinnen damit an, was sie doch für ein süßes Baby daheim hätten. Manchmal versuchte Anne die anderen davon zu überzeugen, sie nicht zu sehr zu verwöhnen. Einmal zum Beispiel, hielt sie Gilbert vor die Kleine würde eines Tages bestimmt sehr eitel werden, wenn er sie weiterhin so lobe. Doch keine zwei Tage später erwischte Gilbert sie dabei wie sie dasselbe tat. Anne fühlte sich fürchterlich ertappt.

„Du verwöhnst sie genauso, Anne“, schalt Gilbert lachend.

Aber Rilla war einfach ein kleiner Sonnenschein und ihrem Charme waren alle erlegen.

Selbst Diana, deren Sohn Kenneth, auch ein süßer Kerl war, liebte es Rilla zu knuddeln.

„Sie ist einfach süß“, lachte Diana bei einem ihrer vielen Besuche im Traumhaus.

„Kenneth ist mindestens ebenso hübsch“, erwiderte Anne.

„Sicher, ich würde ihn auch nicht eintauschen wollen“, lächelnd blickte sie auf den pausbäckigen Jungen mit dem dunkelbraunen Haar. „Aber Rilla hat irgendwie was Besonders Anne. Ich wette eines Tages werden ihr die Jungs scharenweise zu Füssen liegen.“

„Oh, je“, seufzte Anne. „Dann stehen uns noch schlimme Zeiten bevor. Ich befürchte, Gilbert wird sie alle vor die Tür weisen. Für seine Tochter ist wahrscheinlich keiner gut genug.“ Antwortete Anne lachend.

Rilla jedenfalls lernte bereits früh, welche Wirkung sie auf ihre Umwelt hatte. Es schien als würde ihr Lächeln von Tag zu Tag charmanter.
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