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This love...

von Akiholic
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
10.10.2004
01.11.2004
7
20.699
 
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Dieses Kapitel
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10.10.2004 2.453
 
[So, und jetzt macht die sadistische AkkiMaus alles kaputt! *dämonisch lach* Eigentlich wollte ich nur mal testen, ob ich RAPE ausformulieren kann. Und naja, es ist nicht mein Ding. Ich lass es ab jetzt lieber sein... Viel Spaß... *drop*]



°Aki°


Wir rasen durch die Straßen Helsinkis, ich biege scharf in eine Rechtskurve. Du quiekst erschrocken. Du hasst meinen 'etwas' riskanten Fahrstil, aber damit musst du leben... Ängstlich krallst du dich in das Polster des Sitzes. Doch schon hast du es überstanden, wir stehen vor Eeros Haus. Ich steige aus, warte auf dich. Wackelig steigst du aus, wirfst mir einen Blick zu, der töten könnte.

"Irgendwann, Aki, irgendwann...", meinst du und gehst an mir vorbei.

"Irgendwann, was?", feixe ich zurück.

"Vergiss es, vergiss es einfach."

Wir gehen die Treppen hoch, klingeln. Nach ein paar Sekunden öffnet uns Eero.

"Hei ihr beiden!", begrüßt er uns und wir betreten sein Haus.

Hängen unsere Jacken auf, folgen unserem Bassisten in die Küche. Der Tisch ist gedeckt - für drei. Moment! Drei?! Kann ich nicht mehr zählen, oder was?! Nein, es sind echt nur drei. Kommt Pauli nicht?

"Wollte Pauli nicht kommen?", fragst du.

"Ich hab ihn nicht eingeladen.", meint Eero gelassen.

Warum denn das??? Mit schwant was... Was ganz Übles... Schweigend setzen wir uns. Die Atmosphäre ist gespannt, knistert. Eero wirft uns seltsame Blicke zu, als wir uns automatisch nebeneinander setzen. Nichts Ungewöhnliches, das tun wir sonst auch immer... Wir tragen uns Essen auf, Eero ist ein phänomenaler Koch. Wir beginnen zu essen, dennoch spüre ich Eeros Blicke, wie sie uns untersuchen, als würde er Bestätigung für etwas suchen. Wir verhalten uns wie immer. Doch dann, beim Nachtisch, ergreift Eero das Wort.

"Ich muss was mit euch klären."

Er klingt etwas ernst, noch ernster als sonst. Und das will was heißen, er lässt sich selten aus der Fassung bringen. Nicht umsonst ist er der Ruhepol der Band. Besonders deiner. Er ist immer so ruhig und gefasst, vielleicht etwas zu verträumt und zerstreut, aber das kennen wir. Und es macht uns nichts aus.

"Und was?", in deiner Stimme liegt Unbehagen.

Schweigen.

Lange.

Dann wieder Eeros tiefe, dumpfe Stimme, die das Schweigen wie ein Messer zerschneidet.

"Seid ihr ein Paar?"

Überraschung.

Angst.

Mir entweicht ein leises "Ich habs geahnt...".

Schon lange kam es mir so vor, als wüsste Eero irgendwas. Und ich lag richtig... Ich fasse mir an den Kopf, Blut rauscht mit Lichtgeschwindigkeit durch meinen Hirnbindungen... Ich sehe zu dir rüber, du erwiderst einen entschlossenen Blick.

"Wie kommst du darauf?", willst du wissen.

"An dem Morgen in dem Hotel. Das war ne gute Ausrede, Lauri. Aber naja, du hast nicht drüber nachgedacht, dass deine Klamotten überall verteilt in Akis Suite rumlagen. Hättest du wirklich einen Alptraum gehabt, hättest du dich nicht mitten in der Nacht nochmal komplett angezogen, bevor du zu Aki gehst... Und das war noch nicht alles. Beim Frühstück habt ihr unterm Tisch Händchen gehalten. Und dann wäre da noch dein Anruf bei Aki. Der gestern. Pauli hat mich angerufen und mir erzählt, dass du dich am Telefon so komisch angehört hättest. Du hättest sonen Unterton gehabt. Pauli fing schon an, versaute Witzchen darüber zu reißen. Und als ich dann heute bei Aki angerufen hab und du dran gegangen bist, da wars mir eigentlich klar. Leugnets nicht, ich weiß Bescheid."

UFF! Das hat gesessen. Es war also so offensichtlich?! Jetzt ist es raus... Ich sehe dich wieder an. Du haust dir die Handfläche gegen die Stirn und fluchst leise. So einen Scharfsinn hätte ich Eero nicht zugetraut, schließlich ist er manchmal so abwesend, dass man denken könnte er sei auf irgendeiner Droge [2]... Aber das hier beweist das Gegenteil.

Schließlich nickst du.

"Ja, du hast Recht, Eero... Wir sind ein Paar."

Nun ist es endgültig raus. Leugnen hätte nichts gebracht. Eero kann man da nichts vormachen. Wie soll es jetzt weitergehen? Verunsichert nestle ich an dem Rolli, den du mir geliehen hast. Er verdeckt die vielen Knutschflecken, die du mir gestern verpasst hast... Eine Welle aus Hitze ergreift mich. Ich werde rot.

"Und jetzt?", fragst du Eero.

Ich kann nichts sagen... Will nichts sagen...

"Ich habe nichts gegen eure Beziehung. Ich freue mich sogar für euch. Nur sagt es Pauli, sonst wäre es unfair."

Das wars?! Ich dachte schon, er würde... es nicht gutheißen... Ein Stein fällt mir vom Herzen. Wir vergessen das Essen, welches vor uns steht. Sehen uns an. Eero lächelt uns verständnisvoll an.

"Ich hab schon immer gewusst, dass euch mehr verbindet.", wirft er ein.

Das hätte er uns auch sagen können, dann hätten wir nicht selbst Jahre für die Erkenntnis gebraucht... Wir fangen an zu lachen, sind erleichtert, dass er es uns nicht krumm nimmt, es ihm verschwiegen zu haben. Wir essen zu Ende. Danach quatschen wir noch ein bisschen, dann verabschieden wir uns von Eero und fahren zu dir nach Hause...


Ungefähr einen Monat später...

Wieder eine Tour erfolgreich hinter uns gebracht! Gut gelaunt und schon ein bisschen angetrunken laufen wir durch Helsinki. Wir beiden setzen uns in eine Bar, Eero und Pauli verabschieden sich schon von uns. Wir sitzen an der Theke, trinken einen nach dem anderen. Alles ist wie immer. Du rückst deinen Hocker näher an meinen, legst einen Arm um mich. Instinktiv zucke ich ein bisschen zurück. Aus Angst vor der Presse. Die haben ihre Augen und Ohren bekanntlich überall.

"Sorry Lauri, aber die Presse...", meine ich leise.

"Die is mir sowas von schnuppe!", erwiderst du, kommst wieder näher.

Ich beginne deine Nähe zu genießen, ungezwungen. Kuschle mich an dich. Jetzt ist auch mir egal, ob ein Fotograf in der Nähe ist. Ist sowieso unwahrscheinlich, das hier ist ein Undergroundclub, in dem uns keiner vermuten würde. Auch kein Fan. Hier haben wir schon immer unsere Ruhe vor Kreischies und Autogrammjägern gehabt. Und trotzdem ist mir nicht wohl bei dem Gedanken... Du hast schon ein bisschen viel getrunken, riechst - wie nach jedem Gig - nach Schweiß und Zigaretten. Du stehst auf.

"Ich gehe schon mal heim duschen, kommst du nach?", fragst du.

Ich nicke.

"In einer Stunde?"

Ich bejahe wieder mit einem Nicken. Du beugst dich zu mir herunter, schaust dich um, ob niemand guckt, drückst mir einen Kuss auf die Wange. Danach verlässt du den Club. So machen wir es seit einiger Zeit. Um trotz allem den Schein vor der Öffentlichkeit zu wahren, gehst du zuerst, ich komme meistens mit einer Verzögerung von einer Stunde nach. So sieht es nach Zufallsbesuchen aus... Muss ja nicht jeder wissen, dass ich die Nächte nicht nur bei dir, sondern auch mit dir verbringe...

Bestelle mir noch einen Drink... Seit fast zwei Monaten schon sind wir ein Paar... Eine lange Zeit, nach deinen Verhältnissen. Du bist ein schwieriger Mensch in Beziehungen, manchmal sehr besitzergreifend und herrisch. So warst du immer zu deinen Freundinnen... Doch zu mir nicht. Zu mir bist du zärtlich und liebevoll. Niemals mehr will ich mich einem anderen Menschen hergeben, als dir... Ich will für immer bei dir sein. Plötzlich fühle ich mich beobachtet, sehe mich in dem düsteren Club um. Nichts. War wohl nur ein Hirngespinst.

Ich leere meinen Drink bestelle einen neuen. Danach werde ich gehen. Muss zu dir, von hier aus ist es gut eine halbe Stunde Fußmarsch. Zu mir wäre es kürzer, doch meine neue Wohnung wurde schon von Fans ausgemacht, deine nicht. Und schließlich wollen wir, dass unser Geheimnis ein Geheimnis bleibt... Der Drink steht vor mir, meine Blase meldet sich. Ich verlasse meinen Platz, lasse meinen Drink unbeaufsichtigt.

Komme wieder, fühle mich erneut beobachtet. Drehe mich um die eigene Achse, kann niemanden sehen, der mich ansieht. Hab ich Halluzinationen oder was?! Vielleicht nur ein Fan, die sind manchmal echt schüchtern. Ich setze mich wieder, trinke meinen Grappa aus, bezahle und gehe. Verlasse den Club, gehe durch Helsinkis Straßen. Höre dumpfe, langsame Schritte hinter mir, drehe mich um. Niemand da. Wieder nur so ein Gespinst... Plötzlich wird mir schwindelig, meine Beine fühlen sich an wie Pudding. Stütze mich kurz an einer Hauswand ab, atme tief durch. Der letzte Drink war wohl zu viel...

Gehe weiter, es wird schlimmer. Wieder Schritte hinter mir. Fühle mich verfolgt, will meinen eigenen Schritt beschleunigen, doch ich kann nicht. Alles beginnt sich zu drehen, jegliche Kraft scheint mir aus den Gliedern gesogen zu werden. Schnell biege ich in eine Seitenstraße. Dunkel ist es... Gehe weiter... Taumle... Die Schritte kommen näher. Ich bekomme Angst. Was soll das alles?! Schleppe mich weiter, komme zur Endstation... Sackgasse!

Ich drehe mich um und sehe in ein Paar braun-schwarzer, angsteinflößender Augen. Was ist los hier?!

"Was wollen sie von mir...?", krächze ich, habe keine Kraft zum Reden.

Als Antwort bekomme ich zwei, direkt aufeinander folgende schmerzhafte Schläge ins Gesicht, knalle mit dem Rücken gegen die Wand. Meine Nase kracht, sie ist gebrochen. Meine Lippe springt auf. Schreie heiser auf vor Schmerz, kann mich nicht dagegen wehren, was jetzt passiert... Gewaltsam werde ich herumgerissen, mit meinem Brustkorb gegen die kalte, nasse Wand geschleudert, mein Shirt reißt auf, mein Brustkorb reibt sich schmerzhaft an der Wand, schürft auf.

Alles geht unheimlich schnell. Keine Zeit zum Reagieren. Die Arme werden mir auf dem Rücken zusammengepresst. Mit einer Hand. Der Mann ist stark, zu stark für mich... Die andere Hand wird mir auf den Mund gepresst, kann nicht schreien. Mein Körper wird schlaff, unfähig sich zu wehren. Mir fällt es wie Schuppen von den Augen... Eine... Droge...

Schließe die Augen, Tränen brennen in ihnen, lasse sie laufen. Der Mann lacht spöttisch, als er das Nass auf seiner Hand spürt... Ich kann nicht fassen, was passiert... Meine Hände werden mit Paketband gefesselt, die Hand meines Peinigers ist frei, lässt sie unter den Bund meiner Hose wandern. Ich erschaudere. Verstehe, was er mit mir vorhat... NEIN! Ich wimmere leise, als meine Hose an meinen Beinen herunterrutscht. Meine Beine werden einhändig brutal auseinandergepresst, die Shorts beiseite geschoben... Kann mir vorstellen, was jetzt kommt... Will es nicht!

Ohne Rücksicht dringt er in mich ein. Ziehender Schmerz in meinem Unterleib. Heißer Atem neben meinem Ohr. Widerlich. Stöhnen. Mit jedem Stoß brutaler und härter... Innerlich zerreißt es mich, der Schmerz ist unerträglich. Heiße Tränen rinnen über meine Wangen. Muss an dich denken... Lauri... Bitte, lass es schnell vorbei sein! Ich spüre ein Ziehen in meinem Körper, unglaublicher Schmerz durchzuckt meinen Unterleib. Dann spüre ich eine warme Flüssigkeit an meinen Beinen herunterlaufen... Blut. Es stört den Vergewaltiger nicht... Stößt immer wieder in die offenen Wunde. Jeder Stoß versetzt mir größere Schmerzen, lässt mich dumpf in die Hand meines Vergewaltigers schreien.

Seine freie Hand kratzt über meinen Bauch und mein Becken, schürft die Haut auf. Es brennt, aber es nichts im Vergleich zu den Schmerzen in meinem Unterleib... Pure Folter... Bitte, hör auf! Hör doch bitte auf!!! Schweiß an meinem Hals. Sein Schweiß. Abstoßend. Keuchen. Ein letzter, heftiger Ruck. Es brennt wie die Hölle. Ein lautes Stöhnen. Ekelerregend. Feucht und heiß ergießt er sich in mich. Brechreiz. Lässt von mir ab, macht seine Hose zu, lacht höhnisch. Öffnet meine Fesseln. Lasse mich sinken. In mein Blut... Höre Schritte, er ist weg... Endlich. Es ist vorbei... Jede Stelle meines Körper schmerzt. Rolle mich zusammen. Will vergessen, verdrängen. Warum...?

Ekel.

Schmutz.

Angst.

Sünde.

Wimmere leise, mein Körper krampft sich zusammen, entspannt sich. Mir wird schwarz vor Augen, alles dreht sich. Falle in eine willkommene Ohnmacht...

...

Es wird hell... Öffne die Augen... Liege noch hier, Passanten gehen an der Seitengasse vorbei, sehen mich nicht. Wollen mich nicht sehen. Das Licht der Sonne brennt in meinen Augen. Will aufstehen, doch der höllische Schmerz in meinem Unterleib weckt die Erinnerung an die letzte Nacht. Es war kein Traum. Es war real... Stumme Tränen brennen in meinen Augen, lasse sie laufen. Ich muss hier weg! Ziehe mich an der Wand hoch, ignoriere die Schmerzen, will nur weg von hier! Rapple mich auf, renne. Renne, als sei er wieder hinter mir, remple Menschen an, es ist mir egal. Komme atemlos und mit höllischen Schmerzen in meinem ganzen Körper in meiner Wohnung an.

Fühle mich dreckig. Wertlos. Warum? Renne sofort ins Bad, stelle mich unter die heiße Dusche. Will den Schmutz der Nacht abwaschen. Es klappt nicht. Das Wasser brennt in den Wunden in meinem Gesicht, ziehe mich nicht aus. Womit habe ich das verdient?! Was habe ich getan?! Lauri... Wieder übermannt mich eine Ohnmacht... Spüre den dumpfen Aufprall meines geschundenen, schmutzigen Körpers auf den Fliesen meiner Dusche... Lass mich nie wieder aufwachen, alles war ein Traum... Ein schrecklicher Traum... Gleich werde ich in deinen Armen aufwachen... Nein, ich werde es nicht... Habe dich nicht mehr verdient, bin geschändet... Werde nie wieder vollkommen dein sein... Kann es nicht mehr... Lauri...
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