Räuber und Gendarm

von Vampy
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Bikky Goldman Dee Layton Drake Jamie Jay "JJ" Adams Randy "Ryo" MacLane Ross Barclay
16.03.2005
20.02.2007
3
26.478
 
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16.03.2005 8.361
 
Fake - Räuber & Gendarm

Titel: Steht oben
Autor: Vampy
Fanfiction: Fake
Disclaimer: Chief Smith und Co. gehören nicht mir, sondern Sanami Matoh und ich bekomme hierfür auch KEIN Geld. Dafür stammt diese Idee von mir.
Warnung: PG-16 Lemon (Soll irgendwann mal kommen)
Kommentar: Ja... jaa... jaaa... Lest einfach. ^^ Und es tauchen Figuren auf, die mir gehören. *meins* *meins* *meins* Also, lieb fragen, wenn ihr sie auch mal haben möchtet. ;)
Legende: "Sprechen"  -  /Gedanken/  -  <abgehörtes Gefasel>
Itemabkürzungen: SSG = Scharfschützengewehr  -  NSG = Nachtsichtgerät  -  SD = Schalldämpfer  -  ISG = Infrarotsichtgerät

Dee saß an seinem Laptop und kümmerte sich um einen Fall, der ihn schon seit fast 2 Monaten beschäftigte, aber bis jetzt hatte er noch nichts wichtiges herausfinden können. Er streckte sich und ließ seinen Blick durch das Büro schweifen. Es war ziemlich chaotisch, wie immer halt. Draußen schien die Mittagssonne und es wurde langsam Frühling. Er schloss seine Augen und ließ sich nach hinten sinken und griff dann nach der Zigarettenschachtel. Nachdenklich zündete er sich eine an und nahm erst mal einen tiefen Zug und dachte nach. /Mann, Mann... Manchmal ist das alles wirklich richtig nervig. Warum zum Teufel hinterlässt der Täter keine Spuren!! Irgendwann muss er doch mal einen Fehler machen!/ Er nahm einen weiteren Zug und aschte dann ab. "Dee? Bist Du da??" J.J. betrat das Büro. "Irgendwas rausgefunden, J.J.?" , "Ich wollte Dich eigentlich nur fragen, ob wir zusammen etwas essen gehen." Er lächelte und konnte Dee diesem rosahaarigen Mann etwas abschlagen?? Vor allen Dingen noch dann, wenn es um das heißgeliebte Essen ging? Nur knapp eine halbe Stunde später saßen sie in einem kleinen schmucken Restaurant und ließen es sich gut gehen. Vergessen war dieser Fall, denn jetzt zählte nur das Essen. "Hat Chief Smith eigentlich schon irgendwas gesagt, weil ich noch nicht vorwärts gekommen bin?" J.J. sah seinen Freund an und dachte kurz nach. "Nein, nicht das ich wüsste, aber ich denke mal, er wird Dir Zeit lassen." , "Wollen wir hoffen, denn ich glaube, bald habe ich den Täter!", grinste er und J.J. klimperte mit den Augen. "Wie denn das? Wir haben doch keine Hinweise gefunden." , "Ich weiß, aber manchmal muss man auch anders handeln." , "WIE?! Du bezahlst doch nicht etwa irgendwelche Kriminelle dafür, dass sie etwas für Dich herausfinden?!" , "Brüll noch lauter J.J., der Koch hat es bestimmt noch nicht gehört.", grummelte Dee und J.J. errötete etwas, da er wirklich etwas laut gewesen war. "Sag jetzt nicht, Du machst das wirklich?!", fragte der junge Polizist in einem normalen Ton und Dee nickte. "Ich habe mich ein wenig umgehört und habe jemanden gefunden, der etwas zu wissen scheint." , "Triffst Du Dich etwa mit ihm?" , "Ja, heute Abend sollte ich einen Anruf kriegen." , "Nimm mich mit!!", forderte jüngere Polizist und Dee sah ihn nachdenklich an. "Warum denn das?" , "Weil... ich Dich beschützen will! Zu solchen Treffen sollte man nicht alleine gehen!! Das ist unsicher!!!" , "Hm? Lass mich das nur machen..." In diesem Moment kam endlich das Essen und Dee ließ es sich schmecken, denn immerhin bezahlte J.J. und das ließ Dee sich nicht entgehen.

"Oh, Ryo!! Danke für Deinen Besuch!!" Die Mutter lächelte ihn an und auch Ryo lächelte und wurde sofort, in dem Vorgarten des Waisenhauses, von den Kindern eingekreist. "Hast Du uns etwas mitgebracht??", fragte ein kleines Mädchen und der braunhaarige Mann ging in die Hocke. "Beim nächsten Mal werde ich Euch was mitbringen." , "Oh Schade!!", seufzten alle, aber Ryo lächelte: "Zur Sicherheit hab ich Euch ein paar Süßigkeiten mitgebracht. Was haltet ihr davon?" , "Cool!! Kriegen wir die gleich???" Die Kinder fingen an herumzuhibbeln, denn sie wollten Süßigkeiten haben, aber die gab es erst später und Ryo ging gemeinsam mit der Mutter in eine kleine Stube. "Ich habe etwas Tee gekocht. Du möchtest doch bestimmt welchen trinken, nicht?" Der Mann nickte und ließ sich auf der Couch nieder und Mary neben ihm. "Wie geht es Dir, Ryo?" , "Ach, es geht. Bikky macht in letzter Zeit ein paar Probleme, aber..." Sie lachte, denn sie kannte Bikky ja auch, hatte in letzter Zeit oft genug auf ihn aufgepasst. "Ich habe auch so meine Probleme mit einen Jungs in Bikky's Alter." , "Mary, ich bin wegen etwas anderem hier." Sie blickte ihn fragend an und er sagte: "Du müsstest in den nächsten Tagen auf Bikky aufpassen..."

Dee und J.J. fuhren zurück zum Revier und irgendwie war J.J. gar nicht damit einverstanden, dass Dee alleine zu diesem Treffen fahren wollte, wenn der Typ anrufen sollte. "Lass mich doch bitte, bitte, bitte mitkommen!! Ich werd auch nichts machen! Ich will einfach nur dabei sein! Weißt Du, ob Du diesem Typ vertrauen kannst?! Was, wenn er Dich einfach abknallt?!" , "J.J.! Es reicht langsam! Ich bin kein kleines Kind mehr, welches beschützt werden muss." Er funkelte ihn böse an und J.J. gab es endlich auf und schwieg. Nach wenigen Minuten hatten sie dann endlich das Revier erreicht und J.J. ging in sein Büro zurück, was auch Dee machen wollte, aber Barclay wollte mit ihm reden. Schlurfend suchte er den Abteilungsleiter auf und begegnete unterwegs auch noch Drake, mit dem er auch noch ein Wörtchen wechselte.
Der Abend brach herein und Dee ging die letzten Fälle durch, aber irgendwie hatte das keinen Sinn. Der Typ war einfach zu gerissen und achtete auf jedes Detail. Seine Spezialität waren Kunstgegenstände. Gemälde, Vasen und auch einige wertvolle Bücher waren dabei gewesen und das schlimme war, dass diese Gegenstände auch von Privatpersonen gestohlen wurden und nicht nur aus Museen! Er schlug die Akte zu und steckte sich eine Zigarette, zumindestens wollte er das, denn die Packung war leer. "So eine Scheiße!!", grummelte er und sah nach draußen, denn der Zigarettenautomat, der sich im Revier befand, war kaputt. Seufzend erhob er sich von seinem Stuhl, griff nach seinem Jackett und zog sich dieses an, aber gerade als er das Büro verlassen wollte, klingelte sein Handy, welches sich in seinem Jackett befand. "Layton." , "Hier ist Phoenix. Ich sollte mich bei Dir melden." , "Ja. Was ist?" , "Wir treffen uns in der 21. Lagerhalle am Pier 10." Damit war das Gespräch beendet und Dee überlegte kurz, ob er wirklich dorthin sollte, aber eine andere Möglichkeit schien es ja nicht zu geben. Er hatte ja jetzt eh Feierabend, also machte er sich auf den Weg zu der besagten Lagerhalle.
Phoenix war nervös, denn er wusste, dass ihm jemand an den Kragen wollte und dieser Jemand war zufällig der, nach dem Dee suchte. Die Halle war zwar belichtet, aber da sie nicht mehr benutzt wurde, wurde sie auch nicht mehr gewartet. Ein Tisch stand neben ihm und auf diesem lag sein Schrotgewehr. Er ging hin und her, wartete darauf, dass Dee endlich eintraf. Dann setzte er sich kurz auf den Stuhl, aber stand sofort wieder auf und steckte sich wohl schon die 11. Zigarette an, nahm einen Zug, ließ sie auf den Boden fallen und zertrat sie unter seinem Schuh. Dann hörte er Geräusche und wirbelte herum. "Wer ist da?!" Er nahm sein Schrotgewehr zur Hand, aber es waren dann keine Geräusche mehr zu hören. Er wischte sich den Schweiß von der Stirn und drehte sich wieder zu der Tür. Sein Gewehr hielt er weiterhin in den Händen, aber das brachte nichts...

Dee hatte die Lagerhalle erreicht und sprang förmlich aus dem Auto heraus und lief hin. Er drückte die massive Tür auf und sah dann Phoenix. Er saß an dem Tisch und vor ihm lag das Schrotgewehr. "Also, ich bin hier. Was hast Du zu erzählen? Doug wird Dich sicherlich schon bezahlt haben, nicht?" Der Mann antwortete nicht und Dee näherte sich ihm. Seine Arme waren tätowiert und wiesen Narben auf, aber der Typ antwortete nicht. "Hey, was soll das werden!? Antworte endlich!" Er stand nun direkt vor dem Tisch und sah Phoenix an. Seine dunklen Sachen waren mit Blut getränkt und Dee legte Zeige-, und Mittelfinger unter das Kinn des Mannes und hob den Kopf an. "Klaviersaite...", knurrte er und sah in das erstaunte Gesicht des Mannes, er wurde völlig überrascht. "So eine Scheiße...", fluchte Dee und wollte die Leiche untersuchen, aber in diesem Moment ging das spärliche Licht aus. "Hey!! Was soll das?!" Er wirbelte herum, aber dort stand niemand, selbst wenn dort jemanden gestanden hätte, hätte er ihn nicht gesehen. "Hast Du Angst Dich mir zu zeigen oder willst Du mich auch so feige umbringen?" Er griff nach seiner Waffe und blieb ruhig, suchte nach Geräuschen, an denen er sich orientieren könnte. "Mhmm... Du bist gleich tot, also such nicht noch nach mir. Du wirst mich nicht finden." , "Scharfschütze?" Er bekam keine Antwort, sondern nur noch ein Schuss, der nur wenige Millimeter vor ihm auf den Boden traf. "Nur eine kleine Warnung.", hörte er diese Stimme sagen und knurrte. "Dann bist Du dieser Typ, was?" , "Ich bin sicherlich nicht umsonst hier, aber ich will sicherlich keinen Polizisten erschießen." , "Ah, wie nett der Herr doch ist." Dee sah sich um, denn er hatte sich anhand der Stimme orientieren können und zielte nun auf einen Punkt.
/Gar nicht mal so schlecht, der Typ.../ dachte sich der Scharfschütze, der ein Nachtsichtgerät trug und mit dem Scharfschützengewehr auf den Polizisten zielte. /Er hat mich direkt anvisiert, aber sieht mich nicht. Das ist schon eine Leistung./ , "Ich bekomme ja gar nichts mehr von Dir zu hören!" , "Sollte ich denn antworten?" Schweigen und der Scharfschütze grinste, denn er konnte den Polizisten genau mustern und das machte ihm einen riesigen Spaß. "Warum hast Du ihn umgebracht?", fragte der Polizist. "Weil er mich verraten hätte und ich brauche niemanden, der mich verrät." , "So, so..." Er beobachtete ihn weiter und der Cop nahm seine Waffe runter, schien auf dieses Spielchen nicht eingehen zu wollen, auch wenn er wusste, dass er auf die richtige Stelle zielte. "Ich werde jetzt gehen, verstanden? Ich kriege Dich sicherlich auch so, mein Kollege wird sicherlich noch was über Dich rausfinden..." , "Wenn Du das sagst." Mit diesen Worten verließ der Polizist die Lagerhalle und der Schütze nahm sich das NSG ab und seufzte, denn er hatte zum aller ersten Mal auf jemanden geschossen und dann war das auch noch ein Polizist gewesen.
Dee grummelte, denn das ging ihm alles gegen Strich und als er sich in den Wagen setzte, klingelte sein Handy. "Ja?" , "Dee? Hier ist J.J.!! Dieser Typ hat gerade wieder zugeschlagen!" , "Was?! Das kann ich nicht sein! Ich bin doch gerade auf ihn getroffen!" , "Wie?" , "Ist egal! Wo bist Du jetzt?" , "Wo wohl? Das übliche Museum..." , "Ich komme sofort hin!" Damit legte er auf und machte sich auf den Weg zu dem Museum, wo in letzter Zeit wirklich viel geraubt wurde.
J.J. und einige andere waren schon anwesend und Dee konnte es gar nicht glauben! Wer war denn dieser Typ, den er vor wenigen Minuten getroffen hatte?! "Hat man diesmal irgendwas gefunden?" , "Die Spurensicherung ist gerade dabei, aber warum sagtest Du, dass es nicht möglich sein kann, dass er hier eingebrochen ist?" , "J.J., hör mir zu! Ich war gerade in eine Lagerhaus und da war der Typ und wollte mich abknallen." , "WAAAAAAAAAAS?! Du siehst!! Ich wollte mitkommen!!" , "Mensch!! Sei still und hör mir lieber zu!", knurrte Dee und fuhr fort: "Ich war dort und dieser Typ hat mich bedroht! Wie soll er gleichzeitig noch einen Einbruch begangen haben?" Ein dickes Fragezeichen bildete sich über dem Kopf und Dee fragte einen anderen Polizisten, ob er wüsste, was geraubt wurde. "Hm, eine gute Frage. Bis jetzt wissen wir es noch nicht, denn es scheint nichts gestohlen worden zu sein." , "Was?!" Dee war völlig baff und der Polizist zuckte mit den Schultern. "Kann ja auch nichts dafür, vielleicht solltest Du mit dem Museumsdirektor sprechen, der weiß sicherlich mehr." Er drehte sich um und dort stand der Direktor. Mittlerweile brach er nicht mehr in hysterische Anfälle aus, wenn man in sein Museum einbrach. Nur das Geld war futsch, welches er für irgendwelche Sicherheitsleute und Kameras ausgegeben hatte.

"Und? Was ist es diesmal??" , "Hey, diesmal ist es nur was kleines, aber es ist wirklich wertvoll. Mein Auftraggeber wird sich sicherlich freuen." , "Das war wieder dieser fette Sizilianer, nicht?" , "Ja." Er hielt eine Brosche hoch. Sie hatte die Form einer ca. 12 cm großen Rose und war mit Rubinen und Smaragden geschmückt, so dass sie wirklich wie eine Rose aussah. Eine wirklich einzigartige Arbeit, mit wunderschönen Steinen. "Wow... was ist die wert?" , "Genug... Von dem Gewinn könnten wir uns zu Ruhe setzen. Und der Don zahlt viel, wenn es wirklich wertvoll ist und er will ja auch nur Sachen haben, die wertvoll sind." , "Hast Du eigentlich schon das Honorar von den Büchern?" , "Wenn ich in drei Tagen nach Sizilien fliege, händigt er es mir aus und ich kriege auch gleich das Honorar für diese Brosche hier." , "Hmm... warum lässt Du mich eigentlich hier?" Der Angesprochene schwieg, aber sagte dann: "Du musst doch darauf achten, dass niemand Verdacht schöpft..." Grinsen. "Ja, schon, aber... ich hab heute auf einen Polizisten geschossen!!" , "Sein Name ist Dee Layton. Ich hab's Dir doch oft genug gesagt." , "Ja, aber... der Typ ist in meinen Augen ein Idiot, aber...er nimmt seinen Job wirklich ernst! Er ist besser als wir denken!!" , "Ach? Bis jetzt hat er uns noch nicht bekommen und er wird uns auch nie bekommen." , "Hmm..." Damit schwieg er und bewunderte nur noch die Brosche in den Händen des Mannes.

Dee konnte es nicht fassen, für ihn war die Situation unbegreiflich. Er war auf den Weg nach Hause und dachte nun über die Ereignisse nach. /Aber wir waren uns doch so sicher, dass es nur einen Täter gibt... Ich versteh das nicht!!/ Er steckte sich eine Zigarette an und blieb an einer roten Ampel stehen. Der Regen hatte mittlerweile eingesetzt und es wurde auch langsam stürmisch. Nach wenigen Minuten hatte er sein Apartment erreicht und zog sich sein Jackett aus, welches auf den Boden flog und darauf folgte die Krawatte und die Schuhe. Er ließ sich in den großen Sessel sinken und seufzte. Seine Wohnung war leer... Die letzte wirkliche Beziehung. Ewigkeiten her. /Oh Mann, wenn das so weiter geht, will  mich doch auch keiner mehr haben.../ Er klimperte mit den Augen. "Was denk ich hier eigentlich?! Ich bin süße 25 und werd doch wohl noch einen Kerl finden, der mich mag!! Oh Gott!! Gib mir doch bitte ein Zeichen, wenn ER in der Nähe ist!!" In diesem Moment klopfte es an der Tür. Fast geschockt ging er zu der Tür und öffnete sie. "Darf ich mal eine Tasse Zucker haben?" Bikky, der 16-jährige Rotzbengel aus dem gegenüberliegendem Apartment. "Warum?" , "Warum nicht? Wir haben keinen Zucker mehr!" , "Komm rein...", grummelte er leise und nahm die Tasse, die der Junge in der Hand hielt.
"Warum brauchst Du jetzt noch Zucker?", fragte Dee, als er in die Küche ging. "Ryo bereitet für morgen schon das Essen vor und wir haben keinen Zucker mehr." Dee kippte etwas in die Tasse und fragte: "Wie geht es ihm eigentlich?" , "Ganz gut... Warum fragst Du?" , "Ach, nur so... Meist ist er ja nicht da." , "Ja, manchmal kann es schon nerven, dass er ständig unterwegs ist, aber... er verdient ja gut Geld, als Geschäftsmann!" Damit grinste der Junge den gleich großen Mann an. "Ich frage mich immer noch, warum ihr ausgerechnet hier wohnt. Ich meine, wenn er wirklich nicht schlecht verdient, dann müsstet ihr Euch doch schon ein Haus leisten können!!" , "Hm... Ich denke, ich sollte jetzt lieber gehen!! Bye, bye!" Damit hatte der Junge die Tasse Zucker ergriffen und war aus der Wohnung verschwunden. Gähnend ging Dee in die Stube zurück und ließ sich wieder in den Sessel sinken. Er drückte auf einen Knopf, der sich auf der Fernbedienung befand und Musik setzte ein. Er ließ sich alles noch mal durch den Kopf gehen, als er sich eine Zigarette aus der Schachtel fummelte und diese ansteckte. Er gähnte und streckte sich kurz, bevor er sich in den Sessel kuschelte und einschlief.

"Bin wieder daaaa!" Bikky schloss die Tür hinter sich und Ryo stand in der Küche und kochte etwas. "Hast Du den Zucker?" Der Junge nickte und stellte ihm die Tasse hin, bevor er sich auf den Küchentisch setzte. "Hat er Dich noch irgendwas gefragt bzw. Dir etwas über den Einbruch im Museum erzählt?" , "Nein, hat mich bloß gefragt, warum wir immer noch in so einem kleinen Apartment leben, wo Du doch soviel verdienst." , "HM!" Damit drehte sich Ryo um und grinste: "Vielleicht weil ich einen Polizisten als Nachbarn habe und seine ganze Wohnung verwanzt ist? Und außerdem leben wir ja auch nicht mehr lange hier." Damit schenkte er wieder seinem Essen die Aufmerksamkeit. "Nachdem ich beim Don war sind wir hier verschwunden und machen uns irgendwo eine schöne Zeit." Das schien den Mann zu  betrüben, weswegen auch immer, dann herrschte Schweigen.
"Warum bist Du eigentlich nicht bei der Polizei geblieben, Ryo?" , "Hm, gute Frage." Er überlegte angestrengt und rührte weiter das Essen durch. "Ich hab die Ausbildung gemacht und war bei einer japanischen Polizei angestellt... Irgendwie hat es mich aber immer mehr interessiert Leute zu bestehlen, als sie davor zu bewahren. Und jetzt hat die Fragerei ein Ende und Du wirst schlafen gehen!" , "WAS?! Wir haben es gerade mal kurz nach 23 Uhr!!" , "Und Du hast morgen noch einiges zu erledigen und da musst Du schon früh wach sein. Also, leg Dich schlafen!!" Grummelnd verschwand der Junge, denn das passte ihm gar nicht, er war noch putzmunter. "Und räum Dein Zimmer noch auf!" Bikky grummelte, denn in seinem Zimmer lag alles mögliche auf dem Boden verstreut. Einige Waffenteile, sein NSG, Klaviersaite, eine Waffe mit Schalldämpfer, Minisender... alles was man so brauchte, als Auftragsdieb und Scharfschütze. Er selbst war zwar nicht so gut wie Ryo, aber er war bei ihm ja auch immer noch in 'Lehre', wobei er, wie Ryo, kein Killer war, aber wenn es sein musste, dann brachte er auch schon mal jemanden um und Phoenix war so eine Ausnahme.

Dee war wieder aufgewacht und rieb sich die Augen. Er hatte eine knappe halbe Stunden geschlafen. Er gähnte und wollte weiterschlafen, aber irgendwie wollte er weggehen!! Es war Freitagabend und er saß einfach nur Zuhause und schlief! So was konnte es doch nicht geben. Er überlegte, wen er anrufen sollte, aber dann kam ihm ein ganz anderer Einfall. Er sprang auf, zog sich hastig an und verließ dann die Wohnung und klopfte an die Tür der Nachbarswohnung. Ryo öffnete die Tür und sah Dee überrascht an. "Ist irgendwas passiert?", fragte der Mann besorgt. "Wir gehen jetzt aus, verstanden?" , "Was?!" , "Hey, lass uns was essen gehen!" Er grinste und Ryo konnte jetzt nicht weg, denn er bereitete sich gerade auf einen Einbruch vor. "Soll ich reinkommen? Ich warte auch solange, wenn Du Dich umziehen musst!" , "NEIN!" , "Hey, klingt ja so, als hättest Du dort ein ganzes Waffenarsenal, welches ich nicht sehen darf..." Ryo lachte gequält, denn das stimmte!! "Ähem, es ist bloß gerade nicht aufgeräumt und ich hab wirklich keine Zeit." , "Och... bitte... nur irgendwo was essen gehen. Ich plan doch auch nichts böses..." Er sagte dies, weil Ryo wusste, dass Dee auch auf Männer stand. Eigentlich kannte Ryo Dee bald besser, als er sich selbst, denn er bezog immer Infos von einigen Typen. "Hey... was ist jetzt?", fragte der Schwarzhaarige ruhig und Ryo sah ihn an und irgendwie fühlte er sich unwohl, schien fast zu erröten. "Ja, ich hol nur schnell... meine Jacke." Er schloss die Tür und Dee blieb dort stehen und fragte sich, warum er auf einmal so komisch war. Sie waren doch schon seit einiger Zeit Nachbarn und waren auch öfters was essen gegangen.
Nach knapp 10 Minuten kam Ryo endlich aus seiner Wohnung und Dee hatte schon gedacht, er würde gar nicht mehr kommen. "Hast Du das geheime Waffenarsenal noch weggeräumt?", fragte er grinsend und Ryo lächelte wieder gequält, denn er hatte die auffälligsten Waffen, wie sein Scharfschützengewehr, ein M195, welches unter anderem auch ein Anti-Fahrzeug-Gewehr war, weggeräumt und der Rest musste dann folgen, wenn er wieder Zuhause war. "Du siehst gut aus." Dee lächelte Ryo an, der sich in der Zeit auch noch umgezogen hatte und jetzt einen sandfarbenen Anzug trug. "Danke...", murmelte der Dieb leise und ging dann die Stufen hinunter, Dee folgte ihm natürlich. Sie standen nun in der Haustür und Ryo bemerkte dieses Wetter. "Es stürmt ja und Gewitter scheint es auch noch zu geben.", stellte Ryo fest und Dee fragte: "Angst bei Gewitter?" Er hatte dies gehaucht und war dicht an dem Dieb vorbeigegangen. "Hör auf damit!", grummelte dieser beleidigt und Dee sah ihn verwundert an. "Mit was soll ich aufhören?" , "I-ist egal! Hast Du Dir schon überlegt, wo wir hinfahren?" , "J.J. war heute mit mir in einem schicken Restaurant." , "J.J.? Das war dieser kleine Rosahaarige, nicht?" Ryo musste so tun, als würde er nur wenig über ihn wissen, dabei spielte ihm auch jemand Infos über ihn zu. "Genau! Der kleine, nervige, anhängliche J.J." Das hatte Dee geseufzt, denn das war wohl der einzigste Mann, der zur Zeit Interesse an ihm zeigte, aber Dee wollte nichts von ihm. "Und jetzt lass uns losfahren!! Ich will hier nicht noch Ewigkeiten stehen!!" Er packte das Handgelenk des anderen und schliff ihn zum Wagen.
Die Beiden waren nun unterwegs und unterhielten sich über alltägliche Dinge. Dee hielt an einer Ampel und Ryo sah ihn an, musterte ihn auf diese Art, wie er nur Auftraggeber und Zielpersonen musterte, was Dee natürlich entging. "Ist irgendwas oder warum werde ich so kontrollierend angeguckt?" , "Nein... mir ist bloß gerade eingefallen, dass ich Bikky keine Notiz hinterlegt habe, wo ich bin." , "Hey, der ist kein Kind mehr." , "Warum? Nur weil er so groß ist wie Du?" , "Das habe ich gerade überhört, aber ich frage mich eh, wie Du an den Jungen gekommen bist." , "Lange Geschichte.", seufzte Ryo. "Ich bin ein guter Zuhörer, denke ich." , "Ich erzähle sie Dir, wenn die Zeit gekommen ist." , "Klingt ja fast so wie in einem Fantasyroman, wo der Bauernjunge nicht erfahren darf, dass er in Wahrheit der Sohn des Königs ist.", grinste Dee und steckte sich eine Zigarette an und Ryo sah nur nachdenklich aus dem Fenster.
Nach einer Weile hatte die Beiden Restaurant erreicht und wurden irgendwie komisch angeguckt, denn zwei Männer, zum Abend hin, waren hier selten, eigentlich gar nicht, anzutreffen. "Warum starren die so?", fragte Ryo leise und schien sich fast ein wenig verstecken zu wollen, hinter Dee. "Keine Ahnung. Vielleicht denken die ja wie wären zusammen." Er bekam keine Antwort mehr und drehte sich zu Ryo um. Er war knallrot im Gesicht und hatte seinen Kopf gesenkt, damit Dee dies nicht sah, aber das war ja nun nicht der Fall, denn so was konnte man nicht übersehen. "Hey, warum wirst Du rot? Hab ich was falsches gesagt?" Er schüttelte den Kopf und in diesem Moment kam ein junger Kellner und führte Beide an einen Tisch.
Kurz nachdem sie sich gesetzt hatten, kam eine junge Kellnerin und zündete die Kerze an, die in der Mitte des Tisches stand, was Ryo wieder leicht erröten ließ, denn Kerzenlicht zu einem freundschaftlichem Abendessen? Zudem gab sie den Beiden natürlich noch die Karten. Es dauerte nicht lange und dann hatten sie ihre Bestellung aufgeben und jeder von ihnen hatte erst mal ein Glas Rotwein vor sich stehen, welches die Stimmung schon mal etwas lockerte. "Was macht eigentlich Deine Arbeit, Dee?" , "Naja, wie soll es gehen? Viel zutun, aber es bringt alles nichts und ich will mich auch nicht über Arbeit unterhalten." Er schwieg kurz. "Und was macht Deine Arbeit?" Ryo wollte gerade anfangen zu erzählen, aber sah Dee dann eindringlich an und dieser grinste nur. "Über Deine Arbeit will ich was erfahren, aber über meine will ich nicht reden." , "Da gibt es auch nicht viel zu erzählen. Stressig." , "Aber es muss doch toll sein, ständig irgendwo auf der Welt zu sein." , "Natürlich und man verdient gut." , "Deswegen machst Du den Job wohl auch nur, oder?" , "Naja, es macht mir auch Spaß." Damit lächelte er leicht und Dee wurde in diesem Moment irgendwie anders und er musste erst mal was trinken.

Bikky hatte wohl schon zum 6. Mal sein Scharfschützengewehr, ein PSG1, auseinander genommen und es wieder zusammengesetzt, weil er nicht schlafen konnte. Er hatte zwar mitbekommen, dass Ryo gegangen war, aber er dachte, er würde einen Auftrag erledigen. Er seufzte und ließ seinen Blick durch das Zimmer schweifen. Einige Kampfmesser lagen auf einem kleinen Tisch. Von denen hatte er bis jetzt noch nie Gebrauch gemacht, wenn dann nahm er die Klaviersaite, nach der er jetzt auch griff und sie straff zog. Eine wirklich geniale Waffe, fand der Junge und  fragte sich dann, wer Ryo dies wohl alles beigebracht hatte. Als Scharfschütze war er ja bei der Polizei ausgebildet worden, aber solche Sachen gab es doch dort gar nicht. Noch nicht mal bei der japanischen Polizei! Er dachte noch etwas darüber nach, bevor er sich dann etwas zu trinken holte, aber irgendwie wunderte es ihn, dass auf dem Stubentisch noch etliche Waffen lagen und auch der genaue Grundriss des Gebäudes, mit den Einzeichnungen der Alarmanlagen, welches heute Nacht noch dran war. /Ist Ryo etwa woanders hin?/ Er zog das eigentliche Bett der Couch hervor, aber dieses Bett war zu einem Waffenlager umgebaut worden und dort lagen die Waffenkoffer, mit ihren Waffen! Nicht eine Waffe fehlte. /Ohne Waffen wird er doch wohl nicht los sein, oder doch?! Nein... das wäre lebensmüde./ Er betrachtete sich nachdenklich die Karte und das Foto von dem Schmuckstück, auf welches es Ryo abgesehen hatte.

Die beiden Männer unterhielten sich gut und Ryo genoss diesen Abend, denn dies war einiger der wenigen, an denen er es nicht bereut hatte einen Auftrag zu verschieben und mittlerweile waren ihm auch die komischen Blicke der anderen egal, was sicherlich nicht daran lag, dass er zuviel von dem Wein getrunken hatte. Seine Wangen hatten schon die ganze Zeit einen leichte Röte und seine Augen funkelten. "Es scheint mir, als hättest Du zuviel getrunken, Ryo." , "Ach Quatsch! Mir geht's gut!!" Irgendwie verhedderte sich seine Zunge schon etwas, aber er konnte noch klar sprechen, aber trotzdem amüsierte dies Dee, denn Ryo war wirklich schon betrunken, auch wenn er es nicht zugeben wollte. "Wir sollten bald gehen, sonst kommt Ryo zu spät ins Bett und hat morgen einen Kater." , "Quatsch..." Er machte eine abweisende Handbewegung. "Bei meinem Job muss ich immer früh aufstehen, ob ich will oder nicht!" Er beobachtete Dee, wie er sich seine Jacke anzog, ihn dann packte und auf die Beine stellte. "Komm, Darling, sonst kannst Du nachher gar nicht mehr aufstehen." , "Warum nennst Du mich Darling?", fragte Ryo, als Dee ihn vor sich schob. "Weil ich denke, dass das zu Dir passt." Der Dieb wollte eigentlich noch etwas fragen, aber er ließ es dann doch bleiben und ließ sich von Dee zu dem Wagen schieben und draußen gewitterte es auch schon.

/Und schon sind wir drin!/ Bikky löste das Seil, mit dem er sich vom Dach abgeseilt hatte und drückte das Fenster auf, bevor er hinein sprang. Als erstes taten ihm seine Augen weh, denn dieser Raum war belichtet und er trug ein Nachtsichtgerät. Als er dieses hochgeschoben hatte, seufzte er erst mal erleichtert und sah sich dann um. Überall standen/hingen Kostbarkeiten, für die er sich aber nicht interessierte, denn das war etwas ganz anderes, was er wollte. Langsam näherte sich Bikky einer Figur aus Jade. Sie war in der Mitte dieses privaten Hausmuseums. Die Alarmanlagen hatte er locker umgangen und nun stand er hier und wollte diese ca. 30 cm große Jadefigur eines Engels habe, für wen wusste er selbst nicht, denn man hatte ja Ryo diesen Auftrag gegeben und überhaupt! Er bekam ja noch keine Aufträge, da er noch kein 'offizieller' Dieb war. Zu seinem Glück war diese Figur, wie auch die anderen Sachen, nicht unter Glas verschlossen, aber bevor sie nahm, sah er sich noch mal um, denn es hätte ja immer noch Infrarotsensoren geben können, aber das war ihm dann auch egal und er griff nach der Figur und löste den Alarm aus. "Uuups..." Er packte diese Figur, stopfte sie in die Tasche, die er bei sich trug und wollte dann verschwinden, aber da waren schon 3 Wachmänner in den Raum gestürmt. "Stehen bleiben!!" Da Bikky dies nicht tat, sondern weiter zum Fenster lief, wurde auf ihn geschossen. "Bleib gefälligst stehen!!", rief wieder einer, aber kein Dieb wäre stehen geblieben! Mit einem galanten Tritt auf das Fensterbrett, sprang er aus dem Fenster und das 3 Meter in die Tiefe. Er landete recht sanft auf seinen Füssen und rannte von dem Grundstück. Er suchte nach dem Platz, wo er sein Motorrad abgestellt hatte und dies fand er auch sofort und dann war er auch schon verschwunden.

"Mir ist schlecht...", murmelte Ryo. "Daran hättest Du denken sollen, bevor Du fast eine ganze Flasche von dem Wein niedergemacht hast.", sagte Dee schwer atmend, da er Ryo vor sich trug, weil bei dem nichts mehr mit Gehen war. Seinen Wohnungsschlüssel hielt er schon in der Hand, damit, falls es irgendwelche Probleme geben sollte, er gleich seine Wohnungstür aufschließen konnte. "Urks... Ich glaub, in einer Woche geht's mir immer noch schlecht." , "Meinst Du?" Dee blieb stehen und blickte in das Gesicht des Mannes, der sich immer mehr an ihn kuschelte und gleich einzuschlafen drohte. Je fester sich Ryo an ihn kuschelte, desto schneller schlug sein Herz und ihm fiel es immer schwerer weiterzugehen. "Mir ist so schlecht..", murmelte Ryo wieder. "Und dabei hab ich noch einen Auftrag. Wie soll ich denn das alles machen?" , "Einen Auftrag??" Dee sah ihn nachdenklich an und irgendwie musste er an diese Einbrüche denken, ob er wollte oder nicht. Er brachte jetzt Ryo damit in Verbindung. "Jaa... Ich... hab noch einen Auftrag..." Er schmatzte leise und kuschelte sich dann an den Polizisten ran. "Ryo?? Was musst Du noch machen?? Was ist das für ein Auftrag?" Er antwortete nicht mehr, da er eingeschlafen war und Dee kam das irgendwie schon komisch vor, aber man hatte ja auch als Geschäftsmann Aufträge und so kümmerte er sich nicht weiter drum und überhaupt traute er es ihm auch gar nicht zu. Dafür war er viel zu schüchtern und schien auch viel zu brav. Er hatte die Wohnungen erreicht und drückte mit seinem Hintern gegen die Klingel. Er hoffte, Bikky wurde die Tür schleunigst aufmachen, aber nichts passierte. Er drückte diesmal etwas länger, mit seinem Hintern, gegen die Klingel, aber wieder passierte nichts. Dann wandte er sich seiner Wohnung zu und suchte nach dem Schlüsselloch. /Gar nicht so einfach, wenn man noch jemand trägt!!/
Nach etlichen Minuten hatte er es dann endlich geschafft und gelang nun in seine Wohnung. Als erstes ging er in die Stube, um Ryo auf die Couch zu legen. Er schlief wie ein Murmeltier, trotz dieses Sturms, der draußen tobte. Er ließ sich in einen Sessel sinken und beobachtete Ryo, aber irgendwie wollte er es nicht dabei belassen und stand wieder auf. Leise ließ er sich neben Ryo nieder und beobachtete ihn dann so, was ihn erröten ließ und er drehte sich weg. /Du kannst Dich doch nicht in Deinen Nachbarn verknallt haben.../ Er schüttelte den Kopf und musste darauf erst mal eine rauchen, aber er konnte seinen Blick nicht von Ryo's Gesicht nehmen, welches so unschuldig wirkte. Er nahm einen tiefen Zug von der Zigarette und beobachtete den Mann weiter und ihm wurde anders. Irgendwie waren das die Gefühle, die er solange schon nicht mehr gespürt hatte, aber auch jetzt waren die Gefühle anders. Irgendwie... viel intensiver und viel angenehmer. Er drückte seine Zigarette aus und hob dann den Körper hoch, um ihn ins das Schlafzimmer, mit dem großen Bett, zu tragen.

Als Ryo seine Augen öffnete, blickte er einen Schrank an, den er noch nie zuvor in seinem Schlafzimmer gesehen hatte. Er gähnte und drehte sich dann auf die andere Seite und dort lag... "Dee?!" Dieser wachte auf, auch wenn es ihm nicht ganz gefiel. "Musst Du so laut sein?" , "Warum bist Du in meinem Bett?!" , "Du bist in meiner Wohnung, Ryo.", murmelte er leise und der Dieb sah sich um und unter anderem entdeckte er auch seine Sachen auf dem Boden, außer seine Shorts, die hatte er nämlich an. "Warum hab ich nichts an??" Er sah Dee an und dieser neigte den Kopf. "Schon vergessen, was gestern Abend passiert ist?" , "W-w-was?! WAS haben wir gemacht?! Du hast es ausgenutzt, dass ich betrunken war?!" , "Du bist wohl der Erste, der die Nacht mit mir vergessen hat.", seufzte Dee kopfschüttelnd. Ryo wurde knallrot und brachte keinen Ton mehr raus, denn er konnte es einfach nicht glauben und vor allen Dingen... Er konnte sich nicht daran erinnern und Dee, dessen Deckenhälfte nur bis zu seiner Hüfte ging, lächelte. "Wir hatten nichts. Keine Sorge... Ich meine, ich weiß noch nicht mal, ob Du auf Männer stehst." Er zuckte mit den Schultern und Ryo versteckte sich unter der Decke, weil es ihm peinlich war, sich vor Dee so zu zeigen. "Hey, ich hab Dich gestern Abend auch ausgezogen. Ich hatte genug Zeit Deinen schönen Körper zu bewundern." Eine noch tiefere Röte überzog Ryo's Gesicht und jetzt zog er sich auch die Decke über den Kopf und drehte sich von Dee weg. Dieser versteckte sich auch unter der Bettdecke und näherte sich Ryo langsam.
"Dee!! Was soll das?!" Er spürte Küsse in seinem Nacken und auch einen leichten Biss. Zudem hatte der besagte Polizist seine Hand auf die Hüfte des Diebes gelegt. "Darf ich nicht?", fragte Dee flüsternd und spürte die Hitze, die von Ryo's Gesicht ausging. "I-ich..." Er zog die Knie an und Dee wanderte mit seiner rechten Hand weiter und strich über den Bauch des Mannes, während er seine Schulter küsste und Ryo nicht wusste, was er machen sollte, denn irgendwie war das etwas, was er wollte, aber auch wieder nicht wollte, weil es, in seinen Augen, falsch war. Sanft drehte Dee Ryo zu sich um und zögerte mit seinem Kuss, aber irgendwie tat er es dann doch und strich dem Mann über die heiße, errötete Wange. "Ich werde jetzt gehen. Ich hab was zutun! Ich fliege übermorgen nach Sizilien." Damit löste sich der Dieb von dem Polizisten und setzte sich aufrecht hin und die Decke glitt von seinem Oberkörper. Der Polizist sah ihn überrascht an und fragte: "Übermorgen? Was hast Du denn in Sizilien zutun?" , "Ich treffe mich dort mit jemanden und ansonsten gehen Dich meine Angelegenheiten nichts an!" Damit stand er auf und zog sich schleunigst an.
Bikky war auch endlich wach. Er stand auf und gähnte dann erst mal ausgiebig, bevor er sich streckte und in die Küche watschelte, um sich etwas zu trinken zu holen. /Ryo wird mir bestimmt eine Standpauke halten, wenn er erfährt, wie ich mich angestellt habe./ Er seufzte, denn er wusste, dass das in einer Katastrophe enden würde, aber als Entschuldigung, hatte er ja wenigstens diese Jadefigur mitgebracht. Er öffnete den Kühlschrank und hörte dann komische Geräusche. "Hm??" Er sah sich um, aber irgendwie war dort nichts. "Hab ich mich wohl geirrt..." Damit nahm er ein Glas aus dem Schrank und hörte wieder etwas. "Was ist denn das??" Er sah sich um und dann fiel ihm ein, dass das Abhörgerät, welches auf Dee's Wohnung bezogen war, dort stand. <Argh! Manchmal könnte ich mich selbst schlagen! Dee Layton, jetzt hast Du Dir alles vermasselt. Er war richtig sauer, als Du ihn darauf angesprochen hast!> Bikky hörte noch ein Seufzen von dem Polizisten und dann tippte ihn jemand an. "UWAAAAAAAAAAAAH!!!" Ryo stand dort und funkelte den Jungen an. "Was machst Du da?" , "Ich hab... also... Dee hat was gesagt und ich hab's abgehört! So wie sonst auch immer!" , "Wie lange stehst Du hier schon?!" Das musste er fragen, denn immerhin sollte der Junge nicht wissen, dass er bei Dee geschlafen hatte. "Ein paar Minuten! Ich wollte mir was zum Trinken holen und hab dann komische Geräusche gehört!!" Er zeigte auf das Glas, um diese Aussage mit dem Trinken zu festigen und bemerkte dann, dass Ryo etwas muffelte. "Sag mal, wo warst Du gestern Abend?! Du riechst so, als hättest Du in einem Weinfass geschlafen!!" Er hielt sich die Nase zu und entfernte sich etwas von Ryo. "Ich war weg... Hab mir einen schönen Abend gemacht." , "Aha..." Schweigen und Bikky überlegte, ob er Ryo gleich erzählen sollte, was er gemacht hatte oder es auf später verschieben sollte, aber das brachte ja dann auch nichts. "Duuuu, Ryo... ich hab gestern Abend was gemacht..." Der Ältere sah seinen Schützling an und dieser fing dann an zu beichten.

Gegen 11 Uhr kam Dee beim Revier an, da er arbeiten musste. J.J. war schon ganz besorgt, weil Dee eine Stunde überfällig war. "Oh Mann!! Ich hab schon gedacht, irgendwelche Typen haben Dir gestern Abend noch aufgelauert und Dir eine Kugel in den Kopf gejagt!!" J.J. hibbelte durch das ganze Büro und Dee steckte sich eine Zigarette an. "Hast Du jemandem davon erzählt, was ich gemacht habe?" , "Nein! Aber gestern Abend hat ER wieder zugeschlagen!!" , "Was?! Wann?!" , "So gegen... Mitternacht." , "Dann kann Ryo schon mal nicht in Frage kommen...", seufzte Dee erleichtert. "Ryo?? Wer ist denn das??" J.J. sah seinen Freund nachdenklich an. "Mein Wohnungsnachbar. Ich hab Dir schon von ihm erzählt. Er kommt aus Japan." , "Ach ja!! Stimmt. Wir hatten uns ja mal vor einiger Zeit getroffen, aber ich frage mich, wie Du auf Ryo kommst. Ist er etwa verdächtig?" , "Nein, ich war gestern Abend mit ihm zusammen, als dieser Einbruch geschah." , "Zu? Sam? Men?" , "Ja, wir waren essen." Er zuckte mit den Schultern und zündete sich eine Zigarette an. "Das machen wir öfters, wenn er dann mal Zuhause ist." , "WAAAAAAAAAAAS!? Wie oft ward ihr jetzt schon gemeinsam was essen, ohne mir etwas davon zu erzählen?!" , "Hey, J.J.!! WIR SIND NICHT ZUSAMMEN! Also musst Du auch nicht eifersüchtig sein!!" Der Polizist nickte und verließ dann das Büro und Dee zog an der Zigarette, aber die Sache mit Ryo und seiner Reise nach Sizilien ging ihm nicht aus dem Kopf.

Ryo stand vor den Koffern, die er mit nach Sizilien nahm. Irgendwie wollte er nicht, denn er wusste, wer dort auf ihn warten würde und er wollte nicht auf diese Person treffen. "Ryo, alles in Ordnung mit Dir?" Als er sich umdrehte, stand dort Bikky. "Ja, ich hab bloß gerade nachgedacht." , "Du bereitest Dich schon heute auf den Flug vor?" , "Ja, ich hab noch was zutun und wollte schon alles fertig haben." Er seufzte. "Du scheinst nicht begeistert zum Don zu reisen." , "Ach, weißt Du... Es gibt da etwas, was mich beunruhigt, denn..." , "Sein Name ist Raiden, nicht?" , "Woher weißt Du von ihm!?" Der Dieb war geschockt, denn Bikky sollte niemals etwas über ihn erfahren. "Du sprichst manchmal im Schlaf von jemandem, der so heißt." , "Du belauschst mich im Schlaf?!" Er schüttelte den Kopf. "Das nicht, aber... manchmal rufst oder schreist Du sogar seinen Namen..." Der Junge schien besorgt und sah den etwas kleineren Mann an. "Hm! An die Träume kann ich mich aber nicht mehr erinnern!", lachte er und Bikky fragte: "Gehst Du eigentlich wieder ohne Waffen oder nimmst Du diesmal welche mit?" , "Letztes Mal hätten sie mich beinahe bekommen, diesmal habe ich eine Keramikwaffe bei mir." , "Keramik?" , "Sie werden von den Metalldetektoren nicht erfasst!", grinste er und hielt diese Waffe hoch. "Was braucht man denn da für Kugeln?" , "Nun, sie bestehen aus einer Art Pappe. So genau kann es ich Dir eigentlich nicht erklären, aber es ist vom Vorteil eine zu haben." Damit ließ er sie, erst mal, in seinem Koffer verschwinden. "Kriegt man so was zu kaufen?!" , "Nein, aber es gibt eine Handvoll Waffenfreaks hier in Amerika, die so was bauen können. Dies ist also eine Spezialanfertigung, aber ich hab sie schon in Japan bekommen. Ich hab sie von..." Er schwieg, weil er diesen Namen nicht noch mal sagen wollte. "Ist ja auch egal! Lass uns heute noch irgendwas unternehmen! Wir müssen auch noch zur Mutter." , "Warum?" , "Weil sie auf Dich aufpasst, während ich weg bin!" , "Waaaas? Ich bin doch alt genug!!" , "Ja, ich weiß, aber..." Er seufzte leise. "Ich mach mir halt immer noch Sorgen und jetzt unternehmen wir irgendwas, okay?" Bikky nickte grinsend und fragte: "Musst Du eigentlich noch was machen?" , "Nein, zum Glück nicht, da Du das ja für mich erledigt hast, aber ich muss heute Abend noch mal Stillman aufsuchen." , "Stillman? Warum?" , "Ich muss mich um ein paar Waffen kümmern. Immerhin brauch ich welche, wenn ich in Sizilien bin, aber jetzt lass uns das Thema abhaken!! Lass uns was unternehmen!!"

"Chefchen!!" Dee war in das Büro seines Chefs geplatzt oder hatte, besser gesagt, die Tür eingetreten und hatte einen bombensicheren Entschluss gefasst. "Ich brauch Urlaub!! Und das sofort! Am besten für 2 Wochen!!" Er hatte seine Hände auf den Tisch geschlagen und Chefchen, der gerade ein Magazin gelesen hatte, hatte dies zusammengeknittert und wirkte nicht gerade begeistert über Dee's Auftreten. "Seit 20 Jahren lese ich jetzt mein Salzwasser-Sportmagazin und jetzt kommst Du und ruinierst mir meine allmonatliche Stimmung, wenn ich es lese.", sagte Chefchen ruhig und schrie dann: "Kannst Du nicht anklopfen?! NEIN!! Der Herr muss mir gleich die Tür eintreten!!" , "Ist doch egal! Krieg ich nun den Urlaub!?" , "Für was?!" Beide sahen sich in die Augen und Dee sagte: "Was geht Sie denn das an?" , "Ich will es einfach wissen, immerhin haben Sie mit DEM Fall zutun." , "Ich weiß, aber... ich denke, Barclay sollte sich in der Zeit mal darum kümmern, während ich nicht hier bin." , "Ich weiß trotzdem noch nicht, wo Sie hinwollen." , "Ich will zu meiner Oma! Sie liegt in einem sizilianischem Krankenhaus und sie ist schwerkrank und ich bin ihr einzigster Verwandter." , "Ihre Oma? Klar geb ich Ihnen den Urlaub." , "Danke, Chefchen!!! Ich bin dann gleich verschwunden!!" Und schon war Dee weg, aber plötzlich fiel Chefchen ein, dass Dee ja ein Waisenkind war. "HEY! LAAAAAAAAAAAAYYYYYYYYYYYYYYYYYTOOOOOOOOOOOOOONNNNNNN!!!!" Aber jetzt war es schon zu spät und Dee machte sich gleich an die Reisevorbereitungen und vor allen Dingen, brauchte er ja auch noch ein Ticket, am besten noch das Flugzeug, welches auch Ryo nahm, aber das erst mal rausfinden, war auch schon eine Glanzleistung.

(Anm.: Ich habe keine Ahnung, wie lange man mit einem Flugzeug von NY nach Sizilien braucht -.- Aber das interessiert ja eh niemanden, weil's ja um die Geschichte geht, oder? ... ODER?! *liebguck* Also, bitte nicht so eng sehen, okay?? *überdimensional große Augen hab und lieb guck*)


Irgendwann Feb. 04.

Vampy^^
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