Zu Spät für ... die Liebe?

GeschichteRomanze / P16 Slash
Draco Malfoy Lucius Malfoy Severus Snape
16.07.2005
15.02.2010
18
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4
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Zu spät für … die Liebe?

Autorin: Serena Snape
Kapitel: 1 / 18
Pairing: SS/LM
Altersfreigabe: Denke ab 16 wäre angebracht
Inhalt: Ist es jemals zu spät für die wahre Liebe? Ist jede Minute, die wir verbringen: jeder Schritt den wir gehen vom Schicksal vorbestimmt? Können wir die Vergangenheit ändern?
Das mit Sicherheit nicht! Aber wir können aus unseren Fehlern lernen, und vielleicht bekommen wir eine zweite Chance… ein zweites Leben.
Disclaimer: Alles gehört JK Rowling und ich verdiene damit kein Geld
Warnung: Evtl. braucht ihr ne Packung Taschentücher!!!
Überarbeitet: 28.01.2012

Wie einige wissen, habe ich ein eigenes Buch geschrieben und arbeite an einem Zweiten. Das erste liegt bereits bei einem Verlag vor und ich arbeite mit dem Lektorat daran. Wann es also genau veröffentlicht wird, kann ich euch noch nicht sagen, aber es läuft^^
Ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass es euch auch begeistern wird. Ihr erfahrt auf meiner Autoren-Facebook-Seite immer den Stand meiner Projekte. Wer also Interesse hat:

https://www.facebook.com/Mara-Prince-102897997012946/


Hörbuch-version-Video für Freunde unter https://www.facebook.com/serena.snape.35

Kapitel 1 - Bittere Erkenntnis



Wie seltsam! Wenn man keine Hoffnung mehr hat, wenn das Leben an einem Punkt angelangt ist, an dem es keine Zukunft mehr für dich bereithält. Wenn du weißt, dass es vorbei ist.
Das Leben, welches du kanntest! Dann weißt du erst, was du hattest. Wenn du dabei bist, dies zu verlieren.
Dir fallen die wunderschönen Erinnerungen ein, vergangene Erlebnisse!
Du erkennst deine Fehler und wünschtest, du könntest die Zeit zurückdrehen und alles anders, nein besser machen. Aber das kannst du nicht. Es ist vorbei.
Alles ist vorbei!

Was hatte Lucius nun davon gehabt, dass er einer besseren Welt nachstrebte? Eine ideale Welt mit aufbauen wollte? Letztendlich stellte sich die Frage, ob diese Welt so viel besser gewesen wäre.
Er hatte Voldemort vertraut, war diesem blind gefolgt. Hatte dessen Versprechungen geglaubt.
Aber... für was?
Letztendlich hatte es ihm nichts gebracht. Er hatte seiner Familie nicht die Zukunft geben können, welche er sich für sie gewünscht hatte. Zumindest er hatte nichts mehr von dieser Welt, wenn sie denn irgendwann einmal existierte. Für ihn war es vorbei!
Jetzt, wo er keine Zukunft mehr hatte, schien die Vergangenheit von größerer Bedeutung zu sein. Er dachte an all die Menschen, die ihm etwas bedeute hatten und die er nun niemals mehr wieder sehen würde.

Zuerst war da Narzissa. Er liebte sie nicht, hatte es nie getan. Es war eine von ihren beiden Eltern arrangierte Ehe, welche sie führten. Genauso lebten sie auch. Nachdem ihr Sohn geboren und somit der Zweck dieser Heirat erfüllt war, hatte er ein eigenes Schlafzimmer bezogen. Narzissa störte das nicht. Sie hatte den Namen und das Geld, was sie wollte. Des Weiteren hatte sie einen Liebhaber nach dem Anderen. Lucius war das gleich, solange sie dabei diskret vorging.
Er hatte nicht heiraten wollen. Sein Vater hatte ihn direkt nach seiner Schulzeit in Hogwarts dazu gezwungen. Dieser fand er wäre nicht normal. Wer ist das schön? Was ist die Definition von Normal? Gibt es dafür überhaupt eine Definition?
Zumindest hatte sein Vater sein Tagebuch gelesen und kannte daraufhin sein dunkles Geheimnis.


Lucius beobachtete einen Wassertropfen, der langsam an der Wand hinab lief und ein kleines Rinnsal bildete, welches auf dem Steinboden seiner Zelle verebbte.
Was er wohl jetzt gerade machte? Seit er in Askaban war, dachte er immer zu an ihn. All die Jahre hatte er diese Gedanken und Gefühle die er für ihn hegte verdrängt. Aber nun konnte er es nicht länger. Er war seine große Liebe!
Er war sein bester Freund gewesen, seit er denken konnte. Ihre Eltern waren Geschäftspartner. Sie hatten bereits als kleine Kinder zusammengespielt. Später waren sie gemeinsam zur Schule in Hogwarts gegangen. Noch dazu ins selbe Haus: Slytherin. Sie waren immer füreinander da gewesen. Doch nun war Lucius allein!

Lucius vermisste ihn so sehr. Er war nie lange von ihm getrennt gewesen. Und nie so allein.
Nie hatte Lucius ihm gegenüber seine wahren Gefühle offenbart. Er hatte sich früher einfach nicht getraut.
Heute war er mutiger. Würde der Andere jetzt zur Türe hineintreten, würde er diesem sagen, dass er ihn über alles liebte, immer geliebt hat. Aber er würde nicht kommen.
Niemand durfte zu ihm. Er war von der ganzen Welt abgeschnitten. Vielleicht war er nur deswegen so mutig. Weil er wusste, dass sein Freund nicht kommen würde.
Er hatte nach ihrer gemeinsamen Schulzeit geglaubt sie würden sich aus den Augen verlieren.
Wenn er ihn auch schon nicht lieben durfte, wenn er schon zu einer Heirat gezwungen wurde, damit die Linie der Malfoys nicht ausstarb, dann wollte er ihn wenigstens nicht als Freund verlieren.
Lucius hatte ihn zum Paten seines Sohnes gemacht, damit er ihn in seiner Nähe wusste. Er wollte ihn so an sich binden. Aber wieso einer verlorenen Liebe hinterher trauern? Er hatte ihm nie seine Gefühle offenbart. Seine Angst, dass diese Gefühle nicht erwiedert würden, hatte ihn davon abgehalten. Oft hatte er sich gefragt, warum Severus nie geheiratet hatte.

Langsam lief ihm eine Träne über die Wange. Wenn er nur nicht solch ein Feigling gewesen wäre. Als sein Vater ihn zwang ein Todesser zu werden, hatte er sich gefügt. Als sein Vater in zwang zu heiraten, hatte er sich gefügt.
Warum war er nie mutig genug gewesen, diesem entgegen zu treten? Hatte er solche Angst vor seinem Vater gehabt?
Er würde so gerne die Zeit zurückdrehen und alles verändern. Aber dafür war es zu spät!
Sein Urteil war bereits gefällt worden, bald würden sie kommen. Es war sein letzter Tag. Sie würden ihm nun die Chance nehmen, sein Leben zu ändern und vieles wieder gut zumachen, was er nicht ungeschehen machen konnte.
Warum war er dazu verdammt gewesen, sein Leben so verbringen zu müssen?
Er hatte nie erfahren, wie es ist, geliebt zu werden. Narzissa hatte nur sein Geld und sein Ansehen gewollt. Für seine Eltern war er nur der Erbe, den sie brauchten. Niemand hat ihm je gezeigt, was Liebe ist. Nur Severus war immer an seiner Seite gewesen und hat Leid und Schmerz, als auch Freude mit ihm geteilt. Lucius wusste, dass er Severus liebte!

Er hörte Schritte. Was wohl aus ihm wurde, nachdem der Dementor ihn geküsst hatte? Er würde wahrscheinlich den Rest seines Lebens im Saint Mungos Hospital fristen. Ohne zu merken, was um ihn herum geschah. Er würde niemals seinen Sohn wieder sehen.
Dieser bedeutete ihm alles. Niemals hätte er die Fehler seines Vaters an ihm wiederholt. Draco hätte lieben dürfen, wen er wollte. Den Beruf ausüben, welchen er auch immer wollte. Selbst wenn er wie ein Muggel leben wollte. Es wäre ihm Recht gewesen. Ob sein Sohn ihn wohl hasste?
Was machte es noch? Gleich waren sie da! Lucius würde alles dafür geben, noch einmal Severus Gesicht zu sehen. Das Lächeln, welches er ihm früher immer schenkte.