A Happy Tru Year

von Afaim
GeschichteAbenteuer / P12
13.09.2005
27.11.2005
5
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Tru Calling


Disclaimer: "Tru Calling" gehört nicht mir sondern Jon Feldman und Co.

Anmerkung: Diese Geschichte spielt sozusagen direkt im Anschluss an "It was the night bevor Christmas...again". Wer die zweite Staffel (sprich die 6 Episoden) und das Ende der 1. noch nicht kennt wird über einige riesige Spoiler stolpern

Charaktere:

Tru Davies:
Medizinstudentin, die in einer Leichenhalle arbeitet. Tote fragen sie um Hilfe. Dann beginnt der Tag von Neuem und Tru versucht alles um sie zu retten. Nachdem ihr letzter Freund Luc gestorben ist, hat sich Tru nun in ihren Kommilitonen Jensen verliebt. Auch ihn hat sie schon einmal vor dem Tode bewahrt, doch er hatte sie nicht gefragt. Wird das Konsequenzen haben?

Harrison Davies:
Trus kleiner Bruder. Arbeitet inzwischen für ihren Vater. Harrison ist Trus engster Vertrauter und hilft ihr öfter bei ihrer Mission. Auch sein Leben hat Tru schon einmal gerettet.

Jack Harper:
Trus Gegenstück. Auch seine Tage wiederholen sich. Er will das Schicksal in seinen Bahnen lassen und verhindern, dass Tru Leute rettet, die seiner Meinung nach sterben müssen. Er hat den Tod von Trus letzten Freund Luc zu verantworten.

Davis:
Trus Chef. Und abgesehen von Harrison ihre einziger Vertrauter. Er hilft Tru regelmäßig Menschen zu retten. Zu Weihnachten hat er seiner neuen Freundin Carrie von Trus Geheimnis erzählt- ohne deren Einverständnis oder Wissen.

Richard Davies:
Trus Vater. Einst, als Trus Mutter noch die Hilferufe von Toten beantwortete, hatte er Jacks Position inne. Er war auch für die Ermordung seiner Frau verantwortlich. Richard hilft ohne Wissen seiner Kinder Jack.

Carrie:
Psychiaterin und Freundin von Davis. In Wahrheit arbeitet sie mit Jack zusammen und ist sein Spion in der Leichenhalle.

Jensen:
Trus neuer Freund. Der Medizinstudent sollte eigentlich tot sein. Er scheint dies zu spüren, denn seit seinem Fast-Tod benimmt er sich eigenartig.

Avery:
Jensens beste Freundin. Freundin von Tru. Medizinstudentin.

Tyler:
Der Dritte im Bunde. Freund von Jensen und Tru, Medizinstudent und vielleicht der aktuelle Freund von Avery.

Meredith Davies:
Trus ältere Schwester.

Jordan:
Richards zweite Frau.

Episode: 2.7. A Happy Tru Year

I.

Silvester, 22:30

Meredith Davies fuhr so schnell sie konnte die Straße entlang. "Oh, verdammt", murmelte sie, "Ich bin zu spät dran." Nachdem sie schon Weihnachten ohne ihre Familie verbracht hatte, hatte sie gehofft wenigstens zur Silvester Party ihrer kleinen Schwester kommen zu können, aber so wie es im Augenblick aussah, würde sie erst nach Mitternacht dort ankommen.
Meredith fischte ihr Handy aus ihrer Handtasche und achtete dabei nur noch mit einem Auge auf die Straße. Es war besonders schlechtes Wetter und die Sicht war miserabel. Es schüttete wie aus Schaffeln. Meredith wählte Trus Nummer und hielt sich das Handy an das Ohr.
"Hi. Hier spricht Tru. Ich kann zur Zeit leider nicht ans Telefon kommen. Wenn es wichtig ist, versucht es auf meinem Handy, oder hinterlasst mir eine Nachricht. Bye." BIEP. "Tru, hier ist Meredith. Ich werde es wohl nicht mehr von Mitternacht schaffen. Es ist verdammt schlechtes Wetter und ich bin noch eine gute Stunde von euch entfernt. Ich bin zu spät losgefahren. Grüß Harrison und Dad von mir, wenn sie auftauchen sollten. Ich sehe zu, dass ich so schnell wie möglich bei euch bin", erklärte die blonde Frau, "Bis dann." Sie legte auf.
Sie hatte nur eine Sekunde weggesehen, aber als sie den Blick wieder auf die Straße richtete, konnte sie nur noch erschrocken auf die Bremsen treten.

14 Stunden zuvor:

"Warum machst du die Silvester-Party nicht einfach in der Leichenhalle?", erkundigte sich Harrison bei seiner Schwester und trank einen Schluck von seinem Kaffee.
"Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Partys in der Leichenhalle niemals gut enden", erwiderte Tru nur, "Und außerdem: Wer will seinen Jahreswechsel schon in der Gesellschaft von lauter Leichen verbringen?" Sie studierte die Speisekarte. So oft komme ich morgens hier her und nie weiß ich, was ich nehmen soll.
"Und nebenbei ist es auch nicht sehr romantisch seinen neuen Freund in einer Leichenhalle zu küssen, nicht wahr?", meinte Harrison unschuldig.
"Ja, genau....Ich meine, ich hab keine Ahnung, wovon du da sprichst", verbesserte sich Tru schnell, "Vielleicht sollte ich die Eier ausprobieren. Hast du hier schon einmal Eier gegessen?"
"Nein. Aber ich spreche natürlich von dir und Jensen." Der junge blonde Mann sah seine Schwester erwartungsvoll an. Tru warf ihm einen fragenden Blick zu. "Was genau, soll mit mir und Jensen denn sein?", wollte sie wissen.
Harrison seufzte. "Oh, Tru. Du weißt doch genau wovon ich spreche. Ihr zwei seid schon einige Zeit zusammen, ihr habt viel gemeinsam, du hast sein Leben gerettet...."
"Und?"
"Und es heißt doch, wen immer man zu Silvester um Mitternacht küsst, der wird die bestimmende Person im eigenem Leben im nächsten Jahr sein", schloss der junge Mann.
"So heißt es also, ja? Nun, vielleicht will in Jensen um Mitternacht küssen und vielleicht ist eine Leichenhalle wirklich nicht der Ort, an dem ich das tun will, aber das geht dich alles gar nichts an, Harri." Tru wandte sich an die Bedienung. "Ich nehm die Eier."
"Was immer du sagst, Sis. Aber sag mal, bringt Davis seine Freundin, die heiße Psychiaterin mit? Denn die würde ich gerne küssen, soviel kannst du mir glauben", meinte Harrison.
Tru beugte sich über den Tisch. "Das kannst du vergessen, Harrison. Carrie ist Davis feste Freundin. Die beiden kleben ständig aneinander. Und tuscheln die ganze Zeit. Du weißt, was das bedeutet..."
"Dass sie ein Geheimnis haben?"
Tru verpasste ihrem Bruder eine Kopfnuss. "Nein, Doofus! Sie sind verliebt. Carrie hängt die ganze Zeit in der Leichenhalle herum. Ich frage mich, ob sie überhaupt einen Job hat, oder nur so tut." Tru lehnte sich seufzend zurück. "Das ist einer der Gründe warum ich hoffe, dass das nächste Jahr besser wird als dieses. Ich würde auch wirklich gerne mit jemanden tuscheln."
Harrison seufzte ebenfalls. "Und ich erst. Seit die Sache mit mir und Lindsey vorbei ist, ist auch mein Liebesleben vorbei."
Tru klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter. "Kopf hoch, Harri. Du wirst schon wieder jemanden finden. Glaub mir. So etwas passiert oft schneller als man denkt."

11 Stunden zuvor:

"Hier sind die Nüsse." Avery stellte die Nusssäcke in den Einkaufswagen. "Was brauchen wir sonst noch?" Sie musterte Tru misstrauisch. "Ist dir nicht gut?", erkundigte sie sich besorgt.
"Mir ist nur ein wenig schlecht", erwiderte Tru und rieb sich ihren Bauch, "Ich hätte diese Eier nicht essen sollen." Das blonde Mädchen schenkte ihr ein mitleidiges Lächeln. "Werd nur nicht krank. Immerhin ist es deine Party für die wir hier einkaufen", mahnte sie freundschaftlich. Tru grinste hilflos. "Wir brauchen noch Obst", meinte sie und rieb sich erneut den Bauch.
Sie fuhren den Einkaufswagen in die Obstabteilung. Avery nahm die Einkaufsliste und machte sich murmelnd auf um zu besorgen was auf der Liste stand. Tru sah sich müde um.
"Jack?! Was machst du denn hier?!", entfuhr es ihr.
"Einkaufen", meinte Jack Harper trocken und hielt zum Beweis ein Netz voller Orangen hoch.
"Oh."
"Du solltest nicht ständig so misstrauisch sein, Tru. Mein Leben besteht nicht nur daraus, deinen Stalker zu mimen. Geht´s dir nicht gut?" Jack sah sogar wirklich besorgt aus.
"Nur ein wenig Bauchschmerzen", erklärte Tru und biss die Zähne zusammen. Ich hätte diese Eier wirklich nicht essen sollen.
"Nun, für den Fall, dass wir uns nicht mehr sehen: Frohes neues Jahr", erklärte Jack ein wenig lahm, hob die Orangen noch einmal hoch und schlenderte davon.
"Kommt er nicht zu deiner Party?" Tru fuhr herum und starrte Avery an. "Nein, er...ist nicht eingeladen", erklärte sie schnell. "Schade. Jack scheint ein netter Kerl zu sein", meinte Avery. "Ja. So scheint es", murmelte Tru.

2 1/2 Stunden zuvor:

"Davis! Carrie! Kommt rein!" Tru öffnete die Türe und ließ ihren Boss und seine schöne Begleiterin eintreten.
Die Party war bereits in vollem Gange und Trus Wohnung war überfüllt von Nachbarn, Mitstudenten und Freunden. Avery und Tyler unterhielten sich bei der Bar und Harrison hatte Jensen entführt um mit ihm ein paar ernste Worte zu reden. Worüber wollte Tru lieber gar nicht erst wissen.
"Scheinen ja schon alle da zu sein", bemerkte Davis. "Meredith und Dad fehlen noch. Wobei ich mir aber sowieso nicht sicher bin, ob die beiden kommen", erwiderte Tru.
Carrie räusperte sich. "Ähm, Tru, da man sich zu Neujahr gute Vorsätze nehmen sollte und Ehrlichkeit sicher dazu zählt, wollte ich noch...", begann sie, aber Davis unterbrach sie. "Wir sind zusammen!", brach es aus ihm hervor.
Tru grinste. "Ich weiß", sagte sie, "aber danke für die Mitteilung. Entschuldigt mich kurz, ich glaube ich muss Jensen aus Harrisons Inquisition retten." Sie deutete zu ihrem Bruder und ihrem Freund und ging zu ihnen.
Carrie wandte sich Davis zu. "Das war es nicht, was ich ihr sagen wollte", zischte sie, "Ich wollte ihr sagen, dass ich das Geheimnis kenne." "Ich weiß", erwiderte Davis gedämpft, "Aber hier ist weder der richtige Ort, noch der richtige Zeitpunkt, um es ihr zu erklären."
"Das sagst du jetzt schon seit einer Woche. Ich frage mich, ob der richtige Zeitpunkt jemals kommt", meinte Carrie. Etwas pikierter fügte sie hinzu: "Ich hole mir jetzt einen Drink." Davis verdrehte die Augen und folgte ihr dann schnell.
Tru war es unterdessen gelungen Jensen aus den Klauen ihres Bruders zu retten. "Sieh mal, ein Mistelzweig", meinte sie und umarmte den jungen Mann lächelnd. "Wieso werde ich nur das Gefühl nicht los, dass du den absichtlich hierhin gehängt hast?" Jensen beugte sich vor und küsste seine Freundin. In diesem Moment läutete Trus Türglocke. Seufzend löste sie sich von Jensen um nachzusehen.
"Entschuldigung, ich bin auf der Suche nach Elise Mitchell", meinte ein freundlich aussehender Herr in Lieferantengewand. "Da kann ich Ihnen nicht helfen. Vielleicht haben Sie sich im Haus geirrt. Bei uns gibt es keine Elise Mitchell."
"Oh. Nun, trotzdem danke. Frohes Neues Jahr."
"Ihnen auch." Tru schloss die Türe wieder und schüttelte dann den Kopf. Von einer Elise Mitchell hatte sie wirklich noch nie gehört.

22:30

"Tru, hier ist Meredith. Ich werde es wohl nicht mehr von Mitternacht schaffen. Es ist verdammt schlechtes Wetter und ich bin noch eine gute Stunde von euch entfernt. Ich bin zu spät losgefahren. Grüß Harrison und Dad von mir, wenn sie auftauchen sollten. Ich sehe zu, dass ich so schnell wie möglich bei euch bin. Bis dann."
"War ja klar", murmelte Tru. Harrison trat neben sie. "Meredith kommt wohl nicht, eh?" Tru warf ihrem Bruder einen bedeutungsvollen Blick zu. "Hast du etwas anderes erwartet? Dad wird wohl auch nicht auftauchen. Weihnachten und Neujahr wären wohl zuviel für ihn." Sie seufzte. "Nur einmal möchte ich irgendein Fest mit der ganzen Familie begehen."
"Weißt du, ich hab mit Jordan gesprochen. Sie sagt, er wollte heute eigentlich hierher kommen anstatt mit ihr und den Kindern zu feiern", meinte Harrison. "Denkst du etwa schon wieder, dass er eine Affäre hat?" Harrison zuckte die Schultern. "Ich weiß nicht. Ich finde es nur merkwürdig."
"Tru, komm! Lass uns tanzen!" Jensen zerrte seine Freundin auf die Tanzfläche. Nun wenigstens ist er hier.

23:30

Ich freue mich schon auf meinen Mitternachtskuss von Jensen. Jensen schien ihren Gedanken aufgefangen zu haben. Er schenkte ihr ein vieldeutiges Lächeln. Tru erwiderte es.
Wieder klingelte ihre Türglocke.
Sie ging zur Türe und öffnete sie. "Tru."
"Dad! Du hast es geschafft!" Sie umarmte ihren Vater schnell. Richard Davies sah sie ernst an. "Tru, es geht um Meredith. Sie hatte einen Unfall." Tru ließ ihren Vater los und sah ihn entsetzt an. "Geht es ihr gut? Sie hat erst vor einer Stunde angerufen und da..."
"Tru, Meredith ist tot."

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