Aufbruch ins Unbekannte

von Drachie
GeschichteSci-Fi / P16
14.08.2006
12.01.2012
9
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Zu der Fanfiktion selber:

Die spielt zwar im Star Trek universum, aber es gibt einige dinge die nicht der Abfolge der Serien wie DS9, TOS, TNG und VOY entsprechen. Diese tatsache ist dem Autor sehr wohl bekannt und absitchlich so gewählt.


=/\= =/\= Der Beginn =/\= =/\=



Wie ein schwarzer Vorhang mit lauter kleinen Lichtern darauf. Gelegentlich sieht man ein helles Aufblitzen in der Unendlichkeit des Alls. In einer geostationären Umlaufbahn um die Erde kreist eine der vielen Raumwerften der Föderation, wo munter gearbeitet wird, um ein neues Raumschiff fertig zu stellen, das als Aushängeschild in einer schweren Zeit dienen soll. Langsam lässt sich erahnen, dass dort ein neuer Prototyp gebaut wird, der die Form einer Pfeilspitze hat.


Zur gleichen Zeit im Hauptquartier der Föderation in San Fransisco auf der Erde...


„...und wie lange dauert es noch, bis das Schiff voll einsatzbereit ist, Mr. Long?“, fragt Admiral Janeway aufgebracht über die Verzögerung im Zeitplan, der schon drei Monate länger dauert, als es eigentlich vom Planungsstab festgesetzt war. „Meine Ingenieure arbeiten schon mit Hochdruck rund um die Uhr, Admiral. Wir denken, dass wir nach Abschluss der Tests am Warpkern das Schiff zum Auslaufen freigeben können. Das wir in circa zwei Wochen sein.“, versucht sich Long zu verteidigen. „ZWEI WOCHEN??“, schreit der Admiral durch das Büro. „Das kann doch nicht wahr sein oder? Wieso dauert das so lange?“

„Nun, Ma’am... das Schiff hat vier Warpkerne. Und wir müssen eben noch sehen, ob es gefahrlos möglich ist diese auch gemeinsam laufen zu lassen. Das ist eben noch Neuland und deswegen die Tests.“, gibt Long ihr sofort als Antwort. Der Admiral nickt kurz und entlässt somit den Chef-Ingenieur der Raumwerft. Als Long das Büro verlassen hat, nimmt sie ein PADD zur Hand, auf dem die Personalakten derer gespeichert sind, die als Kommandocrew des neuen Schiffs in Frage kommen.


Zwei Stunden später im Hörsaal für taktische Manöver...


„Sehen Sie, Kadett Core, was Sie für einen Fehler bei Ihren Manöver gemacht haben?“, fragt Thomas Nachtmeister einen sehr jungen Kadetten im vierten Jahr, der kurz vor seiner Prüfung zum Ensign steht. „Nein, Sir, laut meinen Überlegungen ist das Manöver ausführbar.“, gibt dieser prompt zurück. „Ausführbar schon. Aber nur ein einziges Mal, wenn Sie überhaupt dazu kommen sollten. Ihre Kombination aus den typischen Angriffs- und Verteidigungsmanövern belastet den Warpkern so stark, dass wenn Sie da auch nur einen einzigen Schuss abgeben würden, Ihr Schiff atomisiert würde. Ich hoffe Sie lernen ALLE aus dem Fehler, den Mr. Core bei seinen Überlegungen gemacht hat.“, gibt Thomas all den anwesenden Kadetten als Antwort, gerade als der Admiral eintritt und dem Vortrag lauscht. „Also, notieren Sie sich alle Folgendes: Niemals einen Deadeye, einen Hit and Run und eine 180°-Hochenergiewende in einem Manöver vereinigen, wenn Ihnen Ihr Leben und das Ihrer Mannschaft am Herzen liegt. Und das...“ „...das Leben von Vielen ist wichtiger als das Wohl eines einzelnen.“, vervollständigt Janeway den Satz. Kaum hat sie das gesagt, stehen alle Kadetten im Raum stramm und salutieren.

„Sie können sich setzten. Ich will nur Ihren Professor eben für einen Augenblick entführen.“ sagt sie und sieht dabei Thomas sehr ernst an. Dieser nickt. „Also überlegen Sie sich ein taktisch vorteilhaftes Manöver für die von mir gestellte Aufgabe, bis ich wieder da bin.“, teilt Thomas seinen Kadetten mit, bevor er den Raum in Richtung seines Büros auf dem Campus verlässt.

„Ich habe einen Auftrag für Sie, Commodore Nachtmeister. Sie sollen mit unserem neuen Prototypen eines Schiffes starten und für Sicherheit sorgen. Sie treffen Ihre Crew um 0900 morgen früh an Bord der NX-27491 Protection auf der Terra-Raumwerft. Und passen Sie diesmal darauf auf, das Sie den Lack nicht zerkratzen, Thomas.“, sagt der Admiral, als sich die Türen von Thomas´ Büro geschlossen haben. Thomas schaut sie perplex an. „Sie... geben mir ein Schiff der Prometheus-Klasse? Womit habe ich das denn verdient, nachdem ich mein altes Schiff sprengen musste?“, fragt er und lässt er sich dabei in seinen Sessel hinter dem Schreibtisch fallen, um den Schock erst einmal zu verarbeiten.

„Sie sind der einzige Offizier, der genug Erfahrung hat um so eine Aufgabe zu schaffen. Selbst Picard wäre dafür nicht geeignet.“, sagt Janeway, als sie Thomas das PADD mit seinen Einsatzanweisungen übergibt. „Was ist mit meiner alten Kommando-Crew? Wird sie an Bord sein?“, fragt Thomas, der genau weiß, dass er sich auf seine alte Crew blind verlassen kann. Wenn er jetzt eine neue Crew bekäme, wäre es eine Gefahr in den jetzigen Zeiten. „Sie erwartet Sie pünktlich um 0900 auf der Protection, Commodore... oder sollte ich eher Rear Admiral sagen?“, erwidert sie auf die Frage hin. Thomas weiß nicht was er sagen soll. Er nickt leicht und der Admiral verschwindet aus seinem Büro...
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