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Wahrheit oder Wagnis - Teil 2

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Remus "Moony" Lupin Severus Snape
23.06.2004
23.06.2004
8
10.339
17
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
23.06.2004 1.053
 
Disclaimer:
alles aus der "Harry-Potter-Welt" gehört unserer geschätzten JK Rowling (höchstens vielleicht noch Warner Bros....). Mir gehört wie immer nix - ausser dem Plot und meiner kranken Phantasie. Und wie immer gibt's hierfür auch keine Kohle!

Anmerkung :
Hier ist sie also, die Fortsetzung von "Wahrheit oder Wagnis". Wir wollen doch alle mal sehen, wie Sevie den Spiess umdreht, nicht wahr *gg*???
Die Handlung spielt der Einfachheit halber in den Sommerferien zwischen Band 4 und  Band 5 und zwar noch bevor die Mitglieder des Phoenixordens Harry bei den Dursleys abholen.
Da Teil 1 eher Remus POV war, wird diese Story sich auf Sevie konzentrieren. Gerechtigkeit muss sein *kicher*


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Wahrheit oder Wagnis
Teil 2
Fanfiction von Lorelei Lee
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Kapitel 1
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Es war der erste Tag der Sommerferien. Snape sass an seinem Schreibtisch, vor sich eine Rolle Pergament und unzählige Flaschen in unterschiedlichen Grössen. Er war gerade dabei seine Bestände an Zaubertränken zu sortieren und archivieren und notierte konzentriert Trank um Trank auf seiner Liste.
Als es an seine Tür klopfte, sah er nicht auf, sondern öffnete sie mit einem Schlenker seines Zauberstabes. Er nahm an, dass es sich um Madam Pomfrey handelte, die einige Tränke bei ihm für die Krankenstation abholen wollte. Sie hatten gestern abend darüber gesprochen.
"Madam Pomfrey, ich habe noch nicht alles..." dann sah er auf und erkannte seinen Irrtum.
Im Türrahmen stand ein bemerkenswert unentschlossen wirkender Remus Lupin.
"Hallo, Severus", grüsste Lupin und schloss die Tür hinter sich.
Die Schreibfeder, die Snape in der Hand hielt schwebte sekundenlang bewegungslos über dem Pergament, bevor sie sich senkte und der Liste eine weitere Bezeichnung hinzufügte.
"Was wollen Sie hier?" fragte Snape gleichgültig, konnte jedoch einem raschen Seitenblick auf seinen unerwarteten Besucher nicht widerstehen.
Er hörte, wie Lupin tief Luft holte und sich einige Schritte auf ihn zu bewegte.
"Ich wollte dich etwas fragen... aber wenn ich dich gerade störe..."
Erst jetzt hob Snape seinen Blick und fixierte Lupin unerbittlich.
"Sie würden hier immer stören", bemerkte er gehässig. "Aber da Sie nun schon mal hier sind... bitte." Eine vage Geste lud Lupin ein sich auf den Besucherstuhl zu setzen, was dieser auch tat.
Snape fiel auf, dass Lupins Blick unstet umher schweifte, offensichtlich auf der Suche nach den richtigen Worten. Milde Neugier erwachte in dem Tränkemeister. Es schien sich um etwas Wichtiges zu handeln... aber vielleicht war der Werwolf nach ihrer letzten Begegnung auch nur über seine rüde Begrüssung erstaunt. Snape hatte allerdings nicht vor, sein Verhalten einem Freund von Sirius Black gegenüber auch nur um ein Jota zu verändern. Egal was vor nicht ganz 12 Monaten auch zwischen ihnen vorgefallen sein mochte. Seither war viel passiert und er hatte tatsächlich Blacks Hand schütteln müssen. Gleichzeitig mit dieser Erinnerung überfiel ihn wieder der Drang, sich die Hände mit Seife und Desinfektionsmittel zu waschen. Er unterdrückte diese Regung jedoch und wartete darauf, dass Lupin endlich eine Erklärung für seinen Besuch abgab.
Snape hob fragend eine Augenbraue und sagte gelangweilt: "Nun? Ich warte! Und ich habe nicht den ganzen Tag Zeit."

Lupin schluckte, doch dann sprach er endlich. "Ich wollte mich bei dir bedanken, dass du dich in den letzten Monaten an unsere Vereinbarung gehalten und mir immer den Wolfsbanntrank geschickt hast." Er holte wieder tief Luft und fuhr fort. "Und ich wollte dich fragen, ob du ihn mir auch weiterhin brauen würdest."

Halb hatte Snape schon mit etwas derartigem gerechnet. Nach Voldemorts Wiedergeburt  und dem Wiederaufleben des Phönixordens, war es unumgänglich, dass Lupin mit dem Wolfsbanntrank versorgt wurde. Das Einzige was ihn wirklich erstaunte, war die Vorgehensweise des Werwolfs.
Warum war dieser verrückte Kerl nicht einfach zu Dumbledore marschiert? Einer Anweisung Dumbledores hätte er sich nicht widersetzen können. Warum kam er direkt zu ihm?
"Haben Sie schon mit dem Direktor darüber gesprochen?" fragte er kühl.
"Nein", antwortete Lupin schlicht und hörte auf, Snapes Blick auszuweichen.
Dieses eine Wort schien noch eine Weile zwischen den zwei Zauberern in der Luft zu schweben, bevor es verging.

Snape lehnte sich in seinem Stuhl zurück und legte die Fingerspitzen seiner Hände aneinander.
Jetzt wurde es interessant. Nach Lupins Gesichtsausdruck, der zwischen Trotz und Hoffnung schwankte, zu schliessen, hatte er auch nicht vor überhaupt wegen dieser Sache zu Dumbledore zu gehen. Er wollte es also mit ihm alleine ausfechten...
Er betrachtete den Werwolf unter halbgesenkten Lidern.
"Ihnen ist klar, dass Sie mit ihrem Verhalten eine Revanche geradezu herausfordern?"
"Ja", murmelte Lupin. "Ich halte das nur für fair..."
Fair! Ach ja, der noble Gryffindor' dachte Snape erheitert.
"Nur, damit es zu keinerlei Missverständnis kommt - Ich frage, Sie antworten. Ich bestimme, wann das Spiel zu Ende ist", stellte Snape mit harter Stimme fest. "Da ich leider nicht in der Lage bin, es zu riechen, wenn Sie lügen, werden Sie ein wenig Veritaserum trinken. Wenn das Spiel vorbei ist, werde ich Sie für weitere 12 Monate mit dem Wolfsbanntrank versorgen. Sind Sie damit einverstanden?"
Lupin war bei der Erwähnung des Veritaserums zwar etwas zusammengezuckt, doch er nickte. "Ja, ich bin einverstanden", sagte er gefasst.
Snape bedachte ihn mit einem durchdringenden Blick, dann wandte er sich ab um aus einem der Schränke das Veritaserum zu holen.
Bei Merlin - er will es wirklich so!' dachte Snape ungläubig. Es ärgerte ihn, dass seine Hand automatisch zu der Innentasche seiner Robe zuckte. Merlin mochte wissen, warum er immer noch diese idiotische Schachtel mit sich herumtrug - er selbst wusste es wirklich nicht.


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Fortsetzung folgt
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