addiction

GeschichteDrama / P12 Slash
11.06.2006
20.07.2006
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Wut.
“Könntest du aufhören ständig zu widersprechen?!”
Ärger.
“Ich würde nicht widersprechen, würdest du nicht soviel Scheiße erzählen.”
Warum?
“Dann mach konstruktive Vorschläge… Wenn du denn dazu in der Lage bist.”
Warum nur?
Wütend verließ der eine Kontrahent den Raum. Ein vorläufiger Sieg?
Es lief immer so. Schon seit Wochen - oder sogar Monaten? Irgendwie war das Ganze aus dem Ruder gelaufen.

“Ich will ja nichts sagen, aber…”, fing plötzlich der Drummer der Band an. “Aber was habt ihr überhaupt für ein Problem?”
Er sah ihn nicht an, stand stattdessen auf. “Ihr könnt nach Hause gehen. Das wird jetzt doch nichts mehr. Denkt dran morgen früh rechtzeitig für das Interview da zu sein.” Matt ging er in Richtung Ausgang.
“Uruha?”
Er wand sich um.
“Wir machen uns echt Sorgen…”, seufzte Kai, die anderen nickten. “So kann ‘s nicht weitergehen.”
“Im Ernst.”, fügte Ruki hinzu. “Sonst muss einer von euch gehen. Wir können so was jetzt nicht gebrauchen.” Ihm wurde zwar als Dank Kais Ellenbogen in die Seite gerammt - wegen mangelnder Diplomatie -, aber letztendlich war es wohl das, was sie alle dachten.
Ja, es gab nur noch Streit.
Ja, sie kriegten sich wegen jeder Kleinigkeit in die Haare.
Ja., sie verstanden sich nicht mehr wie früher.
Ja, wahrscheinlich konnte einer von ihnen so nicht in der Band bleiben.
Wenn es doch nur so einfach wäre…
Er nickte, seufzte, ging nach Hause.


Auf dem Weg kaufte er sich schnell Sushi im Supermarkt. Sein Kopf schmerzte. Sein Magen schien sich umdrehen zu wollen und irgendwie wusste er, dass dieses irre Spiel weitergehen würde, dass alles noch verwirrender werden würde.
Es beunruhigte ihn fast mit dem Aufzug hochzufahren, die Tür sich öffnen zu sehen und… Ihn schon am Ende des Ganges zu sehen. Wie schon öfters hockte er vor seiner Tür, wartete.
Und irgendwie konnte Uruha nun einfach nicht anders als lächeln und ging in die Richtung, betont desinteressiert nach dem Schlüssel in seiner Jacke kramend. “Sitzt du schon lange hier?”
Der Andere sah auf mit entschuldigender Miene, schwieg.
Unbeirrt ging Uruha zur Tür, schloss sie auf und bedeutete dem Anderen einzutreten. Wie immer.
“Willst du-?”, fing er an, als er sich drinnen begann die Schuhe auszuziehen, wurde jedoch unterbrochen: “Uruha…” Er wurde sanft an der Hüfte herumgedreht. “Es tut mir leid…” Versöhnende Worte. Ernst gemeint? Jedes Mal ging es so aus, jedes Mal mussten sie erst streiten. “Ich war…” Uruha schüttelte sacht den Kopf, legte ihm die Finger auf die Lippen. “Schon gut…” Er zog ihn zu sich. Was war das nur? Gehauchte Küsse auf seinem Hals. Wieso taten sie das?

Abhängigkeit?
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