Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Keitaro 0.5

von Saraton
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Keitaro Urashima Mitsune "Kitsune" Konno Motoko Aoyama Mutsumi Otohime Shinobu Maehara Su Kaora
29.03.2005
09.02.2006
6
16.253
 
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
29.03.2005 3.287
 
Die Rechte an den Figuren liegen nicht bei mir, sondern bei den Autoren und deren Verlagen. Die Story spielt vor allem im Love-Hina-Universum und ich habe mir einen einzigen Faktor aus Ranma ½ genommen um die Geschichte in Gang zu bringen. Ich mache das, weil ich ein Fan bin und verdiene damit kein Geld (auch, wenn es schön wär, spielt es aber nicht. *g*)


Die Story ist auf sechs Teile konzipiert, wir werden ja sehen, ob es sich damit auch wirklich ausgeht. Gleich vorweg:
Es ist eine humorvolle Geschichte, mit einigem an sexuellen Anspielungen und auch ein bißchen mehr, um gleich zum Punkt zu kommen, die Charakter tun einige Dinge, die man sonst von ihnen sicher nicht erwarten würde. Wer prüde ist, oder keinen Humor hat, dem empfehle ich das Telephonbuch und nicht diese Geschichte.  Natürlich könnt Ihr euch denken in was für eine Quelle Keitaro gefallen ist. Wenn er in männlicher Form ist, schreibe ich Keitaro, Keitaro-kun oder er . In weiblicher Form heißt es Keitaro-chan, Kei-chan oder sie.  Bei <> denken die Leute, bei "" wird gesprochen.
Viel Spaß

Saraton


Keitaro 1 / 2

Teil 1

Es war eine ruhige Nacht und der Mond schien hell auf die Pension Hinata. Eine einsame Gestalt schlich vorsichtig an das Gebäude heran, ungesehen kam sie an und verschwand durch eines der Fenster im Inneren des Hauses.
Die Bewohner der Pension schliefen tief und fest und ahnten nichts von ihrem heimlichen Gast.

Es war früh morgens, gerade erst acht Uhr und die Mädchen frühstückten. Sie waren alle auf, obwohl Ferienzeit war und noch dazu ein Sonntag.
Kitsune, Naru und Sarah wirkten verschlafen, während Motoko, Shinobu und Su so aussahen, als ob sie schon seit Stunden wach wären.
"Das Schildkrötenmädchen kommt auch mit?" fragte Su gerade aufgeregt.
Naru nickte geistesabwesend.
Seit Keitaro vor drei Wochen mit Seta zu einer Ausgrabung gefahren war, wirkte sie so, aber auch den anderen Mädchen fehlte der tolpatschige Ronin und so wurde beschlossen gemeinsam zum Abspann an den Strand zu fahren, wobei es nicht ganz sicher war, ob das wirklich eine gute Idee war, wenn man an die Schäden und das Chaos dachte, das beim letzten Strandbesuch angerichtet worden war.
Motoko trank einen Schluck Tee.
<Nun, wir werden sehen, ob es dieses Mal etwas ... dezenter geht>, ging dem Samuraimädchen durch den Kopf, während sie ihre Mitbewohnerinnen musterte. Plötzlich riß ein Geräusch sie aus ihren Gedanken. Es kam vom Dach. Irgend etwas schien umgeflogen zu sein.
"Was...?" Su sprang auf.
"Ein Eindringling?" juchzte sie, während Motoko ihr Schwert zog und nach oben rannte.
Die anderen schlossen sich ihr gleich an und folgten ihr in einer losen Gruppe. Als sie auf dem Dach ankamen, blickten alle voller Verwunderung auf eine, in einem schwarzen Umhang gehüllt war, deren Kopf von einer Kapuze bedeckt war.
Eine umgestürzte Wäschespinne lag neben ihr.
"Wer bist du? Was tust du hier in unserem Heim?" rief die Schwertmeisterin herausfordernd.
Die vermummte Gestalt wandte sich ihr zu und schlug die Kapuze zurück.
"Du meinst in unser aller Heim?" stellte Keitaro ruhig fest.
Der Ronin blickte die Bewohnerinnen von Hinata Su mit einem eigenartig traurigen Lächeln an.
"Sempai!" - "Keitaro!" - "Urashima!" ging es durcheinander.
Er wartete, bis der Lärm abgeebnet war und ergriff danach wieder das Wort.
"Leider war ich etwas ungeschickt, sonst hättet ihr mich nicht gefunden", stellte er lakonisch fest.
"Was willst du damit sagen?" explodierte Naru.
"Wolltest du dich denn vor uns verstecken? Und seit wann bist du zurück?" fuhr sie ihn an.  Keitaros Gesicht war von einer Ernsthaftigkeit gezeichnet, die alle zurückweichen ließ.
"Ja, ich wollte mich verstecken", haucht er, "und wenn ich es euch gezeigt habe, warum, werdet ihr es verstehen...."

Es war still im gemeinschaftlichen Speisezimmer und neugierig sahen die Mädchen zu Keitaro.
Dieser hatte um zwei Gläser gebeten, eines mit kaltem, das andere mit warmem Wasser gefüllt.
"Ich wollte eigentlich etwas nachdenken, aber da ihr mich nun gefunden habt..."
Der junge Mann schluckte.
"Wie dem auch sei... Ich war mit Prof. Seta nach China aufgebrochen um dort mit ihm nach den legendären Jusenko-Quellen zu suchen. Von diesen heißt es, sie seien verflucht. Näheres wußten wir auch nicht", begann er zu erzählen.
"Vor einer Woche schließlich fanden wir sie. Wie es sich herausstellte, gab es nichts zu entdecken, da Jusenko ein regulär zu besuchender Ort war und sogar einen offiziellen Fremdenführer hatte. Dieser führte uns herum und dabei rutschte ich aus und fiel in eine der Quellen."
Der Ronin atmete aus, während Kitsune zu lachen begann.
"Und seitdem bist du verflucht. Das sollen wir dir ...?"
Sie brach ab, als Keitaro das kalte Wasser über sich schüttete."
Die Kinnladen aller fielen hinunter und sie blickten mit großen Augen auf das dunkelhaarige Mädchen, das statt Keitaro nun vor ihnen saß.
Beschämt blickte es zu Boden.
"Versteht ihr jetzt?" hauchte Keitaro-chan und eine Träne rann ihr die Wangen hinunter.

------------------------

Naru, Motoko und die anderen Mädchen musterten den weiblichen Körper von Keitaro-chan mit ungläubigem Staunen. Sie war etwas kleiner als der Ronin, zierlicher und doch auf eine gewisse Art und Weise robust. Die Brustproportionen der Ronin waren einfach nur mit GROSS zu bezeichnen. Das dunkelhaarige Mädchen verfügte über längeres Haar, fast genauso lang wie das von Motoko und wirkte sehr attraktiv.
Schließlich nahm Keitaro-chan mit zitternden Händen das Glas mit dem warmen Wasser auf und goß es über sich.
Sie verwandelte sich wieder in Keitaro-kun. Die Mädchen seufzten auf.
"Cool", stellte Su fest, während Shinobu den Tränen nahe war.
Naru, Motoko und Kitsune hingegen waren einfach nur sprachlos.
"Ist ja toll, der Perverse kann jetzt an sich selbst rummachen und braucht nicht mehr zu spannen."
Sarahs Bemerkung brachte alle außer Su zum Erröten. Diese dachte ernsthaft darüber nach und fing breit zu grinsen an. "Hey, dann kann ich Keitaro ja auf beide Arten haben", stellte das Mädchen aus Molmol mit funkelnden Augen fest.
Das war zu viel für Shinobu, die ohnmächtig wurde und auch Motoko schwankte leicht.
"Was redet ihr da für Sachen?" schrie Naru Segawa entsetzt auf.
"Wie könnt ihr glauben..."
Sie brach ab und musterte den Ronin mißtrauisch.
"Sag mal, Keitaro..."
Die Toudai-Anwärterin sprach seinen Namen sehr gedehnt aus und er schluckte.
"..... du machst doch .... nicht irgendwelche Dinge, während du dein Geschlecht gewechselt hast?"
"Naru!!!"
Keitaro wirkte entsetzt.
"Ich bin verflucht, noch dazu auf eine wirklich üble Weise und alles was euch dazu einfällt ... ist solche Fragen zu stellen."
Der Ronin wurde blaß, als er Kitsunes Gesichtsausdruck sah, der eine Mischung aus Belustigung und ... Lüsternheit war.
"Also hast du....", stellte sie beinahe schnurrend fest, während sie näher an ihn heranrutschte, "....und wie war es?"
"Ich habe nichts..."
Der Ronin kam nicht mehr dazu den Satz zu Ende zu sprechen, da die Hölle über ihn hereinbrach. "PERVERSER!"
Naru umgab eine eindrucksvolle Kampfaura und auch die Schwertmeisterin, deren Gesicht in allen Tönen der Farbskala schillerte, wirkte grimmig.
"STIRB - URASHIMA!"
Die Schläge trafen Keitaro in solcher Geschwindigkeit, daß er zu keiner Gegenwehr mehr fähig war und die Wucht trieb ihn durch die Decke der Pension Hinata. Die übrigen Bewohnerinnen sahen mit staunenden Augen dem davonfliegenden Jungen nach.
Sarah und Su blickten sich an und nickten beide.
"Das wird lustig."
"Yup."
So waren wenigstens diese beiden mit der Situation zufrieden.

Ruhig betrachteten Shinobu und Kitsune die bewußtlose Keitaro-chan.
Sie hatten sie aus dem Onsen-Bad gezogen, dessen Wasser ausnahmsweise einmal kalt gewesen war.
"Oh, Sempai, warum ist ihm das nur passiert?"
Die Gedanken der Jüngeren rasten, während das Fuchsmädchen nachdenklich dreinsah.
<Warum zum Teufel hat Keitaro größere Brüste als ich?>
Beide seufzten auf.
"Aarrrgggh."
Langsam wurde Keitaro-chan wieder munter und seufzte ihrerseits wieder auf, als sie bemerkte, daß sie sich wieder verwandelt hatte.
Kitsune beugte sich vor.
"Na? Geht es wieder?" fragte sie freundlich, was ihr einen bösen Blick einbrachte.
"Was hab' ich denn getan?"
Scheinheilig blinzelte Kitsune.
"Das weißt du ganz genau!" fuhr die Ronin sie an.
"Deinetwegen hätten mich die anderen fast tot geschlagen."
Das Fuchsmädchen grinste.
"Ach das meinst du, Kei-chan, darüber würde ich mir keine Gedanken machen."
"Kei-chan?"
Shinobus Wangen röteten sich bei diesen Worten.
"Kitsune, wie kannst du Senpai nur so beschämen?" fragte sie hastig.
"Kei-chan" war im Augenblick sprachlos und konnte nur hilflos den Kopf schütteln.
Das nutzte Kitsune natürlich aus.
"Kei-chan, wo wir doch gerade unter uns Mädchen sind... hast du dich denn mit deiner weiblichen Seite vertraut gemacht? Mir kannst du es ja erzählen", sagte sie lasziv und beugte sich tiefer zur Ronin vor, die heftigst errötete.
Als zwei empörte Aufschreie durch den Raum gingen, kicherte sie amüsiert.
<Ich denke, das wird wirklich amüsant werden. Ich bin nur neugierig, wie das Ganze enden wird>, ging es Kitsune durch den Kopf.

----------------

In dieser kommenden Nacht lagen die meisten Bewohner von Hinata-Su schlaflos in ihren Räumen.
Durch die Umstände von Keitaros Rückkehr hatte man den Strandbesuch verschoben.
So blieben sie da und die meisten wälzten schwere Gedanken.
Motoko Aoyama lag auf ihrem Futon und starrte an die Decke.
<Wie kann das nur sein?>
Das junge Mädchen war verwirrt. Sie kämpfte seit langem mit ihren Gefühlen für Keitaro, da sie sich zu ihm hingezogen fühlte.
Motoko hatte sich bisher immer damit vor unüberlegten Schritten retten können, daß der Ronin ja ein verkommenes, männliches Wesen war und sie mit ihm nichts zu tun haben wollte.
Doch jetzt....?
Beschämt stellte Motoko fest, daß sie Keitaros weibliche Hälfte sehr anziehend fand und ihre Bedenken gegen gewisse ... Dinge schwanden.
<Was mache ich nur?>
Währenddessen wälzte Naru Narusegawa sich ebenfalls schlaflos hin und her.
<Dieser Idiot! Warum konnte er nicht aufpassen?>
Die Toudai-Anwärterin war wütend - auf Keitaro, die Welt und auf sich selbst.
Sie beide verband eine Art Bund, ihr Wunsch auf die Toudai zu gehen, das Leben in Hinata-Su und ein gemeinsames Versprechen aus ihrer Kindheit.
<Ja, uns verbindet wirklich viel>, dachte Naru sarkastisch.
<Und jetzt können wir uns sogar die gleiche Unterwäsche teilen! - Aaargh, was denke ich da?>
Das Bild von Keitaro-chan formte sich kurz vor ihren Augen und sie errötete.
<Verdammter Idiot.>
Kitsune Onno hingegen hatte durchaus genaue Vorstellungen von dem, was sie zu tun beabsichtigte.
Das Fuchsmädchen durchwühlte nun schon seit einigen Stunden die Schubladen nach geeigneten Kleidungsstücken, die Keitaro-chan anziehen würde.
<Er weiß es zwar noch nicht, aber das macht ja auch nichts.>
Kitsune grinste, als sie an Keitaros Gesicht dachte, wenn er die Sachen sehen würde.
<Das wird Spaß machen.>
Danach machte sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Büstenhalter, welcher noch fehlte.
Shinobu Mahehera ging es nicht so gut.
<Sempai, warum nur?>
Abrupt setzte sich das Mädchen auf. Sie würde nicht aufgeben!
Ob nun Mann oder Frau, sie würde um Keitaros Gunst kämpfen!
"Sempai, ich werde nicht aufgeben", flüsterte sie entschlossen.
Danach legte sie sich wieder nieder und versuchte etwas zu schlafen.
<Morgen wird ein harter Tag.>
Su Kaolla, das seltsame Mädchen aus Molmol war nachdenklich.
<Zuerst als Mann oder zuerst als Frau?>
Sie hatte kein Problem mit Keitaros weiblicher Seite, da es ihr neue Möglichkeiten erschloß.
Die Prinzessin aus Molmol war in dieser Hinsicht sehr flexibel.
Ihre Augen blitzten in Vorfreude auf, als sie an die speziellen Maschinen dachte, die sie nun endlich probieren konnte.
Su gluckste auf.
"Das wird interessant werden", flüsterte sie.
Sarah McDonegal sah von ihrem Computerspiel auf.
"Oh, verdammt, schon so spät? Ich sollte mich wohl niederlegen...."
Die junge Halbamerikanerin gähnte.
"Was wohl morgen alles passieren wird? Ob sie den Spanner wohl dieses Mal wirklich umbringen? Ach, was auch immer."
Danach legte sie sich schlafen.
Derjenige, um den sich fast alle Gedanken in der Pension drehten, war indessen der Verzweiflung nahe. Als Keitaro an die Blicke der Mädchen dachte, wurde ihm heiß-kalt.
Der Ronin wußte, daß er in Schwierigkeiten steckte.
An und für sich war das Leben in Hinata-Su schon verrückt genug, doch er hatte so das Gefühl, daß es in nächster Zeit weitaus schlimmer werden würde.
Vielleicht hätte er anderswo mehr Chancen auf ein normales Leben?
Der Ronin seufzte auf und mußte niesen.
Das tat er nun schon die ganze Nacht.
<Vielleicht habe ich mich ja erkältet. So viele Leute können doch gar nicht an mich denken, oder?>
Ihm wurde bange zumute.
<Nein, nein. Ich muß mich irren, vielleicht wird ja auch alles nur halb so schlimm>, versuchte Keitaro sich zu beruhigen, <zumindest hoffe ich das.>

--------------

Am nächsten Morgen wirkten alle sehr unausgeschlafen und mürrisch. Als Shinobu etwas Wasser in eines der Gerichte gießen wollte, geschah es. Der Wasserhahn, ohnehin schon ein älteres Modell, riß ab und ein Wasserschwall ergoß sich über die Küche.
Die Mädchen kreischten auf, als sie so unsanft vollends zum Aufwachen gebracht wurden.
Keitaro brachte es schließlich fertig das Wasser abzudrehen und lehnte sich anschließend schwer atmend an die Wand.
Sie atmete aus und erstarrte.
"Verdammt!"
Keitaro-chan sah auf ihren Körper hinunter. Das Wasser war ja kalt gewesen.
Motoko starrte mit großen Augen auf den Oberkörper der Ronin, die erst jetzt entsetzt bemerkte, daß das Hemd, das sie trug, durchsichtig geworden war.
Auch die Blicke der anderen waren etwas eigen.
Kei-chan kreischte auf und bedeckte mit den Armen ihren Oberkörper.
Shinobu sprang auf.
"Ich hole etwas zum .... Bedecken!" sagte sie und lief los.
Die Wangen der meisten Mädchen hatten sich leicht gerötet.
"Urashima", fauchte Motoko.
Doch bevor sie weiter sprechen konnte, war Su bereits vorgesprungen und griff mit beiden Händen nach Kei-chans Brüsten.
"Laß mich mal schauen, Keitaro", rief sie fröhlich und drückte zu.
Die Ronin stieß einen spitzen Schrei aus und wich zurück.
Die Bewohnerinnen der Pension sahen auf eine putenrote Keitaro-chan, deren Brustwarzen deutlich versteift waren.
"Kei .... taro, du Perverser!" hauchte Naru und wußte nicht, was sie tun sollte.
Keitaro, den Jungen zu schlagen, war kein Problem, aber Keitaro-chan, das Mädchen?"
Irgendwie konnte sie das nicht.
Kitsune grinste nur wissend und betrachtete deutlich amüsiert das Ganze.
"Aber Kei-chan, du bist mir ja eine....", meinte das Fuchsmädchen anzüglich.
Bevor irgend jemand etwas darauf sagen konnte, stand plötzlich Mutsumi im Raum.
"Hallo, ich wollte..."
Sie brach ab, als sie auf Keitaro-chan blickte.
"Oh, sind die aber groß, darf ich mal?"
Mit diesen Worten beugte sich das "Schildkrötenmädchen" vor und drückte die Brüste der Ronin. Diese fiepte auf und wurde ohnmächtig. Das war zu viel für sie gewesen.
"Was hat sie denn?"
Verwundert blickte sie zu den anderen.
Su zuckte mit den Achseln.
"Vielleicht liegt es ja am Wetter...", stellte sie unschuldig fest.

Mutsumi nickte.
"Aha, ich verstehe", sagte sie lächelnd und blickte zur wieder wach gewordenen Kei-chan.  
"Tut mir leid wegen vorhin."
Die Ronin nickte nur schwach.
"Aber deine Brüste haben wirklich die Größe von schönen Melonen", Kitsune kicherte bei diesen Worten.
"Na ja , ganz unrecht hat Mutsumi nicht", stellte das Fuchsmädchen genüßlich fest.
"Kitsune, Mutsumi", schrieen Naru und Motoko gleichzeitig auf.
"Ach, ist ja nicht so gemeint, habt euch nicht so", Kitsunes Lächeln wurde breiter.
"Aber jetzt sollten wir schauen, daß Kei-chan aus diesen nassen Sachen kommt. Sie wird sich ja den Tod holen. Aber zum Glück habe ich noch einige passende Sachen zum Anziehen in meinem Zimmer."
Die Ronin wich zurück.
"Was? Ich habe Sachen zum Anziehen. Außerdem werde ich mich sicher nicht in ..."
Keicharo-chans Stimme versagte.
"Hattest du Sachen!" korrigierte Kitsune ihn fröhlich, während im Hintergrund ein Donnern zu hören war.
"Was..."
Su hob die Hand zum Victory-Zeichen.
"Mission erfüllt. Mecha-tama 7 hat seine Mission erfüllt. Kleidung vernichtet."
Die Ronin blickte zuerst verwirrt und danach ungläubig drein.
"Ihr ... ihr habt meine Sachen ...." stammelte sie und sank auf die Knie.
"Wo waren wir noch stehen geblieben? - Ach ja, bei den Sachen, die ich für dich zum Anziehen habe...." bei diesen Worten des Fuchsmädchens brachen Keitaro-chan und die anderen in Schweiß aus.
Nur Su stimmte in das Lachen von Kitsune ein.

----------

Keitaro-chan richtete sich den Kimono.
"Danke Motoko", sagte sie zögernd zu dieser. Das Samurai-Mädchen murmelte etwas Undeutliches und blickte in die andere Richtung.
Die Ronin seufzte auf.
Zum Glück hatte Motoko sich bereit erklärt ihr etwas zu borgen und da traditionelle Gewänder nicht ganz so peinlich zu tragen waren wie das, was Kitsune im Sinn gehabt hatte.
Sie dachte mit Schaudern an das Gespräch zurück.

"Deine Sachen sind kaputt und irgend etwas mußt du ja anziehen!"
Das Fuchsmädchen hatte einen seltsam lasziven Gesichtsausdruck aufgesetzt.
"Und da meine Sachen dir passen müßten, werde ich dir gerne etwas borgen!"
"Das werde ich niemals tun!" brachte Kei-chan mühsam hervor.
"Ich werde niemals Mädchensachen anziehen."
Kitsune betrachtete ihn unbeeindruckt.
"Ich hätte da auch noch Unterwäsche, die dir passen müßte. Diese ist sogar dehnbar..."
Ihre Stimme senkte sich.
"...das heißt, wenn du dich zurückverwandelst, reißt sie nicht!"
Die Ronin wankte.
"Helft mir doch!" wandte sie sich an die anderen.
"Ich habe keine Sachen, die dir passen und ich bin ja auch ein Mädchen", sagte Naru bissig, "zudem werde ich nicht zulassen, daß du meine Sachen anziehst."
Shinobu schüttelte bedauernd den Kopf, da sie Keitaro-chan nicht helfen konnte.
Diese blickte mit sichtbarer Verzweiflung auf Motoko.
Das Samuraimädchen seufzte auf.

Die Ronin blickte sich unsicher um.
"Ich werde jetzt gehen!"
Irgendwie machte sie Motokos Verhalten nervös.
"Hm."
Sie drehte sich zu ihr.
"Was hast du gesagt, Urashima?" fragte die Schwertmeisterin geistesabwesend.
"Äh", Kei-chan lächelte nervös.
"Ich..."
"Urashima!"
Motokos Miene verfinsterte sich.  "An was für schmutzige Dinge hast du gedacht? Du...."
Die Ronin wich zurück.
"Nicht, das verstehst du falsch!" kreischte sie fast.
"Schweig, ich glaube dir kein Wort", donnerte Motoko und zog ihr Schwert.
"Bitte nicht."
Keitaro-chan sank zu Boden und schloß die Augen.
Das Samurai-Mädchen senkte ihre Waffe, als sie auf das zitternde Mädchen vor sich blickte.
Sie wußte, es war Keitaro, nur verwandelt, jedoch konnte sie einfach nicht zuschlagen.
Statt dessen wurde ihr etwas anderes klar.
Als kein Schlag kam, öffnete die Ronin langsam ihre Augen und blickte direkt in Motokos Gesicht.
"Urashima!" hauchte diese. "Ich kann dich nicht schlagen, nicht du hast die schlechten Gedanken, sondern ich."
Danach küßte die Kendo-Meisterin Kei-chan auf den Mund. Zuerst vorsichtig und dann immer wilder.
"Motoko, ich...", stammelte die Ronin, als sie sich einen Moment losreißen konnte.
"Sch..., sag nichts", flüsterte diese und begann sie wieder zu küssen, während sie gemeinsam zu Boden sanken.

-------------

Ende des ersten Teiles.

Das war es für heute und wenn ihr glaubt, es geht nicht mehr verrückter, dann wartet auf das was folgt. Bis denn....
Saraton.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast