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Wahnsinn 2044

GeschichteHumor / P12 / Gen
31.05.2004
02.06.2004
6
15.052
 
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Wahnsinn 2044

Hinweis: die Hauptpersonen sind die gleichen wie in EGOs "fünf Weltreiche", ich hab sie aber nicht einfach von EGO übernommen, wir haben sie uns zusammen mit drei anderen Leuten gemeinsam ausgedacht. Ansonsten hat die Story aber nichts mit der von EGO zu tun!

Der deutsche Bundeskanzler Gerd Meier saß am Tisch und blätterte in der Zeitung. Dabei stieß er auf einen Artikel, der von einer vor kurzem in England ausgebrochenen Seuche berichtete. Als er ihn durchgelesen hatte, schlug er wütend mit der Faust auf den Tisch und schimpfte: "Dieses verdammte England, macht nicht als Probleme. Erst machen sie mit ihrem BSE die Rinder wahnsinnig, und jetzt lässt ihre neue Seuche auch noch die Menschen verblöden. England ist mit Abstand das Schwachsinns-Exportland Nummer 1, und die Queen schert sich nicht drum, die ist doch selber längst infiziert. Ach, ich ruf jetzt Claudia an und frag sie, was sie von der Sache hält."
Gesagt, getan. Nach kurzer Zeit hob die Kaiserin des neuen Römischen Reiches, das das Gebiet des früheren Italien umfasste, auch schon ab. "Ja, hier Claudia Augusta, wer ist dran?"  "Hier ist Gerd Meier, hast du schon von der Seuche in England gehört?"  "Ja, darüber wollte ich auch schon mit dir sprechen, ich finde, wir sollten uns mal treffen und ausführlich darüber diskutieren. Ich hab schon mehrere andere europäische Politiker angerufen, weil ich dich zuerst nicht erreicht hab, aber die haben angeblich für solchen Schwachsinn, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Zeit. Die werden dann schön dumm aus der Wäsche gucken, wenn sie die Seuche im eigenen Land haben. Aber wenigstens du kümmerst dich noch um solche ernsten Probleme! Also, treffen wir uns dann morgen um 15 Uhr bei mir?"  "Ja, von mir aus. Tschüss, bis morgen!"  "Tschüss!"
Nach dieser Verabschiedung meldete sich Claudias Handy schon wieder mit seinem Samba-Klingelton. Sie hob genervt ab und sagte: "Ja, hier Claudia Augusta, was gibt's?"  Am Telefon meldete sich eine ihr unbekannte Stimme: "Servus, hier ist Lori Hammer."  "Ich kenn keine Lori Hammer, Sie haben sich bestimmt verwählt. Obwohl, irgendwo hab ich den Namen schon mal gehört, ich glaub in Zusammenhang mit der Wahl in Österreich, die doch irgendwann vor ein paar Wochen mal war, wahrscheinlich nur eine Kanzlerkandidatin."  "Sehr richtig, und ich muss Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass ich es tatsächlich zur Bundeskanzlerin geschafft habe."  "Schön und gut, aber was wollen Sie jetzt von mir?"  
"Ich rufe wegen einer sehr ernsten Sache an, Sie haben doch sicher schon von der Seuche in England gehört, oder?"  "Ja, und ich werde mich morgen mit Gerd Meier treffen, um über dieses Problem zu sprechen, wenn Sie wollen, können Sie auch kommen, wir treffen uns um 15 Uhr bei mir."  "OK, ich werde dann auch kommen. Haben Sie schon die Staatschefs von anderen Ländern gefragt?"  "Ja, aber die kümmern sich alle nicht sonderlich drum, nehmen das Ganze gar nicht ernst und haben angeblich sowieso Wichtigeres zu tun. Also dann, bis morgen!"  "OK, auf Wiederhören!", verabschiedete sich Lori Hammer und klagte: "Das geht ja gut los, gleich am Anfang meiner Regierungszeit Probleme mit dem Ausland! Ich ruf jetzt den Fritz an und frag ihn, ob er morgen auch zu der Versammlung kommen will."  
Wenig später ertönte auch schon auf Fritz Vrenilis Handy die Wilhelm-Tell-Melodie, und er meldete sich: "Ja, hier Fritz Vrenili!"  "Servus, hier ist Lori Hammer."  "Ach, du bist's, Lori, was willst du von mir?"  "Ach, es gibt im Moment ein ernstes Problem, du weißt doch bestimmt, dass in England schon wieder der Wahnsinn los ist, sogar die Queen ist betroffen."  "Ja, ich weiß, die olle Schreckschraube ist wirklich nicht mehr klar bei Verstand."  "Deshalb werde ich mich morgen mit Claudia Augusta und Gerd Meier treffen, um darüber zu diskutieren, und ich möchte dich fragen, ob du auch kommen willst."  
"Was, du verkehrst mit diesen eingebildeten Vollidioten? Hast du nicht mehr alle Tassen im Schrank?"  "Ja, gestern ist mir nämlich eine rausgefallen. Spaß beiseite, den ganzen andern Politikern geht die Sache doch am Arsch vorbei, die zwei sind die einzigen, die sich drum kümmern. In der Not muss man halt mit allen zufrieden sein. Also, kommst du dann morgen?"  "Ja wann, wo?"  "Um 15 Uhr bei Claudia Augusta."  "Na gut, dann bis morgen", sagte Fritz, obwohl er nicht so recht wusste,  ob die Not schon groß genug war, dass man sich mit den Beiden abgeben musste. Auch Lori Hammer freute sich nicht gerade auf das Treffen mit dem deutschen Bundeskanzler und der römischen Kaiserin.
Am nächsten Tag um 15 Uhr klingelte es bei Claudia. Sie öffnete und wurde gleich von Gerd begrüßt. "Hallo Gerd, komm rein!" Er folgte der Aufforderung und meinte: "Na schön, dann können wir ja jetzt mit der Schwachsinnskrisensitzung beginnen."  "Moment, Lori Hammer wollte auch noch kommen!"  "Was für eine Lori Hammer?"  "Ach, das ist nur die neue österreichische Bundeskanzlerin, die hat gestern bei mir angerufen. Sie kam mir reichlich bescheuert vor, aber wenigstens kümmert sie sich um die Seuche."  "Das versteh ich nicht, denen kann doch in Sachen Blödheit nichts mehr passieren. Aber trotzdem gut, dass sie kommt, dann kann ich sie wenigstens mal kennen lernen."
Da klingelte es auch schon wieder, und Gerd meinte: "Ah, sie kommt ja schon, ich mach gleich auf!"  Er wurde sogleich von Lori und Fritz begrüßt. Da Claudia ja nichts von Fritz' Besuch wusste und ihn auch nicht kannte, fragte sie erstaunt: "Wer ist denn das? Ist das Ihr Ehemann?"  Lori antwortete: "So ein Schmarrn, das ist doch nur der Schweizer Kriegsminister!"  Fritz prahlte: "Was heißt hier nur? Ich bin jetzt immerhin für die Regierung zuständig, weil unser Präsident bedauerlicherweise verstorben ist und sich niemand als Nachfolger zur Verfügung stellt. Also musste ich den Job übernehmen, weil ich als Kriegsminister eh nicht viel zu tun habe."  Claudia bemerkte: "Ist ja logisch, ein Kriegsminister in der Schweiz ist so überflüssig wie eine Nutte im Vatikan, obwohl dem Papst ein bisschen Sex vielleicht auch nicht schaden könnte. Also, kommen Sie rein, dann können wir mit der Besprechung anfangen. Dann würde ich vorschlagen, dass wir erst mal alles zusammentragen, was wir über die Seuche wissen."  
"Ich hab in der Zeitung gelesen, dass sie die Menschen auf mysteriöse Weise verblöden lässt, die Mediziner wissen angeblich selber nicht genau wie, auf jeden Fall kann sie den IQ auf 10-20 senken", berichtete Gerd. "Außerdem soll sie hochansteckend sein, unter Umständen kann es schon genügen, sich einem Infizierten auf 100m zu nähern, er muss einen dazu nicht mal anniesen oder so. In England sind mittlerweile auch schon über 278.000 Fälle bekannt, darunter auch Queen Misera", ergänzte Lori. Claudia meinte noch: "An der merkt man ja die schlimmen Folgen am deutlichsten. Ich hab mich schon immer gefragt, wieso die so verrückt ist, aber jetzt ist es endlich aufgekommen!"  
Doch weiter kamen sie nicht, denn plötzlich und unerwartet platzte der Kaiser von China herein und schwadronierte los: "Oh, heute sein Tag der offene Tür in Rom, und kleine Haufen von Europa schön schimpfen über arme Misera und ihre Land. Ah, da ist ja Kriegsminister von europäische Giftfabrik wo kippen ihre ganze Gift in schöne Rhein, und Deutsche sich schön freuen wenn sie können vergiften Schwiegermutter mit ganz normale Fisch. Und Bundeskanzlerin von Strahleland auch sein da. Wissen ihr was A auf Autos von denen heißt? Nix andere als Atomreaktor. Übrigens, Lori, wenn du dich wundern warum in deine Land Fische in Donau werden zerfressen, ich kann dir sagen Antwort. Deutsche nicht wissen wohin mit viele Salzsäure, und dann einfach kippen in Donau. Wenn du nix unternehmen, in ein paar Jahre ganz Österreich sein weg, was sein gut, da es sein ganz verstrahlt von Autos. Aber jetzt bitte nicht glauben das Römische Reich haben nix Dreck am Stecken, mit ihre Genmanipulation irgendwann erzeugen gefährliche Monsterpflanzen, und dann sie können schön schauen wo kriegen her gute Unkrautvernichter."
Claudia unterbrach ihn wütend: "Seien Sie froh, dass wir noch keine haben, sonst würde ich sie jetzt gleich auf Sie loshetzen! Was erlauben Sie sich eigentlich, unaufgefordert in mein Haus zu kommen?"  "Tür haben gestanden so schön offen. Haben ihr noch Fragen zu meine Information?"  Die einzige Frage, die sich ihnen stellte, war jedoch, ob sie den chinesischen Störenfried dafür, dass er ihre Untaten offenbar ausspioniert und nun schamlos verkündet hatte, auf den Mond schießen sollten, oder ihm dankbar dafür sein, dass er sie über die Untaten ihrer Nachbarn aufgeklärt hatte, doch Gerd meinte schließlich: "Nein, aber ich habe noch eine Frage an Lori Hammer: "Sind Sie mit dem Auto da?"  "Was soll denn diese bescheuerte Frage?"  "Ich hab eben keine Lust, mich verstrahlen zu lassen, oder wollen Sie vielleicht behaupten, dass das mit den Atomautos gar nicht stimmt?"  Claudia fragte: "Ist bei euch jeder Unfall jetzt gleich ein Super-GAU? Ist Österreich vielleicht schon total verstrahlt?"  
Lori wusste erst nicht, welche Frage sie zuerst beantworten sollte, doch dann fand sie eine passende Antwort für alle drei: "Nein, natürlich nicht. Die Autos werden angeblich so sicher wie möglich gebaut. Außerdem braucht ihr mich gar nicht so vorwurfsvoll anschauen, ich kann schließlich auch nichts dafür, dass wir uns kein Erdöl mehr leisten können."  "Wieso, seid ihr jetzt ein Entwicklungsland? Und Uran ist billiger, oder?", fragte Gerd.  "Nein, da ist doch nur dieser bescheuerte Chinese schuld, der erhöht die Erdölpreise nämlich bis ins Unendliche, und China hat mittlerweile leider das Erdölmonopol! Für Uran haben wir aber ein spottbilliges Angebot aus Kanada bekommen, warum, weiß ich nicht."  "Aha, interessant. Aber bei uns ist das Erdöl doch gar nicht so teuer!", wunderte sich Fritz. Hang Yuhe erklärte: "Ich haben Erdölpreise für Österreich nur erhöht weil die mir nicht mehr Holz für Essstäbchen, und eine echte Chinese essen nur mit Essstäbchen, und ich nicht lassen wollen meine Volk verhungern!"  
Lori, die dafür absolut kein Verständnis hatte, erwiderte: "Glauben Sie wirklich, dass ich nur wegen eurer dämlichen Essstäbchen unsere ganzen Wälder abholzen lasse? Könnt ihr Chinesen euch nicht angewöhnen, mit Messer und Gabel zu essen?"  "Wir Chinese legen große Wert auf Tradition."   "Aber bitte nicht auf Kosten unserer Wälder! Habt ihr denn außer uns keine anderen Lieferanten?"  "Früher wir hatten viel Lieferanten, aber dann deine Vorgänger haben gemacht sehr günstige Angebot und wir natürlich sofort haben zugeschlagen. Aber als andere Lieferanten haben erfahren dass wir kaufen Holz von diese Deppen, sie waren beleidigt und haben nix mehr geliefert und so wir jetzt sein ganz auf euch angewiesen, und weil ihr jetzt auch nicht mehr liefern, wir wollen erpressen euch mit Erdöl."  "Das ist doch verdammt unfair! Warum macht ihr das dann nicht auch mit den anderen Ländern?"  "Weil ihr sein Schuld an die Misere, ihr haben vertrieben die Andere."  
"Wenn die so blöd sind und sich von uns vertreiben lassen, kann ich auch nichts dafür! Außerdem glauben Sie doch selbst nicht, dass die ganzen andern Länder euch jetzt nichts mehr liefern, nur weil ihr jetzt einen kleinen Teil eures Holzes von uns gekauft habt, verarschen kann ich mich selber! Und Sie brauchen mir auch nicht weismachen, dass in China kein Holz mehr wächst, und Bambus habt ihr doch auch genug!"  "Aber Bambus und unsere Holz seien nicht so gut!"  "Ja, ja, wer's glaubt! Aber jetzt mal was Anderes: Seid ihr wirklich so scharf auf strahlende Essstäbchen? Was glaubst du, wie viele Autos bei uns täglich gegen einen Baum fahren, unsere Wälder sind bestimmt schon total verseucht, da könnt ihr genauso gut mit Brennstäben essen!"  "Oh, viele Dank für Warnung, daran ich haben gar nicht gedacht."
Gerd, dem dieser Streit mittlerweile auf die Nerven ging, unterbrach die beiden: "Ich glaub, das mit euch wird heut nichts mehr, aber ich hätte da auch noch was zu sagen, Herr Fritz Vrenili: Deutschland ist keine Giftmülldeponie!"  Fritz entgegnete: "Unser Land ist aber leider zu klein und gebirgig für Giftmülldeponien, und im Rhein ist es doch gut aufgehoben!"  "Gut aufgehoben? Sie haben doch keine Ahnung, was für einen Schaden es dort anrichtet!"  "Doch, das wissen wir sehr wohl, deshalb kippen wir es ja auch erst kurz vor der Grenze in den Rhein."  "Aha, Hauptsache die Schweiz nimmt keinen Schaden, echt sehr freundlich!" Er hielt es für die beste Lösung, wenn die Schweizer ihr Gift einfach trinken würden, dann wäre nämlich nicht nur ein Problem gelöst.
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