Par Amour

von Beerchen
GeschichteRomanze / P12
Hermine Granger Remus "Moony" Lupin
03.08.2004
30.07.2006
7
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Disclaimer: Natürlich gehört wie immer nichts von allem mir, nur die Handlung dieser netten Geschichte.

Anmerkung: Dies hier ist meine allererste Harry-Potter-Fanfiction, ich bitte euch, das zu berücksichtigen.
Vielen DANK an meine treue Betaleserin Susi, dass sie sich auch diese Story hier antun will und sich schon sehr tapfer durch den Prolog gekämpft hat *g*.
Außerdem widme ich diese Story hier Tina, Irrlicht und Leaky, da ich denke, dass sie wissen, was mich zu ihr inspiriert hat  *alle drei mal so richtig durchknuddel*.

Warnung: Das Rating kann sich durchaus noch ändern...aber eigentlich ist das ja keine Warnung, die irgendjemand ernst nimmt, oder? *g*



                              
*<_>*  Par amour  *<_>*




<  "Par amour on peut souffrir." 

                         -   "Je suis prêt à en mourir." >



-Prolog-


Die Sonne spiegelte sich auf der weiten Fläche des Mittelmeeres und brachte die Spitzen der einzelnen Wellen zum Glitzern. Auf dem Meer, unmittelbar dort, wo sie sich bildeten, waren diese Wellen sehr hoch und doch schlugen sie flach an den Strand, sodaß sie kleinere Kinder nicht daran hinderten, im seichten Uferwasser im Sand zu spielen. Ältere Jugendliche tobten lachend durch das etwas tiefere Wasser und verbrachten ihre Zeit damit, sich gegenseitig ins Wasser zu werfen.

Das eine oder andere Motorboot ärgerte einige Schwimmer, da das Boot samt Fahrer sich viel zu nahe am Strand aufhielt.

Hermine schreckte hoch, als ihr Buch für Verteidigung gegen die dunklen Künste mit einem nicht zu überhörenden 'Plop' von ihrer Liege in den Sand fiel.

Ruckartig öffnete sie die Augen und musste einen Moment lang gegen das grelle Licht anblinzeln. Die Sonne war im Laufe des Nachmittags weitergewandert, so dass der Sonnenschirm Hermine nun nicht mehr vor ihren Strahlen schützte. Bevor sie allerdings den Sonnenschirm ein Stück zurechtrücken würde, musste sie sich um ihr Buch kümmern, das nun mit dem Rücken nach oben im Sand lag.

Schnell stand Hermine auf, hatte allerdings nicht mit dem Fuß des Sonnenschirms gerechnet, über den sie nun stolperte und somit der Länge nach in den Sand fiel. Hustend und Sand ausspuckend richtete sie sich mühsam wieder auf, wobei sie sich verstohlen umsah. Hoffentlich hatten nicht zu viele der anderen Urlauber ihr kleines Missgeschick mitbekommen!

Erleichtert darüber, dass die anderen Leute am Strand mit sich selbst beschäftigt waren, wollte sie sich gerade nach ihrem Schulbuch bücken, als eine wohlbekannte Stimme an ihr Ohr drang:

"Mine, Schätzchen - ist alles in Ordnung mit dir?"

Mrs. Granger hatte sich mit halb belustigtem, halb besorgtem Gesichtsausdruck auf ihrer Liege aufgerichtet, während Mr. Granger so in sein Buch vertieft war, dass er von all dem gar nichts mitbekommen hatte. Es schien jedenfalls so, als ob er in sein Buch vertieft sei, doch Hermine beschlich der Verdacht, dass auch er die Zeit am Strand für ein Mittags- oder eher ein Nachmittagsschläfchen genutzt hatte.

"Sicher ist mit mir alles in Ordnung. Es gehört zu meinem täglichen Ritual, ein Sandbad zu nehmen.", murrte Hermine nun ihre Mutter an, die es daraufhin vorzog, nichts mehr zu sagen und sich weiter darum zu kümmern, dass ihre Haut vor dem Rückflug noch etwas mehr Sonnenbräune annahm.

Es wurde Zeit, dass die Ferien endlich vorüber gingen und das sechste Schuljahr begann, dachte Hermine nicht zum ersten mal in diesen Ferien. Anfangs hatte sie mit Ron und sogar mit Harry per Eulenpost in Kontakt gestanden, doch sie wollte es keiner Eule zumuten, bis zur griechischen Insel Samos und wieder zurück nach England zu fliegen.

Über ihre Grübeleien hatte sie ihr Schulbuch, das immer noch sehr unvorteilhaft im Sand lag, vollkommen vergessen. Schuldbewusst griff sie nun danach, klopfte den feinen Sand ab und strich die in Mitleidenschaft gezogenen Seiten sorgfältig glatt. Es war das letzte Schulbuch, dass sie vor Beginn des neuen Schuljahres noch durcharbeiten musste und sie hatte nur noch zwei Tage Zeit.

Hermine versuchte sich wieder auf ihre Lektüre zu konzentrieren, ertappte sich aber bald dabei, anstatt zu lesen, das Treiben am Strand zu beobachten. Ganz in ihrer Nähe spielte eine Gruppe Jugendlicher Volleyball. Sie rannten lachend über den Sand und warfen sich bei besonders gewagten Manövern sogar bäuchlings auf den Boden, um den Ball noch irgendwie über das Netz zu befördern.

Hermine seufzte. Wie gerne wäre sie jetzt einfach zu dieser Gruppe hinübergegangen und hätte gefragt, ob sie mitspielen dürfe. Doch dies ging nicht, da sie den Mädchen und Jungen, die ungefähr  in ihrem Alter waren, schon seit dem Beginn des Urlaubs fast jeden Tag zusah. Und genau wie ihr aufgefallen war, dass die Gruppe Jugendlicher sich die Zeit fast ausschließlich mit Volleyballspielen vertrieb, musste ihnen aufgefallen sein, dass Hermine sich im Laufe des zweiwöchigen Strandurlaubes nie mit etwas anderem als ihren Schulbüchern beschäftigt hatte.

Auch wenn sie nie im Leben erraten hätten, auf was für eine Schule Hermine ging, würde ein Mädchen, das in seinen Sommerferien Schulbücher las, schlechte Chancen haben, den Eindruck, den diese Jugendlichen nun schon von ihr hatten, zu widerlegen.
Deshalb unternahm sie nicht einmal den Versuch, zu den anderen zu gehen und sich vorzustellen. Man musste sich nicht noch am letzten Urlaubstag lächerlich machen.

"Mine? Du kannst dann schon einmal deine Sachen zusammenpacken, ja? Wir sollten uns allmählich auf den Weg in unser Bungalow machen, schließlich wollen wir heute abend noch essen gehen."

Die Stimme ihrer Mutter riss sie wieder einmal aus ihren Gedanken und sie nickte ihr nur abwesend zu, als Zeichen, dass sie verstanden hatte.

~*~

Einige Stunden später saß Hermine mit ihren Eltern auf der Dachterasse einer Taverne und schob mit einem zufriedenen Seufzen ihren leeren Teller von sich.

"Und? Hat dich der Griechenlandurlaub mit uns beiden wirklich so sehr gelangweilt, wie du gedacht hattest?", wollte ihr Vater von ihr wissen.

"Nein, eigentlich nicht." Sie stellte ihr Glas, aus dem sie soeben getrunken hatte, ab und sah ihre Eltern ernst an.

"Es tut mir leid, dass ich mich zuerst so gesträubt habe, mit euch zusammen in den Urlaub zu fliegen. Ich weiß, dass euch der gemeinsame Familienurlaub sehr viel bedeutet und deswegen bin ich auch mitgekommen - euch zuliebe."
Sie bemerkte, wie ihre Eltern einen erstaunten Blick tauschten und beeilte sich zu versichern:

"Das sollte nun nicht heißen, dass ich diese zwei Wochen für verschwendet halte oder dass ich mich einfach nur fürchterlich gelangweilt habe...im Gegenteil, ich hatte die Gelegenheit, ein fremdes Land kennenzulernen und außerdem habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ich habe mich auf das nächste Schuljahr vorbereitet und bin dabei wenigstens ein bisschen braun geworden."

Leicht hilflos grinste sie ihre Eltern an, doch diese hatten schon wieder ein neues Gesprächsthema gefunden.

"Was versprichst du dir denn vom neuen Schuljahr, Liebes?" Ihre Mutter sah sie erwartungsvoll an. "So langsam musst du ja jeden Tag genießen, schließlich ist das schon dein vorletztes Jahr auf Hogwarts. Es sei denn, du wirst Lehrerin..."

Mrs. Granger lächelte ihre Tochter liebevoll an. "Das könnte ich mir bei dir durchaus vorstellen, aber letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung, was du später einmal werden möchtest."

"Wer sagt denn, dass ich in diesem Schuljahr meine Meinung über den Lehrerberuf nicht vollständig ändere?", fragte Hermine, selbst nicht von dem überzeugt, was sie gerade gesagt hatte.

Doch sie wusste nicht, wie schwerwiegend die Veränderungen, die in ihrem sechsten Schuljahr auf sie zukommen sollten, wirklich sein würden...

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