Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

I who have nothing

GeschichteDrama / P12 Slash
Lucius Malfoy Remus "Moony" Lupin Severus Snape
16.01.2006
16.01.2006
1
1.441
3
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
 
16.01.2006 1.441
 
Titel: I who have nothing

Autorin: KrissyNightwish

Genre: Sad, Romantik

Disclaimer: Die verwendeten und erwähnten Charaktere gehören ausnahmslos JKRowling

Betaleserin: Alexia, die als meine Beta ziemlich gut zu tun hat. Danke für deine Dienste *zwinker* Das klingt sehr doppeldeutig *räusper*

Dank: Obwohl es blöd klingt, bedanke ich mich bei Joe Cocker für seine ergreifende Interpretation des Liedes! Gänsehautfeeling garantiert!!!

Anm.:  Früher war ich ja mal ein absoluter Songfic- Verabscheuer aber inzwischen finde ich es einen wunderbaren Weg um bestimmte Gefühle auszudrücken. Denn wie sagte schon unser geliebter Albus im ersten Buch: "Musik ist ein Zauber, der alles in den Schatten stellt, was wir hier (in Hogwarts) treiben." Und ich finde, er hat recht.

Widmung: Für alle Menschen, die unerwidert lieben. Gebt die Hoffnung nicht auf! Lieben ist es immer wert.


I who have nothing

Und wie jedes Jahr fand auch in diesem der alljährliche Silvesterball in Hogwarts statt. Das Schloss war hell erleuchtet und überall blitzte und blinkte es. Das ganze Schloss war festlich geschmückt und die Große Halle erschien in einer solchen Pracht, dass es nur ein Traum sein konnte, in dem man sich befand.

Von der Decke rieselten Schneeflocken, riesige leuchtende Eiskristalle hingen an den Wänden und die großen glitzernden Weihnachtsbäume verbreiteten ein so wunderschönes Licht, das es einem die Tränen vor Freude in die Augen trieb. Die Menschen lachten und tanzten, flirteten und sangen.

Es war eine traumhafte Atmosphäre, in der es nur einen Menschen gab, dem das Herz im Leibe zerbrechen wollte.

Remus stand draußen, den Mantel eng um den Körper gezogen und fröstelte. Doch er spürte die Kälte nicht. Sein Blick war starr durch die leicht vereisten Fenster der Großen Halle gerichtet.

Er spürte nichts, außer dem gewaltigen Schmerz in seiner Brust, als er durch die Fenster der Großen Halle eine Person beobachtete. Den Menschen, der ihm alles bedeutete. Dieser Mann mit den kinnlangen schwarzen Haaren und dem langen schwarzen Umhang, den unglaublichsten Augen und dem schönsten Lächeln, das er jemals gesehen hatte.

"I who have nothing
I who have no one
Adore you and want you so
I´m just a no one with nothing to give you but, oh
I love you", flüsterte Remus leise und trat näher an die Fensterscheibe heran.

Sachte berührte er das gefrorene Glas und ließ seine Fingerkuppen liebkosend darüber gleiten. Ganz so, als wolle er den Mann seiner Träume damit berühren. Doch Remus wusste, dass er niemals eine Chance haben würde.

Niemals.

Nicht gegen den wunderschönen, charmanten, intelligenten Mann an Severus´ Seite. Remus konnte nicht anders, als zuzugeben, dass Lucius unglaublich gut aussah. Der lange elegante dunkelblaue Mantel mit den silbernen Stickereien, den langen blonden Haaren die glänzend auf seine Schultern fielen und den leuchtenden grauen Augen, die vor Glück strahlten. Und dieser Mann hatte alles was Remus wollte: er hatte Severus.

Es war nur natürlich, dass Severus sich für diesen wundervollen Mann namens Lucius Malfoy entschieden hatte. Schließlich besaß Lucius einen guten Namen, ein atemberaubendes Aussehen, gute Kontakte, bestechenden Charme und jede Menge Geld. Was auch durch den funkelnden Ring an Severus´ linker Hand sehr deutlich wurde.

"He, he buys you diamonds
Bright, sparkling diamonds
But, believe me, dear, when I say
That he can give you the world but he´ll never love you the way
I love you"

Die Hand des Gryffindors zitterte und langsam ließ er sie sinken; eine feuchte Spur am Glas zurücklassend. Für einen Moment schloss er die Augen und versuchte den Kloß in seinem Hals zu schlucken.

Warum tat es so verdammt weh, Severus Arm in Arm mit Lucius zu sehen?

Warum konnte er ihn nicht einfach vergessen?

Remus öffnete wieder seine Augen. Und als er das lächelnde Gesicht von Severus sah, als Lucius ihm einen Drink und einen liebevollen Kuss auf die Nase gab, da wusste er, warum er diesen Mann nicht vergessen konnte: Severus war alles, was er wollte.

Doch abermals glitt sein Blick zu Lucius, der nun zwei Strohhalme in den Drink steckte und beide gemeinsam daraus tranken. Es war ein solches Bild der Harmonie, jedoch wusste es Remus besser. Lucius nutzte Severus nur aus.

Doch als er nun sah mit welchen Blicken Severus Lucius bedachte, musste er sich eingestehen, dass er wohl falsch lag. Sie liebten sich und außerdem war Lucius die weitaus bessere Partie, als er: ein abgemagerter, alter Werwolf, ohne Job, von der Zaubererwelt verachtet und gefürchtet und außerdem noch völlig mittellos.

Sein verklärter Blick lichtete sich und er nahm die beiden Liebenden in der Großen Halle wieder bewusst war. Er trat noch einen Schritt näher an die Scheibe, sodass seine Nase leicht die Scheibe berührte. Sehnsüchtig blickte er hinein, während seine Lippen die folgende Worte verließen:

"He can take you to any place he wants
To fancy clubs and restaurants
But I can only watch you with
My nose pressed up against the window pane"

Als die beiden in der Großen Halle ihren Drink beiseite stellten und Lucius Severus´ Hand zu einem Tanz ergriff, rückte Remus draußen vor dem Fenster einen Schritt zurück. Irgendwie musste er Abstand gewinnen. Er musste seinen Blick lösen, doch er konnte es nicht. Er musste sich diesen Schmerz zufügen.

Er sah zu, wie Lucius und Severus über die Tanzfläche wirbelten. Und obwohl Remus die Musik nicht hören konnte, wusste er, dass diese sich verändert hatte, denn plötzlich tanzten die beiden ruhiger und in inniger Umarmung. Lucius´ Kopf sank auf Severus´ Schulter und der schwarzhaarige Slytherin hatte seine Hand auf Lucius´ unwiderstehlich knackigem Hintern abgelegt. Sie gaben ein so wunderschönes Bild ab.

Remus wollte es das Herz brechen. Dann sah er Severus lächeln. Ein Lächeln, welches aus so tiefstem Herzen kam, dass es Remus die Sprache verschlug. Ja, Severus war glücklich. Endlich war er in der Lage sein wahres Ich zu zeigen und Remus sollte sich freuen, dass Severus glücklich war. Aber er konnte es nicht. Und immer wieder waren da diese Zweifel: War Severus wirklich glücklich? War er es wirklich? Remus wollte es nicht glauben. Wie konnte Lucius ihn denn nur glücklich machen? Sah Severus denn nicht, dass er ausgenutzt wurde?

Remus fühlte sich so mies, dass er so etwas dachte. Er sollte Severus doch sein Glück gönnen. Der Werwolf senkte seinen Kopf und schloss die Augen. Der Schmerz wurde unerträglich. Er ekelte sich vor sich selbst.

"I who have nothing
I who have no one
Must watch you go dancing by
Wrapped in the arms of somebody else when, darling, it´s I
Who loves you?"

Remus hielt es nicht mehr aus und er wendete sich vom Fenster ab. Er wollte es nicht mehr mit ansehen, wie der Mann seines Lebens so entgültig, so unwiderrufbar für immer verloren war. Der Gryffindor ging einige Meter vom Fenster weg und trat weiter hinaus in die kalte Nacht.

Schneeflocken rieselten vom Himmel und bedeckten die Landschaft mit ihrer weißen Schicht. Ein eiskalter Windzug streifte sein Gesicht und Remus zitterte.

Dann hörte er die Glocke der alten Uhr im Schloss zwölfmal schlagen. Sein Blick wanderte gen Himmel und die Schneeflocken, die sanft vom Himmel schwebten, vermischten sich mit den Tränen, die stumm seine Wangen hinabliefen.

"I love you
I love you
I love you
Yes, I do
I love you", hauchte Remus leise in die Nacht, während hinter ihm im nachtschwarzen Himmel ein Feuerwerk entfesselt wurde und das neue Jahr mit Sekt, Küssen und Liebe begonnen wurde- nur bei Remus nicht.

ENDE

Über eine Mitteilung eurer Gedanken zu meiner FF würde ich mich sehr freuen.
Eure Krissy
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast