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Paradies der Träume?

von Sarina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Kirsten Cohen Marissa Cooper Ryan Atwood Sandy Cohen Seth Cohen Summer Roberts
01.07.2006
02.06.2011
15
21.523
1
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
01.07.2006 905
 
@Nightheart: Danke für dein Lob!
Im achten Teil werde ich näher auf die Beziehung von Ryan und Marissa eingehen. Dauert also nicht mehr lange, bis du endlich etwas über beide lesen wirst.

@June: Danke schön!
Kathy sticht aus der Gesellschaft von Newport hervor und für sie macht es das Leben nicht einfacher. Aber auf diese Aspekte werde ich auch noch eingehen.

@Lythande: Ich bin eigentlich großer Fan von Seth/Summer. Auf der anderen Seite gefällt mir die entstehende Freundschaft zwischen Seth und Kathy.
Wie genau sich die Story entwickeln wird, weiß ich selbst noch nicht. Mal sehen, wie alles weitergehen wird.

@Cloe-Katharina: Danke.
Seth und Kathy sind die wichtigsten Personen der FF, dahinter kommen gleich Marissa und Ryan.

So, hier nun die Fortsetzung. Ein wenig kürzer als gewollt, aber ich bin im Moment im Streß und muss an einem 15 Seiten Bericht schreiben, weswegen sich meine FFs gerade in der Warteschleife befinden.
Viel Spaß beim lesen!

„So, da wären wir also..."

Seth brach seinen Satz ab, kurz nachdem er ihn begonnen hatte. Das war normalerweise nicht seine Art, aber sein Blick war auf Kathys verschlossen wirkendes Gesicht gefallen und er hatte sich spontan dazu entschieden, lieber nichts falsches zu sagen.
Die zierliche Gestalt des Mädchens mochte viele in die Irre führen und sie vermuten lassen, dass man eine sanfte Persönlichkeit vor sich hatte, Seth wusste jedoch, dass Kathy sehr temperamentvoll und willensstark sein konnte.
In dieser Hinsicht stand sie Summer in nichts nach und auch was die Schlagfertigkeit und Spitzfindigkeit betraf, konnte sie hier seiner Ex-Freundin das Wasser reichen.

„Willst du nicht endlich die übliche Frage stellen?"

Ein müder Ton klang in der Stimme des Mädchens mit, der Seth aus seinen Gedanken holte. Einen Moment lang wirkte er irritiert und er fragte sich, was sie wohl gemeint haben konnte. Dann erkannte er, worauf sie anspielte. Kurz überlegte er, ob er das Thema direkt ansprechen sollte, doch er entschied sich dagegen.

„Oh ja, sorry. Darf ich dir was zum trinken anbieten?", erkundigte er sich höflich und tat so, als wäre es ihm peinlich, dass er die Regeln der Gastfreundschaft vergessen hatte.

„Willst du mich verarschen?!"

In Kathys Stimme klang so viel Aggressivität und Feindlichkeit mit, dass Seth unwillkürlich zusammenzuckte. Er war zwar auf eine scharfe Bemerkung des Mädchens gefasst gewesen, doch ihr Tonfall verschlug ihm für wenige Sekunden die Sprache.
Doch er wäre nicht Seth Cohen gewesen, wenn er sich nicht in Rekordzeit wieder gefangen hätte. Beschwichtigend hob er beide Hände, um ihr mit dieser Geste zu zeigen, dass sie ruhig bleiben sollte.

„Hey, wohw! Auch wenn mein Aussehen darüber hinwegtäuschen mag, ich bin einer der Guten!", versicherte er friedfertig und brachte ein schwaches Grinsen zu stande, um seine Absichten zu bestärken.

Erleichtert nahm er wahr, dass Kathy zwar noch immer verstimmt war, die Spannung aber allmählich aus ihrem Körper wich und das wilde Funkeln aus ihren Augen verschwand.
Aufatmend wagte er sich ein paar Schritte näher, um seine guten Absichten zu verdeutlichen.
„Ich und meine große Klappe!", schalt er sich im Stillen und ärgerte sich, dass er mit seiner Taktlosigkeit das Mädchen so aufgebracht hatte.
Umso erstaunter war er, als er die leise an ihn gerichteten Worte vernahm.

„Sorry, ich habe wohl ein wenig heftig reagiert."

Kathy wirkte ehrlich zerknirscht und auch ein wenig kleinlaut. Seth brauchte jedoch einige Sekunden, bis er mit dem schnellen Stimmungsumschwung zurecht kam. Er war Summers Launenhaftigkeit zwar gewöhnt, da er sie einige Zeit lang hatte ertragen müssen, Kathys Verhalten empfand er allerdings als noch extremer.

„Es ist nur so, dass sich niemand wirklich für mich als Person interessiert. Alle wollen nur ihre Neugier befriedigen und wissen, was passiert ist!"

Seth kam es so vor, als wenn er die Niedergeschlagenheit, die von ihr ausströmten spüren konnte. Er konnte zwar nicht richtig nachvollziehen, wie es ihr ging und wie sie empfand. Aber er wusste welche Gefühle jemand hatte, der von allen gemieden und belächelt wurde. Schließlich war er selbst jahrelang der Außenseiter in New Port gewesen. Bevor Ryan in sein Leben getreten war, war er sehr einsam und alleine gewesen. Die anderen Schüler ignorierten ihn im besten Fall, während sich andere öffentlich oder hinter vorgehaltener Hand über ihn lustig machten und ihn ärgerten. Doch im Laufe der Zeit hatte Seth sich mit seiner Rolle am Rande der Schülerschaft abgefunden und sein Schicksal angenommen.
Seit Ryans Einzug bei den Cohens hatte sich in seinem Leben zwar einiges geändert, an seiner Beliebtheit an der NewPort High jedoch nicht viel.
Aber Seth war viel zu froh in Ryan einen guten Freund, ja fast schon Bruder gefunden zu haben, dass ihn dies längst nicht mehr störte. Und er hatte feststellen können, dass der Spruch „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker" voll und ganz auf ihn zutraf.
Er hatte die vielen Hänseleien und Gemeinheiten seiner Klassenkameraden unbeschadet überstanden und hatte dadurch an Stärke gewonnen.

„Das ewige Mitleid und die Neugier sind unerträglich!", fügte Kathy mit leiser Stimme hinzu.

Sie staunte selbst ein wenig darüber, dass sie dies vor Seth zugegeben hatte, denn schließlich kannte sie ihn erst seit wenigen Stunden.
Doch von seiner Art her unterschied er sich von den Personen, mit denen sie sich bislang umgeben hatte. Sein Verhalten hatte etwas, dass sie faszinierte und etwas sagte ihr, dass er ihre Worte ernst nahm. Ein Blick in seine Augen zeigte ihr, dass sie sich in ihm nicht zu täuschen schien.
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