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Räuber und Gendarm

von Vampy
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Bikky Goldman Dee Layton Drake Jamie Jay "JJ" Adams Randy "Ryo" MacLane Ross Barclay
16.03.2005
20.02.2007
3
26.478
 
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16.03.2005 12.360
 
Montagmorgen 7 Uhr. Ryo bereitete sich auf den Flug vor, der in 2 Stunden ging. Er ging noch mal alle Sachen durch und er telefonierte auch noch mal mit Stillman, wegen den Waffen, die er vor Ort vermutlich brauchen würde. "Und Du bist Dir sicher, dass ich dann wirklich welche habe?" , "Hey, Randy, hab ich Dich jemals hängen gelassen?!" , "Nein, aber ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache." Er setzte sich auf einen Stuhl und hielt das schnurlose Telefon weiterhin in der Hand. "Was für ein komisches Gefühl?" , "Wenn ich das wüsste." , "Nun reiß Dich mal am Riemen! Immerhin hab ich Dein M195 schon auf den Weg geschickt." , "Ja?" , "Klar und eine P229 mit Schalldämpfer." , "Noch mehr?" , "Lass Dich überraschen." , "Du verstehst Dein Fach wirklich, was?" , "Hey, dafür werde ich bezahlt, Randy." Der Waffenhändler lachte leise und wurde wieder ernst. "Was ich Dich noch fragen wollte, Stillman... Sind die 'Geschenke' auch schon unterwegs?" , "Natürlich. Matteo wird für alles weitere sorgen, sobald Du in Palermo eingetroffen bist. Sorry, Randy!", sagte er dann. "Ich muss leider auflegen! Kundschaft!" , "Ja, schönen Tag noch." Damit hatte er aufgelegt und zog sich das Hemd aus, welches er trug und Bikky kam in diesem Moment in die Stube. Er hatte sich einfach mal frei genommen von der Schule. Ryo passte das zwar nicht so ganz in den Kram, aber er musste es so machen, da er ihn ja zur Mutter bringen wollte. "Ryo, wie lange wirst Du brauchen?" , "Ich bin so schnell wie möglich wieder hier." , "Hm? Wirklich??" Er guckte ihn traurig an und Ryo nickte. "Klar!" Damit drehte er sich weg und Bikky sah ein paar Flecken in Ryo's Nacken und ging näher zu ihm ran. "Was hast Du da?" , "Wo??" Der Mann sah den Jungen an. "Im Nacken!" Ryo ging ins Bad und drehte dem Spiegel den Rücken zu, bevor er den Kopf drehte. /Knutschflecke?! DEEEEEEE!!/ Er schnaubte wütend, aber irgendwie hatte er diese Küsse im Nacken doch gemocht. /WAS denkst Du hier eigentlich!?/ Er war knallrot im Gesicht, weil er sich selbst dabei ertappt hatte, dass er an Dee dachte und auch noch, wie dieser ihn küsste. Daraufhin schnappte er sich gleich eines der Hemden die dort lagen und zog es sich über.
Die Zeit war schnell vergangen und Ryo machte sich mit Bikky auf den Weg zu der Mutter, weil Bikky dort ja die Tage bleiben sollte. Er stoppte den Wagen und der Junge entdeckte die Kids, die schon den bekannten Wagen umzingelt hatten. "Ich will nur Gutes von Dir hören, wenn ich wiederkomme, verstanden?" , "Ja." , "Und Du wirst die Wohnung nicht betreten?" , "Ja, aber ich frage mich, warum Du mir trotzdem den Schlüssel gibst, wenn ich nicht in die Wohnung soll!!" , "Es kann immer mal sein, dass etwas passiert und dann brauchst Du Waffen." Bikky nickte. "Und wenn es sein muss, dann zögere nicht jemanden umzubringen." , "Soweit wird es sicherlich nicht kommen.", beruhigte Bikky den Mann. "Wollen wir es hoffen, Bikky, wollen wir es hoffen." Der Junge stieg aus und grinste den Dieb noch mal an. "Viel Spaß in der Sonne und beim Schwimmen im Meer!!" , "Die Zeit werde ich sicherlich nicht haben!" Er lachte und dann schlug Bikky die Tür zu und wurde von den Kids zur Mutter begleitet. Ryo sah ihm wehmütig hinterher, denn... /Du darfst nicht daran denken, Ryo. Ihm wird bestimmt nichts passieren./ Er seufzte leise und erinnerte sich dann an den Brief, den er noch im Handschuhfach hatte. "Ach ja, den muss ich auch noch wegbringen!!" Damit startete dann den Motor.
Den Flughafen erreichte er, trotz des Verkehrs und des Umweges, den er wegen dem Brief fuhr, auch recht schnell und gab dann noch mal ein leises Seufzen von sich, denn er wog sich in Sicherheit, was trotzdem ein Fehler war. Bis auf die Keramikwaffe und die Klaviersaite hatte er keine anderen Waffen bei sich. Es herrschte ein ziemliches Gedrängel, was dem Mann ausgesprochen gut gefiel. Nachdem er die Sicherheitskontrollen hinter sich gelassen hatte, ließ er sich in dem Fenstersitz der ersten Klasse nieder und seufzte leise. "Geht es Ihnen nicht gut?" Ein junger Steward hatte sich ihm genähert. "Nein, mir geht es gut. Danke." , "Wirklich? Ich hole Ihnen sonst ein Glas Wasser." , "Ein Whisky wäre mir jetzt lieber!", scherzte er und der Steward lachte. "Wenn irgendwas ist, dann fragen Sie einfach nach Malcom, okay?" Er lächelte und seine blaue Augen funkelten. Ryo nickte einfach nur, da irgendwas an diesem Mann anders war, aber er konnte sich nicht erklären was.
Schnell waren die meisten Plätze belegt und Ryo las eine Zeitschrift, während er seine Umgebung musterte und vor allen Dingen den Steward. "Wenn Du den weiter so anstarrst, dann will er mit Dir auf dem Klo reden." , "W---WAS?!" Er sah neben sich, aber dort saß noch niemand, als er hochblickte sah er in ein Paar dunkelgrüner Augen. "Was machst Du hier, Dee?!" Ryo starrte ihn weiterhin an und der Polizist ließ sich in den Sitz sinken. "Ich habe Urlaub und hatte Dir vergessen zu erzählen, dass ich auch nach Sizilien fliege." Er grinste und Ryo hatte dieses Grinsen sofort durchschaut. "DAS soll ich Dir glauben?" , "Hey... ich hab gedacht, ich kann Dich begleiten, damit Du Dich nicht so alleine fühlst." Er meinte dies wirklich ernst, aber Ryo brauchte kein Anhängsel!! Vor allen Dingen niemanden von der Polizei! "Wie bist Du eigentlich an ein Ticket 1. Klasse gekommen?! Und es ist doch bestimmt kein Zufall gewesen, dass Du ausgerechnet neben mir sitzt!" Er sah ihn eindringlich an und Dee zuckte mit den Schultern. "Ich verdiene gut und..." , "Polizisten verdienen kaum was.", warf Ryo ein und Dee wurde ganz klein auf dem Sitz. "Ich hab mich ein wenig umgehört und dann habe ich herausgefunden, dass Du diese Maschine nimmst und hier noch Plätze frei sind. Dann habe ich J.J. gefragt, ob er mir Geld fürs Ticket leiht." , "J.J.?!" , "Ich hab ihm versprochen, dass wir ein richtiges Date haben, wenn ich wiederkomme. Als Gegenleistung für das Geld." , "Oh Mann... nur um mich zu begleiten? Du musst doch verrückt sein." , "Wahrscheinlich..." , "Ach, was sollte eigentlich die Bemerkung mit dem Steward?" Ryo war wirklich so was von naiv, dass Dee sich das Lachen verkneifen musste. "Man sieht es doch schon an seiner Gestik, Ryo. Und, welcher Mann arbeitet freiwillig als Steward!!" Irgendwie verstand Ryo ihn nicht so richtig und Dee lachte dann doch, aber nur weil Ryo's naiv, verwirrter Blick so süß war.

Der Flug dauerte jetzt schon fast 3 Stunden an und fast alle schliefen oder sahen sich den Film an, der dort lief. Ryo las ein Buch, welches er sich von Zuhause mitgenommen hatte, aber so langsam hatte er keine Lust mehr zu lesen und sah zu Dee. Er schlief und Ryo beobachtete ihn nachdenklich. /Du sitzt hier, in einem Flugzeug, neben der Person, die Dich schon seit 2 Monaten hartnäckig sucht und... machst nichts!/ Er schüttelte den Kopf. /Eigentlich dürfte so was nicht sein./ Er fuhr sich durch die Haare und sah dann das Glas Weißwein an, dass ihm von dem Steward gebracht wurde. /Für diese Reise und das Hotel bezahle ich nicht einen müden Dollar. Don Bosca finanziert alles. Ich muss Dee das Geld wiedergeben, was er von J.J. geliehen hat. Immerhin ist das bestimmt mehr als ein Monatsgehalt./ Er sah den schlafenden Mann wieder an und strich ihm ein paar dunkle Strähnen aus dem Gesicht. Innerlich grinste er dann. /Bin mal gespannt, wie es Dee geht, wenn wir gelandet sind. Ich hab mich daran ja nun schon gewöhnt. Oh Mann... ich muss mich beeilen, wenn wir gelandet sind. Matteo hat immerhin meine Sachen bei sich./

"Dee? Wach auf! Wir landen gleich." Der Polizist wurde sanft durchgerüttelt. "Lass mich schlafen.", murmelte er. "Ich hab kaum geschlafen." , "Dee!!" Langsam öffnete der dunkelhaarige Polizist seine Augen und sah Ryo an. "Sind wir schon da?" , "Wir setzen zur Landung an. Eigentlich wollte Dich der Steward wecken, aber ich hab es dann doch lieber gemacht." Er lächelte und Dee rieb sich die Augen. "Ich bin müde." , "Du kannst schlafen, wenn Du in Deinem Hotel bist." , "Hmm..." Er sah den Dieb weiterhin an und dieser lächelte. "Ich weiß nur zu gut, wie Du Dich fühlst. Du bist noch nicht sehr oft geflogen, oder?" , "Nein, mein 1. Mal gewesen." , "Wirklich?" Dee nickte schwerfällig und wieder kam die Durchsage des Piloten, dass sich bitte alle anschnallen sollen, da sie gleich landen würden.
Sie hatten das Flugzeug verlassen und hatten auch schon ihre Koffer geholt, als Dee sich nachdenklich umsah, da sich die meisten auf italienisch unterhielten. "Kannst Du eigentlich Italienisch?" , "Ein wenig, aber die meisten im 'Four Seasons' können Englisch." , "Four Seasons?!" Dee blieb alles im Hals stecken, aber was hätte er sich auch anderes denken sollen, bei einem 'Geschäftsmann'. "Was guckst Du so entsetzt?", fragte Ryo, obwohl er es sich eigentlich denken konnte. "Ach, es geht mir gerade bloß durch den Kopf welche Zeit es hier eigentlich ist." , "Es müsste abends sein. Sonnenuntergang." , "Aha." Sie hatten den Flughafen verlassen und Dee sah sich um und plötzlich war Ryo verschwunden. "Ryo?" Er sah sich um, aber er fand ihn nirgendwo und auch die Koffer waren verschwunden. "Hey... Ryo?!" Er sah sich ein wenig um, aber der Mann schien wie vom Erdboden verschluckt. "Okay, Dee, ruhig bleiben. Jetzt rauchst Du erst mal eine Zigarette und dann wird er bestimmt gleich wiederkommen!!" Er grabbelte sich seine Zigarettenschachtel aus der Tasche und steckte sich eine an. Genüsslich nahm er einen tiefen Zug und sah sich um.

Ryo näherte sich den Toiletten und dort lächelte ihn schon jemand an. Die Person trug die Sachen eines Limousinenfahrers, was natürlich reine Tarnung war, aber an einem Flughafen am wenigstens auffiel. "Hallo, Mr. Maclane!" Der ca. 1.70 große, recht schmächtige, aber doch schöne Mann, verneigte sich leicht. "Lange nicht mehr gesehen." , "Ja, ich weiß. Ist schon alles da?" , "Natürlich." Er lächelte und zeigte seine weißen Zähne. "Die Koffer wurden, ohne Umschweife, in Dein Hotel gebracht." , "Das ist gut." , "Aber ich habe gedacht, Du wolltest mit dem Job aufhören?" , "Jetzt ja. Nur noch diese Sachen wegbringen und dann höre ich auf, Matteo." , "Schade, schade... Wir werden sicherlich jemand sehr Gutes verlieren." , "Meinst Du?" , "Natürlich. Übrigens, wo wir gerade beim Thema sind. In einem der drei Koffer ist ein Brief. Ein Auftrag." , "Was?!" , "Ein Mann, der mich stört. Nicht schwer, Du solltest es leicht haben, aber jetzt ich muss los. Die Pflicht ruft." Ryo nickte und dann war der, nicht nur Waffenlieferant verschwunden und der Dieb seufzte, denn er wollte doch keine Aufträge mehr annehmen.

Nachdem Dee die Zigarette aufgeraucht hatte, war Ryo immer noch nicht da und grummelnd setzte er sich in Bewegung und ging nach draußen. Taxis über Taxis. /Ob er manchmal schon ohne mich los ist? Hmm.../ Er sah sich um und dann stand Ryo plötzlich wieder neben ihm und hatte ein Lächeln auf den Lippen. "Wo warst Du?" , "Auf Toilette. Hab ich Dir doch gesagt!" , "Toi... Toilette?" Er guckte ganz verdattert, weil er sich ganz sicher war, dass Ryo nichts gesagt hatte, aber dieser nickte einfach nur und rief plötzlich: "Hey!! Da wird ein Taxi frei!! Schnell hin!!" Bevor der Polizist wusste worum es ging, hatte Ryo einen kleinen, dicken, italienischen Taxifahrer angesprochen, der sie zu ihren Hotels bringen sollte und dann saßen sie auch schon im Auto. "Wohin?", fragte der Fahrer mit Akzent und Ryo sah Dee an. "Wie heißt Dein Hotel?" , "Ähem... also..." , "Wohin?! Wohin?! Pronto! Pronto!!", forderte der Fahrer wieder und schien es wirklich eilig zu haben und wurde auch langsam wütend, weil keiner der Beiden etwas sagte. "Four Seasons!", sagte Ryo schließlich. "Kennen Sie das?" , "Si! Si!!" Damit trat er aufs Gaspedal und Ryo sah seinen Begleiter an. "Du hast Unsummen für das Ticket ausgegeben, aber Dich nicht um ein Hotel gekümmert?" , "Das hatte ich völlig vergessen, wenn ich ehrlich sein soll." , "Ist ja nicht so wild, Dee." Er lächelte. "Im Penthouse fühle ich mich eh immer so alleine." , "Pent... house?"

"Das ist ja DER WAHNSINN!!!" Sie befanden sich nun im Penthouse und die Angestellte lächelte Dee an, der diese Räumlichkeit bewunderte. Es waren riesige Zimmer, die einfach nur elegant wirkten. Überwiegend war alles in weiß gehalten und es gab vereinzelt große Pflanzen, die alles heimischer wirken ließen. Und dann waren da auch noch die riesigen Fenster und der Pool, der sich draußen befand und da dieses Hotel direkt am Strand stand, war die Aussicht wirklich genial und Dee erkundete alles. "Er sieht so was zum ersten Mal.", flüsterte Ryo der Angestellten zu und sie lächelte. "Wünschen Sie sonst noch etwas, Mr. Maclane?" , "Nein, wenn irgendwas ist, dann werde ich mich schon melden." Sie nickte und fuhr dann mit dem Fahrstuhl hinunter. Ryo brachte seine Koffer in sein Zimmer und dort standen zwei große und ein kleiner Koffer. Das waren natürlich die gewesen von denen Matteo gesprochen hatte. Er öffnete den ersten Koffer und dort waren die gestohlenen Sachen drin und warteten nur auf ihren neuen Besitzer, während Ryo nur auf das Geld wartete. Er schloss diesen wieder und öffnete dann den anderen großen Koffer. Sein zerlegtes M195 war in dem Koffer. Ryo seufzte leise, denn er musste die Summe eines Kleinwagens bezahlen, damit Stillman ihm diese Waffe zukommen ließ. Dann öffnete er den kleinen Koffer. Eine P229 mit SD, Sprengstoff mit Fernzünder und Kugeln für die Keramikwaffen, daneben der Brief von dem Matteo gesprochen hatte und auch noch eine Karte. Er las ihn sich durch. /In drei Tagen. Alexandro Tartini... Beim Mittagsbüffet in seinem Haus./ Er sah sich die Karte des Anwesens an, wo alles genau eingezeichnet war, sogar die Wege, die die Angestellten nahmen waren exakt eingezeichnet. "Das sollte wirklich leicht werden."
"Ich sterbe!", rief Dee plötzlich, aber meinte es natürlich nicht ernst. "Hier will ich sterben und in den Himmel kommen!!" Ryo wusste nicht, wo Dee war und fand ihn, nach kurzer Suche, dann draußen im Pool. Er war mit Sachen hinein gesprungen. "Du hattest es wohl sehr eilig, oder?" , "Oh Mann... Das ist hier wirklich... genial." Er sah zu Ryo der ihn anlächelte. "Komm doch auch rein!!" , "Ich hab Sachen an." , "Und??" Ryo schüttelte den Kopf und Dee grinste: "Nun komm schon. Ich könnte wetten, dass Du das schon immer mal machen wolltest." , "Naja... irgendwie schon." , "Ich fang Dich auch auf, wenn Du Angst hast!" , "Ich... hab keine Angst!!" , "Dann spring!!", grinste Dee und Ryo wollte es auch gerade machen, als das Telefon klingelte. "Entschuldige, Dee." Damit war er verschwunden und der Polizist blieb grummelnd zurück, aber kam dann auch aus dem Wasser und griff nach einem Handtuch welches dort lag. Langsam näherte er sich dem Wohnbereich und, ob er wollte oder nicht, er hörte er den letzten Rest des Telefonats. "Ja, ich werde mich morgen bei Ihnen melden. Ciao." Damit hatte er aufgelegt und Dee fragte: "Mit wem willst Du Dich treffen?" Er rubbelte sich immer noch die Haare trocken. "Mit meinem Geschäftspartner. Immerhin bin ich ja nicht umsonst hier." Die Beiden sahen sich an und schwiegen. "Ich werde etwas essen gehen. Das Hotel hat ein hübsches kleines Restaurant und eine Bar. Du solltest nachkommen, wenn Du trockene Sachen anhast." , "Warum lässt Du Dir das Essen nicht hierher bringen?" , "Irgendwie sitz ich lieber an einem Tisch und beobachte auch noch ein paar Leute, während ich auf mein Essen warte." Damit war er verschwunden.
Dee blieb zurück und rubbelte sich weiter die Haare trocken. Irgendwie war es natürlich bombastisch in so einem Hotel zu sein und nichts dafür zu bezahlen, aber ihm war aufgefallen, dass Ryo sich schon die ganze letzte Zeit so steif und ernst benahm, dass kannte er von seinem Nachbarn nicht. "Wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, weil ich ihn so überrascht habe. Ob er sich wirklich freut, dass ich hier bin?" Er suchte nach dem Bad, welches er auch fand und zog sich die Sachen aus, um duschen zu können. /Aber er verhält sich wirklich anders, seitdem ich auf ihn getroffen bin. Als ob er sich um irgendwas sorgt oder bilde ich mir das jetzt schon ein?/ Er drehte den Hahn auf und war so in Gedanken versunken, dass er immer mehr Heißwasser aufdrehte...
Ryo hatte sich an einen Tisch gesetzt, wo ihn niemand so schnell sehen konnte und überdachte seine jetzige Situation. /Es ist doch verrückt!! Gemeinsam mit einem Polizisten! Argh!! Ryo, nur ein Fehler und alles ist dahin!!/ Er fasste sich an die Stirn und schüttelte den Kopf. /Nein, Dee wird es nicht rausfinden./ Jemand setzte sich zu ihm, aber Ryo bekam dies gar nicht mit, bis er angesprochen wurde. "Du siehst so nachdenklich aus, Randy." Er hob seinen Kopf und blickte in ein Paar strahlend blaue Augen, die er nur zu gut kannte und eigentlich nicht noch mal sehen wollte. "Jack!?" Der Mann lächelte. Er war Ende 20 und hatte helles, fast weißes, schulterlanges Haar. Er war ca. 1.85 groß und muskulös. "Was machst Du hier?!" Ryo knurrte leise, aber Jack schien das nicht zu interessieren. "Ich habe gehört, dass der Don mit Dir reden will und jetzt bin ich hier. Sag nicht, Du willst mich nicht hier haben." , "Ich will Dich nicht sehen, verstanden!?" , "Okay, aber vorher will ich noch etwas von Dir wissen." Er sah Ryo an und wollte gerade etwas fragen, als sich ein weiterer Mann zu ihnen setzte.
"Ich störe doch nicht, oder?" Dee sah den Mann, der neben Ryo saß, eindringlich an und nahm einen Zug von der Zigarette. Der blauäugige Mann musterte Dee und lachte leise. "Wer ist denn das? Doch nicht etwa Bikky? Dann muss er aber schnell gewachsen sein." , "Mein Name ist Dee Layton. NYPD." Die Augen des Mannes weiteten sich und er sah dann wieder Ryo an. "Ich werde gehen. Wir sehen uns sicherlich noch mal, Randy und bestell Bikky schöne Grüße von mir, auch wenn er mich nicht kennt." Ryo reagierte gar nicht und Dee sah diesem Typen hinterher und überlegte, ob er dieses Gesicht schon mal gesehen hatte. Es war eine Angewohnheit von ihm dies zutun, aber er konnte mit diesem Gesicht nichts anfangen und sah dann Ryo an. "Was war denn das für einer? Sag mir jetzt nicht, dass so was Dein Geschäftspartner ist. Und warum nennt er Dich Randy?" , "Meine Eltern haben meinen Namen ändern lassen, als Vorsorge. Die meisten kennen mich nur unter 'Randy' und nein, er ist nicht mein Geschäftspartner, aber er arbeitet auch in dieser Branche." Dee nickte und nahm wieder einen Zug von der Zigarette. "Du scheinst aber nicht begeistert ihn zu sehen. Überhaupt, irgendwie verhältst Du Dich verkrampft." , "Findest Du?" Dee nickte. "Es mag ja vielleicht an mir liegen, aber ich wollte Dir Deinen Urlaub nicht versauen." , "Urlaub? Dee, hast Du schon vergessen, wegen was ich hier bin?" Der Mann klimperte mit den Augen und kratzte sich dann am Kopf. "Vergessen wir das Thema, okay?" , "Okay. Vergessen wir das." Es herrschte kurzes Schweigen und Dee drückte seine Zigarette aus. "Ich bin müde, Dee. Gute Nacht." Damit war der Mann verschwunden und Dee sah ihm hinterher und überlegte, wie er Ryo wieder dazu bekam, dass er lockerer wurde.

Der nächste Morgen brach herein und Ryo schlief wie ein Murmeltier, dass wollte Dee natürlich ändern und er betrat das Zimmer des Mannes. Die Sonne schien durch die Fenster, aber Ryo störte dies nicht und Dee sah ihn an, bevor er sich zu ihm ins Bett legte. "Darling, aufwachen." Murmeln des Mannes. "Hey, komm schon. Immerhin sollst Du mir die Stadt zeigen. Ich hab mich schon fertig gemacht." Ryo schlug langsame seine Augen auf und erlebte einen Schock! Dee lag neben ihm, was schon schlimm genug war, aber er trug auch noch eines dieser hässlichen Hawaiihemden, eine Shorts, hässliche Lederschlappen und natürlich, wie es sich für einen richtigen Tourist gehört, die Fotokamera um den Hals. SCHOCK! "Alles in Ordnung mit Dir, Ryo?" , "SO gehe ich mit Dir aber nicht raus!!" Ryo war hochgeschreckt und konnte sich dieses Grauen nicht ein weiteres Mal anschauen. "Warum nicht?" , "Dee! Wenn mich einer sieht und Du in diesen Kla..." Er hatte ihn wieder angesehen und ließ sich ins Bett sinken. "Ich geb's auf." , "Hey, ich wollte Dich nur wach bekommen." Dee beugte sich über ihn und lächelte. "In diesen Klamotten? Wer hat die Dir gegeben?" , "Ich hab einen Angestellten gefragt." , "Deeee... können wir die Sightseeing-Tour nicht auf morgen verschieben? Ich habe heute eine wichtiges Treffen." , "Nimm mich mit." , "Das geht nicht." , "Warum? Sag mir jetzt nicht, dass ich dort nicht erwünscht bin!" , "Du bist nicht erwünscht!", sagte Ryo darauf und Dee guckte wie ein kleines Kind. "Bi~t~t~e! Ich werd auch ganz artig sein!" , "Es geht aber nicht!" , "Triffst Du Dich etwa mit der Mafia?" Er hatte dies aus Spaß geschmollt und an Ryo's Reaktion sah er, dass er damit recht hatte. "Du triffst Dich mit einem von der Mafia?!", fragte Dee und rüttelte den Körper des anderen Mannes sanft. Dieser schüttelte den Kopf und wollte aufstehen, aber Dee, der sich ja über ihn gebeugt hatte, ließ ihn nicht gehen, sondern wollte das jetzt wissen. "Ja! Ich treffe mich mit jemandem von der Mafia! Was dagegen?!" , "Natürlich!! Immerhin mache ich mir Sorgen!!" Schweigen und Beide sahen sich an. Ryo errötete leicht und fragte schließlich: "Warum machst Du Dir Sorgen?" Dee wollte es nicht wirklich zugeben und druckste. "Warum wohl...? Glaubst Du, ich lasse jeden in meinem Bett schlafen, wenn er betrunken ist? Und, dass ich für jeden Urlaub nehme, nur weil ich ihn begleiten will?" Dee sah Ryo eindringlich an und dieser schluckte, als Dee sich seinen Lippen näherte. "Ich habe mich in Dich verliebt, Ryo.", flüsterte er ihm zu und dessen Herz zog sich zusammen. "Das darfst Du nicht, Dee." , "Warum?" , "Weil es einfach nicht geht." Der Polizist sah den Dieb an und fragte: "Ist dieser Typ von gestern Abend etwa Dein...?" , "Nein, das nicht, aber es geht nicht." , "Warum? Ich werde dafür sorgen, dass es geht!!" Er grinste ihn an und Ryo schlang seine Arme um den Hals des Mannes, was diesen überraschte. "Zieh Dich um und dann machen wir einen kleinen Stadtbummel, okay?"

Gesagt, getan!! Nur knapp eine halbe Stunde später waren sie mit einem Mietwagen des Hotels unterwegs und sahen sich ein wenig in den Kaufhäusern um, was sich dann aber doch als ziemlich schwierig erwies, denn Ryo's Italienisch ließ doch zu wünschen übrig und die meisten konnten kein Englisch. Es war also ein ziemliches hin und her und vieles musste man mit Körpereinsatz erklären, aber trotzdem hatten die beiden Spaß und saßen nun in einem Eiscafé. Natürlich saßen sie unter freiem Himmel, da es warm war und die Sonne schien. "Ich glaube, so viel wie ich in den letzten 2 Stunden erlebt habe, habe ich hier noch nie erlebt!" Ryo lachte und wurde dann wieder ernst. "Ich hatte wohl immer andere Dinge zutun." , "Meinst Du nicht, dass es sicherer ist, wenn ich mitkomme zu diesem Treffen?" (Dee verhält sich wie eine Glucke. Muss umgeändert werden, aber irgendwo auch niedlich. ^^ NEIN! Wird umgeändert!) "Es steht ja noch nicht mal ein Treffen an!!", erklärte Ryo ihm endlich. "Ich muss mich erst mal melden und dann, wenn es dem Don passt, steht ein Treffen an. Und! Was glaubst Du, machen die mit Dir, wenn sie erfahren, dass Du von der Polizei bist?!" , "Weiß nicht... Ist es schlimmer als das, was sie mit den Leuten in den Filmen machen?" , "Darüber will ich nicht reden, aber Du musst mir einen Gefallen tun. Du darfst niemandem davon erzählen." , "Warum? Natürlich verstehe ich den Grund, aber da steckt mehr hinter!" Ryo lachte. "Glaubst Du das wirklich? Ich will nur nicht, dass andere Geschäftspartner erfahren könnten, dass ich mit jemandem von der Mafia Kontakt habe!" Er lächelte Dee an. "Mehr steckt da nicht hinter, verstanden?" Dee murmelte irgendwas und wollte dem Mann keinen Glauben schenken, aber als dann das Eis kam, waren die Sorgen vergessen.

Zur gleichen Zeit bei Bikky. (Wir denken an den Zeitunterschied und bei Bik ist es ja früher, als in Sizilien.) Er schlief und draußen war es früh am Morgen und so langsam wurde es Zeit, dass er zur Schule musste, wenn er dann aufwachen würde. Die Mutter kümmerte sich um die Kinder, während Bikky einfach nur schlief, aber plötzlich... "GUTEN MORGEN!!!!!!!!!" Der junge Dieb riss seine Augen auf, schreckte hoch und wollte diesen Einbrecher schon zur Strecke bringen, als er J.J. erkannte, dem er noch nie persönlich begegnet war, sondern ihn nur aus Gesprächen und von Bildern kannte. "Hiiiiiiii! Ich bin J.J.! Lass uns Freunde werden! OKAY?!" , "WA-WAS?!" Bikky rieb sich die Augen, als wäre dies ein schlechter Traum, aber J.J. verschwand nicht aus seinem Zimmer. "JA! Also, ich bin Dee's Freund! Und, und... Ryo hat mir einen Brief in den Briefkasten gesteckt!!" , "Wie bitte?!" Der rosahaarige Polizist nickte. "Ich soll ein wenig auf Dich aufpassen, wenn ich denn die Zeit dazu habe und da ich gerade ein paar Tage frei habe, habe ich sehr viiiiiiiiel Zeit!!" , "WAAAAAAAAAAAAS?! Ich hör wohl schlecht!! Gib mir den Brief!!!" J.J. hielt den besagten Brief hoch und Bikky überflog die Zeilen und es stimmte tatsächlich! Ryo wollte, dass J.J. auf ihn aufpasste. Innerlich kochte der Junge vor Wut, aber was sollte er anderes machen. "Also, wir kennen uns ja noch nicht richtig. Ich bin Jamie Jay Adams, aber J.J. reicht völlig." , "Okay. Bikky Maclane." Die Beiden reichten sich die Hände und J.J. glitzerte den Jungen an, der größer als er selbst war. "Also, Bikky, was wollen wir als erstes machen?" , "Ich muss in die Schule.", grummelte der Junge. "Ach ja?" Der Polizist guckte traurig. "Eigentlich hatte ich vor, Dir Ikebana und Origami beizubringen." , "ANGENOMMEN!!", sagte Bikky plötzlich. "Wie? Du musstest doch zu Schule, oder?" , "Jetzt nicht mehr." , "Echt??" Der Junge nickte und wollte eigentlich bloß nicht zur Schule, fragte sich dann aber was Ikebana und Origami waren...

Dee und Ryo hielten sich immer noch in dem Eiscafé auf und genossen die Umgebung, aber dann stand Ryo plötzlich auf. "Wo willst Du hin?" , "Zur Toilette." , "Hmm... das letzte Mal bist Du einfach verschwunden und hast nichts gesagt." , "Jetzt hab ich es Dir gesagt.", grinste er und war dann verschwunden, aber natürlich ging er nicht zur Toilette, sondern zu dem Telefon, welches nahe den Toiletten war. Er steckte ein paar Münzen in den Schlitz und wählte dann eine Nummer. Klingeln. "Guiseppe Bosca." , "Randy Maclane." , "Si!" Er zog dieses Wort in die Länge. "Ich habe schon auf Ihren Anruf gewartet. Antonio hat mir schon erzählt, dass er sie gesehen hat, wie die das Hotel betraten." Diese rauchige Stimme ließ Ryo schaudern. "Wirklich?" Der Dieb hoffte bloß, dass Antonio Dee nicht zu ihm gezählt hatte. "Jaaa, aber Sie wollen mir doch sicherlich etwas anderes mitteilen, nicht wahr?" , "Ja, ich habe alles bekommen, was Sie wollten." , "Das ist schön." , "Soll ich zu Ihnen kommen oder wie wollen wir es diesmal machen?" , "Hm, kommen Sie zu mir. Wie immer." Er sprach sehr langsam und deutlich, versuchte sogar den Akzent zu vertuschen, aber das gelang ihm natürlich nicht. "Was ist mit dem Geld der letzten Aktion? Ich will sicher gehen, dass ich den ganzen Betrag bekomme." , "Aber, aber... nichts überstürzen. Wir werden in drei Tagen darüber sprechen. Ich lade Sie selbstverständlich zum Mittag ein. Nehmen Sie sich also nichts vor." Ryo knurrte leise. "Passt Ihnen das etwa nicht?" Es klang so höflich und eklig, dass Ryo am liebsten einfach aufgelegt hätte, aber er musste dem nachgeben. "Doch, natürlich. Ich werde in drei Tagen zu Ihnen kommen. Ich fahre einen dunkelblauen Astin Martin." , "Ich werde meinen Leuten bescheid sagen." Damit war das Gespräch beendet und Ryo hing auf und starrte den Boden an. Seufzen.
Dee wartete auf Ryo und fragte sich schon, ob dieser im Klo ertrunken war. Er nahm den letzten Zug von der Zigarette, bevor er sie ausdrückte und lehnte sich zurück. Er atmete den Zigarettenqualm aus und streckte sich. Während er dies tat musterte er seine Umgebung. 3 Mädchen, die an einem anderen Tisch saßen, kicherten leise als Dee zu ihnen sah. "Hi Girls!" Er lächelte sie an und wieder kicherten sie. "Flirtest Du etwa?" Ryo setzte sich wieder an den Tisch und Dee fragte: "Stört es Dich denn?" , "Nach den Worten, die Du mir heute morgen gesagt hast, sollte es mich stören, oder?" Er schwieg eine kurze Weile und fragte dann: "Warum erst jetzt, Dee? Wir kennen uns doch schon eine gute Zeit." , "Ich weiß auch nicht. Den Abend, wie wir in dem Restaurant waren... Irgendwie ist es da einfach passiert." Er zuckte mit den Schultern. "Ich weiß natürlich, dass Du nicht auf Männer stehst, aber..." , "Das habe ich nie gesagt!" Dee sah ihn überrascht an und Ryo wurde rot, weil ihm auch erst hinterher klar wurde, was er gerade gesagt hatte. "Ähem... also... lass uns das Thema einfach vergessen, okay?!" Dee sah ihn weiterhin an und Ryo errötete immer mehr. "Dee, guck mich nicht so an!! Die Leute gucken schon alle!!" Dee klimperte mit den Augen und die drei Mädchen, denen das nicht entgangen war, waren ziemlich geschockt und auch ein paar andere hatten dies mitbekommen und in Sizilien lebten ja die meisten streng katholisch und da ist so was schon sehr... schockierend. "Wir sollten zum Hotel zurück, Dee! Ich muss noch ein paar wichtige Telefonate führen!!" Damit war er aufgestanden und stapfte zum Auto. Dee brauchte noch etwas, da er die Rechnung bezahlte.

"Das ist aber nicht der Weg zum Hotel.", stellte Dee fest, als sie durch eine kaum bewohnte Gegend fuhren. "Ich wollte Dir meinen Lieblingsort hier zeigen, Dee." , "Und das wäre?" , "Wir brauchen noch ein paar Minuten.", sagte er und wirkte wieder normal, auch viel entspannter. "Weißt Du, Dee, es gibt hier in Sizilien ein Sprichwort, das lautet: 'Ich weiß von nichts, ich habe nichts gesehen und ich war nicht an diesem Ort. Wenn doch, dann habe ich geschlafen.' Du solltest Dir dieses Sprichwort zu Herzen nehmen." , "Kurzum, ich soll alles vergessen, was Du mir erzählt hast." , "Genau." , "Ein dummes Sprichwort, denn ich werde mich nicht daran halten." Ryo seufzte. "Es ist doch nur zu Deinem Besten." , "Warum denn?" , "Ich kann es Dir nicht sagen, verstanden?" , "Warum? Weil ich mich in Dich verliebt habe?" , "Nein... nein!! Nicht deswegen, aber... irgendwann einmal werde ich es Dir sagen."
Ryo hatte sich auf die Straße konzentriert und nicht mitbekommen, wie Dee sich ihm näherte und seinen Hals küsste. "Dee!!" Der Wagen geriet leicht ins Schlenkern und Ryo errötete. "Hör auf damit, sonst baue ich noch einen Unfall!!" Der Polizist wollte aber nicht hören und küsste die Ohrmuschel des Mannes, während seine Hände über den Schoß von Ryo wanderten. "Dee!!" Es klang mehr wie ein Flehen und Ryo bremste endlich ab, aber fuhr den Wagen noch in eine Nische, die dort war und wollte sich dann gegen Dee wehren, aber dieser verschloss ihm die Lippen und wollte jetzt nichts hören. "Ich will Dich." Klare Worte und Ryo wusste nicht, was er sagen bzw. machen sollte. "Wenn Du es nicht willst, kann ich mich beherrschen." Seine dunkelgrünen Augen funkelten so eindringlich, dass Ryo nur den Kopf schüttelte. "Es... geht nicht." , "Du hast Angst, Ryo. Angst Dich zu binden. Irgendwas bereitet Dir Angst." , "NEIN!" , "Und warum nennst Du mir nicht endlich einen Deiner Gründe, von denen Du ständig erzählst?!" Er hatte den Mann fest gepackt. "Dee..." , "Ryo. WARUM?!" , "Weil es einfach nicht geht, verstanden?! Und jetzt lass mich los!! Du tust mir weh!!" Sofort ließ Dee Ryo los, den er so grob gepackt hatte und dieser sah den Polizisten traurig, fast enttäuscht an, aber Dee sagte nichts, blieb still und Ryo fuhr weiter. Der Rest der Fahrt verlor keiner der Beiden ein Wort.

Nacht knapp 20 Minuten Fahrt stoppte der Wagen und Dee dachte über das nach, was er vor wenigen Augenblicken getan hatte und hatte nicht bemerkt, wie der Wagen stoppte. "Hey, wir sind da." , "Hm?" Der Polizist sah sich um und sie befanden sich in dem Vorgarten vor einer Kathedrale. "Eine Kathedrale!" Dee staunte nicht schlecht und ein älterer Mann, in Ordenskluft, kam zu den Beiden, die aus dem Wagen gestiegen waren. "Randy!" Es klang mehr nach 'Rrenndiii', aber das konnte man dem Mann verzeihen. "Ich bin erfreut Dich zu sehen!!" Er ging zum dem braunhaarigen Mann und dieser lächelte sanft. "Du warst lange nicht mehr hier." , "Verzeiht, Padre, aber ich hatte viel zutun." , "Ich verstehe Dich und bin Dir nicht böse." Er strich dem Mann über die Wange und fragte: "Du wirkst traurig, Randy. Ist etwas passiert?" , "Nein, es ist nichts." Ein leises Räuspern. "Oh ja! Das ist Dee Layton, Padre Vittorio!" , "Dee!" Er ging zu dem Dunkelhaarigen. "Ich bin höchst erfreut einen Freund von Randy kennen zu lernen." , "Es ist auch schön Sie kennen zu lernen, Padre." , "Ich hoffe, wir stören gerade nicht.", bemerkte Ryo. "Nein, nein, ich wollte gerade einen kleinen Spaziergang machen." , "Sollen wir Euch manchmal begleiten?" Dee hatte dies gefragt und der Padre lachte. "Nein, so alt bin ich noch nicht. Ich werde es alleine schaffen." Damit ließ er die Beiden alleine. "Ganz schön rüstig für sein Alter.", stellte der Polizist fest und Ryo lächelte. "Du musst erst mal die Schwestern kennen lernen, Dee." , "Warum?", fragte er verblüfft, aber bekam keine Antwort mehr, da Ryo schon im Vorgarten verschwunden war.
Ryo sah sich um und atmete tief ein. Dies war der einzigste Ort, an dem er sich irgendwie sicher fühlte, wenn er in Palermo war. Der Vorgarten der Kathedrale war wirklich fantastisch und Ryo genoss diese Umgebung, ließ sich auf einer Bank nieder und schloss seine Augen, bis sich jemand neben ihm nieder ließ. "Was ist los mit Dir, Randy?" Der Mann öffnete seine Augen und neben ihm saß der Padre. "Wolltet Ihr nicht einen Spaziergang machen?" , "Ich wollte vorher noch mit Dir reden, Randy. Also, was ist los mit Dir?" , "Ich denke schon die ganze Zeit über eine Sache nach?" , "Geht es etwa um Don Bosca?" Padre Vittorio kannte die Geschichten von Ryo, denn jedes mal, wenn er hier war, nahm ihm der Padre die Beichte ab. "Nein, nicht darum. Um etwas anderes." , "Was ist passiert? Geht es etwa um den Jungen, von dem Du mir erzählt hast?" Wieder schüttelte er den Kopf und seufzte leise. "Es geht um... ach, ist egal! ich werde damit schon selbst fertig, Padre. Ihr müsst Euch nicht um mich sorgen." , "Hmm, wenn Du trotzdem noch etwas sagen möchtest, dann suche mich im Beichtstuhl auf. In einer halben Stunde." Damit verschwand der ältere Mann.

Dee sah sich derweil in der Kathedrale um und er blickte zu dem Kreuz, welches sich vor ihm befand. Niemand sonst hielt sich auf und Dee vernahm die Schritte nur zu deutlich und drehte sich um. Dort stand Jack, der Typ mit dem Ryo sich letzten Abend unterhalten hatte. Er trug Motorradkluft und seine blauen Augen funkelten kalt. "Wenn Du Ryo suchst, der ist draußen irgendwo." , "Ich suche nicht Ryo, sondern Dich." Er hatte die Betonung auf das letzte Wort gelegt, weswegen auch immer und näherte sich dem Polizisten, dieser musterte ihn. "Warum? Wir kennen uns nicht und haben nichts miteinander zutun." , "Wirklich? Ich sehe die Sache ein wenig anders." Er setzte sich auf den Altar und funkelte den Mann an. "Was weißt Du?", fragte er eindringlich. "Was?" Dee war verwirrt, da er nicht wusste, was er wissen sollte. "Du weißt doch sicherlich über mich bescheid oder hat Randy nicht von mir erzählt?" , "Was soll er mir erzählt haben? Dass Du nicht mehr alle Tassen im Schrank hast?! Das kann ich mir auch denken!" Er knurrte und Jack funkelte ihn an. "Du wirst noch Dein blaues Wunder erleben, Dee." Die Blicke der Männer trafen sich und dann verließ Jack das Gebäude und Dee sah ihm hinterher und ließ sich auf einer Sitzbank nieder. /Über was soll ich bescheid wissen? Ryo, was für Spiele spielst Du hinter meinem Rücken?!/ Er versuchte irgendwie Zusammenhänge zu finden, aber das gestaltete sich als unmöglich.
"Alles in Ordnung, Dee?" Ryo hatte seinen Freund gefunden und dieser sah ihn an. "Ja, mir geht es gut." Er lächelte und Ryo schien nicht bemerkt zu haben, dass Jack hier war und er wollte dieses Treffen auch erst mal für sich behalten. Plötzlich gähnte er. "Oh Mann, bin ich müde..." , "Tja, das kommt durch die Zeitverschiebung." Er grinste. "Ich habe mich daran schon gewöhnt." , "Mein Körper gewöhnt sich an so was nicht sehr schnell.", stellte Dee fest und Ryo lachte. "Hast Du schon die Schwestern kennen gelernt?" , "Nein, bis jetzt noch nicht. Warum eigentlich?" , "Sie machen herrliche Pasta!!" Er zwinkerte ihm zu. "Und wir haben heute noch nichts richtiges gegessen, da habe ich mir also gedacht, wir könnten ja hier etwas essen." , "Woah! Wirklich?" , "Ich muss noch mit Maria sprechen und dann sollte dem nichts mehr im Weg stehen!!" Er lächelte und Dee stand auf und sah den Dieb an. "Ryo, ich wollte mich noch entschuldigen für vorhin." , "Ist egal." Sofort veränderte sich seine Laune, denn sobald Dee ihm näher kam, fühlte er sich anders und wollte Dee nicht näher bei sich haben, aber irgendwo auch doch. "Ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst." , "Ja, aber..." Er konnte es nicht mit Worten ausdrücken und deswegen küsste er den etwas kleineren Mann sanft. Dieser war natürlich völlig überrumpelt. "Sorry, es ging nicht anders." Er grinste ihn an und Ryo war knallrot und sagte: "Du darfst hier so was nicht machen! Was, wenn uns einer gesehen hätte?! Padre Vittorio akzeptiert so was nicht, findet es sogar ekelerregend!!" , "Was akzeptiert er nicht?" , "Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen!" , "Liebe? Du liebst mich also?!" Ryo errötete noch mehr, denn er hatte wieder etwas gesagt, ohne nachzudenken. "Ich habe nie gesagt, dass ich Dich liebe!!", protestierte er. "Das war gerade eben ein getarntes Geständnis!" , "War es gar nicht!", warf er ein und Dee küsste ihn auf die Stirn. "Ich hab Dich schon verstanden, Darling." , "Nenn mich nicht so!!" , "Warum, Darling?" Er zwinkerte ihn an und Ryo grummelte, aber eigentlich... war es doch ein kleines Geständnis, wenn auch kein richtiges, aber Dee wusste nun etwas mehr über die Gefühle des Mannes.

"HALLOOOOOOOOOOOO!" Bikky hielt sich beim Ikebana-, Origami-Kurs auf und wäre am liebsten gleich wieder verschwunden, da sich dort, neben ihm und J.J., noch 6 weitere Männer aufhielten, die noch viel, viel schlimmer waren als J.J. Einer stand nun vor ihm und lächelte ihn entzückt an. Er war total begeistert darüber einen so schmucken, jungen Mann in seinem Kurs zu haben. "Mein Name ist Milich!" (Nicht Milch) Er klatschte entzückt in die Hände. "Dann haben wir dort noch Simone, Vincent, Klaus, Cloud und Red." Sie klatschten synchron in die Hände und Bikky fragte sich, ob dies überhaupt Männer waren und er fragte sich, ob die überhaupt MENSCHLICH waren!!! "ALSO!! Und Du kleiner Schnuckel, wie heißt Du?!" Milich glitzerte ihn entzückt an und Bikky wurde förmlich in Hypnose geglitzert. "B-Bikky." , "OOOOOCH, WIE SÜSS!!!!!!" Die 6 Männer (?) waren hell auf begeistert und irgendwie hatte dieses Glitzern, der 6 Männer, eine komische Auswirkung auf Bikky und er wollte tatsächlich Ikebana/Origami lernen... (Eigentlich ist der Ikebana-Kurs der totale Insider, aber hätte ich Bikky nicht erwähnt, dann hätte er gewisser Vampir Lestat wieder einen dummen Kommentar vom Stapel gelassen. ;)

Zwei Tage waren schnell vergangen und während Ryo die meiste Zeit nicht im Hotel anzutreffen war, hatte Dee sich die Gegend angesehen und war auch am Strand gewesen, aber irgendwie gefiel ihm das nicht, da er dort lieber mit Ryo gewesen wäre, der ihn aber immer vertröstete und einfach keine Zeit hatte. Es war jetzt Mittag und Dee hatte sich für heute Abend viel vorgenommen, denn es sollte ein schöner Abend werden. Mit diesem Gedanken hatte er sich noch mal an den Strand des Hotels gewagt. Ein paar Mädchen lächelten ihn an und kicherten, als er an ihnen vorbeiging und er schenkte den Mädchen auch ein warmes Lächeln. Er breitete die Decke aus, die er mitgenommen hatte und genoss dann ein Sonnenbad und dachte an Ryo und Jack. Mittlerweile war er sich auch sicher, dieses Gesicht schon mal gesehen zu haben. Er hatte seine Augen geschlossen, was niemand sah, da er eine Sonnenbrille trug. Er dachte an J.J. und fragte sich, ob man schon etwas über diesen Dieb wüsste. Komischerweise fiel ihm dann Padre Vittorio mit seinem 'Rrenndiii' ein und er konnte sich ein innerliches Lachen nicht verkneifen.

Ryo hatte sich in Position begeben und befand sich auf dem Dach einer verlassenen Kirche. Der Wind war angenehm kühlend und er wollte nun den Auftrag erledigen, den Matteo ihm gegeben hatte. Er beobachtete Tartini und seine Familie, durch das Zielfernrohr. Tartini war ein Mann im mittleren Alter, der sich sicherlich schon viele Feinde gemacht hatte, denn Matteo war jemand, der nur selten Aufträge zum Mord vergab, bei ihm sollte man immer erst drohen und wenn das nichts brachte, dann kam der Mord. Das Opfer unterhielt sich mit seinen Kindern und Ryo atmete tief durch und konzentrierte sich. /Noch nicht.../ Er hatte seinen Finger schon am Abzug und hatte den Kopf des Mannes im Visier, dieser tätschelte seinem Sohn über den Kopf und dann zerriss ein Schuss die Luft und der Kopf des Mannes war zerfetzt worden. Ryo spähte weiterhin durch das Zielfernrohr und die Kinder starrten die Leiche ihres Vaters an und fingen an zu weinen. Die Frau schrie hysterisch und umstehende Männer verteilten die Aufträge, dass man den Mörder finden solle. Ryo beeilte sich jetzt und zerlegte sein SSG und brachte die Teile in dem Koffer unter. Jede Sekunde zählte jetzt, da es am Tag war und man ihn leichter finden würde, wenn er sich nicht beeilen würde. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und stieg die Leiter hinunter, die an der Außenmauer angebracht war und einen in den heruntergekommenen Garten brachte. Als er diesen, ohne Eile, verlassen hatte, setzte er sich in seinen Astin Martin und fuhr los. Als er wenige hundert Meter entfernt war nahm er den Fernzünder zur Hand und mit einem simplen Druck explodierte das Dachgeschoss der Kirche und sorgte für weitere Ablenkung.

Der Abend brach herein und wie Dee schon vermutet hatte kam Ryo auch erst wieder am Abend. Es ging gerade die Sonne unter und eine schummerige, aber angenehme Stimmung herrschte im Wohnzimmer. Dee wartete nur auf Ryo und dieser kam dann auch endlich. "Was sitzt Du hier denn ganz alleine?" , "Ich habe auf Dich gewartet." Ryo wirkte kaputt und müde. "Warum? Ist etwas passiert?" , "Nein, aber ich habe hier eine Flasche Wein, zwei Gläser und ich bin alleine." Ryo atmete tief ein. "Ich bin müde, Dee. Ich hatte viel zutun." , "Deswegen mache ich doch gerade so was! Du sollst Dich entspannen und nun leg den Koffer weg und setz Dich zu mir." Er klopfte auf den Platz der neben ihm war und Ryo nickte, stellte den Koffer ab und setzte sich zu dem Polizisten. "War es heute wieder so anstrengend?" , "Der Job ist kein Zuckerschlecken.", seufzte er und Dee öffnete den Wein und goss etwas in die Gläser. "Ich werde dafür sorgen, dass Du heute Abend ein wenig entspannst, Ryo." Er stieß sein Glas gegen das von Ryo und Beide nahmen einen Schluck davon, aber Ryo schmatzte kurz und sagte: "Das ist der Wein, den wir auch in dem Restaurant getrunken haben!" , "Genau." , "Willst Du mich etwa abfüllen?!", grummelte Ryo. "Nein, einfach nur einen schönen Abend haben, okay?" Ryo nickte zustimmend.
Knapp zwei Stunden waren verstrichen und die Beiden amüsierten sich wie schon lange nicht mehr. Keiner der Beiden war betrunken, nur angeheitert und Ryo war jetzt auch wieder lockerer, denn er dachte nicht mehr an den morgigen Tag, wo er sich mit Don Bosca traf und er dachte auch nicht mehr an die anderen Sachen, die ihm sonst immer noch im Kopf schwirrten. Dann herrschte schweigen und Dee sah Ryo an. Es war eine angenehme Stimmung gewesen, aber Dee konnte sich nicht zurückhalten und beugte sich zu Ryo hinüber. Es küsste seine Wange und flüsterte ihm etwas zu. "Ich liebe Dich..." Worte die der Dieb nicht hören wollte, auch wenn er sie gerne zu Dee gesagt hätte, er konnte es nicht. Die Gefahr war zu groß, dass man es dann auf Dee abgesehen hätte und das wollte er nicht. Tränen liefen über seine Wangen. "Du weinst. Warum?" Dee wischte ihm die Tränen weg. "Ich habe Angst...", flüsterte er. "Vor was, Ryo?" , "Ich will nicht mehr, Dee." , "Dann hör damit auf, vor was Du Angst hast." , "Es geht aber nicht." Er schüttelte den Kopf. "Es geht einfach nicht. Ich habe es schon versucht und beinahe hätten sie Bikky umgebracht." , "Wer?" , "Bosca..." Schluchzen und Ryo drückte sich an den Mann ran, der seine Arme um ihn legte und ihn tröstete, auch wenn er nicht im geringsten wusste, um was es ging. Es wusste nur eines, da steckte viel mehr hinter, als er erahnen konnte. "Ich kann nicht aufhören, Dee, weil man dann Bikky umbringen würde!" , "Warum? Ich... ich versteh nicht, was Du mir sagen willst!" Ryo blickte den Mann an und wischte sich dann die Tränen weg. "Ist schon in Ordnung, Dee." Er lächelte gequält, während immer noch Tränen über seine Wangen liefen. "Du solltest das vergessen." , "Ich soll immer nur vergessen, aber ich will nicht!" Seine grüne Augen funkelten und er küsste den Mann, der so verzweifelt wirkte. Er wollte ihm Halt geben. Es war ein inniger Kuss und Ryo genoss ihn, eine Zärtlichkeit die er schon so lange nicht mehr gespürt hatte. "Ryo, ich bin für Dich da. Du musst mir nur sagen, wer Dir schadet und dann werde ich Dir helfen." , "Danke, Dee, aber ich darf Deine Hilfe nicht in Anspruch nehmen." Er strich dem Polizisten ein paar Haare aus dem Gesicht und küsste ihn dann. Dee ging auf diesen Kuss ein und küsste ihn inniger.
Langsam ließ Ryo sich nach hinten sinken, bis er das kalte, weiße Leder der Couch auf seiner Haut spürte. Er hielt das Gesicht des Mannes zwischen den Händen und sah ihn an. "Ich liebe Dich, Dee.", wisperte er so leise, dass es nur Dee hören konnte, dieser lächelte leicht und küsste sanft Ryo's Lippen, wollte einfach bei ihm sein. Er küsste den Hals des Mannes und dieser zuckte zusammen. "Soll ich aufhören?", fragte Dee, aber Ryo schüttelte nur den Kopf und wurde plötzlich hochgehoben. "Was ist jetzt?" Er war verwirrt und Dee trug ihn in eines der Schlafzimmer. "Nicht auf der Couch, Darling. Das ist zu unbequem für Dein erstes Mal." , "Was?! I-ich..." Er errötete und Dee ließ ihn auf dem Bett nieder, wobei er sich über den Mann beugte und ihn küsste. Er ließ seine Küsse zum Hals wandern und knöpfte Ryo das beigefarbene Hemd auf und zog es ihm aus. Der Polizist blickte den Dieb an und strich ihm über das Gesicht, die Schultern, die Brust hinunter bis zu seinem Bauch, wo seine Hand verweilte. Ryo wollte noch etwas sagen, aber konnte sich nicht konzentrieren, da Dee seine Brust küsste und mit seiner Zunge über die erregten Brustwarzen strich. "Ah..." Dee drückte Ryo sanft ins Bett und flüsterte ihm etwas zu, aber Ryo hatte die Worte nicht verstanden und konnte auch nicht mehr fragen, da Dee seine Brust küsste und sanft zubiss, was Ryo leise aufstöhnen ließ. Er zögerte darauf hin etwas, aber strich mit seiner Hand über Dee's Hals, strich ihm dann ein paar Haare hinter sein Ohr und sah ihn lange an. Dee lächelte und wand sich dann wieder dem wunderbaren Körper zu, der sich unter ihm befand.
Er strich mit seiner Zungenspitze über Ryo's erhitzte Haut und dieser wimmerte leise, weil es so quälend, aber doch angenehm war. Immer wieder stoppte der Polizist mit seiner Zunge und küsste diese Stelle ausgiebig und saugte an der Haut. Nach und nach erreichte er Ryo's Hüftknochen und liebkoste diese Stelle ausgiebig. Der Dieb atmete schwerer und Dee wusste, dass er erregt war und diese Erregung drückte sich gegen ihn. Er spürte es ganz deutlich und auch er selbst war erregt. Er strich mit seiner Rechten über Ryo's gespannte Hose und dieser verkrampfte sich unter ihm und stöhnte leise. Dann blickte er Ryo an, dieser hatte sich völlig verkrampft und seine Finger tief im Laken vergraben. "Entspanne Dich, Ryo, ich werde Dir nicht wehtun. Versprochen.", sagte Dee zu ihm und er blickte ihn an. Ryo's Augen hatten einen fiebrigen Glanz und er streckte seine Hand nach Dee's Gesicht aus, dieser ergriff seine Hand und küsste die Fingerspitzen. "Gib mir nur noch einige Momente Zeit, Darling, dann kannst Du es genießen." Ryo nickte und entspannte sich wieder, soweit es ihm möglich war. Dee zog ihm die Hose aus und Ryo schauderte dies, aber es war ein Gefühl der Befreiung, dem er sich hingeben wollte.
Der Polizist rutschte noch ein kleines Stück hinunter und legte die Beine des Mannes auf seine Schultern, was Ryo irgendwie peinlich fand, aber er verließ sich ganz auf Dee, der ihm ja versprochen hatte, ihm nicht weh zutun. Er küsste seinen Innenschenkel und saugte an jedem Flecken Haut, biss sogar zu, was Ryo zu einem Aufstöhnen brachte, aber damit hörte er sofort auf und kitzelte ihn dann ein wenig und Ryo verkrampfte sich sofort. "Hör auf! Das... ist gemein!" Sein Atem ging stoßweise und er konnte ein Grinsen auch nicht unterdrücken. Dee machte noch etwas weiter und mit seiner rechten Hand streichelte er über Ryo's Bauch und seine Lippen berührten endlich sein erregtes Glied. Dieser stöhnte, genoss diese ungewohnten Liebkosungen und wollte mehr davon. Dee strich mit seinen Fingern über Ryo's Bauch bis er endlich das prachtvolle, heiße Organ mit seinen Fingerspitzen fühlte. Er umschloss den harten Penis des Mannes und dieser wurde immer nervöser und wand sich, drückte ihm sein Becken entgegen und Dee fing an seinen Kopf zu bewegen.
Ryo genoss dieses unbeschreibliche Gefühl und stöhnte schwerer und lauter. In seinem ganzen Körper kribbelte es und er bewegte sein Becken schneller, wollte dieses Gefühl länger auskosten und es genießen, aber er konnte es nicht lange auskosten, da er fast zu platzen schien und Dee war einfach nur wundervoll. Ryo dachte nur noch an Dee und er wollte mehr und mit einem lauten, erleichterndem Stöhnen kam er zum Orgasmus, aber Dee ließ nicht von ihm ab, sondern küsste und leckte fast alles weg, denn ein wenig ließ er hinunter laufen, da er kein 'Döschen' dabei hatte. Dann beugte er sich wieder über Ryo und gab ihm einen langen und innigen Kuss. Der Dieb seufzte erleichtert und funkelte seinen Geliebten an. Er schlang die Arme um den Hals des Polizist, der ihn verführte und Beide wollten mehr. Er küsste den Polizisten und schob ihm seine Zunge in den Mund. Dee ging nur zu gerne auf dieses Spielchen ein und ihre Zungen fochten einen Kampf auf, während Ryo ihm sein Hemd auszog, was Dee sich natürlich gefallen ließ und auch als Ryo's Hände zu seiner Hose wanderten und ihm diese ausziehen wollten, aber das musste der Polizist selbst machen und warf sich unachtsam auf den Boden. Dann lösten sie endlich diesen Kuss und Ryo ließ sich wieder ins Bett sinken.
Beide blickten sich lange an und Ryo's Wangen hatten sich in ein tiefes rot verfärbt, dazu schnappte er immer noch nach Luft. Der Braunhaarige schauderte als Dee, der ihm immer noch in die Augen sah, mit seinen Fingern über Ryo's linken Innenschenkel streichelte und seinen engen Eingang erreichte. Er zuckte zusammen, drückte sich ins Bett und keuchte auf, als Dee mit zwei seiner Finger in ihn eingedrungen war. Es tat weh, da dies recht grob geschehen war und Tränen flossen über seine Wangen. Dee küsste sie weg und entschuldigte sich leise, denn irgendwo war es doch die Gier gewesen, aber er wollte Ryo nie wehtun und flüsterte: "Genieße dieses Gefühl, Ryo. Jetzt.", Er fing an, seine Finger zu bewegen und Ryo bäumte sich leicht auf. "Dee!" Er kratzte über die helle Brust des Mannes. Ryo genoss dieses Gefühl jetzt, denn es war doch kein Schmerz, irgendwie... es war wundervoll, wie Dee ihn von ihnen massierte und ihn beinahe so wieder zum Höhepunkt gebracht hätte, aber irgendwas in ihm zögerte es diesmal heraus. "Bitte, Dee... Mehr... Ich kann nicht mehr lange warten." Dee schob einen dritten Finger in ihn und wieder zuckte Ryo zusammen, wollte wirklich mehr und fing an sich zu bewegen, drückte sein Becken den Fingern entgegen und wollte sie tiefer in sich spüren. Dee küsste seine Brust, knabberte an seinen Brustwarzen herum und liebkoste sie mit seinen Zähnen, in dem er die Brustwarzen sanft mit Schmerzen liebkoste und dann wieder an ihnen saugte. "Ahh... Dee... Ich..." Er keuchte nach Luft. "Ich will mehr!" Dee hörte noch nicht auf ihn und sanft umschloss er die rechte Brustwarze mit seinem Mund und biss zu, aber diesmal richtig, solange bis Blut aus der Wunde trat. Ein stöhnender Schmerzenslaut hallte durch den Raum und Dee leckte das bisschen Blut weg und bewegte seine Finger schneller in dem jungen Mann, der mehr wollte und er wollte ihm auch mehr geben.
Endlich zog Dee seine Finger aus ihm und dann sah er Ryo an. "Ich will Dich." Ryo sah ihn an und wollte etwas sagen, aber stattdessen krallte sich in Dee's Rücken fest, da dieser, ohne Vorwarnung, in ihn eingedrungen war. Dee's harter Penis wurde von der Enge des unschuldigen Mannes umschlossen und der Polizist wartete ab und beobachtete den Mann unter sich, dessen Fingernägel sich schmerzhaft in seinen Rücken gebohrt hatten, aber diesen Schmerz beachtete er nicht, da er sich nur auf Ryo konzentrierte, nur auf diesen Mann, in den er sich verliebt hatte. "Ich liebe Dich, Ryo...", flüsterte er ihm zu und spürte Ryo's Fingerspitzen über seinen Rücken wandern, sie strichen über die Male, die sich dort befanden und ein wenig Blut floss aus ihnen. "Ich liebe Dich auch...", brachte Ryo über die Lippen. "Es scheint mir, als würde ich Dich schon Ewig kennen. Als hätte ich immer nur Dich geliebt." Dee schloss langsam seine Augen und ein sanftes, beruhigendes Lächeln zierte seine Lippen, bevor er anfing sich zu bewegen. Die ersten Stöße waren am schmerzhaftesten für den Dieb und Tränen flossen über seine Wange, aber Dee küsste sie weg und bewegte sich langsamer, zärtlicher... wollte Ryo, wie er es versprochen hatte, keine Schmerzen zufügen, auch wenn er wusste, dass er dies nicht wirklich umgehen konnte. Ryo streichelte Dee's Nacken, fuhr durch seine Haare und genoss dieses Gefühl von seinem prächtigen Organ in ihm und Dee fing an sich schneller zu bewegen, welches wieder einen Schmerz in Ryo hervorrief, aber diesen ignorierte er und auch er fing an sich zu bewegen, was Dee überraschte, aber doch sehr gefiel, denn so fühlte auch er anders. Er stieß tiefer in den jungen Mann, der nach mehr schrie: "Schneller, Dee!!" Tränen liefen über seine Wangen und Dee stieß hart und tief in ihn, wodurch Ryo sich immer mehr verkrampfte und er spürte Dee's  Küsse und seinen heißen Atem an seinem Hals. Dieser stieß ein letztes Mal in ihn und Ryo kam zum Höhepunkt, wieder vergrub er seine Fingernägel in Dee's Rücken und kratzte auch noch längs über seinen Rücken. Er spürte diese heiße Flüssigkeit in sich und die immer langsamer werdenden Bewegungen.
Ryo genoss diese sanften Bewegungen und langsam ließ Dee sich auf ihm nieder. Der Dieb streichelte abermals über Rücken des Mannes, aber diesmal waren es natürlich sanfte Berührungen. "Autsch...", bemerkte Dee, als Ryo über Kratzmale strich. "Entschuldige!! Das wollte ich nicht!! Es ist... einfach passiert!" Ryo war es schon wieder unangenehm in dieser Situation zu sein und Dee lag mit seinem Kopf, auf der Brust des Diebes. "Ist in Ordnung. Muss ich halt ein Hemd anziehen, wenn ich mich an den Strand lege." Er grinste Ryo an und dieser wäre am liebsten im Boden versunken. "Ach, Du bist niedlich..." Er überlegte kurz und fuhr fort: "Rrenndiii!!!" Dee grinste breit und Ryo klimperte erst mit den Augen, aber fing dann an zu lachen. Ein herzliches Lachen, wie Dee sofort feststellte.
Sie waren gemeinsam eingeschlafen und Dee wurde durch ein unangenehmes Klingeln wach. Es war das Telefon. Er lag immer noch auf Ryo und dieser schlief wie ein Murmeltier. Dee lächelte verliebt und begab sich dann zum Telefon. Grummelnd nahm er ab. "Ja?" , "Dee?! Ich bin's J.J.!" , "J.J.? Warum rufst Du an?" , "Ich versuch Dich schon seit zwei Stunden zu erreichen!! Ich wusste doch nicht, in welchem Hotel Du bist!! Warum hast Du mir das nicht gesagt?!" , "Ist doch egal. Was ist denn passiert?" Dee fummelte sich eine Zigarette aus der Schachtel und steckte sie sich an. "Gib mir Ryo. Ich muss mit ihm reden." , "J.J., es ist mitten in der Nacht. Ryo schläft. Warum? Was ist passiert?" , "Bikky... Irgendwelche Typen haben sich Bikky geschnappt und niemand weiß, was das für Typen waren und wo sie ihn hingebracht haben." , "WAS?!" Sofort fiel Dee das ein, was Ryo ihm erzählt hatte, dass man Bikky umbringen würde, wegen was auch immer. "Wann ist das passiert!?" , "Vor knapp 2 Stunden. Jetzt haben wir es 18 Uhr." , "Bei uns ist es kurz nach Mitternacht.", knurrte Dee. "J.J., ich werde zurückkommen, verstanden?" , "Was? Und was ist mit Ryo, er muss auch kommen!" , "Er hat hier viel zutun und sollte davon nichts wissen. Es wird sicherlich noch eine Nachtmaschine geben. Die werde ich nehmen, sobald ich in New York angekommen bin, werde ich mich bei Dir melden." , "Ja, verstanden." , "Finde heraus was das für Typen waren, verstanden?" , "Ja, Dee." Damit legte Dee auf, atmete tief durch und drückte die Zigarette aus. Er ging ins Schlafzimmer und fand dort den schlafenden Ryo vor, der von alledem nichts mitbekam. Hastig zog er sich seine Sachen an und näherte sich dem schlafenden Mann. "Ryo... keine Sorge. Ich werde mich darum kümmern." Er gab ihm einen Kuss auf die Wange und verschwand dann.

Ryo wurde wach, weil die Sonne in seine Augen schien. Er rieb sich diese und drehte sich auf den Rücken. "Dee?" Er tastete den Platz neben sich ab, aber dort war niemand. Verwundert sah er sich um und suchte nach dem Polizisten, aber dieser war verschwunden. /Wo ist er denn hin?/ Sein Blick wanderte zu Uhr und er schreckte hoch. "Es ist ja schon fast Mittag!!" Er hastete zur Dusche und dort hing ein Zettel. Ryo zögerte erst ihn zu lesen, aber tat es dann doch.

*Es tut mir leid, Ryo, aber J.J. hat angerufen. Ich musste so schnell wie möglich wieder zurück nach New York. Ich werde eine Nachtmaschine nehmen und sobald ich alles erledigt habe, werde ich mich bei Dir melden.*

Ryo seufzte leise und hoffte, dass Dee so schnell wie möglich anrufen würde bzw. Ryo selbst hoffte, dass er heute Abend schon zurückfliegen könnte. Dann begab er sich in die Dusche und dachte an Don Bosca.
Nur knapp 20 Minuten später fuhr ein dunkelblauer Astin Martin auf das Anwesen von Don Bosca. Überall standen Typen und soweit Ryo wusste, gab es auch Heckenschützen. Er versuchte nicht daran zu denken und stoppte den Wagen, da er die Villa erreicht hatte. Er atmete tief ein und stieg dann aus dem Wagen aus. Seine Sonnenbrille hatte er hochgeschoben. "Der Don erwartet Sie schon." Ryo nickte und griff nach dem Koffer, den er mitgenommen hatte. "Folgen Sie mir bitte." Ryo war unwohl. Er wollte dies nicht, aber er musste und so folgte er diesem Typen in den Speisesaal. Der Don saß dort und nahm etwas zu sich. Ryo schauderte, da dieser Typ wie ein Schwein wirkte und so waren auch seine Tischmanieren. "Randy, ich habe schon auf Dich gewartet." , "Hier sind die Sachen." Er legte den Koffer auf den Tisch und öffnete ihn. "Ich will das Geld und dann bin ich weg." , "Warum hast Du es so eilig, Randy? Habe ich nicht gut für Dich gesorgt?" , "Ge-GESORGT?!" Die Wut kam in ihm hoch. "Jedes Mal, wenn ich mich von all diesem Scheiß hier lösen wollte, haben Sie mir angedroht jemanden umzubringen, den ich liebe!!" Bosca lächelte hinterhältig. "Habe ich nicht vergessen. Deswegen ist ja auch Deine Familie nicht mehr am Leben." Er lachte dreckig. "Aber jetzt reicht es mir. Ich gebe alles auf. Meinetwegen kann ich auch auf das Geld verzichten!"
Ryo wollte gehen, aber Bosca hatte das letzte Wort, wie es sich gehörte. "Wenn Du jetzt gehst, dann wird Bikky sterben." Er blieb stehen, aber drehte sich nicht um. "Ha, ich habe ihm einen Polizisten anvertraut." , "Ja, aber Mr. Jamie Jay Adams war auch nicht ständig bei ihm." , "Woher...?!" Er drehte sich um und lief zum Tisch. "Sohn einer Hure!!", schrie er den Mann an und hätte am liebsten nach ihm geschlagen. "Ruhig Blut, Randy, wie ich schon sagte, einen Auftrag habe ich noch, wenn Du diesen erledigst, dann ist mir egal, was Du machst, wenn Du Dich allerdings weigerst wird Raiden dem Jungen eine Kugel durch den Kopf jagen, oder er wird vorher noch seinen Spaß mit ihm haben." , "Raiden... Jack the Ripper." Er murmelte diese Namen, fasste sich an den Kopf und verfluchte sich für seine Dummheit!! Nur deswegen hatte Jack ihn in dem Restaurant des Hotels aufgesucht, er wollte wissen, ob Bikky hier oder in New York war. /Wie kann man nur so blöd sein?!/ , "Also, was ist nun, Randy? Nimmst Du den Auftrag an?" Er wollte nicht, aber Bikky's Leben stand auf dem Spiel und Jack/Raiden würde nicht zimperlich mit dem Jungen umgehen, wie es ja auch schon sein Beiname verriet. "Ja... geben Sie mir diese verfluchte Akte!!" Der Don schnippte und ein Mann schlug vor Ryo die Akte auf und dessen Augen weiteten sich. "Dein letzter Auftrag, Randy, dann bist Du frei. Erledige den Polizisten Dee Layton." Damit lachte der Don wieder dreckig...

14. April 04    Vampy ^^y

Anm.: GOMEN!! Ich weiß, es ist diesmal sehr viel geworden. *immer kleiner und kleiner werd* Ich hoffe, es ist mir niemand böse. Und das Ende... *fast nicht mehr sichtbar bin* Ich hoffe, auch dafür ist mir niemand böse, aber es gab dafür ja endlich ein Lemon! ^^y
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