Worst To December

von Frico
GeschichteAllgemein / P16
Cyclops / Scott Summers Pyro / St. John Allerdyce
25.06.2006
27.08.2006
23
19.450
1
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18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.06.2006 679
 
Jaaa, ich weiß, ich hab gesagt es dauert noch was bis ich ne Fortsetzung schreibe, aber ich hab nicht eingeplant, dass ja jetzt Ferien sind und ich tendenziell weniger zu tun hab....also, hier die Fortsetung zu "Demolition Lovers" und schön Reviews posten, ne?

1. Kapitel: London

Ronja pustete auf den dampfenden Kaffee, den Pyro ihr gerade gereicht hatte. Vorsichtig nippe sie daran. So ziemlich alles, was man an Raststätten kaufen konnte, schmeckte nicht besonders toll, aber sie hatte sich mittlerweile daran gewöhnt. Immerhin waren sie jetzt schon acht Monate unterwegs. Acht Monate, ohne eine Richtung, ohne ein Ziel. Und es waren die schönsten Monate ihres Lebens gewesen. Europa war so ganz anderes, als sie es sich vorgestellt hatte. Es war bunt und lebendig…und es gab abertausende Kulturen zu entdecken. Den Sommer über waren sie in Spanien geblieben, hatten am Strand gesessen und Wassermelonen gegessen, in einsamen Buchten geschlafen und morgens der Sonne beim Aufgehen zugeschaut. Ronja liebte dieses Leben. Einfach losfahren, ohne zu wissen, wohin der Wind einen tragen wird. Sie hatte Pyro und das war alles was sie brauchte. Sie lebten in Spanien von kleinen Nebenjobs hier und da, und solange der Tank des schwarzen Cabrios voll war, machten sie sich um nichts Sorgen. Den Herbst über waren sie in Paris geblieben und jetzt, wo es tiefster Winter war, waren sie unterwegs nach London. Ronja seufzte und nippte noch einmal an ihrem Kaffee. Pyro neben ihr hatte den Becher schon gelehrt, so als mache ihm das kochend heiße Getränk gar nichts aus. Zielsicher warf er den Plastikbecher in einen Mülleimer und schnallte sich wieder an. Es waren nur noch eineinhalb Stunden bis London und die wollten sie heute noch hinter sich bringen. „Alles startklar?“, fragte Pyro sie. Ronja nickte lächelnd und schnallte sich ebenfalls an. „Natürlich. London wir kommen!“

London war riesig. Obwohl sie mittlerweile schon mehrere Weltstädte gesehen hatte, war Ronja immer wieder verblüfft und ein wenig erschlagen von der Größe der Städte. Pyro und sie hatten einstimmig beschlossen, lieber Landstraßen statt Autobahn zu fahren um möglichst viel von England zu sehen. Und nach den kleinen, ländlichen Dörfern und den schneeüberzogenen Feldern erschien ihr London als überdimensional groß. Mit weit aufgerissenen Augen sah sie aus dem Fenster. Überall waren Lichter und Menschenmassen liefen durch die Straßen, obwohl es bereits halb elf war. „Wow.“, machte Ronja und drückte die Nase gegen die Fensterscheibe. „Hey, guck mal da.“, sagte Pyro und Ronja drehte sich um. Pyro zeigte auf ein kleines Hotel. Ronja nickte und sagte. „Ja, das sieht doch ganz gut aus.“ Wäre es noch Sommer gewesen, dann hätten sie sich einfach auf irgendeine Wiese gelegt oder bei heruntergelassenem Sonnendach im Auto geschlafen, aber jetzt war es einfach viel zu kalt für solche Aktionen. Pyro parkte den Wagen auf dem Parkplatz und holte ihr Gepäck aus dem Kofferraum. Hand in Hand betraten sie das Hotel. Es war wirklich ganz hübsch, wie Ronja fand. Nicht besonders luxuriös….aber sie hatten schon in schlimmeren Spelunken übernachtet.

Ihr Doppelzimmer war nicht besonders groß, dafür aber sauber. Und das Beste war die Aussicht. Staunend stand Ronja am Fenster und schaute hinab auf London, das nie zu schlafen schien. Es sah unheimlich und schön aus, die alten Gebäude bedeckt mit Neuschnee (der in Ronjas Augen ein kräftiges Azurblau hatte) und die modernen Hochhäuser. Sogar den Big Ben konnte man mit bloßem Auge erkennen. Ronja grinste, als Pyro hinter sie trat und die Hände um ihre Hüfte schlang. Genauso sollte es sein, das hatte sie sich immer gewünscht. Sie seufzte glücklich und lehnte sich ein wenig zurück. Das leichte Kribbeln an ihrem Rücken und ihren Armen machte sie Situation perfekt. Sie standen einige Minuten einfach nur da, ohne ein Wort zu sprechen. Ronja hatte schon nach einigen Wochen gemerkt, dass sie und Pyro keine Worte nötig hatten. Es war, als verstünden sie einander auch ohne jegliche verbale Kommunikation. So wunderte sie sich nicht, als er ihr ins Ohr flüsterte: „Kommst du ins Bett?“ „Nichts lieber als das…“, erwiderte sie. Schmunzelnd zog sie die Vorhänge zu und ihm den Pullover aus.
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