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Anne im Traumhaus

von Steffi A
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Anne Shirley/Blythe Gilbert Blythe Marilla Cuthbert Rachel Lynde
27.08.2006
13.09.2008
71
83.590
2
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27.08.2006 332
 
Kapitel 28 Die Briefe

Für den nächsten Morgen war die Abreise geplant. Anne packte gerade ihre Sachen im Hotelzimmer zusammen, als ein Bote vor der Tür stand. Er bracht ein Päckchen und einen Brief von Miss March:

Liebe Anne,

hier schicke ich Dir die Briefe, die mir Dein Vater aus Kanada geschickt hat. Ich habe sie bereits tausendmal gelesen und habe jedes Wort in meiner Erinnerung gespeichert. Ich glaube, dass sie für Dich wichtiger sind als für mich. Lies sie und bewahre sie gut auf. Ich weiß, Du wirst sie wie einen Schatz hüten. Es war schön, Dich und Gilbert kennen zu lernen. Gott schütze und bewahre Dich und Deine Familie, Anne.

Ich würde mich freuen, wenn du mir einmal schreiben würdest. Zu gerne hätte ich auch Eure Kinder kennen gelernt. Alles Glück, wünsche ich Dir.

Emily March.

Gerührt öffnete Anne das Päckchen und sah einen Stapel Briefe vor sich. Oben auf lag ein Bild. Behutsam nahm sie es in die Hand. Ein Brautpaar war für den Fotografen stillgestanden. Auf der Rückseite stand `Bertha und ich bei unserer Hochzeit`.
Anne drehte das Bild wieder um und Tränen schossen ihr in die Augen. Ein Bild, ein Bild von ihren Eltern. Lächelnd standen sie vor der Kamera. Nun wusste Anne, wie ihre Eltern ausgesehen hatten.

„Genauso habe ich sie mir immer vorgestellt. Sie sind wunderschön“, flüsterte sie und strich mit einem Finger sanft über die Gesichter.

Gilbert betrat das Zimmer und sah Anne weinend dastehen. „Anne“, rief er erschrocken, „ was ist passiert?“

„Nichts, Gil“ sie lächelte ihn an und wischte sich die Tränen von der Wange. „Ich hab nur zum erstenmal meine Eltern gesehen.“

Verwundert sah Gilbert sie an.

„Sieh nur“, sagte Anne und reichte ihm das Foto. „Sind sie nicht wunderschön?“ fragte sie ihn.

„Du siehst deiner Mutter wirklich sehr ähnlich, Anne.“

Anne fiel ihm um den Hals und schmiegte sich eng an ihn. „Oh, Gil, endlich weiß ich woher ich komme. Wie oft habe ich mir das als kleines Mädchen gewünscht.“
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