Küss mich!

GeschichteRomanze / P12 Slash
16.09.2004
16.09.2004
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Küss mich!

Vampirekiss *singt*: "Mein Geist schwebt über dir, kannst mich(ihn?) retten mit einem Kuss von dir.... Küss mi..." oh... *räusper* sorry.. ich mag das Lied ^-^ Das Video is Schrott, aber das Lied klasse :)
Also.. eine kleine Idee und SCHWUBS! war die Geschichte da.. *s*
Ich denke über einen 2. Teil nach, was meint ihr?


Danke für das Beta Koishii *winkaaaaa*
Koishii meint: Super!!!^^ Echt klasse! Gibt's davon ne Fortsetzung? Würd mich freuen, wenn ja und wenn ich die auch betan dürfte!*Hände reib vor Arbieteifer*


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Grummelnd zog Tammo die beiseite gestrampelte Decke wieder zu sich hoch, über seinen Körper. Nach 5 Minuten, die er ohne Decke unter dem geöffneten Fenster gelegen hatte, versteckte er sich wieder unter selbiger. Er hatte festgestellt, dass es ohne Decke genauso warm war wie mit ihr. Und weil er sich unzugedeckt irgendwie unwohl (nackt) vorkam, zog er das gute Stück bis zum Bauchnabel, faltete seine Hände auf seinem Bauch. Sein Blick schweifte aus dem Fenster und beobachtete den Baum. Es war nicht mal auch nur der minimalste Windhauch zu erkennen. Tammo rutschte noch etwas weiter unter die Bettdecke. Das Gefühl des Stoffes auf seinem nackten Oberkörper war angenehm. Ein für diese Uhrzeit untypisches Geräusch ließ ihn hochschrecken. Jedes Geräusch um halb 4 am Morgen hätte ihn wohl alarmiert. Zumal seine Eltern schon seit Stunden schliefen und nicht die Angewohnheit hatten, zu nachtschlafender Zeit im Haus rumzuwandern.
Einige Minuten lauschte er angestrengt, denn obwohl es ruhig war, wurde er den Eindruck nicht los, dass sich dort in den Räumlichkeiten seiner Familie eine Person zu schaffen machte, die nicht befugt war, diese zu betreten. Nun fehlte ihm leider das Heldengen, sich einem eventuellen Einbrecher zu stellen. Tammo zwang sich also dazu, sich wieder ganz in die Waagerechte zu begeben. Es nützte ja nichts, wenn ihn der Eindringling in seinem Bett sitzend vorfand. Dass diese Person auf Gewalt aus war, schloss er einfach mal anhand der Tatsache aus, dass er nun schon gut 10 Minuten seit Einsetzen der Geräusche hier lag und immer noch lebte. Da sollte besagte Person lieber denken, dass er schlief und nichts mitbekäme. Plötzlich hörte er Schritte auf dem Flur vor seiner Tür, die typisch für den Holzfußboden unter dem Teppich waren. Tammo schloss die Augen und als seine Tür geöffnet wurde, versuchte er angestrengt entspannt schlafend auszusehen. Das Zittern seines Oberkörpers ließ sich nur schwer unterdrücken, genauso wie der Drang die Augen fest zusammenzukneifen. Der Fremde bewegte sich durch sein Zimmer, nachdem er die Zimmertür wieder von innen geschlossen hatte. Tammo war, als könnte er die ruhige Atmung des Einbrechers hören. Doch dann war es still. Viel zu still wie Tammo fand. Alles in ihm drängte danach, die Augen zu öffnen und die Situation zu begutachten. 'Was gab es denn da zu prüfen?' schimpfte er in Gedanken. 'Da steht ein Einbrecher irgendwo in deinem Zimmer, der hoffentlich nichts gegen die violette Tapete hat und gleich wieder verschwindet ohne dir etwas anzutun.' Sein Atem wurde ruhiger. Es war schon seit 2 unendlich langen Minuten nichts mehr zu hören gewesen, was leider auch bedeutete, dass sich die Person immer noch in diesem Zimmer befand, denn die Tür war nicht geöffnet worden. Dann war da plötzlich eine Berührung an seiner Wange. Warm. Er zuckte zusammen, ungewollt, denn nun war seine Tarnung im Arsch.

'Finger!' schoss es ihm durch den Kopf. Der Einbrecher strich gerade mit einer ungeheuren Inbrunst über die Wange des Halb-Asiaten. Von seiner Mutter hatte er die typischen Gesichtszüge und die Haare geerbt. Für besagte Gesichtszüge schien der Einbrecher wohl eine Schwäche zu haben. Tammo wollte sich der Berührung entziehen, doch er traute sich nicht. Seine Tarnung war sowieso hin, seitdem er die Augen und den Mund fest zusammengepresst hatte. Doch er wusste nicht, wie weit er gehen konnte, ohne den Zorn der anderen Person auf sich zu ziehen. Ein leises, tiefes Lachen brachte ihn dazu, die Luft anzuhalten. Es klang jedoch nicht wie das Lachen eines blutrünstigen Mörders, genauso wenig wie Tammo sich vorstellen konnte, dass diese Finger.....
Er hielt das einfach nicht mehr aus. Der "Schein-Schlafende" wusste genau, dass dort ein Fremder auf seinem Bett saß, nun schon bestimmt seit 5 Minuten, dessen Finger immer noch an seiner Wange lagen; und dass dieser ihn beobachtete, war klar wie die bekannte Brühe. Dann konnte er einfach nicht mehr anders. Als er seine (grünen) Augen öffnete, versuchten diese, im fahlen Licht des Mondes etwas zu erkennen. Wenige Herzschläge später blickte er in 2 Seen, deren Blau sogar bei diesen Lichtverhältnissen geradezu strahlte. Augenblicklich verschwand die Hand an seiner Wange, wurde ruckartig zurückgezogen. Der Fremde gab einen Laut von sich, welcher die Schrecksekunde vertonte, fing sich jedoch schnell wieder. Die fremden, schlanken Finger schlichen sich in sein Haar, verweilten dort einige Augenblicke, um sich anschließend wieder zurückzuziehen. Tammo beobachtete jede Bewegung, traute sich jedoch nicht, etwas dagegen zu sagen, geschweige denn etwas dagegen zu tun... Vielleicht wollte er auch nichts Derartiges tun? Fasziniert beobachtete er, wie der nächtliche Besucher die neue Situation analysierte. Der Kopf legte sich leicht schräg, doch lag das Gesicht immer noch zu einem Großteil im Schatten. Einzig die Augen funkelten ihn an. Als dem Einbrecher wirklich ein Seufzen entglitt, ebenfalls in einem sanften, tiefen, ja fast beruhigenden Ton, zuckten Tammos Mundwinkel auffällig. Sofort waren die neugierigen Finger wieder da, um fast nicht spürbar über seinen Mund zu schweben. Sie zogen sich jedoch wieder zurück, bevor das Kosen wieder auf Tammos gesamtes Gesicht übergreifen konnte. Was folgend geschah, entzog sich seinem Verständnis für Raum und Zeit. Ewigkeiten schien er im Anblick des fremden Gesichtes zu hängen, welches nun direkt durch den Mond beleuchtet und somit sichtbar wurde. Dass sich sein Gegenüber jedoch auf ihn zu bewegte, wurde völlig ausgeblendet. Das Nächste, was bis zu seinem Verstand vordrang, war das Gefühl der fremden Lippen auf seinen eigenen. Hilflos sah er in das fremde, entspannte Gesicht. Die 2 Seen waren hinter den dünnen Augenliedern verschwunden. Tammos Augen schlossen sich wie von selbst. Alle Sinneseindrücke reduzierten sich auf die Berührungen der fremden Lippen. Zaghaft kosteten sie den unbekannten Geschmack, bevor sie ganz plötzlich wieder verschwunden waren.

Aus halb geschlossenen Augen sah er sein Gegenüber an. Ihre Gesichter waren immer noch so nahe beieinander, dass Tammo den heißen Atem des Besuchers an seinen Lippen spüren konnte. Doch eigentlich verlangte sein Kopf... oder vielmehr alles in ihm danach, dort etwas ganz anderes zu spüren. Forschend sah er sein Gegenüber an, auf eine Reaktion hoffend. Aber es kam nichts. Die Seen waren immer noch verschlossen, der Mund stand ein wenig offen, die Wangen waren gerötet, blonde kinnlange Haarsträhnen umrahmten das Gesicht. Tammo handelte nach Gefühl. Er reduzierte den Abstand zwischen ihren Gesichtern auf Null, bevor auch nur irgendein Teil seines Verstandes Einspruch dagegen erheben konnte. Die Überraschung über diesen Angriff war groß bei dem Fremden. Doch mindestens genauso groß schien die Euphorie über die wiedergewonnene Berührung ihrer Lippen. Unsicher, fast fragend wagte die unbekannte Zunge einen Vorstoß, dem sich Tammo ergab. Er ließ sie ein und ihr Zeit, sich kurz "umzusehen", zu orientieren, bevor er in den Tanz miteinstimmte. Auch der Mund seines Gegenübers empfing ihn gierig und wohlwollend. Wahrlich, dies war nicht sein erster Kuss, doch der 21jährige konnte und wollte nichts gegen das sich ausbreitende Kribbeln in seinem Bauch tun. Die besondere Situation verstärkte das Gefühl nur noch.
Nachdem sie sich schwer atmend voneinander gelöst hatten, lächelte sein Gegenüber Tammo an. Bevor er jedoch in dem Anblick versinken konnte, spürte er abermals kurz die streichelnden Finger an seiner Wange. Der Fremde hauchte einen Kuss auf seine Wange, verharrte dort kurz und flüsterte in betörend tiefem, vibrierendem Ton: "Du... bist... wunderschön, mein Freund." Zu einer Reaktion, in welcher Form auch immer, kam Tammo gar nicht, denn kaum waren die Worte in seinem Kopf verarbeitet und als Information weitergeleitet, war der fremde Besucher auch schon durch das offene Fenster entflohen. In den Sekundenbruchteilen, die blieben, hing Tammo an dem Lächeln des Einbrechers. Hastig war er auf den Knien an das Fenster gerutscht, um einen Blick hinterher zu werfen, zu sehen, wohin sein Besucher verschwand. Doch als er aus dem 1. Stock des Einfamilienhauses hinab auf den Rasen des Gartens sah, war dort nichts. Ungläubig sah er sich um, warf einen Blick durch die anliegenden Gärten, die er von hier aus gut überblicken konnte. Doch nichts zeugte mehr von der Anwesenheit des Fremden... bis auf den Geschmack, welcher noch immer auf Tammos Lippen lag. Verwirrt lehnte er sich weiter vor. Man kann sich doch nicht einfach so in Luft auflösen. Ihm war kein physikalisches Gesicht bekannt, welches das begünstigt haben könnte. Er sank zurück auf die Matratze, in das Kissen. Als Resümee für die eben vergangenen Minuten setzte sich kein brauchbares Wort in seinem Kopf zusammen. Verzweifelt lauschte er nach auffälligen Geräuschen. Dass der Schlaf ihn raubte, merkte er nicht.

"Tammo!" Die hektische und ungewohnt laute Stimme seiner Mutter holte ihn zurück. Es war hell, die Uhr an der Wand zeigte auf 9. "Tammo, mein Junge! Geht es dir gut?!" Verständnislos sah er sie an. "Ja, natürlich geht es mir gut. Was ist denn los?" "Jemand ist bei uns eingebrochen!" Ihre Stimme überschlug sich fast. "Während wir schliefen, die Tür in den Garten im Wohnzimmer stand offen heute Morgen." Stürmisch wurde er in die mütterlichen Arme gezogen. "Eingebrochen..." Wiederholte er, während Tammo seiner Mutter automatisch beruhigend über den Rücken strich. "Ja. Mein Gott, wenn ich mir überlege, was alles hätte passieren können! Ich will gar nicht dran denken..." Es glitzerte verräterisch in den Augen der Asiatin. "Es ist aber doch nichts passiert, oder? Wo ist Vater?" Sie schluchzte leise. "Uns geht es gut, er redet mit der Polizei." Tammo seufzte und erhob sich dann. Während er sich eine Trainingshose überzog, sah das Gesicht des nächtlichen Besuchers wieder vor sich. "Was hat er mitgenommen?" Seine Mutter hatte sich erhoben und strich mechanisch das Bett glatt. "Das ist ja das Merkwürdige: Es fehlt nichts... bis auf eins der Fotos aus dem Wohnzimmer und ein paar Sachen aus dem Kühlschrank." Tammo blieb kurz der Mund offen stehen. 'Er hat was zu Essen geklaut?... Ein Foto?'

"Was denn für ein Foto? War das was besonderes? Vielleicht der Rahmen?" Während er sich anzog, warf er die Fragen in den Raum. "Nein... nichts Wertvolles. Das einzig Wertvolle waren die Erinnerungen an dich, die daran hingen. Aber wir haben ja das Negati..." "An mich? Es war ein Foto von mir?" Ungläubig unterbrach er seine Mutter. "Ja, eines der Urlaubsbilder... Zu Weihnachten, in der Schweiz. Erinnerst du dich, welches ich meine?" Tammo nickte abwesend. "Aber wieso?" Während des Gesprächs war Tammo seiner Mutter in die Küche gefolgt. "Vielleicht fand er dich so hübsch? Ich hab doch immer gesagt, dass ich einen gutaussehenden Sohn habe!" Die kleine Asiatin lächelte ihn an und reichte ihm dann ein Brötchen. Tammo wurde angesichts dieser nur scherzhaft gemeinten Aussage rot. Die Erinnerung an den Kuss und das Gefühl in seinem Bauch kam wieder hoch und prompt verdunkelte sich der Farbton auf seinen Wangen noch ein Stück. "Du hast also nichts mitbekommen oder gesehen?" Sein Vater stand in der Küchentür, die Polizisten konnte er dahinter erkennen. "Nein.... nichts...", log Tammo und schüttelte den Kopf.

~~~~~~~~~~~~~~* Ende? *~~~~~~~~~~~~~

Danke fürs Lesen! Sagt ob noch nen Teil angenehm is, oder lieber nit...

byebye

Vampirekiss

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