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Schrei...!

von Ninagiku
GeschichteAllgemein / P18 Slash
22.09.2004
22.09.2004
1
2.036
 
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Dieses Kapitel
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Gut, zuerst muss also mal ein Header her:

Titel: "Schrei...!"
Teil: 1/1  (= Oneshot)
Autor: Meine Wenigkeit, Ninagiku
E-Mail: ninagiku@web.de
Altersfreigabe: ab 18 auf Grund folgender
Warnungen: rape, depri, death
Summary: Ich hasse Summarys, daher nur ganz kurz; es geht um Lauri und Aki und das was die Warnungen so ahnen lassen.

Pairing: Lauri x Aki (mehr oder weniger)

Disclaimer: Die Jungs von TR gehören nicht mir (LEIDER!) sondern sich selbst und ich verdiene hiermit keinen Cent!!

Kommentar: WARNUNG! Meine Kommentare sind von bescheuert bis absolut nutzlos ALLES einmal quer durch die Bank....
Ich bin auf die Idee gekommen, diese FF zu schreiben, als ich mir die neue Single von L' âme Immortelle gekauft habe und mich damit seit einiger Zeit Tag und Nacht zudröhne. Die Liedzeilen sind also folglich alle aus diesem Lied, das übrigens nicht mir gehört, sondern ganz allein
L' âme Immortelle, ich fand nämlich, dass der Text gut verwertbar ist....wie sich das wieder anhört, meine Güte!!
Genug meiner sinnlosen Schwallerei...

Hey Ho, Let' s go!

Ach ja, die Story ist aus Lauri Ylönen' s Sicht erzählt...


Schrei...!


Hier saß ich nun also auf meinem Balkon, mit einer Kippe in einer Hand, die zitterte wie Espenlaub, einer Hand die nicht meine zu sein schien.
Ich war nun 28 Jahre alt und mit meiner Band The Rasmus' immer noch einer der Topstars in meinem Heimatland Finnland.
Nein, eigentlich war es die Maske, die gesehen wurde, die Maske, die alle sehen wollten. Das war der Star.

Mein wahres Ich... Gab es das überhaupt noch?
Oder war es schon erloschen?
Wahrscheinlich...
Es hat begonnen vor... ja, ich glaube, vor fünf Jahren, kurz nach der Veröffentlichung unseres Albums Into'.
Das erste Album mit DIR.
Du bist zu uns gekommen, weil Janne gegangen ist. Du warst unser Merchandising- Verkäufer.
Du bist mir von Anfang an aufgefallen. Auf jeden Gig habe ich mich gefreut, weil ich dich sehen konnte. Dich...

Ja, du bist an allem Schuld...
Nein, bist du nicht, es ist meine Schuld. Ich habe es geschehen lassen. Alles...

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"Auf lautlosen Schwingen zieht die Leere durch mein Land,
durch Träume der Sehnsucht, die ich niemals fand...
Träume eines Menschen, den ich einmal kannte,
es war jemand, den man bei meinem Namen nannte..."

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~+ Flashback +~

Wir waren auf Tour. Auf Tour mit unserem neuen Album Into'. Der Gig in Vantaa war gut. Wieder haben wir alles gegeben, wieder wurden wir mit jubelnden Fans "belohnt". Wie sie mich alle ankotzten! wie sie mir zujubelten, Schilder hochhoben, auf denen Zeug stand wie "Lauri, Ich liebe dich". Lächerlich, einfach lächerlich!

Es gab wenigen Leute, die mich gut genug kannten, um mich lieben zu können. Einer davon warst du. Du hast mich von Anfang an verstanden. Hast mich von Anfang an als Lauri Ylönen gesehen und nicht nur als Lauri, Sänger von The Rasmus. Du bist mein bester Freund geworden, mein bester Freund, in den ich mich verliebt hatte. Vielleicht voreilig. Ich habe mich an die Hoffnung geklammert, du könntest meine Liebe erwidern, weil du mich als Mensch verstanden hast. Ich war blind vor Liebe. Ich habe dir als "bester Freund" alle Wünsche erfüllt, die man irgendwie erfüllen konnte, hatte gehofft, deine Aufmerksamkeit zu bekommen.
Und ich habe mein Ziel erreicht. In jener Nacht, nach dem Konzert in Vantaa.
Wir gingen in kein Hotel, weil wir am nächsten Abend schon wieder am anderen Ende Finnlands ein Konzert spielen mussten, in Utsjoki.
Wir sollten über Nacht im Tourbus schlafen. Eero und Pauli unten, du und ich oben.
In jener Nacht habe ich dir gezeigt, wie sehr ich dich liebe und du hast genauso geantwortet.
Ich war der glücklichste Mensch der Welt.
Wir wollten es geheim halten, aber Eero und Pauli haben es trotzdem gemerkt. Die Presse nicht. Sie merken nichts, was sie nicht wahrhaben wollen. Wir waren dankbar dafür, negative Schlagzeilen konnten wir nicht gebrauchen.

Wir bauten unsere Beziehung auf, hegten und pflegten unsere Gefühle.
Wir waren glücklich. So glücklich...

Bis du mich betrogen hast! Betrogen mit einem dieser besoffenen Groupies. Du warst auch besoffen, aber das ändert nichts.

~+ Flashback end +~

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"Du hast ihn getötet, hast  ihn erstickt,
mit deinen Taten ihn verstoßen, ausgenutzt und sein Gefühl verraten!
Er liebte doch so stark, wie ein Mensch nur lieben kann!"

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~+ Flashback +~

Du hast mich mit einem besoffenen Groupie betrogen! Und du hättest es nicht einmal gebeichtet, hätte ich dich nicht darauf angesprochen, denn Pauli hat es mit erzählt.
Du hast versucht, dich damit heraus zu reden, dass du hackedicht warst, aber, VERDAMMT!, du warst mit mir liiert, du kannst nicht einfach mit jemand anderem in die Kiste steigen.
Ich wollte Schluss machen, auch wenn es mir das Herz brach. Ich habe dich geliebt, dir vertraut, doch du bist auf allem herumgetrampelt, was wir uns mühsam aufgebaut haben.
Ich habe dich angeschrieen, dir grobe Vorwürfe gemacht, gehofft, dafür zu sorgen dass du dich Schuldig fühlst.

~+ Flashback end +~

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"5 Jahre lang hab ich dich geliebt,
5 Jahre lang, gegen alles, was es gibt,
5 Jahre lang - meiner Lieb Untertan!
Zur Hölle fahr' n!"

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Ja, ich habe dich zu diesem Zeitpunkt gehasst, obwohl ich mir eigentlich sicher war, dass ich das niemals könnte.

Ich drückte meine Zigarette im Aschenbecher aus und ging wieder hinein.
Ich hatte einen Entschluss gefasst. Ich konnte so nicht weiterleben! Nicht, nach dem, was du mir angetan hast...

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"Ein Fluch der ohne Namen ist, lastet nun auf ihm.
auf seinem kranken Herz, das ach so sicher schien.
Ein Fluch, der jahrelang in seiner Brust sanft wuchs,
fest verankert auf der allerletzten Seite dieses Buchs."

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~+ Flashback +~

Obwohl ich mit dir Schluss gemacht hatte, konnte ich dich nicht loslassen. Das war auch der Grund, warum ich ohne zu zögern gekommen bin, als du mich angerufen hast und mich batst, zu dir zu kommen.
Ich kam zu dir und du hast mich gedemütigt, geschändet, vergewaltigt. Du hast gesagt, du würdest mir zeigen, wie sehr ich dich brauche.
Und ja, verdammt, ich habe dich gebraucht! So sehr!
Ich habe dir gesagt, dass ich dich immer noch liebe, aber dafür warst du taub. Du hast gesagt, dass es zu spät wäre. Das alles verloren wäre und du hast mir wehgetan. Ich habe solche Schmerzen gelitten! Seelische Schmerzen, weil du mich zurückgestoßen hast, obwohl ich es ja nicht anders verdient hatte. Ja, ich war schuld an der Situation. Ich war ganz alleine an allem schuld.
Körperliche Schmerze, als du mir gezeigt hast, wie sehr ich dich "brauche".
Und doch konnte ich mich nicht weheren. Gegen dich war ich machtlos, hilflos, schutzlos. Ich war dir ausgeliefert wie eine Fliege im Netz der Spinne.
Ich wollte mich nicht wehren, weil ich nicht wollte, dass du ganz gehst. Ich dachte, ich könnte alle Schmerzen, all die Demütigungen ertragen, wenn ich mich daran klammerte. An die Hoffnung, dass alles einfach irgendwann aufhören würde.
So habe ich gelitten und es hat dich einen Dreck gekümmert.

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"Du hast ihn getötet, hast  ihn erstickt,
mit deinen Taten ihn verstoßen, ausgenutzt und sein Gefühl verraten!
Er liebte doch so stark, wie ein Mensch nur lieben kann!"

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Jene Nacht, in der es besonders schlimm war, habe ich die letzte Hoffnung aufgegeben und gedacht, ich könnte loslassen, doch du hast mich in einen Käfig gesperrt, hast aus mir einen gebrochenen Menschen gemacht, der dir ausgeliefert war. Dein Sklave...
Dein Sklave, der kam, wenn nach ihm verlangt wurde.
Jene eine Nacht... Sie war mein Todesurteil!

Du hast mich wieder zu dir gerufen, wieder bin ich ohne Widerspruch gekommen, obwohl ich wusste, was passieren würde. Es war mir egal. Ich wollte bei dir sein, auch wenn es mich umbringen würde!
Du hast mich mit zärtlichen Worten und einem liebevollen Kuss empfangen, doch das alles konnte nicht über deine Absichten hinwegtäuschen...

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"5 Jahre lang hab ich dich geliebt,
5 Jahre lang, gegen alles, was es gibt,
5 Jahre lang - meiner Lieb Untertan!
Zur Hölle fahr' n!"

***********************************************************

Du hast mich in dein Schlafzimmer gezogen und ich bin dir gefolgt, ohne Gefühl in meinem Körper. Alle Gliedmaßen waren taub. Ich bin hinter dir hergestolpert und du hast mich auf dein weißes Bett geschmissen, dem einzigen Zeugen deiner Taten.
Du hast mir die Kleider vom Leib gefetzt und mich geküsst. Jeden Millimeter meiner Haut. Geküsst, zerkratzt, gebissen. Bei jedem Biss entwich mir ein Stöhnen, Lust gemischt mit Schmerz. Jeder Kratzer entlockte mir ein leises Wimmern.
Du hast dich deiner Kleidung entledigt und dich auf mich gesetzt, deine Erregung deutlich sichtbar. Und dann hast du mich gezwungen, dich aufzunehmen. Ich nahm dich in den Mund und Ekel überkam mich. Warum nur? Früher war es mal anders.
Du hast gestöhnt, laut, sehr laut, als du gekommen bist und hast dafür gesorgt, dass ich deinen Saft schlucke.
Ich wollte nicht, doch ich konnte nichts dagegen tun.
Bevor ich wieder recht beieinander war, bist du in mich eingedrungen, hart, fest, ohne Vorwarnung.
Ein heißer Schmerz durchzuckte meinen Körper wie ein Blitz, scharf wie ein Messer.
"Schrei!" hast du mich aufgefordert.
Und ich habe geschrieen. Ich habe geschrieen, lauter als jemals zuvor. Ich habe alles hinausgeschrieen und du hast gelacht. Du hast gelacht, bis dir die Tränen kamen und du unter harten Stößen zum Höhepunkt gekommen bist. Du bist lachend über meinem gepeinigten Körper zusammengebrochen...

~+ Flashback end +~

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"Den Namen, den der Tote trägt, er gleicht meinem Namen,
die Seele hier in seiner Brust, sie kennt kein Erbarmen.
Ich sehe nun auf ihn herab und sehe, er gleicht mir,
durch seinen Tod werde ich leben - ich und nicht mehr wir!"

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Noch heute höre ich dein lachen in meinem Kopf, kalt und höhnisch. Ich hatte mein Bett, gestern schon, weiß bezogen. Ich lag darauf und sah zur Decke, neben mir eines meiner Küchenmesser.

~+ Flashback +~

Auch bei den nächsten Malen, immer hast du gelacht und ich habe geschrieen. Nichts hat sich verändert.
Nur ich habe mich verändert. Ich habe mir mein Leid von der Seele geschrieben und in Songs verarbeitet.
Ich wurde sogar von unserm Manager ermahnt, ich solle nicht so grobe Worte benutzen.
Und letztendlich hatte ich beschlossen, meinem Leben ein Ende zu setzen.

~+ Flashback and +~

Ich habe einen Abschiedsbrief verfasst, nein, eher eine Notiz, an dich...

"Ich habe dich geliebt, Aki Hakala!
Ich hoffe, du bist jetzt glücklich!"

Ich setzte mich auf und nahm das Messer zur Hand. Ich setzte es an meinem linken Handgelenk an und drückte zu. Ganz sachte, gerade so, dass Blut aus der Wunde trat. Ich arbeitete mich stückweise den Arm hoch.
Dann den Anderen. Der Blutverlust zeigte Wirkung. Ich setzte ein letztes Mal an der Pulsader an und drückte zu, so fest ich konnte.
Mir wurde schwindlig und es flackerte vor meinen Augen.
So sollte es also enden...
Ich brach in ein hysterisches Lachen aus und dann...

Dann wurde alles schwarz...

Endlich!

FIN!
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