Loneliness

GeschichteMystery / P12
Hokuto Sumeragi Seishiro Sakurazuka Subaru Sumeragi
26.03.2005
26.03.2005
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Disclaimer: Ich verdiene kein Geld hiermit und werde es auch nie. Diese Figuren gehören mir noch nicht mal sondern einzig und alleine CLAMP. Und bei  mir ist eh nichts zuholen  ^^''.

Dies ist meine erste Fanfiction in dieser Richtung. Also seid bitte gnädig mit mir und echte TB-Fans sollten mich nicht steinigen sondern mir Tipps geben, falls einer der Charakteren aus der Reihe tanzen sollte.
Ich wünsche Euch viel Spaß

Euer

Dio Eraclea
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Tokyo Babylon

Loneliness


"Ah tut  das gut! Das war vielleicht eine lange Fahrt" Hokuto stand vor dem Auto und streckte sich wie eine Katze." Großmutter nimmt aber auch jeden Auftrag an! Jetzt verstehe ich warum man dieses Nest nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann" ihr Blick schweifte durch das kleine Dorf in dem nur ein paar Häuser standen.
"D..Danke, Seishiro-san...aber es wäre wirklich nicht nötig gewesen uns hierher zu fahren" Subaru verbeugte sich höflich und errötete leicht.
"Aber nicht doch! Das ist doch selbstverständlich als zukünftiger Ehemann! Was soll sonst
Hokuto-chan von mir denken wenn ich dich so eine Weltreise alleine unternehmen lassen würde!" sagte Seishiro.
"Genau!" pflichtete Hokuto ihm bei "Wobei ich aber glaube das da was gaaaanz anderes hinter steckt!" Sie postierte sich direkt vor Seishiro und betrachtete ihn aus zusammengekniffenen Augen.
"Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen das du 1. Angst hast, dass Subaru den Weg nicht mehr zurück findet und zum 2.  das du ihn in diesem verschlafenem Nest ganz für Dich alleine hast! Aber mein Lieber zukünftiger Schwager: Kein "Honeymoon" vor der Ehe!" drohte sie ihm mit erhobenem Zeigefinger.
"Du hast mich mal wieder durchschaut Hokuto-chan" Seishiro senkte gespielt schuldbewusst seinen Kopf.
"Natürlich! Es ist meine Aufgabe als große Schwester die Unschuld meines Bruders und großen Oberhauptes der Familie zu schützen, bis er in den Hafen der Ehe einläuft!!" Hokuto stemmte die Fäuste in die Hüften und lachte laut los.
Subaru wäre am liebsten im Erdboden versunken. Hätte er sich doch nur ein Taxi bestellt...
"Hokuto-chaaan!" gequält wandte er sich ab "Das ist peinlich..."
"Ich weiß das Subaru-kun niemals mit mir in die Flitterwochen fahren würde. Ich bin schließlich nicht mehr der Jüngste und mein Körper lässt langsam nach" sagte Seishiro theatralisch.
"Armer Seichan!" Hokuto strich ihm über den Kopf. Er kam ihr entgegen in dem er sich zu ihr hinunter beugte.
"Nein!" fuhr Subaru erschrocken auf "Du bist doch nicht alt und dein Körper lässt auch nicht nach und ich würde....mit Dir...."Subaru wurde bewusst in was er sich da gerade reingeritten hatte.
"Also...ich meine...wenn ich eine Frau wäre....."er zog sein Hut tiefer ins Gesicht und hoffte sich so aus der Affäre ziehen zu können.
"Jaaa? Was murmelst Du da?.." Hokuto musste sich das Grinsen verkneifen und er sah seine Hoffnung schwinden.
"Aaah bitte laßt uns gehen! Der Polizeichef erwartet uns sicherlich schon!!" Subaru lief voraus. Die beiden hatten es mal wieder geschafft. Warum mussten sie sich nur immer gegen ihn verschwören.
"Das war wohl etwas zuviel Hokuto-chan"Seishiro lächte ihr zu
"Ach was!! Irgendwer muss ihm doch einen Schubs in die Richtige Richtung geben!" gemeinsam folgten sie Subaru.

Nach der Unterredung mit der Polizei.

"Also ich denke die sind einfach zusammen abgehauen! Wenn ich mich hier so umsehe würde mich hier auch nichts halten! Ich verstehe auch nicht was Du damit zutun hast Subaru! Das ist ein Fall für die Polizei und nicht für ein Medium!!"Hokuto stampfte, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, neben Subaru her " Ein Ehepaar das im Wald verschollen gegangen ist....und die kriegen nicht mal ein bisschen Nebel in den Griff! Was soll an Nebel schon unnatürliches sein?!"
"Hätten sie dann nicht ihr Geld oder irgendwas mitgenommen, wenn sie fortgelaufen wären? Und denk an die Baumaschinen, die ständig ausfallen" Seishiro schob sich seine Brille zurecht.
"Hmm, das ist was wahres dran"murmelte Subaru gedankenverloren.
"Nicht wenn sie es so machen wie im Kino! Von heute auf morgen einfach ein neues Leben anfangen! Sie hatten eine verbotene Liebe und mußten vor der Familie fliehen!!! Nun sind sie irgendwo in Europa und essen Kuchen!"schwärmte Hokuto und ließ die Sache mit dem Abholzen des Waldes vollkommen außer acht.
"Sie waren seit mehr als 20 Jahren verheiratet, Hokuto-chan" unterbrach Subaru sie und lächelte verlegen. Sie hatte es geschafft die Aufmerksamkeit der Dorfbewohner auf sich zu lenken. Besonders nachdem Hokuto ihre Gedanken so offen vortrug.
"Ups...ok aber vielleicht hatten sie beide einen heimlichen Geliebten und sind zur gleichen Zeit durchgebrannt!!" scherzte sie.
"Dafür gibt es zu viele Ungereimtheiten, Hokuto-chan. Die Polizei kann nicht in den Wald vordringen. Man hört ein hin und wieder ein helles Lachen und dann zieht Nebel auf....egal ob es vorher geregnet hat oder nicht! Es ist noch hell. Ich denke ich schaue mir dieses Waldgebiet mal an. Ihr könnt ruhig schon mal zur Pension gehen. Das wird bestimmt nicht lange dauern" Subaru marschierte Richtung Wald.
"Du glaubst doch wohl nicht das wir Dich alleine durch den Wald laufen lassen! Wer weiß was hier lauert!" Hokuto zwinkerte Seishiro verschwörerisch zu.
"Was soll dort schon lauern...."Subaru verstand nicht wovon sie sprach und schaute verwirrt auf dem Waldweg der sich friedlich vor ihm ausbreitete..
"Er versteht mich nicht!" seufste sie auf.
"Nein, tut er nicht Hokuto-chan" Seishiro lächelte ihr aufmunternd zu.
"Nun, ein hübscher Junge! Alleine im Wald! Das ist die Gelegenheit für sämtlichen Perversen!"Hokuto ruderte mit den Armen.
"Hokuto-chan bitteee!!!"verstohlen schaute Subaru sich um, ob ihnen jemand zugehört hatte. Er fragte sich wie weit die Geduld der Dorfbewohner wohl gehen mochte.
"Ist ja gut! Ist ja gut! Ich mache mir doch nur Sorgen um dich!"sie schlang ihre Arme um seinen Hals "Je eher wie das hier hinter uns bringen, desto eher können wir es uns in der Pension gemütlich machen!"
Ihr solltet lieber schnell aus diesem Dorf verschwinden. Sowas wie Euch brauchen wir nicht krächste ein brüchige Stimme hinter ihnen.
Alle 3 drehten sich zu ihr um. Vor ihnen stand eine Frau Anfang 50 vielleicht auch älter, die sie böse aus schmalen Augen ansah. Ansonsten findet ihr was, was ihr nicht finden wollt oder verliert etwas, das ihr nie verlieren wolltet!
Hokuto musterte sie kühl. Noch bevor Subaru etwas sagen konnte, hatte sie sich schützend vor ihn gestellt.
Etwas mehr Respekt wenn ich bitten darf. Schließlich erwarten ältere Leute den auch wenn man mit ihnen spricht oder etwa nicht?sie schaute der Frau direkt in die wässrigen Augen. Sie war vom Leben gezeichnet, soviel stand fest.
Hokuto-chan nicht! Es ist schon gut!er war es schließlich gewöhnt das sein Beruf nicht von jedem ernst genommen wurde.
Hier bist Du!ein älterer Mann kam zu ihnen wir haben Dich schon überall gesucht! Entschuldigen sie die Unannehmlichkeiten!er zog die ältere Frau die Straße entlang.
Denkt an meine Worte!war das letzte was sie noch von ihr hörten.
Was sollte das denn?!  Hier ist wirklich Alles etwas seltsamschüttelte Hokuto den Kopf während Seishiro nur mit den Schultern zuckte.
Subaru schaute der Frau traurig nach. Ablehnung war etwas, dass er nahezu körperlich spüren konnte. Es verletzte ihn immer wieder auch wenn er versuchte sich nichts anmerken zu lassen.
Aaah was soll dieses Gesicht!Hokuto schrubte ihm kräftig über den Kopf Denk nicht darüber nach! Schauen wir uns den Wald an! Je eher wie anfangen, desto eher sind wir wieder zuhause und dort besorge ich Dir Dein lieblingseis!lächelte sie ihn milde an.
Subaru nickte nur und so betraten die 3 den Wald.

Subaru, Seishiro und Hokuto drangen tiefer in den Wald ein. Langsam wich der breite Waldweg einem Trampelpfad.
"Spürst du schon was Subaru-kun?"Seishiro schaute sich um.
"Nein, noch ist hier nichts annormales"schüttelte dieser den Kopf.
"Hab ich doch gleich gesagt! Hier ist nichts außergewöhnliches! Aber auf mich hört ja keiner..."Hokuto zuckte mit den Schultern.Aber es ist schade, dass das hier alles abgerodet werden sollsie atmete die frische Luft ein.
Ja, hier sollen  mehr Häuser gebaut werden. Ein Kurhotel und vieles mehr.Subaru schaute sich um. Es war wirklich eine Schande.
Sie liefen gar nicht mal so lange als dicker Nebel aufzog  und man nicht mal mehr die Hand vor Augen sehen konnte.
"Es scheint wohl loszugehen. Wir sollten uns besser an den Händen festhalten bevor noch einer verloren geht"Seishiro nahm ohne auf Subarus Antwort zu warten dessen Hand.
"Ich fühle mich als ob wir ein frisch verheirates  Ehepaar wären, dass spazieren geht, Subaru-kun!"lächelte er Subaru zu. Dieser war froh das der Nebel so dick war, dass man sein rot angelaufenes Gesicht nicht sehen konnte. Er wartete jetzt nur noch auf einen dummen Kommentar Seitens seiner Schwester aber dieser blieb aus.
"Hokuto-chan?"fragte er. Alles blieb ruhig.
"Seishiro, ist sie bei dir?"wandte er sich dem Schatten an seiner Seite zu.
"Nein, ...ich dachte sie wäre bei dir, Subaru-kun"er hielt immer noch Subarus Hand.
"Hokuto-chan?!"in seiner Stimme schwang Angst mit."Hokuto-chan wo bist Du?!! Wenn das einer Deiner Scherze ist, so finde ich ihn nicht komisch!!!"Subarus Herz krampfte sich vor Angst zusammen.
"Hokuto-chan!!! Hokuto-chan!!!" Subaru schrie aus Leibeskräften. Aber sein Ruf verhalte unbeantwortet im Wald. Panikartig schaute er um sich, konnte aber nirgends eine Spur seiner Zwillingsschwester entdecken. Der Nebel wurde zu einer undurchdringlichen Wand.
Was wenn ihr irgendetwas furchtbares zugestoßen war! Das würde er nicht verkraften....was wenn...
Subaru wurde in seinen Gedankengängen unterbrochen als sich ihm eine warme Hand sanft auf die Schulter legte. Er blickte in 2 bernsteinfarbene Augen, die ihn mitfühlend anschauten. Wann war Seishiro-san ihm so nahe gekommen?!
"Es geht ihr bestimmt gut. Beruhig Dich, Subaru-kun. Ziellos durch den Wald zu irren ist keine gute Idee"sagte Seishiro und zog Subaru noch näher an sich ran.
"Ich kann sie nicht spüren!!....."Subarus Stimme zitterte" Normalerweise fühle ich wo sie ist...wie es ihr geht....aber jetzt!!"Tränen verschleierten seine Sicht und das Blut rauschte in seinen Ohren.
Seishiro drückte Subaru nun fest an sich während dieser sein Gesicht an seiner Brust vergrub. Aufmerksam schaute  Seishiro sich um. Bald würde es hier stockfinster sein.
"Subaru-kun, es ist besser wenn wir uns für heute zurückziehen. Es wird bald dunkel"setzte er an als Subaru sich von ihm losriß und ihn entsetzt anstarrte.
"Und Hokuto-chan?!! Ich kann sie doch nicht im Stich lassen!! Wenn ihr irgendwas zustößt...das könnte ich mir nie verzeihen!!!!"ungehämmte Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen.
"Es hilft ihr auch nicht wenn wir uns hier im Wald verlaufen"sprach Seishiro in einem ruhigen Ton auf Subaru ein.
"Ich verspreche dir, dass wir sie finden werden! Aber für heute sollten wir uns zurückziehen. Vertrau mir"sanft aber doch bestimmend schob er Subaru zurück in die Richtung aus der sie gekommen waren..

In ihrem Hotel angekommen schickte er Subaru unter die Dusche um einen klaren Kopf zu bekommen. Er selber ging hinaus auf die Terrasse und zündete sich eine Zigarette an. Sein Jackett hing über einem Stuhl. Der oberste Knopf seines Hemdes war offen und die Ärmel leicht hochgekrempelt. Die Brille hatte er in die Brusttasche gesteckt.

Subaru stand teilnahmelos unter der Dusche. Es half ihm nicht wirklich. Vor kurzem hatte er sich noch etwas mehr Zeit alleine mit Seishiro gewünscht....ohne Hokuto....und nun....so hatte er sich das nicht vorgestellt.
Es wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Er hatte sie im Stich gelassen. Mann sollte immer vorsichtig sein, mit dem was man sich wünschte. Anfangs war es ihm auch nicht bewusst gewesen. Aber er fühlte sich wohl in Seishiro-sans Gegenwart. Es hatte sich so gut angefühlt als Seishiro-san ihn in tröstend in den Arm genommen hatte. Er verstand sich selber nicht mehr. Er mußte sich zusammenreißen.
Schnell trocknete er sich ab und zog sich um.

Seishiro wartete noch immer draußen als er seinen Arm ausstreckte. Durch den Qualm der Zigarette sah man  schattenhaft einen Vogel.
"Finde sie" mit diesen Worten hob er seinen Arm an und der Schatten flog davon.

Als Subaru aus dem Bad kam warf er die Zigarette achtlos auf den Boden und trat sie feste in den Boden. Mit einer eleganten Bewegung setzte er sich die Brille auf und ging freundlich lächelnd zu Subaru, der sich aufs Bett gesetzt hatte. Die Haare klebten ihm noch feucht am Kopf. Seishiro trat wortlos vor ihn.
"Ich fühle mich furchtbar! Ich habe das Gefühl als ob ich  Hokuto-chan im Stich gelassen habe" Subaru schlug die Hände vor sein Gesicht. Unter dem Gesenkten Kopf sah man wie einzelne Tränen zu Boden fielen.
"Subaru-kun" Seishiro kniete sich vor ihn. Er schob eine Hand unter Subarus Kinn und zwang ihn ihm direkt in die Augen zu sehen.
Subaru war froh das Seishiro an seiner Seite war. Seishiro wischte ihm mit seiner Hand die Tränen fort.
"Du hast sie nicht im Stich gelassen. Morgen werden wir sie ganz bestimmt finden. Wer sollte den sonst unsere Hochzeit organisieren"lächelte Seishiro ihn an mit dem Effekt das Subaru hochrot anlief.
"Ich bin jetzt nicht für solche Scherze aufgelegt!" unwirsch schob er Seishiros Hand weg.
"Wer sagt das ich einen Scherz gemacht habe?" Seishiro schaute ihm ernst in die Augen.
Subaru wusste wieder nicht was er davon halten sollte. Es wurde ihm Alles zuviel.
"Aber Du solltest jetzt ein wenig schlafen"sagte Seishiro mit ruhiger Stimme.
"Wie könnte ich jetzt schl...."Subaru hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen als Seishiro seine Hand über Subaru Augen legte und dieser bewusstlos noch hinten fiel.
Mit dem anderen Arm fing er Subaru auf, legte ihn ins Bett und deckte ihn zu.
Dann nahm er seine Brille ab. Dies war einer dieser seltenen Momente wo er nicht die Fassade des netten Tierarztes aufrecht erhalten musste.
Er spürte ihn noch ehe er ihn sah. Sein Shikigami kam durch die offene Verandatür geflogen und ließ sich, nur für seine Augen sichtbar, auf seinen Arm nieder.
Seishiro wusste wo Hokuto war und auch das sie nicht in Gefahr war....noch nicht. Trotzdem konnte er diese Situation nicht zulassen. Es war niemandem erlaubt seine "Beute" zu verletzten. Weder körperlich noch seelisch. Das war nur ihm vorbehalten.

Verschlafen rieb sich Subaru die Augen und blinzelte in den Raum. Was war passiert? Er konnte sich nur noch daran erinnern das er hier mit Seishiro-san zusammengessen hatte und im nächsten Moment war alles schwarz....
Es klopfte an der Türe.
"Guten Morgen, Subaru-kun" Seishiro bahnte sich mit einem beladenen Tablett seinen Weg zum Tisch.
"Ich war so frei für Dich Frühstück zu bestellen" lächelnd schob er es auf den kleinen Tisch der etwas vom Bett stand.
Was ist passiert?Subaru schaute ihn verwirrt an.
Du bist gestern so müde gewesen, dass Du sofort eingeschlafen bistantwortete Seishiro. Subaru brauchte etwas Zeit um seine Gedanken zu ordnen, als ihn die Geschehnisse von letzter Nacht einholten.
Seine Augen weiteten sich.
"Hokuto-chan!" er schlug die Bettdecke bei Seite. Behände sprang er aus dem Bett und griff sich das erste was er an Anziehsachen fand dann verschwand er im Bad.
Seishiro indessen fing an in aller seelenruhe den Tisch zu decken. Wenige Minuten später schoss Subaru aus dem Bad und wollte sich auf den Weg machen.
"Du solltest zuerst etwas Essen, Subaru-kun" sagte Seishiro und schenkte sich beidenTee ein.
Subaru schaute ihn ungläubig an. Wie konnte er jetzt an Essen denken! Doch schon gab ihm Seishiro die Antwort
"Hokuto-chan würde mich umbringen wenn sie von einem ausgehungerten Subaru gerettet werden würde"
Subaru setzte sich hin und nahm ein paar Bissen während Seishiro ihn freundlich anlächelte
"Oder noch schlimmer! Vielleicht entzieht sie mir ihren Segen und wir dürfen nicht mehr Heiraten!" spielte Seishiro schockiert
Subaru widmete sich gerade der Tasse Tee. Doch Dank dieses Spruchs musste er sich zusammenreißen um ihn nicht über den Tisch zu prusten. Stattdessen verschluckte er sich und röchelte nach Luft.
Seishiro klopfte ihm auf den Rücken.
"Ich hatte keine Ahnung das Dich das so sehr mitnimmt wenn aus der Hochzeit nichts wird"
Seishiro-san!!rief er gequält. Subaru wusste nicht ob Seishiro ihn auf den Arm nahm oder ob es ihm ernst war.
Als sie fertig waren mit Frühstücken, brachen sie auf. In den leeren Straßen des Dorfes herrschte eine eiserne Stille, die selbst die wenigen hochgezogenen  Fensterläden nur noch abweisender erschienen ließ. Doch noch bevor sie den Wald erreichen konnten, stand diese seltsame alte Frau in der Türe eines Hauses, als hätte sie nur auf sie gewartet. Der Waldrand erhob sich düster über das Dach ihres Hauses und selbst ihre Worte klangen angesichts dieser drückenden Atmosphäre dumpf und bedrohlich. Ihr Finger zeigte anklagend auf die unwillkommenen Fremden.
Ich habe euch gewarnt!!!! Aber ihr wolltet nicht hören!! Nun ist sie bei ihr! lachte sie hohl auf. Wenn man nicht gut auf das aufpasst, was einem wichtig ist, ist es schneller weg als man denkt! An Eurer Stelle würde ich nicht in den Wald gehen! Geht lieber dahin zurück, wo ihr hergekommen seit!! Subaru schaute sie unbehaglich an. Diese Frau schien auf alle Fälle mehr zu wissen, aber ihre Abneigung zeigte sich in jeder Falte ihres Gesichtes und vielleicht lag da sogar eine Spur Angst. Sie wollte gerade wieder in ihrem Haus verschwinden, als Subaru sie aufhielt.
Warten Sie! er lief zu ihr  Wenn Sie wissen wo meine Schwester ist, dann sagen Sie es mir bitte!er nahm ihre Hand, doch sie entzog sie ihm sofort wieder.
Ich habe euch gewarnt, Junge. Alles was diesen Wald betritt ist verflucht! Sie nimmt sie alle mit! Jeder muß den Preis dafür bezahlen  prophezeite sie düster, während ihre wässrigen Augen ihm in die Seele zu blicken schienen. Man hätte ihr das damals nicht antun dürfen...auch wenn es ungewollt war sie schaute unbehaglich zur Seite und kratzte sich wie in einem inneren Zwang über die Handinnenfläche. Dabei fiel ihm ein seltsames Muster auf ihrer Handfläche auf. Es sah aus wie 2 Kreise; ein tiefgehender bildete das Zentrum und um ihn zeichnete sich ein weiterer Kreis. Größer und flacher. Er riß sich von diesem Anblick los.
Wer ist Sie? fragte Subaru. Er musterte die alte Dame. Wenn ihr Haar nicht so zerstaust gewesen wäre und ihre Augen nicht so tief liegen würden....früher musste sie eine Schönheit gewesen sein. Sorgen hatten sie wohl noch zusätzlich um Jahre altern lassen.
Mit wem redest Du da! dröhnte eine tiefe Männerstimme aus dem Haus.
Die Frau zuckte merklich zusammen.
Mit niemanden rief sie schnell und scheuchte Subaru mit hektischen Bewegungen vom Eingang fort, bevor sie die Türe hinter sich ins Schloss fallen ließ. Gedämpft hörte man noch ihre Stimme, aber man verstand kein Wort.
Lass uns gehen Subaru-kun Seishiro ging vor und Subaru beeilte sich ihm hinterherzukommen.
Die ersten Sonnenstrahlen schimmerten bereits über den Waldrand, als sie sich in das Dickicht wagten.

Subaru und Seishiro schlugen sich schon eine geraume Weile durch den Wald
"Hier muss es irgendwo sein" Subaru schaute sich aufmerksam um, vielleicht hatte Hokuto-chan ein Spur hinterlassen. Er suchte den Boden ab, konnte aber bisher nichts entdecken geschweige denn irgendetwas von ihrer Präsenz spüren.
"Nein, ich glaube wir müssen noch weiter in westliche Richtung, Subaru-kun"Seishiro nahm seine Hand und zog ihn in die besagte Richtung. Erschrocken hielt Subaru seinen Hut fest, als er Seishiro hinterher stolperte.
"Seishiro-san, das kann unmöglich die richtige Richtung sein! Gestern waren wir nicht so lange unterwegs" Subaru konnte sich aber nicht gegen die Kraft, mit der er von dem älteren Mann voran gezogen wurde, wehren.
Der Nebel verdichtete sich, je weiter sie vordrangen. Mit der Zeit nahmen auch die Geräusche des Waldes ab, bis sie von eisigem Schweigen umhüllt waren. Er spürte es, es war wie ein brennen im Nacken.
"Ich habe das Gefühl, dass wir beobachtet werden." wandte Subaru sich leise Seishiro zu. Seine Stimme war fast nur ein Flüstern.
"Hm, ich kann nichts sehen"mit einem Wink entließ er seinen Shikigami, der auf einem Ast saß und nun tiefer in den Wald flog. Subaru wandte sich in eben jene Richtung, in der der Shikigami verschwand.
"Seltsam....diese Energie...das ist....."setzte Subaru an. Er kannte sie....er hatte sie schon einmal gespürt! War sie die ganze Zeit über hier gewesen? Warum war sie ihm erst jetzt aufgefallen?! Er wollte ihr hinterherlaufen als Seishiro ihn an den Schultern packte und zurückhielt.
"Nicht so schnell Subaru-kun! Wenn dieser Nebel nicht wäre hätten wir wahrscheinlich bessere Chancen und die Gefahr das wir uns verletzen wäre auch geringer er deutete auf einen Ast der aus dem Boden ragte, der aber nur bei genauerer Betrachtung als solcher auffiel.
Subaru schaute auf den Ast und drehte sich danach zu Seishiro um. Für einen Moment war er sprachlos und schaute nur in dessen sanfte bernsteinfarbenen Augen.
"Wenn dieser Nebel nicht wäre könnten wir Hokuto-chan schneller finden, ohne selbst gerettet werden zu müssen." lächelte er Subaru an.
"Uhm! nickte er Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen!!" Daraufhin zog er einige Ofudas aus seiner Jacke murmelte eine Beschwörung  und warf sie gegen die Nebelwand. Es knisterte kurz aber heftig woraufhin sich der Nebel zurück zog. So entstand ein schmaler Tunnel.
Seishiro stieß einen schrillen Pfiff aus Das ist großartig Subaru-kun!" staunend betrachtete er die klare Landschaft. Vor ihnen lag ein alter überwucherter Weg, man konnte ihn erkennen, wenn man genau hinsah.
"Wir sollten uns beeilen, Seishiro-san! Ich weiß nicht wie lange die Ofudas den Nebel zurückhalten werden. rief Subaru und versuchte das Lob zu ignorieren.  Der Weg führte sie immer tiefer in den Wald, so dass Subaru schon befürchtete das ihm bald keine Ofudas mehr zur Verfügung standen. Wie lange sie sich durch das wabernde Weiß kämpften, konnte er nicht sagen, aber er atmete erleichtert auf, als der Weg an einem alten verwitterten Haus endete. Das Gartentor war bereits aus den Angeln gerostet und Efeu sowie Unkraut hatten den Rest des Gartens für sich beansprucht. Subaru betrachtete eingehend das Haus.
Hier schien es mal gebrannt zu haben. An den äußeren Wänden sah man noch die Rußflecken. Pflanzen hatten schon das Dach überwuchert, wo einige der Dachpfannen fehlten. Stellenweise waren die Fensterscheiben zerborsten. Doch aus einigen der verschmutzten Fernsten drang gedämpftes Licht. Demnach lebte hier jemand. Vorsichtig klopfte er an die Türe.

Nachdem sie keine Antwort erhielten, wollten sie unaufgefordert das Haus betreten, doch die Türe lies sich nicht öffnen. Subaru stemmte sich gegen das Holz doch das Schloss wollte nicht nachgeben.
Es geht nicht auf....presste er hervor. Dabei war die Türe noch nicht mal richtig zu, doch sie rührte sich keinen Millimeter.
HmSeishiro schaute sich die Türe an. Es lag kein Zauber auf ihr. Scheinbar hatte sich die Türe verzogen, nachdem sie jahrelang ohne Pflege allen Witterungen ausgesetzt war.
Laß mich es mal versuchen, Subaru-kun. Wenn Hokuto-chan sieht das Du eine blaue Schulter hast, denkst sie nachher noch, ich hätte Dir was angetan und ohne ihren Segen eine Honeymoon-Nacht mit Dir verbracht er zog Subaru auf Seite. Noch eh dieser darauf reagieren konnte reichte Seishiro ihm seine Brille.
Würdest Du die bitte für mich aufbewahren, Subaru-kun. Es wäre nicht so gut, wenn sie runterfallen oder kaputt gehen würde dabei streifte er federhaft Subarus Hand woraufhin sich bei diesem ein leichter Rotschimmer auf den Wangen ausbreitete.
Si..sicher Subaru klammerte sich geradezu an ihr fest.
Seishiro nahm etwas Anlauf und warf sich mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die Türe.
Es gab einen lauten Knall als sein Körper auf das Holz prallte und es aus den Angeln riss. Seishiro fiel sprichwörtlich mit der Türe ins Haus, als er auf keinen Widerstand mehr traf und stolperte. Eine riesige Staubwolke wirbelte hoch und zog zur Türe hinaus. Subaru stockte der Atem. Weniger wegen der Staubwolke, eher aus Angst, dass Seishiro sich verletzt haben könnte.
Seishiro-san!...Seishiro-san!!hustend kämpfte er sich zu ihm vor. Seishiro war bereits aufgestanden und klopfte den Staub von seinem Anzug, was sich allerdings als ein aussichtsloses Unterfangen herausstellte.
Seishiro-san!! Ist Alles in Ordnung?! Bist Du verletzt?! Subarus Körper wurde erneut von einem Hustenanfall durchgeschüttelt.
Keine Sorge. Mir ist nichts passiert, nur dass ich meiner Zeit weit voraus bin scherzte er und deutete auf die durch Staub ergrauten Haare. Subaru fiel ein Stein vom Herzen.
Hier nimm das er zog ein Taschentuch aus seiner Jackeninnentasche und hielt es Subaru über Nase und Mund.
Nicht das Du mir noch eine Staublunge bekommst! lächelte er ihn an.
Seishiro war so führsorglich, dass es Subaru ganz warm ums Herz wurde.
Aber Deine Lunge..weiter kam Subaru nicht als er auch schon von Seishiro unterbrochen wurde.
Das ist schon in Ordnung, Subaru-kun. Schließlich bist Du noch jung und hast das ganze Leben noch vor Dir! Ich hingegen habe mein Leben im Prinzip schon gelebt und für meine zukünftige Braut gebe ich gerne meine Lunge aufsein Lächeln wurde in keinster Weise unterbrochen.  
Seishiro-san!!rief er gequält. Subarus rote Gesichtsfarbe stand nun in einem wunderbaren Kontrast zu dem weißen Taschentuch. Da war er wieder, Seishiros seltsamer Humor. Er wünschte nur das Seishiro-san aufhören würde, ihn so damit aufzuziehen. Es verpasste seinem Herzen einen Sprung und einen Stich zur selben Zeit.
Laß uns weitersuchen Seishiro legte einen Arm um Subaru. Dieser schaute ihn erstaunt an, als er die Wärme von Seishiros Hand auf seiner Hüfte spürte. Seine Nähe war tröstlich, alleine hätte er es wohl noch nicht mal bis hierher geschafft. Trotzdem konnte er nichts bezüglich Hokuto-chan wahrnehmen, fast so als ob sie....nein! Das hätte er gewusst! Er konzentrierte sich auf das was vor ihm lag.
"Hallo? Ist hier jemand? Entschuldigen Sie das wir hier so eindringen...."rief Subaru leise durch den Flur.
Der Boden war verkachelt und in den Ritzen hatte sich bereits Unkraut und Schmutz angesammelt. An den Wänden hingen verstaubte und zur unkenntlichkeit verbrannte Bilder. Alte Lampen zierten den morschen Treppenaufgang, der sich vor ihnen erhob. Das Holz war durch die Feuchtigkeit aufgequollen und sah nahezu wie Holzkohle aus.
Sie betraten den Raum zu ihrer rechten, aber er war genauso wie die übrigen Zimmer auf der unteren Etage verlassen. So stiegen sie die Stufen hinauf.
"Entschuldigen sie...."rief Subaru. Die Stufen knarrten gefährlich bei jedem Schritt.
Bei den Kerzen in den gläsernen Lampen ging es nicht mit rechten Dingen zu. Alle seinen Sinne warnten ihn. Das Licht das sie abgaben, hatte nicht unbedingt was mit Helligkeit zutun. Es sah unnatürlich aus. Eine Mischung aus Gelb und Grün. Seishiro folgte ihm und schaute gebannt nach oben.
Vor ihnen erhob sich eine große Flügeltür unter deren Türschlitze Licht drang. Subaru öffnete sie vorsichtig.
"Hallo? Entschuldigen sie..." er steckte den Kopf durch die Öffnung und sah 2 Personen auf dem Boden liegen.
Hier ist jemand! Schnell lief er zu ihnen. Seishiro bleib an der Türe stehen. Er hatte schon genug Leichen gesehen, dass ein Blick genügte und er wusste was hier vorging. Subaru kniete sich vor die reglosen Gestalten. Es war tatsächlich das verschwundene Ehepaar. Ihr Gesicht war verzerrt zu einer Maske des Schreckens und der Angst. Betroffen wandte er den Blick von ihnen ab. Er hatte sie zu spät gefunden! Durch was für eine Hölle mochten sie gegangen sein, dass ihr Herz dabei stehen geblieben war? Seishiro hatte sich von der Türe gelöst und trat nun neben Subaru. Dieser war zu sehr in seine Gedanken verstrickt, als das er den kühlen Blick des Tierarztes bemerkt hätte.
Steiger Dich nicht zu sehr in ihr Leid hinein, Subaru-kun. Es hilft ihnen nicht, wenn Du deshalb leidest. Suchen wir lieber weiter nach Hokuto-chan
Hokuto-chan! er richtete sich ruckartig auf. Vor ihnen lag noch eine Tür, die er kraftvoll aufstieß.
"Das Zimmer sieht so aus, als ob es einer jungen Frau gehört...." sein Blick wanderte durch den Raum.
Das ganze Zimmer wirkte irgendwie grotesk. Die Beleuchtung war wie im Flur, die Vorhänge bewegten sich als ob eine sanfte Brise durch sie durch fuhr, aber es stand kein Fenster offen. Eine alte Standuhr deren Glas zersprungen war und deren Pendel stillstand hatte sogar etwas bedrohliches.
Selbst das große, weiße Himmelbett in der Ecke wirkte entrückt, als ob es nicht hierher gehörte.
"Oh mein Gott!! Hokuto-chan!" Subaru lief auf die Gestalt die auf dem Bett saß zu.
Hokuto saß reglos auf dem Bett und ihre großen grünen Augen starrten leer in den Raum.
Hokuto-chan! Hokuto-chan!! verzweifelt rüttelte er sie durch, doch ihr Gesichtsausdruck blieb unverändert.
Wie von Geisterhand setzte sich das Pendel in Bewegung und die Zeiger rückten auf Zwölf. Zeitgleich schlug die Uhr. Ruckartig drehte Subaru sich zu den Uhrenkasten um. Beim zwölften Glockenschlag erschien eine junge Frau hinter Hokuto und hatte den Arm um sie gelegt. Als ob er es geahnt hatte, drehte sich Subaru zu ihr um. Sie war vielleicht 18, höchstens Anfang 20. Lange schwarze Haare die ihr schönes Gesicht umrahmten. Das Kleid, das sie trug, war nach der Mode vor mindestens 60 Jahren. Ihr Griff um Hokuto verstärkte sich und ihr Kopf lag auf Hokutos Schulter.
Oh, noch mehr Besuch! Wie lange ist es her, dass gleich so viele auf einmal kamen? Schade nur, dass ihr nicht die seit, auf die ich warteflötete sie mit einem giftigen Unterton und ihre Lippen verzogen sich zu einem falschen Lächeln.

"Wenn die beiden, auf die ich warte, endlich kommen würden, dann gäbe es auch keine weiteren Opfer" sagte sie unschuldig "Dabei bist Du noch so jung und hübsch" sie hob Subarus Kinn mit dem Zeigefinger an und betrachtete dessen Profil "Eine Schande...in der Tat"seufste sie und lies von ihm ab. "Aber ich war auch jung als ich damals starb."sie präsentierte sich drehend blieb dann aber abrupt stehen "Das war keine schöne Erfahrung" sagte sie in einem kindlichen Tonfall "Aber verbrennen bzw. ersticken ist niemals schön, nicht?" Munter setzte sie sich aufs Bett. Subaru schaute sie einige Minuten geschockt an bevor er wieder Worte fand.
"Bitte lass Hokuto-chan und Seishiro-san gehen! Was Du mit mir machst ist mir egal, solange Du dadurch Deinen Frieden findest ist es in Ordnung für mich! "flehte er.
"Tsu tsu tsu..." sie schnallste mit der Zunge und schüttelte dabei verneinend den Kopf während sie mit dem Zeigefinger vor Subarus Gesicht wackelte.
"Das kann ich nicht akzeptieren. Zumal dieses Mädchen gerade soviel spirituelle Kraft besitzt, dass ich sie benutzen kann, ohne das sie sich wehrt" sie strich über Hokutos Haar. "Wie heißt es so schön, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muß der Berg...etc.etc. etc." winkte sie ab.
"Aber weil Du so nett darum gebeten hast, werde ich Dich und Deinen Freund schnell töten! Oder vielmehr" sie schwieg eine kurze Minute als ob sie sich die eben gesagten Worte erst noch überdenken müsste "...schneller als die dort" sie zeigte zur Tür hinaus wo die beiden Leichen lagen.
"Oh!" rief sie in kindlicher Überraschung "sieh an!"  die hintere Tür knallte wie von Geisterhand ins Schloss. Subaru drehte sich in diese Richtung, einzig und alleine Seishiro lies den Geist nicht aus den Augen.
" Wie es scheint brauche ich diesen Körper nicht mehr! Du willst doch nicht etwa schon gehen, Sae-chan" rief sie süßlich "dabei hast Du den ganzen weiten Weg auf Dich genommen! Und ich habe Dich sooo vermisst, Schwesterherz!" alleine der letzte Satz triefte vor Ironie.
Die alte Dame von heute Morgen trat vorsichtig und ängstlich zugleich in den Raum. Als sie den Geist sah verlor sie jegliche Gesichtsfarbe.
"Wie lange ist es her? 50 Jahre oder nein, warte! Es waren 53 Jahre und 125 Tage....die Stunden schenken wir uns, nicht? Wir wollen ja nicht penibel sein" die Augen der Geisterfrau verfolgten jede Regung der älteren Frau.
"Aber Zeit vergeht wie im Flug, wenn man eine Familie hat. Nicht wahr, Schwesterherz?" ihre Augen zogen sich wie bei einer Katze zu Schlitzen zusammen, die mit ihrem Opfer spielte bevor sie zuschlug. Subaru schaute zwischen den beiden Frauen hin und her. Dabei bemerkte er, dass der alten Dame bereits der Angstschweiß auf die Stirn getreten war.
"Mari, es war ein Unfa..."setzte sie an wurde aber harsch unterbrochen.
"Schweig! Du hattest ein schönes Leben! Freunde!" sie deutete auf das tote Paar das vor der Türe lag "Kinder mit meinen Verlobten!" brauste sie auf. Je wütender sie wurde, desto mehr verzerrte sich ihre optische Gestalt "Ihr habt mir Alles genommen! Sogar mein Leben!!"
"Wir waren jung und haben uns einfach ineinander verliebt! Es war keine Absicht Mari!!" händeringend versuchte sie sich zu rechtfertigen doch sie wurde von einer unsichtbaren Kraft gepackt und gegen einen Schrank geschleudert. Benommen sackte sie in sich zusammen.
"Deshalb habt ihr mich einfach sterben lassen?!! Weil ich Euch im Weg war!!" bittere Tränen rannen dem Geist über die durchsichtigen Wangen.
"Du hast ihn mir weggenommen! Du hast Dich absichtlich von ihm schwängern lassen, damit er auch ja bei Dir bleibt! Das war sehr schlau von Dir, das muss ich schon sagen!" sie trat vor die ältere Frau. Auf Subaru machte das den Eindruck, als ob man ein und dieselbe Frau sehen würde. Auf der einen Seite in jung und auf der anderen Seite in alt.
"Ihr habt mich den Flammen überlassen! Alles brannte! Der einzige Ort wo ich Schutz suchen konnte war im Uhrenkasten!" sie deutete auf die dunkle Standuhr. "Dort bin ich elendig erstickt und verbrannt, wegen Euch!!!!" schrie sie gequält auf. Mittlerweile hatte sich ihre ganze Gestalt deformiert. Die Haare waren kaum noch zu erkennen. Sie schien ein grüner Lichtquell mit roten Augen und krallenartigen Händen und zerschlissenem Gewand.
Sae, die alte Dame, schnappte nach Luft und rang hilfesuchend mit den Händen in der Luft. "Nein, nein..."jammerte sie "so war das nicht!" dicke Tränen quollen aus ihren alten müden Augen.
"Warum weinst Du denn?! Du hast gar kein Recht dazu!" fauchte sie genoss aber sichtlich jede Träne.
"Du warst so wütend....als Du Sachen nach uns geworfen hattest...auf der Flucht bin ich aus Versehen an den Tisch ...."stammelte sie.
"Willst Du damit sagen das ich etwa kein Recht dazu hatte?!" unterbrach sie der Geist herrisch.
"Nei..Nein! Es war keine Absicht das die Öllampe runter fiel. Er hatte mich weggestoßen als eine Schale auf mich zuflog....ich prallte gegen den Tisch...und dann....war plötzlich überall Feuer" sie brach weinend zusammen.
"Wir wollten dich von der anderen Seite rausholen", sie deutete auf eine Seitentüre "aber sie war verschlossen!" sie hielt ihr ihre Hände entgegen, die die jeweiligen Brandnarben zeigten wo der Türknauf das Fleisch versenkt hatte. "Vorne brannte Alles und es breitete sich so schnell aus....so schnell...."
"Du..."setzte sie an  und schlug mit ihrer Kraft erneut zu als Subaru sich dazwischen warf und den Schlag für die alte Frau abfing. Die Kraft war so stark dass es ihn in eine Ecke des Zimmers schleuderte.
"Törichter Junge!" sagte Mari abfällig.
"Nicht! Sie sind doch Schwestern! Eine Familie!" warf er ein und versuchte er sich aufzurichten. Die alte Frau sammelte all ihren Mut und rappelte sich auf. Es konnte nicht angehen, dass ein Kind für sie die Hiebe einstecken sollte. Ihre Angst überwindend, ballte sie die Hände zu Fäusten bis sich ihre Knöchel weiß abzeichneten.
"Denkst Du wirklich wir hatten ein so wunderschönes friedvolles Leben geführt?!" sie machte einen Schritt auf den Geist zu "Er war nach diesem Vorfall ein anderer Mensch!  All seine Pläne lösten sich in Luft auf! Er trank und lebte in der Vergangenheit...er verlor seine Arbeit...und nun hat er die gesundheitlichen Schäden zu tragen.." sie war wie ausgewechselt und stellte sich ihrer Schwester entgegen.
"Ich bin mein Leben lang nicht aus dem Dorf gekommen. Durfte Kochen, Waschen, Putzen! Tag für Tag! Jahr für Jahr! Die Kinder habe ich alleine großgezogen, da er in seinem Suff nicht mehr in der Lage dazu war. Stellenweise leben wir sogar in Angst vor ihm und Nachts, ja Nachts, da erscheinst Du mir in meinen Träumen! Soviel zu meinem schönen Leben! Ich bin gealtert, sieh" sie hielt ihr die Hand entgegen, die runzlig und voller Schwielen war. Gezeichnet durch ein hartes Leben, doch der Geist drehte angewidert den Kopf zur Seite.
"Willst Du immer noch mit mir tauschen?! Sieh mich an, Mari!!!" schrie sie hysterisch und weinte bittere Tränen.
Subaru versuchte die ältere Frau zurückzuhalten. Er wusste wie gefährlich es werden konnte, wenn der Geist die Kontrolle verlieren würde. Seine Nackenhaare stellte sich auf und er spürte wie sie Energie anstaute.
"Beruhigen sie sich!" vielleicht würde er sie dazu bewegt bekommen, wie vernünftige Menschen über das Problem zu reden.
"Ich denke das reicht" Seishiro, der vorher noch ruhig an dem Türrahmen lehnte und alles beobachtet hatte, kam auf sie zu.
"Seishiro-san! Nicht!" Subaru streckte die Hand nach ihm aus. Er hatte gehofft, dass sie ihn vergessen würden und wenigstens  Seishiro-san entkommen würde. Aber nun hatte er sich mitten ins Schussfeld begeben.
Mit einer geschmeidigen Bewegung nahm er die Brille ab und verstaute sie in seiner Jackentasche. Seine Hand legte sich über Subarus Augen, der daraufhin bewusstlos zusammensackte. Mit stoischer Ruhe trug er ihn zum Bett und legte ihn neben Hokuto, die er kurz darauf ebenfalls in die Bewusstlosigkeit schickte und somit Maris Kontrolle entzog.
"Wer...Wer sind sie?!!" verunsichert wich Mari vor ihm einen Schritt zurück.
"Es ist wirklich zu schade. Die Firma Tagure plant hier in wenigen Tagen eine Besichtung. Sie wollen dieses Land erwerben um hier eine Rodung und einen Abbau von Rohstoffen, durch ausländische Firmen, vorzunehmen. Mit Sicherheit hättest Du mir eine Menge Arbeit abgenommen, da Du ja jeden in Dein Haus einlädst und so gastlich behandelst, aber daran lässt sich jetzt wohl nichts mehr ändern. Du bist nutzlos für mich" sagte er kühl.
"Alleine das Du meine Beute verletzt hast und beabsichtigt hattest ihn zu töten" er wischte Subaru das Blut vom Mundwinkel und leckte es von seinem Finger "kann ich nicht untoleriert lassen! Das ist nämlich nur mir vorbehalten!" ein gefährliches Glitzern zeigte sich in seinen Augen.
"Feuer war also damals Dein Verhängnis...obwohl, eigentlich war es Dein Temperament" er musterte den Geist kurz bevor er sein Feuerzeug zückte "Du hättest besser aus Deinen Fehlern gelernt".
"Gehen sie weg!!!" schrie Marie auf und wich zu dem Uhrenkasten zurück.
Ungerührt zündete er es an und sprach eine Beschwörung. Aus dem Feuerzeug trat eine riesige Stichflamme, die den Geist erfasste und Stück für Stück zerfraß.
"Neeeeiiiiin!!!" schaurig hallte Maris Stimme durch das ganze Haus.
"Mari!! Mariii!! Nicht noch einmal!!!" Sae lief zu ihrer Schwester und versuchte das Feuer auszuschlagen, doch es hatte bereits die untere Hälfte des Geisterkörper ausgelöscht. Plötzlich legten sich die Arme der brennenden Geisterfrau um ihre Schwester und hielten sie in einem festen Griff. Zu spät erkannte die alte Frau ihren großen Fehler und starrte sie mit entsetzten Augen an.
"Diesesmal werde ich nicht alleine gehen!!!!!" sagte sie feste und so verloschen beide im Feuer des Sakurazukamori.
"Subaru-kun, Subaru-kun...."er setzte sich auf die Bettkante "wie oft muss ich Dein Gedächtnis noch manipulieren?" er strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht "Aber Du hast ja noch ein wenig Zeit, bevor unsere Wette ausläuft".

Subaru setzte sich ruckartig im Bett auf und schaute sich um. Er befand sich in der Pension. Als er an sich hinab sah trug er einen Pyjama. Wie war er hierher gekommen? War er nicht in diesem alten Haus gewesen?
"Mist! Er hat uns schon wieder bemerkt, Seichan!"
"Scheint so, Hokuto-chan"  hörte er eine ihm vertraute Stimmen. Vorsichtig drückte er die Bettdecke runter und entdeckte am Ende Hokuto und Seishiro, die wohl versucht hatten sich an ihn ranzuschleichen, wie sie es häufiger taten.
"Nee-chan! Seishiro-san!!" erstaunt brachte er nichts mehr über die Lippen.
"O ho ho ho" lachte sie laut auf und hielt sich die Hand vor den Mund "Ich kann nicht glauben, was für einen leichten Schlaf du hast, Subaru! Dabei solltest Du nach der Gestrigen Aktion mindestens 3 Tage schlafen und noch nicht mal von einem Erdbeben geweckt werden!" sie setzte sich aufs Bett
"Guten Morgen Subaru-kun"  begrüßte ihn Seishiro und rückte seine Brille zurecht "Ich hole dann  das Frühstück für uns 3!" und verschwand zur Türe hinaus.
"Sei-chan hat mir Alles erzählt" sagte sie in einem ruhigeren Ton "Du warst der strahlende Ritter, der gleich 3 Frauen auf einmal gerettet hat!" stolz nahm sie ihn in den Arm und beide schmiegten zufrieden die Wangen aneinander. Bis Subaru sich von ihr löste.
"Wie bitte?  Ich..ich kann mich an nichts erinnern" Subaru hatte keine Ahnung wovon sie sprach.  Das letzte woran er sich erinnerte war, dass er in eine Ecke geschleudert worden war und danach lag alles wie unter einem dicken Nebel.
"Es ging wohl etwas wüst her, aber im Nachhinein hast Du es wohl geschafft den Geist von seinen Rachegelüsten abzubringen! Die beiden Schwestern gingen danach Hand in Hand ins Jenseits" erzählte sie aufgeregt.
"Beide?..."war da nicht nur ein Geist? Aber wenn Hokuto es sagte musste es wohl so gewesen sein. Seishiro drückte die Türe auf und kam mit einem großen Tablett ins Zimmer.
"Frühstück!"rief er gutgelaunt
"Seishiro sagte, dass Du ziemlich erschöpft warst! Er hat uns beide hierher zurückgetragen! Das verlangt geradezu nach einer Belohnung! Vielleicht sollte ich Euch beide doch noch einen Tag hier lassen" lachte sie.
"Hokuto-chaaaan!" Subaru lief rot an und hätte sich am liebsten die Decke über den Kopf gezogen.
"Heißt das etwa ich habe Deinen Segen vor der Eheschließung eine Honeymoonnacht mit Subaru-kun zu verbringen?" amüsiert schenkte er eine Tasse Tee ein.
"Aber nur eine!"  hob sie ermahnend den Zeigefinger.
"Hai hai" sagte Seishiro und reichte ihr die Tasse "Du bist zu gütig, meine zukünftige Schwägerin! Dabei war das doch selbstverständlich."
"Was für ein Gentleman! Bist Du sicher das Du meinen Bruder mit dem Brett vor dem Kopf haben möchtest und nicht mich?" zwinkerte sie ihm zu
Subaru beobachtete die beiden wie sie miteinander rumflachsten und lächelte. Er war hier mit den beiden Menschen die er am meisten mochte.
Wenn man nicht auf das Aufpasst was einem lieb ist, verliert man es schneller als man denkt' schoss es ihm in den Kopf. Wer hatte das noch mal zu ihm gesagt?.....egal! Er schüttelte den Kopf. Dieses mal würde er besser aufpassen.
"Subaruuu!! Beeil Dich Dein Tee wird kalt!"rief Hokuto ihm zu.
"Gomennasai!"rief er schnell und sprang aus dem Bett.
Kurz darauf saßen alle 3 vergnügt am Tisch.
Das nächste mal würde er besser aufpassen! Ganz bestimmt!
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