Die Malfoys - eine Familie zum Verlieben!

GeschichteRomanze / P12 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Lucius Malfoy Severus Snape
13.02.2006
13.02.2006
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Titel: Die Malfoys - eine Familie zum Verlieben!
Autoren: angels of the night (Schneefee und Juwelenhexe)
Rating: P12-Slash
Warnings: Slash (hauptsächlich), OOC
Parings: Harry x Draco und Lucius x Severus
Widmung: Diese Widmung schreib jetzt zwar nur ich (Manu), aber ich denke, dass Anna damit einverstanden ist ^^: Ich widme diese Story denjenigen, die die beiden Parings in der Story genau so gerne mögen wie ich (und Anna auch, das weiß ich ^^)
Disclaimer: Alle Figuren gehören J.K. Rowling, nix uns. Keine Geldquelle für uns Angels T.T
A/N: Wir zwei haben schon mehrere Storys geschrieben, aber das ist unsere erste zusammen. (bei mir sind nur zwei online, habe aber noch mehrere in Arbeit ^^) Also, wir freuen uns natürlich über Kommentare. Viel Spaß beim Lesen. ^^

                 
                         Die Malfoys - Eine Familie zum Verlieben                                      

Harry war so aufgeregt, dass er gleich entweder anfangen würde zu hyperventilieren oder aber, wie es so seine Art war, in Ohnmacht fallen. Gleich würde er zum ersten Mal das Haus seiner Schwiegereltern betreten. Das allein wäre ja schon anstrengend genug gewesen, wenn diese nicht zufällig auch noch die Malfoys wären. Er freute sich ja schon sooo sehr, wirklich.

"Kommst du?"

Er seufzte noch einmal tief, warf einen Blick auf die Person neben sich, die ja Schuld an der ganzen Sache war. Zu dumm, dass er ihm einfach nicht böse sein konnte!

"Ist ja gut.."

Draco lachte leise: "Du hast echt Schiss, was?"

"Natürlich, du etwa nicht?"

"Hm, ja. Aber ich kann ja auf die Unterstützung des größten Helden der Zaubererwelt hoffen."

"Oh super..."

Harry nahm seinen Koffer, den er vorher abgestellt hatte, wieder in die Hand und atmete tief durch. Er tauschte noch einen Blick mit seinem Schatz, welcher nickt, dann streckte er einen Arm nach vorne und drückte auf die Klingel.

"Ruhig bleiben, Harry. Es sind nur meine Eltern."

"Ich und Ruhe. Weißt du eigentlich, dass ich verdammt zittere?"

Ein Blick in Dracos Augen ließ Harrys Puls ein bisschen langsamer werden.
"Achtung, sie kommen!", sagte der Blonde und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter.

Die Tür wurde geöffnet und Harry und Draco standen Narzissa Malfoy gegenüber.

"Ah! Was macht denn DER hier, Draco? Wieso fasst du ihn an?" Entsetzt starrte Dracos Mutter dessen Freund an. "Lucius, Schatz? Komm schnell her. Das glaubst du nicht!" Die schrille Stimme von Mrs. Malfoy ließ Harrys Ohren schmerzen.

Einige Sekunden später stand Dracos Vater neben seine Frau. "Was ist, Zissa?"

"DA!", antwortete sie und deutete mit bebendem Finger auf Harry.

"Ja, und?"

Stille.

"JA UND? Das ist das EINZIGE, was die dazu einfällt? POTTER steht in unserer Haustür und du sagst JA UND?"

"Ist doch nichts weiter bei, oder?", sagte Mr. Malfoy und tat so, als hätte er seine Frau nicht gehört. "Was mich jedoch wundert, ist, dass du deinen Koffer dabei hast, Potter. Und wieso steht ihr vor diesen ganzen Kisten? Ach, kommt erstmal rein." Mr. Malfoy bedeutete seinem Sohn und Harry, einzutreten, dann schwenkte er seinen Zauberstab hin und her und Harrys Umzugskisten flogen in Reih und Glied ins haus.

Aus einem Nebenraum, in dem sie verschwunden war, hörte Harry Mrs. Malfoy schreien: "WIE KANN ER ES NUR ZULASSEN, DASS DIESES SUBJEKT ZU UNS INS HAUS KOMMT? DAS SUBJEKT HAT MEINEN HERRN ANS ENDE GETRIEBEN. MEIN HERR IST UNTERGEGANGEN WEGEN DIESEM SUBJEKT! WIE KONNTE ER DAS BLOß ZULASSEN? ER WAR MEINEM HERRN DOCH SO NAHE!"

Harry beachtete Dracos Mutter nicht weiter, sondern folgte dessen Vater ins Haus. So ganz konnte er nicht glauben, was da eben passiert war. Mit dem Empfand von Mrs. Malfoy hatte er gerechnet, schließlich wusste er ja, dass sie eine unerträgliche Schreckschraube mit Katastrophenfaktor 10' (O-Ton Draco) war, doch hatte er eigentlich noch mehr Angst vor ihrem Mann gehabt. Dieser hatte schließlich mehr als ein Mal versucht, ihm so einen netten Avada Kedavra' auf den hals zu hetzen. Doch jetzt schien er ganz ruhig, gar nicht so wahnsinnig wie sonst. Oder war das nur eine Falle, um ihn in Sicherheit zu wiegen? Okay, er gab ja zu, dass er paranoid war, aber hey, er hatte nicht gerade Grund, diesen Leuten zu vertrauen, oder?

Andererseits... sein Blick schweifte wieder zu seinem Freund hinüber, der ihn an der Hand durch die schier unendlichen hallen seines Zuhauses zog. Anfangs hatten er und Draco sich auch nicht gerade vertraut, oder? Erst im Kampf gegen den Dunklen Lord waren sie zusammengekommen, hatten sich gemeinsam den Schatten gestellt. Besagter Lord war nun Geschichte und er und Draco seit fast einem Jahr ein paar. Nun war er fast siebzehn, Draco würde es immerhin in einem halben Jahr sein, was seine lieben, lieben Verwandten doch gleich mal als Anlass genommen hatte, ihn rauszuschmeißen. Tja, und resolut, wie sein Freund nun einmal war, hatte er beschlossen, dass Harry dann eben die Sommerferien bei ihm verbringen würde. Das man Narzissa durchaus die enge Verwandtschaft zu Bellatrix anmerkte und Lucius schier eiskalt war, hatte er dabei einfach mal ignoriert.

Weiter vor sich hinlamentieren konnte er allerdings nicht mehr, denn Lucius Malfoy hatte sich nun, da sie die Stimme seiner Frau nicht mehr hören konnten, umgedreht und sah ihn mit einer erhobenen Augenbraue an.

"Und?"

~Was und?~, dachte Harry, doch dann blickte er sich im Raum um und wusste, was Dracos Vater gemeint hatte.

"Schön hier", sagte Harry, doch er merkte, dass wohl ein bisschen mehr erwartet wurde. Deshalb fügte er noch schnell ein "Ja, mir gefällt es wirklich gut in Ihrem Haus" hinzu.

Draco grinste breit.

"Was ist?", zischte Harry ihm deswegen zu.

"Nichts!", antwortete dieser und zog Harry dann hinter sich her. "Ich zeige ihm das Haus, Vater. Oder wolltest du das übernehmen?"

"Nein, Draco, mach du nur. Ich muss mich noch mit deiner Mutter unterhalten." Aus dem Unterton hörte Harry deutlich heraus, dass Mr. Malfoy sichtlich keine Lust auf das Gespräch mit seiner Frau hatte.

Nachdem Draco ihm das Haus gezeigt hatte, gingen die zwei ein paar Treppen und weitere drei Flure entlang, dann standen Harry und Draco in einem kreisrunden Raum.

"Wow!" Harry staunte nicht schlecht.

Hohe Fenster säumten die Wände. Davor hingen schwere, rote Samtvorhänge. Das Zimmer war in Weiß mit rotem Schimmer gestrichen und der Boden bestand aus glänzenden, hellen Holzdielen. In die Mitte des Raumes war ein Springbrunnen aus tiefschwarzem Marmor eingelassen.

"Gefällt es dir, Schatz?"

"Es ist wunderschön."

"Warte, das war noch nicht alles."

Draco führte Harry ans Ende des Raumes. Dann zog er seinen Zauberstab und tippte damit einige Male gegen die Wand, vor der sie standen. Vor ihnen erschien ein großes, schwarzes Bett mit schwarzen Vorhängen aus Seide.

"Unser Zimmer."

"Wow." Etwas Anderes konnte Harry in diesem Moment wirklich nicht sagen.

Das junge paar setzte sich aufs Bett. Harry hatte gerade begonnen, seinen Freund zu küssen, als plötzlich ein leises, dumpfes Geräusch ertönte, gefolgt von einem hohen, tierhaften Kreischen. Alarmiert sahen sie sich an: "Da ist was passiert!"

Innerhalb von Sekunden standen sie wieder in der Halle, auch wenn Harry nicht wirklich sagen konnte, wie sie hier her gekommen waren, er hatte noch keine Gelegenheit gehabt, sich den Weg zu merken und war daher einfach Draco gefolgt. Doch jeder Versucht, etwas annähernd Logisches zu denken, wurde im Keim erstickt, als sie die Szenerie anstarten, die sich vor ihren Augen abbildete.

An einem Balken hing ein langer, seltsam bekannter Körper. Es dauerte einige Augenblicke, bis Draco realisierte, dass es seine Mutter war, die da noch langsam an einem Seil hin und her pendelte, den Blick seltsam starr gen Boden gerichtet, so dass man noch immer glaubte, den Wahnsinn aus diesen leeren, kalten Augen erkennen zu können. Vor ihr lag der Hauself Morby, anscheinen ohnmächtig. Amer Elf, das war wohl zu viel für ihn gewesen. Erst jetzt realisierte der Blonde, dass auch sein Vater anwesend war, der sich nun bückte und etwas vom Boden auflas. Kurz räusperte er sich, bis er laut zu lesen begann:

"An die Verräter!
Wie könnt ihr es wagen, dieses Stück Dreck in unser Haus zu lassen? Wie kann es sein, dass ein Potter, ein Schlammblut diese hallen nicht al Leiche betritt? Lucius, was ist aus dir geworden, ein Muggelfreund? Jeder, der dem Erhabenen Lord treu ergeben ist, hat dieses Subjekt auf der Stelle auszulöschen! Wie kannst du es nur wagen, dies nicht zu tun?
Und du, Draco! Du bist mit Abstand das ekligste, dreckigste und abnormalste, was mir seit Langem begegnet ist! Warum ziehst du nicht gleich zu diesen elendigen Weasleys? Lass dir eines gesagt sein: Du bist nicht mehr mein Sohn!
Wenn das meine liebe Schwester Bella wüsste... sie sitzt in Askaban, während wir hier den Erhabenen Lord verraten müssen! Doch ich ertrage es nicht länger, von Schlammblütern und Verrätern umgeben zu sein, ich werde meinem Herrn und Gebieter folgen!"

Er pausierte kurz. "Dramatisch wie immer."

Und langsam begann sich eine ungeheure Erleichterung in Draco auszubreiten, glücklich strahlte er seinen Geliebten an: "Mensch, wenn ich gewusst hätte, dass das so einfach ist, hätte ich dich schon früher hierhin eingeladen."

"Aber Draco!", rügte ihn sein Vater, musste aber selber leise lachen, besonders, as er den seltsamen Gesichtsausdruck von Harry bemerkte.

Der sah ungläubig von Einem zum Anderen, konnte sich nicht verkneifen zu fragen: "Ich weiß ja, dass sie schlimm war, aber so?"

"So kann man sich täuschen." Draco legte Harry einen Arm über die Schulter und führte ihn in die Küche. "Sie war schrecklich. Ständig hat sie von "ihrem Lord", "ihrem Herrn", "ihrem Gebieter" geredet. Ich frage mich, wieso sie ich nicht gleich geheiratet hat? Vater liebte sie doch eh nicht mehr, genauso wenig wie Vater sie noch liebte."

Harry schüttelte den Kopf, doch insgeheim war er froh darüber, dass Narzissa Malfoy nicht mehr lebte. Jetzt gab es nur noch das Problem Dracos Vater, dem Harry immer noch nicht so wirklich traute.

Ein paar Tage später, nachdem Mrs. Malfoys Beerdigung, kurz und schmerzlos, zu ende war, nahm Mr. Malfoy Harry beiseite.

"Ich würde gerne ein paar Worte mit dir reden."

Harry folgte seinem zukünftigen Schwiegervater. Sie gingen einige Minuten schweigend einen Feldweg entlang.

"Ich bin ein Spion."

"Was?"

"Ja, du hörst ganz richtig, ein Spion."

"Für wen?"

"Für Dumbledore. Genau wie Severus."

"Snape! Pah!"

"Na na, Harry."

"Tschuldigung."

"Schon OK. Ich kann dich ja verstehen."

"..."

"Also, wie gesagt Ich bin ein Spion von Dumbledore. Ich musste, im Gegensatz zu Severus, immer an Voldemorts Seite bleiben. Severus war ein Doppelspion. Er tat bei Voldemort so, als spiele er Dumbledore etwas vor, ebenso umgekehrt. In Wirklichkeit war er natürlich ein Spion für die gute Seite und sagte Voldemort immer, es gäbe nichts Neues.
Ich musste Dumbledore immer live berichten, was Voldemort so treibt.
Ja, eigentlich hättest du es schon eher erfahren müssen. Draco hätte es dir sagen sollen. Aber die Gefahr, dass meine Frau etwas mitbekam, war einfach zu groß. Auch konnte ich ja eher nichts sagen, da Voldemort es sofort herausgefunden hätte."

"..."

"Wieso sagst du nicht?"

"Das Ganze klingt etwas zu seltsam, als dass ich es Ihnen glauben könnte!"

"Ich rate dir es zu glauben. Es ist die Wahrheit."

"..."

"Harry?"

"Draco?"

"Ja. Hör mal, was Vater dir gerade erzählt hat, entspricht absolut der Wahrheit."

"Wenn du das sagst."

"Ach, ihm glaubst du, oder was?"

"Es sah so echt aus. Ich meine, Sie, als der Vorbild-Todesser. Und in meinem vierten Schuljahr. Sie haben am lautesten und echtesten gelacht. Er hätte mich umgebracht!"

"Ja, ich weiß Ich habe gelacht. Ich erinnere mich noch genau daran und es war schrecklich für mich. Weißt du eigentlich, wie gefährlich es ist, Voldemort etwas vorzuspielen?"

"Wissen Sie eigentlich, wie gefährlich es ist, unbewaffnet und gefesselt Voldemort ausgesetzt zu sein?"

"HÖRT AUF! Harry. Er sagt die Wahrheit. Ich habe es am Anfang auch nicht glauben wollen. Doch ich habe Veritaserum benutzt und er hat alles genau so erzählt, wie er es dir jetzt erzählt hat."

"Ehrlich?"

"Ehrlich. Du kannst es selbst ausprobieren. Wir haben noch ein Fläschchen Wahrheitsserum da."

"Es tut mir leid, dass ich Ihnen nicht geglaubt habe."

"Vergiss die Förmlichkeiten. Lucius!" Mr. Malfoy streckte Harry seine Hand entgegen. Dieser nahm sie an.

"Dann ist es jetzt also offiziell?"

"Was, Draco?"

"Können wir es jetzt jedem sagen? Ich meine, dass du ein Spion gewesen bist, Vater. Die Leute denken doch, du wärst ein echter Todesser gewesen."

"Die Leute werden es spätestens morgen im Tagespropheten lesen. Ich habe das, was ich dir und Harry gesagt habe, auch dem Ministerium gesagt. Ebenfalls unter dem Einfluss von Veritaserum."

"Gut!"


Zwei Monate später stand das Oberhaupt des nun doch sehr geschrumpften Malfoyclans vor dem Gasthaus und Hotel Zum geschrumpften Hut' in Hogsmeade. Hier würde er also die nächste Woche verbringen. Na ja, sah ja ganz nett aus. Er war zwar nicht so für das rustikale, aber für die kurze Zeit würde er wohl damit leben können.

Vier Minuten später hatte er seine Meinung radikal geändert. Grund dafür: Die schien sich nämlich für eine Mischung aus Claudia Schiffer und Heidi Klum (er kannte diese Namen von einer Mission nach Deutschland) zu halten. Tatsächlich sah sie aber eher nach Angela Merkel und Doris Schröder-Kopf aus. Das konnten auch die dicken Schichten Make-up nicht verdecken. Leider aber schien sie unter der Wahnvorstellung zu leiden, alle Männer würden ihr zu Füßen liegen - und begann gleich, ihn anzubaggern. Mit Augenaufschlag, Hüftewackeln etc. Verführerisch, wirklich. Angesichts dieser Katastrophe schwor er sich insgeheim, während des ganzen Aufenthalts in den Drei Besen' zu essen.

Kurze Zeit später saß r auch schon in besagtem Lokal. Nach einem kurzen Schwätzchen mit Rosmerta, die er schon seit seiner Schulzeit kannte (und die ihm dementsprechend ungeblümt die Meinung sagte, was er besonders an ihr mochte), hatte er ein gutes Mittagessen vor sich stehen. Es war einiges los, anscheinend war heute Ausflugstag in Hogwarts. Natürlich, es war ja Halloween.  Merlin sei Dank hatte er sich eine ruhige Ecke verzogen, in der er zwar sehen konnte, aber nicht gesehen wurde. Ah, da waren ja auch Harry und Draco. Sie saßen mit Blaise und Pansy zusammen, diese beiden kannte er, sie waren schon oft bei ihnen gewesen. Die anderen Beiden mussten wohl Granger und der junge Weasley sein, er erinnerte sich schwach an die Quidditchweltmeisterschaft. Glücklich sahen sie aus, richtig zufrieden. Und wenn er die Blicke zwischen Blaise und Weasley richtig deutete, wären Draco und Harry bald nicht mehr das einzige Paar in der Gruppe. Die beiden waren aber auch zu süß. Hand in Hand, Draco auf dem Schoß des Schwarzhaarigen. Wann hatte er selber das jemals gehabt?

 
Eine Stunde verging, dann brachen Harry und Draco auf. "Wir bleiben lieber noch hier", hörte Lucius Pansy sagen, nachdem sein Sohn sie und die anderen drei gefragt hatte, ob sie nicht mitkommen wollten. "Ok", antwortete Harry. Dann gingen er und sein Freund Arm in Arm nach draußen.

Nachdem Mr. Malfoy bezahlt hatte, eilte er zurück ins Hotel, von wo er sich seine Unterlagen holte. Er hatte vom Schulrat den Auftrag bekommen, die Gaststätten, Restaurants und alle anderen Läden auf ihre Qualität und Sicherheit zu prüfen, damit den Hogwartsschülern bei ihren Ausflügen nichts geschehen konnte. Als Erstes musste er den Scherzartikelladen Zonkos' unter die Lupe nehmen. Auf dem Weg dorthin sah er jemanden, mit dem er so gar nicht gerechnet hatte.

Severus Snape stand ihm gegenüber. "Guten Tag, Lucius. Was verschafft uns die Ehre, dich hier sehen zu dürfen?"


"Urlaub." Lucius hätte Snape die Wahrheit sagen können, doch war er nicht gerade erpicht darauf zu hören, was dieser alles in Hogsmeade ändern würde.

"Urlaub, ja? Komm mit, ich zeige dir einen Ort, an dem du so richtig gut ausspannen kannst."

Lucius wusste zwar nicht, was Snape mit ihm vorhatte, doch er folgte ihm.

Eine Weile später standen die zwei vor der Heulenden Hütte.

"Dort drüben im Gebüsch bin ich in meiner Schulzeit immer hingegangen, wenn mich Potter mal wieder genervt hatte."

"Sag nichts gegen Potter!", murmelte Lucius.

"Hast du etwas gesagt?"

"Nein."

"Aha. Nun ja... ich wollte es dir nur mal zeigen. Komm mit, ich glaube, es ist noch nicht zu sehr zugewachsen, als dass man nicht mehr hin könnte."

Snape ging einen kleinen Pfad entlang und Lucius trottete hinterher. Ein einsamer Ort, er, allein mit Severus Snape. ~Nicht schlecht.~

"Und?"

"Gefällt mir", hörte sich Lucius sagen.

"Setz dich, dort ist ein Baumstamm."

"..."

"Wieso bist du so still? Das warst du doch sonst nicht?"

Lucius setzte sich und zog Snape zu sich runter. Dann legte er ihm einen Arm über die Schultern, beugte sich zu ihm und küsste ihn.
Ein Strahlen in Snapes Augen zeigte ihm, dass er richtig gelegen hatte.

Harry holte seinen Tarnumhang heraus, da und Dray ein Rascheln gehört hatten. Er warf sich und seinem Schatz den Umhang über und die zwei gingen ein wenig näher ans Gebüsch heran, das in etwa dort lag, von wo das Geräusch gekommen war.

"Wer außer uns geht zur Heulenden Hütte?", flüsterte Draco.

"Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass da jemand an unserem Platz ist."

Die beiden gingen noch ein paar Schritte weiter vor. Jetzt hatten sie freie Sicht auf das, was hinter den Sträuchern und Büschen geschah.

"Das ist ja..."

"...dein Vater..."

"...und Snape!"

Den beiden stockte der Atem. Dort, auf einem Baumstamm, um ehrlich zu sein auf ihrem Baumstamm, saßen Mr. Malfoy und Severus Snape - knutschend.

Okay, was macht man, wenn man soeben den Vater seines Freundes, den man bis vor zwei Monaten gehasst hat, bis sich dessen Frau umgebracht hatte, und seine Zaubertranklehrer zusammen erwischt? Und wenn besagter Freund auch noch neben einem steht? Entweder man bekam einen Schreikrampf, aber das war Harry dann doch zu kindisch. Den beiden eine Szene muhen? Sicher, wenn die beiden genau das Selbe machten wie sie selber. Oder man haute einfach ab, schließlich konnten sie sie ja nicht gesehen haben. Harry entschloss sich für die letzter Variante und zog den wie erstarrten Draco mit sich.

Kurze Zeit später fand der sich inmitten des Dorfes wieder. Schnell warf er den Tarnumhang ab, die überraschten Blicke der Passanten einfach nicht beachtend. Dann sah er seinem Freund in die Augen.

"Hast du das gerade auch gesehen?"

"Ja."

"Oh."

"Ich glaube, das trifft es."

"Und jetzt?"

"Was soll schon sein? Lass die beiden doch."

"Ja, aber..."

"Was?"

"Ach nichts. Gönnen wir es ihnen."

"Genau. Und wenn wir das nächste Mal Ärger mit Snape haben, brauchen wir ihm ja nur drohen, es Fred und George zu erzählen, oder?

Draco grinste. "Klingt gut."

Und so machten die beiden sich kichernd auf, einen neuen Lieblingsplatz zu finden. Ihr Alter würde nun wohl für eine Weile besetzt sein...

-Ende-
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