Gefallene Engel

von kessM
GeschichteAllgemein / P16 Slash
Draco Malfoy Godric Gryffindor Harry Potter Salazar Slytherin
10.10.2004
28.06.2005
7
41.999
24
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10.10.2004 3.202
 
Hey^^°

Das Plot- Bunny hat mich des Nachts hinterrücks und heimtückisch überfallen... folgende Story is das Ergebnis davon. Hoffe, es gefällt^^

WARNUNG: Ich werde kaum nach den Büchern gehen, bzw. sie mir so hinbiegen, wie ich es brauche^.^

Nix meins- bis auf die Story- und Geld bekomm ich auch keins. (Disclaimer gilt auch für die nachfolgenden Kapitel)


Kapitel 1

Dunkle Nacht umhüllte Hogwarts.
Tauchte es in seine samtweiche Umarmung und schenkte seinen Bewohnern die Gnade sich schönen Träumen hinzugeben.
Bis auf... Harry.
Jener streifte gedankenverloren durch die leeren Gänge. Selbst Filch und Mrs. Norris schienen von dieser Nacht gefangen geworden sein. Kreuzte er ihren Weg nicht ein einziges Mal.
Unruhe hatte ihn aus seinem Bett getrieben.
Das Sehnen nach etwas, dass er nicht genau benennen konnte, ihm aber sehr wichtig schien. Diese Sehnsucht wurde mit jedem Tag, den er in diesen Gemäuern verbrachte größer und größer. Das Gefühl hier daheim zu sein, verstärkte sich mehr und mehr. Doch konnte er diese Sehnsucht, jenes Gefühl an nichts fest machen. Er merkte nur, dass es ihn immer unruhiger, kribbeliger, werden ließ. Seufzend lehnte er sich an die kühle Steinmauer. Das Gesicht dem Fenster zugewandt, mit Blick auf den Verbotenen Wald.
Irgendwas war an dieser Nacht. Sie schien geschaffen für etwas magisches. Kaum zu Ende gedacht, gab die Wand hinter ihm nach und er stolperte rückwärts in eine dunkle Kammer. Die Wand schloss sich sofort hinter ihm und absolute Finsternis umhüllte ihn. Nicht einen kleinen Lichtstrahl erhaschten seine Augen. Seine Stolperpartie stoppte, als er mit dem Rücken an etwas weiches prallte.

Nicht nur Harry verweigerte sich der kraftspendenden Umarmung Morpheus'. Auch Draco wurde von einer unbestimmten Unruhe aus seinem behaglichen Bett getrieben. Seinen Gedanken nachhängend, setzte er einen Fuß vor den anderen. Nicht darauf achtend, wohin. Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte, verspürte er keine. Fühlte er sich dem Schloss doch mehr verbunden als Malfoy Manor. Nur hier fühlte er sich wie zu Hause. Als wenn er nach langer Abwesenheit endlich wieder nach Hause zurückgekehrt sei. Das Gefühl hatte ihn überkommen, als er mit elf das erste Mal diesem imposanten Gebäude gegenübergestanden hatte und es hatte sich in den letzten fünf Jahren von Jahr zu Jahr verstärkt.
Das er weder dieses Gefühl, noch jenes Sehnen nach etwas Unbekannten an etwas Greifbaren festmachen konnte, ließ ihn immer wuschiger werden. Seufzend lehnte er sich an die kühle Mauer. Ließ seinen Blick über die wenigen Lichter Hogsmeades schweifen.
Die Nacht schien wie geschaffen für etwas magisches.
Kaum zu Ende gedacht, löste sich die Mauer hinter ihm scheinbar in Luft auf und er taumelte haltlos rückwärts. Bis er mit seinem Rücken an etwas weiches prallte und so sein Gleichgewicht wieder fand. Erst da wagte er es die Augen wieder zu öffnen und sah... nichts. Absolute Schwärze umfing ihn. Er hob seine Hand. Führte sie zu seinen Augen, spürte sie nah an seinem Gesicht, doch sehen konnte er sie nicht.
"Was...?", keuchte er erschrocken auf.
"Wer...?", erschall es verhalten hinter ihm.
Auch wenn das Wort durch den Schock leicht verzerrt klang, erkannte er es: "Potter!"
"Malfoy!", kam es zurück.
Die Antipathie in beiden Wörtern war nicht zu überhören.
'Na klasse, ein stockfinsterer Raum und dann ausgerechnet der!', ging es beiden durch den Kopf. Da erst wurde ihnen klar, dass sie mit dem Rücken an den jeweils anderen lehnten. Gleichzeitig versuchten sie sich vom anderen zu lösen und erreichten nur, dass sie sich in tiefster Schwärze verloren. Ohne Halt stolperten beide vorwärt, nur um nach ein paar Schritten zu merken, dass der Boden immer steiler nach oben zu führen schien. Bis sie sich gezwungener Maßen an den Wänden zurücktasten mussten. Es gab kein Weiterkommen. Zu ihrer beider Entsetzen mussten sie feststellen, dass keiner ihrer Zauber funktionierte. Weder Lumos noch irgendein anderer Spruch schien Wirkung zu zeigen.
Im wahrsten des Wortes Blind, tasteten sie sich durch die Kammer. Drei der Wege schien immer steiler nach oben zu führen, sodass ein weiterkommen unmöglich wurde und die vierte Richtung endete abrupt in einer senkrechten Wand. Also ging es auch da nicht weiter. Während ihrer Suche haben sie immer wieder die Hände über die glatten Steinwände und die Füße über den Fußboden gleiten lassen. Doch nirgends ein Hebel oder einen ähnlichen Öffnungsmechanismus gefunden. Ein gutes hatte das absuchen jedoch. Sie stellten fest, dass ihnen an ebenen Boden ungefähr zwei Quadratmeter zu Verfügung standen. Und ihnen erst mal nichts weiter übrig blieb, als sich nebeneinander an die einzige senkrechte Mauer gelehnt  zu setzen, um dann erst mal abzuwarten. Ein schwerer Seufzer entrang sich synchron ihren Lippen und ließ sie beide auflächeln. Wie gut, dass es hier so dunkel war. Da sah der Andere es wenigstens nicht.
"Und was nun?", fragte Harry nach einer Weile der absoluten Stille.
Draco hörte weder Angst noch Beklemmung heraus. Eher ein gewisses Maß an Neugierde und Amüsement. Eigentlich genau die Mischung, die auch ihn erfüllte.
"Wenn ich das wüsste, wäre ich kaum mehr hier.", gab Draco ironisch zurück. Da sie in diesem Raum ganz offensichtlich ihrer Zauberkraft beraubt waren, schien es ihnen utopisch, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Beim Abklopfen der Wände hatten sie gehört, dass diese ohne jeden Zweifel meterdick sein müssten. Nicht einen Hohlraum hatten sie erwischt. Dadurch waren Hilfeschreie ebenfalls sinnlos.
Wieder senkte sich Stille über die zwei Leidesgenossen.
Dunkelheit und Stille verwoben sich zu einem Mantel, der sich behütend um sie legte. Nur das leise Ein- und Ausatmen war zu hören.
Weder Draco noch Harry wussten woran es lag, doch sie verspürten nicht den geringsten Anflug von Panik oder Angst. Lag es an der Nähe des Anderen, dessen Wärme sie neben sich spürten? Oder einfach daran, dass sie sich hier heimisch, mit Hogwarts verbunden, fühlten?
Noch etwas fiel auf: der Mantel, welcher beide umhüllte, schien ihre Gefühle zu dämpfen. Verspürten sie doch keinerlei Verlangen, sich mit dem anderen zu kappeln.
In der Ruhe und Schwärze des Raumes konnte die Gedanken der Beiden ihren eigenen Pfaden folgen. Es hätte für starke Verwunderung auf beiden Seiten geführt, wenn sie geahnt hätten, wie ähnlich sich ihre Gedanken im Grunde doch waren. Ihre Erinnerungen zeigten ihnen nochmals alle Fehler und Missverständnisse der vergangen Jahre auf. Und sie kamen zum selben Schluss: Wenn Draco sich weniger wie ein Malfoy benommen hätte und Harry weniger aufbrausend wäre, wären die letzten fünf Jahre für beide wesentlich harmonischer verlaufen. Fanden sie den Gegenüber doch nicht gar sooo schlimm. Im Gegenteil: Harry zum Beispiel bewunderte Draco für seine Beherrschtheit, während Draco an Harry dessen starke Nerven schätzte. Er bezweifelte, dass er so glimpflich durch alle Abenteuer gekommen wäre.

Unmerklich änderte sich etwas zwischen ihnen.
Noch konnten sie es weder greifen noch benennen.
Sie spürten nur, dass sich etwas geändert hatte- im Schutze der Dunkelheit.
Schließlich sank Harrys Kopf auf Dracos Schulter und Dracos Wange gegen den Wuschelkopf. Sie waren eingeschlafen. Das stundenlange Warten hatte seinen Tribut gefordert. Und das erste Mal störte nichts ihren Schlaf. Sie entspannten sich vollkommen. Fühlten sich sicher und geborgen. Alle Sorgen und Lasten weit von sich geschoben.

Während sie schliefen, regte sich etwas in der Finsternis.
Etwas, das lange geschlafen hatte.
Erinnerungen und Mächte, tief vergraben und fest in Ketten gelegt, seit Jahren in tiefster Düsternis gefangen und versiegelt, rüttelten an ihren Fesseln. Zerrten an ihnen, versuchten sie zu sprengen.
Jedoch nur ein kleines Rinnsal schaffte es, sich hindurchzuschlängeln. Dann legte sich erneut Dunkelheit um die geketteten Erinnerungen. Schaffte es, dass sich die Mächte nochmals beruhigten.
Jenes bisschen Wissen, was sich den Weg nach draußen hart erkämpft hatte, reichte jedoch aus, dass sich Harry und Draco in ihrem tiefen Schlaf einander zuwandten, ihre Lippen an den jeweils anderen Hals legten und die inzwischen spitzen Eckzähne in die Schlagader senkten.
Genüsslich saugten sie den Lebenssaft des anderen. Warm und metallisch rann er ihre Kehle hinab und... weckte sie.
In dem Moment, in dem ihnen klar wurde, was sie da eigentlich machten, sich geschockt voneinander lösten, immer noch den Geschmack des Blutes auf ihrer Zunge spürten, öffnete sich unter ihnen der Boden und sie landeten in Dumbledores Büro. Punktgenau auf den beiden Stühlen, die immer vor dem Schreibtisch standen.
Mit weitaufgerissene Augen hockten sie auf ihren Stühlen.
Langsam wandten sie einander ihre Gesichter zu.
Erkannten mit schaudern die spitzen Fangzähne und die veränderten Augenfarben: Dracos sturmgrau glich flüssigem Silber und hinter Harrys moosgrün schimmerte geschmolzenes Gold durch. Hastig führten sie eine Hand zu ihrem Hals. Spürten jedoch nur glatte Haut. Die Bisswunde war bereits verheilt. Ein entsetztes: "Was...?" entwich ihnen, bevor Dumbledore ein ruhiges: "Na, das nenn ich ja mal eine freudige Überraschung." einwarf. Synchron lenkten sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren Direktor. Jener blickte in schreckgebleichte Gesichte, konnte jedoch sonst keine Auffälligkeiten erkennen. Die Veränderungen schienen sich noch nicht zeigen zu wollen. Haben sie sich doch zurückgezogen, als sich die beiden zu ihrem Direktor umdrehten.  
"Sie beide haben uns die letzte Woche ganz schönes Kopfzerbrechen bereitet.", meinte er im leichten Plauderton.      
"Eine Woche...?", krächzte Harry.
"Ja, meine Herren, Sie waren eine Woche spurlos verschwunden."
Dumbledore hätte nie gedacht, dass die beiden noch blasser werden könnten, doch inzwischen glich ihre Gesichtsfarbe, der Farbe eines Gespenstes. Dem Alten war klar, bevor er jetzt weiter in die Jungen drang, musste er sie beruhigen.
Unauffällig sorgte er dafür, dass sich warme Decken um die schmalen Schultern der inzwischen zitternden Jungen legten. Warmer Kamillentee tauchte auf dem Schreibtisch auf und verbreitete sein beruhigendes Aroma im Büro.

Langsam schlürften die Jungen ihren Tee. Froh, dass er den metallischen Geschmack wegspülte.
Dumbledore ließ ihnen eine viertel Stunde Zeit sich zu sammeln. Beobachtete, wie das unmerkliche Zittern nach und nach abebbte.
"Draco, wir haben deine Eltern noch nicht benachrichtigt, da alle Zauber, die wir für eure Suche verwendeten, gezeigt habe, dass ihr euch im Schloss aufhaltet und es euch gut geht. Wir waren lediglich nicht in der Lage euch zu lokalisieren.", teilte der Direktor ihnen mit.
Der Slytherin quittierte das mit einem Nicken. Insgeheim war er froh, dass seine Eltern nicht bescheid wussten. Sie hätten nur wieder alles unnötig aufgebauscht. Und zwar aus dem ganz simplen Grund, dass sie Malfoys waren. Das musste er jetzt echt nicht haben.
'Aber was war das in der Kammer?', dachten beide gleichzeitig.
"Könnt ihr mir sagen, wo ihr wart und wie ihr da hingekommen seid?"
Harry befeuchtete seine trotz des Tees trockenen Lippen. Meinte immer noch Dracos Blut zu schmecken.
"Ich konnte mal wieder nicht schlafen und streifte durch die Gänge. Als ich mich an eine Wand lehnte, gab diese hinter mir nach und ich befand mich in meinem stockfinsteren Raum wieder. Dracos Rücken stoppte mich."
"Bei mir war es ähnlich. Auch ich konnte nicht schlafen. Schlenderte durchs Schloss und lehnte mich irgendwann gegen eine Wand. Als sie hinter mir nachgab, stolperte ich rückwärts in einen dunklen Raum und erst Harrys Rücken brachte mich zum stehen."
Keinem der Beiden war aufgefallen, dass sie den jeweils anderen mit Vornamen angesprochen haben. Dumbledore war es jedoch keinesfalls entgangen und trotz der ernsten Situation hatte er Mühe nicht zu lächeln. Wo auch immer seine beiden Schützlinge die letzte Woche verbracht haben, es hatte bewirkt, dass sich ihre gegenseitigen Aggressionen abbauten und sie sich sogar mit verhaltenem Respekt behandelten.
"Der Raum war in völlige Dunkelheit getaucht. Man hat noch nicht mal die Hand vor Augen sehen können.", fuhr Harry fort.
"Ich habs ausprobiert.", knurrte Draco.
Ein flüchtiges Lächeln, ob der fast schon wieder Draco- typischen Verhaltensweise erhellte Harrys Gesicht. Dann erzählte er weiter:
"Natürlich haben wir sofort versucht Licht zu machen, doch zu unser beider Leidwesen funktionierten unsere Zauberstäbe nicht. Auch andere Sprüche versagten. Also tasteten wir uns blind durch die Kammer. Hoffend, dass wir uns nicht das Genick bei der Suche nach einem Ausgang brechen. Schließlich setzten wir uns nebeneinander an die einzige senkrechte Wand. Wir haben während der Zeit kaum geredet. Vielleicht eine Handvoll Wörter gewechselt. Und es kam mir mit Sicherheit nicht wie eine Woche vor. Eher wie ein paar Stunden."
Ein fragender Blick zu Draco, welcher das Gesagte mit einem knappen Nicken bestätigte.
Nachdenklich strich sich Dumbledore über seinen schneeweißen Bart, während zwei fragende Blicke auf ihm ruhten.
"Mmh... in den Unterlagen der Schule wird ein Raum erwähnt, der auf eure Beschreibung passen könnte. Jedoch hielt ich ihn bisher für einen Mythos, weil bisher noch niemand von sich behaupten konnte, ihn betreten zu haben: Die Kammer der Finsternis. Sie soll Verborgenes ans Licht bringen..."
Ein leises aufkeuchen seiner beiden Schüler ließ ihn innehalten.
Er bemerkte den schnellen Blick, den beide wechselten, sowie das leichte Nicken. Harry holte tief Luft und sagte dann:
"Nun Professor, scheint als hätte der Raum einiges ans Licht gezerrt... Irgendwann sind wir beide eingeschlafen. Als wir wieder zu uns kamen, hingen wir an der Kehle des anderen und schlürften sein Blut. Kaum merkten wir, was wir da taten, lösten wir uns voneinander und landeten in ihrem Büro. Die Fangzähne haben sich inzwischen zurückgebildet.", lächelte er leicht verunglückt. Er fühlte sich nicht ganz wohl in seiner Haut. Irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, das diese Kammer der Finsternis etwas losgetreten hatte, was größer war, als es jetzt auf den ersten Blick schien.
Draco ging es da nicht anders. Unbehaglich kuschelte er sich tiefer in seine Decke, während er beobachtete, wie sich Dumbledores Augen bei Harrys Erzählung immer mehr weiteten. Sie sahen ihm an, dass ihm das Gesagte noch weniger behagte als ihnen. Er stand auf und lief eine Weile unruhig hinter seinem Schreibtisch auf und ab. Versuchte seine Gedanken zu ordnen und einen Sinn in das von seinen Schülern Erlebte zu bekommen. Schließlich meinte er: "Wenn das stimmt, was ihr da sagt, dann habt ihr eine sogenannte Bluthochzeit abgehalten."
Ein Ruck ging durch Draco und Harry. Aus dem Unterricht wussten sie, dass diese Art der Zeremonie eigentlich nur...
Dumbledore unterbrach ihre Gedanken:
"Die Bluthochzeit wird eigentlich nur von Geborenen Vampiren vollzogen und bindet die Partner aneinander. Aber wie könnt ihr eine solche Zeremonie abhalten, wenn ihr aus Familien stammt, die nicht einen einzigen Vampir in ihrem Stammbaum haben?"
Nachdenklich nahm der Direktor wieder Platz. Seine hellblauen Augen blickten über den Rand seiner Brille gedankenverloren auf die beiden jungen Männer. Er zweifelte den Wahrheitsgehalt ihrer Worte nicht an. Dafür kannte er die beiden zu gut. In solch einer Situation würde sich keiner von ihnen einen solch abstrusen Scherz erlauben.
Nach einer Weile unbehaglichen Schweigens seufzte Dumbledore auf:
"Wie es scheint, kommen wir heute Abend nicht weiter. Ich werde eure Hauslehrer benachrichtigen, die euch dann in eure Türme begleiten werden. Ich hingegen werde mich um euer Problem kümmern. Wundert euch also nicht, wenn ich euch die nächsten Tage erneut zu mir bitte."
Harry und Draco nickte dankbar. Bekamen sie doch noch ein wenig Schonfrist und konnte sich noch etwas zurücklehnen. Dumbledore würde schon einen Weg aus diesem Fiasko finden. Da vertrauten sie ihm blind. Selbst der Slytherin.
"Moment mal... wenn das wirklich eine Bluthochzeit war...", kam Draco noch mal auf das Thema zurück. "... dann bedeutet das doch, dass Harry und ich... ich meine... wir sind aneinander gebunden?"
Jetzt breitete sich doch Panik in beiden aus.  
Und Dumbledore schmunzelte nun doch. Er hatte schon auf diese Reaktion gewartet.
"Richtig Draco. Du und Harry, ihr seid jetzt gebunden."
Dumbledore konnte nichts dafür. Aber das Grinsen breitete sich ohne sein Zutun aus. Er war also vollkommen unschuldig, was das anging.
Die beiden hatten während des Gespräches wieder einiges an Farbe dazu gewonnen. Jetzt schien sie ihnen wieder abhanden zu kommen.
Snape und McConagall, die genau in diesem Augenblick das Büro betraten, sahen einen von einem zum anderen Ohr grinsenden Dumbledore und zwei unter Schock stehende, in ihre Decken versinkende, Schüler. Da der Direktor sich jedoch augenscheinlich amüsierte, schien es nicht ganz so ernst zu sein. Beruhigt nahmen sich die Hauslehrer ihres jeweiligen, seit einer Woche verschollenen Schützlings an und führte ihn zurück in den jeweiligen Gemeinschaftsraum. Auf dem Weg dorthin versuchten sie etwas aus ihren Schülern herauszubekommen. Doch jene schwiegen verbissen. Sie hatten sich zwar nicht abgesprochen, doch die letzten Geschehnisse und vor allem die letzte Erkenntnis schien ihnen doch etwas zu absurd, als das sie schon darüber sprechen konnten.
Mit finsterer Mine wimmelten beide ihre jeweiligen Hauskameraden ab, welche sich natürlich sofort voller Sorge auf sie stürzten und stapften in ihre Schlafsaal.  





So, das wars.
Lust auf mehr??

kessM
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