Pheromone

von KitKaos
GeschichteRomanze / P12
Clark Kent Lois Lane
14.06.2004
14.06.2004
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Disclaimer: Weder Lois noch Clark noch der Rest der Meute gehört mir, sondern sämtliche Rechte liegen bei Warner Brothers, ABC, Deborah Joy LeVine, Jerry Siegel und Joe Shuster... oh, und Geld verdien ich an dieser Geschichte sicher auch nicht!


Pheromone - oder: Hey, auch Supermänner sind hormongesteuert!


Es war ein ganz gewöhnlicher Morgen beim Daily Planet. Die allmorgendliche Besprechung im Konferenzraum hatte gerade begonnen. Perry White, seines Zeichens Chef-Redakteur der meistgelesenen Zeitung Metropolis' - und wahrscheinlich auch der ganzen Welt - wandte sich gerade an Lois Lane. Ihr Artikel über die bevorstehende Fruchtfliegen-Sprühaktion gefiel ihm nicht sonderlich - ihm fehlte der Pep. Als Perry Lois bat, die Story noch einmal zu überarbeiten, lies diese ihn ihr Interesse an diesem hochinteressanten Thema deutlich spüren, indem sie dabei vorgab zu gähnen.

Lois war die verdammt beste Reporterin, die der Planet hatte, und das wusste sie auch ganz genau. Perry ließ ihr diesen Kommentar durchgehen. Auch wenn er jemand anderem für eine solche Bemerkung den Kopf abgerissen hätte, Lois war wie eine Tochter für ihn, und es tat ihm sogar ein wenig leid, dass er nichts Aufregenderes für sie hatte. Er wusste, sie würde den Artikel trotz ihrer sarkastischen Erwiderung nochmals überarbeiten, und diesmal zu seiner Zufriedenheit.

Seine Gedanken wurden durch eine Bemerkung Jimmy Olsens abgelenkt, der seine Zweifel über die Ungefährlichkeit der Chemikalie äußerte, mit der die Sprühaktion durchgeführt werden sollte. Jimmy war zwar ein netter Kerl, doch Perry fand, er war noch ziemlich grün hinter den Ohren und versuchte so, Jimmys journalistische Versuche weitgehend abzublocken - auch wenn er sich ein wenig als sein Mentor sah.

So antwortete er ihm nur kurz, dass es eine reine Vorsichtsmaßnahme sei, die Tiere während der Sprühaktion ins Haus zu holen, und wandte sich seinem zweiten Spitzenreporter, Clark Kent, zu. Kents Aufgabe war ein Artikel zur Konterrevolution in Russland gewesen, und so erkundigte sich Perry, wie es damit aussah.

Clarks Antwort bekam er nur noch zur Hälfte mit, da draußen in den Büroräumen einige fremde Leute auftauchten und anfingen, sich dort einzurichten. Als er sich danach erkundigte, antwortete ihm Cat Grant, die Gesellschafts-Kolumnistin des Planet, dass dies ein schon seit einiger Zeit feststehender Termin der Marketing-Abteilung sei.

Damit war die Konferenz gezwungenermaßen beendet. Lois ließ die Bemerkung fallen, dass die Mitarbeiter des Daily Planet wohl heute nicht zum Arbeiten kämen.

Es waren Fotographen, Models und jede Menge anderer Leute da, die für das neue Parfum "Exclusive" Werbung machen sollten. Jimmy versuchte irgendwie einen Weg zu finden, die verführerische April - eines der Models - anzusprechen, die ihm sehr gefiel. Die meisten anderen ließen sich von der geschäftigen Atmosphäre der glamourösen Welt des Chic einfach anstecken.

Clark und Jimmy lehnten nach einer Weile locker gegen Lois' Schreibtisch und beobachteten die Models. Lois hingegen fühlte sich bei all dem Trubel nicht gerade wohl, und versuchte durch bissige Kommentare ihr Missfallen an der ganzen Szenerie zum Ausdruck zu bringen.

"Zieh dich in einer bestimmten Weise an, benutze einen bestimmten Duft, und die Welt wird dich lieben."

Clark, der nur mit einem Ohr zugehört hatte, antwortete seinerseits ironisch, "Ja, traurig, Lois, sehr traurig."

Lois sah Clarks Blick nach, der gerade einem der hübschen Models folgte. Sie verwarf den Gedanken, auf Clarks Kommentar zu antworten und meinte stattdessen, "Jedenfalls werden wir, wie ich schon gesagt habe, heute nicht zum Arbeiten kommen."

Clark wandte sich ihr nun voll zu. "Warum nehmen wir uns dann heute nicht frei?"

Lois sah ihn verständnislos an. "Weil es ein Arbeitstag ist, Clark."

Nun war es an Clark, sie verständnislos anzusehen. "Hast du denn nie Schule geschwänzt, Lois?"

"Niemals," wehrte sich Lois entrüstet. Clark sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Was ist überhaupt so toll am Schule schwänzen?"

Clark zuckte hilflos mit den Schultern. Er hätte nicht gedacht, dass es jemanden gab, der kein einziges Mal in seiner Schullaufbahn geschwänzt hatte. "Na ja, man ist irgendwo, wo man nicht sein soll, tut etwas, das man nicht tun soll... Es ist einfach Spaß."

Nun fing Lois an, wirklich wütend zu werden. Was dachte er eigentlich von ihr? Dass sie keinen Spaß kannte? "Ich hatte Spaß auf der High School - Schach Club, Mathe Club,..."

Das war offensichtlich nicht ganz das, was Clark unter Spaß verstand. Er gab nur ein leises "Wow!" von sich, eher zu sich selbst als an Lois gerichtet.

Das reichte. Das ging zu weit für Lois. Sie stand ruckartig auf und unterstrich jedes Wort mit lebhafter Gestik. "Willst du damit sagen, dass ich keinen Spaß verstehe... dass ich nicht weiß, wie man Spaß hat?"

Clark öffnete den Mund, wusste aber nicht so recht, was der darauf antworten sollte, also schloss er ihn wieder.

In diesem Moment näherte sich ihnen eine blonde Frau mit einem dunklen Parfum-Flakon in den Händen und besprühte damit jeden, in dessen Nähe sie kam. So auch im Vorbeigehen Lois, Clark, Jimmy und Perry - der gerade hinzugetreten war, da er Lois' plötzlichen Gefühlsausbruch gesehen hatte, und fragen wollte was los war.

Als die Wolke des neuen Parfums sie überrannte, wurde ihnen fast schlecht davon. Es stank bestialisch. Alle fächelten sie sich mit der Hand frische Luft zu, um wieder atmen zu können. Perry sah der Frau mit dem Flakon nach, immer noch fächelnd, und meinte scherzhaft, "Was war das denn? Eau de Schweißfuß'?" Dann ging Perry wieder in sein Büro. Jimmy machte sich ebenfalls wieder auf, da er April aus den Augen verloren hatte. Clark und Lois setzten sich wieder an ihre Schreibtische und versuchten doch noch ein wenig zu arbeiten.

***


Ein paar Stunden später war der Trubel wieder vorbei, und Lois und Clark hatten es sogar geschafft, ihre Artikel fertig zu schreiben. Lois fühlte sich verspannt von der Arbeit am Computer, und fuhr mit dem Stuhl ein wenig nach hinten, um ihre starren Muskeln zu lösen. Vielleicht war Clark ja auch schon fertig, und sie konnten endlich nach Hause gehen. Sie wandte ihren Kopf und warf einen Blick zu ihm hinüber.

Mit einem Mal fiel ihr etwas auf, das sie vorher so noch nie bemerkt hatte - Clark war der absolut bestaussehende Mann der Welt. Sie fühlte so etwas wie eine animalische Anziehungskraft von ihm ausgehen, wie er so dasaß, ganz in seine Arbeit vertieft. Sie hatte einfach keine andere Wahl als zu ihm zu gehen und ihn zu küssen, zu berühren - sie fragte sich, wie sich das wohl anfühlte. Clark hatte eine fabelhafte Figur, das war sogar in seinen lockeren Hemden und Anzughosen unübersehbar.

Also öffnete sie verspielt ein paar Knöpfe ihrer Bluse, um ihr Dekolleté zur Geltung zu bringen. Dann zog sie ihren Taschenspiegel und Lippenstift hervor und schminkte ihre Lippen nach, ohne dabei jedoch Clark aus den Augen zu lassen. Als sie nach einem weiteren kurzen Blick in den Taschenspiegel mit ihrer Erscheinung zufrieden war, legte sie ihn beiseite, stand auf, strich sich verführerisch den Rock glatt und ging dann hinüber zu Clarks Schreibtisch.

Sie hoffte, er würde sie bemerken, als sie sich auf ihn zu bewegte, doch er war immer noch voll und ganz in seine Arbeit vertieft. Also musste sie wohl zu etwas wirksameren Mitteln greifen. Als sie beim Schreibtisch angekommen war, stellte sie ein Bein quer über die ganze Länge des Schreibtischs und setzte sich auf die Kante. Sie versuchte, so sexy und verführerisch auszusehen, wie sie konnte. Sie sagte Clarks Namen, und ihr Herz setzte einen Schlag aus, als dieser seinen Kopf hob und sie - im ersten Augenblick verwirrt - ansah. Sein Ausdruck veränderte sich und seine Augen wurden sanft.

Clark wusste nicht wie ihm geschah. Lois war zu ihm herübergekommen. Er hatte sie kommen gehört, wollte jedoch zuerst noch diesen einen Absatz beenden, den er für seinen Artikel über den Dock-Streik las. Als Lois ihr Bein auf seine Schreibtischplatte geschwungen hatte und dann auch noch in dieser sexy Tonlage seinen Namen ausgesprochen hatte, war er aus allen Wolken gefallen. Was wollte sie nun schon wieder? Normalerweise versuchte sie auf ähnliche Weise, ihn um einen Gefallen zu bitten.

Als er jedoch aufblickte und ihr Gesicht sah, konnte er es kaum glauben. Er hatte schon lange die Hoffnung aufgegeben, dass Lois seine Gefühle erwidern könnte. Jetzt allerdings hatte sie ein Leuchten in den Augen, das er vorher nie bei ihr gesehen hatte. Ihre ganze Haltung war verführerisch und schrie nur so danach, dass er sie berührte, sie zärtlich an sich zog und mit Küssen bedeckte. Und plötzlich konnte er diesem Drang auch nicht mehr widerstehen. Er zog sie zu sich heran und küsste sie leidenschaftlich auf den Mund.

Lois erwiderte seinen Kuss mit der selben Heftigkeit. Sie war im siebten Himmel. Ihre Hände wanderten zu Clarks breiten Schultern, wanderten, zerzausten ihm das weiche dunkle Haar, berührten sanft sein Gesicht. Sie wollte diesen Kuss nie zu Ende gehen lassen, sich nie mehr von ihrem Geliebten trennen. Ja, sie liebte ihn, mit ihrem ganzen Wesen auf immer und ewig.

Clark spürte, wie Lois' Hände ihn berührten. Er fühlte das Verlangen, das bei ihnen beiden hinter diesem wunderbaren Kuss lag. Er wollte mehr. Wollte seine Geliebte berühren, am ganzen Körper, sie lieben, bis er starb. Das war hier nicht möglich. Also stand er langsam auf, ohne den Kuss zu lösen, kam zu Lois auf die andere Seite des Schreibtischs, nahm sie auf und trug sie zum Fahrstuhl. Keiner kümmerte sich weiter um die beiden, als sie das Gebäude verließen.

Als Lois bemerkte, dass Clark sie aus dem Daily-Planet-Gebäude heraus trug, fragte sie sich nicht lange was er vorhatte. Vertrauensvoll hielt sie sich an ihm fest. Dabei hatte sie nicht vor, den tiefen Kuss auch nur ansatzweise zu lösen. Die Welt um sich herum nahm sie kaum noch wahr. Sie schwebte wie auf Wolken, die Augen geschlossen, voll Vertrauen in Clark.

Als er aus dem Gebäude heraus getreten war, hatte sich Clark in die nächste dunkle Seitengasse gewendet und unbeobachtet vom Boden abgehoben. Nun flog er zielstrebig auf seine Wohnung zu. Innerhalb weniger Sekunden war er auf seinem Balkon angekommen, und ging durch die offene Tür ins Schlafzimmer. Dort angekommen ließ er Lois sanft auf sein Bett fallen und löste widerwillig die Umarmung und den Kuss. Lois sah ihn verträumt an. Sie strahlte über das ganze Gesicht. Clark berührte mit einer Hand zärtlich ihr Gesicht und sah ihr direkt in die wunderschönen Augen.

In diesen großen schokoladenbraunen Augen konnte Lois ertrinken, so tief waren sie. Sie hätte ewig so verweilen können. "Ich liebe dich, Clark Kent," sagte sie unvermittelt.

Clark lehnte sich sachte zu Lois hinunter. "Ich liebe dich, Lois Lane." Er küsste sie zärtlich, löste aber kurz darauf die Verbindung und sah ihr wieder tief und lange in die Augen. Lois' Hände umschlossen seine, die auf der Bettdecke ruhten, und führten sie an ihre Bluse. Er verspürte das Verlangen, ihr die Kleider so schnell wie möglich vom Leib zu reißen. Doch er riss sich zusammen. Langsam, ganz langsam und zärtlich öffnete Clark einen Knopf nach dem anderen. Dabei beugte er sich hinunter und zog eine Linie von sanften Küssen von ihrem Hals abwärts.

Lois konnte ein leises Stöhnen nicht unterdrücken. Es fühlte sich so gut und so richtig an. Sie hoffte, er würde damit nie aufhören.

Clark war inzwischen bei ihrem Rock angekommen. Ganz langsam und zärtlich öffnete er den Reißverschluss und streifte ihn Lois über die perfekt geformten Beine. Seine Liebe sah er in ihren Augen erwidert. Oh mein Gott, wie lange habe ich darauf gewartet. Bitte lass das keinen Traum sein.' Doch er fühlte genau, dass das hier die Wirklichkeit war. Er konnte Lois spüren, hörte ihren erregten Herzschlag, fühlte ihre Liebe.

Lois konnte es nicht mehr abwarten. Das alles ging ihr viel zu langsam. Sie wandte sich nun ihrerseits Clarks Krawatte zu, löste sie und zog sie ihm sanft über den Kopf. Dann ließ sie sie fallen, ohne ihr weitere Aufmerksamkeit zu schenken, und ihre Finger spielten mit den Knöpfen an seinem Hemd.

Uh-oh! Clark hatte noch das Kostüm unter seiner Kleidung. Das hatte er in der Hitze des Augenblicks ganz vergessen. Es war ihm zwar egal, ob Lois wusste, dass er Superman war - wenn er ehrlich war, wollte er sogar, dass sie es wusste - doch würden sie beide so ihre Probleme haben, das hautenge Ding gemeinsam von ihm herunter zu bekommen. Seine Hände legten sich zärtlich auf Lois', die augenblicklich innehielt und ihn sanft fragend ansah. Er wollte ihr nicht wehtun. "Ich bin gleich wieder da. Versprochen." Mit diesen Worten legte er ihre Hände auf das Bett, gab ihr einen leichten Kuss auf die Stirn und verschwand im Badezimmer, bevor sie ein weiteres Wort sagen konnte - was ihn wahrscheinlich umgestimmt hätte.

Im Badezimmer angekommen, pellte er sich zuerst einmal mit Superspeed aus seinem Superman-Kostüm und ließ es einfach super in einer Ecke liegen. Dann atmete er tief durch, fuhr sich nervös mit den Fingern durchs Haar, legte seine Brille beiseite und starrte sein Spiegelbild an.

Wow, er konnte kaum glauben, was passiert war. So lange hatte er gewartet, dass Lois seine Gefühle erwiderte, so lange Zurückhaltung geübt. Und jetzt, mit einem Mal, gingen alle seine Träume in Erfüllung. Lois hatte ihm gesagt, dass sie ihn liebte. Sie hatte es deutlich gemacht, dass sie genauso nach ihm hungerte wie er nach ihr. Er wollte sie, mit Leib und Seele, wollte ihr die Welt zu Füßen legen, wollte sich ihr ganz und gar hingeben. Tief drinnen wunderte er sich über Lois' plötzlichen Sinneswandel, doch darüber wollte er sich jetzt nicht den Kopf zerbrechen. Sie war so wundervoll, sie war brillant, atemberaubend schön, und sie war sein. Und jetzt war sie dort hinter dieser Tür auf seinem Bett. Was machte er hier drin eigentlich noch?

Lois hatte ihn nicht loslassen, hatte ihn aufhalten wollen. Es hatte sich so gut angefühlt. Clark war absolut umwerfend. Er war so sanft und doch so leidenschaftlich, bei ihm fühlte sie sich geborgen. Sie liebte ihn so sehr. Tief drinnen wunderte sie sich über sich selbst, das aber wurde schnell verdrängt durch ihre durch und durch gehende Liebe für Clark. Sie wollte ihn nie mehr loslassen, ihm sich hingeben mit Haut und Haar. Und jetzt war er nicht da, um sie zu liebkosen, durch eine Tür von ihr getrennt. Sie wollte ihn spüren, brauchte ihn jetzt. Ihr kam eine Idee und sie erhob sich vom Bett.

Gerade als Clark zurück ins Schlafzimmer wollte und nach der Tür griff, öffnete sie sich und Lois kam herein, mit weiter nichts bekleidet als einem weißen Spitzen-BH und -Slip. Clark hatte Mühe, seinen Blick von ihr abzuwenden - andererseits, wieso sollte er?

Lois musterte Clark. Sein Hemd war offen und entblößte seinen perfekt geformten Oberkörper. Seine Brille war verschwunden und sie konnte zum ersten Mal seine Augen sehen, ohne dass sie durch Brillengläser verfremdet wurden. Sie konnte die Wärme und Tiefe darin deutlich sehen. Sie hielt es nicht länger aus, sie musste ihn berühren. Ohne zu zögern, zog er sie ihn seine Arme und sie berührten und streichelten sich gegenseitig eine Zeit lang einfach nur, erforschten den anderen mit den Händen, liebkosten sich zärtlich. Clark wich einen Schritt zurück, Lois folgte, keiner ließ den anderen auch nur eine Sekunde los. Inzwischen hatten sich auch ihre Lippen wieder gefunden.

Lois' Hände wanderten zu Clarks Schultern und streiften ihm sanft das Hemd ab, das lautlos zu Boden fiel. Dann ließ sie sie weiter abwärts wandern, zum Reißverschluss von Clarks Hose, den sie langsam öffnete. Ein paar Sekunden später lag auch die Hose vergessen auf dem Boden. Die Küsse wurden heißer, ihre Hände fordernder. Clark ließ eine Hand blind, suchend, hinter sich wandern. Er fand was er suchte und stellte das Wasser in der Dusche an. Dann nahm er Lois fest in die Arme und hob sie in die Duschkabine. Es war wie ein tropischer warmer Regen auf ihrer nackten Haut...

***


Einige Stunden später lagen Lois und Clark erschöpft im Bett, Lois an Clark geschmiegt, Clark einen Arm um sie. Draußen war es inzwischen vollkommen dunkel, und auch in Clarks Wohnung brannte kein Licht. Aber Lois und Clark brauchten auch keins. Sie kuschelten sich instinktiv enger aneinander, und schliefen so zusammen ein.

***


Clark wachte früh am nächsten Morgen auf. Die Sonne ging gerade auf und warf ein paar verstohlene Lichtstrahlen in das Schlafzimmer. Verschlafen wollte er sich auf die Seite rollen, um noch einmal fünf Minuten zu dösen. Doch er merkte, dass er es nicht konnte. Ein Gewicht auf seiner Brust verhinderte jede größere Bewegung und seinen einen Arm konnte er auch nicht rühren.

Mit einem Mal war er hellwach. In Panik öffnete er die Augen und blickte sich um. Jedoch beruhigte er sich wieder, als er sah, warum er sich nicht bewegen konnte. Lois lag immer noch eng an ihn gekuschelt da und schlief selig. Ihren Mund umspielte ein glückliches Lächeln. Clark seufzte vor Glück, küsste Lois' Scheitel und legte sich wieder ruhig zurück.

Die letzte Nacht kam ihm wie ein Traum vor. Hätte er nicht Lois in seinem Bett als Beweis, dann hätte er es selbst nicht geglaubt. Was war passiert, dass die Frau seiner Träume sich ihm plötzlich so zugewandt hatte? Und was war passiert, dass er so plötzlich seine normale, vorsichtige Zurückhaltung ihr gegenüber aufgegeben hatte? Er wusste es nicht. Was er mit Sicherheit wusste, war, dass er am liebsten jeden Morgen so aufwachen wollte.

Zu weiteren Überlegungen kam er nicht, denn Lois fing an, sich zu räkeln. Verschlafen öffnete sie die Augen und sah Clark mit einer Wärme und Liebe in den Augen an, die er sich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen erhofft hatte. "Guten Morgen," gähnte sie. "Wie spät ist es, Liebling?"

Liebling. Sie hatte ihn Liebling genannt. Sein Herz vollführte Freudentänze dabei. Doch er hatte nicht einmal Zeit, sich zu erholen, als Lois sich ein wenig aufrichtete und ihn zärtlich auf den Mund küsste. Clark war sich sicher, dass sein Herz nun ganz stehen geblieben war. Doch als Lois den Kopf wieder auf seine Brust zurücksinken ließ, holte er tief Atem und stellte fest, dass sein Herz noch schlug.

Er riss sich zusammen und antwortete Lois auf ihre Frage. "Noch sehr früh. Etwa sechs Uhr. Du kannst ruhig noch eine Runde schlafen."

Das ließ Lois sich nicht zweimal sagen. Sie grinste über das ganze Gesicht, rollte sich auf Clark und fing an, seinen nackten Oberkörper mit Küssen zu übersäen.

Clark war im ersten Moment mehr als erstaunt über Lois' Reaktion. Doch dann konnte er nicht anders, als es zu genießen. Langsam hoben die beiden samt der Decken vom Bett ab und schwebten etwa einen halben Meter darüber, während sie sich liebten.
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