Der Virus von Cumbria

GeschichteAbenteuer / P12
24.01.2006
05.07.2006
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Sie fuhr mit ihrem dunkelblauen Mountianbike aus robusten Titan und extra verstärkten Felgen am nächsten Morgen durch die Strassen von Chelsea. Sie hatte es vor zwei Jahren von ihrem Onkel zum Geburtstag bekommen.
Die frische Morgenluft bläst ihr kühl ins Gesicht. Ihr Augen fangen schon leicht an zu brennen. Es sind wenige Autos unterwegs und die Laternenlichter brennen auch noch. Sie fuhr aus Chelsea heraus über die Themse nach Vauxhall zu ihrer Schule. Die Lilian Baylis ist eine Gesamtschule. Sie bog mit ihrem Fahrrad durch das Schultor und schloss ihr Fahrrad doppelt am Fahrradständer ab. Joeny war froh wieder in die Schule gehen zu können. Die Freude verflog, als der Physikunterricht bei Mrs.Corney begann. Eigentlich hatte sie nicht gegen Physik, aber der Unterricht bei Mrs.Corney, der war total langweilig. Wie sollte sie sich auf Magnetismus konzentieren, wenn ihr so viele Fragen im Kopf herum kreisten?
Warum hatten die Männer Waffen und wieso sah Mr.Jones sie so drohend aus dem Auto heraus an? Er hatte gesehenm das sie die Waffe gesehen hatte. Wieso hat ein Lieferwagen heimlich das Arbeitzimmer ihres Onkels ausgeräumt? Und das Einschussloch am Kopf ihres Onkels? Das Loch war viel kleiner als ein normales Loch. Wolltens sie sie jetzt mit ener kleinen Kugel im Kopf beseitigen? Das war alles so komisch, das es Joeny gar nicht glauben wollte, was die letzte Zeit passiert war.
Als Joeny ihren Namen hörte, war sie in Gedanken vertieft und hatte die Frage gar nicht gehört.
,,Die Wirkung auf die Materie ist relativ", alle sahen sie an und Mrs.Corney ebenfalls und zeigte auf die Tafel. Dort stand eine Aufgabe.
,,Das Ergebnis wollte ich eigentlich hören", sagte Mrs.Corney.
,,Ich weiß das Ergebnis leider nicht", sagte Joeny.
Der Unterricht ging weiter, bis zum Nachmittag.
Als der Unterrichtstag zu ende war, stand ein Ergebnis in Joeny´s Gedanken fest. Die Adresse des Lieferwagens herausfinden und der Sache nachgehen. Sie hatte die kleine Aufschrift erkannt. EASTFISH. Sie zwängte sich dem Schülerstrom entgegen, die alle auf dem Weg aus der Schule waren. Sie ging in das Sekretariat und fragte nach dem Branchenbuch. Sie suchte mit eifer. ,,Kann ich dir helfen?", fragte Mrs.Corney die vor Joeny stand. ,,Ja, ich such Fischlieferanten für eine Party", sagte Joeny. Mrs.Corney schlug die Seite auf und gab das Buch Joeny. ,,Danke Mrs.Corney". ,,Viel Spass bei der Party", sagte Corney.
Nachdem sie vier Seiten durchsucht hatte fand sie es. Ganz klein geschrieben. Ein Lieferant für Fisch von der Ostküste. EASTFISH, Cringle Street 3.
Es liegt an der Themse auf dem riesigen Gelände, wo auch das Battersea Power Stadion steht. Es war der Industriehafen.
Sie kam am Ende der Cringle Street an und stand vor dem Hafentor.
Das Eisentor wa verschlossen, was auf das große Hafengelände führte zu den riesigen Anlegeplätzen und Lagerhallen. Sie stellte ihr Fahrrad hinter einem Busch ab und ging zum Eingangstor. Sie griff mit beiden Händen an die Stangen und drückte ein Fuß zwischen die Gitter gegen eine Stange. Sie zog sich hoch und drückte sich mit dem Fuß hoch. Immer weiter so und nun auch mit dem zweiten Fuß nach.
Joeny war eigentlich immer Fit. Seit sie klein war und in der Grundschule verhauen worden war, ging sie zum Karate-/Taekwondo Training. Ihr Onkel hatte sie damals nach dem Tod ihrer Familie hier in Chelsea neu angemeldet. Damals hatte er ihren Vater dazu überredet und sie dort hingeschickt. Er hatte gemeint, es sei besser so, auch für ihre Konzentration und Geduld. Das ist nun sieben Jahre her. Und man muss sagen, es hilft auch. Da hatte ihr Onkel etwas für sie gemacht, was sehr selten war, da er nicht oft zu Hause war. Auch nach dem Tod wollte sie das Training weiter machen. Aber erst brauchte sie eine kleine Auszeit um einen klaren Kopf zu bekommen, was diese Sache aber jetzt nicht leichter machte.
Nach einiger Zeit kam sie zur letzten Lagerhalle und sieht vorsichtig um die Ecke. Nur ein Frachter der Container verlädt.
Sie kommt an eine Tür und dreht am Türknauf. Es ist ein leises klicken zu hören und die Tür öffnet sich. Es ist etwas dunkel, hell am Liefertor der Lagerhalle. Sie versteckt sich hinter Kisten und sieht sich um.
Jede Menge Kisten, geparkte Autos und Schrottecken. Eine Treppe führt zu drei Räumen. Ein Gemeinschaftraum, ein Büro und ein Überwachungsraum. Als sie bei den Autos auf die Lieferwagen sieht, liest sie die Aufschrift des Lieferwagens vor ihrem Haus. Sie sieht sich um und erkennt niemanden in der Nähe. Sie läuft durch die Halle zu den Lieferwagen und sieht ins Führerhaus. Nichts zu sehen. Sie überlegt und hat den Entschluss gefasst, mal im Büro und bei den Überwachungsvideos nachzusehen. Vielleicht findet sie Hinweise auf den Tod ihres Onkels. Sie schleicht zur Treppe, sieht sich um und geht leise und vorsichtig die Treppe zu den Räumen hoch.
Als sie oben ankommt, kniet sie sich hin. Schnell sieht sie in den Gemeinschaftsraum. Er ist leer. Sie kriecht weiter zu dem Büro und dem Überwachungsraum. Beide sind leer. Sie geht durch die offene Bürotür zum Schreibtisch. Sie sieht alles durch und findet etwas an der Pinwand. Ein Zettel. ,,Lieferung Grosvenor Road 1". Joeny isr wenig überrascht, das es ihr Haus ist.
Der Auftraggeber ist in einem Büro auf der anderen Seite der Themse. Sie geht aus dem Büro, weiter in den Überwachungsraum.
Als sie die Monitore beobachtet, erkent sie etwas. Auf dem Klebeband an einem Monitor steht ,,PT", für das Bürogebäude auf der anderen Seite.
Sie drückt die Zahl auf der Tastatur von der Kamera und auf Zoom. Das ,,PT" Gebäude kommt ganz nah heran bis zum Eingang mit Übersicht auf die Strasse. Es ist eine Spitzen Bildqualität.
Als sie fertig ist, sieht sie im Regal der Videodisks nach. Das Datum an dem ihr Onkel gestrorben ist, war auch dabei. Sie nimmt sie heraus und steckt sie ein. Sie sieht durch das Fenster herunter in die Halle. Sie entdeckt niemanden.
Sie geht die Treppe runter. Am ende der Treppe angekommen, kommt plötzlich ein man auf einem leeren Gabelstapler angefahren. Und ein Mann aus der Tür. Joeny muss sich schnell verstecken. Sie sieht eine Kiste mitten in der Halle stehen. Das ist ihre letzte Möglichkeit sich zu verstecken. Die Kiste ist genauso groß wie sie. Sie versteckt sich darin und schließt sie.
Sie hört den Mann die Treppe rauf stampfen und den Gabelstapler näher kommen.
Plötzlich fängt die Kiste an zu wackeln und wird angehoben. Joeny will jetzt nicht aus der Kiste springen und erwischt werden.
Durch ein kleines Loch, sieht sie was passiert. Die Kiste mit ihr wird vom Gabelstapler auf eine Palette mit anderen Kisten gestellt und mit einem Seil leicht befestigt. Der Kran zieht die Palette mit den Kisten an einer Kette in die Höhe.
Joeny kneift die Augen zusammen, als sie in der Kiste 30m Hoch über das Wasser und über den Frachter schwebt.
Nachdem die Kiste abgesetzt wurde und jemand das Seil und die Kette entfernt hatte, wartet Joeny einen Moment. Sie tritt gegen das Holz, das durch das Seil fest gedrückt wurde. Ein kleiner Spalt zum durchzwängen bietet sich.
Als Joeny sich befreit hat, merkt sie, das sie sich den Ärmel eingerissen hat.
Auch einige Kratzer an den Händen hat sie.
Als Joeny die Leiter zum rausklettern sucht, geht sie über einen der hunderten Container.
Sie hört ein Sausen und dreht sich um. Nichts. Ganz überrascht, knickt sie um, da sie an einer Eisenöse hängen geblieben ist. Sie versucht sich zu befreien.
Schon wieder ein Sausen, diesmal von Oben. Sie sieht nach oben und erkennt erschreckend einen Container auf ihren zufliegen. Immer näher.
Sie gerät in Panik und zerrt an ihrem Hosenbein. Der Container kommt immer näher. Sie versucht die Panik nider zudrücken und Ruhe zu bewähren, was nicht leicht ist.
Im letzten Augenblick kann sie sich losreißen und mit seitlichem rollen, sich vom Container rollen. Ein lautes krachen und das automatische lösen der Eisenketten ist zu hören. Sie fällt hart auf den Boden. Ihr läuft etwas Blut an der Schläfe herunter. Sie hat sich an der Strin gestoßen. Ihr Schuluniform ist von Staub und Dreck bedeckt. Sie bleibt einen Moment liegen. Nach dem kleinen Moment sagt ihre innere Stimme, das sie doch lieber jetzt abhauen soll, sonst wird sie noch gesehen. Was das wohl für einen Ärger einbringen würde? Hausfriedensbruch, Diebstahl und Beschädigung von Eigentum. Eigentlich ist das noch harmlos, das sie der Wahrheit über den Tod ihres Onkels ein Stück weiter gekommen ist.
Sie klettert die Leiter hoch, läuft über den Frachter zur Anlegetreppe. Sie steigt sie herunter und hat wieder festen Boden des Hafens unter den Füßen. Sie zittert am ganzen Körper und Joeny glaubt schon fast daran, das ihre Beine nachgeben. Sie hat ein Dreck verschmiertes Gesicht mit Blut, eine kaputte Schuluniform, aber viele Informationen über den Tod ihres Onkels. Sie läuft zurück zu ihrem Fahrrad. Sie ist in Reichweite zum Hafentor, als sie einen Lieferwagen auf sie zufährt. Sie rennt los und erreicht das Tor. Auf der halben Strecke das Tor hoch zu klettern, hält der Wagen laut bremsend an.
Ein Mann steigt aus und springt greifend nach Joeny. Er erfasst das Hosenbein und zieht daran. Joeny zieht zurück. Als Joeny sich nicht mehr befreien kann, tritt sie gegen seine Hand. Er schreit leise auf und verzehrt das Gesicht, lässt aber nicht los.
Joeny kann nicht anders. Sie möchte keinen Ärger, also muss sie sich jetzt härter verteidigen.
Sie lässt sich runter ziehen. Er hält ihren rechten Arm fest. Bevor er etwas sagen kann, hat sich Joeny mit einem Handgriff befreit und holt zum gedrehten Kopfsprung aus.
Er wird an der Seite seines Kopfes getroffen und bleibt kniend seinen Kopf haltend am Boden.
Joeny klettert über das Tor, holt ihr Fahrrad und fährt schnell davon.
Zuhause hat Joeny sich schnell umgezogen, so das es Mel nicht merkt, was passiert ist.
Sie hatte die kleine Videodisk in das DVD-Fach ihres Laptops gelegt. Was sie sah, konnte sie beinahe nicht glauben.
Sie sah ihren Onkel vor dem Gebäude. Er sah sich um und war auf dem Weg ins Gebäude. Es gan einen Zoom, so das man den Eingang, ihren Onkel und ein langsam fahrenden Wagen sah. Das Gebäude mit den Abkürzungen ,,PT", war ,,Pictures Times", die Zeitung wo ihr Onkel gearbeitet hatte.
Ihr Onkel sieht den langsamen Wagen und bekommt etwas an den Kopf. Kein Blut, was bei einem Einschuss passiert. Ihr Onkel fängt an zu torkeln. Der Wagen parkt kurz und fährt dann los. Ihr Onkel gerät halb auf die Fahrbahn. Der Wagen fährt mit voller Geschwindigkeit los und fährt Harris Grant an, der bewegungslos auf dem Bürgersteig liegen bleibt.
Nirgenwo Passanten, nur einige Autos. Der Todeswagen ist schnell davon gefahren.
Joeny hatte beim Abendbrot Mel nur erklärt, das die Kratzer und die eine Schnittwunde, vom Fussballspielen und der anschließenden Schlägerrei kamen. Mehr hatte sie nicht gesagt und auch Mel hatte nichts mehr gefragt oder gesagt.
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