Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Healing Touch

von Panthera
GeschichteRomance, Thriller / P18 / Het
Cyclops / Scott Summers Gambit / Remy LeBeau Phoenix / (Doktor) Jean Elaine Grey Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Rogue / Mary D'Arcanto Wolverine
04.03.2006
06.01.2008
31
109.904
10
Alle Kapitel
143 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
04.03.2006 3.486
 
@kitana, Nenany & niah luna: Ich freue mich, daß die Story euch bisher gefällt! Versuche, den Nachschub regelmäßig zu liefern! :-) Viel Spaß weiterhin!

@Nenany: Ist halt schwer, wenn man gleich beim ersten Treffen so intim wird und sich dann unverhofft wieder trifft! ^^
Die Typen vom Beginn habe ich mir aus den Comics ausgeliehen, aber ich möchte noch nicht zu viel verraten… Das kommt alles noch, versprochen!

@niah luna: Das kommt davon, wenn man seine übliche Route plötzlich ändert… War auch echt zu peinlich! Und die Szene ist noch nicht zuende…

@kitana: Hach, Logan ist halt ein Kaliber für sich, verschlossen wie eine Auster! Und wie gesagt, die beiden Typen haben eine Bedeutung! Da kommt noch was!



============================================================================================================================



° ° °
Endlich! Die Idioten hatten den LKW festgezurrt und die Seilwinden begannen, ihn auf die Plattform zu ziehen.
Candy war genauso erleichtert wie Logan, daß sie bald von hier weg kommen würden. Der Tunnel war zwar gut belüftet, aber dennoch überkam sie langsam eine merkwürdige Beklemmung. Sie rutschte tiefer in den Sitz und versuchte, ihre Atemfrequenz zu kontrollieren.
Ganz ruhig, es dauert nicht mehr lange. Höchstens fünf Minuten’, versuchte sie, sich in Gedanken zu beruhigen.
Eine eiskalte Hand griff nach ihrem Herzen und drückte zu, so daß sie einen stechenden Schmerz in ihrer Brust fühlte, der ihren Atem stocken ließ. Sie sah sich um, konnte jedoch nichts entdecken, was diese Panikattacke erklären konnte. Sie hatte noch nie in ihrem Leben Platzangst verspürt…

„Was ist los?“, fragte Logan, der kurz zu ihr rüber geschaut und dabei entdeckt hatte, daß sie auf einmal leichenblaß war und am ganzen Körper zitterte.
Sie warf Logan einen ängstlichen Blick zu, doch er war nicht die Quelle ihrer Beklemmung, ihre empathischen Fähigkeiten hatten das sofort ausgeschlossen.
„Ich weiß nicht.“, preßte sie mühsam hervor und starrte blind durch die Windschutzscheibe.
„Ich habe Angst, entsetzliche Angst!“, ihre Stimme erstarb in einem trockenen Schluchzen, das Logan außerordentlich beunruhigte. Candy mochte ein emotionaler Mensch sein, doch ein solcher Ausbruch war absolut untypisch für sie.
Er konnte deutlich ihren galoppierenden Herzschlag vernehmen, ihr Atem ging stoßweise und auf ihrer Stirn stand der Angstschweiß. Er sah sich in den Tunnel um, doch er konnte niemanden erspähen, der diese Reaktion bei ihr auslösen könnte.
„Wovor hast Du Angst? Ist jemand in der Nähe, der dir gefährlich werden könnte?“
Logan mußte einfach wissen, was los war, ansonsten konnte er ihr nicht richtig helfen.

„Bitte bring mich hier weg, Logan! Es ist so schrecklich.“, flehte sie nun weinend.
Logan fluchte leise und zog sie in seine Arme. Er wußte überhaupt nicht, ob sie einfach einen hysterischen Anfall hatte, oder ob sie gerade von einem Unbekannten attackiert wurden. Den ersten Gedanken verwarf er sofort, Candy war nicht der Typ für hysterische Anfälle, ihre Angstreaktion mußte etwas mit ihrer Gabe zu tun haben. Sie spürte wohl irgendeine Bedrohung, die er selbst nicht wahrnehmen konnte.

„Ruhig, Candy. Bitte halte es noch ein paar Minuten aus, die Absperrungen werden schon abgebaut und der Weg ist gleich frei. Bitte halte noch ein wenig aus.“, flüsterte ihr beruhigend zu, während sie ihre Arme so fest um seinen Hals schlang, daß er davon beinahe Atemnot bekam.
Seine Sinne waren aufs Äußerste gespannt, während er versuchte, Candy solange zu beruhigen, bis sie den Tunnel verlassen konnten. Nach fünf Minuten fuhren die Fahrzeuge vor ihnen endlich los, alles ging aber nur im Schneckentempo, da im Tunnel die zweite Spur immer noch gesperrt war. Candy saß wieder auf ihrem Sitz, doch ihr Zustand war nicht besser geworden, im Gegenteil, sie hatte ihren Oberkörper umschlungen und wiegte sich vor und zurück, während sie weinte und manchmal leise stöhnte, als hätte sie unerträgliche Schmerzen.
Logan umklammerte das Lenkrad, so daß seine Knöchel weiß hervortraten, und schnitt einem einscherenden Wagen die Vorfahrt, aber er wollte einfach diesen Tunnel so schnell wie möglich verlassen.
Nach fünfzehn weiteren Minuten verließen sie endlich den Tunnel und Logan fuhr den Wagen nach der Ausfahrt rechts ran, wo er vor einem alten Backsteingebäude parkte.
Candy war in sich zusammen gesunken und Logan hatte schon Angst, daß es ihr noch schlechter gehen könnte, doch als er sie an der Schulter faßte, richtete sie sich auf.

„Es… es ist besser, es ist endlich besser geworden.“, seufzte sie leise, ließ ihren Kopf gegen seine Schulter fallen und schloß erschöpft die Augen.
Logan betrachtete ihr blasses Gesicht, auf dem die geweinten Tränen noch glänzten und atmete erleichtert auf. Ihre Vitalwerte begannen sich zu normalisieren, er konnte aber auch spüren, daß sie vollkommen ausgelaugt von dieser Erfahrung war.
„Geht es wieder? Ich möchte dich so schnell wie möglich nach Hause bringen, am besten wäre es, wenn wir gleich nach Westchester zurückkehren und diese Sache sofort aufklären.“
Candy rührte sich nicht und Logan dachte schon, daß sie eingeschlafen sei, doch sie antwortete nach einigen Augenblicken: „Nein, ich will nur nach Hause. Ich will keine Fragen beantworten, nicht jetzt. Bitte, Logan.“
Logan grummelte leise: „Also schön. Ich bringe dich nach Hause, aber ich bleibe bei dir. Einverstanden?“
Candy hob den Kopf und lächelte ihn warm an: „Danke, Logan.“
Sie küßte ihn kurz auf die stoppelige Wange und setzte sich dann wieder aufrecht auf ihren Sitz. Es war, als wäre nie etwas passiert.

~
Wieder betrat Logan mitten in der Nacht ihre Wohnung, ohne von jemandem bemerkt zu werden, diesmal war Candy jedoch bei Bewußtsein und stand auf ihren eigenen zwei Beinen. Sie ging zielstrebig auf ihre Küche zu, wo sie aus dem Tiefkühler eine Packung Eis herausfischte und sich gleich über den Inhalt her machte, während sie auf der Arbeitsplatte saß und ihre Beine baumeln ließ.
Sie fühlte sich, als hätte sie zehn Schwerverletzte geheilt und brauchte dringend eine Energiezufuhr, bevor sie ihre Spritzen rauskramte und sich einen Schuß Glukose setzte, war ihr diese Methode des natürlichen Ausgleichs wesentlich lieber. Diese besorgniserregende Panikattacke hatte sie völlig ausgelaugt und innerlich vollkommen aus der Bahn geworfen.
Sie glitt schließlich von der Platte und ließ sich auf einen Stuhl fallen und schob sich genüßlich die mit Eiscreme beladenen Löffel in den Mund. Logan lehnte sich an die Theke, die die Küche von den anderen Räumen trennte und beobachtete fasziniert, wie Candy eine riesige Portion Eis verdrückte. Es hatte schon etwas Faszinierendes eine Frau beim Schlemmen zu beobachten, die mehr verdrücken konnte als manch ausgewachsener Kerl, den Logan kannte.
Er mochte Frauen mit einem gesunden Appetit und Candy hatte wenig von ihren Freßgelagen zu befürchten, da sie die Nahrung als Energiequelle für ihre Fähigkeiten benötigte. Logan ging es manchmal ähnlich, seine Anlagen erlaubten ihm mit sehr wenig Energiezufuhr zurecht zu kommen, er mußte seine Energie ja nicht mit Verletzten teilen, aber nach einer gewissen Zeit verlangte sein System Wiedergutmachung, und er hatte dann vergleichbare Freßattacken. In der freien Wildbahn ausgelebt konnte sich dieser Zustand bei ihm allerdings zu einem wahren Blutrausch entwickeln.

„Ähm, sorry, Logan! Ich bin nicht gerade der perfekte Gastgeber, aber ich mußte unbedingt etwas Süßes essen.“, meinte Candy nach einigen Minuten und wurde rot, als ihr bewußt wurde, daß Logan sie die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen hatte.
Sie war es nicht gewohnt, jemanden an ihren kleinen Marotten teilhaben zu lassen. Sie hatte nicht vergessen, daß eine befreundete Fotografin sie offen der Bulimie bezichtigt hatte, nachdem Candy ein Mal ihre Deckung hatte fallen lassen. Seitdem war sie besonders vorsichtig im Umgang mit Fremden, wenn es um ihre Eßgewohnheiten ging.
Logan grinste sie nur belustigt an und blieb in der coolen Pose, während Candy den leergeputzten Eiscontainer in die Müllklappe steckte.
„Fühl dich ganz wie zuhause, ich muß jetzt unbedingt eine Dusche nehmen.“
Candy ging an Logan vorbei und war froh, daß er immer noch nichts sagte. Sie wollte noch nicht über die Ereignisse dieser Nacht sprechen, vielleicht später.

Logan sah sich in Candys Küche um und entdeckte zu seinem Erstaunen einen Vorrat an harten Drinks in einem ihrer Oberschränke, die von ausgesuchter Qualität waren. Damit hätte er nun wirklich nicht gerechnet. Wenn sie auch noch einen Vorrat an kubanischen Zigarren gebunkert hatte, dann würde er den Aufenthalt in ihrer Wohnung bis in alle Ewigkeit hinziehen können.
Mit einem schiefen Grinsen schenkte sich Logan einen großzügigen Drink ein und mit dem Glas in der Hand ging er durch die sonst unbeleuchtete Wohnung. Er machte jedoch kein Licht, da der Schein aus dem Badezimmer den Rest der Wohnung genügend erhellte, so daß seine scharfen Augen Einzelheiten erkennen konnten.
An der nackten gemauerten Wand im Wohnbereich hing über der Couch eine Bilderserie, die sich Logan genauer ansah, vielleicht verrieten ihm die Bilder etwas über ihre Persönlichkeit.
Es waren sechs Schwarz-Weiß-Bilder, die treppenförmig an der Wand festgemacht waren und von links nach rechts aufsteigend angeordnet waren. Das Thema schien Gewalt auf den Straßen zu sein, denn das erste Bild zeigte zwei Männer, die miteinander kämpften. Auf ihren Gesichtern war deutlich der Wille zu töten abzulesen. Die Darstellung der Gewalt steigerte sich von Bild zu Bild und das letzte Bild zeigte eine Straßenflucht voller maskierter oder dick geschminkter Menschen, die fantasievolle Kostüme trugen, es mußte wohl in New Orleans aufgenommen worden sein, denn irgendwie kam es Logan so vor, als würden die Menschen auf dem Bild den „Mardis Gras“ feiern, den für diese Stadt typischen Karneval.
Im Zentrum des Bildes lag in einem Kreis, den die Maskierten freigelassen oder geräumt hatten, der seltsam verzerrte Körper einer jungen Frau, deren sonst reinweißes Kostüm von einem großen schwarzen Fleck auf ihrer Brust besudelt wurde.
Logan war sofort klar, daß das Blut sein mußte, ihm war, als stiege ihm der süße Duft davon in die Nase, während er das Bild betrachtete. Candy war ziemlich geschickt darin, sich in Bildern auszudrücken. Er war sich sicher, daß sie den Kontrast der fröhlichen Masken gewählt hatte, um damit die Verachtung darzustellen, die sie vor Gaffern empfand.

Logan nahm einen tiefen Schluck von dem Whiskey und schlenderte weiter, wobei er einen Blick in das Bad werfen konnte, wo Candy unter der Dusche stand.
Er blieb wie vom Donner gerührt stehen, als er ihre nackte Silhouette hinter einer Wand aus Glasbausteinen erhaschen konnte. Sein Mund wurde plötzlich ganz trocken und er nahm einen weiteren Schluck des hochprozentigen Getränks, das ihm nunmehr brennend die Kehle herunterglitt, aber keinesfalls sein plötzlich erwachtes Verlangen löschen konnte.
Er sah gebannt zu, wie sie ihre Hände auf dem Glas abstütze und ihren Rücken dem Wasser zudrehte. Logan konnte nicht verhindern, sich sehr bildlich vorzustellen, was er mit ihr machen würde, wenn er nun hinter ihr stünde.
Wieso zum Teufel hatte sie die Badezimmertür nicht zugezogen?
Er kippte den Rest des Drinks hastig herunter und stellte das Glas achtlos auf einem Beistelltisch ab, dann ging er zwei Schritte auf das Bad zu, während er seine Jacke abstreifte und sie einfach auf den Boden fallen ließ. Im Bad angekommen fiel als Letztes seine Hose, womit Logan auch jegliche Bedenken ob seines Tuns ablegte. Dies hier war unvermeidlich gewesen und nun hatte sich sogar die perfekte Gelegenheit ergeben. Hier und Heute würden sie von keinem Bewohner der Mansion gestört werden und schon gar nicht von der von ihm selbst auferlegten Zurückhaltung.
Mit einem Lächeln auf den Lippen, trat er zu Candy in die Dusche, wo ihn gleich ein heißer Wasserstrahl traf, der seine Haare durchnäßte und sie an seinen Kopf klatschte.

Candy fuhr erschrocken zurück, als er zu ihr in die Dusche trat, aber mehr als ein ersticktes „Oh“ kam nicht über ihre Lippen. Sie hatte eben so intensiv an ihn gedacht, daß sein Erscheinen in der Dusche wie die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches war, der sich in der Realität als so überwältigend herausstellte, daß man nicht richtig darauf reagieren konnte.
Sie sah fasziniert zu, wie das Wasser über sein Gesicht lief und seine Haare durchnäßte, so daß seine markanten Gesichtszüge noch deutlicher als sonst hervortraten. Es war nicht mehr wichtig, wer den ersten Schritt tat, irgendeine Macht zog sie zueinander hin und ihre Lippen verschmolzen in einem heißen Kuß, während das Wasser stetig über sie strömte und nur die brennende Hitze zwischen ihnen verstärkte.
Candy wünschte sich mit einem Mal, daß Wasser wäre kühler, als Logans Hände eine brennende Spur auf ihrem Rücken hinterließen und dann ihre Pobacken umfaßten. Sie konnte deutlich spüren, wie erregt Logan war, als er ihren Unterleib an seinen preßte und begann, sich provokativ an ihm zu reiben. Sofort wurde sein Kuß hungriger und seine Finger gruben sich fester in ihr Fleisch, doch das veranlaßte Candy nur, tief in ihrer Kehle aufzustöhnen.
Mit einer geschmeidigen Bewegung wurde sie einfach von ihm hochgehoben, so daß sie ihre Beine um seine Hüften schlingen konnte, seine unbändige Kraft jagte ihr einen Wonneschauer über den Rücken. Irgendwie steigerte es ihre Lust, daß Logan sie praktisch zerquetschen konnte, wenn er nur fest genug zudrückte. Das Gefühl ihm vollkommen ausgeliefert zu sein, steigerte ihr Verlangen ins Unermeßliche, löschte jeden klaren Gedanken aus, die bis vor kurzem noch durch ihren Kopf geschossen waren.
Logan zögerte nicht lange, er hielt Candy mit einem Arm umschlungen und mit der freien Hand fand er ihren Eingang, dann glitt er mit einem kräftigen Stoß in sie hinein, der ihr den Atem nahm und sie den Kuß unterbrechen ließ.
Sie nahm einen zitternden Atemzug, während Logan ruhig in ihr verharrte und ihr tief in die Augen schaute, in denen nun alle Farben des Regenbogens tanzten.

„Ich will, daß Du mich die ganze Zeit ansiehst, Candy! Du sollst mich ansehen, ich will deine Augen sehen, wenn Du kommst.“, flüsterte er heiser und spürte wie sie erschauerte, obwohl das heiße Wasser immer noch auf sie prasselte.
Candy hielt sich an seinen Schultern fest, während er begann, sich aufreizend langsam in ihr zu bewegen. Er half ihr mit einem Griff um ihre Hüften, ihren Rhythmus zu finden. Unerbittlich hielt er die Frequenz seine Stöße niedrig, obwohl Candys beschleunigtes Atmen ihm bald verriet, daß sie auf einen Höhepunkt zusteuerte. Sie beide würden sich nicht lange zurückhalten können, das Verlangen aufeinander war einfach zu überwältigend.
„Logan, bitte…“, flehte sie ihn bald an.
Doch er gab ihr nicht nach, er spürte schon die ersten Kontraktionen und quälte sie weiterhin mit seiner Zurückhaltung. Ihre Pupillen waren so klein, daß ihre Augen bald wie kleine, mit tanzendem Nebel angefüllte Kristallkugeln wirkten.
Sie sah ihn fast ungläubig an, ihre Lieder begannen zu flattern, doch er verlangte befehlend, daß sie die Augen offen halten sollte: „Sieh mich weiter an, Candy!“

Der Orgasmus überrollte sie wie eine warme Welle, der sie nichts entgegen zu setzen hatte, sie mußte Logan nachgeben und war gefangen von seinen dunklen Augen. Sie klammerte sich an ihn, versuchte ihn mit sich über die Grenze der Selbstbeherrschung zu zuziehen, doch seine Kinnlinie blieb gespannt, und er blieb standhaft.
Er zog sie eng an sich und hielt sie einige Minuten fest an sich gedrückt, während ihr Körper sich langsam beruhigte. Dank seiner wirklich langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet wußte er, daß sie Erfüllung gefunden hatte, aber sich dennoch seltsam leer nach diesem Erlebnis fühlen würde. Er hatte ihr nicht alles gegeben, was sie begehrte, wonach auch sein eigener Körper mit jeder Faser schrie.
Er stellte sie auf ihre Füße, als er sicher war, daß sie wieder fest auf ihren Beinen stehen konnte.

„Logan? Was…“
Er unterbrach ihre Frage einfach mit einem zärtlichen Kuß und wisperte dann in ihr Ohr: „Dreh dich um und stütze deine Hände an der Wand ab.“
Er mußte sie auf diese Weise besitzen, sonst würde er nie zur Ruhe kommen, das Bild würde ihn tage- oder wochenlang in seinen Träumen verfolgen. Candy tat wie geheißen und schluckte, als er über ihren Rücken strich und sie damit zum Durchbiegen ihres Kreuzes veranlaßte. Seine Hand fuhr zwischen ihre Pobacken und sofort schoß wieder heißes Verlangen durch ihre Lenden. Sie dachte, daß er gleich zu ihr kommen würde, doch er hielt sich lieber damit auf, ihren Körper zu liebkosen und ihre vom Verlangen schweren Brüste von hinten zu umfassen. Eine Seiner Hände glitt dann über ihren Bauch und tiefer, bis sie auf ihrem Venushügel zur Ruhe kam. Sie spreizte ihre Beine, damit er sie leichter berühren konnte und hielt den Atem an, als er begann, ihre Klitoris sanft zu massieren.
Sie wollte sich ihm entwinden, um sich ihm wieder zuwenden zu können, doch die Hand auf ihrem Kreuz hielt sie zurück. Er fuhr wieder über die volle Rundung ihrer Hinterbacke, doch diesmal stoppte er nicht, bis er mit einem Finger in sie eingedrungen war und ihr abgehacktes Stöhnen entlockte.
Sie hatte keine Chance sich ihm entgegenzustellen, er spielte mit ihr wie ein Virtuose auf seinem Instrument und entlockte ihr nie gekannte Reaktionen.
Endlich kam er schließlich zu ihr, diesmal hielt er sich nicht zurück, sondern stieß heftig in sie hinein, doch genau das wünschte sie sich im Moment mit aller Macht. Sie hatte das Gefühl, gleich zu explodieren. Seine Hand an ihrem Unterleib stimulierte sie immer weiter und irgendwann konnte sie nur noch stöhnen, als der Orgasmus sie diesmal wie eine Keule traf und sie nicht mehr wußte, was sie tun sollte außer schreien, um endlich alle aufgestaute Lust aus sich heraus zu lassen.
Als Logan in ihr kam, vermischten sich ihre Schreie der Lust und sein tiefes Stöhnen zu einer Melodie der Leidenschaft, die sie beide über eine tiefe Klippe stürzte. Candys Beine gaben nach und Logan fing sie um ihre Hüften auf, ging langsam mit ihr auf den Boden herunter, wo er dann vorsichtig aus ihr herausglitt. Dabei blickte er auf den hellen Fliesen unter sich und sah noch, wie sich das in den Abfluß laufende Wasser von rot über hellrot bis rosa verfärbte und dann wieder klar wurde.
Er runzelte kurz die Stirn, schob aber den Gedanken an seine Beobachtung erst einmal beiseite. Zuerst half er Candy auf die Füße, die immer noch etwas wackelig auf den Beinen war, doch das laufende Wasser schien sie wieder etwas zu beleben. Logan griff nach ihrem Duschgel und schäumte sie zärtlich damit ein, die Berührungen sollten sie wieder beruhigen, er konnte sich vorstellen, daß sie noch ziemlich aufgewühlt sein mußte.

„Gehst Du zuerst raus? Ich komme nach“, forderte er sie leise auf, nachdem Candy den Schaum wieder abgespült hatte.
„Ich lege dir noch ein Handtuch hin.“, gab sie mit schwacher Stimme zurück.
Sie trat aus der Dusche und schlang ein großes Badetuch um sich, bevor sie Logan ein identisches aus einem kleinen Schrank holte und es gut sichtbar für ihn auf dem Handtuchhalter platzierte.
Logan kam nach zehn Minuten aus dem Bad, er hatte sich seine Jeans und das T-Shirt übergestreift und seine Haare trocken gerubbelt, so daß sie wieder wild in alle Richtungen abstanden.
Candy sah ihn unsicher an, sie saß auf ihrer Couch unter der Bilderserie „Visions of the Night“ und hatte die Beine angezogen und mit ihren Armen umschlungen.

Hat er etwas bemerkt?’, fragte sie sich beklommen, während er lässig auf sie zuging. Sie zupfte nervös am Saum ihres bodenlangen Kaftans mit dem bunten, psychedelischen Muster, den sie so gerne trug, um zuhause gemütlich abzuhängen.
Logan ging an ihr vorbei und setzte sich an das andere Ende der Couch, wo er seinen Arm auf die Lehne aufstützte und sie gründlich musterte.
Sie konnte am Ausdruck seiner Augen erkennen, daß ihm trotz allem, was sie eben erlebt hatten, die Tatsachen nicht entgangen waren und sie wurde blutrot unter seinem wissenden Blick. Sie senkte den Kopf und verbarg ihr brennendes Gesicht auf ihren Knien.

„Erklärst Du mir bitte, wie das möglich ist, Candy?“, fragte er nach einigen Augenblicken, die Candy wie eine Ewigkeit vorkamen.
Candy stöhnte zutiefst beschämt auf, sie hatte nicht mehr damit gerechnet, es ihm erklären zu müssen. Das war kein Thema, das man eben beiläufig erwähnen konnte und irgendwie hatte sich dazu auch nie eine Gelegenheit ergeben.
„Logan, ich bin eine Heilerin, jedwede Verletzung, die mir zugefügt wird, heilt wieder zusammen, auch wenn ich mich nicht darauf konzentriere. Es dauert etwas länger, aber am Ende heilt jede Verletzung“, erklärte sie mit dumpfer Stimme, da sie den Kopf immer noch in den Armen vergraben hielt.

„Wie lange dauert das?“, fragte er mit gerunzelter Stirn.
Candy verdrehte die Augen, die Frage hatte natürlich kommen müssen!
„Keine Ahnung, ich kontrolliere das nicht, aber bestimmt zwei bis drei Monate, zufrieden?“
Ihr Kopf schoß hoch und sie sah ihm trotzig in die Augen, während ihre Wangen immer noch vor Schamesröte glühten.
Logan wußte nicht, was er daraufhin erwidern sollte, eigentlich hätte er von selbst darauf kommen müssen, doch als Mann mit Selbstheilungskräften hatte er nie so weit gedacht, was diese Fähigkeit an Auswirkungen für Frauen haben könnte. Er wußte nun, daß sie keine unerfahrene Jungfrau mehr war, aber das bedeutete trotzdem nicht, daß sie ihm ebenbürtig war. Allein ihr Altersunterschied war schon enorm.


Fortsetzung folgt...


Anmerkung:
Da ich schon darauf angesprochen wurde, daß Logan und Candy aber sehr verantwortungslos mit dem Thema Verhütung in Zeiten von AIDS umgehen… Beide Charas sind Selbstheiler, können sich also nicht mit einer Krankheit infizieren, zudem können beide auf natürliche Verhütungsmethoden zurückgreifen, wenn es darum geht, eine Schwangerschaft zu verhindern. Ansonsten hätte ich die beiden nicht so gedankenlos handeln lassen!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast