Separate Lives

GeschichteAllgemein / P12
17.08.2006
08.06.2008
10
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Anmerkung des Autors:

Hallo liebe Leser,

ich habe ein bißchen gar stark in der Geschichte von Emergency Room herumgewühlt und hoffe ihr seid mir nicht allzuböse deswegen. ;-)

- Wir sind so ca. am Beginn der 11. Staffel.
- Dr. Clemente ist seit 2. Wochen am County
- Luka und Clemente sind die beiden Oberärzte
- Susan ist noch normale Ärztin im County
- Dave Malucci spielt wieder mit
- Kem ist schon in Frankreich, John noch im County

Viel mehr fällt mir im Moment nicht ein was ich viel geändert habe.

Inhalt:
Die neuen Assistenzärzte Abby Lockhart, Ray Barnett, Sarah Andrews und Archie Morris treten ihren Dienst im County an. Die ersten Monate laufen recht gut für alle, doch als sie erfahren dass nur die Hälfte von ihnen nach dem ersten Jahr am County bleiben darf, gibt es Unruhen in der Gruppe, was sowohl die Ärzte im County als auch die Patienten zu spüren bekommen. Von da an läuft es rund im County.

Hauptcharaktere sind auf jeden Fall: Ray Barnett, Abby Lockhart, Archie Morris, Sarah Andrews, Luka Kovac, John Carter, Susan Lewis, Victor Clemente und Samantha Taggert.

Vermutlich wird die Story recht lang, weil ich eine Menge Ideen habe. Über ein paar Leser und Reviews würde ich mich sehr freuen. :-D

Nun wünsche ich euch aber erstmal viel Spaß beim Lesen,
California

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Part 1 – Die Neuankömmlinge

Es war einer dieser trüben verregneten Tage in Chicago. Jerry stand hinter der Anmeldung und war mit einem Computerspiel beschäftigt.
Bis jetzt war es ruhig in der Notaufnahme, es war aber auch erst 10 Uhr Vormittags.

„So ein Mist!“, genervt kam Dr. Clemente durch den Eingang, vorbei an der Anmeldung auf den Weg ins Ärztezimmer.
„Ich wünsche ihnen auch einen schönen Guten Morgen!“, rief ihm Jerry hinterher. Doch Victor bekam dies gar nicht mehr mit, er war schon im Ärztezimmer verschwunden.

„Wem gehört der Wagen der in der Einfahrt steht?“, rief Kerry durch die ganze Notaufnahme als sie sie betrat. Sie sah Jerry an. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Was war denn heute mit allen los?! Wieso war jeder so gereizt?!
„Das ist meiner!“, meinte Dr. Clemente der eben neben Kerry auftauchte.
„Sofort weg damit!“, sie sah ihn mit einem strengen Blick an.
„Ich muss auf den Pannendienst warten, der Wagen ist hinüber!“, verteidigte sich Victor.
„Mir ist egal wie, das Auto verschwindet sofort aus der Einfahrt!“, daraufhin verschwand Kerry im Ärztezimmer.
„Toll, weil ich ja zaubern kann!“, bemerkte Dr. Clemente sarkastisch. Er fuhr sich mit der Hand über den Nacken. „Jerry, sie können mir doch sicher helfen den Wagen wegzuschieben!“

„Würde ich sehr gerne, aber ich habe hier noch diesen Aktenberg zu kopieren den sie mir gestern vorgesetzt haben!“, Jerry grinste den Doktor an und machte sich daraufhin auf zum Kopierer.

Victor verdrehte die Augen und machte sich auf den Weg nach draußen.
„Guten Morgen!“, begrüßte Abby den Arzt als er ihr entgegenkam.
Doch sie bekam nur ein muffiges, „Morgen!“ zurück.

„Was ist dem denn über die Leber gelaufen?“, fragte sie Jerry als sie an der Anmeldung ankam.
„Wem denn? Heute ist einigen etwas über die Leber gelaufen!“, er grinste.
„Dr. Clemente! Wer ist denn noch schlecht drauf?“
„Dr. Weaver!“, berichtete Jerry.
„Die armen neuen Assistenzärzte!“
„Du bist doch ab heute auch einer!“
Abby grinste, „Ja, aber ich kenne die Launen unserer Chefs ja schon!“ Daraufhin ging Abby ins Ärztezimmer wo ihr Kerry über den Weg lief.
„Guten Morgen Kerry“!, Abby ging zu ihren Spind hinüber.
„Morgen Abby!“, sie ging auf die neue Assistenzärztin zu, „Hier dein Arztkittel. Viel Glück für den ersten Tag!“ Sie lächelte Dr. Lockhart zuversichtlich zu.
Abby nahm den Kittel entgegen, „Danke Kerry!“
‚Von wegen schlecht aufgelegt!’, schoss es ihr durch den Kopf.
Abby hängte ihren Mantel in den Spint und zog sich den weißen Arztkittel an. Bevor sie aus dem Zimmer ging, betrachtete sie sich im Spiegel. Sie war stolz darauf es schon mal soweit geschafft zu haben. In dem Moment ging die Tür auf und Luka kam herein.
Er lächelte als er sie in ihrer neuen Uniform sah: „Guten Morgen, Dr. Lockhart!“
„Guten morgen!“, sie schien etwas peinlich berührt und verschwand daraufhin auch gleich aus dem Zimmer. Abby war nun doch schon etwas nervös vor ihren ersten Tag als Ärztin.

Eine halbe Stunde später kam Clemente völlig durchnässt in die Aufnahme zurück.
„Haben sie das Auto weggeschafft?“, fragte Kerry als sie ihn zur Tür reinkommen sah.
„Ja hab ich!“, meinte er schroff zurück und nieste daraufhin.
Kerry schnappte sich eine Krankenakte und kehrte Victor den Rücken zu als sie auf die Eins zuging: „Gehen sie sich umziehen, sie tropfen den ganzen Boden voll!“
Dieser schüttelte nur genervt den Kopf und verschwand wieder im Ärztezimmer. Das war heute eindeutig nicht sein Tag.

„Jerry sind die Assistenzärzte schon da?“, fragte Luka während er einen Patienten von der Tafel strich.
„Bis jetzt ist nur Dr. Lockhart da, aber es ist ja auch noch nicht 11 Uhr!“, teilte im Jerry mit.
„Ruf mich bitte wenn alle da sind!“, daraufhin machte er sich auch schon auf zu seinem nächsten Patienten.

„Na, wieder alles trocken?“, fragte Jerry grinsend Clemente, als dieser wieder an der Aufnahme auftauchte.
„Sehr witzig!“, sagte dieser nur darauf und sah sich die Tafel an.
Im gleichen Moment gingen die Türen der Notaufnahme auf und eine junge blonde Frau kam herein.
„Hallo, wen haben wir denn da?!“, flüsterte Victor vor sich hin. Jerry verdrehte die Augen.
Die junge Frau kam zur Aufnahme, „Guten Tag!“
Jerry ging zu ihr hinüber, Clemente blieb leicht auffällig hinter ihm stehen.
„Guten Tag, was kann ich für sie tun?“, fragte Jerry wie immer in seinem freundlichen Ton.
„Mein Name ist Sarah Andrews, ich bin eine der neuen Assistenzärzte!“, stellte sie sich vor.
„Ah, verstehe. Ich...!“, Jerry wollte sich eben vorstellen als ihm Victor ins Wort fiel: „Willkommen im County, ich bin Dr. Clemente. Der Oberarzt!“ Er schüttelte der jungen Ärztin die Hand.
„Einer der Oberärzte wohlbemerkt!“, fügte Jerry noch hinzu.
Sarah musste lächeln, Victor schenkte Jerry einen genervten Blick.
„Dr. Clemente, wir brauchen sie in der Zwei!“, rief Haley, eine der Schwestern.
Dieser seufzte und sah Dr. Andrews an: „Tut mir leid, die Pflicht ruft.“  Sarah fand die ganze Szene schon fast witzig, wie der Arzt versuchte ihr zu imponieren.
Haley steckte den Kopf noch einmal aus der Zwei: „Sofort!“
„Ja, ja, ich komme schon!“, leicht angenervt machte er sich auf den Weg.

Etwas irritiert über das Benehmen des Oberarztes drehte sich Dr. Andrews wieder zur Aufnahme.
„Ich weiß was Sie denken. Aber keine Angst, die anderen beiden Oberärzte sind nicht annähernd so drauf. Ich bin Jerry!“, stellte er sich vor. Sarah lächelte und reichte im die Hand, „Da bin ich aber froh!“
„Sie können inzwischen dort in der Wartezone Platz nehmen. Wir erwarten ja noch ein paar Assistenzärzte!“, bot er ihr an.
„Danke!“
Dr. Andrews setzte sich auf einen der freien Sitze und beobachte das Treiben in der Notaufnahme. Wie sie bemerkte schienen die meisten der Ärzte ein eingespieltes Team zu sein.

Seufzend kam Dave Malucci mit einer der Krankenakten an der Aufnahme an.
Als er sich eine Neue nahm, bemerkte er die junge Frau in der Wartzone sitzen. „Hübsch, Hübsch!“, flüsterte er vor sich hin und machte kehrt auf sie zuzugehen, als sich ihm unerwartet Jerry in den Weg stellte, „Vergiss es, die junge Dame wartet auf Dr. Kovac!“

„Achja? Ist die nicht etwas jung für ihn?“, Dave zog eine Augenbraue hoch und lugte an dem großen Mann vorbei. Doch bevor ihn Jerry aufklären konnte, rief ihn auch schon Dr. Weaver zu sich.
Jerry zuckte mit den Schultern. Malucci vergas sowieso meist die Hälfte von dem was man ihm sagte.

Mittlerweile war es 11 Uhr geworden und zu Dr. Andrews hatten sich noch 2 weitere Assistenzärzte dazugesellt. Die zwei anderen jungen Damen, Sharon Parker und Linda Dalton, schienen sichtlich nervös zu sein. Ihre Blicke wirkten hektisch.
Sarah war natürlich auch nervös, nur konnte sie dies etwas besser verbergen. Sie war in solchen Momenten eher etwas ruhiger
„Hier bin ich!“, hörte man plötzlich jemanden in einem etwas lauteren Ton sagen. Die Blicke der 3 Assistenzärztinnen, wie auch die von Jerry und Abby, wanderten zur Tür hinüber in der eben ein junger Mann mit kurzen roten Haare aufgetaucht war.
„Wer ist denn das?“, fragend sah Abby zu Jerry.
Dieser machte keinen glücklichen Eindruck: „Ich befürchte einer der neuen Assistenten!“
Da ging die Tür noch einmal auf und knallte dem rothaarigen Jüngling gegen den Rücken, so das dieser stolperte. Die anderen mussten Lachen.
„Hey, kannst du nicht aufpassen!“, schnauzte er den jungen Mann an der eben hereingekommen war.
„Sorry, konnte ja nicht wissen das hinter der Tür jemand steht.“, entschuldigte sicher dieser. Daraufhin ging der junge Mann mit dem leicht angedeuteten Schnauzer und dem Kinnbärtchen zur Aufnahme. „Hy, Ray Barnett. Ich soll mich hier melden, bin einer der neuen Assistenzärzte.“

„Dr. Kovac!“, rief Dave, als er sah dass dieser auf den Weg zur Aufnahme war. Luka drehte sich kurz um, ging aber weiter: „Was gibt’s Malucci?“
Schnaufend kam Dave schließlich kurz vor der Aufnahme bei ihm an, „Ich wusste gar nicht dass sie Kontakt zu so jungen Damen pflegen?“ Er grinste vor sich hin.
Luka schien gestresst: „Bitte was?“
Die Beiden kamen an der Tafel zum stehen. Dave schluckte, das war wohl der falsche Moment zum Scherzen. „Ähm, ja Dr. Weaver, ich komme schon!“, rief er und verschwand hinter Dr. Kovac. Natürlich war da weit und breit keine Kerry die auf ihn wartete.
„Von was redet der Kerl?!“, fragte er Jerry. Luka war sichtlich genervt von Daves dauernden unsinnigen Geschwafel.
„Keine Ahnung!“, meinte Jerry und setzte eine unwissende Miene auf, „Aber die Assistenzärzte wären nun alle da!“
„Alles klar, danke dir!“ Luka machte sich auf zur Wartezone und rief daraufhin auch gleich Abby zu sich.

Luka ging auf die Gruppe zu: „Hallo, ich bin Dr. Kovac! Ich bin zusammen mit Dr. Weaver und Dr. Clemente einer der leitenden Oberärzte.“ Luka warf einen Blick in seine Unterlagen: „Sehen wir mal, wen wir hier aller haben! Dr. Abby Lockhart!“ “Hallo!” sagte diese in die Runde.
„Dr. Abby Lockhart ist schon seit längeren bei uns und war bis jetzt als Krankenschwester bei uns tätig. Ich bin mir sicher sie wird Ihnen bei Fragen zum County gerne zur Seite stehen!“ Dr. Kovacs Blick fiel eine Zeile weiter, dann hätten wir hier noch Dr. Linda Dalton!“ Er sah zu den 3 jungen Damen. „Das bin ich!“, meldete sich die etwas stattliche gebaute Frau mit den dunklen kurzen Haaren.
„Dr. Sharon Parker!“, las er weiter vor. „Hi!“, die junge Frau mit den langen braunen Haaren meldete sich.
„Und dann haben wir hier noch Dr. Sarah Andrews!“, las Luka vor und sah zu ihr hinüber. „Hallo!“, sagte diese und lächelte leicht durch die Runde.
„Ich habe Ihre Abschlussarbeit gelesen. Sehr beeindruckend!“, lobte sie Dr. Kovac.
Sarah schien leicht verlegen: „Danke, das freut mich zu hören!“
„Wow, wir haben also ein Genie unter uns!“, meinte der rothaarige Junge Mann. Darauf erntete er ein paar irritierte Blicke seiner zukünftigen Kollegen.
„Das meinte ich ganz im Positiven!“, verteidigte er sich, „Übrigens, ich bin Dr. Archie Morris.“ Er reichte Luka die Hand. Ray schüttelte den Kopf, der Rotschopf schien nicht ganz dicht zu sein.
„Dann müssen Sie Dr. Ray Barnett sein!“, stellte Luka fest. „Ganz genau! Hallo!“, sagte dieser.

„Nun gut, da wir nun anscheinend vollzählig sind, werde ich sie jetzt mal den Ärzten zuteilen!“, Luka drehte sich um, „Jerry hole mir bitte Dr. Weaver, Dr. Clemente und Dr. Lewis her.“
Er wandte sich wieder seinen Schützlingen zu: „Gehen wir inzwischen ins Ärztezimmer, dort bekommen sie von mir ihre Arztkittel und sie können ihr Sachen in die Spinde räumen. Folgen sie mir!“
„Soll ich auch mitkommen, Dr. Kovac?“, fragte Abby spielend ernst.
Luka lächelte ihr nur einmal zu. Natürlich musste sie diese Tour ins Ärztezimmer nicht mitmachen.
Die jungen Ärzte folgten Luka.

Im Ärztezimmer angekommen teilte er die Kittel aus: „Hier herinnen ist unser kleiner Pausenraum, der von Ihnen allen gerne benutzt werden kann. Eine Regel gibt es allerdings, wer den letzten Schluck Kaffee aus der Kanne nimmt, muss Neuen machen. Die hinteren 5 Spinde sind noch frei. Die Kombinationen können Sie alle selbst einstellen. Beschreibung liegt im Spind. In 5 Minuten treffen wir uns wieder an der Aufnahme!“ Daraufhin verließ Luka das Zimmer.

Die jungen Ärzte machten sich daran ihre Sachen zu verstauen.
„Oh Sorry, wolltest du den haben?“, Ray wich zur Seite, als er bemerkte dass Sarah zum selben Spind griff.
„Schon okay, ich nehme einfach den daneben!“, sie lächelte freundlich und hängte ihre Jacke in den Spind nebenan.
„Ich bin übrigens Ray!“, er hielt ihr die Hand entgegen. Das Lächeln blieb weiterhin auf ihren Lippen: „Ich weiß, Sarah!“
„Was war das für eine Arbeit von der Dr. Kovac gesprochen hat?“, wollte Ray schließlich wissen. Er schien recht neugierig zu sein.
„Ach, das war nichts Besonderes. Es ging um...!“, setzte Sarah an, wurde aber dann von Morris unterbrochen, „Ich glaube wir sollten langsam gehen, Dr. Kovac wartet sicher schon.“ Dann wandte er sich an Dr. Andrews und kehrte Ray den Rücken zu: „Mein Name ist Dr. Archie Morris. Falls sie einmal Hilfe beim Lernen brauchen. Ich stehe Ihnen immer zur Verfügung!“ Ray rollte mit den Augen. Sarah wusste nicht so ganz was sie nun antworten sollte, sie schien leicht angewidert: „Ähm, ja, ich glaube Dr. Kovac wartet!“ Daraufhin schummelte sie sich an Ray und Morris vorbei und flüchtete zur Aufnahme hinaus.
„Das war wohl nichts!“, stellte Ray grinsend fest und folgte Dr. Andrews mit den Händen in den Hosentaschen. Archie zuckte nur mit den Schultern und ginge ebenfalls zur Aufnahme.

Mittlerweile hatten sich an der Aufnahme noch weitere Ärzte eingefunden.
„Guten Tag, ich bin Dr. Weaver, die leitende Oberärztin!“, begrüßte diese die jungen Assistenten. „Dr. Clemente, ebenfalls Oberarzt!“, stellte sich dieser vor.
“Ich bin Dr. Lewis!“, sagte diese und sah durch die Runde.

„Also gut, Dr. Kovac, haben sie die Assistenten den Ärzten schon zugeteilt?“, wollte Kerry wissen.
„Nein, ich wollte warten bis sie alle anwesend sind!“, meinte dieser und sah wieder in seine Unterlagen.
„Also dann!“, forderte sie ihn auf.
„Okay, dann sehen wir mal nach wer welchen Arzt zugeteilt wurde! Zu Dr. Lewis kommen Dr. Ray Barnett und Dr. Linda Dalton.“, verkündete Luka. Die Beiden gingen zu Susan hinüber.
„Zu Dr. Clemente kommen Dr. Abby Lockhart und Dr. Sharon Parker!“
‚Oh Nein!’, ging es Sarah durch den Kopf, das konnte nur eines bedeuten.
„Und schließlich zu mir kommen Dr. Archie Morris und Dr. Sarah Andrews!“
„Die Arme!“, flüsterte Ray, Dr. Dalton zu.
„Allerdings!“, stimmte ihm diese zu.
„Was für ein Zufall, jetzt können wir sogar zusammen arbeiten!“, Morris war sichtlich erfreut.
Sarah weniger: „Ja, toll!“
„Also, da auch das erledigt wäre kann die Arbeit für euch beginnen. Dr. Kovac, Dr. Lewis und Dr. Clemente werden Ihnen heute noch das County zeigen. Ich bin mir sicher sie werden sich hier schnell einleben. Der Dienstplan wird immer Anfang des Monats geschrieben. Sie bekommen ihn dann bevor sie heute nach Hause gehen. Also, auf gute Zusammenarbeit!“, Kerry sah noch einmal durch die Runde und verschwand dann aber auch gleich in Richtung der Aufzüge.

Die Ärzte widmeten sich nun ihren Schützlingen.
Dr. Lewis machte sich mit Ray und Linda auf in Richtung der Behandlungsräume.
Als auch Luka mit Sarah und Morris verschwunden war, standen nur noch Clemente, Abby und Sharon an der Aufnahme.
Victor schien keine große Lust zu haben den Lehrer zu spielen: „Abby zeigen sie ihr die Notaufnahme und danach kümmern sie sich beide um die Patienten!“
„Wäre es nicht ihre Aufgabe sie herumzuführen?“, fragte Abby nach, der Ton des Arztes gefiel ihr so gar nicht.
„Ich habe Patienten!“, darauf ließ er die Beiden einfach stehen.
Abby drehte sich zu Dr. Parker um: „Komm, ich zeig dir die Aufnahme!“
„Danke!“, Sharon schien fast erleichtert. Clemente war auch ihr nicht sonderlich sympathisch.

„So, und schon sind wir wieder an der Aufnahme angelangt. Mit der Patiententafel könnt ihr euch dann noch vertraut machen. Gibt es noch irgendwelche Fragen?“, Susan sah die zwei Assistenten fragend an.
„Wann dürfen wir zu den Patienten?“, wollte Ray wissen der schon ganz begierig darauf war die ersten Patienten zu behandeln.
„Nach der Orientierung, und die findet...!“, Susan sah auf ihre Uhr, „genau in 10 Minuten statt!“
„Und wohin müssen wir?“, fragte Linda nach.
„Ach, sorry, im Auditorium im 2. Stock. Danach kommt bitte gleich wieder herunter. Ich habe so das Gefühl das es heute noch stressig wird! Viel Spaß!“, daraufhin schnappte sich Susan eine der Krankenakten und machte sich auf den Weg zu einem Patienten.
„Wie machen sich die Neuen bis jetzt?“, wollte Malik wissen der schon bei dem Patienten auf sie gewartet hatte.
„Ray scheint ziemlich wissbegierig zu sein. Ist auch nicht auf den Mund gefallen. Linda ist recht ruhig. Mal sehen wie sich die Beiden weiterhin machen!“
„Wissen die Neuen überhaupt, dass nach dem ersten Jahr nur maximal 3 von ihnen bei uns bleiben werden?!“, Malik zog eine Augenbraue hoch.
Susan schüttelte den Kopf, „Bis auf Abby weiß es noch keiner!“
„Das ist aber den anderen gegenüber nicht fair!“, meinte der ältere Patient der eben von Dr. Lewis untersucht wurde.
Diese lächelte: „Das stimmt, deswegen werden wir es den anderen wohl auch erzählen!“

Während Abby auf den Aufzug wartete um in den 2. Stock zu fahren, kam Sarah dazu.
„Wo ist der Rotschopf?“, fragte Abby.
„Der ist gerade dabei Dr. Kovac den letzten Nerv zu rauben!“, Sarah zeigte hinter sich und seufzte.
Dr. Lockhart sah an ihr vorbei zur Aufnahme hinüber. Dort standen die Beiden. Luka lehnte gelangweilt von Morris Gerede, mit verschränkten Armen, an der Wand und nickte nur ab und an.
„Du hast zwar den schwarzen Peter mit Morris gezogen, aber du hast den besseren Oberarzt erwischt!“, meinte Abby als sie in den Aufzug einstiegen.
„Ja, Dr. Kovac scheint ziemlich in Ordnung zu sein. Ich bin mir sicher man kann viel von ihm lernen!“
Die Türen schlossen sich. Sarah drückte den Knopf in den 2. Stock: „Dr. Clemente ist etwas seltsam drauf, oder?“
„Er ist erst seit 2 Wochen bei uns. Er macht sein Ding und will sich bei uns nicht einfügen. Das ist das Problem bei ihm. Tja und seine Art. Mir kommt er manchmal leicht schizophren vor. Aber vielleicht tu ich ihm auch unrecht.“, Abby zuckte mit den Schultern.

Während die neuen Assistenten bei der Orientierung waren trafen sich die Oberärzte und Susan an der Aufnahme.  
„Ich finde wir sollten ihnen sagen dass am Ende des Jahres nur die Hälfte von Ihnen hier bleiben kann!“, meinte Dr. Lewis.
„Ich weiß nicht Susan, das verstärkt doch nur den Konkurrenzkampf der so und so schon da ist!“, Kerry war nicht sonderlich begeistert von der Idee.
Luka nickte, „Ich bin Kerry’s Meinung, wozu den Armen noch mehr Stress machen als sie so und so schon haben werden!“.
„Was meinen sie dazu Dr. Clemente?“, wollte Dr. Lewis wissen.
Diesem schien das Ganze ziemlich egal zu sein: „Von mir aus sagen sie es Ihnen!“

„Ich brauche Hilfe!“, hörten sie plötzlich jemanden rufen, „Ich habe im Taxi eine Frau die gleich ihr Kind bekommt!“
„Susan!“, sagte Luka und deutete ihr zu folgen. Malik folgte ihnen darauf mit einem Rollwagen hinaus zum Taxi.
Darin lag eine Hochschwangere Frau. Die Fruchtblase war bereits geplatzt.
„Kommen sie, wir helfen ihnen!“, Luka und Malik halfen der Frau aus dem Auto und legten sie auf die Trage. „Ich kann das Köpfchen schon sehen!“, rief Susan.
„Schnell in die Eins!“, Luka und Malik rollten den Wagen so vorsichtig, aber auch so schnell es ging durch die Notaufnahme.
Ray kam gerade mit Sarah und Linda von den Aufzügen in die Notaufnahme zurück. „Schon mal bei einer Geburt geholfen Dr. Andrews?“, rief Luka zu ihr hinüber. „Nein!“, rief diese.
„Dann kommen sie!“, Dr. Kovac deutete ihr schnell nachzukommen. Sie nickte und folgte ihnen erfreut in die Eins.
Ray und Linda blieben etwas verdutzt stehen. Plötzlich steckte Susan den Kopf aus der Tür: „Hey ihr Beiden, auf was wartet ihr noch?“ Sie zwinkerte ihnen zu. Erfreut über diese Einladung, liefen sie so schnell sie konnten in den Behandlungsraum, wo die Geburt schon in vollem Gange war.
„Maggy, sie müssen pressen!“, Dr, Andrews hielt die Hand der werdenden Mutter.
„Der Kopf ist schon da, immer weiter Maggy!“, Luka schien bisweilen alles unter Kontrolle zu haben.
„Es tut so weh!“, weinte die Mutter.
Sarah versuchte sie zu beruhigen: „Noch ein paar Mal  kräftig pressen, dann haben sie es geschafft!“
„Es kommt!“, Ray beobachtete das Ganze angespannt. Und kaum eine halbe Minute später schallten Babyschreie durch den ganzen Raum. Die Gesichter der Ärzte erhellten sich. „Gratuliere Maggy, sie haben eine wunderschöne kleine Tochter!“, Dr, Kovac legte der Mutter das Baby in den Arm.
Maggy schien überglücklich. Es war ein unglaublich tolles Gefühl für die drei Assistenten gleich am ersten Tag so ein Wunder miterleben zu dürfen.
Luka beobachtete seine 3 Schützlinge und es huschte ihm ein Lächeln über die Lippen. Wenn sie mit solch einer Liebe auch bei ihrer Arbeit dabei sein würden, ist es bestimmt der richtige Job für sich. Doch leider gehören solche Momente wie der eben auf der Notaufnahme zu den wenigen Ausnahmen. Wie sie sich in Situationen verhalten würden in denen es um Leben und Tod geht, würde sich erst herausstellen.

Fortsetzung folgt
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