Ein Püppchen für die Liebe

von Rebi
GeschichteRomanze / P12 Slash
Akira Touya Hikaru Shindou
25.03.2006
02.04.2007
8
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Titel: Ein Püppchen für die Liebe
Teil: 0/7
Autor: Rebi
Serie: Hikaru no Go
Disclaimer: Die Charaktere gehören mir nicht! Ich habe sie mir nur geliehen und werde sie nach Vollendung dieser FF wieder zurückgeben (oder auch nicht, mal sehen xD)
Rating: PG12
Warnung: -
Genre: Shounen-Ai, Zucker



Ein Püppchen für die Liebe


-Prolog-




Überall waren sie. In der Schule, im Kino, ja selbst in den 24-Stunden-Shops konnte man sie bereits kaufen. Fehlte nur noch, dass man sie beim Einkauf beim Bäcker als Present dazu bekam.
Akira schüttelte leicht den Kopf und schlenderte weiter die Fußgängerzone hinunter.
Anfangs hatte er dieses ganze Tun und Treiben einfach nur für verrückt gehalten. Vor allem die Mädchen waren ganz verrückt nach diesen kleinen Püppchen, die anfangs noch vollkommen nackt waren. Man konnte sie mit speziellen Textilstiften anmalen und ihnen so Kleidung geben. Auch ein Haarteil gab es dazu, welches man so frisieren konnte, als wären es echte Haare. Und dann durfte man sogar noch ein Gesicht aufmalen…
Am Ende sah das kleine Püppchen dann aus, wie jemand den man kannte.
Auch der 16-jährige Pro hatte bereits von zwei Mädchen solch ein Püppchen angeboten bekommen, welches dem jeweiligen Mädchen recht ähnlich sah. Er musste zugeben, dass es schon süß aussah, doch er wollte so etwas nicht… Zu beiden Mädchen hatte er gesagt, dass er bereits vergeben wäre und seither hatten sie ihn in Ruhe gelassen. Auch von anderen Mädchen ist seither nichts mehr gekommen.
Er wusste, dass die Mädchen ihm zu Füßen lagen, doch es bedeutete ihm nichts. Er war nicht an ihnen interessiert, an keinem Mädchen… Ihn interessierte eher jemand anderen… Doch an diesen jemand konnte er nur denken… Eine Beziehung hätte keinen Sinn, da sie sich wohl nach weniger als fünf Minuten schon streiten würden… Wenn überhaupt… Wenn er seine Gefühle offen zugab… dann… ja dann konnte es sogar sein, dass er komplett abgelehnt wurde. Und das war nun nicht in seinem Sinne. Genau aus diesem Grund würde er niemals etwas sagen. Er würde lieber tot umfallen, als dass man sein Geheimnis lüftete.
Dennoch war er es Leid, nichts von seinem heimlichen Liebling zu haben und so hatte er sich nach langem hin und her dazu entschlossen, ein solches Püppchen zu kaufen und sein Glück zu versuchen. Vielleicht besaß er ja soviel Fingerspitzengefühl, dass es ganz gut gelang….

~ + ~


Seufzend blieb er vor einem Laden stehen, der diese Püppchen anbot.
Es gab sie sogar in verschiedenen Hautfarben… Helle, gebräunte und sogar dunkelbraune…
Überrascht betrachtete Akira die Püppchen, riss sich dann zusammen und betrat leise den Laden.
Es war recht hell hier drinnen, und drei Kunden liefen leise durch die Gänge und sahen sich um.
Eine junge Verkäuferin kam auf ihn zu.
„Guten Tag, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“, fragte sie freundlich und lächelte.
„A…ano… guten Tag…“, lächelte Akira verlegen. „Ich möchte mich einfach nur umsehen…“, meinte er dann.
Die Verkäuferin nickte. „Falls Sie Fragen haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung“, ließ sie ihn noch wissen, ehe sie wieder zur Kassentheke ging, wo sich nun einer der Kunden hingestellt hatte um seine Sachen zu zahlen.
Unschlüssig sah Akira sich nun um, fand eine Menge hübscher Sachen, darunter auch eine schöne Stickerei-Arbeit, die seiner Mutter gefallen könnte. Vielleicht würde er ihr das zu einem späteren Zeitpunkt zum Geburtstag schenken. Doch nun war er wegen etwas anderem hier.
Schnell hatte er einen Tisch, ganz beladen mit den kleinen Püppchen, gefunden. Vorsichtig nahm er eines und drückte es. Es war sehr weich und kaum größer als seine Faust.
Sollte er wirklich? Oder sollte er es vielleicht doch besser lassen?
Er wollte unbedingt eine Erinnerung, doch er war sich nicht sicher. Was wäre, wenn man das Püppchen bei ihm finden würde? Was würden die anderen dann sagen?
Nein, er durfte es einfach nicht zulassen, dass jemand es fand.
Entschlossen griff er nach einer der Packungen, sah das Püppchen, das darin enthalten war an und nickte leicht. Die Hautfarbe stimmte soweit… Jetzt musste er nur noch Zahlen, nach Hause gehen und das Püppchen bemalen…
Entschlossen ging er zu der jungen Verkäuferin und zahlte, steckte den bunten Karton in seinen Rucksack und verabschiedete sich.
Beschwingten Schrittes machte er sich nun auf den Weg nach Hause. Irgendwie fühlte er sich gut, sodass er mit einem Lächeln auf den Lippen die Straße entlang zur nächsten U-Bahn-Station lief und leise sein Lied summte.


-Prolog ENDE-
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