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Paradies der Träume?

von Sarina
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Kirsten Cohen Marissa Cooper Ryan Atwood Sandy Cohen Seth Cohen Summer Roberts
01.07.2006
02.06.2011
15
21.523
1
Alle Kapitel
40 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.07.2006 1.843
 
@June: Danke für dein FB!
Ja, über Kathy und auch Konstantin werde ich natürlich noch mehr Hintergrundinfons einbauen.

@Nightheart: Thx für dein Review!
Auf die Ryan/Marissa - Szene musstest du ja lange genug warten. Aber keine Sorge, es wird noch mehr geben.

Danke, mich freut dein Lob natürlich. Ich werde mich auch weiterhin bemühen, meinem Stil treu zu bleiben.

@Mischa Barton: Thx fürs FB.
Es geht natürlich weiter, auch wenns ein wenig dauert. Wie hat dir denn die Story bisher gefallen?

@all: Eigentlich wollte ich noch zwei Teile posten und damit wäre dann diese Story abgeschlossen gewesen. Ich hatte mich gefreut die FF unter Dach und Fach zu haben, aber irgendwie war da ein leichter fader Nachgeschmack.
Mir hat mein Schluss für die Geschichte nicht wirklich gefallen. Die Charas kamen ein wenig ooc rüber.
Also habe ich die letzten zwei Teile zusammengewürfelt und einiges weggelassen. Somit ist die Story also noch nicht fertig. Natürlich werde ich sie vollenden, aber mir fehlt die Zeit. Deshalb wird es nach diesem Teil ein wenig dauern, bis es weitergeht. Ich hoffe ihr habt Verständnis, auch wenn ich euch auf eine Fortsetzung warten lasse.

Aber hier nun der nächste (und noch nicht letzte) Teil:

Mit ernsten Gesichtern, denen nicht anzusehen war, wie schwer die Strafen ausfallen würden, betraten Sandy und Konstantin das Wohnzimmer.
In Erwartung dessen, was unweigerlich kommen musste, hatten Seth und Kathy darauf Platz genommen. Schweigend und mit gesenkten Köpfen harrten sie aus, unglücklich darüber, wie alles gekommen war.
Für einen kurzen Moment empfand Konstantin beim Anblick der bedrückt wirkenden Gestalten Mitleid. Beide hatten bestimmt nicht damit gerechnet, von zwei Erwachsenen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Dieses Erlebnis konnte für sie aber auch sehr lehrreich werden und aus diesem Grund beschloss der Deutsche, keine Schwäche zu zeigen.
Er und Sandy nahmen den beiden Wartenden gegenüber Platz. Kurz verständigten sie sich mit Blicken, dann begann der Anwalt.

„Ich habe vorhin mit Rektorin Kim gesprochen. Sie war äußerst entgegenkommend und wir wurden uns schnell einig. Um die versäumte Unterrichtszeit wieder aufzuholen, werdet ihr in den nächsten zwei Wochen täglich Nachsitzen."

Sandy beobachtete, wie Seth´ Gesicht einen verzweifelten Zug annahm. Doch obwohl sein Sohn offensichtlich litt, kam kein einziges Wort über seine Lippen. Er schien die Strafe als angemessen zu betrachten oder er fürchtete, sich in noch eine schlimmere Lage zu manövrieren, wenn er widersprochen hätte.
Sandy wandte sich nun Kathy zu, musste aber feststellen, dass sie die Ankündigung reglos vernommen hatte. Entweder machte ihr das Nachsitzen nichts aus oder sie verstand es meisterhaft ihre Gefühle zu verbergen.

„Kommen wir nun zu dem bedauerlichem Umstand, dass dir der Rollstuhl nicht weiterhin zur Verfügung steht.", brachte Konstantin das Gespräch in eine Richtung, die hauptsächlich seine Schwester betraf.

Hätte Kathy ihn in diesem Moment angesehen, wäre ihr das Grinsen nicht entgangen, welches seine Mundwinkel umspielte. Doch sie zog es weiter vor, den Boden zu ihren Füßen anzustarren.

„Da wir auf keinen zweiten zurückgreifen können und werden, ist es Teil eurer Bestrafung...", Konstantin setzte eine wirkungsvolle Pause ein.

Die Spannung, die sich während seiner Worte aufgebaut hatte, war förmlich spürbar. Kathy und Seth hatten sich beide aufgerichtet und wirkten nun nicht mehr so unbeteiligt, wie noch vor wenigen Minuten.
Besonders Kathy schien zu ahnen, dass nun der gewichtigste Teil der Strafe ausgesprochen wurde. Der Blick ihrer weit aufgerissenen Augen, richtete sich auf die Gestalt des Bruders. Dieser saß ihr entspannt und völlig locker gegenüber, noch nicht bereit fortzufahren. Er zeigte es zwar nicht, dennoch war sich das Mädchen sicher, dass er die Situation sie zappeln zu sehen, genoss.

„Nun, Seth wird es künftig übernehmen, dich Kathy dorthin zu tragen, wohin du ansonsten mit dem Rollstuhl gelangen würdest.",

Amüsiert bemerkte Konstantin, wie Seth ihn entsetzt ansah, nur um anschließend hilfesuchende Blicke zu seinem Vater zu schicken. Dieser hatte ein unbeteiligtes Gesicht aufgesetzt und war nicht bereit, gegen die eben ausgesprochene Entscheidung zu protestieren.
Erstaunlicherweise blieb der Wutanfall von Kathy, den ihr Bruder fest mit eingerechnet hatte, aus. Ganz offensichtlich gefiel ihr nicht, was sie gehört hatte und wahrscheinlich arbeitete es in ihrem Kopf bereits, wie sie sich aus der Affäre ziehen konnte.

„Ich übernehme keine Verantwortung, wenn Seth sich übernimmt und zusammenbricht.", war der einzige Kommentar, der schließlich ihre Lippen verließ.

Hätte die Situation es nicht erfordert ernst zu bleiben, hätte Sandy in diesem Moment laut aufgelacht. Sein Sohn sah immer noch so aus, als würde er den Schock über das eben gehörte nie überwinden und Kathy distanzierte sich schon von der nächsten Situation, die eine Strafe nach sich ziehen konnte.
Konstantins Reaktion auf die Worte seiner Schwester war ein lässiges Schulternzucken. Damit signalisierte er klar, dass das dann nicht mehr sein Problem war.
Sandy wollte der kleinen Geste gerade ein paar Worte hinterherschicken, als Kathy im zuvorkam.

„Seth, ich müsste mal euer Badezimmer aufsuchen."

Alle Blicke richteten sich auf Kathy, während sie unruhig auf ihrem Sitzplatz herumzurutschen begann.
Belustigt bemerkte Sandy die Verlegenheit auf dem Gesicht seines Sohns, dem erst in diesem Moment voll und ganz zu dämmern begann, was die Auferlegung seiner Strafe zu bedeuten hatte.
Sekundenlang starrte er das neben ihm sitzende Mädchen aus großen Augen an, dann gab er sich seufzend seinem Schicksal hin. Er stand auf, stellte sich mit dem Rücken Kathy zugewandt vor sie hin und ging dann in die Hocke. Diese verstand was er vorhatte. Er wollte es dieses Mal auf andere Weise versuchen. Also rutschte sie zu ihm hin, umschlang seinen Oberkörper mit ihren Armen und klammerte sich fest an seine Gestalt.
Seth erhob sich, kaum das er ihr Gewicht auf sich spürte und begann schwankend Richtung Badezimmer zu verschwinden.

„Die beiden geben wirklich ein Dreamteam ab, findest du nicht?", bemerkte Sandy breit grinsend, während er dem ungleichen Duo nachsah.

„Absolut!", erwiderte Konstantin nicht weniger amüsiert, über das Bild das sich ihm bot.

Ein nachdenklicher Ausdruck erschien auf dem Gesicht des Deutschen, während er seiner Schwester nachblickte, bis diese aus seinem Sichtfeld geriet.
Kathy schien die ihr auferlegte Strafe zu akzeptieren und dieses Verhalten war er nun wirklich nicht von ihr gewohnt.

„Ich vermute die beiden haben sich nur zurückgezogen, um sich in Ruhe beraten zu können!", unterbrach die Stimme des Anwalts seine Gedanken.

Konstantin sah auf und stimmte der Bemerkung mit einem Nicken zu. Dieses Vorgehen passte schon besser zu der Kathy die er kannte. Sie hatte also nicht vor sich kampflos geschlagen zu geben, sie wollte sich erst mit ihrem Leidensgenossen abstimmen.

„Egal, was sie sich auch immer ausgedacht haben mögen, durchkommen werden sie nicht!", erklärte Konstantin mit Nachdruck.

Es beruhigte ihn zu sehen, wie Sandy ihm zustimmte. Obwohl er stets mehr Zeit mit seiner Schwester verbracht hatte, als ihre Eltern, war es ihm schon immer schwer gefallen ihr Vorschriften zu machen.
Er liebte Kathy, auch wenn es oft nicht einfach war mit ihrer temperamentvollen Art umzugehen. Als jüngstes Kind der von Berns hatte man ihr von Anfang an vieles durchgehen lassen und ihre Eigenart toleriert. Konstantin, der in dieser Hinsicht anders erzogen worden war, hatte seine Schwester der Freiheiten, die sie sich nehmen konnte, hin und wieder beneidet und wahrscheinlich war das einer der Gründe gewesen, weshalb er sich zu einer Dummheit hatte hinreißen lassen, die er jetzt im nachhinein bedauerte.
Konstantin verscheuchte die trüben Gedanken, als er in diesen Moment sah, wie Seth um die Ecke bog. Wie zuvor hing Kathy auch jetzt wieder auf seinem Rücken und hielt sich gut bei ihm ein. Man sah dem Jungen deutlich die Anstrengung an, die es ihm bereitete, das Mädchen herum zu tragen. Die Haut seines Gesichts war rot angelaufen, er schwitzte stark und er wirkte erschöpft.

„Seth als Fortbewegungsmittel macht wirklich jeder Schnecke Konkurrenz!", beschwerte sich Kathy, kaum das sie auf der weichen Couch zum sitzen kam.

Sandy und Konstantin sahen dem erschöpft wirkenden Jungen an, dass er eine Erwiderung auf der Zunge hatte. Um sie auszusprechen fehlte ihm momentan allerdings der Atem.

„Sei vorsichtiger mit dem was du sagst. Sonst weigert er sich womöglich, dich überhaupt zu tragen!", wies Konstantin die Schwester auf die bestehende Möglichkeit hin, an die sie bei ihrer vorschnellen Bemerkung scheinbar nicht gedacht hatte.

Ein Schulterzucken der jüngeren von Bern war vorerst die einzige Antwort. Insgeheim wusste sie, dass der Bruder Recht hatte. Zugestehen wollte sie ihm dies jedoch nicht. Insbesondere, da er es gewesen war, der ihr einen neuen Rollstuhl verweigerte.

„Wenn er mich in der Schule auch in dem Tempo herumträgt ist es kein Wunder, wenn ich ganze Schulstunden verpasse!", konterte Kathy, ohne auf das vorher gesagte im Besonderen einzugehen.

Sandy grinste still in sich hinein. Kathy stand Seth, was Schlag- und Redefertigkeit betraf, in nichts nach. Schade nur dass sein Sohn zu sehr außer Atem geraten war, um sich aktiv an dem kleinen Wortgefecht zu beteiligen.

„Dann wird es wohl höchste Zeit, dass Seth endlich mit Krafttraining anfängt.", bemerkte er.

Sein Blick wanderte zu Konstantin, der in diesem Augenblick seine Muskeln spielen ließ. Auch Seth war die kleine Kraftdemonstration nicht entgangen.

„Hey, jetzt mal langsam. Kathy ist Training genug!", rief er mit beschwörender Stimme.

„Stimmt, sie hält dich ganz schön in Trab.", erwiderte Konstantin mitleidlos.

Mit dem Blick eines Verschwörers, grinste der Anwalt dem jungen Deutschen zu. Ihre Bestrafung für die beiden stand fest und würde sich nicht ändern, gleichgültig wie viel sie auch darüber jammern mochten.

„Damit ihr euch aneinander gewöhnen könnt halten wir es für das beste, wenn du die nächste Zeit bei uns wohnst.", erklärte Sandy Kathy.

Ihm entging nicht wie sie ihrem Bruder einen kurzen Blick zuwarf um seine Reaktion zu sehen. Konstantin war nicht ganz wohl dabei, seine Schwester hier zu lassen.
So sympathisch sie sich auch bei ihrer ersten Begegnung gewesen waren, sehr gut kannte er die Cohens schließlich nicht und nun würde Kathy die nächste Zeit in ihrem Haushalt verbringen.
Sandy war sich selbst nicht ganz sicher ob er wusste, auf was er sich da eingelassen hatte. Insbesondere da er seine Frau noch nicht darüber informiert hatte. Kirsten würde sicher nicht begeistert sein, wenn sie erfuhr in welcher Weise die junge Deutsche Seth beeinflusst hatte. Andererseits hatte die Situation damals als er Ryan hierher gebracht hatte noch bedrohlicher für Kirsten gewirkt. Inzwischen war dieser zu einem Teil der Familie geworden und nicht mehr wegzudenken.

Kathy, die im ersten Moment hatte protestieren wollen, entschied sich schnell anders. Auch wenn sie die Cohens noch nicht lange kannte, sie schienen nett zu sein und es würde sicher einfacher werden sie zu manipulieren, als ihren Bruder.

„Ok. Seth und ich fahren dann am besten gleich los, um ein paar meiner Sachen hierher zu holen!", bemerkte sie.

Ihr entging der prüfende Blick nicht, mit dem Konstantin sie musterte. Anscheinend hatte er nicht erwartet, dass sie ohne Protest die neue Situation akzeptieren würde.
Ihre Zähne gruben sich in ihre Unterlippe. Natürlich hatte sie keine Sekunde lang vorgehabt sich stillschweigend in ihre Bestrafung zu fügen und wie es aussah schien ihr Bruder einen Verdacht zu hegen. Während sie auf ihrer Lippe herumkaute hoffte sie, dass er ihr keinen Strich durch die Rechnung machen würde.
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