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Was wäre wenn...

von Milli
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Blaise Zabini Draco Malfoy Fred Weasley Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Severus Snape
07.07.2006
16.09.2007
35
159.208
82
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637 Reviews
Dieses Kapitel
10 Reviews
 
07.07.2006 4.946
 
Hallo.
Ich freu mich echt, dass euch die Geschichte so gefällt. Das spornt doch irgendwie an schnell weiter zu schreiben. Deswegen kommt hier auch gleich das nächste Kapitel.

Ich werde mein bestes geben das nächste Kapitel auch schnell fertig zu bekommen.

Viel Spaß beim Lesen.

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 3. Die Streithähne


Am nächsten Morgen wurde Harry etwas unsanft von Malfoy geweckt. „ He Potter aufstehen, SOFORT.“ Brüllte dieser. Harry drehte sich auf die andere Seite und wollte weiter schlafen. Es war Wochenende. Warum zum Henker sollte er früh aufstehen.
Seine Bettdecke wurde mit einem Ruck weggerissen. „ Steh auf sonst mach ich dir Beine. Du hast 20 Minuten Zeit und dann erscheinst du im Gemeinschaftsraum. Solltest du nicht kommen, werde ich dich holen egal was du gerade an hast.“ Drohte der Malfoyerbe, Harry. Dann verließ er das Zimmer.

Harry angelte sich seine Decke und zog die bis zum Kinn hoch. Dann machte er sich Gedanken über Malfoys Worte. Würde Malfoy ihn wirklich holen? Nein! Oder? Malfoy würde ihn doch nicht im Schlafanzug oder gar Nackt zum Frühstück schleifen, oder? Harry setzte sich bei seinem nächsten Gedanken Kerzengerade auf. Oh doch, DAS würde er tun!
Mit einem Satz war er aus dem Bett und lief ins Bad. Eine Katzenwäsche musste reichen. Dann rannte er zurück ins Zimmer und holte sich neue Wäsche aus dem Schrank. Nebenbei sah er auf die Uhr. Er hatte noch 4 Minuten. Schnell zog er sich an. Dabei achtete er nicht darauf ob die Sachen auch richtig saßen. Als er gerade beim Haare kämmen  war, wurde seine Zimmertür aufgerissen und Malfoy stand grinsend dort. „ Es ist Zeit, komm jetzt.“ Sagte dieser.

Harry fuhr sich mit dem Kamm noch mal durch die Haare als er von Malfoy am Arm gepackt wurde und dieser Harry einfach mitschleifte. Der schwarzhaarige Junge werte sich gegen diese Behandlung aber er hatte nicht wirklich eine Chance. Da seine Verwandten ihn nicht ausreichend mit Essen versorgt hatten, war er sehr geschwächt. Er musste unbedingt mehr essen, dass wusste Harry. Andererseits wollte er ja in Hungerstreik treten um wieder nach Gryffindor zu kommen. Also entweder essen und sich gegen Malfoy wehren oder Hungerstreik und nach Gryffindor kommen. Harry musste nicht lange überlegen.

Hungerstreik!

Und so ließ er sich von dem Bastard Malfoy mitziehen. Als sie im Gemeinschaftsraum ankamen wurden sie von den dort versammelten Schüler ihres Jahrgangs, gemustert. Es dauerte nicht lange bis alle das Grinsen anfingen und auf Harry deuteten. Harry sah an sich hinunter. Sein Hemd hing aus der Hose. Die Hose wie auch das Hemd waren ihn um einige Nummern zu groß. Außerdem waren die Sachen schon alt. Sie stammten von seinem Cousin Dudley.
„ He Malfoy, hast du den Helden aus der Mülltonne gezogen“ fragte ein Junge den Harry nur vom sehen her kannte. Malfoy drehte sich um und sah sich Harry das erste mal genauer an. Dann rümpfte er die Nase. „ Man Potter, wo hast du denn die Klamotten her? Aus den Altkleidercontainer?“
„ Das geht dich nichts an, Malfoy. Wenn es dich stört dann kannst du ja wegsehen“ sagte Harry patzig. Malfoy packte Harry am Kragen. „ Werd hier ja nicht frech. Ich habe Mittel und Wege dir Anstand bei zu bringen. Merk dir das.“
„ Wenn dir mein Aussehen nicht gefällt, dann sieh weg oder soll ich dir deine Augen blau schlagen damit du das nicht sehen musst“ fragte Harry kampflustig. Er hatte absolut nicht die geringste Lust sich von Malfoy einschüchtern zu lassen. Malfoy hob seine freie Hand und wollte Harry eine saftige Ohrfeige verpassen als er von Blaise und Milli daran gehindert wurde.
„ Draco, ich glaube nicht dass Snape es toll finden würde, wenn ihr zwei euch hier prügelt“ meinte Dracos bester Freund, Blaise.
„ Ja genau, außerdem sollten wir endlich zum Frühstücken gehen, bevor Crabbe und Goyle verhungern“ sagte Mille versöhnlich.
Draco sah Harry tief in die Augen. „ Treib es nicht zu weit, Potter.“ Damit lies er Harry los und ging Richtung Ausgang. Harry stand unschlüssig rum. Am liebsten wäre er wieder in sein Zimmer gegangen. Als es in Richtung Treppe sah, merkte er dass die zwei Gorillas von Malfoy genau hinter ihm standen und ihn drohend ansahen. Harry verstand. Es wäre ja auch Selbstmord sich mit diesen zweien anzulegen, also ging er Malfoy hinterher.

Als sie durch den Ausgang durch waren, wurde er wieder von den Slytherins eingekreist.  Er hatte gerade so viel Platz dass er keinem beim Laufen auf die Füße trat. Sollte das jetzt ewig so sein? Harry wusste es nicht. Er nahm sich vor erst mal abzuwarten. Hermine hatte recht gehabt. Malfoy hatte ganz Slytherin hinter sich und er war dort alleine.

Sie kamen an der Treppe an, die in die Eingangshalle führte. Als sie die Treppe nach oben gingen hatte Harry Zeit sich ´seine Leibgarde` mal näher zu betrachten. Da waren Crabbe und Goyle. Die waren bestimmt für das ´Grobe` zuständig. Außerdem besaßen sie kein Hirn. Dann waren da noch die zwei Mädchen Millicent Bulstrode und Pansy Parkinson. Die erste von beiden hatte Harry eigentlich gut in Erinnerung. Sie war eher ruhig. Die zweite allerdings war aufdringlich. Er hatte des öffteren schon mit bekommen dass sie nicht so beliebt war in ihrem Haus. Was wohl auch daran lag, dass sie eine sehr ´aufdringliche` Stimme hatte. Dann war da noch Blaise Zabini. Harry wusste dass dessen Vater ein Heiler in St. Mungos war. Als er letztes Jahr dort war um Rons Vater zu besuchen, hatte er den Namen Zabini auf einer Tafel gelesen. Er wusste nur nicht mehr wo diese Tafel hing. Der Junge selber schien einer der ruhigeren Art zu sein. Er dachte erst nach bevor er handelte. Was man von anderen nicht behaupten konnte. Ja und dann war da noch der selbsternannte Prinz von Slytherin. Draco Malfoy. Dieser Lackaffe. Harry konnte ihn auf den Tod nicht ausstehen. Am liebsten würde er ihn jetzt von hinten packen und ihm seinen reizenden Hals umdrehen bis es knackte. Er würde bestimmt der Menschheit einen großen Gefallen damit tun.
Harry musste bei dieser Vorstellung grinsen. Wie es der Teufel wollte, drehte sich in diesem Moment jener Prinz um und sah das Grinsen.

„ Potter, was grinst du so dämlich.“ „ Ich habe mir gerade vorgestellt wie schön es sich anfühlen muss dir deinen Hals umzudrehen“ meinte Harry immer noch grinsend. Malfoy blieb stehen und drehte sich um, um auf Harry loszugehen. Kurz bevor er ihn packen konnte, wurde er von Snape daran gehindert.

Severus Snape war gerade auf dem Weg in die große Halle, als er die Gruppe entdeckte. Malfoy nahm seinen `Auftrag` sehr ernst. Snape musste grinsen. Potter würde es schwer haben mit seinen Gryffindorfreunden Kontakt aufzunehmen. Draco würde es verhindern. Snape schloss gerade auf die Gruppe auf als Malfoy stehen bleib und auf Potter losgehen wollte.

„ Was ist hier los? Gibt es irgendwelche Probleme, Mr Malfoy“ fragte der Lehrer. Draco sah hoch. „Nein Professor Snape“ kam es etwas entnervt von dem Blonden. Es passte ihm nicht das Snape gerade jetzt auftauchte. Nicht das er Angst vor dem Lehrer hatte, nein das nicht. Schließlich war Snape sein Patenonkel, was allerdings nur wenige wussten. Es war eher die Tatsache dass er gerade Harry die erste Lektion  Manieren beibringen wollte und Snape irgendwie dabei störte.

„ Gut, dann gehen sie jetzt zum Frühstücken und denken sie daran danach zu mir zu kommen“ sagte der Lehrer. „ Ja Professor, ich werde daran denken.“ Damit setzte die Gruppe ihren Weg in die Halle fort.
Irgendwie war Harry froh, dass Snape in dem Moment aufgetaucht war. Harry hatte so den Eindruck, als wollte Malfoy ihm grade den Hintern versohlen. Das war eine komische Vorstellung und Harry musste sich das Grinsen verkneifen.

Als sie in der Halle ankamen, gingen sie sofort auf ihre Plätze. Harry saß wieder zwischen Zabini und Malfoy. Was ihm nicht wirklich passte. Er versuchte einen Blick auf seine Freunde zu erhaschen. Allerdings waren diese noch nicht da. Nur vereinzelt saßen schon ein paar Gryffindors beim Frühstücken. Kein Wunder. Es war Samstag und die meisten schliefen aus. Das hatte eigentlich auch Harry vor, bis er unsanft geweckt wurde. Aber Morgen! Morgen würde er ausschlafen. Heute Abend, so nahm er sich vor, würde er die Tür seines Zimmers mit ein paar Zauber verschließen damit er nicht wieder vorzeitig geweckt wurde.

„ Potter iss“ hörte Harry die ´liebliche` Stimme Malfoys. Harry sah ihn an. „ Ich habe keinen Hunger.“ „ Du wirst was essen und zwar sofort“ befahl Malfoy. „ Du kannst mich mal, Malfoy.“ Und mit diesen Worten erhob sich Harry plötzlich und verlies eiligen Schrittes die Halle. Er überlegte gerade wo er hin gehen sollte, als ihm Fred und George Weasley entgegen kamen.
„ Morgen…“
„ Harry“ sagten sie abwechselnd.
Harry musste immer über die zwei grinsen. Man konnte es nicht glauben, aber man konnte wirklich mit den zweien ein vernünftiges Gespräch führen.
„ Morgen ihr zwei. Wer hat den euch aus den Bett geschmissen?“ wollte Harry wissen.
„Das…“
„Selbe…“
„könnten…“
„Wir…“
„Dich…“
„Auch…“
„Fragen“ sagten Fred und George abwechselnd.
„ Ich wurde von dem liebreizendem A…loch dieser Schule geweckt“ maulte Harry. George und Fred grinsten. „ He Harry, lass dir deine gute Laune nicht verderben“ sagte Fred und zwinkerte. „ ich glaube du solltest jetzt besser verschwinden wenn du mit diesem A…loch keinen Ärger bekommen willst. Das kommt nämlich gerade aus der Halle gebraust“ empfahl ihm George.
„Oh Danke Jungs für die Warnung.“ „ Nichts zu Danken Harry“ sagte Fred und reichte ihm die Hand. Harry nahm diese auch etwas überrascht und spürte im nächsten Augenblick, dass ihm etwas in seine Hand gedrückt wurde. Er zog seine Hand wieder weg und schloss sie. Fred und George gingen auf Malfoy zu und stellten sich ihm in den Weg. „ He Malfoy heute schon gekotzt?“ fragte Fred und George antwortete. „ So wie der aussieht bestimmt und zwar als er in den Spiegel sah.“

Harry unterdessen ist die Treppe in den ersten Stock hoch gespurtet und um die nächste Ecke verschwunden. Er musste über die Worte von den Zwillingen lachen die sie zu Draco gesagt hatten.
Als er den Gang lang lief, schaute er was er da in seiner Hand hatte. Es war ein Zettel. Er faltete ihn auseinander und las was darin stand. Dort stand nur ein Wort. ´Schokotorte`.
Schokotorte? Was sollte denn das? War das wieder ein Witz der Zwillinge? Harry blieb stehen. Schokotorte. Er kratze sich am Kopf. Schokotorte? Aber ja, Schokotorte! Harry ging ein ganzer Fackelzug auf. Schokotorte war das Passwort für die fette Dame.
Harry lief um die nächste Ecke und blieb vor einem Wandteppich stehen. Er schaute sich um ob ihn auch keiner beobachtete, dann schob er den Teppich beiseite und trat in den sich dahinter befindenden Geheimgang. Dieser Gang brachte ihn zur fetten Dame. Als er dort war schlüpfte er hinter einer Statur hervor und stand dann vor dem Gemälde der fetten Dame.
„ Schokotorte“ sagte er. Die fette Dame sah ihn komisch an machte aber den Durchgang für ihn frei. Harry betrat den Gemeinschaftsraum der Gryffindors und fühlte sich gleich wie zu Hause.
„ Harry“ schrei eine Mädchenstimme und gleich darauf versuchte jemand ihm die Rippen zu brechen. Hermine hing in Harrys Armen. „ He Kumpel wie bist du hier rein gekommen“ fragte Ron. „ Durch das Portrait der fetten Dame:“ „ Aber wie bist du an das Passwort gekommen“ wollte Hermine wissen. „ Sagen wir mal so. Ein kleiner netter Engel hat es mir zugeflüstert“ meinte Harry. Natürlich war das nicht wahr, aber Harry wollte seine Freunde nicht in Schwierigkeiten bringen.
„ He man, wenn dich die McGonagall hier erwischt, ist der Teufel los.“ „ Ich weiß, ich bleibe auch nicht lange. Wollte euch nur mal wieder sehen und mit euch sprechen.“ meinte Harry zu Ron.
„ Vielleicht sollten wir nach oben in euer Schlafzimmer gehen. Nicht dass du schon gesucht wirst“ schlug Hermine vor. „ Ja last uns noch oben gehen“ meinte auch Harry.

Und ob Harry gesucht wurde. Nachdem Draco die Zwillinge los war, war Harry natürlich verschwunden. Malfoy hatte gerade noch so mitbekommen, dass Potter die Treppe in den ersten Stock hoch gerannt  war. Jetzt stand Draco da und wusste nicht wo er noch suchen sollte. Außerdem knurrte ihm der Magen weil er wegen Potter kein Frühstück bekommen hatte. Das würde dieser büßen. Draco blieb nichts anderes übrig als alleine zu seinem Patenonkel zu gehen. Der würde mächtig sauer sein wenn Potter nicht dabei war. So machte sich Malfoy auf den Weg in die Kerker.

Unten angekommen zögerte er kurz bevor er an der Tür klopfte. „ Herein“ kam es ziemlich sauer zurück. Kein Wunder, war Malfoy schon eine halbe Stunde zu spät dran und Snape hasste Unpünktlichkeit.
Draco trat ein. Er befand sich im Büro des Zaubertranklehrers. Hier war es düster. Es gab einen Schreibtisch hinter dem gerade sein Onkel saß. Eine Sitzgruppe mit einem Tisch stand vor einem großen Kamin. Der Rest des Zimmers war mit Regalen voll gestellt in denen sich ein Haufen Bücher befanden. Draco fragte sich ob Severus die alle wirklich gelesen hatte.

Snape sah auf als er die Tür hörte. Vor ihm stand Draco. Alleine. „ Wo ist Potter“ fragte er sein Patenkind. Draco druckste rum bis er zu einer Antwort ansetzte. „ Er ist heute früh beim Essen aus der Halle abgehauen. Ich such ihn seid dem. Kann ihn aber nicht finden.“
„ Er ist WAS. Du solltest auf ihn aufpassen und ihm nicht von der Seite weichen. DAS kann doch wohl nicht so schwer sein“ fauchte der Tränkemeister wütend. „ Entschuldige“ kam es kleinlaut von Draco.
„ Deine Entschuldigung hilft uns jetzt auch  nicht weiter. Aber eins lass dir gesagt sein. Wenn du ein Todesser werden willst musst du deine Aufgaben ernster nehmen. Der Lord duldet kein Versagen und da kann dir die gute Stellung die dein Vater beim Lord hat auch nicht weiter helfen. Ist das klar?“ „ Ja Sir“
„ Gut jetzt lass uns überlegen wo diese Bengel hin sein könnte“ meinte Snape. „ Warum ist Potter überhaupt in Slytherin. Was bezweckt der Lord damit. Der steck doch hinter der neuen Hutwahl, oder?“ fragte Draco leicht genervt. „ Das erfährst du noch früh genug. Ich kann dir nur einen Rat geben. Behandle ihn mit Respekt und versuche ihn nach Möglichkeit nicht mehrmals am Tag umzubringen. Der Lord wäre davon sehr erbost.“ „ Ich verstehe das alles nicht. Warum soll ich zu einem Potter NETT sein. Der hat das nicht verdient“ maulte Draco.
„Sei vorsichtig mit dem was du sagst. Und halte dich an deine Anweisungen die du bekommen hast. Und jetzt müssen wir ihn suchen gehen.“
„ Bevor er die Treppe hoch gerannt ist, hat er mit den Weasleyzwillinge gesprochen. Ich bin mir sicher, dass die wissen wo sich der Goldjunge aufhält“ sagte Draco. „ Na dann lass uns sie fragen gehen“ antwortete Snape und erhob sich um das Büro zu verlassen. Draco folgte ihm.

Die zwei gingen nach oben in die Halle. Die Zwillinge waren natürlich nicht mehr da. Dafür saß Professor McGonagall noch am Lehrertisch und unterhielt sich mit Dumbledore. Snape steuerte direkt auf sie zu. „ Wo sind die Weasleyzwillinge?“ fragte er ohne Umschweife. Dumbledore und McGonagall sahen ihn etwas überrascht an. „ Dir auch einen guten Morgen, Severus. Ich hoffe du hast auch so gut geschlafen wie ich“ antwortete Dumbledore grinsend. Snape schnaubte wie ein Pferd auf. Wie konnte man nur in aller Herrgott Frühe schon so gute Laune haben.
„ Potter ist verschwunden. Er hat vorher mit den Zwillingen gesprochen was mich zu Annahme kommen läst, dass diese wissen wo sich der Junge aufhält. Also wo sind die Zwei?“
wollte der Tränkemeister sauer wissen.
„ Nun dann sollten wir wohl nachsehen ob es den Jungen gut geht. Minerva würdest du so nett sein und die Herren Fred und George Weasley bitten in mein Büro zukommen?“ fragte der Schulleiter. „ Aber sicher Albus, das mache ich.“

Die Hauslehrerin erhob sich von ihrem Platz und verließ die Halle. Dumbledore der auch aufstand deutete Snape an das er ihm folgen sollte. Snape wiederum sagte Draco dass dieser im Büro von ihm warten sollte. Der Slytherin zog beleidigt ab. Zu gerne wäre er dabei gewesen wenn diese Weasley zur Schnecke gemacht worden wären.

Dumbledore und Snape warteten schon im Büro des Schulleiters, als McGonagall, gefolgt von den Zwillingen, 5 Minuten später das Büro betraten. Snape ging gleich auf sie los. „ Wo ist Potter“ blaffte er sie an. Die Zwillinge schauten unschuldig. „ Das wissen wir nicht. Wir haben heute Morgen mit ihm gesprochen als er aus der großen Halle kam und seit her haben wir ihn nicht mehr gesehen.“ Snape wollte gerade etwas sagen als er von Dumbledore unterbrochen wurde. „ Meine Herren, sie wissen das Harry nicht mehr in Gryffindor ist. Und sie wissen auch dass es strafbar ist sich in einem fremden Haus aufzuhalten. Es ist auch strafbar, wenn man jemanden der aus einem anderen Haus kommt das Passwort sagt.“ Dumbledore sah die zwei durchdringend an. „ Wir haben Harry das Passwort nicht gesagt“ kam es von Fred. Das stimmte ja auch. Sie hatten es auf einen Zettel geschrieben und den dann Harry gegeben. Folglich haben sie das Passwort nicht ´weiter gesagt`.

Dumbledore musterte die zwei noch eine zeitlang, dann sagte: „ Gut sie können gehen.“ Die Zwillinge verließen das Büro augenblicklich nur um sich auf den kürzesten Weg zu ihrem Turm zu machen. Dort angekommen suchten sie Harry. Als sie ihn gefunden hatten sagten sie ihm dass er so schnell wie möglich verschwinden musste. Er war auch noch keine Minute weg, als Dumbledore gefolgt von McGonagall und Snape im Gemeinschaftsraum erschienen.

Den meisten Anwesenden vielen die Unterkiefer runter als sie sahen das ein Slytherin in Gryffindor Gemeinschaftsraum stand.
Nach einer halben Stunde intensiver, ergebnisloser Suche, gaben die drei Lehrer auf und verließen den Turm wieder. Snape war sich sicher dass Potter hier gewesen war. Wenn Albus sie nicht noch so lange in seinem Büro aufgehalten hätte nach dem die Zwillinge gegangen waren, dann hätten sie Potter hier bestimmt noch erwischt. Aber so hatte die Weasleys noch genügend Zeit den zu warnen.
Snape ging in sein Büro zurück wo Draco auf ihn wartete. Potter jetzt noch zu suchen wäre hoffnungslos. Hogwarts ist einfach zu groß um mal schnell jemanden zu finden und der Junge kannte sich hier auch zu gut aus. Snape war sicher das der Bengel Gänge kannte, die er noch nicht mal kannte.

Er setzte sich gerade auf seinen Stuhl hinter dem Schreibtisch, als es an der Tür klopfte. Ohne auf eine Antwort zu warten wurde diese aufgestoßen und Crabbe und Goyle traten gefolgt von Zabini ein. Zwischen den zwei Gorillas hing Potter der sich aus Leibeskräften versucht sich zu wehren. „ Wir haben ihn unten am See gefunden“ sagte Blaise. Snape der aufgesprungen war kam auf sie zu. „ Danke meine Herren, sie können gehen.“ Die drei verschwanden nicht ohne Harry noch einen unsanften Schubs zu geben so dass dieser in den Raum flog und unsanft auf den Bauch landete. Draco der ebenfalls vorhin aufgestanden war, stellte sich vor ihn und grinste hämisch als er meinte: „ Na Potter, bist du endlich da gelandet wo du hin gehörst?“  „ Halts Maul, Malfoy.“

Draco grinste ihn fies an und setzte sich wieder auf seinen Stuhl. Snape ging auf Harry, der sich gerade aufgesetzt hatte, zu und sagte: „ Stehen sie auf Mr Potter und setzten sie sich auf den Stuhl.“ Danach begab sich der Lehrer wieder auf seinen Platzt hinter den Schreibtisch und wartete darauf, dass der Junge seinem Befehl folge leistete.
Nachdem Harry endlich auf dem angebotenen Stuhl saß, öffnete Snape gerade seinen Mund um den Bengel zusammen zu stauchen, als er wieder durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen wurde. >Was soll das< dachte er sich.

„ Herein“ kam es genervt von Severus. Die Tür öffnete sich und Blaise stand vor den Anwesenden. „ Was ist denn noch, Mr Zabini?“ „ Äh, Professor könnte ich sie mal kurz unter vier Augen sprechen?“ Snape musterte seinen Schüle kurz, bevor er sich erhob und ihn nach draußen folgte. „ Ich hoffe für sie Mr Zabini, dass es sehr wichtig ist.“ Blaise winkte statt einer Antwort Crabbe heran und zeigte den Professor dessen blutverschmierten Arm. Snape sah sich diesen an und sagte: „ Mr Crabbe, gehen sie in die Krankenstadion und lassen sie sich verarzten. Anschließend kommen sie zu mir und erzählen mir wie sie zu der Verletzung gekommen sind.“ „ Aber Professor ich bin nicht verletzt. Dieses Blut kann nur von Potter sein. Sonst habe ich heute noch niemanden angefasst“ meinte angesprochener Junge. „ Von Potter? Sind sie sich da Sicher?“ „ Ja Professor.“ „ Gut ich werde der Sache nachgehen. Sie können jetzt gehen und behalten sie diese Angelegenheit für sich.“

In der Zwischenzeit herrschte im Büro eisiges Schweigen. Keiner der beiden Streithähne sagte ein Wort. Harry weil er bockte und Draco weil er kurz vorher von seinem Onkel eine Warnung bekommen hatte. Trotzdem passte es ihm nicht, dass er nett zu Potter sein sollte. Vielleicht sollte er diesem daher gelaufenen Mistkerl noch den roten Teppich auslegen. Päh, lachhaft. Muggelgeborener Abschaum, der wusste doch gar nicht wie richtige Magie funktionierte. Das bisschen weiße Maggie die der beherrschte reichte doch niemals um den Lord zu stürzen. Dazu war schwarze Maggie notwendig. Aber die würde Potter niemals erlernen können. Dazu musste man Schwarzmagier sein.

Kurz bevor Draco am ´überkochen` war öffnete sich die Bürotür und der Tränkemeister trat ein. Er ging geradewegs auf Harry zu und stellte sich neben dessen Stuhl. „ Ausziehen“ kam der Befehl. Harry sah seinen neuen Hauslehrer an als ob der nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte. „ Mr Potter hätten sie vielleicht die Güte und ziehen ihr Hemd aus?“ Oh Schreck. Nein dass würde er sicher nicht tun. „ Und wieso sollte ich das tun“ fragte er zurück. „ Mr Crabbe hatte an seinem Hemdsärmel Blut kleben dass nicht von ihm ist. Und jetzt möchte ich herausfinden von wem das Blut ist. Also würden sie jetzt ihr Hemd ausziehen oder soll ich mit einem Zauberspruch nachhelfen? Ich kann natürlich nicht dafür garantieren das sie dann nicht vollkommen nackt vor uns stehen“ antwortete Snape fies grinsend.

Harry bekam Panik. Wenn er sein Hemd ausziehen würde, dann würde sie die Wunden sehen und unangenehmen Fragen stellen. Der Schulleiter würde dazu gerufen. Harry hatte absolut keine Lust mit dem zu reden. Der konnte ihm gestohlen bleiben. Schließlich wusste er was die Dursleys mit ihm jeden Sommer angestellt haben. Harry war öfter nach den Sommerferien bei Poppy gewesen und die hat dann alles Dumbledore erzählt. Aber den alten Saftsack hat das ganze kalt gelassen.
Und jetzt sollte er sein Hemd ausziehen. Niemals!

Harry sprang auf und lief zur Tür. Mit Entsetzten musste er feststellen, dass diese abgesperrt war. Snape musste ein Zauber darauf gelegt haben als er wieder rein kam. Er blickte sich wie ein gehetztes Tier um. Snape kam langsam auf ihn zu. „ Harry ich möchte dir helfen. Dazu musst du mir aber deine Verletzungen zeigen sonst kann ich dass nicht“ meinte dieser vorsichtig. Er hatte gemerkt dass der Junge in Panik geriet. „ NEIN, DAS GEHT SIE GAR NICHTS AN. LASSEN SIE MICH IN RUHE.“ Schrie der Junge. Er sah eine zweite Tür. Er rannte auf diese zu und lief in den angrenzenden Raum. Die Tür schmiss er hinter sich ins Schloss und versiegelte sie mit einem Zauberspruch. Das war natürlich Quatsch. Da Snape den gleich knacken würde.

Harry sah sich um und stellte fest dass er in einem Schlafzimmer gelandet war. Na toll. Er lief in die hinterste Ecke und kauerte sich hin. Da hörte er auch schon wie die Tür aufging und wie sie auch gleich wieder ins Schloss fiel.



Snape hatte hinter den Jungen her gesehen als er ins Gästeschlafzimmer lief. Jetzt saß er in der Falle. Es gab nur eine Tür zu diesem Raum.
„ Draco, warte hier“ sagte er als er auf die Tür zuging. Danach verschwand er in dem Schlafzimmer. Um sicher zu gehen dass der Junge nicht wieder ausbüchste, legte er einen Zauber auf die Tür. Einen der besser war als der von dem Jungen.

Draco blieb alleine im Büro zurück. Eine Zeitlang hörte er gar nichts. Dann allerdings wurde es laut nebenan. Er hörte wie Harry schrie. Er konnte aber nicht verstehen was er schrie. Dann rumpelte es und irgendetwas fiel schwer zu Boden. Es hörte sich fast so an als ob ein Mensch gestürzt war. Als nächstes hörte Draco einen Klatsch. Fast so als ob jemand eine Ohrfeige bekommen hatte. Dann war es ruhig.

„ Onkel Sev, ist alles in Ordnung?“ Schweigen. Draco wurde das unheimlich. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und sein Onkel kam leicht lädiert ins Büro zurück. „ Wie oft habe ich dir schon gesagt dass du mich nicht Sev nennen sollst“ blaffte er gleich los. Draco sah seinen Onkel entsetzt an. Dessen Harre standen wirr ab und auf der rechten Wange hatte er vier gleiche Kratzer, so als ob ihn jemand die Fingernägel durch Gesicht gezogen hatte. Draco musste sich ein Grinsen verkneifen. Sev hatte eindeutig Probleme mit Potter. Aber das sich Potter noch so gegen Severus wehren konnte, brachte Draco zum Staunen. Anscheinend hatte der Kerl dann doch noch so viele Kraftreserven.

Snape war unterdessen zu seinem privaten Vorratsschrank gegangen und holte einige Tränke heraus. Dann ging er zurück ins Schlafzimmer. „ Komm mit Draco du wirst mir helfen müssen. Er wird die Tränke nicht freiwillig schlucken.“

Draco folgte seinen Onkel. Was er dann sah, brachte ein Grinsen auf sein Gesicht. Harry Potter der große Held der Zaubererwelt, war mit nacktem Oberkörper an den Händen an einen der Pfosten des Himmelbetts gefesselt. Und er …. Weinte?


Harry fand die ganze Sache nicht mehr lustig. Als dann auch noch Snape mit Malfoy ins Zimmer zurückkam brachen bei ihm sämtliche Dämme und er flennte wie ein kleines Kind. Gott, war ihm das peinlich. Ausgerechnet vor Malfoy musste ihm das passieren. Aber er konnte einfach nicht mehr. Der Essensentzug, das neue Haus, die Streits mit Malfoy und dann noch diese beschissenen Sommerferien. Irgendwann war mal ein Punkt gekommen, wo Ende war. Wo alles aus ihm raus wollte. Und da war er jetzt. Er versteckte sein Gesicht in seiner Armbeuge. Seine Hände waren über seinen Kopf an den Bettpfosten festgebunden, dadurch war es nicht schwer sein Gesicht zu verstecken.

Er hatte mit Snape ziemlich heftig gerungen. Dadurch waren ein Teil seiner Wunden wieder aufgeplatzt und er spürte jetzt wie das Blut ihm über den Rücken lief. Harry war sich sicher dass er eine deftige Strafarbeit bekommen würde, schließlich hatte er Snape mit den Fingernägeln das Gesicht zerkratzt. Im Gegenzug allerdings bekam er eine Ohrfeige. Harry wurde wütend. Er wusste auch nicht was mit ihm in letzter Zeit los war. Er fühlte sich manchmal so komisch. Er bekam aus heiterem Himmel Wutanfälle, dann würde er am liebsten die ganze Welt umbringen. Danach konnte er flennen wie ein kleines Kind. Solche Stimmungsschwankungen hatten eigentlich nur schwangere Frauen wie Harry wusste. Aber er war ein Mann. Männer  können nicht schwanger werden. Außerdem musste man dazu Sex haben. Also bestand absolut keine Gefahr dass er schwanger war. Um Gottes Willen, was dachte er hier überhaupt.


Snape und Draco hatten sich in der Zwischenzeit zu ihm gesellt. Severus gab Draco zwei Tränke. „ Ich werde ihn festhalten und du schüttest ihm, wenn er den Mund aufmacht, die Tränke hinein“ befahl Severus. „ Ja, WENN er den Mund aufmacht“ meinte Draco skeptisch.
„ Er wird ihn aufmachen, vertrau mir Draco.“
Harry bekam es langsam mit der Angst zutun. Was ist wenn Snape ihn vergiften wollte? Er konnte nicht weiter darüber nachdenken, denn er wurde von Snape gepackt.

Severus stellte sich hinter den Jungen und hielt ihm die Nase zu. Gleichzeitig versuchte er mit seiner anderen Hand die Kiefer des Jungen auseinander zudrücken. Harry werte sich dagegen. Er sah nicht, dass der Professor ihm nur helfen wollte. Der Goldjunge konnte irgendwie nicht mehr klar denken.
„ Komm schon Harry, mach den Mund auf“ hörte er Snapes Stimme. Harry presste die Lippen fester zusammen. Es tat höllisch weh, da Snape mit seinem Daumen Harry Backe auf dessen Zähne drückte und als Harry seine Zähne fester zusammen biss, biss er sich auf die Backe. Außerdem ging ihm langsam die Luft aus.
Es dauerte nicht mehr lange und der Junge musste seinen Mund öffnen. Auf den Moment hatte Draco gewartet. Er schüttete die zwei Tränke gleich auf einmal in Harrys Mund. Das musste widerlich schmecken aber ihm war das egal. Er musste das Zeug ja nicht schlucken.

Snape drückte den Mund von Harry wieder zu und Draco strich ihm über die Kehle damit er die Heiltränke auch wirklich schluckte.
Harry konnte nicht anders als zu schlucken. Danach spürte er wie sein Mund und seine Nase wieder frei gegeben wurden. „ Bäh.“ War das einzige was man von dem Jungen hörte. Er hatte mit seinem Magen zu kämpfen. Der wollte das Zeug unbedingt wieder los haben.
„ Mr Potter lassen sie sich nicht einfallen dass sie mir ins Schlafzimmer kotzen“ meinte Snape etwas grob. Harry reagierte nicht darauf. „ Draco gehe nach nebenan und warte da auf uns.“ Draco nickte und ging.

Snape nahm eine Salbe und stellte sich hinter Harry. Die Wunden waren in der Zwischenzeit verheilt, nur Narben waren noch zu sehen. Severus öffnete die Dose und entnahm ihr etwas Salbe. Diese verstrich er jetzt auf den Narben des Jungen. „ Du musst in den nächsten zwei Tagen diese Salbe auf deinen Narben verstreichen, damit sie verschwinden. Am besten läst du dir von jemanden dabei helfen“ sagte Snape zu Harry. Der reagierte nicht auf die Worte, sondern starrte nur vor sich hin.
Als der Lehrer fertig war, murmelte er einen Spruch und Harry hatte sein Hemd wieder an. Dann löste er die Stricke mit denen Harry gefesselt war. Aber der Junge rührte sich nicht.

„ Komm lass uns nach nebenan gehen und uns setzten. Dann reden wir in Ruhe über das ganze“ schlug Severus vor.  Harry rührte sich immer noch nicht. Snape nahm ihn bei der Hand und zog ihn einfach mit sich. Nebenan bugsierte  den Jungen auf einen Stuhl und setzte sich selber auf seinen. Und dann folgte das Gespräch.



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Ich hoffe ihr hattet wieder Spaß beim Lesen.  

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