Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Lebens-müde

GeschichteMystery / P12 Slash
Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle
24.06.2006
24.06.2006
1
901
5
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
13 Reviews
 
 
 
24.06.2006 901
 
Titel: Lebens- müde

Autorin: KrissyNightwish

Disclaimer: Die Charaktere gehören JKRowling

Betaleserin: Bridry und meine liebe Maus, die es zum ersten Mal gewagt hat eine Slash FF von mir zu lesen. *strahl* An beide einen ganz lieben Dank für ihre Hilfe! *knuddel euch beide ganz feste*

A/N: Dies ist eine Geschichte, die ich schon vor längerem geschrieben und nun neu entdeckt und überarbeitet habe. Ich bin mal sehr gespannt, was ihr davon haltet.



Soll ich euch meine Geschichte erzählen?

Ich weiß nicht, was ihr erwartet oder denkt, aber sprechen muss ich.

Wer ich bin?

Das sollte hier nichts zur Sache tun. Das braucht ihr nicht über mich zu wissen. Aber an meiner Geschichte, an meiner Vergangenheit, an meiner Erinnerung werde ich euch Teil haben lassen, denn sprechen muss ich.

Ich war jung, wie wohl jeder es einmal war. Doch meine Kindheit war anders, aus dem einfachen Grund, dass ich anders war. Das brachte mir nichts als Hass, Abneigung und Demütigungen ein, bis ich endlich aufgewacht bin und meine beste Zeit in der Schule für Hexerei und Zauberei verbrachte: Hogwarts.

Doch gleichzeitig mit meiner Erweckung oder besser gesagt Errettung aus der Welt der Muggel, erfuhr ich von meinem wahren Ich.

Im Laufe von sieben Schuljahren, musste ich lernen, dass ich nur ein kleines Rädchen in einer großen Maschine war. Der Vorzeigeheld und Erretter der Zaubererwelt.

Ahnte denn niemand, welche Last damit auf meinen Schultern ruhte?

Sah denn niemand, dass ich nicht fähig war, diese Last, dieses Schicksal des „Auserwählten“ zu erfüllen?

Mein Gott, ich war siebzehn Jahre alt. Hatte niemals wirklich Kind sein können und musste schon im Alter von elf Jahren lernen, was es heißt, wenn einem nach dem Leben getrachtet wird.

Im Laufe dieser Jahre lernte ich Menschen lieben und verlor sie gleichermaßen. Das gab mir den Rest. Ich war fertig mit allem und jedem und hatte nicht mehr die Kraft den Ursprung dieses Desasters zu bekämpfen.

Ich ließ es einfach geschehen und schloss mich ihm an. Somit war ich keine Gefahr mehr für ihn.

Es war vorbei. Der unendliche Druck fiel von meinen Schultern und ich war endlich glücklich.

Seltsam, dass ich in den Armen meines Feindes das lang ersehnte Glück gefunden hatte. Es mag vielleicht schrecklich klingen, aber ich begann diesen Mann zu lieben. Warum? Ich blickte hinter die Fassade. Erkannte den Rest Menschlichkeit, den er noch besaß.

Doch das Morden ging weiter. Eigentlich hätte ich in einen Gewissenskonflikt kommen müssen, welcher aber nie eintrat.

Er behandelte mich gut. Ich war nicht nur sein Bettsklave. Wir waren Gleichgestellte. Partner.

Du findest das unverständlich? Wie konnte ich das nur der Zaubererwelt antun und die Seiten wechseln? Mich seiner Macht ergeben?

Meine Freunde und ihre Familien sind dadurch geschützt. Er hat es mir versprochen.

Nie wieder werden Menschen sterben durch ihre Liebe zu mir. Bis auf einen.

Dieser Jemand bat mich ihn zu töten.

Ich werde dir gestatten in meiner Erinnerung zu wühlen und den Moment selber mitzuerleben. Mein Geist öffnet sich für dich...

Regen prasselt auf das Gesicht des Unnennbaren. Regungslos liegt er auf dem Rücken im Schlamm, den Umhang völlig verdreckt. Sein Atem stockt und ein Blutrinnsal läuft aus seinem Mund.

Totenstille herrscht um ihn herum. Nur der Regen peitscht durch die nahen Bäume und rüttelt an ihren Zweigen. Dann hört er ein leises Keuchen und ein Schatten mit erhobenem Zauberstab tritt auf ihn zu.

„Tom“ Sofort erkennt er die leise Stimme und dreht seinen Kopf so gut es geht der Stimme entgegen. Dann kniet sich auch schon Harry neben ihn und streichelt über seine Wange. Blut und Schmutz vermischen sich mit dem Regen und werden hinfort gespült. Einen Augenblick herrscht Stille. Grüne Augen treffen rote.

„Harry, töte mich.“ Drei Worte, die dem jungen Mann das Herz zerreißen wollen. Obwohl er seine Gefühle zu kontrollieren gelernt hat, rollt eine Träne nach der anderen über seine Wange. Er kann den Blick nicht von seinem Geliebten lösen, während er immer noch sanft dessen Wange streichelt.

„Bitte, tu es.“ Kommt die flehende Aufforderung. „Ich richte sonst noch mehr Schaden an.“ Es ist kaum mehr als ein heiseres Flüstern. Harry nickt. Die Augen sind tränenverschleiert. Tom sieht das Gesicht seines Geliebten näher kommen und schließlich spürt er seine Lippen zum letzten Mal. Der Kuss des Todes. Tom hat seine Augen geschlossen, selbst als Harry sich von ihm löst. Ein leichtes Lächeln auf den Lippen. In ihrer geistigen Verbindungen werden zum letzten Mal die Worte „Ich liebe dich“ gesprochen.

Harry erhebt seinen Zauberstab.

„Avada Kedavra“ Mit fester Stimme hat er den Fluch gesprochen.

Dann bricht er seinen Zauberstab entzwei. Schleudert ihn weg und nimmt die schlaffe leblose Gestalt in den Arm. Trauernd und leidend hält er ihn fest. Unfähig etwas zu tun...

Es war das letzte Mal, dass ich Magie benutzte.

Das letzte Mal, das ich die Zaubererwelt betrat.

Jetzt bin ich Muggel und sehr glücklich damit. Hier bin ich nur Harry. Endlich ein ganz normaler Mensch, der ein Recht auf ein eigenes Leben hat. Mein ehemaliger Feind ist tot. Ich, der Auserwählte, habe ihn besiegt, wie es gemein hin heißt. Sie haben keine Ahnung. Aber mir ist das nun egal.

Ich lebe weit weg von alledem und genieße mein Leben.

Nur manchmal überfällt mich ein Hauch Melancholie und ich bedenke, welch ein Leben ich gehabt hätte, wenn ich Toms Position eingenommen hätte.  

*****
ENDE

Ich würde euch nun bitten mir einen Kommentar zu dieser Geschichte zu schreiben. *ganz lieb guck*
Eure Krissy
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast