Der Meister Bund

von Galina
GeschichtePoesie / P6
20.05.2005
20.05.2005
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Der Meister Bund

Faust, der gelehrte Mann von Welt
den es doch nicht an der Lehre hält
erkannte rasch und drauf besann
dass er gar nicht wissen kann,
was die Erde an der Achse dreht
und des wahren Anfangs steht.
Da bedient er sich der schwarzen Kunst
und gelangt so in des Teufels Gunst.
Geister ruft er nacheinander an
Mächtigsten zog er in den Bann.
Dieser, Mephisto, Höllenherr
vieler Qualengeister Oberster
führt dort Schwert, den Befehl
bot den Pakt und wollt die Seel´.
Nun war Faust hin und her gerissen
zwischen Begierde und Gewissen,
denn der Geist den er hervorgebracht
versprach jedes Wissen, damit Macht.
Der Mensch in seiner schwachen Stund´
gab nach und wählte Teufels Bund
und mit Blut gab er sein Siegel
auf den Vertrag, jenen Spiegel
der zeigt seine Schwäche,
der Halter seiner Zeche,
der birgt den giftig Punsch,
seines Herzen größter Wunsch.
Damit fanden sich die neuen Meister
Faust und Mephisto, Herr der Geister.
Hoch war der Doktor einst gepriesen
doch auch seine Schwäche so bewiesen.
So sehn die Herrn der höchsten Ränge
sowohl Menschen als auch Teufels Zwänge
und sehen ein und erkennen an
das Mensch nur Mensch sein kann.