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Anne im Traumhaus

von Steffi A
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Anne Shirley/Blythe Gilbert Blythe Marilla Cuthbert Rachel Lynde
27.08.2006
13.09.2008
71
83.590
2
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27.08.2006 788
 
Kapitel 25 Eine Reise nach Halifax

Eine Woche später fuhren Anne und Gilbert nach Halifax. Nach einem Telefonat mit Mr. McKenzie würden sie sich zunächst im Büro von Hamilton & Hamilton Treffen. Mr. McKenzie würde sie selbst zu Sir Shirley begleiten.

Jem und Walter waren auf Green Gables bei Marilla und Mrs. Lynde. Susan würde den beiden alten Damen solange bei der Aufsicht über die Kinder helfen. Anne war der Abschied von ihren Kindern schwer gefallen. Sie war noch nie länger als ein paar Stunden von ihnen getrennt gewesen und jetzt würde sie einige Tage fort sein. Dr. Blair kümmerte sich in Gilberts Abwesenheit um dessen Patienten.

Nachdem sie in einem Hotel untergekommen waren, machten Anne und Gilbert sich auf den Weg zu der Kanzlei. Mr. McKenzie erwartete sie bereits.

„Mr. Und Mrs. Blythe, herzlich willkommen. Wie schön, dass sie es sich doch noch überlegt haben.“ Er reichte ihnen die Hand und führte sie in sein Büro. Er fragte sie, ob die Reise angenehm gewesen wäre und er hoffe, dass sie mit ihrem Hotel zufrieden seien.

“Da fällt mir ein, sind sie zufällig mit Mr. McKenzie in Charlottetown verwandt?“ fragte Gilbert ihn.

„Ich habe einen Onkel in Charlottetown“, antwortete Mr. McKenzie.

„Auf unserer Hochzeitsreise haben wir Mr. MeKenzie im White Sands Hotel kennen gelernt, er ist dort der Geschäftsführer“, Gilbert nahm einen Schluck von dem ihn angebotenen Tee.

„Ja“, Mr. McKenzie lächelt „das ist mein Onkel. Die Welt ist doch wirklich klein.“

„Er ist ein sehr netter, interessanter Mann“, schaltete Anne sich jetzt in das Gespräch ein.

Eine Weile plauderten sie noch so weiter, dann sah er auf die Uhr. „Oh, es wird Zeit, dass wir uns auf den Weg machen, ich habe unsere Ankunft für 16. 00 Uhr angekündigt.“

Der Wagen hielt vor einem schmucken Haut im viktorianischen Stil. Es lag an der besten Straße in Halifax. Hier wohnten die Leute, die es sich leisten konnten, zu zeigen, was sie hatten. Im Garten wuchsen wunderschöne rote Rosen. Das Haus war groß, aber es wirkte auf Anne in diesem Moment nicht sehr einladend. Ihr Herz pochte wild gegen ihre Brust und ihre Hand fuhr nervös durch ihr Haar.

Mr. McKenzie war bereits ausgestiegen und lief die Treppen hinauf. Gilbert sah Anne an, die mit einem nervösen Blick auf das Haus sah.

„Wir können immer noch umkehren, wenn du möchtest, Anne“, er hielt ihr die Hand zum aussteigen hin.

Anne schluckte und ergriff seine Hand. „Nein, es ist schon in Ordnung.“

„Vergiss nicht, ich liebe dich Karotte. Ganz egal, was uns hier erwartet.“

„Danke, Gil.“ Sie küsste ihn rasch auf die Lippen und er drückte ihre Hand, als sie sich auf den Weg zum Eingang machten.

Mr. McKenzie klingelte und ein Butler in einem eleganten Anzug öffnete ihnen die Tür.

„Würden sie bitte Miss March melden, dass Mr. McKenzie hier ist. Ich bin angemeldet“, bat Mr. McKenzie höflich.

„Sehr wohl, Sir. Wenn die Herrschaften solange in der Vorhalle warten möchten“, erwiderte der Butler steif und schloss die Tür nachdem sie eingetreten waren. Dann machte er sich mit steifem Schritt auf den Weg. Da standen sie nun in der Vorhalle und sahen sich gespannt um. Hier war ein Haus, das sicherlich genau zu Sir Shirleys gesellschaftlichem Stand passte. An Geld schien es nicht zu mangeln.

Der Butler kehrte zurück und bat sie in den Salon. Kaum hatten sie den Raum betreten, da stürmte eine kleine pumelige, ältere Frau auf sie zu.

„Oh, mein Gott“, rief sie aufgeregt, „sie müssen Anne sein, nicht wahr? Walter und Berthas kleine Anne. Ich hab schon nicht mehr daran geglaubt sie in diesem Leben noch zu sehen.“

Tränen standen in ihren Augen. Ergriffen betrachtete sie Anne. Sie musste ungefähr 60 Jahre alt sein. Ihr Haar war zu einem Knoten aufgesteckt und war schon fast ganz grau. Früher einmal muss es wundervoll schwarz gewesen sein. Sie war gut einen Kopf kleiner als Anne. Sie strahlte eine Liebe und Wärme aus und Anne hatte sie vom ersten Moment an in ihr Herz geschlossen.

„Diese Ähnlichkeit, sie sehen genauso aus wie ihre Mutter, nur die Haare, die haben sie von ihrem Vater geerbt“, gedankenverloren sah sie Anne an. Mr. McKenzie räusperte sich.

„Oh...“, Miss March wischte sich eine Träne von der Wange. „Entschuldigen sie mein Benehmen. Ich bin Miss March. Mr. McKenzie hat ihnen bestimmt von mir erzählt. Herzlich willkommen. Bitte setzten sie sich doch.“ Miss March hatte ihre Fassung wieder gewonnen und war jetzt die perfekte Gastgeberin.

Ein Dienstmädchen sah herein und Miss March rief ihr zu sie solle den Tee servieren.

„Ich werde mich jetzt um die geschäftlichen Dinge kümmern, die ich für Sir Shirley noch erledigen möchte“, mit diesen Worten zog sich Mr. McKenzie zurück, um ihn das Büro von Sir Shirley zu gehen.
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