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Anne im Traumhaus

von Steffi A
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Anne Shirley/Blythe Gilbert Blythe Marilla Cuthbert Rachel Lynde
27.08.2006
13.09.2008
71
83.590
2
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27.08.2006 615
 
Kapitel 43 Frühling

Es wurde Frühjahr und nun begann endlich der Umbau des Traumhauses. Mr. Bently kümmerte sich um alles, bei den Arbeitern und beim Material angefangen bis hin zur Beaufsichtigung des Baus. Mindestens einmal in der Woche kam er vorbei und sah sich kritisch die bereits erfolgten Arbeiten an.
Allmählich taute der Wortkarge Mr. Bently auf und unterhielt sich immer öfter mit Anne, auch über andere Sachen, als den Umbau. Ja, manchmal lächelte er sie sogar an. Und als die zweijährige Di auf seinen Schoss kletterte, lachte er.

Alles verlief plangemäß. Doch manchmal war die Baustelle auch eine Katastrophe. Zum Beispiel, als Nan einen Farbeimer auf der Veranda umkippte und die weiße Farbe auf Annes schönes Blumenbeet hinunter tropfte. Oder als Jem meinte er müsse eine Leiter hinauf klettern, dabei runter fiel und sich den Knöchel verstauchte. Susan beschwerte sich über den Lärm, als die Arbeiten sich der Küche näherten.

Einige Wochen später jedoch war der Umbau fast beendet, es fehlten nur noch Kleinigkeiten, wie Tapeten, Teppichböden und natürlich Mobiliar. Zufrieden lief Anne mit Gilbert eines Abends durch das erweiterte Haus. Die Küche war nun größer geworden und auch die Speisekammer (Susans bisheriger Streitpunkt) war erweitert worden. Sie hatten jetzt drei zusätzliche Zimmer und ein weiteres Badezimmer.

„Gefällt es dir, Anne?“ fragte Gilbert und legte den Arm um sie.

Anne nickte. „Mr. Bently hat wirklich gute Arbeit geleistet, nicht wahr? Das Haus ist viel größer und hat doch noch immer den Charme meines Traumhauses.“

Sie gingen zu Bett und unterhielten sich noch leise im Dunkeln weiter. „Es ist gut, dass wir das Haus jetzt umgebaut haben. Denn den Platz werden wir bald brauchen können, Gil,“ sprach Anne leise.

„Ja, die Kinder wachsen so schnell. Bestimmt bald will Jem sein eigenes Zimmer haben.“

„Mmmm. Aber das habe ich eigentlich nicht gemeint,“ antwortete Anne und nahm seine Hand. „Ich dachte eher an das Baby.“

Einen Moment lang war es ruhig, dann setzte Gilbert sich ruckartig auf .“Was? Anne...welches Baby?“

Anne lachte über seine erstauntes Gesicht, dass sie im Mondschein sehen konnte. „Na, ich meine, das Baby, das in ungefähr 7 Monaten hier sein wird. Ich hoffe doch es wird dir nicht zuviel. Immerhin haben wir schon vier Kinder. Wirst du dich denn über ein fünftes freuen, Gil?“ plötzlich klang ihre Stimme etwas unsicher.

Gilbert lächelte und nahm sie in seine Arme. „Was ist denn das für eine Frage, Anne-Mädchen? Natürlich freue ich mich. Vor unserer Hochzeit habe ich dir einmal gesagt, dass ich mit dir am liebsten eine ganze Schar Kinder haben möchte und das habe ich wirklich so gemeint. Ich liebe dich und ich liebe jedes unserer Kinder. Du bist eine wunderbare Mutter, Anne. Ich freu mich wirklich riesig.“ Dann küsste er sie und hielt sie weiter in seinen Armen.

Plötzlich lachte Anne: „Josie wird schockiert sein, wenn sie hört, dass wir noch ein Kind bekommen. So eine riesige Familie.“

„Ach, Josie ist eine dumme Gans,“ sagte Gilbert heftig und zog Anne näher zu sich heran „Sie weiß überhaupt nicht, was das Glück einer Familie ist. Ich bin glücklich, Karotte und ich möchte es für nichts auf der Welt anders haben.“

„Gil, ich bin so froh, dass ich dich habe. Was täte ich nur ohne dich.“

Marilla, Mrs. Blythe und Diana freuten sich ebenfalls, als sie von Annes Schwangerschaft erfuhren.

„Eure Kinder sind so süß, Anne“ sagte Mrs. Blythe ehrlich „Es freut mich, bald wieder ein kleines Baby in den Armen zu halten. Ich sehe jedes Kind als Geschenk Gottes an. Freue dich darüber, Anne.“

„Natürlich, freue ich mich und Gilbert freut sich auch. Ich liebe jedes meiner Kinder und würde es nicht hergeben. Es ist wie ein Geschenk für unsere Liebe.“
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