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Obsession

GeschichteDrama / P18 Slash
Draco Malfoy Harry Potter
16.01.2006
16.01.2006
1
6.912
7
Alle Kapitel
35 Reviews
Dieses Kapitel
34 Reviews
 
 
 
16.01.2006 6.912
 
Titel: Obsession

Autorin: KrissyNightwish

Genre: Drama, Sad

Warnings: HBP Spoiler, Lemon, Lime, OoC

Inhalt: Nichts ist so, wie es erscheint. Diese Tatsache muss auch Harry erkennen, aber wird er es rechtzeitig bemerken?

Pairing: HP/DM (ich brauchte drei Anläufe um das richtig zu schreiben, denn die ganze Zeit schrieb ich HP/SS *lach* Ich bin so sehr auf Snarry gepolt *grins*)

Altersfreigabe: P 18 Slash

Disclaimer: Alle Charaktere gehören unserer fantasievollen JKRowling

Betaleserin: Die allseits berühmte (mehr oder weniger), berüchtigte (auf jeden Fall) und absolute Draco- Fanatikerin (hundertprozentig) Alexia *knuddel*

Dank: Neben meiner lieben Beta bedanke ich mich noch bei dem Autor einer englischen Snarry- Fic, der mich mit einer heißen Lemonszene zu dieser FF inspiriert hat. Fragt mich bitte nicht, wie man von einer Lemon auf so etwas kommt. *schulterzuck*

Anm.: Eure liebe Krissy ist mal wieder kreativ und das obwohl sie Abitur schreibt *applaus applaus* *kicher* Hier ist mal wieder eine Geschichte von mir, die ein wenig "anders" ist. Ich bin wirklich äußerst gespannt, was ihr davon haltet. Wie sagte meine Beta noch? Anders, aber sie hat Flair. In diesem Sinne wünsche ich euch gute Unterhaltung. *zwinker*  

Widmung: Diese FF ist für all die lieben Leser meiner anderen FFs. Ihr seit unglaublich. Die Kommischreiber von "Wenn die Seele schreit" dürfen sich besonders angesprochen fühlen *zwinker*



Langsam begann das Licht der untergehenden Sonne hinter den Häusern in Little Whining zu verschwinden und hinterließ nichts, als einen kühlen Hauch, der angenehm durch die vom Tage aufgeheizten Gassen glitt und einem jungen Mann mit leuchtend grünen Augen durch die zerzausten schwarzen Haare wehte.

Harry saß einsam und alleine auf der Schaukel des nun völlig leeren Spielplatzes und ließ sich sachte vom Wind leicht hin und her wiegen. Er hatte die Augen geschlossen und während der Wind seine Haut berührte, sie liebkoste wusch er gleichzeitig die glitzernden Tränen hinfort und sie waren nichts mehr als eine feuchte Spur, die sich schließlich gänzlich mit der Luft verband und ihren Weg in die Ferne betrat.

Das sanfte Prickeln des kühlen Hauches ließ nach und veranlasste den jungen Mann die Augen wieder zu öffnen. Dunkelheit hatte von dem Spielplatz Besitz ergriffen und das fahle Licht der Straßenlaternen blendete Harry ungemein.

Es war Zeit für den nach Hause Weg. Er wusste genau, dass die Dursleys es ihm heimzahlen würden, wenn er zu spät nach Hause kommen würde, doch Harry brauchte diese Spaziergänge. Er brauchte sie so sehr. Denn nur hier, unter freiem Himmel, fühlte er sich frei genug seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Hier konnte er nachdenken und trauern. Trauern um den Menschen, der ihm so wichtig gewesen war.

"Dumbledore", flüsterte er unter aufsteigenden Tränen in die Stille des Abends, doch niemand hörte ihn. Nur der kurz einsetzende Wind schien ihn wahrgenommen zu haben und streichelte zärtlich sein Gesicht. Harry lächelte. Es war als hätte Albus ihn gehört und ihm so ein kleines Zeichen gegeben.

Etwas müde erhob sich der Gryffindor von der Schaukel. Wie er Albus versprochen hatte, war er auch diese Sommerferien zu den Dursleys zurückgekehrt. Er würde aber nur die zwei Tage bis zu seinem siebzehnten Geburtstag bleiben. Dann war er eh schutzlos, aber auch frei, denn dann konnte er machen, was er wollte und was noch wichtiger war: er durfte jederzeit zaubern. Dann endlich würde er in der Lage sein allem ein Ende zu setzen.

Aber seit einiger Zeit war nichts mehr so wie es war. Seit diesem grauenvollen Augenblick auf dem Turm. Harry schluckte sichtbar und versuchte die schrecklichen Bilder zu unterdrücken. Doch was er noch mehr zu unterdrücken versuchte, war die Tatsache, dass er in letzter Zeit viel zu oft an eine bestimmte Person dachte und was noch schlimmer war: an einen bestimmten Augenblick.

Nur langsam und zögerlich konnte Harry sich eingestehen, dass es ihm unendlich leid tat, was eine gewisse Person erleiden musste. Er war doch nur ein Junge, wie er selbst. Ein Junge, von dem man erpresst hatte, dass er einen Mord ausführte zu dem er seelische gar nicht in der Lage gewesen war. Harry konnte einfach nicht vergessen, wie furchtbar Malfoy an diesem einen Tag in der Toilette ausgesehen hatte.

Diese verweinten Augen... die unnatürliche Blässe seines Gesichtes... die schlanke und schon fast abgemagert wirkende Figur.

Harry konnte nicht anders, als Mitleid mit dem Jungen zu empfinden, den er seit sechs Jahren gehasst hatte.

Doch nun hasste er nur noch zwei Menschen: Voldemort und Snape. Schon der Gedanke an letzteren machte ihn so wütend, dass er glaubte an seinem eigenen Hass zu ersticken. Ja, er hasste Snape mehr als Voldemort.

Malfoy tat ihm hingegen einfach nur leid. Er konnte es sich nicht erklären, aber aus einem unerklärlichen Gefühl heraus wollte er dem anderen helfen.

Völlig in seine Gedanken versunken machte sich Harry auf den Weg nach Hause. Seine Füße kannten den Weg und er ging geistesabwesend durch die Straßen, die in der Dunkelheit der Nacht einsam und schweigsam dalagen und nur das Licht der Straßenlaternen wie ein unnatürliches Geräusch flackerte.

Mitten in dieser Stille geschah es. Von einem Moment zum anderen veränderte sich alles. Harry nahm es wie in Zeitlupe wahr: Erst ein leises, aber deutliches "Plopp", dann der klare Anflug von Magie und schließlich das dumpfe Geräusch eines auf den Boden fallenden Körpers.

Blitzschnell hatte sich der junge Gryffindor dem Laut entgegengedreht und sah nun, wie ein blonder Haarschopf in einigen Metern Entfernung vor ihm auf den Boden lag und sich gerade aufrappelte. Harry hatte keine Zeit zu realisieren, was geschehen war, da der Blonde sofort anfing, wie vom Teufel gepackt zu rennen, wobei er genau auf Harry und in diesen reinrannte. In letzter Sekunde und aus einem plötzlichen Impuls heraus, erfasste Harry den Blonden und bewahrte sie beide vor einem sicherlich schmerzvollen Aufprall auf die kalten, harten Steine der Straße.

Erschrocken blickte er auf den blonden Schopf und war erstaunt, dass er die Rippen des anderen so deutlich fühlen konnte.

"Malfoy?", fragte Harry verwirrt, stellte den anderen auf seine Füße und nahm etwas Abstand. Diese plötzliche Nähe verwirrte ihn. Harry konnte nicht genau sagen warum.

Erst jetzt viel ihm die schmutzige zerschlissene Kleidung, das zerzauste Haar und der gehetzte Gesichtausdruck auf. Keuchend stemmte Draco seine Hände in die Hüften und sah den anderen aus leidenden grauen Augen an. Sah Harry Angst in diesen so unendlich scheinenden Augen aufflammen?

"Ich...", begann Draco, musste aber aufgrund seiner Atemnot innehalten. Dann war ganz deutlich Angst in seinen Augen zu sehen und schreckhaft blickte er sich um, als im Gebüsch ein Ast unter der Last des Windes brach.

"Ich werde verfolgt", flüsterte Draco so leise, dass Harry Mühe hatte ihn zu verstehen und das, obwohl er nur einen halben Meter entfernt stand.

"Ich will kein Todesser mehr sein... ich will mein eigenes Leben... ich...", Draco schluckte und es war offensichtlich, dass er mit den Tränen kämpfte.

"Ich...", stotterte er weiter, doch seine Stimme zitterte stärker denn je. Dann ging er plötzlich zu Boden und schlug mit der Faust auf die kahlen Steine der Straße, während er seine aufgeschlagenen Knie unbeachtet ließ.

Harry wusste nicht, was er denken oder fühlen sollte. Alles in ihm schien so durcheinander. Das einzige, was er begriff war, dass jemand, ein Junge, seine Hilfe brauchte. Ohne zu zögern ließ sich Harry ebenfalls auf die Knie sinken und legte Draco eine Hand auf die Schulter.

"Du kannst mir alles erzählen.", sagte er zärtlich und lockerte seinen Griff um die Schulter des Slytherins nicht. Harry konnte es sich nicht erklären, aber er wollte dem anderen helfen. Er spürte, dass Draco in Not war und dass er wirklich Probleme hatte. Konnte es sein, dass Malfoy wirklich verfolgt wurde und sein Leben nun in Gefahr war, weil er sich gegen den Dunklen Lord entschieden hatte.

Während Harry grübelte, wurde seine Aufmerksamkeit ganz plötzlich von etwas anderem eingefangen. Ein Schluchzen war zu hören und dann sah er Tränen aus diesen so unergründlich grauen Augen entfliehen.

"Ich kann nicht mehr", flüsterte Draco kaum hörbar. "Bitte hilf mir!"

Bittende, flehende Augen sahen Harry an und er konnte einfach nicht anders, als völlig erstarrt in dieses unglaubliche Grau zu sehen, was ihn mehr in seinen Bann zog, als er es jemals hätte sagen können. Dann, nur zögerlich, glitt seine Hand, die bisher auf Dracos Schulter geruht hatte, hinab, entlang an seinem Arm und ergriff schließlich dessen Hand.

Harry zuckte leicht, als er die Kälte der Finger spürte und umschloss Dracos Hand umso fester. Dann stand Harry auf und zog den anderen mit sich davon. In den Augen des Slytherin blitzte es auf und Harry konnte nicht genau sagen, was es war.

Schweigsam und mit einem äußerst seltsamen Gefühl in der Magengegend ging Harry mit Draco an der Hand durch die Straßen und kam schließlich beim Hause der Dursleys an. Leise und schleichend zog er den recht verwirrt scheinenden Draco mit sich in das Haus, durch den Flur und dann schließlich die Treppe herauf. Harry war zum ersten Mal dankbar für den neuen übergroßen Fernseher der Dursleys, da diese nun alle versammelt im Wohnzimmer davor saßen und von dem Fremden so nichts mitbekamen.

Harry führte den anderen in sein Zimmer und schloss die Tür ab. Als seine Handlung und die möglichen Deutung derselbigen in sein Bewusstsein drang, errötete er leicht, musste einige Male durchatmen und drehte sich dann zu Draco um, der, wie Harry feststellte, völlig verloren in der Mitte des Zimmers stand und sich mit großen, hilflosen Augen umsah.

Harry konnte nicht anders, aber sein Herz machte einen Aussetzer. Er wusste nicht wieso, doch er wollte dieses Gesicht lächeln sehen. Draco sah in diesem Moment so klein, hilf- und schutzlos aus, dass Harry das einzige tat, was ihm richtig erschien: er ging auf den anderen zu, nahm seine Hand und zog ihn in eine Umarmung.

Harry spürte ganz deutlich, wie der andere vor Überraschung erst verkrampfte, aber je länger Harry ihn hielt, er sich entspannt und schließlich seine eigenen Arme um den Gryffindor wand und sich so stark festhielt, dass Harry glaubte, seine Rippen würden brechen. Doch den Schmerz wirklich fühlen konnte er nicht. Es tat ihm viel mehr weh zu sehen, wie der Slytherin anscheinend litt, dass er so sehr um Halt kämpfen musste.

Eine Weile standen sie da und taten nichts anderes, als sich im Arm zu halten. Dann plötzlich räusperte sich Draco und er wich einen Schritt zurück. Harry sah sofort, dass es dem anderen plötzlich peinlich war. Harry zeigte ein zärtliches Lächeln.

"Kein Grund sich zu schämen. Mir geht es auch sehr oft ziemlich mies." Draco wusste darauf nichts zu sagen und nickte nur stumm, als ihn ein plötzlicher Schauer erfasste. Harry sah ihn besorgt an.

"Vielleicht solltest du erst einmal frische Kleidung anziehen und dich etwas hinlegen." Ohne auf Dracos Antwort zu warten, ging Harry zu seinem Schrank und kramte einige Sachen heraus.

"Du siehst ziemlich müde aus", sagte Harry, während er weiterhin Kleidung aus dem Schrank zusammen suchte.

"Du kannst später eine Dusche nehmen, ich werde so lange auf dich aufpassen. Hier!", sagte Harry und streckte dem Slytherin eine Wollhose, ein T-Shirt und Socken entgegen. Draco nahm sie entgegen und während Harry sich umdrehte, wechselte der andere die Kleidung. Es schien ihm einige Mühe zu machen, denn er keuchte ein wenig bei jeder Bewegung.

Nach einigen Minuten drehte Harry sich wieder um und sah den Slytherin an, wie er da in der dunkel blauen Wollhose und dem weißen Shirt stand. Harry musste sich eingestehen, dass Draco selbst in diesen Klamotten unheimlich gut aussah.

"Du kannst in meinem Bett schlafen. Etwas anderes habe ich nicht!", sagte der Gryffindor und unterstrich seine Worte mit einer Geste zum Bett hin. Schweigend nickte der andere und stieg ins Bett. Harry drehte sich zum Fenster und setzte sich auf die Fensterbank. Sein Blick glitt über die ruhige friedliche Straße.

"Danke", hörte er plötzlich leise von hinten, doch als er sich umdrehte schien Draco schon tief und fest am Schlafen zu sein, denn seine Augen waren geschlossen und er atmete ruhig.

*****
Es war erst früher Morgen, als Harry am nächsten Morgen vor Schmerzen aufwachte. Müde rieb er sich die Augen und bemerkte augenblicklich, dass er nicht in seinem Bett lag. Verwirrt blickte er sich um, nur um festzustellen, dass er immer noch auf der Fensterbank saß und sein Bett von einem jungen Slytherin mit blonden Haaren besetzt wurde. Es war also doch kein Traum gewesen.

Mit schmerzerfülltem Gesicht glitt Harry von der Fensterbank und ging die wenigen Schritte bis zu seinem Bett. Davor blieb es stehen und sein Blick war starr auf den blassen, schlafenden Jungen unter ihm gerichtet. Harry hatte das starke Verlangen den anderen in seine Arme zu schließen und ihn zu schützen.

Plötzlich, als hätte er Harrys Anwesenheit gespürt, schlug Draco die Augen auf und sah Harry geradewegs von unten herauf an. Harry glaubte in diesem Blick zu ertrinken. Hunderte Emotionen gingen auf ihn nieder und er war einfach nicht in der Lage diesem Blick zu widerstehen, der ihm bis auf die Seele brannte. Für eine unglaubliche lange Zeit sahen sich die beiden einfach nur an.

Dann zuckte Harry plötzlich wie vom Blitz getroffen zurück, als kalte Finger sich um seine Hand schlossen. Verwirrt blickte er nach unten und sah Dracos Hand mit seiner ineinander verschlungen. Der Gryffindor konnte nicht anders, als zuzugeben, wenn auch nur zu sich selbst, dass ihre Hände wie zwei passende Hälften waren.

Es war ein sehr schöner Anblick und umso verwirrter hob er wieder seinen Blick, obwohl er irgendwie den Blick aus den grauen Augen fürchtete. Was würde er darin erkennen?

Harrys Herz hüpfte, als ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht des anderen erschien.

"Hilfst du mir, Harry?", fragte Draco leise und so zärtlich, dass es Harry einen prickelnden Schauer über den Rücken jagte. War dies wirklich der fiese, arrogante Draco Malfoy, den Harry aus der Schule kannte? Nein, dachte sich Harry. Anscheinend war Draco nie in der Lage gewesen sein wahres Ich zu zeigen und nun, wo er sich von Voldemort und seinem Vater losgeeist hatte, konnte er es endlich zeigen.

So musste es sein, dachte Harry, schlang seine Arme um den schlanken Körper des anderen und zog ihn auf seine Füße. Schwankend stand Draco da und hielt sich an Harry fest um ja nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.

"Ich müsste mal ins Bad", sagte Draco flüsternd gegen Harrys Ohr und verursachte abermals ein bisher ungekanntes Kribbeln in Harrys Magengegend. Harry nickte langsam. Es war ihm so seltsam zu mute. So als würde er schweben. Was war nur los mit ihm?

Langsam setzte er sich mit Draco in Bewegung. Dann spähte er aus der Tür und als er sah, dass die Luft rein war, machte er sich mit dem Slytherin auf den Weg ins Bad. Schnell schloss er die Tür hinter sich.

"Es tut mir leid, aber ich muss mitkommen, denn sollten meine Verwandten merken, dass noch jemand im Haus ist, würde ich das nicht überleben." In Dracos Augen blitze es auf und Harry vermutete, dass es so was wie Mitleid war.

"Ich sehe auch nicht zu", sagte Harry und drehte sich um. Er hörte wie Dracos Kleidung zu Boden ging und dieser dann unter die Dusche stieg.

Plötzlich hämmerte Harrys Herz wie wild und er verspürte das unbändige Verlangen sich umzudrehen. Das Wasser rauschte und allein die Vorstellung von dem prickelnden, glitzernden Nassen auf der blassen Haut brachte Harry ins Schwitzen. Um sich abzulenken, begann er die Fliesen an der Wand zu zählen, doch auch das konnte das Bild eines nackten Draco Malfoy nicht aus seinem Kopf verbannen.

Wieder zuckte er zusammen, als er etwas an seiner Schulter spürte. Schnell drehte er sich um. Hätte er es mal nicht getan! Hinter ihm stand Draco splitterfasernackt und sah ihn leicht lächelnd an.

"Ich bräuchte ein Handtuch", sagte er mit großen Augen. Harry war wie erstarrt und er zwang sich geradezu seinen Blick steif auf Dracos Augen gerichtet zu lassen.

"Was ist?", fragte Draco und klang irgendwie besorgt. Harry streckte mit zitternden Fingern seinen Arm aus und deutete auf einen Schrank in der einen Ecke.

"D-d-d-a-a-a", stotterte er und wurde so rot, dass er jeder Tomate mühelos hätte Konkurrenz machen können. Draco lächelte ihn so liebevoll an, dass Harry glaubte jeden Moment ohnmächtig zu werden. Dann drehte sich der Slytherin weg und ging auf den Schrank zu.

Harry hatte gar keine andere Möglichkeit als auf den kleinen knackigen Hintern zu starren und zu bemerken, wie elfenbeinähnlich Dracos Haut doch war. Der Slytherin griff sich ein Handtuch und wickelte es sich um die Hüften.

Langsam kam er auf Harry zu, während ihm seine blonden Haare in nassen Strähnen ins Gesicht hingen und ihm einen verruchten Ausdruck gaben. Harry schluckte, als Draco immer näher kam. Die grauen Augen brannten sich ihm ins Gedächtnis.

Immer näher kam der andere und Harry konnte keinen einzigen Muskel bewegen. Er war völlig erstarrt. Dann stand Draco vor ihm, lächelte ihn so unglaublich sexy an, beugte sich nach vorne und küsste Harry vorsichtig auf die Wange.

"Danke", hauchte er und verschwand schnell aus dem Bad.

Harry stand völlig erstarrt da und konnte nicht fassen, was soeben geschehen war. Erfüllt von Unfassbarkeit griff er sich an die Wange und berührte die geküsste Stelle. Schließlich stahl sich ein strahlendes Lächeln auf das Gesicht des Gryffindors und er folgte dem anderen zurück in sein Zimmer.

Dort angekommen sah er den inzwischen wieder völlig bekleideten Draco am Fenster stehen und hinaus blicken. Leise ging Harry auf ihn zu und berührte ihn sachte an der Schulter. Augenblicklich wischte sich der andere über die Wangen und Harry wusste, dass er geweint hatte. Obwohl Harry einen Schritt zurückweichen wollte, da es ihm selber so große Schmerzen bereitete Draco weinen zu sehen, blieb er wo er war.

"Möchtest du darüber sprechen?", fragte Harry und fühlte sich merkwürdig schüchtern. Erst jetzt drehte Draco sich zu ihm um. Das Licht der aufgehenden Sonne schien ins Zimmer und Harry konnte Dracos Gesicht nicht erkennen, da alles im Schatten lag. Hätte er es gesehen, hätte er für einen kurzen Augenblick das altbekannte, selbstsichere Flackern darin erkennen können.

"Das würde ich sehr gerne", sagte Draco nach einer Weile und seine Stimme klang so hilflos, dass es Harry fast das Herz brach. Was mochte diesem Jungen zugestoßen sein, dass er so schutzlos und verzweifelt zu sein schien. Aus einem Gefühl, das man wohl als menschliche Reaktion verstehen konnte, griff Harry sanft nach Dracos Arm und zog ihn mit sich zu der einzigen Sitzgelegenheit im Zimmer: das Bett.

Nachdem die beiden Jungen sich gesetzt hatten, ließ Harry Draco wieder los und sah ihn aufmerksam an. Der Slytherin blickte nach unten und starrte verbissen auf seine Hände. Harry ahnte, dass es ihm schwer fiel über das Kommende zu reden und so wartete er geduldig, bis Draco sich soweit fühlte, dass er sich ihm mitteilen konnte.

"Schon seit einiger Zeit...", begann der Slytherin, wobei seine Stimme ohne jegliches Zittern zu hören war. Harry vermutete, dass er sich sehr zusammenriss, um nichts von seinen Gefühlen zu zeigen.

"... will ich das ganze nicht mehr." Scheinbar unbewusst griff Draco mit seiner rechten Hand um seinen linken Unterarm. Harry ahnte, dass er dort das Dunkle Mal eingebrannt bekommen hatte. Eine unglaubliche Welle des Mitleides erfasste ihn und er sah Draco verständnisvoll an. Dieser starrte jedoch immer noch unaufhörlich nach unten und verschränkte die eigenen Hände verbissen ineinander.

"Ich..." Draco schluckte sichtbar.

"...hielt es einfach nicht mehr aus. Ich musste weg..."

Harry sah mit Bestürzung, wie Draco die Finger seiner rechten Hand gewaltsam in seinen Unterarm hieb und feste zudrückte.

"... ich... kann... uhm..." Draco unterbrach sich zum wiederholten Male und diesmal tropften wirklich Tränen aus seinen Augen und liefen seine Wangen hinab.

"...das alles... nicht mehr... ertragen... ihn... ich... nein", schluchzte Draco und verbarg das Gesicht in den Händen. Harry sah, wie verzweifelt Draco war und es wollte ihm das Herz zerreißen.

Er tat das einzige, was ihm richtig erschien. Er rutsche auf dem Bett ein Stückchen näher an Draco und schloss seine Arme um den bebenden Körper. Er drückte Dracos Gesicht an seine Brust und streichelte dem anderen behutsam über den Rücken. Dracos Gesichtsausdruck sah er nicht. Er spürte nur, wie sich der Slytherin je länger er ihn in den Armen hielt immer mehr beruhigte und schließlich entspannt die Wärme des anderen genoss. Zumindest ging es Harry so.

"Schon gut, Draco", flüsterte er leise gegen Dracos Haar und hielt ihn weiter fest.

"Ich bin für dich da. Ich werde nicht zu lassen, dass dir etwas passiert, mein Drache." Eigentlich hatte Harry es nicht sagen wollen doch er konnte nicht anders. Er musste Draco spüren lassen, wie sehr er ihn mochte und wie sehr er mit ihm litt.

Natürlich war es leichtsinnig von Harry das zu tun, doch er hatte das Gefühl Draco bereits zu kennen. Er fühlte es und dieses Gefühl veranlasste ihn bereits jetzt Draco zu zeigen, dass er ihm nicht egal war.

In Gedanken versunken pflanzte Harry einen Kuss auf das blonde Haar. Der Slytherin schaute auf und sah Harry einfach nur an. Es war der selbe Blick wie am Morgen und auch diesmal nahm dieser Harry völlig gefangen. Erst jetzt viel ihm auf, dass Dracos Gesicht von seinem nur wenige Zentimeter entfernt war.

Diese endlosen grauen Augen... die blonden Haare, die ihm in mehreren vorwitzigen Strähnen ins Gesicht hingen... die roten Lippen, die sich nun leicht öffneten.

Dracos Gesicht kam dem seinen immer näher. Die Luft schien stillzustehen und Harry hielt unwillkürlich den Atem an. Immer näher kamen diese so süß aussehenden Lippen... näher und näher. Dann spürte Harry den Atem des Slytherins auf seinen Lippen und er sah immer noch in diese unglaublichen Augen, die seines gleichen suchten.

"Harry", flüsterte Draco leise und die Lippen des Angesprochenen zitterten vor Aufregung.

"Ich...", begann Harry und als Draco den noch bestehenden Abstand schließen wollte, drehte Harry den Kopf zur Seite.

"...kann nicht", rief er aus und ließ die zurückgehaltene Luft mit einem Stoß heraus. Dracos Augen weiteten sich und Harry meinte Tränen der Wut und Enttäuschung zu sehen. Augenblicklich rückte der Slytherin ein Stückchen weg.

"Draco...", sagte Harry angsterfüllt. Er wollte nicht, dass der andere auf ihn sauer war. Er wollte ihn so gerne glücklich machen.

"...es liegt nicht an dir, aber es geht mir zu schnell. Ich muss erst einmal in aller Ruhe über alles nachdenken. In Ordnung?" Der Slytherin schien zwar immer noch enttäuscht, schien sich aber mit der Erklärung abzufinden.

"Komm her, mein Drache", sagte Harry liebevoll und breitete seine Arme aus. Schneller als er denken konnte, hatte sich Draco schutzsuchend in seine Arme geworfen und seinen Kopf an seine Brust gelegt. Harry lächelte leicht, aufgrund dieser so niedlichen Geste.

Es vergingen einige Momente, dann rutsche Draco an Harrys Körper hinab und bettete seinen Kopf in Harrys Schoß. Der Gryffindor sah perplex auf den Blonden hinab, der nun die Augen schloss und mit einem Lächeln die Beine an den Körper zog, um so einzuschlafen.

Harrys Blick war unentwegt auf den Slytherin in seinem Schoß gerichtet und nach einer Weile streichelte er geistesabwesend durch das blonde Haar des anderen und spielte mit einer Haarsträhne.

Was war es nur, was ihn so sehr verwirrte? Harry konnte es sich nicht erklären, warum er plötzlich solche Gefühle in der Gegenwart des Anderen verspürte. Er hatte ihn doch gehasst. Sechs Jahre seines Lebens hatte er ihn abgrundtief gehasst und nun lag dieser so hilflos scheinende Junge in seinem Schoß und brauchte seine Hilfe. Mehr noch... er brauchte seine Liebe.

Harry war es nicht entgangen, dass Draco versucht hatte ihn zu küssen. Konnte es sein, dass der Slytherin etwa ähnliche Gefühle hatte wie er? Harry wusste nicht, was er denken sollte, doch er wusste, dass er Draco vertraute. Und obwohl er ein Todesser war und eigentlich den Auftrag gehabt hatte Dumbledore zu töten, konnte Harry nicht anders, als ihm zu verzeihen.

Draco war doch auch nur ein Junge von siebzehn Jahren, den man da mit hineingezogen hatte. Sein verklärter Blick klärte sich auf und Harrys Augen nahmen den schlanken Körper wieder bewusst war.

Wie gerne hätte er ihn berührt. Er wusste nicht, was ihn plötzlich dazu brachte, doch er wollte sich diesem Menschen hingeben. Er spürte instinktiv, dass Draco der Mann war, den er haben wollte und der ihm seine Jungfräulichkeit nehmen sollte. Ja, er wollte es so sehr.

Sein Herz begann wie wild zu schlagen und er streckte vorsichtig eine Hand nach der Hüfte des Slytherins aus. Immer näher kam er dem begehrten Stück Körper, doch dann hielt er inne. Unsicherheit machte sich in ihm breit.

Wollte Draco ihn denn auch? Schnell zog er die Hand zurück. Was sollte er tun? Er konnte es nicht glauben, dass er sich wirklich Draco hingeben wollte. Aber so war es. Er ahnte, dass hinter der arroganten und kalten Maske ein verletzlicher Mensch mit unterdrückten Gefühlen stand. Harry wollte dieses Ich frei legen und den wirklichen Draco kennen lernen.

Zu diesem Zeitpunkt konnte Harry es noch nicht wissen, aber es war sein Schicksal den wahren Draco in baldiger Zukunft kennen zu lernen und selbst wenn er es noch nicht wusste, so ahnte er es schon und diese Tatsache ließ Schmetterlinge in seinem Bauch flattern und sein Herz vor Freude höher schlagen.

*****
Harry war ebenfalls eingenickt, als er noch länger über Draco nachgedacht hatte. Es war bereits Nachmittag geworden und Harry erwachte durch das Knurren seines Magens. Erst jetzt viel ihm auf, dass er den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte.

Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er seine Hand immer noch in den blonden Strähnen des Slytherins vorfand. Vorsichtig und leise erhob er sich und deckte Draco zu.

Dann ging er aus dem Zimmer und besorgte sich aus der Küche etwas zu Essen. Die Dursleys nahmen keinerlei Notiz von ihm, denn inzwischen beachteten sie ihn überhaupt nicht mehr und Harry konnte das nur recht sein.

So schnell es ging verschwand er wieder in seinem Zimmer, indem ein inzwischen wacher Draco auf dem Bett saß und in seine Richtung blickte. Der Slytherin sah irgendwie so aus, als hätte er Angst gehabt, dass Harry für immer weg gegangen sein könnte. Harry lächelte ihn an und Draco lächelte zurück. Auf eine so süße Art und Weise, dass Harry glaubte er würde das Gleichgewicht verlieren. Schließlich fasste er sich wieder und setzte sich zu Draco auf das Bett.

"Ich dachte, wir könnten etwas zu essen vertragen.", sagte Harry erklärend und stellte eine Schüssel Obst und einen Teller mit belegten Broten auf dem Bett ab. Eine Flasche Saft hatte er auch noch auftreiben können. In stillem Einverständnis aßen die beiden ihre Mahlzeit und vermieden es sich in die Augen zu sehen, denn Harry wusste, dass er sich dann nicht mehr von diesen sturmgrauen Augen hätte losreißen können.

"Weißt du, dass ich dich mag?!", sagte Draco plötzlich und Harry kam nicht umhin in diese Augen zu blicken, die ihn so in ihren Bann zogen. Der Gryffindor schluckte trocken den letzten Rest seines Brotes hinunter. Was sollte er darauf antworten? Draco rückte ein Stückchen näher.

"Ich mag dich sogar sehr!" Wie wunderschön er doch aussieht, dachte Harry in diesem Augenblick und fühlte sich mit einem Mal unglaublich schwach. Er war so überwältigt von der Zuneigung, die ihm entgegengebracht wurde und seinen eigenen Gefühlen, dass er nicht in der Lage war sie zurückzuhalten. Am liebsten hätte er geweint.

"Dann halt mich fest", flüsterte er leise und seine Augen schimmerten feucht. Ein Lächeln stahl sich auf Dracos Züge und er räumte die Überreste ihrer Mahlzeit auf den Boden. Dann rutsche er noch ein Stückchen nach vorne und umarmte den fast weinenden Gryffindor.

"Schlaf mein kleiner Löwe", flüsterte Draco zärtlich gegen Harrys Ohr.

"Schlafe! Ich werde über deine Träume wachen!" Und wie Draco schon zuvor rutsche dieses Mal Harry hinab und verbarg sein Gesicht in dem Schoß des anderen. Noch nie hatte ihm jemand so offen seine Zuneigung beteuert. Es war einfach zu viel für ihn. Überwältigt schloss er die Augen und glitt in einen ruhigen Schlaf, die Körperwärme des Jungen spürend, in den er sich verliebt hatte.


Einige Stunden später wurde Harry geweckt durch ein leises Klopfen auf seiner Schulter. Verschlafen bewegte er sich ein wenig und bemerkte sofort, dass Draco nicht mehr da war. Müde blickte er auf. Das Zimmer war dunkel, es musste mitten in der Nacht sein.

Doch sein Blick wurde von etwas anderem abgelenkt. Er stemmte sich hoch und sah auf die gegenüberliegende Seite seines Bettes.

Dort saß Draco und hielt einen kleinen Schokoladenkuchen mit einer brennenden Kerze in der Mitte Harry entgegen.

"Happy Birthday, mein Schatz!", flüsterte Draco und sah Harry aus strahlenden Augen an. Dieser wusste überhaupt nicht, was er sagen sollte. Er war einfach nur gerührt und überwältigt. Das hatte noch nie jemand für ihn getan.

"Wünsch dir was", hauchte Draco mit dieser unglaublich zärtlichen Stimme, die Harry dahinschmelzen ließ. Langsam kroch er auf Draco und den Kuchen mit der Kerze zu. Mit einem letzten liebevollen Blick auf Draco schloss er die Augen und blies die Kerze aus. Er brauchte nicht lange zu überlegen, was er sich wünschte: er wünschte sich Draco!

Als er die Augen wieder öffnete, war es stockdunkel, doch er spürte die Anwesenheit des anderen. Ein leises Klong sagte ihm das Draco den Kuchen auf dem Boden abgestellt hatte.

Plötzlich begann sein Herz wie wild zu schlagen. Er war sich sicher, dass es so laut war, dass Draco es hören musste. Dann spürte er eine warme Hand an seiner Wange und Licht flackerte plötzlich auf.

Draco hielt seinen Zauberstab in der Hand und hatte eine Kerze auf Harrys Nachttisch entzündet. Dann legte er seinen Zauberstab neben sich ab und nahm Harrys Gesicht mit beiden Händen. Zärtlich streichelte er mit seinen Daumen über die Wangen des Gryffindors.

"Ich möchte dich sehen", sagte er leise und Harrys Kloß im Hals verstärkte sich. Er konnte nichts mehr sagen. Draco kam mit seinem Gesicht immer näher und zog Harrys Gesicht zu sich. Wieder waren ihre Blicke miteinander verschmolzen und Harry bemerkte die roten feuchten Lippen, über die nun in gespannter Vorfreude eine flinke Zunge glitt. Dann war Draco bei ihm und der Atem streifte seine Haut.

Genussvoll schloss Harry die Augen und spürte im nächsten Moment die süßen Lippen des Slytherins auf seinen. Eine Zunge stieß an seine Lippe und probierte mit verspielter Neugier die Empfindlichkeit von Harrys Mundwinkeln.

In einem plötzlichen lustvollen Schauer erfasst, öffnete Harry die Lippen und gewährte der kleinen feuchten Zunge Einlass. Harry schob nun seinerseits seine Zunge verlangend in den Mund des anderen.

Anfangs noch zögerlich, doch dann baute sich ein solches Verlangen auf, dass die beiden wie wild ihre Zungen umtänzelten und ihre Arme um den Körper des anderen schlangen. Dieser Kuss war mit nichts zu vergleichen, was er bisher erlebt hatte. Dieser Kuss war die pure Versuchung und Harry glaubte bereits jetzt vor Lust zu vergehen. Er wollte Draco! Ja, er wollte ihn.

"Du willst mich, nicht wahr?", fragte Draco flüsternd gegen Harrys Lippen und der Gryffindor konnte nur wohlig seufzen.

"Dann werde ich dich nehmen. Ich werde meinen harten Schwanz in dich stecken und dich solange lieben, bis dir vor Lust schwindlig wird." Harry stöhnte bei diesen Worten willig. Das war alles was es je wollte. Dracos starke Arme zogen ihn auf dessen Schoß und breitbeinig stieß Harrys Erektion gegen Dracos Körper. Der Slytherin lachte leise, ein Laut, der Harry noch mehr erregte.

Dann spürte er forschende Hände, die unter sein T-Shirt glitten und seine nackte Haut berührten. Neckend glitten sie über seinen Bauch hinauf zu seiner Brust. Spielend umkreisten sie seine Nippel und zwickten schließlich kurz hinein.

Harry stöhnte. Es war eine unglaubliche Mischung aus Schmerz und Lust gewesen, doch Dracos streichelnde Hände fuhren fort und der kurze Schmerz verwandelte sich in pure Lust. Verlangend stieß Harry seinen Unterleib gegen Draco.

"Ich will dich!", hauchte er erregt und beugte seinen Kopf, sodass Draco seinen Mund in einem weiteren Kuss gefangen nehmen konnte. Es war eine einzige Serie aus heißen, feuchten, verlangenden Küssen, die die beiden austauschten.

Harry glaubte den Verstand zu verlieren. So etwas erotisches hatte er noch nie erlebt. Dracos warme Hände glitten weiter über seinen Oberkörper, als wollten sie jede Hebung und Senkung ausmachen, um sie ewig in Erinnerung behalten zu können. Vor Verlangen stöhnend griff Harry nun seinerseits zwischen sich und Draco und rieb über dessen Schritt.

"Draco", keuchte Harry wollüstig, als dessen geschickte Finger seinem Hosenbund immer näher kamen. Der Slytherin beugte sich ein wenig nach vorne und knabberte an Harrys Ohrläppchen.

"Mein Schwanz ist bereit für dich. Ich werde dich ausfüllen und dich komplettieren. So perfekt, dass du dir wünscht nie wieder mit jemand anderem zu schlafen. Ich werde für alle Ewigkeit der Einzige und Letzte sein, der sich so berührt." Diese Worte ließen Harry aufstöhnen. Der warme Atem an seinem Hals erzeugte unglaubliche Wogen der Lust und ließen ihn erzittern.

"Ja", hauchte er und seine Stimme bebte. Mit geschlossenen Augen warf er den Kopf nach hinten und genoss das Gefühl von Dracos feuchter heißer Zunge an seinem Hals, als er ihm einen Knutschfleck verpasste.

"Ja", stöhnte Harry und ließ Draco gewähren. Er war so erregt und so geil, dass es ihn fast wahnsinnig machte. Verlangend bewegte er wieder seine Hüfte, während Draco mit einer Hand auf der Matratze nach etwas tastete.

Plötzlich stieß Draco Harry mit roher Gewalt von sich weg.

"Du Narr", schrie der Blonde und bevor Harry überhaupt wusste, was geschehen war, war es zu spät.

"Avada Kedavra"

Mit erhobenem Zauberstab feuerte Draco den Todesfluch auf Harry ab, der leblos nach hinten fiel, während sich in seinen Augen noch immer das pure Überraschen spiegelte. Draco atmete heftig und sprang aus dem Bett. Hasserfüllt blickte er auf den toten Harry herab.

"Du wertloser Idiot", spie er aus und spuckte ihm ins Gesicht. Dann nahm er ihn auf seine Arme und mit einem Mal war er appariert.

Mit der Leiche namens Harry Potter apparierte Draco in ein Versteck, das nur wenige Todesser kannten. Er ging einige Meter, sprach verschiedene Zauber und stand dann in einem großen Raum an dessen Ende niemand anderer als Voldemort auf einem Thron saß.

Draco ging zu ihm und legte ihm den toten Harry zu Füßen.

"Mein geliebter Meister", sagte er demütig und ging auf die Knie, den Kopf tief gesenkt.

"Ich habe meinen Auftrag ausgeführt. Hier ist der tote Harry Potter." Voldemorts Augen waren starr auf seinen toten Feind am Boden gerichtet, dann wand er seinen Blick Draco zu.

"Mein Draco", sagte er anerkennend.

"Komm zu deinem Meister!"

Draco blickte auf und fiebriges Verlangen spiegelte sich in seinen Augen wider. Der blonde Slytherin trat entwürdigend mit einem Fuß auf Harry und ging dann auf seinen Meister zu.

Schließlich schlang dieser seine Arme um den schlanken Körper und zog Dracos Gesicht an seine Schulter. Er blickte auf den Jungen hinab, der sich mit geschlossenen Augen an ihn schmiegte. Seine Lippen berührten das junge Fleisch von Dracos Mund und der Blonde stöhnte vor Hingabe.

"Ich bin euer...", flüsterte er gegen die Lippen seines Meisters. "...für alle Ewigkeit..."

Ein Arm schloss sich um Dracos Körper und zog ihn näher zu seinem Meister, der ihn nun hart und verlangend küsste. "... über den Tod hinaus."

Harry Potter war tot, denn er hatte Draco vertraut und ihn... ja... und ihn geliebt.

*****
ENDE


*vorsichtig um die ecke schau* Und??? Eure Gedanken und Gefühle zu dieser FF wären mir sehr wichtig. Ich warte sehnsüchtig darauf.
Eure Krissy
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