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Mondlicht

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Harry Potter Lucius Malfoy Severus Snape
27.08.2005
27.08.2005
4
15.439
29
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
27.08.2005 3.275
 
Titel: Mondlicht

Autorin: KrissyNightwish

Genre: Allgemein

Altersfreigabe: P18 Slash

Pairing: SS/HP

Disclaimer: Die hier verwendeten Charaktere gehören JKRowling. Nur die Idee ist MEINE...

Warnings: OoC

Anmerkung: Ich habe nun beschlossen nach und nach sämtliche meiner Harry Potter FF´s auf dieser Seite on zu stellen. Ihr könnt euch also schon mal auf eine Menge Lesestoff freuen in allen möglichen Genres, allerdings immer slash. Logisch!
Diese FF ist eine meiner ältesten. Sie wurde vor über einem Jahr geschrieben und geht daher nicht auf Geschehnisse aus Band 6 ein.

Widmung: Diese Geschichte widme ich den beiden Hauptcharakteren, die sich mehr oder weniger freiwillig auf dieses Experiment eingelassen haben.
Severus: *sauer* Von freiwillig kann gar keine Rede sein. Wir hatten keine andere Wahl.
Krissy: *räusper* Leute, hört nicht auf den alten Giftmischer. Das stimmt nicht!
Harry: Von wegen, Krissy. Auch wenn ich Snape nicht mag. Er hat Recht.
Krissy: *sauer* Danke, Harry, dass du mir den Rücken fällst. Und sowas nennt sich Bruder. Ha! Seit lieber froh, das ich euch beiden nicht eine heiße Lemonszene angehängt habe. Ich hoffe für euch, dass meine Leser eine Fortsetzung fordern und dann werde ich euch so richtig schwitzen lassen. *harharhar*
Severus: *beleidigt* Du bist so fies. Außerdem, Gemeinheit ist eine meiner Charaktereigenschaften! Das steht dir nicht, meine Liebe!
Harry: *eifrig am Nicken*
Krissy: *grins* Harry, Harry, Harry. Es ist sehr auffällig, wie oft du meinem Severus heute zustimmst.
Harry: *rotwird*
Krissy: *triumphierend* Ich wusst es doch schon immer! Und jetzt lasst endlich die Leser zur Geschichte kommen, schließlich wollen die hier nicht eure Beschwerden hören. *hält unauffällig den beiden den Mund zu* Nun viel Spaß mit meiner Geschichte und Jungs, ich liebe euch!





"Professor Severus Snape und Harry James Potter sind beide ordnungsgemäß vor Gericht erschienen. Heute wird die Straftat des Professors Snape wegen Missbrauch und Misshandlung Minderjähriger, in diesem Fall Mister Potters, verhandelt."

Fudges Stimme hallte wie ein Peitschenknall durch den dunkeln Verhandlungsraum im Ministerium.

Severus saß auf der einen Seite. Ihm gegenüber hatte Harry Platz genommen, nachdem Fudge die Anklagepunkte vorgetragen hatte.

"Nun Mister Potter. Sind sie bereit zu den hier genannten Vorwürfen Stellung zu beziehen?" Fudges Blick glitt nach links und schaute Harry aufmerksam an.

Dieser nickte sachte mit dem Kopf. Diese kleine und so geschändet wirkende Geste, ließ erste Unruhen in den Reihen der Mitrichter entstehen. Fudge rief sie zur Ordnung auf und Harry begann mit leiser zittriger Stimme zu reden.

"Es war in meinem letzten Schuljahr in Hogwarts." Er schluckte und senkte beschämt den Kopf.

"Reden sie weiter, mein liebes Kind", sagte Fudge einfühlsam und er hätte Harry sicherlich geduzt, wenn sie sich nicht an die Form zu halten hätten.

"Ich war also in Hogwarts", begann Harry von neuem. Eher fahrig. "Ich wusste das ich in Zaubertränke nicht besonders gut war, doch durch ihn und seine Art wurde ich immer nervöser. Er hat mich immer verunsichert und mich beleidigt. Ich wusste das ich ohne einen UTZ in Zaubertränke kein Auror werden könne und das hat er sich zu Nutze gemacht. Er..."

Harry brach abermals ab. Seine Schultern zitterten und es schien ein eiskalter Windzug durch dieses Kellerloch zu streifen. "Er hat sich das zu Nutze gemacht und mich erpresst." Harry zwang sich diese Worte zu sagen, doch sein Körper zitterte stärker denn je.

"Was hat er von dir verlangt, Harry?" Fudge duzte ihn, doch es störte niemanden. Alle hatten Mitleid mit dem Jungen- der- lebt, welcher nun innerlich gebrochen auf der Bank saß.

"Er hat mich gezwungen mit ihm...zu schlafen und sonstige Dienste zu verrichten."

Ein empörendes Raunen war von den Richtern zu vernehmen und mehr als ein Blick glitt hasserfüllt zu Severus Snape.

"Danke, mein Junge, dass du so offen warst.", sagte Fudge in beruhigendem Ton. "Wir werden nun die ersten Zeugen hören. Ronald Weasley, bitte."

Severus blickte ins Leere. Er sah Harry und dann wieder nichts. Wenn er jedoch etwas sah, dann war es nur Harry. Was geschah hier? Er blickte sein Gegenüber an. Doch Harry starrte wie gebannt auf seine Tischplatte. Warum? Severus schien diese Frage Harry in Gedanken übertragen wollen, doch solange dieser ihn nicht anblickte, war das aussichtslos. Und Harry tat es nicht. So blieb Severus mit der Frage allein. Immer wieder hallte sie in seinem Kopf. Von dem Geschehen um sich herum, bemerkte er nichts. Harry, warum? Seine Mimik lies keine Regung zu, aber in seinem Inneren schrie alles. Was hatte er nur getan, dass Harry so weit gegangen war. Er konnte es nicht fassen.

Flashback

"Herein." Severus kalte Stimme lies Harry erzittern. Warum hatte er sich in Zaubertränke auch nicht zusammenreißen können. Inzwischen rastete er fast jede Stunde aus. Er konnte Snapes Provokationen einfach nicht mehr standhalten.

Zu viel war in der Zwischenzeit passiert. Zum zweiten Mal in dieser Woche hatte er Nachsitzen bekommen und es war erst Mittwoch. Diese Woche war einfach nur verkorkst und nichts weiter. Harry beschloss diese Woche schnellst möglichst zu vergessen.

Doch noch war sie sehr aktuell, denn ob er wollte oder nicht, er stand vor Snapes Räumen und musste wohl oder Übel seinem Schicksal entgegentreten. Er hatte einmal mehr das Gefühl in der Falle zu sitzen.

Irgendwie spürte er, dass er dieses Nachsitzen nicht mehr so schnell vergessen würde. Snape war in der letzten Stunde schlimmer denn je zu ihm gewesen. Was hatte er nur an sich, dass dieser  Mann ihn so sehr hasste?

Mit immer größer werdendem Unbehagen öffnete er die Tür zu Snapes Büro und trat ein. Snape saß wie gewohnt hinter seinem Schreibtisch und blickte nicht auf, als Harry eintrat. Dieser ging vor den Schreibtisch und setzte sich, nachdem Snapes eine fahrig scheinende Bewegung in seine Richtung gemacht hatte.

Harry musste sich geirrt haben. Der Meister der Zaubertränke machte keine fahrigen Bewegungen.

Ein Feuer prasselte im Kamin und verbreitete eine angenehme Wärme. Harry schien es, wie ein klarer Hinweis, dass das Kommende alles andere als angenehm werden würde. Diese Art der Gemeinheit würde zu Snape passen.

Dieser stand auf und bewegte sich auf den Stuhl zu, indem Harry saß. Ihm wurde ganz anders zu mute, als Snape immer näher kam. Eine unaufhörliche Bedrohung schien von Snape auszugehen.

"Potter", flüsterte dieser leise hinter Harrys Rücken und dieser zuckte, wie vom Blitz getroffen,  zusammen. Die schneidene Stimme seines Lehrers hinterließ immer wieder eine Gänsehaut auf dessen Rücken.

"Potter, immer wieder, Potter", sagte Snape und seine Stimme schien noch hasserfüllter zu werden.

"Was soll ich mit dir machen, damit du endlich lernst Regeln zu befolgen und nicht ständig herum zu stolzieren, als wärst du Merlin persönlich. Sag mir, was soll ich tun?"

Harrys Kopf schwirrte. War das gerade wirklich eine Frage gewesen? Nein, Snape wollte ihn nur wieder provozieren. Er entschloss sich zu schweigen.

"Ah, der berühmte Mister Potter hält es also nicht für nötig mir zu antworten? Hälst dich für was besseres, nicht war? Genau, wie dein Vater."

Die letzten Worte spie Snape aus.

Nun war es endgültig um Harry geschehen. Wie konnte es dieser Mann wagen ständig  seinen Vater zu beleidigen. Er hatte mal einen Denkzettel verdient. Schon lange. Aber darüber konnte sich Harry nun keine Gedanken machen.

Eine Sicherung brannte in seinem Kopf durch. Er sprang auf, dreht sich zu Snape um und  schrie ihn an:

"Sie haben doch gar keine Ahnung, wie es ist, ich zu sein. Wissen sie, was das bedeutet? Ständig neue Gerüchte, Verleumdungen und Beleidigungen.

Jeder steht um mich herum und tuschelt, zeigt mit dem Finger auf mich und erwartet Wunder.

Wer bin ich denn? Ich bin nur ein Junge. Nur ein Junge, aber das darf ich nicht sein, wegen etwas woran ich mich nicht mal erinnern kann.

Und sie wollen mir sagen ich sei arrogant und nur auf meinen Ruhm aus? Sie haben nicht die geringste Ahnung. Also reden sie nicht von Dingen, die sie nicht verstehen.

Woher wollen sie wissen, wie es ist so gedemütigt und gehasst zu werden. Sie haben hier ihren Lehrerposten und machen sich ein gemütliches Leben. Aber ich muss ständig um mein Leben kämpfen. Jeden Tag. Ich habe Voldemort im Kopf und sie sagen mir ich sei ein verzogener Bengel. Ich hasse sie."

Harry spuckte Snape vor die Füße und rannte zur Tür, doch Snape war schneller. Kurz bevor er die Tür erreichen konnte, hatte Snape ihn gepackt und mit beiden Armen fest an die Wand gedrückt. Hass loderte aus seinen Augen.

"Ich habe keine Ahnung, wie es ist gedemütigt zu werden?"

Er drückte an Harrys Kehle.

"Glaube mir, dein Vater hat dafür gesorgt. Du bist nicht der Einzige, der täglich auf´s Neue um sein Leben kämpfen muss. Wer riskiert tagtäglich sein Leben, damit der berühmte Harry Potter in Frieden auf diese Schule gehen kann?

Wer hat auf seine Jugend verzichtet um der guten Seite zu dienen und alle Menschen und deine Eltern zu schützen?

Wer nahm dafür alles in Kauf ohne auf sich selber Rücksicht zu nehmen?

Ich.

Also, erzähl du mir nicht, etwas von dem, wie schwer du es doch hast."

Snape drückte weiter Harrys Kehle zu und dieser glaubte zu ersticken.

Doch das war nebensächlich.

Was hatte Snape soeben erzählt? Harrys Geist arbeitete auf Hochtouren.

Snape beschütze seine Eltern und ihn?

Er konnte nicht mehr denken, denn die Luft wurde immer knapper.

Plötzlich ging ihm ein Licht auf.

Es traf ihn, wie einen Schlag.

Er blickte seinen Lehrer direkt an.

"Sie.." würgte er hinaus.

"Sie sind... wie ich".

Schlagartig lies Snape seinen Schüler los. Auch er schaute ihn mit einem geschockten Ausdruck an.

Harry wusste, er hatte begriffen.

Langsam lies Snape die Hand sinken. Immer noch hoben und senkte sich ihrer beiden Brustkörper mit einer unnormalen Schnelligkeit.

Das Knistern des Feuers kam Harry plötzlich unnatürlich laut vor. Sein Atem wollte sich nicht beruhigen. Auch sein Herz raste, und von seinem Blutdruck ganz zu schweigen.

Snape hatte ihn nicht angesehen.

Nun deutete er mit einer vagen Geste auf die beiden Sessel vor dem Kamin. Harry folgte dieser Einladung. Er wollte wissen, was hinter dem steckte, was er soeben gehört hatte.

Snape verschwand kurz aus seinem Blickfeld und kam dann mit zwei prallgefüllten Gläsern Schnaps wieder. Es musste Schnaps sein, den Harry konnte den unbekannten Geruch bis hierher wahrnehmen. Wahrscheinlich Feuerwhiskey. Snape stellte ein Glas neben Harry auf das kleine Tischchen zwischen den Sesseln und setze sich dann wortlos in den anderen.

Eine Weile sagte keiner der beiden ein Wort. Gedanken versunken starrten sie in die Flammen. Diese warfen unheimliche Schatten an die Wände. Dann durchbrach Harry die Stille. Eine Frage brannte ihm schon eine ganze Weile auf den Nägeln. Es war etwas, was ihm anfangs nicht aufgefallen war, jedoch umso mehr er über Snapes Worte nach dachte, desto mehr erinnerte er sich an diese Aussage.

"Was meinten sie damit, dass sie ihre Jugend geopfert haben, um alle zu beschützen?"

Harry blickte seinen Lehrer offen an. Diese erwiderte den Blick nur kurz, bevor er den Whiskey im Glas Kreisen ließ und mit einem Schluck austrank. Er stellte das Glas beiseite und blickte in die Flammen.

"Ich..", begann er mit leiser Stimme, die weder vor Hass noch vor Sarkasmus triefte, sondern nur von unendlicher Bitterkeit geprägt war.

"Ich habe mich seit meiner Jugend bereit erklärt für die gute Seite zu arbeiten mit allen Konsequenzen."

Ein einfacher Satz, der jedoch in Harry ein wahren Sturm der Gefühle auslöste.

"Soll das etwas heißen, dass sie nie.."

"Dass ich nie überzeugter Todesser gewesen bin.", beendeten Snape für Harry den Satz mit tonloser Stimme.

Harry starrte seinen Lehrer unverholen an.

"Aber dann haben sie all das über sich ergehen lassen. All die Jahre, ohne auch nur ein wenig Dank oder Wertschätzung zu erhalten."

Harry konnte es nicht fassen. Wie würde er sich fühlen, wenn er ständig alle beschützen würde und nichts als Spott oder Verachtung bekommen würde.

Es schien, als würde er plötzlich durch die Fassade blicken und das, was er sah, erschreckte ihn zutiefst. Snape hatte auf seine Schlussfolgerung hin nur leicht genickt.

Diese so kleine und schwache Geste lies etwas in Harry entstehen. Der Mann vor ihm war nicht länger sein Lehrer.

Dieser Mann war der ehrenvollste und verletzbarste Mensch, der ihm je begegnet war.

Harry erhob sich aus seinem Sessel und ging auf Snape zu. Dieser bemerkte das und blickte ihn verwirrt an. Harry setzte sich auf die Lehne des Sessels und schaute Severus an. Er war nun einen Kopf größer, doch sein Blick war voller Mitgefühl.

Er wusste nicht, wieso er das tat, was er jetzt tat, aber es schien ihm einfach richtig. Ganz langsam hob er seine Hand und führte sie zu Severus´ Wange. Dieser zuckte kaum merklich unter der Berührung zusammen.

Harry fühlte die glatte Haut, die an manchen Stellen einige Stoppeln aufwies. Er fuhr mit seiner Hand zu Snapes Kinn und streichelte seine Haut zärtlich. Keine Sekunde lies er Snape aus den Augen. Konnte er auch nicht, denn diese Augen hielten ihn in ihrem Bann. Er konnte in ihnen lesen. Überraschung und Verwirrung.

"Severus", sagte er leise und keiner der beiden schien wirklich wahrzunehmen, dass ein Schüler gerade seinen Lehrer geduzt hatte.

"Severus", wiederholte Harry leise.

"Ich... danke... dir."

Harrys Stimme zitterte und seine Augen waren voller Dankbarkeit aber auch voller Mitgefühl.

Snape sah ihn an. Erst jetzt schien er Harry wieder bewusst wahr zu nehmen. Sein Atem stockte und in seinen Augen bildeten sich Tränen. Ob er wollte oder nicht, der scheinbar so gefühllose Meister der Zaubertränke blickte zur Seite, die Augen gefüllt mit Tränen.

Harrys Herz schmolz bei diesem Anblick. Er führte seine Hand wieder zurück zu Snapes Wange.

Das veranlasste diesen dazu, Harry wieder in die Augen zu blicken. Immer noch sah Harry diese verräterisch glänzen. Langsam, ganz langsam bewegte er sein Gesicht näher an das von Severus. Immer noch hielt ihn dessen Blick gefangen. Eine Spur Neugierde meinte Harry nun in ihnen zu entdecken.

Harry beugte sich weiter nach vorne, bis ihre Gesichter nur noch einen Zentimeter von einander entfernt waren. Harry spürte Severus´ Atem auf seinem Gesicht.

Jetzt hatte er noch die Chance zu gehen, doch diese Idee war von vorn her rein eine Lüge gewesen.

Er wollte bleiben.

Wollte die Nähe dieses Mannes spüren und wollte doch noch so viel mehr.

Vorsichtig strich er Severus eine Haarsträhne aus dem Gesicht und senkte seine Lippen auf dessen.

Ein Feuerwerk schien in Harry zu explodieren. Hunderte Gefühle strömten auf ihn ein und er verlor sich ganz in dem Gefühl der Wärme, die Severus ausstrahlte und in den starken und beschützenden Armen, die sich um ihn schlossen. Er war Severus ausgeliefert und war es wohl schon immer gewesen.

Mit einem leisen Keuchen unterbrach Severus den Kuss. Er schaute Harry leicht verlegen an.

Ein wunderschöner Ausdruck, wie Harry befand. Er hatte nie geglaubt seinen Lehrer mal verlegen zu sehen. Doch er musste sich eingestehen, dass dies äußerst anziehend wirkte. Diese leicht geröteten Wangen, die geschwollenen Lippen und der hungrige, wenn auch etwas verlegene Blick, standen Severus sehr gut zu Gesicht.

"Ich...", nur mit äußerster Mühe fand Severus seine Stimme wieder.

"Ich...", begann er von Neuem, doch Harry legte ihm einen Finger auf den Mund. Sachte streichelte er über diesen.

Ganz leicht öffnete Severus seine Lippen und küsste Harrys Finger, der immer noch über seinen Mund fuhr.

"Was geschieht hier mit uns", brachte Severus schließlich mühsam hervor. Harry schüttelte den Kopf.

"Ich weiß es nicht.", flüsterte er heiser zurück. "Aber sollten wir das nicht woanders fortsetzen?", fragte er verführerisch klingend.

Severus schaute ihn an. Der Hunger in seinen Augen war nicht mehr zu leugnen. Harry verstand das als Aufforderung und zog Severus mit sich hoch. Er wollte schon auf eine Tür zu gehen, als Severus ihn plötzlich zurückhielt.

"Nein, Harry.", sagte er bestimmend, wenn auch zärtlich. "Noch nicht." Harry blickte ihn verwirrt an.

"Was meinst du?"

"Benutze dein Gehirn", schallt er ihn und zum ersten Mal hatte Harry wieder das Gefühl seinen Lehrer vor sich zu haben. Es hatte den gleichen Effekt, wie eine kalte Dusche. Ratlos und resignierend zuckte er mit den Schultern.

Severus bemerkte seine Gefühlsschwankung. Er zog ihn, an der immer noch fest gehaltenen Hand, zu sich und umarmte ihn liebevoll. Dann flüsterte er zärtlich in Harrys Ohr:

"Es geht alles zu schnell. Viel zu schnell. Lass uns warten."

Und Harry verstand. Severus hatte Recht. Vor noch nicht mal einer Stunde hätten sie sich am liebsten umgebracht und nun wollten sie schon so viel mehr. Nein, das wäre zu schnell. Harry nickte verstehend und verständnisvoll.

"Ich sollte dann besser gehen, nicht wahr."

Severus nickte nun seinerseits und beugte sich zu Harry hinunter, den er nun wieder um ein paar Zentimeter überragte. Ihre Lippen berührten sich und auch in Severus löste das sehr angenehme Gefühle aus. Mit einem letzten Zungenschlag trennten sie sich und Harry ging wortlos, aber mit einem glücklichen Grinsen, hinaus.

Severus taumelte in seinen Sessel. Er konnte es nicht fassen. Er hatte sich verliebt. Er hatte sich tatsächlich verliebt. Zum ersten Mal in seinem Leben.

*****
Fortsetzung folgt...

Eure Krissy
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