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Für meinen König

von Ash
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aramis Athos D'Artagnan
14.03.2006
15.10.2006
20
67.255
3
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14.03.2006 3.253
 
D'Artagnan spürte, wie etwas seine Kehle verengte, das er lieber schnell wieder hinunterschluckte, als Ludwig davon sprach, dass er einen Erben zeugen musste. In seinem Magen schien ein kleines Feuer aufzulodern, aber er bemühte sich darum, es rasch wieder zu löschen.
Er hielt Ludwigs Hand fest und sah sich um, als der sagte, dass sie angekommen waren. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. "Es ist wunderschön", sagte er aufrichtig. Er ließ Ludwigs Hand los, stieg schwungvoll ab und lief ein paar Schritte auf der taubesetzten Wiese. Das Rauschen des Flusses und die wunderschöne Sicht auf die etwas ferner liegenden Hügel luden einen direkt zum Träumen ein, und er konnte wirklich sehr gut nachvollziehen, warum es gerade Ludwig hier so gut gefiel.
Er strahlte zu ihm hoch und machte sich dann daran, die Satteltaschen seines Pferdes, die fast aus den Nähten barsten, auszupacken. Für die feuchte Wiese hatten sie eine Decke dabei, die er sogleich ausbreitete, und dann versuchte er, all die Mitbringsel und Geschenke so darauf zu platzieren, dass sie beide auch noch Platz hatten. Ludwig war, was praktische Dinge anbetraf zu überhaupt nichts zu gebrauchen. Er hatte es einfach nicht gelernt, beispielsweise ein Picknick herzurichten, da so etwas immer andere für ihn getan hatten. Eigentlich hätte er selber gerne mitgeholfen, aber er wusste tatsächlich nicht wo er anfangen sollte. Also sah er einfach zu, was D'Artagnan tat und ließ sich schließlich auf der Decke nieder. Er richtete das Gesicht nach oben und ließ sich die Strahlen der letzten Herbstsonne ins Gesicht scheinen.
"Ob wir das alles essen können", murmelte D’Artagnan vor sich hin, aber er stellte erfreut fest, dass sie sogar Wein dabeihatten, mit Gläsern, die so gut verpackt gewesen waren, dass sie nicht zu Bruch gegangen waren. Das fand er besonders faszinierend, und er drehte ein Glas in seinen Händen hin und her, um zu sehen, ob es auch wirklich nicht einmal den winzigsten Sprung hatte.
Dann riss er sich von diesem Wunder los und sah wieder zu Ludwig. "Wann wart Ihr hier das letzte Mal? Und mit wem?", fragte er.
"Das war auf der Jagd" sagte Ludwig nach kurzem Nachdenken. "Aber damals habe ich diesen Platz kaum wahrnehmen können, da wir gerade einen Hirsch verfolgten. Einen Dreizehnender. Wir haben ihn allerdings nach einer Stunde nicht bekommen und ich habe verfügt, dass er gewonnen hat. Es wäre doch ungerecht, wenn eine Horde Männer ihn bis zur Erschöpfung immer weiterhetzt." Er dachte insgeheim daran, wie wunderschön er diesen Hirsch gefunden hatte. Er hatte nicht einmal ängstlich gewirkt, obwohl er sicher gespürt hatte, dass es um sein Leben ging. Keinen einzigen Fehler hatte er sich erlaubt und sie schließlich sogar durch den Fluss getrieben, wo die schlechteren Reiter unter ihnen zurückgeblieben waren. Mehr und mehr war damals der Wunsch in ihm gestiegen, dem schönen Tier sein Leben zu lassen. Und so hatte er schließlich zum Missmut aller die Jagd abgeblasen.
Er griff nach der Flasche Wein. Immerhin wusste er, wie man sie öffnen musste und konnte sich so etwas nützlich machen. "Und davor war ich manchmal mit meinem Hofstaat hier zum Picknicken. Aber niemals kamen mir diese Auen so wunderschön vor, wie jetzt mit dir. Wie still hier alles ist. Sieh nur, ein Reiher." Er beobachtete den majestätischen Vogel für einen Moment und schenkte ihnen beiden dann von dem Wein ein. "Erzähl mir noch ein bisschen von deiner Familie. Ich habe damals schon immer gerne deinem Vater zugehört" sagte er, während er D'Artagnan den Kelch reichte.
D'Artagnan nickte bereitwillig und setzte sich so hin, dass sie jetzt Schulter an Schulter saßen. Sofort spürte er sein Herz schneller schlagen und seine Mundwinkel nach oben wandern.
"Ich erinnere mich, als ich einmal mit meinen Brüdern Fischen war", begann er zu erzählen. "Das war an einem Fluss, ähnlich wie diesem hier. Man musste ebenfalls durch den Wald, um ihn zu erreichen. Ich hatte meine erste Angelrute bekommen. Claude, mein ältester Bruder, hatte sie für mich gemacht. Ich war Sieben, wenn ich mich recht erinnere, und furchtbar aufgeregt!" Er grinste bei der Erinnerung daran, und auch daran, wie seine Brüder ihm mit ihren Angelruten über den Hintern gezogen hatten - weil es ein Ritual sei, hatten sie gesagt. Und dann hatten sie ihm seine eigene drübergezogen - um sie zu testen, wie sie sagten. Er hatte ihnen völlig vorbehaltlos geglaubt, aber das erzählte er Ludwig jetzt natürlich lieber nicht.
"Jedenfalls, als wir dann da waren, war gerade ziemliche Strömung im Fluss", sagte er und räusperte sich. "Es hatte nämlich viel geregnet, aber meine Brüder meinten, mehr Strömung, mehr Fische! Es war Frühling, und wir haben uns in den Fluss gestellt und unsere Köder ausgeworfen. Brrrr, im Wasser war es kalt, und ich hatte eisige Füße, aber ich wollte stark sein! Also bin ich ganz still stehen geblieben - und nach einer Weile hat wirklich etwas an meiner Angel gezappelt!" Er grinste wieder, weil er ja schon wusste, was jetzt kam. "Allerdings hatte ich gerade ein bisschen vor mich hin geträumt, und als es so plötzlich an meiner Angel gezogen hat, habe ich sie losgelassen!"
Er sah Ludwig an und nahm einen Schluck Wein, bevor er fortfuhr. Sein Arm, auf den er sich stützte, während er so dasaß, wanderte dabei stückchenweise immer mehr in Richtung Ludwigs Rücken. "Ich hatte die Angel eben erst bekommen, und mein Bruder hatte sie extra für mich gemacht! Also gab es für mich nur eins: hinterher!" Er lachte vergnügt, und gleichzeitig legte sich seine Hand auf Ludwigs Rücken. "So schnell die Strömung die Angel mitgenommen hat, so schnell hat sie auch mich mitgerissen. Meine Brüder waren so erschrocken, und Frederic ist sofort hinter mir her! Ich habe mich ganz schön an den Steinen angehauen als das Wasser mich mitgeschleift hat, und meine Klamotten waren so gut wie nicht mehr vorhanden, als er mich schließlich zu fassen gekriegt hat - aber ich hatte die Angel wieder!"
Triumphierend grinste er Ludwig an und rückte noch ein wenig näher. "Ich hatte Glück, ich war ein ausgezeichneter Schwimmer! Wir haben aber auch bis in den Herbst hinein im Fluss oder im See gebadet! Uns hat erst eine Eisschicht davon abgehalten, irgendwo zu schwimmen", sagte er stolz.
Ludwig fröstelte schon beim Gedanken daran. Und die Vorstellung, dass D'Artagnan so etwas zugestoßen war, war noch viel schlimmer. "Das klingt, als hättest du eine ziemlich abenteuerliche Jugend gehabt" sagte er und fühlte D'Artagnans Hand in seinem Rücken. Unwillkürlich lehnte er sich etwas zurück. Wahrscheinlich kann ich von Glück sagen, dass du wohlbehalten bei mir angekommen bist. Ich war immer sehr behütet in meiner Kindheit. Mein Vater hat mich bewachen lassen wie seinen eigenen Augapfel. Eigentlich ist es kein Wunder, dass ich so geworden bin, wie ich bin, aber natürlich konnte er nicht zulassen, dass seinem einzigen Erben auch noch etwas zustößt. Ich war nie irgendwo allein, das hat mich sehr gequält. Besonders als ich etwas älter wurde und die Einsamkeit sehr gut hätte gebrauchen können."
Er rutschte ein Stück näher zu D'Artagnan und bot ihm von den kandierten Früchten an, die sie dabei hatten. Während D'Artagnan erzählt hatte, hatte er bereits davon genascht und sowieso war er über sich selbst überrascht, da er mehr gegessen hatte, als er es sonst gewohnt war. An der frischen Luft und mit D'Artagnan an seiner Seite schmeckte es sehr viel besser, als unter der Beobachtung seiner Diener im Palast.
Er fror ein wenig und überlegte, ob es sehr verwegen war, so nah an D'Artagnan heranzurutschen, dass dieser ihn etwas wärmen würde. Schließlich siegte seine Sehnsucht nach ihm. Er rückte näher und drückte sich ganz leicht an D'Artagnan.
D'Artagnan hatte eigentlich nur auf das winzigste Zeichen des Königs gewartet, um noch näher zu kommen, und als der jetzt so an ihn heranrückte, legte er sofort den Arm um ihn und zog ihn noch ein Stückchen zu sich. Jetzt fühlte er sich selbst wie ein König - als würde ihm die ganze Welt gehören, dieses wunderschöne Stück Erde und Ludwig dazu.
Er nahm sich mit der freien Hand ein paar kandierte Früchte, aß eine und hielt die nächste dann Ludwig vor den Mund. Er grinste, als der sie aß, und bekam eine leichte Gänsehaut, als dessen Lippen seine Finger berührten.
"Ich finde, Ihr seid wunderbar geworden", sagte er mit gesenkter, leicht rauer Stimme und lächelte ihn an. "Das hier ist jetzt auch für mich der schönste Platz der Welt, weil ich hier endlich einmal völlig allein sein kann mit Euch." Er strich ihm leicht übers Haar und kam noch näher. "Ich bin so froh, dass Ihr heute nur mir gehört..." Seine Lippen strichen über Ludwigs Wange, und er schloss die Augen, als er sich noch ein wenig mehr vorbeugte, um dessen Lippen zu suchen, während er mit einer Hand Ludwigs Gesicht sanft, aber bestimmt in seine Richtung drehte.
Wieder einmal ließ sich Ludwig nur zu gerne von D'Artagnan leiten. Kleine Pfeile des Glücks schossen in sein Herz, als D'Artagnan ihn küsste. Er war froh, dass er, wenn er mit D'Artagnan zusammen war nicht derjenige war, der die Leitung übernehmen musste. In der Rolle des Verführten fühlte er sich viel viel wohler. Jetzt wurde jedoch auch er wieder mutiger und innerhalb kürzester Zeit sanken sie zusammen auf die Decke, so dass einige Äpfel und Einmachgläser zur Seite rollten. D'Artagnan lag über ihm und Ludwig sah zu ihm auf. Die Sonne, die jetzt hoch am Himmel stand, verlieh D'Artagnans Haaren einen wunderschönen goldenen Schimmer und er musste sie einfach berühren.
"Als Kind habe ich mir manchmal vorgestellt, dass ich von einem Feenprinz in sein Reich entführt werde" flüsterte er. "Jetzt fühle ich mich beinahe so, als wäre dieser Traum wahr geworden. Egal was passiert, D'Artagnan, ich möchte mit dir zusammen bleiben." Seine Hände streichelten über D'Artagnans Lederkleidung und fühlten den starken jungen Körper darunter.
D'Artagnan musste unwillkürlich daran denken, was seine Brüder mit ihm gemacht hätten, wenn er ihnen etwas von einem Feenprinz, der ihn entführte, erzählt hätte: Sie hätten ihn an Armen und Beinen gepackt und kopfüber ins eisige Wasser geschmissen. Und sich über ihn kaputtgelacht. Und er selbst hätte einem von ihnen den Vogel gezeigt, wenn er das von ihm gehört hätte.
Aber aus Ludwigs Mund klang es bezaubernd, und er errötete sogar ein klein wenig bei der Vorstellung, als Feenprinz bezeichten zu werden.
"Das möchte ich auch", sagte er fest und leise, Ludwigs Lippen mit der Fingerspitze entlangfahrend und ihm in die Augen sehend. "Mehr als alles andere." Er ahnte, dass das nicht leicht werden würde. Darüber hatte er sich ja bereits Gedanken gemacht, aber lieber verzichtete er auf Dinge, schluckte manches hinunter und ertrug einiges, als dass er sich von Ludwig trennen würde. Es sei denn, es gefährdete dessen Sicherheit. Die ging ihm immer noch über alles, und falls er durch ihn jemals in Gefahr geraten sollte, würde er sich ohne zu jammern zurückziehen.
Aber daran wollte er jetzt nicht denken. Wenn er in Ludwigs Augen sah, dann überkam ihn solche Sehnsucht und ein solches Verlangen, dass er alles andere auf der Welt vergessen konnte. Alleine wie er jetzt auf Ludwig lag erregte ihn ganz gehörig, und er drückte ihm ein wenig die Hüften entgegen und lächelte ansatzweise. "Heute gehört Ihr ganz mir...", sagte er, etwas schneller atmend, und schob eine Hand zwischen sie beide, um an die Hemdknöpfe von Ludwigs Reitkleidung heranzukommen. "Mit Haut und Haar."
Ludwig wünschte sich mehr als alles andere D'Artagnans nackte Haut auf seiner zu spüren. Kalt war ihm jetzt überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil. Die kühle Luft würde seiner jetzt erhitzten Haut gut tun. am liebsten hätte er sich seine Sachen einfach vom Leib gerissen, aber so etwas konnte er einfach nicht. Selbst vor D'Artagnan. Es war ihm noch immer unangenehm, diesen fühlen zu lassen, wie drängend es ihn nach ihm verlangte. Obwohl D'Artagnan es sowieso spüren konnte.
Als er merkte, dass D'Artagnan vorhatte ihn zu entkleiden, kam er ihm jedoch sofort zu Hilfe, indem er sich etwas aufrichtete. Auch D'Artagnan setzte sich wieder etwas auf und Ludwig schob ihm seine lederne Jacke von den Schultern und begann sein Hemd aufzuknöpfen. Zum Glück war D'Artagnan um einiges weniger kompliziert als Ludwig, den normalerweise immer mehrere Diener gleichzeitig an und auskleideten. Aber als D'Artagnan das jetzt tat, war es etwas vollkommen anderes. Vor allem, weil er merkte wie ungeduldig der Junge wurde, als er merkte, wie kompliziert es war.
Schließlich hatte er es jedoch auch geschafft und Ludwig saß mit freiem Oberkörper vor ihm. Er betrachtete D'Artagnan, der jetzt ebenfalls halb entblößt war und auf seiner Miene stand plötzlich Besorgnis, als er die geschwollene kleine Wunde an D'Artagnans Schulter sah. "Das war ich, nicht wahr?" flüsterte er und biss sich auf die Lippen. "Das tut mir so leid, Charles." Er hauchte einen winzigen Kuss neben die Wunde. "Es ist ganz blau und geschwollen."
D'Artagnan hatte die Wunde für den Moment bereits vergessen gehabt, obwohl er sie vorhin beim Reiten sehr deutlich gespürt hatte. "Wahrscheinlich sollte ich es ein wenig behandeln", sagte er. "Es ist nicht so schlimm, aber vorzubeugen ist sicher besser. Aber he, immerhin ist es ein passendes Königsblau!", scherzte er und grinste. Ludwigs Kuss auf seiner Haut hatte ihm einen Schauer am Rücken beschert, und wie er jetzt so halbnackt vor ihm saß, wurde ihm gleich ganz anders. Eine Sekunde lang wollte er sich am liebsten sofort auf ihn stürzen, ihm die Hose von den Beinen reißen und dann...
Er besann sich und hoffte, dass Ludwig ihm nichts angemerkt hatte, aber sein Atem ging um einiges schneller, und er versuchte, sich etwas zurückzuhalten. Er wollte auch nicht ganz so sehr wie der ungestüme Jungspund herüberkommen, der er eigentlich war...
Sanft küsste er Ludwig auf die Stirn und legte dann die Arme um ihn. Die Luft um sie herum war kühl und frisch, aber D'Artagnan fühlte sich, als würde er dampfen, und er sehnte sich bereits jetzt dringend nach Erleichterung. Die Küsse, die er jetzt auf Ludwigs Hals verteilte, teilten das auch deutlicher mit, als er beabsichtigt hatte, und seine Hände fuhren über Ludwigs Haut in Richtung seines Hosenbunds und nestelten dort eilig herum. Er machte sich nicht einmal die Mühe, Ludwig die Hosen abzustreifen; er griff einfach hinein, und ihm war bewusst dass er unbeherrscht, ja sogar gierig wirkte, aber bei Gott, das war er auch.
Ludwig gab kleine überraschte Laute von sich, als D'Artagnan etwas ungestüm mit ihm umging. Aber es gefiel ihm. Es gefiel ihm sogar außerordentlich. So konnte er wirklich spüren, dass D'Artagnan ein genauso großes Verlangen nach ihm hatte wie er selbst nach D'Artagnan.
Das mit der Wunde hatte kurz einen Schatten über seine Stimmung geworfen, vor allem, weil er daran denken musste, dass er D'Artagnan sehr wahrscheinlich mit noch schlimmeren Verletzungen erleben würde. Er wusste nicht, wie er damit würde umgehen können.
Aber jetzt war er hier sicher und heil in seinen Armen.
"Ah... Vorsicht D'Artagnan" keuchte er, aber keineswegs, weil es ihm nun doch zu schnell ging, sondern weil er befürchtete, sich dieses Mal selber Blöße zu geben, wenn D'Artagnan weiter so fordernd war. Schon dessen bloße Berührung dort unten, wo er jetzt mehr als sensibel war, erregte ihn hundert Mal mehr, als je etwas anderes es gekonnt hatte. "Ahhh... warte." Fast ein bisschen panisch tastete er ebenfalls nach D'Artagnan, aber dessen Hose war so eng gegürtet, dass er nicht hineingreifen konnte und dazu den Gürtel zu öffnen, fehlte ihm jetzt die Konzentration. Seine Hand strich fest über die Ausbuchtung, die D'Artagnans Erregung verriet und ihn aufstöhnen ließ. "Ich will dich auch richtig spüren" keuchte er.
D'Artagnan stöhnte hilflos auf, als Ludwig ihn so fest dort unten berührte, und nur dadurch, dass er sich auf die Lippe biss, schaffte er es, sich zusammenzureißen. Er ließ Ludwig los, nahm dessen Hand und schob sie schnell beiseite, allerdings unter dem Vorwand, sich möglichst ungehindert die Hose aufzumachen. Schon allein diese Berührung, als er sie von seiner Hüfte herunterschob, verlangte ihm sehr viel an Beherrschung ab, und er sah Ludwig fast ein wenig verzweifelt an. Wenn der ihn jetzt dort berühren würde...
Er legte ihm die Hand auf die Brust und drückte ihn dann sehr bestimmt nach hinten, bis er auf der Decke zu liegen kam. Dann kam er über ihn, griff wieder nach ihm und fing an, seine Brust zu küssen. Dabei achtete er darauf, dass Ludwig nicht in Reichweite seiner Hüfte kam, obwohl der ihn extra gebeten hatte, dass er ihn endlich spüren konnte - aber er wollte einfach nicht komplett den Eindruck eines völlig unerfahrenen Jungen hinterlassen.
Also widmete er sich sehr intensiv Ludwigs Oberkörper, während er ihn weiterhin mit sanftem Druck streichelte und dabei versuchte, weniger erregt zu werden - was überhaupt nicht klappte.
Zunächst wunderte sich Ludwig über D'Artagnans Zurückweisung und war sogar ein wenig gekränkt. Aber dann verstand er: D'Artagnan war zu erregt, als dass er das noch ausgehalten hätte. Das wiederum machte ihn sehr glücklich.
"Oh Chérie" flüsterte er und legte die Arme um D'Artagnan. "Mir geht es doch ganz genauso..." In dem Moment küsste D'Artagnan eine sehr empfindliche Stelle an seinem Hals und er konnte nicht mehr weiterreden. Verzückt legte er den Kopf nach hinten und schloss die Augen. Seine Hände tasteten suchend über D'Artagnans Haut. "Bitte lass mich dich auch berühren." stöhnte er.

Keiner von ihnen bemerkte die Gestalt, die sich im Dunkel des Waldrands verborgen hielt und sie beobachtete.

"Gut... gut..." D'Artagnan konnte kaum noch sprechen, und er hielt es jetzt ohnehin nicht mehr aus. Das grenzte schon an Folter, und es gab nichts, was er jetzt stärker herbeisehnte als Erleichterung. Er ließ sich seitlich ein wenig neben Ludwig sinken, umfasste diesen ein wenig fester und lehnte sich, auf einen Ellenbogen gestützt, vor, um ihn hungrig zu küssen. Die kühle, feuchte Luft hatte eine Gänsehaut auf ihre beiden Körper gezeichnet, obwohl ihnen heiß war.
D'Artagnan drückte seine Hüften verlangend gegen Ludwigs und konnte es jetzt nicht abwarten, dass dieser ihn berührte. Immerhin ging es Ludwig genau wie ihm, und war es nicht wundervoll, dass es sie beide so sehr nach dem anderen verlangte, dass es sie fast zu bersten schien?
Ludwig umfasste D'Artagnan und streichelte ihn im selben schnellen Rhythmus in dem er von ihm gestreichelt wurde. Das fühlte sich so kraftvoll an und so umwerfend... Und dieses Mal musste er sich nicht so sehr zurückhalten. Als D'Artagnan den Kopf zurückwarf und sich über ihn ergoss, schrie Ludwig im selben Moment laut auf und kam ebenfalls. Seine Hüften bogen sich D'Artagnan entgegen und als es vorbei war hatte er Tränen in den Augen. Er hätte weinen können vor Glück.
Die Gestalt am Waldrand verschwand ebenso lautlos wie sie gekommen war im Unterholz.
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