Überflüssig

von Sarina
GeschichteDrama / P6
Clark Kent Lex Luthor
01.07.2006
01.07.2006
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821
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Titel: Überflüssig
Autor: Sarina
Spoiler: nein
Inhalt: ein nachdenklicher Lex
Disclaimer: Smallville und alle damit verbundenen Charakteren gehören nicht mir
Hauptcharakter(e)/Paar(e): Clex
Feedback: ich würde mich über Rückmeldungen freuen


Unbeweglich stand er schon seit einer Weile an die Wand gelehnt und blickte mit starrem Blick hinüber zu der fröhlich, feiernden Menge. Keiner wurde auf ihn aufmerksam oder bemerkte sein Fehlen, was ungewöhnlich genug war, da er sonst immer Mittelpunkt jeder Gesellschaft stand. Doch heute war das anders und er schien für sie uninteressant geworden zu sein. Er hatte an Wichtigkeit verloren und ihm war mit schmerzlicher Deutlichkeit bewusst, dass es niemanden gab für den seine Anwesenheit von Bedeutung war.
Seine Augen begannen nach der einzigen Person im Raum zu suchen, die ihm selbst etwas bedeutete. Nach endlos sich in die länge ziehenden Minuten hatte er ihn erspäht. Ein trauriges Lächeln umspielte seine Lippen, während er zu ihm hinübersah und ihn aufmerksam betrachtete. Er konnte den gelösten und zufriedenen Ausdruck auf seinem Gesicht erkennen und wünschte sich für einen Moment diese Emotionen mit ihm teilen zu können.
Aber seine eigenen Gefühle ließen sich nicht verdrängen und hielten sich hartnäckig in seinem Inneren fest. Mit aller Kraft versuchte er sich nicht ganz von ihnen überwältigen und sich auf keinen Fall den brennendem Schmerz in seinem Inneren anmerken zu lassen. Das letzte was er wollte war sich seine Empfindungen und die damit verbundene Verletzbarkeit öffentlich zu zeigen, so das alle sie hätten bemerken können.
Nein, er durfte und wollte sich diese gefährliche Schwäche nicht leisten. Keiner sollte merken, wie sehr er litt und wie gerne er dem Wunsch nachgegeben hätte auf ihn zuzugehen und vor allen Augen seine Gefühle zu offenbaren.
Er sehnte sich herbei sich nicht länger zurückhalten zu müssen, doch wusste er das er sich auch in Zukunft diesen Schritt verwehren würde.
Er musste es tun, denn der andere ahnte nichts von seinen Gefühlen und sollte es auch weiterhin nicht erahnen können.
Lex wusste nur zu gut, dass er immer alleine sein würde. So war es von Anfang an gewesen und daran würde sich auch niemals etwas ändern.

Verzweilfung und Trauer spiegelten sich für einen kurzen Moment auf seinem Gesicht, dann glich es wieder einer ausdruckslosen Maske. Gekonnt verbarg er vor allen die um ihn herum waren seine Gefühle und war wieder die unnahbare Person geworden, die er in ihrer Mitte stets vorgab zu sein.
Keiner von ihnen ahnte wie anders es in seinem Inneren aussah. Welche Sehnsüchte nach Liebe, Anerkennung und Freundschaft in ihm schon seit langer Zeit lebten und er es sich doch nie gestattete irgend einer Prson einen Einblick in seine Innerstes zu gewähren. Denn er fürchtete nichts mehr als von ihnen verletzt zu werden und dies ließ ihn all die Qualen seiner Zurückhaltung und die Unterdrückung der Gefühle ertragen.
Er wusste, dass zu viel geschehen war und das es ihm dadurch unmöglich geworden war sich selbst jemand anderem anzuvertrauen. Zu oft war er in seinem Leben schon von Menschen die ihm nahe gestanden hatten enttäuscht und hintergangen worden. Er brachte es nicht fertig dieses Risiko erneut einzugehen, denn er hatte die wenigen Male wo er es getan hatte die Vergänglichkeit der ihm entgegengebrachten Gefühle erlebt. Oftmals waren diese auch nur vorgetäuscht worden, man hatte ihn hintergangen und das war einer der Gründe weshalb er nicht mehr dazu in der Lage war seine Selbstbeherrschung zu durchbrechen und sich seinen Sehnsüchten hinzugeben.

In dem Moment als seine Gefühle ihn zu überwältigen drohten trafen sich ihre Blicke und an der ehrlichen Betroffenheit die sich auf Clarks Gesicht spiegelte, erkannte er das dieser die Verzweiflung un den Schmerz in seinen Augen gesehen haben musste.
Obwohl er davon überzeugt war, dass auch der kurze Einblick den er seinem Freund soeben unbeabsichtigt gewährt hatte nichts an ihrer Beziehung ändern würde, wartete er gespannt eine Reaktion ab. Er sah wie Clark sich einen Weg durch die Menge bahnte, wie er immer näher zu ihm herankam. Schließlich standen sie sich gegenüber, von einer erwartungsvollen Spannung umgeben.

Lex enging die Unsicherheit in den Augen seines Gegenübers nicht und obwohl er nur darauf gewartet hatte eine Weile ungestört mit ihm reden zu können brach er das Schweigen nicht. Es kostete ihn seine gesamte Kraft sich von Clark abzuwenden. Irgendwie gelang es ihm und mit gesenktem Kopf und unendlich müden Schritten verließ er den Raum. Es war zu spät, keiner wusste das besser als er und er begann sich mit der Frage zu quälen warum er es zugelassen hatte einen Funken Hoffnung aufkommen zu lassen.
Mit einem leisen Knall schlug die Tür zu und verhinderte das der Lärm den die Hochzeitsgesellschaft veranstaltete bis zu ihm drang. Ein bitteres Lächeln umspielte seine Lippen bei dem Gedanken an die bald folgende Hochzeitsnacht. Er wusste das er Clark dann endgültig verloren haben würde und auch der letzte Funke Zuversicht der sich bis dahin in ihm gehalten hatte verlosch.
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