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Paradies der Träume?

von Sarina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Kirsten Cohen Marissa Cooper Ryan Atwood Sandy Cohen Seth Cohen Summer Roberts
01.07.2006
02.06.2011
15
21.523
1
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
01.07.2006 1.609
 
@June: Danke für dein FB!

Sandy und Konstantin haben sich da wirklich eine sehr kreative Strafe für Kathy und Seth ausgedacht! *g* Aber ob die das wirklich so bereitwillig akzeptieren werden? Wer weiß!

@Nightheart: Vielen Dank für dein Review!

Kathy hat einiges auf dem Kerbholz und sie könnte einen schlechten Einfluss auf Seth auswirken. Allerdings hat ja Sandy ein bzw. zwei wachsame Augen auf sie.

Kannst du mir das mit dem "distanziert aufgebaut" näher erläutern?

@all: Sorry nochmal, weil ich schon wieder so lange mit der Fortsetzung habe warten lassen. Ich war mir nicht sicher, mit welcher Idee es weitergehen sollte.

Mein Dank gilt an dieser Stelle Smilie, der mir sehr weitergeholfen hat.

Hier gehts nun weiter::


Konstantin von Bern stand mit nachdenklicher Miene, an der offen stehenden Eingangstüre des Cohenschen Hauses. Er hatte beide Arme vor seiner Brust verschränkt, während er mit den Augen jede Bewegung von Seth verfolgte.
Der gegen ihn eher schmächtig wirkende Junge, trug Kathy auf seinem Rücken und war gerade dabei, sie auf dem Beifahrersitz seines Wagens abzusetzen.
Ein belustigtes Grinsen zeigte sich für wenige Sekunden, auf dem Gesicht des jungen Deutschen. Natürlich ahnte er, weshalb die beiden Teenager ohne Begleitung eines Erwachsenen wegfahren wollten. Er hatte ihnen von Anfang an nicht abgenommen, dass sie nur zu ihrem Haus fahren und dort ein paar Sachen für Kathy einpacken wollten, die diese bei den Cohens brauchen würde.
Konstantin kannte seine Schwester gut genug um zu wissen, dass sie bereits einen Plan ausgeheckt hatte, wie sie auf irgendeine Weise die Bestrafung umgehen konnte. Einen Überschuss an kreativen Ideen, die hin und wieder auch in gefährlichen Aktionen ausarteten, hatte sie von je her bewiesen.
Bei dem Gedanken daran, wie Kathys letzter eigensinniger Entschluss geendet hatte, legte sich ein dunkler Schatten auf die Gesichtszüge des jungen Mannes.

„Du bist eine Verpflichtung eingegangen und der kannst du dich jetzt nicht entziehen!“

Konstantin war sich sehr wohl darüber bewusst, dass in die an ihn gerichteten Worte eine gewisse Drohung mitschwang. Dennoch zeigte er sich, von der Aussage seines Freundes, nicht beeindruckt.
Er war noch nie der Typ gewesen, der sich von anderen zu etwas zwingen ließ und er würde heute damit sicherlich nicht anfangen. Er hatte seine Prinzipien und an diese hielt er sich. Dass er deswegen öfters aneckte, störte ihn nicht. Schließlich musste er sich nicht vor seinen Freunden verantworten, wenn er gegen sein Gewissen handelte. Diese Entscheidungen konnte er nur mit sich selbst ausmachen und mit niemand anderem!

„Ich habe dir meinen Entschluss bereits mitgeteilt und dabei bleibt es!“, entgegnete er mit ernster Stimme. „Ich werde nicht teilnehmen!“, stellte er noch einmal klar, obwohl seine vorausgegangenen Worte bereits deutlich gewesen waren.

In das Gesicht von Victor Seidl begannen sich feine Falten zu graben. Hatte man ihm bis vor wenigen Sekunden seine Wut, über die Entscheidung des Freundes, nicht angesehen, war sie ihm nun deutlich anzumerken.
Konstantin konnte förmlich sehen, wie es im Gehirn des ihm gegenüberstehenden arbeitete, als dieser nach einer Möglichkeit suchte, ihn doch noch umzustimmen. In diesem Moment wurde ihm bewusst, wie sehr sich Victor in die Sache verbissen hatte und wie tief er darin steckte.
Sie kannten sich schon seit Jahren und eigentlich hätte dem Freund klar sein müssen, dass er seine Meinung nicht ändern würde. Doch dies schien dem anderen nicht klar zu sein und Konstantin war es leid, ständig bedrängt zu werden. Er war noch nie eine wankelmütige Persönlichkeit gewesen. Er stand zu seinem Wort, weshalb er es auch niemals leichtsinnig gab. Diese Ideale hatte er von seinen Eltern übernommen, die schon alleine aus Berufsgründen dazu verpflichtet waren, mündliche Absprachen einzuhalten.
Der blonde Mann drehte sich um und begann ohne ein weiteres Wort, das Gebäude Richtung Ausgang zu verlassen. Mit einem deutlicheren Zeichen konnte er Victor nicht begreiflich machen, dass die Unterhaltung vorbei war und dies ließ die Wut in dem zurückgelassenen ansteigen.

„Wenn du jetzt gehst, wirst du das bereuen!“

Hass schwang in den Worten Victors mit, die nun eindeutig eine Drohung waren.
Konstantin, der bereits mit einem derartigen Ausspruch des Freundes gerechnet hatte, ließ sich trotzdem nicht beirren. Ohne sich noch einmal umzudrehen oder anderweitig anmerken zu lassen, dass er etwas gehört hatte, ging er weiter. Wenige Augenblicke später verließ er das Gebäude und kurz darauf kehrte er dem, auf dem Gelände herrschenden Treiben gänzlich den Rücken.


Als Konstantin durch das jähe Zuschlagen einer Autotür aus seinen Gedanken gerissen wurde, hallte noch immer der letzte Satz Victors in seinen Ohren wider. Um sich von den Erinnerungen, die in ihm hochkamen abzulenken, begann er nach der Ursache des Geräusches Ausschau zu halten.
Nur Sekunden später bemerkte er registrierte er ein in der Auffahrt parkendes Auto und eine Person, die sich ihm mit eiligen Schritten zu nähern begann. Konstantin fühlte sich für einen Moment lang in der Zeit zurückversetzt. Dann jedoch wurde ihm bewusst, dass er sich noch immer in New Port befand und er sich die auf ihn zuhaltende Gestalt Victors nicht einbildete. Der ehemalige Freund war hier und stellte kein Gespinst seiner Phantasie dar.

Dem jungen Deutschen gelang es nur mit großer Anstrengung gelassen zu bleiben. Rein äußerlich ließ er sich nicht anmerken, wie sehr ihn der Anblick des alten Bekannten in Aufruhr versetzt hatte. Doch wer ihn genau kannte, dem konnte die Anspannung, die von seinem Körper Besitz ergriffen hatte, nicht entgehen.

„Lange nicht mehr gesehen!“, bemerkte Victor.

Ein breites Grinsen zeigte sich auf seinen Lippen, was sein gut geschnittenes Gesicht noch attraktiver erscheinen ließ.

Konstantin gelang es nur mit Mühe, die Distanz zu dem anderen zu wahren. Alles in ihm sträubte sich dagegen, hier mit ihm zu stehen, so als sei zwischen ihnen nie etwas vorgefallen. Die Meinungsverschiedenheit war schließlich nur der Anfang gewesen und hatte zu Ereignissen geführt, zu denen es niemals hätte kommen dürfen. Doch sie waren nun einmal geschehen und konnten nun auch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das wusste er natürlich nur zu gut. Dennoch war es für ihn schwer zu ertragen, den ehemaligen Freund so unbeschwert vor sich stehen zu sehen.

„Tut mir leid, ich kann mich nicht daran erinnern, sie schon einmal gesehen zu haben.“

Die jungen Männer richteten ihren Blick auf Sandy Cohen, der unbemerkt von beiden dazu getreten war. Ihm war die zwischen den Deutschen herrschende Spannung nicht entgangen und obwohl er nicht wusste, was zwischen ihnen vorgefallen war, hatte er sich dazu entschlossen, der Situation die Schärfe zu nehmen. Als Anwalt hatte er feine Instinkte entwickelt, durch welche er schon manche Eskalation verhindern konnte.

„Victor Seidl. Ein alter Freu…“, setzte Victor an, sich vorzustellen. Er kam jedoch nicht dazu, seinen Satz zu beenden.

Sandy handelte entgegen jeder Höflichkeitsformen, als er den jungen Mann unterbrach.

„Mir ist egal, wer Sie sind. Sie haben auf der Stelle mein Grundstück zu verlassen!“, wies er den Deutschen an.

Der Anwalt war froh, dass Victor klug genug war, sich keine Szene mit ihm liefern zu wollen. Der Jüngere signalisierte ihm mit einem, wenn auch belustigtem Lächeln, dass er keinen Ärger provozieren wollte.
Um seinen guten Willen zu zeigen, zog er sich mehrere Schritte rückwärts gehend zurück. Die ganze Zeit über hielt er dabei allerdings seine Augen auf Konstantin gerichtet, der ihn nicht eine Sekunde lang aus dem Blick verlor.

„Denkst du wirklich, dass du mich so ohne weiteres los wirst?“, erkundigte er sich in einem Tonfall der deutlich machte, wie amüsant er das alles fand.

In diesem Moment bemerkte er Summer, Marissa und Ryan, die sich etwas abseits vom Geschehen gehalten und die Vorgänge erstaunt beobachtet hatten.

„Du willst doch nicht, dass deine neuen Freunde einen schlechten Eindruck von dir bekommen, oder?“

Etwas Lauerndes lag in Victors Stimme, während er die Worte aussprach. Sein Blick wanderte von Konstantin zu dem Trio und wieder zurück. Ihm entging nicht, dass die drei Jugendlichen verunsichert wirkten. Sie konnten sich keinen Reim auf die hier stattfindenden Ereignisse machen, woraus er schlussfolgerte, dass Konstantin sich ihnen nicht anvertraut hatte. Er mochte zwar die Unterstützung des schwarzhaarigen Mannes haben. Doch Victor sah noch eine Chance die anderen Anwesenden gegen Konstantin aufbringen zu können.

„Aber das bekommst du ja auch ganz alleine hin, nicht wahr? Wer ist schon gerne mit dir befreundet, wenn du ihn im Stich lässt und ohne deine Schulden zurück zu zahlen das Land verlässt!“

Ein zufriedener Ausdruck zeigte sich auf Victors Gesicht. Den verblüfften Mienen der Umstehenden nach zu urteilen, hatte er Konstantins bis dahin gut gehütetes Geheimnis gelüftet. So leicht würde dieser sich nicht herausreden können.
Dies alleine verschaffte ihm eine gewisse Befriedigung, obgleich ihn der Verlust des Geldes noch immer schmerzte. Der Betrag, der ihm noch zustand, war zwar nicht all zu groß, wenn man ihn mit den Summen verglich, mit denen Victor täglich zu tun hatte. Allerdings war er nicht bereit darauf zu verzichten und diese Tatsache hatte er Konstantin in Erinnerung gerufen.

„Mr. Seidl, ich fordere Sie nochmals auf mein Grundstück zu verlassen. Wenn Sie sich nicht daran halten, sehe ich mich gezwungen die Polizei zu verständigen. Das würde bedeuten, dass wir uns nicht nur wegen Hausfriedensbruch vor Gericht wieder sehen werden!“

Mit seinen Worten rief sich Sandy Cohen, dem Deutschen wieder in Erinnerung. Dem Anwalt war nicht entgangen, dass es noch einige ungeklärte Sachverhalte zwischen den ehemaligen Freunden gab, die dringend einer Lösung bedurften. So etwas auf der Türschwelle auszuhandeln, war allerdings nicht der richtige Rahmen.
Mit wachsamen Blick beobachtete er, wie sich Victor nun endgültig zurückzog. Sandy wartete ab, bis sich Ryan von den Mädchen verabschiedete und dann die Stufen zu ihm und Konstantin hochkam. Er ließ die beiden Jüngeren an sich vorbei durch die Tür treten und schloss diese dann mit einem leisen Seufzer hinter sich. Die Sache war noch nicht ausgestanden, das war schon mal sicher.
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