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My Baby You

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
18.01.2006
27.03.2006
22
29.325
 
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18.01.2006 3.410
 
Hi zusammen. Beim Durchstöbern meines PCs hab ich die Leiche aller Leichen gefunden ;-) Meine allererste FF!! Sie ist nicht besonders toll was den Stil und den Ausdruck anbelangt, aber es hängen ziemlich viele Erinnerungen dran und deswegen hab ich mich dann doch dazu entschlossen sie zu posten (nachdem ich sie vom Theatercharakter erst mal ummodeln musste, he he).
Ich hoffe, dass sie euch wenigstens ein bisschen gefällt ;-)


Disclaimer: Alexei Yagudin und alle anderen real existierenden Personen gehören nur sich selbst. Ich verdiene kein Geld damit.



My Baby You


Es war Ende Mai. 2001.
Jessy hatte gerade ihr Abitur bestanden und im Oktober würde sie ihr Sportmanagement-Studium beginnen.
Aber bis dahin war noch ein bisschen Zeit. Und die verbrachte sie, zumindest teilweise, in der Dominikanischen Republik. Über eine Freundin, die schon jahrelang als Animateurin arbeitete, war sie auf diesen Trichter gekommen und nach einigen Bewerbungsrunden hatte es geklappt und sie war in Santo Domingo gelandet.
Seit zwei Wochen war sie nun hier und sie würde bis Mitte Juli bleiben. Sie arbeitete von 10 - 14 Uhr und von 15 - 19 Uhr. Sonntags hatte sie frei. Sie hatte also genug Zeit sich die Insel anzusehen und etwas zu unternehmen.
Jessy hatte sich in den zwei Wochen die sie bereits hier war mit einigen Animateuren angefreundet. Besonders zwei Jungs waren ihr in dieser kurzen Zeit ans Herz gewachsen, mit denen sie auch den Bungalow teilte. Steffen und Erik. Beide 22 und schon alte Animations-Hasen. Seit ihrem Kennen lernen waren die drei nahezu unzertrennlich. Es war gut jemanden zu haben mit dem man reden konnte, der für einen da war. Und mit dem man einfach Spaß haben konnte.

Am frühen Donnerstagmorgen saßen Jessy, Erik und Steffen am Frühstückstisch ihres Bungalows und schmierten sich ihre Brötchen.
"Hey, heute kommen die neuen Gäste an", warf Steffen einfach so in den Raum und ein leidendes Stöhnen seiner beiden Freunde war die Antwort.
Neue Gäste - das hieß immer auch enorm viel Stress, da die drei in der Gruppe zu Gange waren, die sich um die neu eintreffenden Gäste zu kümmern hatten.  
Erik fuhr sich durch die blonden, kinnlangen Haare und grinste.
"Wenn ich uns schon wieder anschaue... wirklich, eine tolle Arbeitsmoral die wir da an den Tag legen."
Jessy atmete tief durch und sagte dann: "Also gut. Was machen wir heute Mittag mit den Neuen?"
"Volleyballturnier?", schlug Erik vor, doch seine Freundin lehnte ab.
"Ne, das kannst du nicht bringen. Die haben zum Teil nen 10-Stundenflug hinter sich. Da willst du eher entspannen."
"Stimmt", nickte Steffen. "Hm... wir bräuchten etwas, das entspannend, zugleich aber auch nicht ganz alltäglich ist... wie wär's mit nem Bootsausflug?"
"Bootsausflug?", fragte Erik skeptisch.
Hingegen fragte Jessy nur: "Mit welchem Boot?"
"Wir könnten eine der Segelyachten nehmen. Und Jonathan kommt als Kapitän mit."
Jonathan war 25 Jahre alt und kam ursprünglich aus Neuseeland, lebte aber schon drei Jahre hier. Er hatte seine eigene Tauchschule auf der Insel und nebenbei arbeitete er für das Hotel als Kapitän auf Abruf.
"Hört sich gut an", befand Jessy. "Und hey, wie wär's, wenn wir das Ganze für den Abend ansetzen? Wir packen was zum Essen und zum Trinken ein, ein bisschen Musik. Was sagt ihr dazu?"
Die Jungs nickten zustimmend und Erik sagte dann: "Gut, dann würde ich sagen... 20 Uhr und ich geh nachher das Ganze mit Jonathan und dem Hotel abklären." Zufrieden lehnte er sich zurück und nahm sein Brötchen in die Hand. "Aber erst... nach dem Frühstück."

Nachdem sie alles abgeklärt und das OK der Hotelleitung bekommen hatten, gönnten die drei sich gegen halb zwölf eine "nicht-offizielle" Pause, um der Ankunft der neuen Gäste beizuwohnen. Sie standen auf der riesigen Empore von der man eine gute Sicht hinunter zur Rezeption hatte.
"Und Jungs, schon was entdeckt?", neckte Jessy ihre beiden Freunde. "Was dabei was euch gefällt?"
"Ne", meinte Erik ehrlich enttäuscht. "Und du?"
Grinsend schüttelte sie den Kopf... da sah sie ihn.
Er war circa 1,75m groß, hatte hellbraune Haare mit blonden Strähnen und war etwa im Alter ihrer beiden Freunde. Er sah ziemlich durchtrainiert aus... was man von hier oben aus erkennen konnte. Er hatte ihr den Rücken zugewandt. Doch dann drehte er sich um.
Paralysiert stand die 18jährige Abiturientin da und traute ihren Augen nicht. War er es wirklich? Nein, das konnte nicht sein. Oder? War das...?
"Hey, Jessy, was ist? Jemanden entdeckt?", hörte sie Steffen fragen und sie schüttelte nur den Kopf. Zu mehr war sie im Moment nicht in der Lage.
Erik legte sowohl Jessy als auch Steffen eine Hand auf die Schulter und meinte: "Leute, lasst uns wieder an die Arbeit gehen. Bevor uns noch jemand sieht."
Steffen und Erik stiegen von der Empore. Jessy jedoch blieb noch einen Moment stehen.
Noch immer schaute sie zu ihrer "Entdeckung" hinunter. Konnte sie sich so sehr täuschen? Er sah ihm so ähnlich! Aber was sollte er hier? Ausgerechnet in Santo Domingo. Und dann auch noch in ihrem Hotel! Das war der Zufälle einfach zuviel.
Sie musste sich einfach täuschen.
Aber er sah ihm schon verdammt ähnlich. Zumindest von hier oben.

Inzwischen war es halb 8 und Jessy war mit Steffen, Erik und Jonathan auf der Segelyacht und bereitete mit ihnen alles vor.
War er es oder nicht? Diese Frage ließ sie nicht mehr los.
Vielleicht würde er ja heute Abend mit von der Partie sein, was ja nicht im Bereich des Unmöglichen lag. Und dann würde sie herausfinden ob ihre Augen ihr einen Streich gespielt hatten oder nicht.
Um kurz nach 20 Uhr hatten sich die letzten Teilnehmer auf der Yacht eingefunden. Insgesamt waren zehn Leute mitgekommen. Er war nicht dabei und sie dachte sich nun endgültig, dass sie sich nur getäuscht hatte und hakte die Sache damit ab.


Am andern Morgen saßen die drei wie üblich zusammen beim Frühstück und sie redeten über den gestrigen Abend, der, wie sie fanden, wirklich toll gewesen war und unbedingt wiederholt werden sollte.
"Aber dann mit einem etwas jüngeren Publikum", befand Erik.
"Finde ich auch", lächelte Jessy und nahm einen Schluck ihres frisch gepressten Orangensafts. "Und ich hab mir da auch schon was überlegt. Damit es auch nicht langweilig wird. Und zwar hat Jonathan gestern Abend von einer Lagune      erzählt. Mit der Yacht dauert es etwa eineinhalb Stunden dorthin. Wir könnten da hinfahren, baden und dann irgendwann wieder zurück."
Abwartend sah sie die beiden Jungs an.
Steffen schürzte die Lippen, fuhr sich dabei durch die kurzen dunklen Locken.
"Gute Idee. Aber wenn wir baden wollen, dann sollten wir auf Alkohol verzichten. Alkoholfreie Cocktails tun es ja auch mal."
Damit waren alle einverstanden und in den nächsten Minuten klärten sie noch, wie sie die Teilnehmerliste zusammenstellen wollten. Bei den letzten größeren beziehungsweise exklusiven Events hatte es zu einigen kleinen Problemen geführt, und so beschlossen die drei, dass es dieses Mal keine Liste zum Eintragen geben würde, sondern, dass sie selbst auf Tour gehen würden, um Gäste zu finden, die Lust darauf hatten.
Als Eventtag einigten sie sich auf die Nacht von Montag auf Dienstag und während Erik zur Hoteldirektion ging um die Sache abzuklären, spielten Steffen und Jessy mit einigen Gästen am Strand Beachvolleyball.
Um kurz vor 12 wurde es unerträglich heiß und es wurde eine "Wasser-Pause" eingelegt. Als sie wieder aus dem Meer kamen war Erik zurück und sagte Bescheid, dass alles glatt gelaufen war und als sie sich am späten Abend mit Jonathan trafen und diesem davon erzählten, stimmte er sofort zu mitzukommen und den Kapitän zu mimen.


Es war Samstagmorgen, 8 Uhr und Jessy hatte Mühe sich aus dem Bett zu quälen. Doch sie wollte ihren guten Vorsätzen treu bleiben. Sie hatte sich vorgenommen  jeden Samstag morgen vor der Arbeit ein paar Bahnen zu schwimmen und bisher hatte sie es auch eingehalten.
Das Hotel besaß drei Swimmingpools. Zwei große, direkt in der Mitte der Anlage., mit allerlei Spielereien. Wasserfall, Rutsche, Poolbar, Whirlpool. Der dritte Swimmingpool war ein normales Schwimmbecken mit 25m Bahn. Er lag etwas Abseits, von Palmen umgeben, direkt neben den Bungalows für die Angestellten.
Steffen und Erik schliefen samstags immer bis halb 10. Für eine Stunde mehr Schlaf verzichteten sie an diesem Tag gerne auf das Frühstück.
Jessy zog ihren hellblauen Badeanzug an und ging zum Pool. Sie schwamm eine Bahn nach der anderen und bemerkte nicht, wie sich der junge Mann dem Becken näherte. Nur mit roten Badehorts bekleidet und einem Handtuch um den Nacken gelegt.
Als Jessy die Bahn wieder herunter schwamm, sah sie, dass jemand am Beckenrand stand. Unten angekommen legte sie eine Pause ein. Sie sah auf... und war sprachlos. Sie hatte sich nicht getäuscht. Er war es. Und jetzt stand er direkt vor ihr.
Vor ihr stand Alexei Yagudin!
Dieser lächelte sie an und sagte: "Hi."
"Hi", murmelte sie wie automatisiert. Sie war völlig durcheinander, konnte einfach nicht glauben, dass er es wirklich war. Sie hatte Mühe ruhig zu bleiben. Lass dir nichts anmerken, dachte sie sich. Ganz locker bleiben.
"So sporty that early?", fragte er sie mit leichtem russischen Akzent.
"Well, I try", antwortete sie ohne wirklich zu wissen was sie da sagte. "But you, too or am I wrong?"
"No, you're right."
Jessy hielt sich am Beckenrand fest und Alexei setzte sich direkt daneben. Er verzog das Gesicht, als er mit den Beinen im Wasser war.
"It's pretty cold."
"Yeah", lächelte sie. "Good to wake up."
Er nickte und reichte ihr die Hand.
"I'm Alexei."
Sie nahm seine Hand, hätte fast gesagt "Ich weiß doch wer du bist", konnte es sich aber gerade noch verkneifen und sagte: "I'm Jessy." Kurz kam Stille auf, dann fragte sie: "How long are you staying here?"
"Twelve days. I arrived on Thursday."
"I know, I saw you."
Kaum hatte sie dies gesagt, hätte sie sich am liebsten dafür geohrfeigt. Doch Alexei sah sie nur überrascht an.
"Really? You arrived on Thursday, too?"
Sie schüttelte den Kopf.
"No, I'm working here as a sports club representative."
"That's cool", nickte Alexei. "And, is it fun?"
Sie legte die Unterarme auf dem Beckenrand ab und wiegte den Kopf kurz hin und her.
"Well, yeah, it's ok. Only one thing is not so great. I have a strictly talk and touch prohibition to our guests."
Mit großen Augen sah er sie an und fragte leise: "Oh. Does that mean you're not allowed to talk to me now?"
Sie grinste.
"Well... you started talking to me and we have to be kind to our guests. Furthermore it's not during my working time. And finally we're not to be seen here normally. So exceptional that will be alright."
Zögernd sah er sie an.
"But I don't want to cause you any troubles because of me."
"No worries", beruhigte sie ihn.
Alexeis Blick wanderte über sie. Ihre langen, glatten, braunen Haare fielen über ihre Schultern und schienen förmlich an ihrer Haut zu kleben. Ihre braunen Augen strahlten ihn regelrecht an und ein wunderschönes Lächeln lag auf ihren Lippen.
"And where have you seen me on Thursday? Didn't you had to work?"
"Yes, I had to but when the new guests arrive we always take a little time out to watch them check in."
"I see... Ahm... I didn't want to keep you from anything."
Schnell schüttelte sie den Kopf.
"Oh no, no problem. I have rarely companion here so... it's nice to talk to you. But... I     have to get out of here now. I have to work."
Er planschte etwas mit den Füßen und fragte: "And what's on your program for today?"
"Hm...", zuckte sie mit den Achseln, "no clue. Probably the usual stuff. Volleyball, swimming competition and so on. And you go on here for me now?"
"Yes, I'm taking over. You'll be relieved now."
"Alright", nickte sie und stieg aus dem Wasser. Alexei stand auf. "So, I have to go then."
"That's a pity", sagte er und sah sie freundlich lächelnd an. "It's been nice talking to you."
"I agree with that." Sie presste kurz die Lippen aufeinander. "Alright. So... see you."
"Yes, see you."
Jessy ging zurück zum Bungalow und Alexei schwamm seine Bahnen. Sie konnte es noch immer nicht glauben. Er war es. Sie hatte sich nicht geirrt. Und er hatte mit ihr gesprochen. Lächelnd schüttelte sie vor Ungläubigkeit den Kopf. Er war wirklich unglaublich nett. So, wie sie es sich immer gedacht hatte. Sich an die Stirn fassend dachte sie "Gott, wie konnte ich nur so ruhig bleiben?" Sie hatten sich ganz normal unterhalten. Wahnsinn. Es war einfach unglaublich. Was für ein Zufall, dass er ausgerechnet hier seinen Urlaub verbrachte. Zwölf Tage lang. Das hieß er würde Montag wieder abreisen. Montag... Zehn Tage noch. Und vielleicht... ja, vielleicht würden sie sich ja wieder über den Weg laufen.

Die Zeit  wollte heute überhaupt nicht vorbeigehen. Immer wieder hielt Jessy Ausschau nach Alexei. Doch sie sah ihn nirgends. Nicht am Strand, nicht am Pool, nicht an der Rezeption, einfach nirgends. Es sollte wohl nicht sein.
Aber zumindest wusste sie, dass sie ihren Augen noch trauen konnte. Er war wirklich hier. Auf derselben Insel wie sie. In dem gleichen Hotel wie sie.
Und er hatte sie angesprochen. Er hatte mit ihr gesprochen!
Sie kam sich wie ein kleiner Teenie vor, der auf einmal vor seinem Idol steht und total ausrastet. Na ja, zumindest das war ihr erspart geblieben.
Er hatte sich mit ihr unterhalten als wäre es das Normalste der Welt. Als wäre er irgendjemand und eben nicht er selbst. Nicht der mehrfache Welt- und Europameister.
Sie hätte so gerne mit Erik und Steffen darüber gesprochen, aber sie hatte Angst sich lächerlich zu machen. Und so blieb es dabei: Sie dachte die ganze Zeit  an Alexei und war deshalb ziemlich unkonzentriert, was auch Steffen irgendwann auffiel und er sie daraufhin in der Mittagspause zur Seite nahm.
"Mensch Jessy. Was ist denn heut mit dir los? Du bist ja total durch den Wind. Ist alles ok?"
"Ja ja", log sie schnell. "Es ist alles ok. Ist wohl nur einfach nicht mein Tag."

Jessy riss sich den restlichen Tag zusammen. Als endlich 19 Uhr und somit Feierabend war, beschlossen die drei in eine bekannte Cocktailbar zu gehen. Dort trafen sie auf Jonathan, wie so oft an einem Samstagabend.
Erik und Jonathan fanden auch schnell nette Gesellschaft in Form von zwei Blondinen und so beschlossen Steffen und Jessy gegen halb 12 zurück zu gehen.
"Und?", fragte er als sie auf dem Rückweg waren, "wie sieht's aus mit meinem Vorschlag? Gehen wir morgen reiten?"
Ernst meinte Jessy: "Als ich das letzte Mal mit dir reiten war, da hast du meinem Pferd einen Heidenschrecken eingejagt sodass es auf und davon ist... mit mir drauf!"
Grinsend sah er sie an.
"So was hab ich gemacht? Nein, da irrst du dich."
"Das glaube ich weniger."
Er hob die Hand und sagte feierlich: "Ich gelobe hiermit es nie wieder zu tun. Ehrenwort!"
Sie glaubte ihm zwar nicht ganz, ließ sich aber doch breitschlagen und so gingen sie am nächsten Tag reiten.
"Na, war ich nicht brav?", fragte Steffen, als sie abends gemeinsam auf der Terrasse ihres Bungalows saßen.
"Ausnahmsweise."
"Ts", drehte er gespielt beleidigt den Kopf zur Seite, grinste sie aber wenige Sekunden später schon wieder an.
Sie bekam das jedoch schon gar nicht mehr mit, da ihre Gedanken schon wieder ganz wo anders waren - wie schon den ganzen Tag über. Alexei ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Dieser Moment, diese zehn Minuten die sie miteinander verbracht hatten... Es war nichts besonderes gewesen. Aber gerade das machte es dazu. Es war als hätte sie mit irgendjemandem gesprochen, als wäre er wie jeder andere. Doch genau das war er nicht.
"Jessy... Jessy?"
Sie blickte auf. "Ja?"
Fragend sah Steffen sie an.
"Was ist eigentlich los mit dir? Du bist den ganzen Tag schon so... abwesend. Eigentlich seit gestern schon. Alles ok?"
Sie überlegte einen Moment ob sie ihm davon erzählen sollte, rang sich schließlich dazu durch.
"Ok. Ich ähm... ich hab jemanden kennen gelernt. Und ähm... na ja... es ist nicht irgendjemand."
Ihr Gegenüber machte eine auffordernde Handbewegung. Sie sollte weitererzählen.
"Schaust du dir zufällig Eiskunstlaufen an?", fragte sie und erntete nur ein belustigtes Schnauben. "Dann wird dir der Name Alexei Yagudin wohl auch nichts sagen, oder?"
"Nein", schüttelte Steffen den Kopf.
"Zweifacher Europameister und 3 Mal Weltmeister."
Anerkennend nickte der Dunkelhaarige.
"Und was ist mit dem?"
"Ihn hab ich kennen gelernt." Als sie seinen ungläubigen Blick sah fügte sie an: "   Ich weiß, dass das komisch klingt, aber er ist wirklich hier. Ich hab mit ihm gesprochen." Und dann erzählte sie ihm von ihrem "Schwimmerlebnis".
"Und wo ist jetzt das Problem?"
Jessy verdrehte die Augen. Männer, das war so typisch.
"Wo das Problem ist? Was, wenn ich ihn wieder sehe und... ich kann doch nicht so tun als würde ich ihn nicht kennen. Und... ich glaube du verstehst das gar nicht. Ich will nicht wissen wie viele Mädchen davon träumen einmal Alexei Yagudin zu treffen. Und mir ist das passiert. Er... er ist ein Weltstar in dem was er tut... Ich weiß einfach     nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll... falls ich ihn wieder sehe."
"Sag Hallo zu ihm. Er wird dir schon nicht den Kopf abbeißen."
Verständnislos fasste sie sich an die Stirn. Typisch Männer.
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