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Paradies der Träume?

von Sarina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Kirsten Cohen Marissa Cooper Ryan Atwood Sandy Cohen Seth Cohen Summer Roberts
01.07.2006
02.06.2011
15
21.523
1
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
01.07.2006 1.760
 
@all: Sorry, ich habe wirklich viel zu lange nichts mehr gepostet. Im letzten Jahr hatte ich einigen Streß u.a. stand meine Abschlussprüfung an. Das größte Problem war aber, dass ich absolut keine Ahnung hatte, wie es mit dieser Story weitergehen sollte.
Dank einem Gespräch mit einem guten Freund, sprang ein kreativer Funke auf mich über und so habe ich die FF jetzt in kürzester Zeit fertig gestellt. Die einzelnen Teile werde ich zügig posten.

@Marissa: Danke, es geht gleich weiter.

@Lythande: Vielen Dank für dein Feedback. Kathy und Seth scheinen auf den ersten Blick sehr verschieden. Im Grunde sind sie sich nicht unähnlich. Ja, für Seth ist der Umgang mit Kathy und ihrer Behinderung nicht einfach. Aber er probiert sich ihr auf seine Art zu nähern. Bislang mit Erfolg.

Die Frage. Hm, du interpretierst Seth Reaktion als Feinfühligkeit. Ok, er wusste natürlich was sie meint. So doof ist er ja nun auch nicht. Er hat versucht der Situation auszuweichen. Typisch Seth, oder?

@Sweet Co: Danke für deine Rückmeldung!
Seth und Summer sind nicht zusammen. Summer ist gerade mit Zack zusammen, hat aber vor mit ihm Schluss zu machen.

@June: Danke für dein FB!
Ja, für Kathy ist die Situation nicht einfach. Sie muss noch lernen, damit umzugehen. Seth reagiert schon mal anders, das ist für sie auch neu.

@Nightheart: Danke fürs FB!
Nicht nörgeln, es kommt bald Ryan/Marissa. Dauert nur noch ein klein wenig, ok?

So, dieses Kapitel widme ich Smilie. An dieser Stelle: vielen Dank für deine Zeit, deine Worte und deine Geduld. Ohne dich würde diese Story wohl immer noch unvollendet vor sich hinstauben!

Hier gehts weiter:

Sandy Cohen hatte einen anstrengenden Vormittag hinter sich, als er seinen Wagen die Auffahrt zu seinem Haus hoch lenkte. Erstaunt bemerkte er das bereits parkende Auto, das dort um diese Zeit eigentlich nicht das Geringste zu suchen hatte. Es sei denn, es hatte Probleme gegeben.
Sandy kniff kurz seine Augen zusammen, während er sich unwillkürlich fragte, welcher der Jungs schon am ersten Schultag in der Patsche saß. War Ryan in eine Schlägerei verwickelt worden, oder hatte Seth sein vorlautes Mundwerk einem Lehrer gegenüber nicht halten können? Nun, er würde es in Kürze erfahren.
Besorgt eilte der Anwalt die wenigen Schritte bis zur Haustür, öffnete diese und trat ein. Fast augenblicklich nahm er die Geräusche wahr, die aus dem Wohnzimmer kamen. Es klang ganz so, als würde dort fleißig ein Videospiel ausprobiert.
Sandy sah seine Vermutung bestätigt, als er den Raum betrat. Seth saß auf der Couch und war ganz darin vertieft, einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen. Neben dem Jungen bemerkte der Anwalt die Gestalt eines blonden Mädchens, das im Rollstuhl saß. Sandy beschloss fürs erste nicht auf ihre Anwesenheit einzugehen und sich vorerst auf seinen Sohn zu konzentrieren.

„Kannst du mir erklären, was du jetzt schon zu Hause machst?"

Seth zuckte erschrocken zusammen, als die Stimme seines Vaters in seinem Rücken erklang. Mit dessen frühem Erscheinen hatte er nicht gerechnet, ebenso wenig wie dieser erwartete hatte, ihn hier vorzufinden.
Der quirlige Junge sah den wartenden Mann an und versuchte abzuschätzen, mit welcher Ausrede er am besten durchkommen würde. Natürlich wusste er, dass Unehrlichkeit nicht die beste Taktik war, er wollte Kathy aber auch nicht in Verlegenheit bringen. Denn auch wenn das Mädchen sehr überzeugend geklungen hatte, er zweifelte nicht daran, dass sie ihn angeschwindelt hatte.

„Hey Dad, schön dich zu sehen.", brachte er eine schwache Begrüßung zustande.

Hatte er gehofft den anderen damit ablenken zu können, so sah er sich nun getäuscht. Sandy hielt den Blick seiner Augen unverwandt auf ihn gerichtet und wartete nach wir vor auf eine schlüssige Erklärung.

„Also weißt du, es ist so. Wir hatten Hitzefrei!"

Seth bemühte sich darum enthusiastisch zu klingen, was ihm nicht ganz gelang. Ein Blick in das Gesicht seines Vaters zeigte ihm, dass dieser ihm kein Wort glaubte. Ok, die Ausrede war mehr als schwach. Sie war aber die einzig halbwegs vernünftige Idee gewesen, die ihm gekommen war.

„Netter Versuch. Probier es noch mal!", forderte Sandy seinen Sohn auf, ihm nun die Wahrheit zu beichten.

Dazu kam dieser jedoch nicht mehr, da Kathy in diesem Moment beschloss sich einzumischen. Bislang hatte sie sich im Hintergrund gehalten und schweigend zugehört. Dieser Part lag ihr aber weniger und da sie jetzt glaubte den Vater des neu gewonnenen Freundes richtig einzuschätzen, versuchte sie nun ihr Glück.

„Seth, wieso erzählst du nicht einfach, wie es wirklich war?", wandte sie sich kurz an diesen. Sie erwartete allerdings keine Antwort von ihm, wozu dieser augenblicklich auch nicht in der Lage gewesen wäre. Die Verblüffung über ihr Einmischen stand ihm förmlich im Gesicht geschrieben.

„Ihr Sohn war so rücksichtsvoll, mich nicht den neugierigen Blicken meiner neuen Mitschüler auszusetzen. Da ich mich in Newport noch nicht so gut auskenne, schlug er vor die Mittagspause hier zu verbringen.", erklärte Kathy.

Ihren Worten schickte sie einen unschuldig wirkenden Augenaufschlag hinterher. Sie wusste nur zu genau um ihr schauspielerisches Talent, dass ihr schon früh in verschiedensten Situationen attestiert worden war. Seitdem setzte sie ihre Begabung häufig ein, um ihren Willen durchzusetzen und bislang war sie sehr selten damit nicht durchgekommen.

„Und du bist?", wollte Sandy kurz angebunden wissen.

Seine dunklen Augen unterzogen das Mädchen einer prüfenden Musterung, während sich auf seinem Gesicht nicht die kleinste Regung zeigte. Als Anwalt war er es gewohnt, hin und wieder ein Pokerface aufsetzen zu müssen und in dieser Situation erschien es ihm angebracht, da ihm die Verblüffung seines Sohnes nicht entgangen war.

„Eine wesentlich geschicktere Lügnerin als Seth!", schoss es Kathy durch den Kopf.
„Kathy von Bern.", antwortete sie statt den Gedanken preis zu geben und alles auffliegen zu lassen.

Das Gesicht Sandys hellte sich nach diesen Worten auf. Eigentlich hätte ihm die Verwandtschaft zwischen ihr und Konstantin sofort auffallen müssen. Schließlich sahen sich beide sehr ähnlich. Er hatte das Mädchen dennoch nicht gleich mit dem neuen Bekannten in Verbindung gebracht und das, obwohl der Deutsche seine Schwester erwähnt hatte.

„Da ihr beide eure Pause um einiges überzogen habt, werdet ihr vermutlich um Nachsitzen nicht herumkommen. Deswegen schlage ich vor, dass ihr euch unverzüglich auf den Rückweg zur Schule macht, damit sich die Zeit für euch nicht noch weiterhin verlängert."

Der Tonfall des Cohens duldete keinen Widerspruch und auch auf seinem Gesicht war abzulesen, wie ernst er das Gesagte meinte.

„Ich werde derweil bei Rektorin Kim anrufen und sie über euren Aufenthaltsort informieren. Ihr werdet euch dann allerdings selbst vor ihr rechtfertigen!", fügte er hinzu.

Seth erkannte das die Zeit gekommen war, den Rückzug anzutreten. Seine Hände legten sich auf die Griffe des Rollstuhls, dann begann er ihn eilig Richtung Haustür zu schieben.
Bislang hatte er sich keine großen Gedanken darüber gemacht, was ihr Verschwinden ausgelöst haben mochte. Das ihr nicht Erscheinen nicht aufgefallen war, erschien ihm nun wo er darüber nachdachte, als sehr unwahrscheinlich. Kathy fiel nun mal auf.

Da er, während er das Mädchen nach draußen schob, ihren Rücken vor sich hatte, fiel dem Jungen nicht auf, wie sich die Haltung von Kathy verändert hatte. Trotz und Wut spiegelten sich auf ihrem hübschen Gesicht wider.
Es ärgerte sie maßlos, dass Mr. Cohen ihre Pläne durchkreuzt und sie zurück zur Schule geschickt hatte. Dorthin wollte sie auf keinen Fall. Allerdings wusste sie auch, dass sie Seth nicht erneut so stark manipulieren konnte, um von dem ungeliebten Ort fern zu bleiben. Kathy war aber nicht bereit, die Situation hinzunehmen und die neuen Umstände zu akzeptieren.
Ihr war klar, dass sie sich schnellstens etwas einfallen lassen musste und fast schon automatisch begannen in diesem Moment ihre Augen blitzartig die Umgebung zu begutachten. Sekunden später glaubte sie den Ausweg gefunden zu haben, den sie gesucht hatte. Ein triumphierendes Lächeln umspielte kurz ihre Lippen, dann ging sie daran ihren Plan in die Tat umzusetzen.
Sie wusste, dass ihr dafür nicht sonderlich viel Zeit blieb. Es konnte nicht mehr all zu lange dauern, bis Sandy Cohen das Telefonat beendet hatte und sie wollte so wenig wie möglich Zeugen dabei haben.
Mit einem schnellen Blick versicherte sich das Mädchen, das Seth keinen Verdacht schöpfte. Doch der war gerade damit beschäftigt beide Vordertüren des Wagens zu öffnen, zudem hegte er nicht die geringsten Zweifel daran, dass sie ihn problemlos begleiten würde.
Irrtum! Kathy hatte in der Zwischenzeit ihren Rollstuhl so postiert, dass er genau richtig stand. Anschließend zögerte sie nicht eine Sekunde. Sie stieß sich mit ihren Händen an den Lehnen ab und noch im Fallen löste sie die Bremse. Ihr Körper knallte ungebremst auf den harten Beton und für Kathy war es keine sanfte Landung. Doch ihre Reflexe funktionierten perfekt und während sie durch die Luft geflogen war, waren ihre Arme zu ihrem Kopf hoch gewandert, um ihn beim Aufprall zu schützen. Schmerzhaft spürte sie den warmen Asphalt an ihrer bloßen Haut. Bei all ihren Überlegungen hatte sie nicht bedacht, dass sie sommerlich gekleidet war und sie sich dadurch vermutlich mehr Kratzer als angenommen holen würde. Ein leises Stöhnen kam über ihre Lippen. Das Geräusch ging jedoch in einem lautem Knirschen und Krachen unter, dass in diesem Augenblick die Stille zerriss.

Der Lärm ließ Seth herumfahren. Unwillkürlich wandte er sich der Quelle der merkwürdigen Geräusche zu, die nur einige Meter von ihm entfernt war. Auf den ersten Blick erkannte er den Wagen, der auf der Einfahrt stehen geblieben war. Allerdings nicht deswegen, weil er sein Ziel etwa schon erreicht hatte. Seth´s Augen weiteten sich, als er in dem Haufen Schrott das vor den Reifen des Autos, den Rollstuhl erkannte, den er kurz zuvor noch geschoben hatte. Eine Schrecksekunde lang glaubte er vor Panik zu ersticken, dann erfassten seine Augen die nur wenige Schritte von ihm entfernt liegende Kathy.

„Was für ein Glück!", entfuhr es ihm.

„So würde ich das wirklich nicht nennen!"

Seth zuckte beim Klang der Stimme zusammen. Ausgerechnet Julie Cooper hatte der Fahrer des Wagens sein müssen! Natürlich hatte er das Auto bereits als das ihre identifiziert. Aber es war nicht ungewöhnlich, dass Jimmy damit herum fuhr und darauf hatte er insgeheim gehofft.

„Was zum...?"

Sandy Cohen war aus dem Haus getreten. Er erfasste die unwirklich erscheinende Situation mit einem Blick, wenngleich er nicht nachvollziehen konnte, wie es dazu gekommen war. Doch das war jetzt nebensächlich. Allein Julies Anwesenheit reichte aus, um eine Katastrophe perfekt zu machen und die rothaarige Frau sah wirklich danach aus, als würde sie im nächsten Moment mächtig Schwierigkeiten machen. Dabei war es für sie nebensächlich, dass sie den Rollstuhl über den Haufen gefahren hatte. Auch nur die kleinste Schramme im Lack ihres Wagens konnte eine kostspielige Klage bedeuten.
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