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Anne im Traumhaus

von Steffi A
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Anne Shirley/Blythe Gilbert Blythe Marilla Cuthbert Rachel Lynde
27.08.2006
13.09.2008
71
83.590
2
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27.08.2006 906
 
Kapitel 29 Zurück in Avonlea

„Oh, Gil ist es nicht wunderschön wieder heimzukommen?“ fragte Anne, als sie von Bright River nach Avonlea fuhren. „Daheim ist es doch einfach am schönsten. Ich kann es kaum erwarten Jem und Walter zu sehen.“

Sie fuhren die vertrauten roten Wege entlang und die Vögel zwitscherten ihnen munter zu, fast so, als ob sie sich ebenfalls über ihre Heimkehr freuten. Ungeduldig sprang Anne vom Wagen, als sie auf Green Gables angekommen waren. Sie konnte nicht warten, bis Gilbert ihr herunterhalf.

„Anne“, rief ihr Marilla aus dem Garten zu. Anne strahlte und fiel Marilla in die Arme.

„Es ist so schön wieder daheim zu sein, Marilla. Wo sind meine Jungs? Ich kann es nicht erwarten sie zu sehen.“ Fragte Anne ungeduldig.

„Susan ist mit ihnen hinten im Obstgarten....“ zu mehr kam Marilla nicht, denn Anne rannte bereits in den Obstgarten. „Diese Kind,“ Marilla schüttelte den Kopf. „Hallo, Gilbert, schön, dass ihr wieder da seid. Annes Temperament wird sich nie ändern“, fügte Marilla lachend hinzu.

„Das wollen wir doch hoffen, Marilla“, erwiderte Gilbert lächelnd. Dann machte er sich auf den Weg seiner Frau zu folgen.

Susan saß zusammen mit Jem und Walter auf einer Decke und spielte mit ihnen. Jem blickte auf und entdeckte seine Mama.

„Mami, Mami“, rief und rannte seiner Mutter mit ausgebreiteten Armen entgegen. Anne fing ihn auf und hob ihn hoch.

„Mein Jemilein, wie sehr du mir doch gefehlt hast.“ Sie küsste und knuddelte ihn. Dann entdeckte Jem seinen Vater und jauchzte

„Daddy, Daddy“ Gilbert nahm ihn auf den Arm und hielt ihn an sich gedrückt.
Währenddessen ging Anne zu Walter und küsste und knuddelte ihn ebenfalls.

„Wie sehr ihr mir doch gefehlt habt. Walter du bist ja so groß geworden. Hat dir denn deine Mami auch gefehlt?“ Walter griff ihr mit seiner tapsigen Babyhand an die Nase.

„Maaaammma“, sagte er plötzlich.

Anne strahlte „Habt ihr das gehört? Er hat zum ersten mal Mama gesagt. Oh, Walter, mein kleines süßes Kerlchen. Du kannst ja Mama sagen.“ Anne war außer sich vor Freude.

„Daaaddy“ sprach Walter weiter und wedelte mit seinen Ärmchen.

Gerade noch hatte Gilbert über Annes Überschwänglichkeit gelacht, doch nun war er es der begeistert seinen Sohn anstrahlte.

Susan stand da und schüttelte ungläubig den Kopf. „Zwei erwachsene Menschen, die sich aufführen wie kleine Kinder“, lachend sah sie die beiden an. „Es freut mich, dass sie wieder da sind. Es Zeit für den Tee, gehen wir ins Haus.“ Mit diesen Worten ging sie zum Haus und Jem rannte ihr hinterher.

Anne hatte Walter auf dem Arm und Gilbert legte den Arm um sie.
„Wir sind wirklich glücklich, nicht wahr Gil?“

„Ja, Karotte. Mit dir an meiner Seite, kann ich nur glücklich sein.“

Am nächsten Abend gab es im Traumhaus ein Abendessen für Freunde und Familie. Alle waren da, Marilla, Mrs. Lynde, Susan, die Blythes und die Wrights. Anne wollte alle um sich haben und hatte sie darum eingeladen. Man aß und lachte fröhlich miteinander.

„Es tut so gut, euch alle wieder um mich zu haben“, sagte Anne und lächelte sie an. „Ich habe meinen Großvater kennen gelernt und einiges über meine verstorbenen Eltern erfahren. Aber meine eigentliche Familie seid ihr. Euch allen habe ich soviel zu verdanken. Marilla du bist für mich wie eine Mutter und hast mir ein zu Hause gegeben. Diana du bist meine beste Freundin und dafür danke ich dir. Ihr alle seid meine Freunde und gehört zu meinem Leben. Doch am meisten möchte ich mich bei Gilbert bedanken. Er ist es, der mit immer zur Seite steht in Freud und in Leid. Wie wir es uns bei unserer Hochzeit geschworen haben. Wir haben unsere wundervollen Kinder. Ich liebe Dich, Gil. Wie am ersten Tag, nein, ich sollte es anders ausdrücken. Ich liebe dich mit jedem Tag mehr. Man kann es einfach nicht in Worte fassen. Ich glaube es war Gottes Wille, dass ich nicht nach Schottland zu meinem Großvater kam, sondern hier her nach Avonlea. Sonst hätte ich nie den wundervollsten Mann der Welt kennen und lieben gelernt. Hier ist mein Zuhause und meine Familie und nichts sonst auf der Welt brauche ich.“ Sie beugte sich zu Gilbert und küsste ihn.

Alle waren von Annes kleiner Ansprache bewegt. Jeder umarmte und küsste sie auf die Wange. Selbst Mrs. Lynde musste zugeben.

„Das waren sehr bewegende Worte, Anne. Manchmal denke ich ja du bist viel zu romantisch für diese Welt. Aber diese Worte waren wirklich schön, Anne.“

Als alle gegangen waren und die Kinder schliefen. Liefen Anne und Gilbert noch in ihren Garten hinaus. Hand in Hand und der Mond leuchtete ihnen den Weg.

„Mein Anne-Mädchen, du hast heute so viele schöne Worte gesagt, wie kann ich dir nur sagen, wie sehr ich dich liebe.“

„Du brauchst es nicht mit Worten auszudrücken, Gil. Ich kann es in deinen Augen lesen.“

„Vor dir kann ich nie etwa verbergen, Karotte“, er lachte sie schelmisch an.

„Gilbert Blythe, du bist der einzige Mensch, der mich so nennen darf. Ich hoffe das zeigt auch dir, wie sehr ich dich liebe.“

„Ja, Karotte.“ Er grinste und nahm eine ihrer Haarsträhnen in die Hand.
Anne lachte und er küsste sie voller Liebe. Sie hielten sich eng umschlungen und küssten sich lange.

Dann flüsterte Anne: „Lass uns nach oben gehen, Gil “, sie ergriff seine Hand und führte ihn lächelnd zum Haus.

Es war eine bezaubernde und wunderschöne Nacht. Die Sterne funkelten am Himmel und die Grillen zirpten fröhlich ihr Lied.
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